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Schaltungsanordnung für Koordinatenschalter Die Erfindung betrifft
eine Schaltungsanordnung für Koordinatenschalter mit einer Matrix aus an den Kreuzpunkten
von Zeilen und Spalten angeordneten, differentiell gewickelten Ferreedrelais. Solche
Koordinatenschalter werden in Nachrichtenvermittlungsanlagen für die wahlweise Herstellung
von Verbindungen und deren Freigabe verwendet, wenn sie nicht länger benötigt werden.
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Differentiell gewickelte Ferreedrelais sind bekannt. Sie sind mit
zwei Steuerwicklungen ausgerüstet. Wenn beide Wicklungen durch gleichzeitig endende
Stromimpulse mit im wesentlichen gleicher Amplitude erregt werden, schließen die
Kontakte des Relais und verrasten magnetisch. Wenn jedoch nur eine der beiden Wicklungen
erregt ist oder wenn die Stromimpulse nicht im wesentlichen gleiche Amplitude aufweisen
oder wenn die Stromimpulse nicht gleichzeitig enden, öffnen die Kontakte des Relais.
Diese Betriebsart wird differentielle Erregung genannt.
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Relais dieser Art eignen sich besonders gut für eine Koordinatenanordnung.
Eine bekannte Anordnung dieser Art ist in der USA.-Patentschrift 3 037 085
beschrieben
worden. Bei dieser Anordnung ist zur Bildung eines Spaltensteuerleiters eine Wicklung
jedes Relais einer bestimmten Spalte mit einer Wicklung aller anderen Relais derselben
Spalte in Reihe geschaltet, und zur Bildung eines Zeilensteuerleiters ist die andere
Wicklung jedes Relais einer bestimmten Zeile mit der anderen Wicklung aller anderen
Relais derselben Zeile in Reihe geschaltet. Das Schließen eines gewählten Kreuzpunktrelais
wird durch Anlegen koinzidenter Stromimpulse gleicher Amplitude an diejenigen Zeilen-
und Spaltensteuerleiter erreicht, deren Schnittpunkt das gewählte Kreuzpunktrelais
definiert. Auf diese Weise werden beide Wicklungen des gewählten Relais gleichzeitig
erregt und die Kontakte geschlossen. Von jedem nicht gewählten Relais, dessen Wicklungen
in Reihe mit entweder dem erregten Zeilensteuerleiter oder dem erregten Spaltensteuerleiter
liegen, wird nur eine Wicklung erregt. Im Ergebnis werden entsprechend der Betriebsweise
dieser Art von Ferreedrelais die Kontakte jedes nicht gewählten Relais geöffnet,
wenn sie vorher im geschlossenen Zustand verrastet waren.
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Aus den oben erläuterten Betriebsmerkmalen einer Matrix mit differentiell
erregten Ferreedrelais ergibt sich, daß kritische Anforderungen hinsichtlich der
zeitlichen Zuordnung und der Kurvenform der Steuerstromimpulse bestehen. Jeder wesentliche
Amplitudenunterschied oder jedes Abweichen von der gleichzeitigen Beendigung der
beiden Steuerimpulse führt zu einem Versagen beim Schließen der Kontakte eines gewählten
Relais oder verursacht das Öffnen der vorher geschlossenen Kontakte eines Relais,
deren dauerndes Schließen verlangt wird. Es ist offensichtlich, daß umfangreiche
und komplizierte Synchronisierschaltungen für die Steuerimpulsquellen erforderlich
sind, um den kritischen Anforderungen für die wahlweise Steuerung einer solchen
Matrix zu genügen.
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Die Erfindung schafft eine Lösung des oben erläuterten Problems. Sie
geht dazu aus von einer Schaltungsanordnung für Koordinatenschalter mit einer Matrix
aus an den Kreuzpunkten von Zeilen und Spalten angeordneten, differentiell gewickelten
Ferreedrelais, die bei gleichzeitig endenden Stromimpulsen durch je ihre
Zeilenspule und je ihre Spaltenspule betätigt und verrastet und bei einem
Stromimpuls durch je nur eine ihrer Spulen freigegeben werden, bei der die
Zeilenspulen je einer Zeile und die Spaltenspulen je einer Spalte
über je einen Zeilen- bzw. Spaltensteuerleiter elektrisch in Reihe geschaltet
sind, und mit Markierschaltungen, die wahlweise Markierspannungen an je
ein
Ende eines Zeilen- und Spaltensteuerleiters anlegen.
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Die Erfindung schlägt vor, daß in bekannter Weise ein Sammelleiter
die anderen Enden der Zeilensteuerleiter und der Spaltensteuerleiter zur Bildung
eines Reihenstromweges zwischen den angelegten Markierspannungen verbindet, die
derart zusammenwirken,
daß ein Stromimpuls über den Reihenstromweg
fließt und dasjenige Ferreedrelais betätigt und verrastet, dessen Zeilen und Spaltenspule
über den gewählten Zeilensteuerleiter und den gewählten Spaltensteuerleiter in Reihe
geschaltet sind.
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Die Erfindung erleichtert in vorteilhafter Weise die Beseitigung im
wesentlichen aller bisherigen schweiwiegenden Einschränkungen hinsichtlich der Synchronisierung
der Steuerstromimpulse. Es ist dann praktisch jede Kurvenform brauchbar, und die
einzige Einschränkung betrifft den zur Flußumkehr im Magnetkreis eines Ferreedrelais
erforderlichen Strom. Weiterhin wird eine absolut genaue zeitliche Übereinstimmung
der Steuerimpulse durch die Reihenschaltung der beiden Wicklungen des gewählten
Kreuzpunkt-Ferreedrelais erreicht. Im Ergebnis wird ohne Rücksicht auf die Kurvenform
eines Stromimpulses die erforderliche Gleichheit der Impulsamplitude und die notwendige
Gleichzeitigkeit der Impulsbeendigung durch Zuführen des gleichen, durch die angelegten
Markierspannungen erzeugten Stromimpulses an beide Wicklungen des gewählten Ferreedrelais
sichergestellt.
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Aus der deutschen Auslegeschrift 1060 445 ist auch schon eine
Koordinatenanordnung nicht verrastender Kreuzpunktrelais bekannt, bei der ein Reihenstromweg
zwischen Markierspannungen über die Zeilen-und Spaltenwicklungen der Relais führt.
Da jedoch bei der bekannten Anordnung magnetisch nicht verrastende Reedrelais (Schutzrohr-Ankerkontaktrelais)
verwendet werden, ist für jedes Relais eine zusätzliche Haltewicklung erforderlich,
um die Relais nach Aufhören der Betätigungsströme angezogen zu halten.
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Die sich auf diese Haltewicklungen beziehende Aufgabenstellung bei
der bekannten Anordnung weicht von der hier vorliegenden gelösten Aufgabe völlig
ab. Einerseits treten bei der Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung keine Probleme
dahingehend auf, Kreuzpunkte nach Abschalten der Betätigungsströme angezogen zu
halten, weil die differentiell gewickelten Ferreedrelais magnetisch im angezogenen
Zustand so lange verrastet bleiben, bis sie durch einen Stromimpuls durch nur eine
ihrer Wicklungen zum Abfall gebracht werden. Andererseits spielen aber die obenerläuterten
kritischen Betriebsbedingungen von Ferreedrelais bei der bekannten Anordnung keine
Rolle. Für die hier vorgeschlagene Lösung des sich aus diesen kritischen Betriebsbedingungen
ergebenden Problems wird somit durch die bekannte Anordnung keine Anregung gegeben,
zumal auch die Vorteile der hier vorgeschlagenen Lösung bei der bekannten Anordnung
nicht verwirklicht werden können.
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In einer Vermittlungsanlage ist eine Überwachung dei Eingangskreise
eines Vermittlungsnetzwerks erforderlich, um eine Bedienungsanforderung anzuzeigen
und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Bei vielen bekannten Anlagen wird diese Überwachung
durch periodisches Abfragen bistabiler Abtastelemente erreicht, die mit den Anschlüssen
des Vermittlungsnetzwerks verbunden sind, und die Überwachungszustände der mit den
Netzwerkanschlüssen verbundenen Eingangskreise wiedergeben. Diese bistabilen Elemente
beeinflussen die Übertragungseigenschaften nachteilig, wenn sie an einen besetzten
Netzwerkanschluß angeschaltet bleiben, oder sie stören die Verbindung in anderer
Weise. Daher ist eine wahlweise Abschaltung der bistabilen Abtastelemente von den
Anschlüssen des Netzwerks wünschenswert, wenn die Anschlüsse in Gebrauch sind.
, Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß in Reihe
mit jedem Spaltensteuerleiter die Spule eines bipolaren Ferreedrelais liegt, das
bei einem Stromimpuls einer Polarität über seine Spule betätigt und verrastet und
bei einem Stromimpuls entgegengesetzter Polarität freigegeben wird.
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Die bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung verwendeten bipolaren
Ferreedrelais werden auch Trennrelais genannt, da ihre Kontakte beim Öffnen die
Trennung oder Abschaltung des Abtastelements oder anderer Schaltungen von dem zugeordneten
Netzwerkanschluß bewirken.
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Da die Steuerwicklung eines bipolaren Trennrelais in Reihe mit jedem
Spaltensteuerleiter der Matrix liegt, werden die entsprechenden Trennrelais durch
wahlweises Anlegen eines Markierspannungsimpulses von einer der beiden Markierschaltungen
an einen gewählten Spalten- bzw. Zeilensteuerleiter und durch wahlweises Anlegen
einer anderen Markierspannung von der anderen Markierschaltung an einen gewählten
Spalten- bzw. Zeilensteuerleiter gesteuert. Die angelegten Markierspannungen erzeugen
gemeinsam einen Stromimpuls, dessen Polarität zu der gewünschten Steuerung desjenigen
Trennrelais führt, an dessen Wicklung der Impuls angelegt ist. Die gewählte Polarität
der angelegten Markierspannungen bestimmt also, ob die Kontakte des Trennrelais
offen oder geschlossen sind.
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Die meisten Vermittlungsnetzwerke enthalten mehr als nur eine Wahlstufe.
Bei der normalen Wartung und im Fall einer Störung ist es wünschenswert, die verschiedenen
Nachrichtenübertragungswege durch das Vermittlungsnetzwerk wahlweise prüfen zu können,
ohne die an die End- (ersten oder letzten) Wahlstufen angeschlossenen Eingangsschaltungen
zu beeinflussen.
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Entsprechend einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen,
daß eine weitere Markierschaltung wahlweise eine der beiden Markierspannungen an
den Sammelleiter anlegt, daß eine gewählte der Markierschaltungen wahlweise die
andere der Markierspannungen anlegt und daß die angelegten Markierspannungen derart
zusammenwirken, daß ein Stromimpuls über nur einen gewählten Spaltensteuerleiter
oder über nur einen gewählten Zeilensteuerleiter fließt und daß dadurch diejenigen
Ferreedrelais abfallen, deren Spalten- oder Zeilenspule in Reihe mit dem gewählten
Spalten- oder Zeilensteuerleiter liegt.
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Auf diese Weise wird eine Anordnung zur wahlweisen Steuerung der Kreuzpunktrelais
eines vielstufigen Vermittlungsnetzwerks geschaffen, derart, daß durch dieses hindurch
ausgewählte Prüfverbindungen hergestellt werden können, die sich nicht über die
letzte Wahlstufe des Vermittlungsnetzwerks bis zu einer Eingangsschaltung eistrecken.
Diese Anordnung ermöglicht ferner die wahlweise Steuerung der Trenn-Ferreedrelais
ohne Störung der Kreuzpunkt-Ferreedrelais in anderen Wahlstufen. Das beruht darauf,
daß der durch die zusammenwirkenden Markierspannungen erzeugte Stromimpuls, der
an den Sammelleiter einer Matrix in einer ersten oder letzten Wahlstufe (beispielsweise
der ersten Wahlstufe) des Vermittlungsnetzwerkes und an einen gewählten Spaltensteuerleiter
einer Matrix in der (ersten oder letzten) Wahlstufe des Vermittlungsnetzwerkes angelegt
ist, nur eine Koordinate derjenigen Matrix durchläuft, an deren Sammelleiter das
Markierpotential angelegt worden ist. Wenn der Stromimpuls den Spaltensteuerleiter
einer Matrix der ersten Wahlstufe durchläuft, fallen die Kreuzpunktrelais
dieser
Spalte ab, und das Trennrelais der Spalte zieht je nach der Polarität des
Stromimpulses an oder fällt ab.
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Wenn andererseits der Stromimpuls nur einen Spaltensteuerleiter einer
Matrix der ersten Wahlstufe, aber sowohl Zeilen, als auch Spaltensteuerleitei von
Matrizen nachfolgender Wahlstufen durchläuft, fallen die Kreuzpunktrelais in der
Zeile der ersten Wahlstufe ab, die Kreuzpunktrelais in den nachfolgenden Wahlstufen
werden betätigt und deren Trennrelais nicht beeinflußt.
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Durch das wahlweise Anlegen bestimmter Kombinationen von Markierspannungen
von drei Markierschaltungen aus können verschiedene Schaltf unktionen im Verbindungsnetzwerk
erreicht werden. Dazu zählt: 1. Öffnen derjenigen vorher geschlossenen Kreuzpunktrelais
einer gewählten Zeile einer ersten oder letzten Wahlstufe und gleichzeitiges Schließen
eines gewählten Kreuzpunktrelais in allen übrigen Wahlstufen; 2. Öffnen eines gewählten
Trennrelais und gleichzeitiges Schließen gewählter Kreuzpunktrelais in allen Wahlstufen;
3. Schließen eines gewählten Trennrelais und gleichzeitiges Öffnen
derjenigen vorher geschlossenen Kreuzpunktrelais einer gewählten Spalte einer ersten
oder letzten Wahlstufe, ohne Beeinflussungen von Kreuzpunktrelais einer anderen
Wahlstufe; 4. Öffnen eines gewählten Trennrelais und gleichzeitiges Öffnen derjenigen
vorher geschlossenen Kreuzpunktrelais einer gewählten Spalte einer ersten oder letzten
Wahlstufe und schließlich 5. gleichzeitiges Schließen eines gewählten
Trennrelais und gewählter Kreuzpunktrelais in allen Wahlstufen.
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Die meisten Vermittlungsnetzwerke enthalten außer mehreren Wahlstufen
auch mehr als eine Relais-Matrix in jeder Wahlstufe. Der Aufwand für die
Netzwerk-Zugriffschaltungen kann bekanntlich minimal gehalten werden, wenn gemeinsame
Markierschaltungen für alle Matrizen einer Wahlstufe benutzt werden können.
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Entsprechend einer Weiterbildung der Erfindung wird hierzu vorgeschlagen,
daß ein wahlweise betätigbarer Schalter in Reihe in den Sammelleiter zwischen die
anderen Enden der Spaltensteuerleitei und die anderen Enden der Zeilensteuerleiter
eingeschaltet ist, um wahlweise den Reihenstromweg zwischen den angelegten Markierspannungen
durchzuschalten.
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Auf diese Weise wird eine bevorzugte Anordnung zur Auswahl einer bestimmten
Matrix aus einer Vielzahl von ähnlichen Matrizen geschaffen, in der die Kontakte
eines gewählten Kreuzpunktrelais geschlossen bzw. geöffnet werden sollen. Außer
wenn der wahlweise betätigbare Schalter, der beispielsweise ein Relaiskontakt oder
eine andere Gattereinrichtung sein kann, geschlossen ist und der gemeinsame Sammelleiter
daher durchgängig bleibt, ist der Reihenstromweg über die Zeilen- und Spaltensteuerleiter
unterbrochen. Dann werden die Kreuzpunktrelais und die Trennrelais einer Matrix
durch das Anlegen von Stromimpulsen an die Zeilen- oder Spaltensteuerleiter der
Matrix nicht beeinflußt. Wenn jedoch durch das wahlweise Schließen des Schalters
der Reihenstromweg als solcher in eine Matrix durchgeschaltet ist, kann die Steuerung
der verschiedenen Relais dieser damit gewählten Matrix durchgeführt werden, wie
oben beschrieben. Auf diese Weise wird eine von einer Vielzahl von Matrizen, z.
B. der Matrizen einer Wahlstufe, für die Relaissteuerung durch Schließen des Schalters
in Reihe mit dem gemeinsamen Sammelleiter der gewählten Matrix ausgewählt.
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Die Erfindung wird an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiels beschrieben. F i g. 1 zeigt schematisch eine Schaltungsanordnung
gemäß der Erfindung für ein vielstufiges Verbindungsnetzwerk, mit differentiell
gewickelten Ferreedrelais, und F i g. 2 ist eine Tabelle, die einige der
verschiedenen Netzwerk-Schaltsteuerfunktionen darstellt, die mit der Erfindung durchgeführt
werden können.
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F i g. 1 zeigt eine Vielzahl von Matrizen, wie beispielsweise
0-0 und N-0, die in N Wahlstufen angeordnet sind. Aus Gründen
der Vereinfachung sind nur die erste Wahlstufe 0 und die letzte Wahlstufe
N des vielstufigen Vermittlungsnetzwerks dargestellt.
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Die Matrix 0-0 der ersten Wahlstufe 0 enthält eine Koordinatenanordnung
von differentiell betätigbaren Ferreedrelais oder Kreuzpunktschalter 09,
die an den Kreuzpunkten von beispielsweise je drei Spalten A,
B,
C und Zeilen X, Y, Z angeordnet sind. Beispielsweise befindet
sich der Kreuzpunktschalter 09 CX in der Spalte C und in der Zeile
X. Jeder Schalter 09 hat in bekannter Weise zwei Wicklungen Wl und
W2. Beispielsweise ist die Wicklung Wl des Kreuzpunktschalters 09 CX in Reihe
mit der entsprechenden Wicklung aller anderen Kreuzpunktschalter 09AX, 09BX der
Zeile X geschaltet, so daß ein Zeilensteuerleiter 07X
gebildet wird. Die andere
Wicklung W2 des Kreuzpunktschalters 09 CX ist in Reihe mit der entsprechenden
anderen Wicklung aller anderen Kreuzpunktschalter 09 CY, 09
CZ der Spalte C geschaltet, um einen Spannungssteuerleiter 06
C zu bilden.
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Jeder Spaltensteuerleiter 06 der Matrix 0-0 und jeder
Spaltensteuerleiter 016 der anderen nicht dargestellten Matrizen der Wahlstufe
0 ist in bekannter Weise mit seinem Anfang an eine Markierschaltung
01 angeschlossen. Diese legt entweder einen positiven Stromimpuls 4 oder
Erdpotential 5 an einen gewählten Spaltensteuerleiter entsprechend zugeführter,
geeigneter Adresseninformationen. Da die Markierschaltung nicht Gegenstand der Erfindung
ist und solche Zugriffschaltungen bekannt sind, wird sie hier nicht weiter beschrieben.
Das andere Ende jedes Spaltensteuerleiters 06 ist in bekannter Weise mit
einem gemeinsamen Sammelleiter 010 verbunden.
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Ein Ende jedes Zeilensteuerleiters 07 ist nach einem Muster,
das später beschrieben werden soll, mit einer Zwischenleitung 50 verbunden.
Das andere Ende jedes Zeilensteuerleiters 07 ist an den Sammelleiter
010 geführt. In diesem ist ein Kontakt 011 eines Matrixauswahlrelais
012 in Reihe zwischen die Verbindung der Spaltensteuerleiter 06 mit dem Sammelleiter
010 und der Verbindung der Zeilensteuerleiter 07 mit dem Sammelleiter
010 geschaltet.
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Das Matrix-Auswahlrelais 012 wird auf Grund des wahlweisen Anlegens
von Erdpotential 5 an seinen Matrix-Auswahlleiter 013 durch die Markierschaltung
01 gesteuert.
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Eine weitere Markierschaltung 02 ist mit dem Sammelleiter
010 über einen Matrix-Steuerleiter 014 verbunden, der ebenfalls der Matrix
0-0 zugeordnet ist.
Die Markierschaltung 02 legt entweder
einen positiven Stromimpuls 4 oder Erdpotential 5 an einen ausgewählten Matrix-Steuerleiter
014 bzw. 017 entsprechend zugeführten Adresseninformationen.
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Mitjedem Spaltensteuerleiter 06 ist ferner die Steuerwicklung
eines bipolaren Ferreedrelais oder Trennrelais 08 in Reihe geschaltet. Beispielsweise
ist die Wicklung W3 des Trennrelais 08 C in Reihe mit dem Spaltensteuerleiter
06 C geschaltet. Die Kontakte des bipolaren Trennrelais 08 C sind
zwar nicht gezeigt, sie können aber jeweils ein Abtastelement an den Anschluß des
Übertragungsweges anschalten, der dem Spaltensteuerleiter 06C zugeordnet
ist, welcher die Wicklung des Trennrelais 08 enthält.
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Die Spaltensteuerleiter 016 jeder anderen Matrix sind mit dem
jeweils gleichnamigen Spaltensteuerleiter 06 der Matrix 0-0 vielfach
geschaltet. Gemeinsame Sammelleitungen jeder anderen Matrix sind getrennt über ihren
individuellen Matrix-Steuerleiter 017 mit der zweiten Markierschaltung 02
verbunden. Die Matrix-Auswahlrelais jeder anderen Matrix entsprechen dem Matrix-Auswahlrelais
012 und werden getrennt über individuelle Matrix-Auswahlleiter 015 ähnlich
dem oben beschriebenen Matrix-Auswahlleiter 013 gesteuert.
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Die dargestellte Matrix N-0 der Wählstufe N ist analog
eine Koordinatenanordnung mit differentiell betätigbaren Ferreedrelais oder Kreuzpunktschaltern
N9. .. Sie hat analog Spaltensteuerleiter N6", Zeilensteuerleiter
N7, einen gemeinsamen Sammelleiter N10,
ein Matrix-Auswahlrelais
N12 und eine Markierschaltung N10.
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Die Matrizen der Wahlstufen 0 und N sind über Zwischenleitungen
50 einer bekannten regelmäßigen Zwischenleitungsanordnung verbunden, bei
dem das eine Ende jedes Zeilensteuerleiters jeder Matrix der ersten Wahlstufe
0 über eine Zwischenleitung 50 mit dem einen Ende eines Zeilensteuerleiters
einer getrennten Matrix in der letzten Wahlstufe N verbunden. Beispielsweise
ist der Zeilensteuerleiter 07X der Matrix 0-0 der ersten Stufe über
die Zwischenleitung 51
(und andere Zwischenleitungen und Wählstufen, wenn
vorhanden) mit dem Zeilensteuerleiter N7X der Matrix N-0 der letzten Stufe
verbunden bzw. verbindbar. Der Zeilensteuerleiter 07X ist der einzige Zeilensteuerleiter
der Matrix 0-0, der mit irgendeinem Zeilensteuerleiter der Matrix
N-0 verbunden ist. Die anderen Zeilensteuerleiter der Matrix 0-0,
wie 07 Y
und 07Z, sind entsprechend an anderen getrennten Matrizen
(nicht gezeigt) in der letzten Wahlstufe N
angeschaltet. In ähnlicher Weise
ist jeder andere Zeilensteuerleiter der Matrix N-0 der letzten Wahlstufe,
wie N7 Y und N7 Z, mit einer an dieser Matrix außer
der Matrix 0-0 in der ersten Wahlstufe 0 verbunden.
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Als Ergebnis dieses bekannten Verfahrens für die Matrixverbindungen
bestimmt die Auswahl einer bestimmten Matrix der letzten Wahlstufe einen bestimmten
Zeilensteuerleiter in einer ausgewählten Matrix der ersten Wahlstufe. Beispielsweise
bestimmt die Auswahl der Matrix N-0 der letzten Wahlstufe den Zeilensteuerleiter
07X der Matrix 0-0 der ersten Wahlstafe. Netzwerksteuerung Mit der
in F i g. 1 dargestellten Schaltungsanordnung können verschiedene Arten von
Schaltfunktionen durchgeführt werden. Die Erläuterung bezieht sich auf die Herstellung
einer Anzahl von Verbindungen und ihre Freigabe mit Bezug auf einen beispielhaften
Nachrichtenübertragungsweg durch das Verbindungsnetzwerk In F i g. 1 nicht
gezeigte Eingangsschaltungen sind entsprechend an nicht gezeigte Anschlüsse des
Netzwerkes angeschaltet, die individuell den entsprechenden Spaltensteuerleitern
06.. und N6.. der Matrizen 0-0 und N-0 zugeordnet
sind. Jeder Eingangsschaltung der Wahlstufe 0 zugeordnete (nicht gezeigte)
Überwachungs-Abtastelemente können über den geschlossenen Kontakt eines Trennrelais
08.. mit den Netzwerkanschlüssen verbunden werden. Die Kontakte des Trennrelais
08 sind einzeln den Netzwerkanschlüssen zugeordnet, deren zugeordnete Spaltensteuerleiter
06..die Wicklung des Trennrelais 08..
enthalten.
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F i g. 2 ist eine Tabelle der verschiedenen, hier beschriebenen
Schaltfunktionen in bezug zu den Kontaktstellungen der entsprechenden Schalter,
die sich aus den entsprechenden Schaltfunktionen ergeben, und den Ausgangssignalen
der entsprechenden Markierschaltungen, welche die Schaltfunktionen einleiten. Anfangszustand
Der Anfangszustand des Netzwerks ist der Zustand, bei dem der Netzwerkanschluß einer
freien Eingangsschaltung mit seinem zugeordneten Abtastelement verbunden ist und
bei dem keine Verbindung durch das Netzwerk zu dem Netzwerkanschluß hergestellt
ist. In diesem Zustand sind, wie in F i g. 2 angegeben, die Kontakte des
dem Netzwerkanschluß zugeordneten Trennrelais 08 geschlossen, die Kontakte
der Kreuzpunktschalter 09 der ersten Wahlstufe offen, deren Wicklungen den
dem Eingangskreis zugeordneten Spaltensteuerleiter 06 umfassen, und die Kontakte
der Kreuzpunktschalter N9 der letzten Wahlstufe können entweder offen oder
geschlossen sein.
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Beispielsweise ist im Anfangszustand das Abtastelement für eine freie
Eingangsschaltung über den geschlossenen Kontakt des Trennrelais 08C mit
dem dem Spaltensteuerleiter 06 C zugeordneten Netzwerkanschluß verbunden,
und die Kontakte der Kreuzpunktschalter 09CX, 09CY und 09CZ, von denen jeweils
eine Wicklung in Reihe in den Spaltensteuerleiter 06C eingeschaltet ist,
sind offen. Der Kontaktzustand der Kreuzpunktschalter N9 der letzten Wahlstufe
ist nicht kritisch, und diese Kontakte können entweder offen oder geschlossen sein.
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Arbeitsvorgänge beim Verbinden Wenn eine Verbindung zwischen gewählten
Eingangsschaltungen hergestellt werden soll, wird das an den Netzwerkanschluß der
überwachten Eingangsschaltung angeschlossene Abtastelement abgeschaltet, um eine
Störung bei der Nachlichtenübertragung zu vermeiden. Wie in F i g. 2 angegeben,
werden die Kontakte eines gewählten Trennrelais 08 geöffnet, die Kontakte
eines gewählten Kreuzpunktschalters 09
der ersten Wahlstufe, gewählter Kreuzpunktschalter
gegebenenfalls vorhandener weiterer Wahlstufen (nicht gezeigt), und eines gewählten
Kreuzpunktschalters N9 der letzten Wahlstufe geschlossen. Auf diese Weise wird eine
Verbindung durch das Netzwerk zwischen einem gewählten Anschluß der letzten und
einem gewählten Anschluß der ersten Wahlstufe hergestellt
und das
entsprechende Abtastelement von dem gewählten Anschluß der ersten Wahlstufe abgetrennt.
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Es sei jetzt die Herstellung einer Verbindung zwischen den dem Spaltensteuerleiter
N6C der letzten Wahlstufe zugeordneten Anschlüssen und dem dem Spaltensteuerleiter
06C der ersten Wahlstufe zugeordneten Anschluß beschrieben. Die Matrizen
0-0
und N-0 der ersten und letzten Wahlstufe werden durch die Markierschaltungen
01 und Nl durch wahlweises Anlegen von Erdpotential 5 an die Matrix-Auswahlleiter
013 bzw. N13 ausgewählt. Die Matrix-Auswahlrelais 012 und
N12 ziehen an, und deren Kontakte 011 und N11 schalten die
Sammelleiter 010
und N10 durch. Dadurch entsteht eine Anzahl von Steuerwegen
zwischen der Markierschaltung 01 und der Markierschaltung Nl, von denen jeder
durch die Markierschaltung ausgewählt werden kann. Zur Herstellung der gewünschten
Verbindung wird der Steuerweg gewählt, der über den Spaltensteuerleiter
06C der ersten Wahlstufe, den Sammelleiter 010 der Matrix
0-0, den Zeilensteuerleiter 07X der ersten Wahlstufe, die Zwischenleitung
51, gegebenenfalls weitere Zwischenleitungen und Wahlstufen, den Zeilensteuerleiter
N7X der letzten Wahlstufe, den Sammelleiter N10 der Matrix N-0 und
den Spaltensteuerleiter N6C der letzten Wahlstufe führt.
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Der gewählte Steuerweg enthält nur je eine einzige Wicklung
der Kreuzpunktschalter 09CZ, 09CY, 09AX und 09BX der ersten Wahlstufe und
der Kreuzpunktschalter N9BX, N9AZ, N9CY und N9CZ der letzten Wahlstufe. Er
führt jedoch über beide Wicklungen des Kreuzpunktschalters 09CX der ersten Wahlstufe
und des Kreuzpunktschalters N9CX der
letzten Wahlstufe und enthält außerdem
die Wicklung des Trennrelais 08C
Zur Herstellung der gewünschten Verbindung
legt die Markierschaltung Nl Erdpotential 5 an den Spaltensteuerleiter
N6 C, und die Markierschaltung 01
legt einen positiven Stromimpuls
4 an den Spaltensteuerleiter 06 C. Der Stromimpuls 4 läuft durch beide
Wicklungen der Kreuzpunktschalter 09 CX und N9 CX und durch
je eine Wicklung der Kreuzpunktschalter 09CZ, 09CY, 09AX, 09BX, N9BX, N9AX,
N9CY und N9CZ zum Spaltensteuerleiter N6C. Dadurch werden die Kontakte der Kreuzpunktschalter
09CX und N9CX geschlossen oder bleiben geschlossen, und die Kontakte der Kreuzpunktschalter
09CZ, 09CY, 09AX, 09BX, N9BX, N9AX, N9CY und N9CZ werden geöffnet, oder sie bleiben
geöffnet. Beim Schließen der Kontakte der gewählten Kreuzpunktschalter 09CX
und N9CX öffnen also gleichzeitig die Kontakte der nicht gewählten Kreuzpunktschalter
09CZ, 09CY, N9AX, 09BX, N9BX, N9AX, N9 C Y, N9 CZ in
der gleichen Zeile X oder Spalte C
wie die gewählten Kreuzpunktschalter.
Alle vorher bestehenden Verbindungen, die die nicht gewählten Kreuzpunktschalter
enthalten, werden freigegeben, so daß keine Störung der gewünschten Verbindung auftreten
kann.
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Der an den Spaltensteuerleiter 06C angelegte Impuls 4 führt
außerdem über die Wicklung des Trennrelais 08C und öffnet, wenn er in dieser
Richtung fließt, dessen Kontakte. Diese Übereinkunft hinsichtlich der Stromrichtung
für die bipolare Steuerung der Trennrelais wird im folgenden durchweg beibehalten.
Das Abtastelement ist auf diese Weise von dem dem Spaltensteuerrelais
06C zugeordneten Netzwerkanschluß abgetrennt. Wie in F i g. 2 angegeben,
ist die Markierschaltung 02 während eines Verbindungsvorgangs nicht erregt und führt
keine Funktionen aus.
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Arbeitsvorgänge beim Trennen Wenn eine bestehende Verbindung, die
vorher zum Netzwerkanschluß einer gewählten Eingangsschaltung hergestellt worden
ist, getrennt werden soll, muß das Abtastelement wieder mit dem Netzwerkanschluß
verbunden und die Kontakte des Kreuzpunktschalters 09 der ersten Wahlstufe,
über die die Verbindung verläuft, müssen geöffnet werden. Da nachfolgende Verbindungsvorgänge,
wie oben beschrieben, oder nachfolgende Prüfvorgänge, wie im folgenden beschrieben,
die Öffnung von Kreuzpunktkontakten nicht benötigter Zwischenwahlstufen und der
letzten Wahlstufe bewirken, ist das Öffnen während eines Trennvorgangs nicht erforderlich.
Wie in F i g. 2 angegeben, werden bei einem Trennvorgang die Kontakte eines
gewählten Trennrelais 08. . geschlossen und die Kontakte eines gewählten
Kreuzpunktschalters 09. . der ersten Stufe geöffnet, aber die Kontaktstellung
des Kreuzpunktschalters N9..
der letzten Wahlstufe oder gegebenenfalls vorhandener
Zwischenwahlstufen wird nicht beeinflußt.
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Es soll jetzt die Freigabe einer Verbindung, die vorher zu dem dem
Spaltensteuerleiter 06.. der ersten Wahlstufe zugeordneten Netzwerkanschluß
hergestellt worden ist, beschrieben werden. Die Matrix 0-0 der ersten Wahlstufe
wird von der Markierschaltung 01 durch Anlegen von Erdpotential
5 an den Matrix-Auswahlleiter 013 gewählt. Dann zieht das Matrix-Auswahlrelais
012 an, sein Kontakt 011 ist geschlossen und der Sammelleiter 010
elektrisch durchgeschaltet. Dadurch entsteht eine Anzahl von Steuerwegen zwischen
der Markierschaltung 01 und der Markierschaltung 02, von denen jeder durch
die Markierschaltungen 01 und 02 gewählt werden kann. Ein solcher Steuerweg
enthält den Spaltensteuerleiter 06 C, den Sammelleiter 010 und den
Matrix-Steuerleiter 014. Das ist der durch die Markierschaltungen 01 und
02 zur Erzielung der gewünschten Freigabe der bestehenden Verbindung ausgewählte
Weg.
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Der gewählte Steuerweg enthält nur je eine einzige Wicklung
der Kreuzpunktschalter 09CZ, 09CY und 09 CX der ersten Wahlstufe.
In dem gewählten Weg sind keine Wicklungen anderer Kreuzpunktschalter
09
der Matrix 0-0 der ersten Wahlstufe oder der Kreuzpunktschalter
N9 der letzten Wahlstufe enthalten. Der gewählte Steuerweg führt ferner über
die Steuerwicklung des Trennrelais 08 C.
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Ein Trennvorgang wird durch Anlegen von Erdpotential 5 aus
der Markierschaltung 01 an einen Spaltensteuerleiter 06 der ersten
Wahlstufe und durch Anlegen eines positiven Stromimpulses 4 aus der Markierschaltung
02 an einen ausgewählten Matrix-Steuerleiter 014, 017 durchgeführt. Im vorliegenden
Fall legt die Markierschaltung 01 Erdpotential 5 an den Spaltensteuerleiter
06 C, und die Markierschaltung 02 legt einen positiven Stromimpuls
4 an den Matrix-Steuerleiter 014. Der Stromimpuls 4 wird auf dem ausgewählten Steuerweg
über eine einzelne Wicklung der Kreuzpunktschalter 09 CY, 09
CY und 09 CZ und die Wicklung des Trennrelais 08 C zum Erdpotential
5
geführt, das an den Spaltensteuerleiter 06 C angelegt ist. Als Folge
davon werden die Kontakte aller vorher geschlossenen Kreuzpunktschalter 09CX, 09CY
und
09 CZ der Spalte C geöffnet. Wenn die freizugebende
Verbindung diejenige ist, die während des oben beschriebenen Verbindungsvorgangs
hergestellt worden ist, wären dies die Kontakte des Kreuzpunktschalters 09CX. Durch
den Trennvorgang werden diese Kontakte jetzt geöffnet und trennen den dem Spaltensteuerleiter
06C zugeordneten Netzwerkanschluß ab.
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Der von der Markierschaltung 02 an den Matrix-Steuerleiter 014 angelegte
Impuls 4 läuft außerdem durch dieWicklung des Trennrelais 08C, und zwar in
umgekehrter Richtung wie der früher von der Markierschaltung 01 während des
oben beschriebenen Verbindungsvorgangs angelegte Stromimpuls 4. Daher werden jetzt
die Kontakte des Trennschalter 08 C geschlossen, und das Abtastelement
wird wiederum mit dem dem Spaltensteuerleiter 06C zugeordneten Netzwerkanschluß
verbunden.
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Wie in F i g. 2 gezeigt, ist die Markierschaltung
NI
während des Trennvorgangs nicht erregt und führt keine Funktion aus. Abschalten
der Überwachungsfunktion Wenn es zum Zweck der Prüfung oder aus anderen Gründen
wünschenswert ist, die Überwachung einer freien Eingangsschaltung abzuschalten,
wird das dem Netzwerkanschluß der Eingangsschaltung zugeordnete Abtastelement abgetrennt.
Wie in F i g. 2 angegeben, werden beim Abschalten der Überwachungsfunktion
die Kontakte eines gewählten Trennrelais 08..
geöffnet und die Kontakte der
Kreuzpunktschalter 09.. geöffnet, deren Wicklungen in Reihe mit einem gewählten
Spaltensteuerleiter 06 liegen.
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Es sei jetzt das Abschalten der Überwachung für den dem Spaltensteuerleiter
06C zugeordneten Netzwerkanschluß beschrieben. Die Arbeitsweise beim Abschalten
der Überwachung ist mit der oben beschriebenen Trennfunktion identisch mit Ausnahme
der Richtung, in der der Stromimpuls 4 an den gewählten Schaltersteuerweg angelegt
wird. Das Ab-
schalten der Überwachung wird durch das Anlegen von Erdpotential
5 aus der Wählerschaltung 02 an einen ausgewählten Matrix-Steuerleiter 014,
017 und durch das Anlegen eines positiven Stromimpulses 4 aus der Wählerschaltung
01 an einen ausgewählten Spaltensteuerleiter 06.. der ersten Stufe
erreicht. Im vorliegenden Fall legt die Markierschaltung 02 Erdpotential
5 an den Matrix-Steuerleiter 014 und die Markierschaltung 01 einen
Stromimpuls 4 an den Spaltensteuerleiter 06C an. Der Stromimpuls 4 läuft
auf dem gewählten Steuerweg durch eine einzige Wicklung aller Kreuzpunktschalter
09CX, 09BX, 09AX der Spalte C und durch die Wicklung des Trennrelais
08C zum Spaltensteuerleiter 06C. Dadurch werden die Kontakte des Trennschalters
08C
geöffnet, und das Abtastelement wird von dem dem Spaltensteuerleiter 06C
zugeordneten Netzwerkanschluß abgetrennt. Außerdem werden die Kontakte aller Kreuzpunktschalter
09CX, 09BX oder 09AX der Spalte C, die vorher geschlossen waren, geöffnet.
i Wie in F i g. 2 angegeben, ist die Markierschaltung Nl während des Abschaltens
der Überwachung nicht erregt und führt keine Funktion aus.
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Arbeitsvorgang der Präfüberwachung Wenn die Überwachung einer ausgewählten
Eingangsschaltung durch eine Verbindung durch das Vermittlungsnetzwerk geprüft werden
soll, muß das Abtastelement mit dem Netzwerkanschluß der gewählten Eingangsschaltung
verbunden werden. Wie in F i g. 2 angegeben, werden bei einer Prüfüberwachung
die Kontakte eines gewählten Trennrelais 08.., die Kontakte eines gewählten
Kreuzpunktschalters 09.. der ersten Wahlstufe und gewählter Kreuzpunktschalter
gegebenenfalls vorhandener Zwischenwahlstufen sowie die Kontakte eines gewählten
Kreuzpunktschalters N9.. der letzten Wahlstufe geschlossen. Auf diese Weise
wird eine Verbindung durch das Netzwerk zwischen einem gewählten Anschluß der letzten
Wahlstufe, von dem die gewünschte Prüfung ausgeführt werden kann, und einem gewählten
Anschluß der ersten Wahlstufe hergestellt, wobei das Abtastelement mit dem gewählten
Anschluß der ersten Wahlstufe verbunden ist.
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Es soll jetzt die Herstellung einer Prüfüberwachungsverbindung zwischen
dem dem Spaltensteuerleiter N6C der letzten Wahlstufe zugeordneten Netzwerkanschluß
und dem dem Spaltensteuerleiter 06C der ersten Wahlstufe zugeordneten Netzwerkanschluß
beschrieben werden. Der Arbeitsvorgang bei einer Prüfüberwachung ist identisch mit
dem oben beschriebenen Verbindungsvorgang mit Ausnahme der Richtung, in welcher
der Stromimpuls 4 an den gewählten Steuerweg angelegt wird. Bei einer Prüfüberwachung
wird Erdpotential 5 aus der Markierschaltung 01 an einen gewählten
Spaltensteuerleiter 06.. der ersten Wahlstufe und ein positiver Stromimpuls
aus der Markierschaltung NI an einen gewählten Spaltensteuerleiter
1V6 der letzten Wahlstufe angelegt. Im vorliegenden Fall legt die Markierschaltung
01 Erdpotential 5 an den Spaltensteuerleiter 06C und die Markierschaltung
Nl einen positiven Stromimpuls 4 an den Spaltensteuerleiter N6C an. Der Stromimpuls
4 läuft auf dem gewählten Steuerweg durch beide Wicklungen der Kreuzpunktschalter
09 CY und N9 CX, durch eine einzelne Wicklung der Kreuzpunktschalter
09CZ, 09CY, 09AX, 09BX, N9BX, N9AX, N9CY, N9CZ und durch die Wicklung des Trennrelais
08C zum Spaltensteuerleiter 06C Als Ergebnis werden die Kontakte
der Kreuzpunktschalter 09CX und N9CX geschlossen oder bleiben geschlossen,
und die Kontakte der Kreuzpunktschalter 09CZ, 09CY, 09AX, 09BX, N9BX, N9AX, N9CY,
N9CZ werden geöffnet oder bleiben offen.
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Die Richtung, in der der Impuls 4 bei der Prüfüberwachung durch die
Wicklung des Trennrelais 06C
läuft, ist entgegengesetzt zu der bei dem obenerläuterten
Verbindungsvorgang. Auf Grund der Eigenschaften des Trennrelais OSC werden dessen
Kontakte geschlossen, und das Abtastelement wird mit dem dem Spaltenleiter
06C zugeordneten Netzwerkanschluß verbunden oder bleibt mit diesem verbunden.
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Wie in F i g. 2 angegeben, ist die Markierschaltung 02 während
der Prüfüberwachung nicht erregt und führt keine Funktionen aus. Netzwerk-Prüfvorgang
Wenn es während der normalen Wartung oder im Fall einer Störung erwünscht ist, die
verschiedenen Nachrichtenübertragungswege durch das Vermittlungsnetzwerk wahlweise
zu prüfen, wird eine Prüfverbindung durch alle Wahlstufen des Netzwerks mit Ausnahme
der ersten Wahlstufe 0 hergestellt. Eine solche Prüfverbindung vereinfacht
das wahlweise
Prüfen der verschiedenen Nachrichtenübertragungswege,
ohne die an die ersteWahlstufe0 angeschlossenen Eingangsschaltungen zu beeinflussen.
Wie in Fig. 2 angegeben, läßt ein Netzwerk-Prüfvorgang die Kontakte eines gewählten
Trennrelais 08.. geschlossen, stellt sicher, daß die Kontakte eines gewählten Kreuzpunktschalters
09.. der ersten Wahlstufe geöffnet sind, und schließt die Kontakte eines
gewählten Kreuzpunktschalters N9 der letzten Wahlstufe und gegebenenfalls
vorhandener Kreuzpunktschalter von Zwischenwahlstufen. Auf diese Weise wird ein
nicht abgeschlossener Verbindungsweg durch das Netzwerk von einem gewählten Netzwerkanschluß
der letzten Wahlstufe aus hergestellt, von dem aus Prilfungen durchgeführt werden
können, ohne unzulässige Wirkungen auf die Eingangsschaltungen der Stufe
0
auszuüben.
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Es soll jetzt die Herstellung einer Netzwerk-Prüfverbindung von dem
dem Spaltenleiter N6 C der letzten Wahlstufe zugeordneten Netzwerkanschluß
beschrieben werden, die den dem Zeilensteuerleiter 07X der Matrix
0-0 zugeordneten Übertragungsweg enthält. Die Matrix N-0 wird von
der Markierschaltung Nl durch Anlegen von Erdpotential 5 an den Matrix-Auswahlleiter
N13 gewählt. Das Matrix-Auswahlrelais N12 zieht an, sein Kontakt Nll
ist geschlossen und der Sammelleiter NIO durchgeschaltet. Dadurch ergibt sich eine
Anzahl von Steuerwegen zwischen der Markierschaltung Nl und der Markierschaltung
02, von denen jeder durch die Markierschaltungen Nl und 02 ausgewählt werden kann.
Ein solcher Steuerweg enthält den Spaltensteuerleiter N6 C der letzten
Wahlstufe, den Sammelleiter N10 der Matrix N-0
den Zeilensteuerleiter
N7X der letzten Wahlstufe, die Zwischenleitung 51, gegebenenfalls weitere
Zwischenleitungen und Wahlstufen, den Zeilensteuerleiter 07X
der ersten Wahlstufe,
den Sammelleiter 010 der Matrix 0-0 und den Matrix-Steuerleiter 014.
Das ist der Steuerweg, der durch die Markierschaltungen Nl und 02 ausgewählt worden
ist, um die gewünschte Netzwerk-Prüfverbindung herzustellen.
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Der gewählte Steuerweg enthält nur eine einzige Windung der Kreuzpunktschalter
N9CZ, N9CY, N9AX und N9BX der letzten Wahlstufe und der Kreuzpunktschalter
09CX, 09BX und 09AX der ersten Wahlstufe. Der gewählte Steuerweg führt jedoch
über beide Wicklungen der Kreuzpunktschalter N9CX der letzten Wahlstufe. Es ist
zu beachten, daß der gewählte Weg nicht beide Wicklungen irgendeines Kreuzpunktschalters
09. . der ersten Wahlstufe oder die Wicklung irgendeines Trennrelais
08.. enthält.
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Bei einem Netzwerk-Prüfvorgang wird Erdpotential 5 von der
Markierschaltung Nl an einen gewählten Spaltensteuerleiter N6 der letzten
Wahlstufe und ein positiver Stromimpuls 4 aus der Markierschaltung 02 an einen gewählten
Matrix-Steuerleiter 014, 017
angelegt. Im vorliegenden Fall legt die Markierschaltung
Nl Erdpotential 5 an den Spaltensteuerleiter N6 C, und die
Markierschaltung 02 legt einen positiven Stromimpuls 4 an den Matrix-Steuerleiter
014. Der Stromimpuls 4 läuft auf dem gewählten Steuerweg durch beide Wicklungen
des Kreuzpunktschalters N9 CX und durch eine einzelne Wicklung der
Kreuzpunktschalter 09 AX, 09 BX, 09 CY,
N9 BX, N9AX, N9CY und N9CZ zum Spaltensteuerleiter N6C. Dadurch
werden die Kontakte des Kreuzpunktschalters N9CX geschlossen oder bleiben geschlossen,
und die Kontakte der Kreuzpunktschalter 09AX, 09BX, 09CX, N9BX, N9AX, N9CY und N9CZ
werden geöffnet oder bleiben offen.
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Die über die Kontakte der gewählten Kreuzpunktschalter der Zwischenwahlstufen
und der letzten Wahlstufe hergestellte Verbindung kann jetzt gewählt werden, ohne
irgendeine der an die Matrix 0-0 der ersten Wahlstufe angeschlossenen Eingangsschaltungen
zu beeinflussen.
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Wie in F i g. 2 angegeben, ist die Markierschaltung
01 während eines Netzwerk-Prüfvorgangs nicht erregt und führt zu diesem Zeitpunkt
keine Funktion aus.