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Wiedergabe-, insbesondere Vergrößerungsgerät Die vorliegende Erfindung
betrifft ein Wiedergabe-, insbesondere Vergrößerungsgerät, dessen Beleuchtungssystem
einen gebrochenen Verlauf des Strahlenbündels aufweist, dessen Kopf mit dem Beleuchtungssystem
oder einem Teil von diesem um eine zur optischen Achse des Vergrößerungsobjektivs
senkrechte Achse schwenkbar ist und dessen Lichtquelle bzw. weitere Glieder des
Beleuchtungssystems auf einem selbständigen Halter befestigt sind.
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Bei Vergrößerungsapparaten ist es bekannt, für ganz bestimmte Arbeiten
je nach Bedarf beispielsweise abwechselnd eine Elektronen-Blitzröhre oder
eine Nitraphotlampe in den Strahlengang des Vergrößerungsobjektivs einzuschieben.
Diese verschiedenen Lichtquellen sind zu diesem Zweck auf einem Schlitten oder Revolver
montiert und können damit eingeschoben oder eingeschwenkt werden. Die Schwenkachse
liegt hierbei parallel zur optischen Achse des Vergrößerungsobjektivs.
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Andere bekannte Wiedergabe- und insbesondere Vergrößerungsgeräte,
bei welchen der Kopf mit dem Beleuchtungssystern auf einer Führungsstange verschiebbar
ist, sind so konstruiert, daß bei der Herstellung von großen, die Abmessungen des
Grundbretts überschreitenden Vergrößerungen der Kopf des Vergrößerungsgerätes zur
Seite, inder Regel um 900 geschwenkt werden kann. Dies ermöglicht es dann,
die gewünschte Vergrößerung auf einer lotrechten Projektionsebene herzustellen.
Zur Erfüllung der Forderung eines erhöhten Lichtstromes zwecks Kürzung der Belichtungszeiten
wird in dem Beleuchtungssystem als Lichtquelle eine Projektionslampe verwendet.
Diese muß allerdings so angebracht sein, daß beim Schwenken des Kopfes des Vergrößerungsgerätes
in waagerechte Lage oder bei Restitution die lotrechte Lage der Projektionslampe
erhalten bleibt.
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Aus den angegebenen Gründen ist es bereits vorgeschlagen worden, das
Vergrößerungsgerät, in dessen Beleuchtungssystem mit gebrochenem Strahlenbündelgang
eine Projektionslampe verwendet wird, so auszubilden, daß die Projektionslampe,
der Reflexionsspiegel und weitere Glieder in einem selbständigen Halter angebracht
werden, welcher fest gefaßt wird und während der Schwenkung des Kopfes des Vergrößerungsgerätes
gegenüber der Führungsstange des Vergrößerungsgerätes immer in derselben Lage bleibt.
Der Kopf des Vergrößerungsgerätes wird dann in einer der bekannten Weisen in fester
Lage gegenüber dem obenerwähnten Halter gesichert und, falls es nötig ist, den Kopf
des Vergrößerungsgerätes zu schwenken, gelockert und in die gewählte Lage eingestellt.
Die beschriebene Anordnung ist jedoch so getroffen, daß der Kopf des Vergrößerungsgerätes
um die Achse des Beleuchtungssystems schwenkbar ist, also um eine zur optischen
Achse des Vergrößerungsgerätes senkrechte Achse, was auf die feste, d. h.
unschwenkbare Fassung des Halters des Beleuchtungssystems gegenüber der Führungsstange
zurückzuführen ist.
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Ein derart ausgebildetes Vergrößerungsgerät weist Nachteile auf, die
darin bestehen, daß infolge der Schwenkung des Kopfes des Vergrößerungsgerätes um
eine andere Achse als die, welche durch die Ebene des Negativs oder durch die Achse
der Schwenkung des Kopfes des Vergrößerungsgerätes führt, die Handhabung sehr erschwert
ist, was insbesondere infolge des großen Gewichtes des Kopfes des Vergrößerungsgerätes
bei Großformatgeräten der Fall ist. Die Masse des Kopfes des Vergrößerungsgerätes
wird dann bei bekannten Vergrößerungsgeraten auch dadurch größer, daß der erwähnte
Kopf auf dem Körper des Beleuchtungssystems schwenkbar ist, welches deshalb in verstärkter
Form ausgeführt werden muß.
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Die Erfindung beseitigt die erwähnten Nachteile. Aufgabe der Erfindung
ist es, eine solche Anordnung des Mechanismus des Vergrößerungsgerätes zu schaffen,
bei der unter Erfüllung der Forderung einer stets lotrechten Lage der in einem Beleuchtungssystem
mit gebrochenem Verlauf des Strahlenbündels verwendeten Projektionslampe die Schwenkung
des Kopfes des Vergrößerungsgerätes um eine durch die
Ebene des
Negativs gehende Achse ermöglicht ist und bei der die Handhabung bei Schwenkung
um diese Achse infolge der günstigeren Verteilung der Masse des Kopfes des Vergrößerungsgerätes
erleichtert ist.
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Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der Halter der Lichtquelle
im Kopf des Vergrößerungsgerätes um eine zur optischen Achse des Vergrößerungsobjektivs
senkrechte Achse schwenkbar gehaltert ist und daß ein zwischen dem Halter und dem
festen Geräteteil des Vergrößerungsgerätes angeordnetes, bei Verschwenkung des Kopfes
des Vergrößerungsgerätes eine Paraffelverschiebung der Lichtquellenteile ohne deren
Drehung sicherndes Verbindungsglied vorgesehen ist.
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Baulich läßt sich dieses sehr einfach dadurch lösen, daß das Verbindungsglied
von einem Hebelmechanismus gebildet wird, dessen Lagerungsachsen unddie Achse der
Lichtquelle die Scheitel eines gcometrischen Parallelogrimms bilden. Es ist aber
auch möglich, den Verschwenkantrieb so zu lösen, daß das Verbindungsglied von einem
Bandgetriebe gebildet ist. -
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird in
der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt F i g. 1 eine Schnittansicht durch
das schematisch dargestellte Vergrößerungsgerät, F i g. 2 eine Frontansicht
auf den schematisch dargestellten Hebelmechanismus, der ein Verbindungselement zwischen
dem Halter der Lichtquelle und dem festen Teil des Vergrößerungsgerätes bildet,
in der Grundstellung, F i g. 3 eine Ansicht nach F i g. 2 bei Vergrößerung
auf lotrechte Projektionsebene, F i g. 4 eine andere, schematisch dargestellte
Ausführung der Erfindung.
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Das Vergrößerungsgerät der F ig. 1 weist eine Grundplatte
1 auf, an der eine Führungsstange 2 angebracht ist, an welcher ein Reiter
3 mit Arm 4 verschiebbar angeordnet ist. Auf dem Arm 4 ist dann der Kopf
5 des Vergrößerungsgerätes befestigt, in welchem ein Lampenhalter
6 in Form eines Beleuchtungsgehäuses schwenkbar angebracht ist, worin eine
aus Glühlampe 61, Reflexionsspiegel 62 und Mattscheibe 63 bestehende
Lichtquelle angeordnet ist. In dem Kopf 5 des Vergrößerungsgerätes befindet
sich ein Reflexionsspiegel 51 und ein Kondensor 52 sowie ein zur Anbringung
des nicht gezeichneten Negativrahmens dienendes Teil 7, auf welchem ein
Ob-
jektiv 71, getragen von einer Hilfsstange 73, angebracht ist. Wie
aus F i g. 1 ersichtlich ist, befindet sich zwischen dem Halter
6 und Arm 4 ein Hebelmechanismus 8, 9 mit Anbringungsachsen
81, 82, 91.
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F i g. 2 stellt schematisch den Hebehnechanismus dar, welcher
von dem kurzen Hebel 9 gebildet ist, der an dem Arm 4 mittels der Achse
91 angebracht ist, wobei der längere Hebel 8 auf dem schematisch dargestellten
Halter 6 angebracht ist, in welchem die Glühlampe 61 bzw. andere Glieder
der Lichtquelle in einer der bekannten Weisen angebracht sind. Wie aus F i
g. 2 ersichtlich ist, ist die Anordnung des Hebelmechanismus so ausgeführt,
daß die Lagerungsachse 81 auf Halter 6, Achse 91 auf Arm 4
und Achse 82 als Verbindung der Hebel 8 und 9 mit der Achse
64 der Lichtquelledie Scheitel eines ParaUelogramms bilden.
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F i g. 3 stellt schematisch denselben Mechanismus dar, wenn
der Kopf 5 des Vergrößerungsgerätes um 900 gegenüber der Grundstellung
geschwenkt ist, wobei die Glühlampe 61 immer in senkrechter Lage bleibt.
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F i g. 4 zeigt eine andere Möglichkeit für eine Pari allelverschiebung
der Lichtquellenteile beim Verschwenken: Mittels eines um den feststehenden Teller
13 geschlungenen Bandes 12, welches um einen am Lampengehäuse 6 befestigten
Teller gleichen Durchmessers geführt ist, bleibt beim Verschwenken des Lampengehäuses
6 (Schwenkachsen 91, 64 sind die Tellerachsen) die Lampe
61 in ihrer lotrechten Stellung.
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Die Funktion des gesamten Mechanismus nach der beispielsweisen Ausführung
der Erfindung ist folgende-.
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Nach F i g. 1 befindet sich der Kopf 5 des Vergrößerungsgerätes
in der sogenannten Grundstellung, in der die Vergrößerungen auf die Grundplatte
1 hergestellt wer-den. Falls es nötig ist, zur Herstellung von Vergrößerungen
eine lotrechte Projektionsebene zu verwenden, wird mit dem schematisch dargestellten
Drehknopf 10 der Kopf 5 des Vergrößerungsgerätes am Arm 4 so gelockert,
daß er um die Achse 91, die in der durch den nicht dargestellten Negativrahmen
gehende Ebene 11 liegt, geschwenkt werden kann. Bei der Schwenkung des Kopfes
5 aus der Grundlage, d. h. aus der Lage des Hebelmechanismus
8, 9 nach F i g. 2, wird der Kopf des Vergrößerungsgerätes so geschwenkt,
daß mit Hilfe des Hebelmechanismus 8, 9 der Halter 6 relativ in derselben
Lage bleibt, d. h. lediglich parallel verschoben, nicht jedoch gedreht wird,
wobei er gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung gegenüber dem schwenkenden Kopf
5 des Vergrößerungsgerätes geschwenkt wird. Wie aus F i g. 3 ersichtlich
ist in der der Kopf 5
des Vergrößerungsgerätes gegenüber der Grundstellung
um 901 in eine andere Stellung geschwenkt ist, bewahrt die Glühlampe
61 die erforderliche senkrechte Lage, was eben durch die Anordnung des Verbindungsgliedes
zwischen dem Halter 6 der Lichtquelle und dem festen Teil des Vergrößerungsgerätes,
d. h. Arm 4, ermöglicht ist.
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Die Ausbildung des Verbindungsgliedes als Hebelmechanismus ist nicht
die einzige mögliche Lösung. So ist es z. B. möglich, es durch ein angebrachtes
Bandgetriebe 12 nach F i g. 4 zu ersetzen, welches gleichfalls zwischen dem
schwenkbaren Halter 6 der Lichtquelle und dem festen Teil 13 des Vergrößerungsgeiätes
angeordnet werden kann.
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Das erfindungsgemäße Vergrößerungsgerät ermöglicht bei Erfüllung der
Forderung der Bewahrung einer ständigen Lage der Glühlampe das Schwenken des Kopfes
des Vergrößerungsgeiätes zwecks Herstellung größerer Vergrößerungen auf eine lotrechte
Projektionsebene, und durch die Ausbildung des Verbindungsgliedes ermöglicht sie
das Schwenken des Kopfes des Vergrößerungsgerätes um eine Achse, die in der durch
den Negativrahmen gehenden Ebene liegt, was sich auf die Handhabung des Vergrößerungsgerätes
bei der großen Masse seines Kopfes günstig auswirkt und die ErftMung der Bedingung
bei Durchführung der Restitution ermöglicht.