DE1266682B - Vorrichtung zum Andruecken, Glaetten und Polieren von Folien an Hohlfiguren - Google Patents
Vorrichtung zum Andruecken, Glaetten und Polieren von Folien an HohlfigurenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Andrücken, Glätten und Polieren von Folien an Hohlfiguren Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Andrücken, Glätten und Polieren von Folien an Hohlfiguren mit komplizierten Formen, insbesondere aus Schokolade, mit einer Zuführungseinrichtung, einer Einschlagstation und mit Faltelementen sowie mit kreisringförmigen, rotierenden Matrizen mit nachgiebigen Andrückelementen.
- Es ist zum Umhüllen von Pralinen sowie zum Andrücken, Glätten und Polieren von Folien auch an Hohlkörpern aus Schokolade üblich, für verschiedene Arbeitsgänge Vorrichtungen zu verwenden. Die Vorrichtungen sind jedoch nur in der Lage, ein oder vielleicht auch zwei Verrichtungen durchzuführen. So wurde z. B. das Andrücken oder das Glätten durch Vorrichtungen wie Formhälften oder Bürsten durchgeführt. Dabei ist es auch bekannt, den Bürsten in bezug auf den Schokoladenkörper eine Relativbewegung zu verleihen.
- Diesen bekannten Vorrichtungen haftet nicht nur der Mangel an, daß immer nur ein Arbeitsgang durchgeführt werden kann, sondern daß sie auch nur in denjenigen Fällen einen einigermaßen befriedigenden Erfolg erzielen, in denen die Hohlfiguren eine im wesentlichen glatte Oberfläche aufweisen.
- Oftmals sind diese Hohlfiguren rotationssymmetrische Körper und können so auch in einfachen Vorrichtungen bearbeitet werden.
- Dazu sind Vorrichtungen zum Staniolieren von Süßwarenstücken bekannt, bei denen der Hüllmaterialzuschnitt von Faltorganen um den Körper des Süßwarenstückes herumgelegt und anschließend das Hüllmaterial in die Konturen des Körpers hineingedrückt und geglättet wird. Dieses Hineindrücken oder Anstreichen geschieht durch Bürsten oder Hin- und Herrollen des Gegenstandes zwischen zwei elastischen Bändern. Um dabei ein Einreißen des sehr dünnen Hüllmaterials beim Hineindrücken oder Glätten zu vermeiden, wurde die den Überschlag bildende und später außenliegende Kante des Hüllmaterialzuschnittes durch Umschlagen verstärkt. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß nur verhältnismäßig einfach geformte Figuren stanioliert werden können, wie z. B. zylindrische Süßwarenstücke oder solche, deren Querschnitt kreisförmig ist. Bei andersgearteten Figuren ist ein Hineindrücken des Hüllmaterials in die Konturen nicht möglich, da diese Figuren nicht zwischen elastischen Bändern hin- und hergerollt werden können. Diese Vorrichtung ist also nur beschränkt anwendbar.
- Eine andere Vorrichtung zum maschinellen Verpacken von Süßwaren hat die Aufgabe, ein Süßwarenstück unter Bildung eines Hohlraumes in eine Folie einzuschlagen. Dazu besitzt die Einschlagvorrichtung einen Hubstempel mit einem quer zu ihm beweglichen Zubringer und eine Formeinrichtung zum Vorformen des Hüllmaterials, bestehend aus einer Patrize und einer Matrize. Die Patrize der Formeinrichtung ist ortsfest und die Matrize absenkbar gestaltet, so daß das Hüllmaterial winkelig oder U-förmig um die Patrize herumgebogen wird. Die Formeinrichtung ist so über dem Hubstempel angeordnet, daß dieser das Packstück nur bis zu einer einen Hohlstempel in der zwischen Patrize und Matrize vorgeformten Hülle frei lassende Tiefe einführt. Es bildet sich also ein Hohlraum zwischen dem Süßwarenstück und dem Verpackungsmaterial, der ein späteres Profilieren der Verpackung begünstigt. Ein Andrücken, Glätten und Polieren des Verpackungsmaterials an das Süßwarenstück ist mit dieser Vorrichtung nicht möglich.
- Weiterhin sind Vorrichtungen bekannt zum Umhüllen von Pralinen oder anderen Artikeln, bei denen die Artikel von einem Kolben gegen eine Staniolfolie bewegt und mit dieser Folie durch eine Faltplatte gestoßen werden. Im Anschluß daran wird dann das umhüllte Pralinen zwischen entgegen der Kolbenbewegung sich drehenden Bürsten hindurchgeführt. Die Bürsten sind dabei derart angeordnet, daß sie den gesamten Umfang der Pralinen bestreichen.
- Diese Vorrichtung ist zum Umhüllen von einfachen Pralinen, wie z. B. Weinbrandbohnen, geeignet, und es wird bei derartigen Pralinen auch ein guter Glätteeffekt der Folie erzielt. Zur Umhüllung von komplizierten Formen ist jedoch diese Vorrichtung nicht geeignet. Auch ist es damit nicht möglich, die Folie z. B. in Vertiefungen bei Schokoladenfiguren einzudrücken und diese Konturen zu glätten und zu polieren.
- Es muß überhaupt festgestellt werden, daß das Andrücken, Glätten und Polieren von Folien an kompliziert geformten Hohlfiguren bisher oftmals von Hand durchgeführt worden ist.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Folien an kompliziert geformte Hohlfiguren vollständig maschinell und mehrmals anzudrücken, zu glätten und zu polieren.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art mit elastischen Auspolsterungen versehene, zueinander bewegliche Formhälften und daran anschließend ortsfeste Matrizen mit einwärts stehenden Bürsten oder Stoffteilen vorgesehen sind, von denen eine Transporteinrichtung zu den rotierenden Matrizen führt, und daß zusammenwirkend mit der Transporteinrichtung eine weitere Andrückvorrichtung zum Eindrücken der Folie in die Konturen der Hohlfiguren angeordnet ist.
- Die elastischen Auspolsterungen bestehen dabei vorteilhaft aus elastischen Bändern, Schaumgummiauflagen oder Luftkissen. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die mit Bürsten oder Stoff versehenen rotierenden Matrizen zum Polieren längs ihrer Achse hin- und herbeweglich ausgebildet.
- Gegenüber bekannten Vorrichtungen hat die Erfindung den Vorteil, daß Hohlfiguren auch mit den kompliziertesten Formen und Konturen vollständig maschinell mit Folie umhüllt werden können, diese Folie in alle Konturen und Vertiefungen der Hohlfigur mehrmals eingedrückt und dann die Folie geglättet und poliert wird. Alle diese Arbeitsschritte werden durch eine Vorrichtung ausgeführt. Sämtliche Handarbeiten sind dadurch beseitigt worden. Weiterhin wurde die Bruchgefahr verringert und das Äußere der Hohlfigur verbessert. Durch die maschinelle Bearbeitung einerseits und durch das mehrmalige Andrücken, Glätten und Polieren andererseits ist gesichert, daß die Darstellungen auf der Folie, z. B. ein Osterhase oder Weihnachtsmann, sich auch wirklich an den vorbestimmten Stellen befinden und die Figuren ein glattes und dadurch glänzendes Äußere erhalten.
- In den Zeichnungen zeigt F i g. 1 eine Hauptansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, F i g. 2 eine Seitenansicht gemäß F i g. 1.
- Die Vorrichtung zum Andrücken, Glätten oder Polieren von Folien an Hohlfiguren aus Schokolade besteht aus einer Einschlagstation 1, in welche die auf einer tellerartigen Zuführungseinrichtung liegenden Hohlkörper eingeführt werden. In dieser Einschlagstation 1 wird die Folie um den Hohlkörper erst U-förmig herumgeschlagen, und dann werden die noch freien Enden an den Hohlkörper angelegt. Anschließend werden die eingeschlagenen Hohlkörper an Faltorganen mit Umschlagnuten vorbeigeführt. Durch die Umschlagnuten werden die noch freien Zipfel der Folie gefaltet und z. B. an die Kopf- und Fußenden der Hohlfigur angelegt und geglättet. Die Hohlfigur ist nunmehr vollständig von der Folie umgeben, und die Folie ist durch mit elastischen Auspolsterungen versehene Formhälften an die Figur angedrückt. Um die Folie nochmals fest anzudrücken, wird diese durch eine feststehende Matrize 2 geführt, die mit Bürsten und Stoff versehen ist. Die Matrize 2 ist kreisringförmig ausgebildet. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Matrize 2 flächenartig und beweglich zu gestalten. Im Anschluß daran wandern die Hohlfiguren schrittweise mit Hilfe einer Transporteinrichtung 3 unter weiteren Andrückvorrichtungen 4 hindurch. Dabei wird die Folie in die einzelnen Konturen der Hohlfigur eingedrückt. Außerhalb des Andrückbereiches gelangen die Hohlfiguren durch einen Transportstempel 5 in eine Polierstation 6. Diese Polierstation 6 besteht wiederum aus kreisringförmigen Matrizen, die mit Bürsten und Stoff versehen sind. Vorzugsweise sind die Matrizen rotierend und längs ihrer Achse hin und her beweglich ausgebildet. Die nunmehr in eine Folie eingeschlagene, geglätete und polierte Hohlfigur wird dann dem Abtransport zugeführt.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Andrücken, Glätten und Polieren von Folien an Hohlfiguren mit komplizierten Formen, insbesondere aus Schokolade, mit einer Zuführungseinrichtung, einer Einschlagstation und mit Faltelementen sowie mit kreisringförmigen, rotierenden Matrizen mit nachgiebigen Andrückelementen, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß mit elastischen Auspolsterungen versehene, zueinander bewegliche Formhälften und daran anschließend ortsfeste Matrizen (2) mit einwärts stehenden Bürsten oder Stoffteilen vorgesehen sind, von denen eine Transporteinrichtung (3) zu den rotierenden Matrizen (6) führt, und daß zusammenwirkend mit der Transporteinrichtung (3) eine weitere Andrückvorrichtung (4) zum Eindrücken der Folie in die Konturen der Hohlfiguren angeordnet ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Auspolsterungen aus elastischen Bändern, Schaumgummiauflagen oder Luftkissen bestehen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Bürsten oder Stoff versehenen rotierenden Matrizen zum Polieren längs ihrer Achse hin und her beweglich ausgebildet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 676709, 710476, 521960, 577 211, 513 729; britische Patentschrift Nr. 239 204.
Priority Applications (1)
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| DEL49239A DE1266682B (de) | 1964-11-09 | 1964-11-09 | Vorrichtung zum Andruecken, Glaetten und Polieren von Folien an Hohlfiguren |
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1266682B true DE1266682B (de) | 1968-04-18 |
Family
ID=7272862
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1266682B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102015217593A1 (de) * | 2015-09-15 | 2017-03-16 | Chocal Aluminiumverpackungen Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Anlegen eines Randes |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB239204A (en) * | 1924-08-29 | 1926-01-07 | Lauenstein & Co Ges Mit Beschr | Improvements in wrapping means |
| DE513729C (de) * | 1930-12-04 | Theo Daniels | Pralineeinwickelverfahren | |
| DE521960C (de) * | 1931-03-28 | Carl Richter Dresdner Blechemb | Pressform zur Bekleidung von Schokoladekoerpern usw. mit Metallfolie | |
| DE577211C (de) * | 1932-02-13 | 1933-05-26 | Jakob Bruegger | Matrize fuer Einwickelmaschinen |
| DE676709C (de) * | 1936-08-30 | 1939-06-09 | Lauenstein & Co G M B H | Vorrichtung zum Glaetten der Huelle von eingewickelten Drehkoerpern |
| DE710476C (de) * | 1938-10-20 | 1941-09-15 | Lauenstein & Co G M B H | Glaettvorrichtung fuer unzylindrische Drehkoerper |
-
1964
- 1964-11-09 DE DEL49239A patent/DE1266682B/de active Pending
Patent Citations (6)
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