DE1266500B - Verfahren zur Herstellung von weitgehend amorphen Polyamiden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von weitgehend amorphen PolyamidenInfo
- Publication number
- DE1266500B DE1266500B DEG32491A DEG0032491A DE1266500B DE 1266500 B DE1266500 B DE 1266500B DE G32491 A DEG32491 A DE G32491A DE G0032491 A DEG0032491 A DE G0032491A DE 1266500 B DE1266500 B DE 1266500B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- polyamides
- production
- acid
- polyamide
- amide
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G69/00—Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain of the macromolecule
- C08G69/02—Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids
- C08G69/26—Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids derived from polyamines and polycarboxylic acids
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Polyamides (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C 08g
Deutsche KL: 39 c -10
(\:,ΐ.ΒΙ. I
Iv; ι IS
Nummer: 1266 50O1(UIcIi-S
Aktenzeichen: G 32491IV d/39 c Anmeldetag: 14. Juni 1961
Auslegetag: 18. April 1968
Es sind bereits Polyamide bekannt, die aus Terephthalsäure und Diaminen mit mindestens 6 C-Atomen
hergestellt sind. Sowohl bei Verwendung von geradkettigen Diaminen, wie z. B. Decamethylendiamin,
als auch von methylsubstituierten Diaminen, wie z. B. 3-Methylhexamethylendiamin, als Diaminkomponente
werden kristalline faserbildende Produkte erhalten. Bei Verwendung von aromatischen Diaminen,
z. B. m-Xylylendiaminen, erhält man durchsichtige amorphe Polyamide nur dann, wenn die
Säurekomponente neben Terephthalsäure mindestens 50 Molprozent Isophthalsäure enthält. Diese Polyamide
werden jedoch bereits bei Erwärmen auf Temperaturen weit unterhalb 1000C trüb und undurchsichtig;
darüber hinaus sind sie in handelsüblichen Lösungsmitteln, wie Alkohol oder Chloroform, unlöslich,
so daß zur Herstellung von Klebstoffmischungen oder von Lacklösungen ungeeignet sind.
Es wurde nun gefunden, daß man weitgehend amorphe Polyamide durch Kondensation von Terephthalsäure
und/oder Isophthalsäure und deren amidbildenden Derivaten mit C-alkylsubstituierten aliphatischen
oc, co-Diaminen oder deren amidbildenden
Derivaten herstellen kann, wenn man als Diaminkomponente 2-Äthylhexamethylendiamin, 3-Äthylhexamethylendiamin,
3-Äthylheptamethylendiamin, 4-Äthyloctamethylendiamin oder deren amidbildende
Derivate verwendet. Die Kondensation erfolgt mit im wesentlichen äquimolaren Mengen von Terephthalsäure,
Isophthalsäure oder deren Gemischen. An Stelle der freien Säuren oder Diamine können
auch amidbildende Derivate des Diamins oder der Säuren, z. B. die Diformylderivate des Diamins
oder Ester der Säuren mit flüchtigen Alkoholen, verwendet werden.
Obschon die erfindungsgemäß hergestellten Polyamide in der chemischen Struktur den schon bekannten
Polyamiden sehr ähnlich sind, besitzen sie eine Anzahl von auffallend verschiedenen Charakteristiken,
welche sich von den genannten, auf bekannte Weise hergestellten Polymeren unterscheiden. Die markantesten
Eigenschaften dieser erfindungsgemäß hergestellten Polyamide sind ihre Durchsichtigkeit und ihr glasklares
Aussehen, welche auch nach wiederholtem, längerem Erwärmen und langsamem Abkühlen bestehenbleiben.
Diese erfindungsgemäß hergestellten Polymeren sind vollkommen amorph, und ihr amorpher
Zustand ist thermodynamisch stabil. Diese Polymeren erweichen innerhalb eines weiten Temperaturbereiches,
gewöhnlich von etwa 20 bis 4O0C, und sind aus diesem Grund zu Preß- und anderen Verformungsverfahren
besonders gut geeignet. Sie sind nicht nur Verfahren zur Herstellung von weitgehend
amorphen Polyamiden
Anmelder:
W. R. Grace & Co., Cambridge, Mass. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. rer. nat. J.-D. Frhr. v. Uexküll, Patentanwalt, 2000 Hamburg 52, Königgrätzstr. 8
Als Erfinder benannt:
Rudolf Gabler, Zollikerberg (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 8. Mai 1961 (16 728)
in typischen Polyamidlösungsmitteln, wie Schwefelsäure, Ameisensäure, Phenol und Cresol, löslich,
sondern quellen auch in niedrigen Alkoholen, z. B. Methanol, Äthanol und Isopropanol, außerordentlich
an und ergeben honigähnliche, gießbare Massen, die sich zur Herstellung von Überzügen und Klebmitteln
sehr gut eignen. Sie weisen ausgezeichnete Reißfestigkeit, Schlagfestigkeit und Biegsamkeit auf.
Im Gegensatz zu bekannten Polyamiden besitzen sie dagegen eine sehr niedrige Dehnbarkeit. Diese
Eigenschaft, verbunden mit ihrer vollkommen amorphen Natur, macht sie zur Herstellung von künstlichen
Textilfasern nicht geeignet.
Wie oben angeführt, werden Terephthalsäure, Isophthalsäure oder Gemische dieser Säuren zur
Herstellung der genannten Polyamide verwendet. Die Tatsache, daß Gemische dieser Säuren zur Herstellung
von solchen Polyamiden verwendet werden können, ist außerordentlich unerwartet, da gewöhnlich
bei Verwendung von Gemischen dieser Säuren zur Herstellung von Superpolyamiden Produkte
erhalten werden, die viel niedrigere Schmelzpunkte haben und im allgemeinen weniger wünschenswerte
Eigenschaften als die aus nur einer der Säuren hergestellten entsprechenden Polyamide aufweisen.
Die Polyamide hergestellt gemäß der Erfindung sind klar und durchsichtig und weisen im allgemeinen
809 539/412
3 4
gleiche Eigenschaften auf, ob sie nun unter Verwen- sphärischen Druck ausgleicht; dies erfolgt in derdung
von Terephthalsäure, von Isophthalsäure oder selben Zeit, in welcher die innere Temperatur 25O0C
von Gemischen dieser beiden Säuren hergestellt erreicht.
wurden. Die Terephthalamide werden im allgemeinen Die Schmelze wird jetzt drucklos während 31Z
für die meisten Zwecke bevorzugt, da ihre Schmelz- 5 den auf eine Temperatur von 2800C erhitzt Zu
punkte um 50 bis 100° C höher und ihre mechanischen Charakterisierung des Polyamids wird die' Tempe-
Eigenschaften etwas günstiger als die der entsprechen- ratur während weiterer 2 Stunden konstant gehalten
den Isophthalamide sind. Die Schmelzpunkte und und die Schmelze in kaltem Wasser mit Hilfe von
mechanischen Eigenschaften der unter Verwendung Stickstoff stranggepreßt, um auf diese Weise zylin-
des Gemisches hergestellten Polymeren nehmen eine io drische Stäbe zu erhalten. Das Polymerisat ist durca-
Zwischenstellung zwischen jenen der zwei Typen sichtig, weist einen Schmelzpunkt im Bereich von
von Homopolymeren ein. 180 bis 2000C auf und hat eine Viskosität von 1,2.
Von besonderem Interesse sind Polyamide aus Diese Stäbe haben gute physikalische und mechanische
Säuregemischen mit einer kleinen Menge von Iso- Eigenschaften. Sie können mit einem Messer, ohne
phthalsäure, vorteilhafterweise einer solchen von 15 zu zerbröckeln, geschnitten werden, sie sind zäh und
nicht mehr als etwa 5 oder höchstens 10% des ge- fest und haben eine sehr hohe Schlagfestigkeit. Das
samten Säuregehaltes. Diese gemischten Polyamide Polymerisat kann geschmolzen und im Strangpreß-
schmelzen bei Temperaturen, die nur leicht unterhalb oder im Spritzgußverfahren verarbeitet werden. ES
der Schmelztemperaturen der entsprechenden Tereph- kann auch gegossen oder auf andere Weise zu zähen,
thalamidpolymeren liegen, und sind in bezug auf 20 durchsichtigen Verpackungsfolien verarbeitet werdet,
ihre mechanischen Eigenschaften von den reinen ...
Terephthalpolyamiden nicht zu unterscheiden. Aus B e 1 s ρ 1 e 1 III
diesem Grund bildet die Herstellung der Polyamide, Das Salz der Isophthalsäure und 3-Äthylhex|-
welche aus einem Gemisch mit niedrigerem Isophthal- methylendiamin wird gemäß dem im Beispiel |l
Säuregehalt zusammengesetzt sind, eine bevorzugte 25 beschriebenen Verfahren hergestellt.
Form der Erfindung. 30 g dieses Salzes werden in einem dickwandigeb
In den folgenden Beispielen bedeuten Teile Ge- Glasrohr in einer Stickstoffatmosphäre geschmolzen
wichtsteile. und während 5 Stunden bei 28O0C erhitzt. Nadh
Beispiel I Kühlen wird das Rohr geöffnet, und nach Abgießen
30 von etwas Kondensationswasser wird das Rohr
2,03 g Terephthaloylchlorid werden in 100 ml Tetra- erneut in einem Stickstoffstrom während weiterer
chlorkohlenstoff gelöst und in einem mit rotierenden 3% Stunden bei 250 bis 2800C erhitzt. Schließlich
Schaufeln versehenen Mischer kräftig gerührt. Zu wird das Rohr bei derselben Temperatur währenct
diesem Gemisch gibt man hernach eine Lösung von einer Stunde unter einem Druck von 8,1 mm Hg ge-
1,5 g 3-Äthylhexamethylendiamin und 1,3 g Kalium- 35 halten und dann gekühlt.
hydroxid in 200 ecm Wasser auf einmal hinzu. Das Das so erhaltene, hellgefärbte, durchsichtige PolyPolyamid
bildet sich sofort in praktisch quantitativer amid schmelzt bei 130 bis 150° C und hat eine Viskosität
Ausbeute in Form eines weißen Pulvers. Es wird von 0,8. Außer dem niedrigen Schmelzpunkt unh
während weiterer 3 Minuten gerührt, dann abgesaugt, etwas niedrigerer Festigkeit besitzt das in diesem
mehrere Male mit Methanol und hernach mit Wasser 40 Beispiel erzeugte Polyamid ähnliche Eigenschaften
gewaschen und getrocknet. Man erhält 2,5 g Polyamid wie dasjenige von Beispiel II. Es findet besonders
mit einem Schmelzpunkt von 1800C und einer abso- zur Herstellung von flüssigen Überzugs-und Klebstoffluten
Viskosität von 0,72. Es kann geschmolzen und zusammensetzungen Verwendung.
in klare und durchsichtige Stäbe gegossen werden.
45 B e 1 s ρ 1 e 1 IV
Beispiel II Unter Anwendung des Verfahrens von Beispiel Ü
16,6 Teile Terephthalsäure werden mit 30 ml Wasser werden 16,6 Teile einer gemischten Säure mit 90 % Te-
vermischt und auf einem Dampfbad fast zum Sieden rephthalsäure und 10 % Isophthalsäure zusammen
gebracht. Mit Hilfe eines Tropftrichters wird danach mit 15,5 Teilen 2-Äthylhexamethylendiamin zur Her-
eine Lösung von 15,5 Teilen 2-Äthylhexamethylen- 50 stellung des Salzes verwendet. Das durch die PoIy-
diamin in 50 ml Alkohol langsam hinzugetropft, kondensationsstufe erzeugte Polyamid ist durch-
was schließlich zum vollständigen Auflösen der sichtig und glasklar. Es schmilzt innerhalb eines
Terephthalsäure führt. Nach Kühlen fällt das Tereph- Bereiches von 160 bis 1800C und hat eine Viskosität
thalsäuresalz von 2-Ätylhexamethylendiamin in Form von 1,0.
von farblosen Kristallen aus. 55 Das Polyamid dieses Beispiels ist in seinen mecha-Ein
Gemisch von 300 g des oben erhaltenen Salzes, nischen Eigenschaften von dem des Beispiels II nicht
100 ml Wasser und 0,5 g Eisessig wird unter dauern- zu unterscheiden und für denselben Zweck geeignet,
dem Rühren und unter Vakuum in einem 1-1-Löse- . .
behälter eines rostfreien Autoklavs von 11 auf 1400C Beispiel V
erwärmt, was zur vollständigen Auflösung des Salzes 60 Das Verfahren von Beispiel II wird unter Verführt. Mit Hilfe von reinem Stickstoff wird die Lösung Wendung von 16,6 Teilen einer gemischten Säure durch einen Filter in einen auf 25O0C vorerhitzten mit 40°/o Terephthalsäure und 60% Isophthalsäure Autoklav durchgelassen. Die Temperatur innerhalb zusammen mit 15,5 Teilen 2-Äthylhexamethylendides Autoklavs fällt dann auf 160 bis 180° C ab. Nach amin zur Herstellung des Salzes durchgeführt. Das Wiedererwärmen steigen der Druck und die Tem- 65 durch den Polykondensationsvorgang erzeugte PoIyperatur rasch wieder an. Durch Öffnen des Ventils amid ist durchsichtig und glasklar, es schmilzt innerim Deckel des Autoklavs wird der Wasserdampf halb eines Bereiches von 130 bis 1500C und hat eine abgelassen, so daß sich der Druck mit dem atmo- Viskosität von 0,8. In seinen Eigenschaften ist es dem
behälter eines rostfreien Autoklavs von 11 auf 1400C Beispiel V
erwärmt, was zur vollständigen Auflösung des Salzes 60 Das Verfahren von Beispiel II wird unter Verführt. Mit Hilfe von reinem Stickstoff wird die Lösung Wendung von 16,6 Teilen einer gemischten Säure durch einen Filter in einen auf 25O0C vorerhitzten mit 40°/o Terephthalsäure und 60% Isophthalsäure Autoklav durchgelassen. Die Temperatur innerhalb zusammen mit 15,5 Teilen 2-Äthylhexamethylendides Autoklavs fällt dann auf 160 bis 180° C ab. Nach amin zur Herstellung des Salzes durchgeführt. Das Wiedererwärmen steigen der Druck und die Tem- 65 durch den Polykondensationsvorgang erzeugte PoIyperatur rasch wieder an. Durch Öffnen des Ventils amid ist durchsichtig und glasklar, es schmilzt innerim Deckel des Autoklavs wird der Wasserdampf halb eines Bereiches von 130 bis 1500C und hat eine abgelassen, so daß sich der Druck mit dem atmo- Viskosität von 0,8. In seinen Eigenschaften ist es dem
gemäß Beispiel III erzeugten Polyamid sehr ähnlich, und es ist auch zur Herstellung von flüssigen Überzugsund
Klebstoffzusammensetzungen besonders gut geeignet.
Unter Durchführung des im Beispiel II beschriebenen Verfahrens werden 16,6 Teile Terephthalsäure
und 16,5 Teile 3-Äthylheptamethylendiamin zur Herstellung
des Salzes verwendet. Das durch die PoIykondensationsreaktion
erzeugte Polyamid ist durchsichtig und glasklar, es schmilzt innerhalb eines Bereiches von 165 bis 185° C und hat eine Viskosität
von 0,95. Das somit hergestellte Polyamid hat die gleichen Eigenschaften wie das gemäß Beispiel II
hergestellte Polyamid und ist für dieselben Anwendungen sehr geeignet.
Unter Durchführung des Verfahrens gemäß Beispiel II wird das Salz mit 16,6 Teilen Terephthalsäure
und 17,5 Teilen 4-Äthyloctamethylendiamin vorbereitet.
Das erhaltene Polyamid ist durchsichtig und glasklar. Es schmilzt bei einer zwischen 120 und
1400C liegenden Temperatur, seine Viskosität beträgt 1,0. Es ist besonders zur Herstellung von biegsamen
Verpackungsfolien geeignet.
Beispiel VIII
Es wurde ein Polyamid mit Hilfe des im Beispiel II beschriebenen Verfahrens unter Benutzung eines
Salzes aus 16,6 Teilen Isophthalsäure und 16,5 Teilen 3-Äthylheptamethylendiamin hergestellt. Das durch
die Polykondensation des Salzes gebildete Polyamid ist transparent, glasklar, es schmilzt innerhalb eines
Bereiches von 110 bis 130° C und hat eine Viskosität von 2,2 in l°/oiger Schwefelsäure. Das somit hergestellte
Polyamid hat die gleichen Eigenschaften wie das gemäß Beispiel III hergestellte Polyamid und
ist für dieselben Anwendungen geeignet.
Unerwartete technische Vorteile der erfindungsgemäß hergestellten Polyamide gegenüber bekannten
Polyamiden sind aus den folgenden Vergleichsversuchen ersichtlich.
Unter Durchführung des im Beispiel II beschriebenen Verfahrens werden Polyamide hergestellt. Man
verwendet zu diesem Zweck Terephthalsäure und die folgenden substituierten Polymethylendiamine:
3-Methylenhexamethylendiamin, 3-Methylheptamethylendiamin,
4-Methyloctamethylendiamin und 2,5-Dimethylenhexamethylendiamin.
Die so erhaltenen Produkte werden mit mehreren Polyamiden, deren Herstellung in den vorangehenden Beispielen beschrieben
wurde, verglichen. Die Vergleichsergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
| Beispiel | Verwendetes Diamin | Schmelz punkt 0C |
Optische Eigenschaften |
Kristallinität | Verwendbar als Textilf asern |
| I | 3-Äthylhexamethylen | 180 | durchsichtig | amorph | nein |
| II | 2-Äthylhexamethylen | 180bis200 | durchsichtig | amorph | nein |
| VI | 3-Äthylheptamethylen | 165bisl85 | durchsichtig | amorph | nein |
| VII | 4-Äthyloctamethylen | 120bisl40 | durchsichtig | amorph | nein |
| Vergleichs | |||||
| versuch | |||||
| I | 3-Methylhexamethylen | 270bis280 | undurchsichtig | kristallin | ja |
| II | 3-Methylheptamethylen | 220 | undurchsichtig | kristallin | ja |
| III | 4-Methyloctamethylen | 245 | undurchsichtig | kristallin | ja |
| IV | 2,5-Dimethylhexamethylen .. | 285 | undurchsichtig | kristallin | ja |
Die erfindungsgemäß hergestellten Polyamide besitzen Eigenschaften, die sich in unerwarteter Weise
von den gemäß Vergleichsversuch I bis IV hergestellten Polyamiden unterscheiden. Der plötzliche
Wechsel von undurchsichtigen, kristallinen, textilfaserbildenden Polyamiden zu glasklaren, vollkommen
amorphen Harzen, welche sich nicht zu Textilfasern verformen lassen, in Funktion einer scheinbaren
kleinen Änderung in der Struktur war nicht vorauszusehen.
Gegenüber den gemäß der deutschen Patentschrift 1 019 822 hergestellten, ebenfalls zunächst amorphen
und durchsichtigen Polyamiden aus Isophthalsäure und m-Xylylendiamin zeichnen sich die erfindungsgemäß
hergestellten Polykondensate überraschenderweise dadurch aus, daß sie vollständig klar durchsichtig
bleiben, wenn man sie 6 Monate lang auf 100 bis 1400C erhitzt, während die vorbekannten
Produkte schon nach 20stündigem Erwärmen auf 6g Temperaturen von 40 bis 50°C opak und trüb werden.
Die erfindungsgemäßen Kondensate sind somit vollständig kochfest. Darüber hinaus sind sie in gängigen
Lösungsmitteln löslich, so daß sie sich zur Herstellung von Klebstoff- und Lacklösungen eignen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von weitgehend amorphen Polyamiden durch Kondensation von Terephthalsäure und/oder Isophthalsäure oder deren amidbildenden Derivaten mit C-alkylsubstituierten aliphatischen «, co-Diaminen oder deren amidbildenden Derivaten, dadurch gekennzeichnet, daß man als Diaminkomponente 2-Äthylhexamethylendiamin, 3-Äthylhexamethylendiamin, 3-Äthylheptamethylendiamin, 4-Äthyloctamethylendiamin oder deren amidbildende Derivate verwendet.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 019 822;
französische Patentschrift Nr. 845 691;
britische Patentschrift Nr. 794 365;
USA.-Patentschrift Nr. 2 752 328;
Chemisches Zentralblatt, 1959, S. 5336.809 539/412 4.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB16728/61A GB914456A (en) | 1961-05-08 | 1961-05-08 | Polyamides based on aromatic dicarboxylic acids and shaped articles made therefrom |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1266500B true DE1266500B (de) | 1968-04-18 |
Family
ID=10082584
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG32491A Pending DE1266500B (de) | 1961-05-08 | 1961-06-14 | Verfahren zur Herstellung von weitgehend amorphen Polyamiden |
| DEG32493A Pending DE1295830B (de) | 1961-05-08 | 1961-06-14 | Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen amorphen, durchsichtigen Polyamiden |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG32493A Pending DE1295830B (de) | 1961-05-08 | 1961-06-14 | Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen amorphen, durchsichtigen Polyamiden |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE1266500B (de) |
| FR (1) | FR1309836A (de) |
| GB (1) | GB914456A (de) |
| NL (2) | NL264673A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4297480A (en) * | 1978-10-18 | 1981-10-27 | Giba-Geigy Corporation | Transparent polyamide from branched chain C11 diamine |
| EP0561886B1 (de) * | 1990-12-12 | 1995-11-02 | Du Pont Canada Inc. | Copolyamide aus terephthalsäure |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR845691A (fr) * | 1937-11-09 | 1939-08-30 | Du Pont | Procédé de préparation de polyamides à poids moléculaire élevé, susceptibles d'être transformées en fibres |
| US2752328A (en) * | 1952-02-16 | 1956-06-26 | Du Pont | Polyamides of terephthalic acid and diamines having methyl substituted hydrocarbon chain |
| DE1019822B (de) * | 1955-05-28 | 1957-11-21 | California Research Corp | Verfahren zur Herstellung von klaren, thermoplastischen Polyamiden |
| GB794365A (en) * | 1955-10-07 | 1958-04-30 | British Nylon Spinners Ltd | Improvements in or relating to synthetic linear polyterephthalamides |
-
0
- NL NL126608D patent/NL126608C/xx active
- NL NL264673D patent/NL264673A/xx unknown
-
1961
- 1961-05-08 GB GB16728/61A patent/GB914456A/en not_active Expired
- 1961-05-12 FR FR861613A patent/FR1309836A/fr not_active Expired
- 1961-06-14 DE DEG32491A patent/DE1266500B/de active Pending
- 1961-06-14 DE DEG32493A patent/DE1295830B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR845691A (fr) * | 1937-11-09 | 1939-08-30 | Du Pont | Procédé de préparation de polyamides à poids moléculaire élevé, susceptibles d'être transformées en fibres |
| US2752328A (en) * | 1952-02-16 | 1956-06-26 | Du Pont | Polyamides of terephthalic acid and diamines having methyl substituted hydrocarbon chain |
| DE1019822B (de) * | 1955-05-28 | 1957-11-21 | California Research Corp | Verfahren zur Herstellung von klaren, thermoplastischen Polyamiden |
| GB794365A (en) * | 1955-10-07 | 1958-04-30 | British Nylon Spinners Ltd | Improvements in or relating to synthetic linear polyterephthalamides |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1295830B (de) | 1969-05-22 |
| NL126608C (de) | |
| FR1309836A (fr) | 1962-11-23 |
| NL264673A (de) | |
| GB914456A (en) | 1963-01-02 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3006961A1 (de) | Polyaetherpolyamide | |
| DE1495393B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyamiden aus Methylestern der Tere- und/oder Isophthalsäure und alipatischen primären Diaminen | |
| DE1295827B (de) | Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen amorphen, durchsichtigen Polyamiden | |
| EP0027852A1 (de) | Transparente Copolyamide und deren Verwendung zur Herstellung transparenter schlagzäher Formkörper | |
| DE1019822B (de) | Verfahren zur Herstellung von klaren, thermoplastischen Polyamiden | |
| DE2159803C2 (de) | Transparente, thermoplastisch verformbare, in Methanol unlösliche Mischpolyamide | |
| DE69103171T2 (de) | Polyamid-Harzmasse. | |
| EP0398052A2 (de) | Leichtfliessende Polyarylensulfid-Formmassen | |
| DE2651741A1 (de) | Polyamidterpolymeres | |
| EP0001968B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyamiden aus Isophthalsäure und Hexamethylendiamin | |
| DE3789362T2 (de) | Durchsichtiges Copolyamid. | |
| DE1912796C3 (de) | Gegen Wärme- und Sauerstoffeinwirkung stabilisierte polymere Fettsäurepolyamide | |
| DE1266500B (de) | Verfahren zur Herstellung von weitgehend amorphen Polyamiden | |
| DE1268388B (de) | Verfahren zur Herstellung von amorphen, optisch klaren, linearen Polyamiden | |
| DE1520924A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyamiden | |
| DE888617C (de) | Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polykondensaten | |
| DE1645537C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Mischpolyamiden | |
| DE844349C (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyamiden aus Lactamen | |
| DE754682C (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyamiden aus Diaminen und Dicarbonsaeuren | |
| DE1645410A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von transparenten Polyamiden | |
| DE2145260A1 (de) | Transparente polyamide | |
| EP0019848B1 (de) | Transparente Polyamide | |
| EP0055335A2 (de) | Transparentes, kochwasserbeständiges und sterilisationsfestes Polyamid | |
| DE69128761T2 (de) | Thermotrope, flüssigkristalline Polyester aus 2-Methylhydrochinon,Hydrochinon,Terephthalsäure und 2,6 Naphtalindicarbonsäure | |
| DE1620984A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyesteramiden |