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DE126780C - - Google Patents

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Publication number
DE126780C
DE126780C DENDAT126780D DE126780DA DE126780C DE 126780 C DE126780 C DE 126780C DE NDAT126780 D DENDAT126780 D DE NDAT126780D DE 126780D A DE126780D A DE 126780DA DE 126780 C DE126780 C DE 126780C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wire
same
drums
hollow
coolant
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT126780D
Other languages
English (en)
Publication of DE126780C publication Critical patent/DE126780C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C9/00Cooling, heating or lubricating drawing material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Extraction Processes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Λ* 126780 KLASSE 7b.
Beim Ziehen von Stahl- und Eisendrä'hten ist es wichtig, eine Beschädigung des Hydroxydüberzuges der Drähte, welcher gewöhnlich dadurch erzeugt wird, dafs die Drähte nach vorheriger Behandlung in dem Beizkasten der Wirkung der atmosphärischen Luft ausgesetzt werden, zu vermeiden, da dieser Ueberzug ein vorzügliches Schmiermittel beim Durchziehen der Drähte durch die Zieheisen bildet und das vollkommene Ziehen der Drähte daher erleichtert.
Bei dem gebräuchlichen Ziehverfahren ist es nun üblich, die Drähte zwischen den einzelnen Ziehplatten in der Weise zu kühlen, dafs der Haspel oder die Ziehtrommeln in eine kühlende und schmierende Lösung eingetaucht werden. Hierbei wird jedoch das Hydroxydhäutchen sehr leicht beschädigt.
Nach vorliegender Erfindung wird von dem Eintauchen der Drähte durch theilweises Eintauchen der Ziehtrommeln in eine kühlende und schmierende Lösung abgesehen.
Anstatt dessen, werden die Haspel oder Trommeln hohl ausgeführt und die Innenseite desselben der Einwirkung eines Kühlmittels z. B. comprimirter Luft, Wasser oder eines anderen Fluidums ausgesetzt, welches die Wirkung hat, die Haspel oder Trommeln und damit die auf dieselben gewundenen Drähte zu kühlen.
Bei diesem Verfahren kommt das Kühlmittel gewöhnlich nicht mit dem Draht in Berührung und es fällt die Nothwendigkeit fort, die Drähte in eine Kühlflüssigkeit einzutauchen.
Auf der Zeichnung ist eine gemäfs vorliegender Erfindung eingerichtete Ziehtrommel im Längsschnitt in Fig. ι dargestellt, Fig. 2 ist eine Endansicht derselben mit theilweisem Schnitt, Fig. 3 ein. Grundrifs eines Theils der Drahtziehmaschine.
Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Ziehtrommeln mit einer Kammer r versehen, die von dem Stahlkranz s und Flantsch t gebildet wird, welche durch Schrauben u verbunden und auf Wellen b befestigt sind. Die Wellen sind ebenfalls hohl bezw. rohrförmig, aber bei 0 geschlossen, so dafs comprimirte Luft oder dergl. durch die Wellen b und Kanäle ρ in die Trommeln α treten kann und kühlend auf die Trommeln und den um dieselben gewundenen Draht wirken kann.
Jede Welle b ist mit dem Rohr c zur Zuführung der Kühlflüssigkeit oder dergl. derart verbunden, dafs die Wellen sich in ihren Lagern drehen können, das Zuführungsrohr c aber stehen bleibt. Zu diesem Zweck sind die Hohlwellen b an den Enden im inneren Durchmesser etwas erweitert und in diese Erweiterungen ist der mit einer Ausnehmung versehene Ring g und eine Dichtung h eingepafst und ferner ist der Stopfbüchsendeckel e in die, Welle eingeschraubt und darin durch die Mutter f befestigt. Der feststehende Hohlzapfen d ist mit seinem erweiterten Ende in den Ring g und den Deckel e eingeführt und in der Ausnehmung zwischen der Dichtung h und der Schulter des Ringes g gehalten, so dafs die Längsbewegung desselben aufgehoben ist. Der Hohlzapfen d ist mit dem Zuführungsrohr c durch eine Kuppelung η verbunden. Die Rohre c und d können bei dieser An-
Ordnung vollkommen fest stehen bleiben, während sich die Trommeln und ihre Wellen drehen. Es ist zweckmäfsig, einen Abflufs für die Luft oder dergl. vorzusehen, so dafs sie im continuirlichen Strom durch jede Trommel fliefst. Zu diesem Zweck können Kanäle i vorgesehen und derart in der Nähe des Drahtes angeordnet werden, dafs der austretende Luftstrom auf den Draht selbst trifft und zur weiteren Kühlung bezw. Kühlhaltung desselben beiträgt.
Es ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, dafs diese Luftströme gegen die Drähte gerichtet sind, da die Kühlung der Haspeln oder Trommeln ausreicht, um den Draht zu kühlen, wenn er um die Trommeln geht. In diesem Falle läfst man das Fluidum, die Luft oder dergl., durch die Seitenwangen der Trommeln austreten, so dafs es mit dem Draht nicht in Berührung kommt, falls diese Berührung nachtheilig für die Erhaltung des ein vorzügliches Schmiermittel bildenden Hä'utchens von Hydroxyd befunden werden sollte.
Statt Luft kann auch irgend ein anderes geeignetes Kühlmittel, beispielsweise Wasser, verwendet werden. Falls jedoch eine Flüssigkeit verwendet wird, wird der Abflufs so angeordnet, dafs die Flüssigkeit mit dem Draht nicht in Berührung kommt und jede Beschädigung des Hydroxydhäutchens vermieden wird. Dieser Wasserabflufs ist in Fig. ι bei j in punktirten Linien angedeutet.
Die allgemeine Anordnung eines Theils der Ziehmaschine ist in Fig. 3 gezeigt, in welcher k die Ziehorgane darstellen, die zwischen den Trommeln α angeordnet sind. Die Trommeln α werden von der Hauptwelle m und von Kegelrädern q durch auf den Wellen b sitzende Zähnräder angetrieben. In der Nähe jedes Durchzuges k kann ein geeigneter Schmiermaterialbehälter, durch welchen der Draht hindurchgeht, vorgesehen sein.
Wenn die Maschine in Betrieb ist, geht der zu verdünnende Draht durch das erste Zieheisen hindurch und von hier aus auf die erste Trommel der Gruppe, auf welcher er in der beschriebenen Weise gekühlt wird. Dann geht er durch das folgende Zieheisen mit kleinerem Ziehloch, wird wieder auf der folgenden Trommel gekühlt und so fort, bis er auf den gewünschten Durchmesser verfeinert ist.
Man kann die Anordnung derart treffen, dafs jede folgende Rolle gröfser ist als die vorhergehende, um eine der zunehmenden Verdünnung des Drahtes entsprechende gröfsere Arbeitsgeschwindigkeit zu erzielen, man kann aber auch jede folgende Trommel rascher umlaufen lassen als die vorhergehende.
Das Kühlmittel kann auch auf andere Weise als durch die hohlen Wellen der Ziehtrommeln in das Innere derselben eingeleitet werden. Ebenso wie Stahl- und Eisendrähte können auch Drähte aus anderem Metall, beispielsweise aus Kupfer, Blei oder dergl. mit der gleichen Einrichtung gezogen werden.
Die Trommeln oder Haspel werden aus einer mit Flantsch t versehenen Nabe J einem stählernen, die ringförmige Höhlung einschliefsenden Kranz s und einer Seitenwange ν gebildet, welche an der Scheibe t mittelst Schrauben befestigt und der Nabe und dem Kranz s angepafst ist. Die Nabe der Trommel ist auf der Welle b befestigt.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Ziehrolle für Drahtziehmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs dieselbe hohl bezw. mit einer inneren hohlen Kammer (r) versehen ist,-in welche ein Kühlmittel derart eingeleitet wird, dafs der Mantel der Rolle und damit der auf dieselbe aufgewickelte Draht gekühlt wird, so dafs das Eintauchen der Rolle in eine Kühlflüssigkeit entbehrlich wird.
2. Eine Ziehrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs bei derselben der hohle Raum (r) von einer Scheibe (a) mit Nabe, einem stählernen Kranz (s) '. und einer Seitenwange (v) eingeschlossen wird.
3. Eine Ziehrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs das Kühlmittel in den Hohlraum (r) derselben durch eine hohle Welle (b) und durch in das Innere der Rollen mündende Oeffnungen (p) geleitet wird. '
4. Eine Drahtziehrolle nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dafs die aus der Rolle durch Kanäle (I) austretende Kühlluft gegen die auf der Rolle befindlichen Drahtwindungen geleitet wird, um den Draht auch noch durch den Luftström zu kühlen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT126780D Active DE126780C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE126780C true DE126780C (de)

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ID=395413

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT126780D Active DE126780C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE126780C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1097934B (de) * 1957-09-20 1961-01-26 Syncro Mach Co Ziehscheibe mit verschleissfester Arbeitsflaeche
DE1150039B (de) * 1960-03-12 1963-06-12 Felten & Guilleaume Carlswerk Trommel fuer vorzugsweise Geradeaus-Mehrfach-Drahtziehmaschinen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1097934B (de) * 1957-09-20 1961-01-26 Syncro Mach Co Ziehscheibe mit verschleissfester Arbeitsflaeche
DE1150039B (de) * 1960-03-12 1963-06-12 Felten & Guilleaume Carlswerk Trommel fuer vorzugsweise Geradeaus-Mehrfach-Drahtziehmaschinen

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