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DE1267780B - Verfahren zum Aufwickeln von Kunstfaeden - Google Patents

Verfahren zum Aufwickeln von Kunstfaeden

Info

Publication number
DE1267780B
DE1267780B DEP1267A DE1267780A DE1267780B DE 1267780 B DE1267780 B DE 1267780B DE P1267 A DEP1267 A DE P1267A DE 1267780 A DE1267780 A DE 1267780A DE 1267780 B DE1267780 B DE 1267780B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
winding
drive
motor
axis
drive roller
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1267A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Heinz Schippers
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Oerlikon Barmag AG
Original Assignee
Barmag Barmer Maschinenfabrik AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Barmag Barmer Maschinenfabrik AG filed Critical Barmag Barmer Maschinenfabrik AG
Priority to DEP1267A priority Critical patent/DE1267780B/de
Publication of DE1267780B publication Critical patent/DE1267780B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H54/00Winding, coiling, or depositing filamentary material
    • B65H54/02Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers
    • B65H54/40Arrangements for rotating packages
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

Landscapes

  • Tension Adjustment In Filamentary Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufwickeln von Kunstfäden Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufwickeln von Kunstfäden, insbesondere in frisch gesponnenem Zustand, wobei der Wickelkörper sowohl an seinem Umfang mittels einer mit konstanter Drehzahl umlaufenden Treibwalze als auch an seiner Achse durch einen verstellbaren Eigen antrieb angetrieben wird, sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
  • Verfahren und Vorrichtungen, bei denen der zu erzeugende Wickel lediglich an seinem Umfang durch eine Treibwalze angetrieben wird, haben bekanntlich den Vorzug großer Einfachheit, denn der Faden gelangt mit gleichbleibender Geschwindigkeit auf den sich mit konstanter Umfangsgeschwindigkeit drehenden Wickel. Andererseits ergeben sich bei einem solchen friktionsgetriebenen Wickel Schwierigkeiten, wenn das aufzubringende Antriebsdrehmoment und der Anpreßdruck der Treibwalze am Wickel über ein bestimmtes Maß hinaus anwachsen, so daß hierunter die Qualität eines empfindlicheren Wickelgutes oder der Wickelaufbau als solcher leiden. Erfahrungsgemäß tritt dieser Mangel in erhöhtem Maß bei der Herstellung feiner vollsynthetischer Fäden, die mit sehr hoher Liefergeschwindigkeit abgezogen werden, in Erscheinung.
  • Demgegenüber besteht bei solchen Aufwickelverfahren und -vorrichtungen, bei welchen der Wickel von seiner Achse her angetrieben wird, wobei er sich gewöhnlich gegen eine lose Rolle abstützt, die Schwierigkeit, die Umfangsgeschwindigkeit des wachsenden Wickels derart an die konstante Fadenliefergeschwindigkeit anzugleichen, daß der Faden ohne wesentliche Änderung der Fadenspannung auf den Wickel gelangt. Man bedient sich deshalb, zumal in der Spultechnik, besonderer Einrichtungen, welche die Fadenspannung bzw. den Wickeldurchmesser abtasten und dementsprechend den Motorantrieb und die Umfangsgeschwindigkeit des Wickels regeln bzw. steuern. Der Verwendung derartiger Vorrichtungen beim Aufwickeln frisch gesponnener Fäden sind aber mit zunehmender Liefergeschwindigkeit und Empfindlichkeit des Fadenmaterials wegen der damit verbundenen Beanspruchung Grenzen gesetzt.
  • Man hat auch schon vorgeschlagen, den Wickel durch seinen Achsantrieb stärker, als vom Aufwickelvorgang her erforderlich ist, anzutreiben und ihn durch die Friktionswalze abzubremsen, um der Anwendung derartiger Steuer- und Regelvorrichtungen aus dem Weg zu gehen und eine konstante Fadenaufwickelgeschwindigkeit zu erzielen. Es ist auch schon bekannt, einen Wickel zur Entlastung von den Auswirkungen des Friktionsantriebes einmal von seiner Achse her und zum anderen durch eine Treibwalze von seinem Umfang her gleichzeitig anzutreiben und als Antrieb für Wickelachse und Treibwalze entweder eine gemeinsame Antriebsquelle oder besondere, voneinander unabhängige Antriebsmittel vorzusehen und dabei gegebenenfalls die größere Antriebsenergie über die Wickelachse in den Wickel zu leiten.
  • Bei allen diesen bekannten Vorschlägen eines Doppelangriffs bzw. Doppelantriebes tritt aber im Laufe des gesamten Aufwickelvorganges ein starker Wechsel in der Größe des von der Treibwalze auf den Wickel übertragenen Drehmomentes ein. Zumal bei Verwendung eines Elektromotors mit drehzahlunabhängigem, nahezu konstantem Drehmoment für den Wickelachsantrieb ist entweder ein ständiger zusätzlicher Antrieb des Wickels durch die Treibwalze erforderlich, der mit wachsendem Wickeldurchmesser sehr erheblich ansteigt, oder es wird bei Auslegung eines solchen Elektromotors auf ein mittleres Antriebsdrehmoment der Wickelachse anfangs des Aufwickelvorganges eine bremsende und später eine antreibende Wirkung der Treibwalze erforderlich. Bei Verwendung eines Elektromotors mit drehzahlabhängigem Drehmoment für den Wickelachsantrieb kann es bei zu großer Auslegung sogar eintreten, daß die Treibwalze zu Beginn des Aufwickelvorganges fördern hilft, in der Mittelperiode des Aufwickelvorganges bremst und zum Ende hin wieder fördert. Infolge dieser Antriebsschwankungen zwischen Treibwalze und Wickel nach Größe und Richtung tritt ein variabler Schlupf zwischen beiden auf, der während des gesamten Aufwickelvorganges eine wechselnde Wickeloberflächen- und Wickelkörperbeanspruchung bewirkt. Ein so erzeugter Wickel kann aber nicht qualitativ hochwertig ausfallen.
  • Die Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, die Antriebsschwankungen zwischen Treibwalze und Wickeloberfläche im Wechselspiel eines Doppelantriebes von Wickelkörpern zu beseitigen oder in einem solchen Maße zu reduzieren, daß sie nicht mehr ins Gewicht fallen Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, daß das von der Treibwalze in den Wickelkörper eingeleitete Antriebsdrehmoment während des gesamten Aufwickelvorganges angenähert konstant gehalten wird.
  • Während also die Treibwalze durch auf die Wickelumfangsfläche übertragene tangentiale Friktionskräfte, die mit dem Anwachsen des Wickelradius entsprechend kleiner werden, während des gesamten Aufwickelvorganges ein konstantes, möglichst geringes Antriebsdrehmoment über die Fadenlagen in den Wickel einleitet, im übrigen aber die konstante Wickelgeschwindigkeit steuert, wird das Hauptantriebsdrehmoment von dem Achsantrieb auf den Wickel eingebracht. Dieser Achsantrieb kann z. B. ein gesteuerter Schlupfantrieb sein, dessen Schlupfvermögen in Abhängigkeit vom Wickelprogramm bzw. vom wachsenden Wickeldurchmesser so veränderbar ist, daß immer gerade der am Gesamtantriebsdrehmoment des Wickels noch fehlende, wenn auch weitaus größere Restbetrag angeliefert wird.
  • Dadurch ist gewährleistet, daß einmal der Faden beim Aufwickeln sehr gleichmäßig vorgespannt wird und zum anderen der Wickelaufbau durch die Treibwalze immer unter vorbestimmtem geringem und entsprechend der abnehmenden Schubbeanspruchung sinkendem Anpreßdruck erfolgen kann. Der auf diese Weise bei höchsten Wickelgeschwindigkeiten hergestellte Wickel aus frisch gesponnenem und äußerst empfindlichem Wickelgut zeigt einen einwandfreien Aufbau und hohe Fadenqualität.
  • Zur Durchführung des Verfahrens empfiehlt es sich, den Achsantrieb des treibwalzengetriebenen Wickels derart auszubilden, daB der Stator eines den Wickel von seiner Achse her antreibenden Außen-Fäufer-Verschiebeschlupfmotors mittels einer ortsfesten Kurvenführung bei dem wachsenden Wickeldurchmesser entsprechender Motorauswanderung bzw. mittels eines das zeitliche Wickelprogramm enthaltenden Steuernockens axial verschiebbar ist. Als Motor ist beispielsweise ein Kurzschlußläufer mit erhöhtem Läuferwiderstand einsetzbar. Je nach dem Grad der Axialverschiebung ändert sich dann bei vorgegebener Drehzahl die Größe des an die Wickelachse gelieferten Drehmomentes. Die Steuerschiene kann so angeordnet sein, daß die Wickelachse mit zunehmendem Wickeldurchmesser an ihr entlanggleitet und sich dabei axial verschiebt. Die Axialverschiebung des Stators kann also einmal in Abhängigkeit vom Anwachsen des Wickeldurchmessers und zum anderen von einem vorgegebenen Zeitprogramm erfolgen. Es ist aber auch denkbar, die Axialverschiebung in bekannter Weise in Abhängigkeit von der Fadenspannung zu regeln. An SteIle eines Schlupfmotors kann man gegebenenfalls auch einen regelbaren Gleichstrommotor, z. B. einen Haupt- oder Nebenschlußmotor, im Wickelträger vorsehen, dessen elektrische Spannung am Anker und/oder Feld in Abhängigkeit vom Wickelprogramm veränderbar ist.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt F i g. 1 die Aufwickelvorrichtung von der Seite und F i g. 2 desgleichen von oben mit einer Schablonensteuerung, Fig. 3 eine Zeitsteuerung für eine solche Aufwickelvorrichtung.
  • Nach den F i g. 1 und 2 besteht die Aufwickelvorrichtung in zunächst üblicher Bauart aus dem an einem Schwenkarm 1 gelagerten Wickelträger 2 mit dem Wickel 3 sowie aus der Treibwalze 4 und den Liefergaletten 5 und 6. Die Treibwalze 4 sitzt auf der mit konstanter Drehzahl umlaufenden Welle 7 oder wird durch einen Einbaumotor, beispielsweise einen Synchron -Reluktanzmotor angetrieben; sie treibt ihrerseits den Wickel 3 an. Die Verlegeeinrichtung ist mit 8 und der Fadenführer mit 9 bezeichnet. Der Faden 10 wird über die Galetten 5 und 6 von einer nicht dargestellten Lieferstelle, z. B. vom Spinnkopf, abgezogen und über den Fadenführer 9 mit gleichmäßiger Geschwindigkeit dem Wickel 3 zugeführt.
  • Der Wickelträger 2 ist mit einem zusätzlichen regelbaren Eigenantrieb ausgestattet und zu diesem Zweck mit einem Wechsel- oder Drehstrom-Einbaumotor 11, insbesondere einem Schlupfmotor üblicher asynchronischer Bauart, vorzugsweise einem solchen mit erhöhtem Läuferwiderstand, sowie einer Steuereinrichtung ausgerüstet, welche die Motorleistung entweder in Abhängigkeit vom Wickeldurchmesser mittels einer Schablonel2 (Fig. 2) oder über die Zeit mittels eines umlaufenden Kurvenstücks 13 (F i g. 3) als Geber über einen beispielsweise unter Federspannung stehenden Taster 14 in der Weise steuert, daß beispielsweise bei einem Verschiebeankermotor der Anker verschoben (F i g. 2) oder ein Schiebewiderstand 15 betätigt wird (F i g. 3), wobei der Motor erfindungsgemäß bei der jeweils vorhandenen Wickeldrehzahl ein so großes Drehmoment an die Wickelachse abgibt, daß der Unterschied zum jeweiligen Gesamtantriebsdrehmoment des Wickels immer konstant ist.
  • Der zusätzliche Motor im Wickelträger ist entsprechend dem Verlauf des Drehmomentenbedarfs des Wickels mit fallender Drehzahl - also im Laufe der Wickelreise - zunächst bis zu einem bestimmten Wickeldurchmesser in seiner Leistung zu drosseln und danach langsam ansteigend wieder weiter auszufahren. Das Drosseln und Wieder-voll-Ausfahren kann in geeigneter Weise, insbesondere durch Verminderung bzw. Erhöhung der Spannung, oder bei einem Verschiebeankermotor zwecks Änderung des Kraftfeldes durch Verschieben des Ankers erfolgen.
  • Im der Darstellung zugrunde liegenden Beispiel besitzen der Wickelträger und die Treibwalze gleichen Durchmesser. Der Synchronmotor der Treibwalze und der zusätzliche Asynchron-Schlupfmotor im Wickelträger haben gleiche Polzahl, dabei wird der letztere Motor mit einer höheren Frequenz betrieben.
  • Ebenso kann aber auch eine gleiche Frequenz bei gleicher Polzahl und verschiedenem Durchmesser von Treibwalze und Wickelträger oder eine gemischte Anordnung, beispielweise mit verschiedener Polzahl und gleicher Frequenz bei ausgeglichenem Außendurchmesser angewandt werden. Um den Antrieb für verschiedene Betriebsgeschwindigkeiten verwenden zu können, kann die Frequenz beispielsweise mittels eines Umformers auf den erforderlichen Betriebszustand eingestellt werden. Eine etwaige Veränderung im Verhalten des Wickelträgerschlupfmotors infolge einer Frequenzänderung kann mittels eines Vortransformators oder durch entsprechende Erregung des Umformers abgeglichen werden, so daß bei Änderung der Wickelgeschwindigkeit die gleiche Tendenz der Regelcharakteristik erhalten bleibt. Bei etwaigem Gruppenantrieb mehrerer in einer Anlage nebeneinanderlaufender Aufwickelvorrichtungen kann die Frequenz des speisenden Umformers in Abhängigkeit vom Wickelprogramm zentral geregelt werden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Aufwickeln von Kunstfäden, insbesondere in frisch gesponnenem Zustand, wobei der Wickelkörper sowohl an seinem Umfang mittels einer mit konstanter Drehzahl umlaufenden Treibwalze als auch an seiner Achse durch einen verstellbaren Eigenantrieb angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß das von der Treibwalze in den Wickelkörper eingeleitete Antriebsdrehmoment während des Aufwickelvorganges angenähert konstant gehalten wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der Stator eines den Wickel von seiner Achse her antreibenden Außenläufer-Verschiebeschlupfmotors mittels einer ortsfesten Kurvenführung bei dem wachsenden Wickeldurchmesser entsprechender Motorauswanderung bzw. mittels eines das zeitliche Wickelprogramm enthaltenden Steuernockens axial verschiebbar ist.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als steuerbarer Wickelachsenantrieb ein regelbarer Gleichstrommotor im Wickelträger vorgesehen ist, dessen elektrische Spannung in Abhängigkeit vom Wickelprogramm veränderbar ist.
DEP1267A 1958-09-20 1958-09-20 Verfahren zum Aufwickeln von Kunstfaeden Pending DE1267780B (de)

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DE1267780B true DE1267780B (de) 1968-05-09

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DEP1267A Pending DE1267780B (de) 1958-09-20 1958-09-20 Verfahren zum Aufwickeln von Kunstfaeden

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