[go: up one dir, main page]

DE1267319B - Anordnung zur Steuerung eines Drehstrom-Asynchronmotors mit Schleifringlaeufer - Google Patents

Anordnung zur Steuerung eines Drehstrom-Asynchronmotors mit Schleifringlaeufer

Info

Publication number
DE1267319B
DE1267319B DEP1267A DE1267319A DE1267319B DE 1267319 B DE1267319 B DE 1267319B DE P1267 A DEP1267 A DE P1267A DE 1267319 A DE1267319 A DE 1267319A DE 1267319 B DE1267319 B DE 1267319B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thyristors
motor
stator
controlled
phase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1267A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Floris Koppelmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Publication of DE1267319B publication Critical patent/DE1267319B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P27/00Arrangements or methods for the control of AC motors characterised by the kind of supply voltage
    • H02P27/02Arrangements or methods for the control of AC motors characterised by the kind of supply voltage using supply voltage with constant frequency and variable amplitude
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P25/00Arrangements or methods for the control of AC motors characterised by the kind of AC motor or by structural details
    • H02P25/16Arrangements or methods for the control of AC motors characterised by the kind of AC motor or by structural details characterised by the circuit arrangement or by the kind of wiring
    • H02P25/24Variable impedance in stator or rotor circuit
    • H02P25/26Variable impedance in stator or rotor circuit with arrangements for controlling secondary impedance

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Ac Motors In General (AREA)

Description

  • Anordnung zur Steuerung eines Drehstrom-Asynchronmotors mit Schleifringläufer Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Steuerung eines Drehstrom-Asynchronmotors mit Schleifringläufer in allen vier Quadranten seiner Drehzahl-Drehmoment-Charakteristik mit Hilfe von antiparallelen Thyristoren zwischen den Leitern R, S, T eines Drehstromnetzes und den Klemmen U, V, W der Statorwicklung des Motors.
  • Die Erfindung besteht in der Kombination folgender Merkmale: a) Jeder Leiter R und T ist über je zwei antiparallele Thyristoren mit den Klemmen U und W, b) der Leiter S ist über zwei antiparallele Thyristoren mit der Klemme V, über einen mit Durchlaßrichtung zur Statorwicklung weisenden Thyristor mit der Klemme U und über einen mit Durchlaßrichtung zum Drehstromnetz weisenden Thyristor mit der Klemme W und c) die Rotorwicklung ist über einen ungesteuerten Gleichrichtersatz mit einer elektronischen Pulsschaltvorrichtung und einem konstanten ohmschen Widerstand verbunden.
  • Beim Betrieb von Asynchronmotoren, insbesondere mit Schleifringläufer, ist es bekannt, auf der Statorseite antiparallele steuerbare Siliziumhalbleiter vorzusehen, die je nach dem Betriebszustand des Motors verschiedenartig gesteuert werden. Ferner ist es nicht mehr neu, mit derartigen steuerbaren Siliziumzellen auch auf der Rotorseite den Wirkstrom stetig zu regeln. Jedoch erst durch die erfindungsgemäße Kombination von Thyristoren sowohl auf der Stator- als auch auf der Rotorseite läßt sich ein kontaktloser Betrieb des Drehstrommotors im gesamten Drehzahl-Drehmoment-Bereich mit einem vorteilhaft unvergleichbar geringen Aufwand für Motor- und Bremsbetrieb vorwärts und rückwärts erreichen. Insbesondere ist der erforderliche Aufwand auch geringer als der beim Betrieb eines solchen Motors über einen Umrichter oder Wechselrichter.
  • Die praktische Bedeutung der Erfindung liegt darin, daß keinerlei mechanische Schalter erforderlich sind und daß die Steuerung der Drehzahl und des Drehmomentes des Motors gänzlich stetig erfolgen kann. Außerdem erfolgt die Steuerung des Motors auf andere gewünschte Drehzahlen und die Umkehrung der Drehrichtung mit größtmöglicher Beschleunigung.
  • An Hand der Zeichnung sei ein schematisches Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Der Motor wird statorseitig über zwölf Thyristoren, die je nach dem Betriebszustand verschiedenartig gesteuert werden, aus einem Drehstromnetz RST gespeist. Auf der Rotorseite befindet sich ein ungesteuerter Gleichrichtersatz 20, der über eine Drossel 18 mit einem festen Widerstand 19 verbunden ist. Der im Betrieb wirksame Widerstand kann durch eine elektronische Pulsschaltung im Bereich von 0 bis R geändert werden. Die elektronische Pulsschaltung besteht in bekannter Weise aus einem Thyristor 13, der von einer nicht dargestellten Steuervorrichtung gezündet und durch einen Löschkondensator 17 periodisch gelöscht werden kann, und zwar durch Zünden eines Thyristors 14. Eine Diode 15 und eine Drossel 16 dienen zur erforderlichen Umladung des Kondensators 17. Mit Hilfe der Anordnung im Rotorstromkreis ist es möglich, bei voller Drehzahl das Drehmoment dadurch von 0 bis zu einem Sollwert zu ändern, daß die zum Widerstand 19 parallelliegende Pulsschaltung verschieden lange gezündet wird. Bei Stillstand des mit voller Netzspannung gespeisten Motors läßt sich jedoch nur der Sollwert des Drehmomentes erreichen, da hier die größte Rotorspannung auftritt und der durch den Widerstand 19 fließende Strom dem Nennmoment entspricht (dafür ist der Widerstand 19 bemessen). Will man bei Stillstand und bei Teildrehzahlen kleinere Drehmomente erzielen, so kann dies dadurch geschehen, daß die Statorspannung vermindert wird. Letzteres ist möglich durch eine entsprechende Steuerung der Thyristoren auf der Statorseite, und zwar werden für eine bestimmte Drehrichtung nur die Thyristoren 1, 2, 6, 7,11,12 gezündet und alle anderen gesperrt. Wenn diese Zündung rechtzeitig erfolgt, so liegt dabei der Motor an der vollen Drehspannung des Netzes RST. Wenn die Zündung dieser Thyristoren (entsprechend der Anschnittsteuerung von Stromrichtern) verzögert wird, so läßt sich der vom Motor aufgenommene Strom bzw. die am Motor anliegende Spannung vom vollen Wert bis auf Null heruntersteuern. Dabei treten gewisse Oberwellen auf, die jedoch in erträglichen Grenzen bleiben, so daß das Arbeiten des Motors nur wenig beeinträchtigt wird. In Verbindung mit der elektronischen Pulsschaltung des Widerstandes 19 läßt sich auf diese Weise der gesamte Drehzahl-Drehmoment-Bereich für motorischen Betrieb in einer Drehrichtung kontaktlos und stetig bestreichen.
  • Wünscht man die umgekehrte Drehrichtung des Motors, so werden statt der Thyristoren 1, 2, 6, 7, 11,12 die Thyristoren 4, 5, 6, 7, 8, 9 gezündet und sämtliche übrigen wie vorher gesperrt. Der Stator des Motors liegt dann je nach dem Zündzeitpunkt dieser Thyristoren an einer Drehspannung umgekehrter Phasenfolge und mit veränderbarer Spannung, so daß der gesamte Drehzahl-Drehmoment-Bereich bei umgekehrter Drehrichtung durchfahren werden kann.
  • Soll der Motor abgebremst werden, so ist dies bekanntlich dadurch möglich, daß der Stator mit Gleichstrom erregt wird. Dies ist wiederum mit Hilfe der Statorthyristoren möglich, und zwar dadurch, daß die Thyristoren 1, 3, 4, 9,10,12 gezündet, alle übrigen jedoch gesperrt werden. Die gezündeten Thyristoren bilden dann eine dreiphasige Brückenschaltung, die durch zwei Stränge des Stators einen Gleichstrom schickt, dessen Größe von den Zündzeitpunkten dieser Thyristoren abhängt und infolgedessen durch letztere gesteuert werden kann. Gleichzeitig kann auch der wirksame Betrag des Widerstandes 19 im Rotorstromkreis elektronisch gesteuert werden, so daß sich über den ganzen Drehzahlbereich ein stetig einstellbares Bremsmoment von voller Größe bis auf Null kontaktlos erzielen läßt. Kurz vor dem Stillstand des Motors, d. h. beim Unterschreiten der Nennschlupffrequenz, hört die Wirkung der Gleichstrombremsung auf. Um auch hier noch eine kräftige Bremswirkung zu erzielen bzw. um den Motor schnell zu reversieren, können kurz vor dem Stillstand des Motors die statorseitigen Thyristoren vom Gleichstrombremsbetrieb auf inverses Drehfeld umgeschaltet werden, so daß in Verbindung mit der elektronischen Steuerung des Widerstandes 19 wiederum das volle oder auch ein kleineres, rückläufiges Drehmoment auftritt. Bei dieser Betriebsart wird vermieden, daß im Rotor wesentlich größere Frequenzen als Nennfrequenz auftreten. Infolgedessen treten auch in den Gleichrichterventilen, in den Thyristoren und im Widerstand 19 im Rotorstromkreis keine wesentlich größeren Spannungen als Nennspannung auf.
  • Die beschriebene Betriebsweise des Motors vermeidet beim Einschalten kurzschlußartige Anlaufströme, wie sie beim üblichen Betrieb von Asynchronmotoren auftreten können. Bei Teildrehzahlen treten zwar im Widerstand 19 Verluste auf, diese sind jedoch verhältnismäßig klein, da man stets mit den statorseitigen Thyristoren die Spannung des Motors möglichst klein einstellen wird.
  • Mit den heute handelsüblichen Thyristoren lassen sich Motoren am 380-V-Netz mit nur einer Triode in Reihe betreiben. Da die heute üblichen Trioden Ströme von 100 bis 200 A Mittelwert zu führen vermögen, ergeben sich mit zwölf Statorthyristoren Leistungen von 100 bis 300 kW. Durch entsprechende Auslegung der Thyristoren und des Widerstandes 19 kann der Motor vorübergehend auch mit doppeltem oder noch größerem Strom und entsprechend vergrößertem Drehmoment betrieben werden.
  • Bei der Gleichstromerregung des Stators muß der dann im Statorkreis wirksame Gleichrichter fast um 90° zündverzögert werden, da der Gleichstrom nur durch den ohmschen Widerstand des Stators begrenzt wird und letzterer außerordentlich klein ist. Es treten dann in der Gleichspannung bei sechspulsiger Gleichrichtung Spannungsoberwellen auf, deren Grundfrequenz (bei 50 Hz Netzfrequenz 300 Hz) 24,% der vollen Gleichspannung beträgt. Diese Oberwellenspannung hat einen entsprechenden Strom im Stator zur Folge, der jedoch so klein ist, daß er kein wesentliches Moment erzeugt und auch keine wesentliche Erwärmung der Wicklung zur Folge hat.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung zur Steuerung eines Drehstrom-Asynchronmotors mit Schleifringläufer in allen vier Quadranten seiner Drehzahl-Drehmoment-Charakteristik mit Hilfe von antiparallelen Thyristoren zwischen den Leitern (R, S, T) eines Drehstromnetzes und den Klemmen (U, V, W) der Statorwicklung des Motors, gekennzeichnet d u r c h die Kombination folgender Merkmale: a) Jeder der Leiter (R und T) ist über je zwei antiparallele Thyristoren mit den Klemmen (U und W), b) der Leiter (S) ist über zwei antiparallele Thyristoren (6, 7) mit der Klemme (V), über einen mit Durchlaßrichtung zur Statorwicklung weisenden Thyristor (3) mit der Klemme (U) und über einen mit Durchlaßrichtung zum Drehstromnetz weisenden Thyristor (10) mit der Klemme (W) und c) die Rotorwicklung ist über einen ungesteuerten Gleichrichtersatz (20) mit einer elektronischen Pulsschaltvorrichtung (13 bis 17) und einem konstanten ohmschen Widerstand (19) verbunden.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulsschaltvorrichtung (13 bis 17) von einem Rotorstromregler gesteuert ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die statorseitigen Thyristoren (1 bis 12) derart gesteuert sind, daß eine Drehspannung veränderbarer Größe und umkehrbarer Phasenfolge an den Klemmen (U, V, W) wirksam ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die statorseitigen Thyristoren (1 bis 12) zur Abbremsung des Motors derart gesteuert sind, daß in der Statorwicklung ein Gleichstrom veränderbarer Größe fließt. In Betracht gezogene Druckschriften: »Elektrie«, 1963, S. 30; »AEG-Mitteilungen«, 1962, S.57; »VDE-Fachberichte«, 1962, S.1/97; »Electrical Engineering«, Mai 1961, S. 350 bis 353.
DEP1267A 1963-10-03 1963-10-03 Anordnung zur Steuerung eines Drehstrom-Asynchronmotors mit Schleifringlaeufer Pending DE1267319B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL0046007 1963-10-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1267319B true DE1267319B (de) 1968-05-02

Family

ID=5659341

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP1267A Pending DE1267319B (de) 1963-10-03 1963-10-03 Anordnung zur Steuerung eines Drehstrom-Asynchronmotors mit Schleifringlaeufer

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1267319B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2461102A1 (de) * 1974-12-23 1976-08-05 Impuls Elektronik Gmbh & Co Kg Thyristor-bremsregler

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2461102A1 (de) * 1974-12-23 1976-08-05 Impuls Elektronik Gmbh & Co Kg Thyristor-bremsregler

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3149017A1 (de) "antriebssystem mit wechselrichtergespeistem elektromotor und verfahren zum ausdehnen des motordrehzahlbereiches"
DE1065080B (de) Einrichtung zur verlust-und blindleistungsarmen Umformung von Spannungen
DE19735742A1 (de) Über- und untersynchrone Stromrichterkaskade
DE3781613T2 (de) Geraet fuer wechselstrommotorantrieb.
DE1809521A1 (de) Antriebsordnung fuer Kraene u.dgl.
EP0208859A1 (de) Drehstromerreger für Synchronmaschinen
DE1267319B (de) Anordnung zur Steuerung eines Drehstrom-Asynchronmotors mit Schleifringlaeufer
DE2445162A1 (de) Asynchron-einphasenmotor
EP0015462B1 (de) Einrichtung zur Versorgung von Nutzverbrauchern in einem Eisenbahnfahrzeug
DE3409299C2 (de) Ein- oder mehrphasiger Wechselstromsteller mit Impulsbreitensteuerung
CH441498A (de) Schaltungsanordnung mit einem selbstgeführten Wechselrichter
EP0111088B1 (de) Stromrichter
DE2619611A1 (de) Verfahren zur steuerung des drehmomentes eines umrichtergespeisten asynchronmotors
DE1538150A1 (de) Stromrichtermaschine fuer steuerbare Drehzahlen
AT349578B (de) Steuerschaltung fuer einen in der drehzahl einstellbaren, kommutatorlosen induktionsmotor
DE2129798A1 (de) Wechselstromreihenschlussmotor
DE1932272A1 (de) Anordnung zum stufenlosen Steuern der Blindleistung von Kondensatoren in Wechselstromanlagen mit gesteuerten Stromrichtern
DE1413998C (de) Anordnung zur Steuerung oder Regelung des Stromes eines netzgeführten Mehrphasenwechselrichters
DE1438018B2 (de)
DE2641530C2 (de) Einrichtung zum Erzeugen ein- oder mehrphasiger Wechselspannung mit einer im Generatorbetrieb arbeitenden Induktionsmaschine
DE639359C (de) Anordnung zum Kommutieren bei Umformungseinrichtungen mit gesteuerten Entladungsstrecken
DE1413998B2 (de) Anordnung zur steuerung oder regelung des stromes eines netz gefuehrten mehrphasenwechselrichters
DE1238989B (de) Anordnung zur Steuerung oder Regelung der Drehzahl eines Drehstromasynchronmotors mit Kurzschlusslaeufer
DE908390C (de) Wechselstromgenerator
DE2252466A1 (de) Anordnung zur umformung von dreiphasenstrom gegebener frequenz in einphasenstrom dreifacher frequenz