DE1266515B - Verfahren und Vorrichtung zur Auswertung von Kurvenvorlagen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Auswertung von KurvenvorlagenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
GOIb
Deutsche Kl.: 42 c-12
Nummer: 1.266 515
Aktenzeichen: F 40296IX b/42 c
Anmeldetag: 22. Juli 1963
Auslegetag: 18. April 1968
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und
eine Vorrichtung zur Auswertung von Kurvenvorlagen mit beliebiger Anzahl von Kurvenlinien, bei dem die
Kurvenlage periodisch streifenweise abgetastet, ein binäres Abtastsignal erzeugt und die Größe der auszumessenden
Strecken und Flächen als Anzahl von Schwingungen einer Normalfrequenz dargestellt wird.
Bei den bisher bekannten Verfahren besteht die automatische Auswertung darin, daß entweder wie
beim Kurvenfolger ein Meßkopf an der Kurvenlinie entlangfährt und die Koordinaten der Position als
Daten ausgegeben werden oder daß von Hand der Meßkopf auf den nächsten Punkt der Kurvenlinie
eingestellt wird, dessen Koordinaten dann automatisch ausgegeben werden, oder daß, wie bei den Abtastverfahren,
die Flächen unter einer Kurve abgetastet und deren Größe dann ausgegeben wird. Oft
ist es aber die Aufgabe, mehrere Kurven oder Kurvenflächen auf einem Diagramm — seien sie
nebeneinander- oder übereinanderliegend — vollautomatisch auszuwerten, d. h. selbsttätig aus einer
Vielzahl von Kurven die gewünschten Daten zu entnehmen und auszugeben. Beim Kurvenfolger müßte
hierzu der ■ Meßkopf von Hand auf den Beginn der neuen Kurvenlinie eingestellt werden, da das selbsttätige
Suchen des Meßkopfes nach der nächsten Kurve mit einem nicht vertretbaren großen apparativen
Aufwand verbunden ist. Bei den bekannten Abtastverfahren wird die Auswertung durch die Vieldeutigkeit
des Abtastsignals erschwert, das ja in der Abtastperiode die Informationen von sämtlichen
überfahrenen Kurvenlinien — einschließlich der Nulllinie und der in der Praxis auftretenden Fehler, wie
z. B. Flecken oder Lücken in der Kurve — enthält. Die Informationen des Abtastsignals allein reichen
vor allem dann nicht aus, wenn Beginn und Ende der zu messenden Kurven und Flächen selbsttätig erkannt
werden sollen.
Die zu lösende Aufgabe besteht darin, die Entscheidungsmöglichkeiten
zwischen den im Abtastsignal enthaltenen Informationen wesentlich zu verbessern.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß in dem im Kennzeichen des Patentanspruchs
1 gekennzeichneten Verfahren, welches es ermöglicht, während jeder Abtastperiode in einer
logischen Schaltung die Informationen zu zählen, zu ordnen, voneinander zu trennen und durch Entscheidungen
die gesuchte Information auszuwählen.
Die Markierungssignale stellen zusammen mit dem
Abtastsignal und ihren logischen Verknüpfungen das Programm dar, nach dem das Kurvenauswertgerät
selbsttätig aus dem Inhalt der Kurvenvorlage seine Verfahren und Vorrichtung zur Auswertung
von Kurvenvorlagen
von Kurvenvorlagen
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
5090 Leverkusen
5090 Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Hubert Dedden, 5672 Leichlingen;
Dr. Heinrich Nassenstein,
5090 Leverkusen-Steinbüchel
Hubert Dedden, 5672 Leichlingen;
Dr. Heinrich Nassenstein,
5090 Leverkusen-Steinbüchel
Arbeitsanweisungen entnimmt. So ist es möglich, mit einem einzigen Gerät eine Vielzahl verschiedenster
Kurvenauswertungen durchzuführen. Bei der Auswertung von Gaschromatogrammen, bei denen bekanntlich
eine Vielzahl geschlossener Kurven, sogenannte »Peaks«, nebeneinander auf einem Diagramm
liegen, ist z. B. auf diese Weise möglich, ohne Unterbrechung die Integration aller »Peaks« in einem
einzigen Durchgang vorzunehmen.
Eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
besteht aus einer elektrooptischen, elektromechanischen oder elektromagnetischen Abtastvorrichtung
mit einer Haltevorrichtung für das Kurvenblatt und einem Frequenzgenerator, dessen Frequenz mit der
Abtastfrequenz synchronisiert ist, und ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß an der Abtastvorrichtung
eine einstellbare Markierungsvorrichtung angeordnet ist, die über eine elektrooptische, elektromechanische,
elektromagnetische oder elektronische Anordnung mit einer Kette von Flip-Flop-Stufen verbunden
ist, die ihrerseits vom Abtastkopf der Abtastvorrichtung gesteuert werden und deren Ausgänge
zusammen mit dem Frequenzgenerator über Und-Gatter mit Ausgabegeräten verbunden sind.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens
schematisch dargestellt.
F i g. 1 zeigt ein Kurvenblatt mit vier auszuwertenden Kurven;
F i g. 2 zeigt eine Abtastvorrichtung mit zwei Markierungsvorrichtungen;
F i g. 3 veranschaulicht eine mit der Abtastvorrichtung nach F i g. 2 verbundene logische Schaltung;
F i g. 4 zeigt ein Zeitdiagramm für die logische Schaltung nach F i g. 3;
809 539/75
3 4
F i g. 5 zeigt ein Kurvenblatt mit drei getrennt zu und dritter Kurvenlinie entsprechen. Verknüpft man
erfassenden geschlossenen Kurven; die binären Signale 18', 19' und 20' einzeln mit den
F i g. 6 zeigt eine weitere Ausgestaltung einer mit Lochscheibenimpulsen 9', so erhält man Impulsder
Abtastvorrichtung nach Fig. 2 verbundenen Serien, bei denen die Anzahl der Impulse dem Ablogischen
Schaltung, und 5 stand von der Markierung 16 bis zur ersten, zweiten
F i g. 7 zeigt ein Zeitdiagramm zur Erläuterung der oder dritten Kurvenlinie entspricht. Durch Erweitelogischen
Schaltung nach Fi g. 6. rung der Flip-Flop- und Gatter-Kette kann man die
Beispielsweise wird ein Diagramm nach F i g. 1, auf Anzahl der je Abtastperiode gemessenen Strecken bedem
sich mehrere Kurven 1, 2, 3 und 4 befinden, mit liebig vergrößern. Durch Verschiebung der Markie-Hilfe
einer Haltevorrichtung 5 auf die Walze 6 in io rung 16 — sei es von Hand oder automatisch über
Fig. 2 aufgespannt, die, in Rotation versetzt, über das eine Steuerung — kann man nun aus einer Kurven-Getriebe
7 eine Lochscheibe 8 antreibt. Eine Licht- schar die gewünschten Kurven oder die gewünschten
schranke 9 erzeugt Impulse 9', hier Lochscheibenim- Abstände zwischen zwei Kurven auswählen,
pulse genannt, deren Frequenz mit der Walzendreh- Als Beispiel für das selbsttätige Erkennen von Bezahl
synchronisiert ist und die Normalfrequenz dar- 15 ginn und Ende der zu messenden Kurve oder Fläche
stellt und deren Anzahl deshalb als Maß für die auf ist in F i g. 5 ein Kurvenblatt gezeichnet, wie es z. B.
der Walzenoberfläche zu messenden Strecken der lo- bei den Gaschromatogrammen häufig auftritt. Eine
gischen Schaltung zugeführt werden. Gleichzeitig wird verschiebbare Marke 23 ist so angebracht, daß in der
der Abtastkopf 10 einer photoelektrischen Abtastvor- Photozelle 24 der F i g. 2 ein Markierungssignal 24'
richtung parallel zur Walzenachse an der Walzen- ao entsteht, das zeitlich dem binären Signal 25' in F i g. 6
oberfläche mit zur Walzenrotation synchroner Ge- und 7 nachfolgt, welches aus dem Abtastsignal 15'
schwindigkeit entlanggeführt. Der von der Lichtquelle abgeleitet wurde, z. B. wie im vorherigen Beispiel bell
auf die Walzenoberfläche abgebildete Lichtpunkt schrieben, und dessen Dauer der Länge der zu mes-12
steuert je nach den Reflektionseigenschaften der senden Strecke entspricht. Das binäre Signal 25' öff-Walzenoberfläche
und der Lage des Abtastrasters 13 25 net den Tor-Schalter 26 in F i g. 6 und erzeugt so mit
die Photozelle 14, deren elektrische Signale, hier Ab- Hilfe der Lochscheibenimpulse 9' eine Impulsserie
tastsignal genannt, nach Impulsformung im Impuls- 26', deren Impulsanzahl als Maß für die gemessene
former 15 als binäres Signal 15' der logischen Schal- Länge vom Speicher 27 aufgenommen wird. Im Netung
zugeführt werden. gator 28 wird das Binärsignal 25' umgewandelt und
Durch Verspiegelung der Oberfläche der Walze 6 30 als Negation 28' im Und-Gatter 29 mit dem Markiein
F i g. 2 wird die Auswertung von transparenten rungssignal 24' konjunktiv verknüpft. Bei Nicht-Kurvenvorlagen
ermöglicht. Die von der Lichtquelle koinzidenz von 24' und 28' kann das Ausgangssignal
11 kommenden Lichtstrahlen durchqueren das auf 29'als Abfragesignal den Inhalt des Speichers 27 zur
der spiegelnden Oberfläche aufliegende transparente Ausgabevorrichtung 30 oder zur Weitergabe an einen
Kurvenblatt zweimal, bevor sie von der Photozelle 14 35 anderen Speicher, hier Summenspeicher 31, abfragen,
aufgefangen werden. Die dabei auftretende Kontrast- Befindet sich die Abtastvorrichtung während der
erhöhung verbessert das Abtastsignal wesentlich. laufenden Abtastung auf einer Abtastzelle, die nur
Eine verschiebbare Marke 16 ist am Walzenrand eine Kurve schneidet, z. B. 32 in F i g. 5, so erhält
befestigt und erzeugt in einer Lichtschranke 17 einen man in dieser Abtastperiode das Abtastsignal 15" in
Impuls 17', hier Markierungssignal genannt, der eben- 40 Fig. 7, aus dem sich die Signale 25", 28" und 29",
falls der logischen Schaltung zugeführt wird. Die dem Schaltbild und Zeitdiagramm entsprechend, bil-Markierung
16, welche, wie in Fig. 1 durch einen den. Es entsteht während dieser Abtastperiode kein
Pfeil angedeutet, in Abtastrichtung auf jeden beliebi- Abfragesignal 29', da die Signale 24' und 28" koingen
Ordinatenwert auf dem Kurvenblatt eingestellt zidieren. Der Inhalt des Speichers 27 wird deshalb
werden kann, dient als Ausgangspunkt für das Ab- 45 nicht abgefragt und von dem Löschimpuls 33' gezählen
der Impulse, die im Abtastsignal 15' den über- löscht, der aus dem Markierungssignal 24' während
fahrenen Kurvenlinien entsprechen. In Fig. 3 ist das jeder Abtastperiode vom Monoflop 33, zeitlich ver-Schaltschema
der logischen Schaltung und in F i g. 4 zögert, erzeugt wird.
das Zeitdiagramm der in der Schaltung benutzten Si- Befindet sich die Abtastvorrichtung während der
gnale gezeigt. Das von der Lichtschranke 17 korn- 50 laufenden Abtastung auf einer Abtastzeile, die keine
mende Markierungssignal 17' setzt die Flip-Flop- Kurvenlinie schneidet, z.B. 34 in Fig. 5, so erhält
Kette 18, 19, 20 in den Anfangszustand, der in man in dieser Abtastperiode keine Impulsserie 26',
Fig. 4 durch die binären Signale 18', 19', 20' und und der Inhalt des Speichers 27 bleibt Null.
18", 19" ausgedrückt ist. Damit das Kurvenauswertgerät die Flächen 35, 36
Das binäre Abtastsignal 15' wird allen Flip-Flops 55 und 37 selbsttätig erfaßt und getrennt in der Auszugeführt,
und die darin enthaltenen Impulse werfen gabevorrichtung 38 ausgibt, werden alle vom Speider
Reihenfolge ihres Auftretens nach die Flip-Flops eher 27 abgefragten Strecken 27' im Summenspeicher
in einen stabilen Zustand, der durch weitere Impulse 31 addiert und von einem weiteren Abfragesignal 39'
nicht gestört wird und erst bei der Rückstellung durch abgefragt, das nur dann entsteht, wenn Markierungsdas
Markierungssignal 17'in der neuen Abtastperiode 60 signal 24' und Binärsignal 25" im Und-Gatter 39
verlassen wird. Wenn nun, wie in Fig. 3 und 4 ge- koinzidieren.
zeigt, die Flip-Flop-Signale 18" und 19' im Und-Gat- In der Praxis befinden sich auf den auszuwerten-
ter 21 und die Flip-Flop-Signale 19" und 20' im Und- den Kurvenblättern häufiger Flecke, die im allgemei-Gatter
22 mit den Lochscheibenimpulsen 9' ver- nen aber kleiner sind als die zu messenden Flächen,
knüpft werden, treten an den Ausgängen der Gatter 65 In F i g. 5 ist solch ein störender Flecken 40 angedeu-21
und 22 die Impulsserien 21' und 22' auf, bei de- tet. Bei der Abtastung wird die Anzahl der aufeinannen
die Anzahl der Impulse dem Abstand zwischen derfolgenden Abtastperioden, während denen die
erster und zweiter Kurvenlinie bzw. zwischen zweiter Flecken als »Kurvenlinien« im Abtastsignal 15' ent-
halten sind, beschränkt bleiben. Wenn man nun das Abfragesignal 39' im Und-Gatter 41 so lange sperrt,
bis die Anzahl der im Und-Gatter 29 festgestellten Nichtkoinzidenzen 29' größer als eine durch die Vorwahl
42 im Zähler 43 eingestellte Zahl ist, kann erst ein später auftretendes Abfragesignal 39' den Inhalt
von Speicher 31 zur Ausgabe 38 weitergeben. Tritt das Abfragesignal 39' vorher auf, wird es durch das
Und-Gatter 44, welches vom Zähler 43 gesteuert ist, über den Monoflop 45 verzögert als Löschimpuls 45'
zum Löschen des Speichers 31 benutzt. Sowohl Löschsignal 45' als auch Abfragesignal 41', aus dem
Abfragesignal 39' hervorgegangen, werden im Oder-Gatter 46 disjunktiv verbunden und als Rückstellsignal
46' für den Zähler 43 benutzt.
In der Praxis kommt es auch gelegentlich vor, daß die auszuwertenden Kurvenlinien durch Mängel in
der Schreib- bzw. Zeichenvorrichtung kleine Unterbrechungen aufweisen, die ebenfalls zu einer Störung
der Kurvenauswertung führen könnten, so daß z. B. an Stelle einer zusammengehörigen Fläche mehrere
Teilflächen ausgegeben würden. Dies kann dadurch verhindert werden, daß z. B. der Abffageimpuls 39'
nur dann weitergegeben wird, wenn die Anzahl der im Und-Gatter 39 auftretenden Koinzidenzen im
Zähler 47 größer als eine durch die Vorwahl 48 eingestellte Zahl ist.
Die zur vollautomatischen Kurvenauswertung benötigten Markierungen können auf verschiedene
Weise realisiert werden, sei es, daß man die Haltevorrichtung für das Kurvenblatt oder eine auf dem Kurvenblatt
befindliche Kurvenlinie oder daß man Zähler benutzt, die von dem Normalfrequenzgenerator gespeist
werden und je nach Einstellung der Vorwahl während jeder Abtastperiode beim Überlauf ein Markierungssignal
abgeben.
Ein vollautomatisches Kurvenauswertgerät gemäß der Erfindung kann eingesetzt werden bei der Auswertung
von Gaschromatogrammen, Oszillogrammen und Energiediagrammen sowie als Analog-Digital-Umsetzer
zur Eingabe von graphischen Funktionen in elektronische Rechenmaschinen.
Claims (12)
1. Verfahren zur Auswertung von Kurvenvorlagen mit beliebiger Anzahl von Kurvenlinien,
bei dem die Kurvenvorlage periodisch streifenweise abgetastet, ein binäres Abtastsignal erzeugt
und die Größe der auszumessenden Strecken und Flächen als Anzahl von Schwingungen einer Normalfrequenz
dargestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß während jeder Abtastperiode zusätzlich zum Abtastsignal mindestens
ein binäres Markierungssignal erzeugt wird, das vom Abtastsignal unabhängig ist, und daß das
Markierungssignal mit dem Abtastsignal und mit den Schwingungen der Normalfrequenz derart
logisch verknüpft wird, daß Impulsserien entstehen, bei denen die Anzahl der zählbaren Impulse
der Größe der abgetasteten Strecken entspricht und daß während jeder Abtastperiode die
Auswahl unter diesen Impulsserien durch die jeweils gegenüber dem Abtastsignal eingestellte Bezugslage
der Markierungssignale getroffen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die den ausgemessenen Strecken entsprechenden Impulszahlen
gespeichert werden und während jeder Abtastperiode der abgetasteten gemessenen Strecke ein binäres Signal zugeordnet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß das binäre Signal mit einem der auszumessenden Strecke zeitlich nachfolgenden
Markierungssignal verknüpft wird und bei Nichtkoinzidenz beider Signale die der auszumessenden
Strecke entsprechende gespeicherte Impulszahl ausgegeben und bei Koinzidenz beider
Signale die der gemessenen Strecke entsprechende gespeicherte Impulszahl gelöscht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bei Nichtkoinzidenz des der
gemessenen Strecke entsprechenden binären Signals mit dem Markierungssignal vom Speicher
ausgegebene Impulszahl in einen Summenspeicher addiert und bei der nächstfolgenden Koinzidenz
beider Impulse die der abgetasteten Fläche entsprechende Summe der Impulszahlen ausgegeben
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Inhalt des Summenspeichers
nur dann bei der nächstfolgenden Koinzidenz zwischen dem der gemessenen Strecke entsprechenden
binären Signal und dem Markierungssignal ausgegeben wird, wenn die Anzahl
der aufeinanderfolgenden Nichtkoinzidenzen größer als eine vorgegebene Zahl ist und der Inhalt
des Summenspeichers bei der nächstfolgenden Koinzidenz gelöscht wird, wenn die Anzahl der
aufeinanderfolgenden Nichtkoinzidenzen kleiner als eine vorgegebene Zahl ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Inhalt des Summenspeichers
nur dann ausgegeben wird, wenn die Anzahl der aufeinanderfolgenden Koinzidenzen zwischen
dem binären Signal der gemessenen Strecke und dem Markierungssignal größer als eine vorgegebene
Zahl ist.
6. Vorrichtung zur Durchführung des' Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einer elektrooptischen,
elektromechanischen oder elektromagnetischen Abtastvorrichtung mit einer Haltevorrichtung
für das Kurvenblatt und einem Frequenzgenerator, dessen Frequenz mit der Abtastfrequenz
synchronisiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Abtastvorrichtung eine einstellbare
Markierungsvorrichtung (16) angeordnet ist, die über eine elektrooptische, elektromechanische,
elektromagnetische oder elektronische Anordnung (17) mit einer Kette von Flip-Flop-Stufen
(18, 19, 20) verbunden ist, die ihrerseits vom Abtastkopf (10) der Abtastvorrichtung gesteuert
werden und deren Ausgänge zusammen mit dem Frequenzgenerator (8, 9) über Und-Gatter
(21, 22) mit Ausgabegeräten verbunden sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Abtastvorrichtung eine
weitere, einstellbare Markierungsvorrichtung (23) vorgesehen ist, die über eine elektrooptische, elektromechanische,
elektromagnetische oder elektronische Anordnung (24) mit einer logischen Schaltung,
bestehend aus Gattern (26, 29, 39, 41, 44, 46), Negatoren (28) und Flip-Flops (33,45), deren
Ausgänge mit Speichern (27, 31) und Ausgabegeräten (30, 38) versehen sind, verbunden ist, und
daß die logische Schaltung gleichzeitig mit der Abtastvorrichtung und dem Frequenzgenerator
(8, 9) gekoppelt ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung
(5) für das Kurvenblatt die Markierungsvorrichtung darstellt.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungsvorrichtung
als Schiene ausgebildet ist, die parallel zu den Koordinatenachsen der zu messenden Kurven
verschiebbar angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungsvorrichtung
durch eine Kurvenlinie auf dem Kurvenblatt dargestellt ist.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungsvorrichtung
durch die Vorwahl eines einstellbaren Zählers dargestellt ist, der mit dem Normalfrequenzgenerator
verbunden ist.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der
Walze (6) der Abtastvorrichtung, auf der das Kurvenblatt aufliegt, verspiegelt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1129 294,
930;
930;
britische Patentschriften Nr. 739 902, 778 289,
917;
917;
französische Patentschrift Nr. 1107165;
USA.-PatentschriftNr. 3 033 990.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
809 539/75 4.68 © Bundesdruckerei Berlin
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Applications Claiming Priority (1)
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