DE1265501B - Stossdaempferkolben - Google Patents
StossdaempferkolbenInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
F16f
Deutsche KL: 47 a '-
1265 501
B 79945 XII/47 a
30. Dezember 1964
4. April 1968
B 79945 XII/47 a
30. Dezember 1964
4. April 1968
Die Erfindung bezieht sich auf einen Stoßdämpferkolben mit einem in beiden Richtungen wirkenden
Paket von einer oder mehreren kreisringförmigen Ventilfederscheiben, die durch einfache Randabstützung
zwischen zwei konzentrischen, unverschiebliehen Ventilsitzflächen gehalten sind und den Flüssigkeitsdurchlaß
in beiden Richtungen dadurch steuern, daß sie sich entweder von der einen oder der
anderen Ventilsitzfläche unter Durchbiegung abheben.
Bei einem bekannten Stoßdämpferkolben obiger Art liegen die Ventilfederscheiben mit ihrem
Außenumfang auf einer die äußere Ventilsitzfläche bildenden Ringschulter des beidseitig dazu mit entsprechenden
Flüssigkeitsdurchlässen versehenen KoI-benkörpers, während die innere Ventilsitzfläche von
dem zentralen Vorsprung einer Ringscheibe gebildet wird, die mit ihrem Außenumfang in einem die
äußere Ventilsitzfläche umgreifenden Kolbenkörpervorsprung schraubverstellbar gelagert ist und mit
ihrem Innenumfang die Kolbenstange umgreift. Zwischen dem Kolbenstangenumfang und den
Innenumfängen der Ventilfederscheiben befindet sich ein vergleichsweise breiter Ringspalt, der auf den
beim jeweiligen Ausfahren der Kolbenstange auftretenden Flüssigkeitsdurchlaß bzw. die damit verbundene
Dämpfung ohne Einfluß ist. Maßgeblich dafür ist hier vielmehr allein der dämpfende Ringspalt
zwischen der am Ringscheibenvorsprung befindlichen Auflagekante und dem darauf aufliegenden
Innenumfang der betreffenden Ventilfederscheibe. Das hat zur Folge, daß sich dieser dämpfende
Ringspalt beim Abheben bzw. Aufbiegen der Ventilfederscheiben verhältnismäßig schnell vergrößert,
mithin die Dämpfungskraft schon im Bereich verhältnismäßig kleiner Kolbenstangenausfahrgeschwindigkeiten
nur noch vergleichsweise wenig zunimmt.
Um den vorerwähnten Mangel zu beseitigen, hat der Erfinder bereits vorgeschlagen, bei einem Stoßdämpferkolben
obiger Gattung in der Nähe der inneren Ventilsitzfläche einen den Dämpfungswiderstand
für den zwischen der inneren Ventilsitzfläche und dem Innenrand der Ventilfederscheiben befindlichen
Flüssigkeitsdurchlaß steigernden, zentral angeordneten Bremskörper vorzusehen, der an einem
zentralen Vorsprung des Kolbens anliegt und mit seinem Außenumfang und dem letzteren umgebenden
Innenrand der Ventilfederscheiben bei deren Abheben von der inneren Ventilsitzfläche den
Flüssigkeitsdurchlaß steuert. Ein solcher Stoßdämpferkolben ist von der in F i g. 1 der Zeichnung
Stoßdämpferkolben
Anmelder:
Christian Bourcier de Carbon, Genf (Schweiz)
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Sturies, Patentanwalt,
5600 Wuppertal-Elberfeld, Morianstr. 14
Als Erfinder benannt:
Christian Bourcier de Carbon, Genf (Schweiz)
Beanspruchte Prioriät:
Frankreich vom 9. Januar 1964 (959 815)
dargestellten Beschaffenheit. Er besteht im wesentlichen aus drei auf der Kolbenstange T angeordneten
Teilen, nämlich dem zylindrischen Kolbenkörper F, dem Stütz- bzw. Bremskörper A und den Ventilfederscheiben
a, b. Der Kolbenkörper P ist mit großen Öffnungen O für den freien Durchlaß der Dämpfungsflüssigkeit,
insbesondere Öl, und einem vorspringenden zylindrischen Bund J versehen. Der Bremskörper
A hat einen ringsum laufenden, die innere Ventilsitzfläche bildenden Flanscht und einen dagegen
zurückspringenden, im wesentlichen konischen Teil, der mit seiner Umfangfläche C ein Strömungshindernis bzw. die Bremsfläche für die zwischen der
Ventilsitzfläche und dem darauf aufliegenden Innenumfang der Ventilscheiben hindurchtretenden
Flüssigkeit bildet. Die dünnen und biegsamen Ventilscheiben a, b bestehen aus Federstahl, die ringscheibenartig
die Konusfläche C des Bremskörpers A umgeben und an ihren Rändern ohne besondere
Einbettung bzw. Verklammerung gehalten sind, nämlich einfach dadurch, daß sie mit der Innenrandzone
ihrer einen Seite auf dem Randi? des Bremskörpers A und mit der Außenrandzone ihrer anderen
Seite an der die äußere Ventilsitzfläche bildenden Stirnfläche des Kolbenbundes / aufliegen. Dieser vorgeschlagene
Stoßdämpferkolben ermöglicht eine bessere Zugstufendämpfung hauptsächlich insofern,
als bei ihm nach dem Abheben der Federscheiben von ihrer inneren Ventilsitzfläche, also vom Stützrand
R, der für die Dämpfung wirksame Ringspalt
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zwischen die Konusfläche C des Bremskörpers A und Wirkung und auch Anordnung in bezug auf die
den ihr gegenüberliegenden Innenumfängen der Ventilfederscheiben nicht mit denen des Erfindungs-Ventilfederscheiben
a, b verlegt wird, mithin die gegenstandes verglichen werden, da es sich dabei um
Dämpfungskraft hier mit zunehmender Kolben- einen Stoßdämpferkolben grundsätzlich anderer B&-
stangenaustrittsgeschwindigkeit entsprechend stärker 5 schaffenheit und Wirkungsweise handelt. Dieser !'
ansteigt. Dieser raschere Dämpfungskraftanstieg ist bekannte Stoßdämpferkolben hat nämlich nur einen '
im Bereich mittlerer Kolbengeschwindigkeiten zwar einzigen dämpfenden Ringschlitz für beide Kolbendurchaus
erwünscht, jedoch nicht mehr bei hohen bewegungs- bzw. Drosselrichtungen, wobei dieser
Kolbengeschwindigkeiten, weil dann einerseits die Ringschlitz einerseits von der einen der beiden
Stoßdämpferwirkung zu hart und andererseits die io zentral angeordneten Ringscheiben und andererseits
Ventilfederscheiben zu stark beansprucht werden. von dem Innenumfang der mittleren Ventilfeder-Ferner
bereitet bei dem Stoßdämpferkolben dieser scheibe eines Ventilfederscheibenpakets gebildet
älteren Bauart die Herstellung des mit der konischen wird, von dem je nach Kolbenbewegungsrichtung nur
Bremsfläche C versehenen Bremskörpers A noch jeweils die in Bewegungsrichtung hinter der mittleren
gewisse Schwierigkeiten, desgleichen auch die exakte 15 Ventilfederscheibe gelegenen Ventilscheiben ent-
Einstellung der Zugstufendämpfung. sprechend aufgebogen werden. Sämtliche Ventil-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, federscheiben sind dabei mit ihren Außenumfängen
einen Stoßdämpferkolben der vorbeschriebenen fest am Kolben eingespannt. Daß auch in diesem
Gattung dahingehend zu verbessern und zu vervoll- Falle zwischen der zentralen Ringscheibe und der ihn
kommnen, daß er bei zugleich vereinfachter Bauart 20 unmittelbar gegenüberliegenden mittleren Ventil-
und Herstellung ein im Hinblick auf den anzu- federscheibe ein Ringschlitz endlicher radialer Breite
strebenden Fahrkomfort noch besseres Dämpfungs- vorhanden ist, versteht sich. Jedoch kann 'lie&sr
verhalten zeigt und insoweit auch noch leichter und Ringschlitz nicht mit dem beim Erfindungsgegen-"1'
genauer einzustellen ist. Das wird erfindungsgemäß stand zwischen der Bremsscheibe und den Innendadurch
erreicht, daß die innere Ventilsitzfläche und 25 umfangen der Ventilfederscheiben vorhandenen verder
den Flüssigkeitsdurchlaß steuernde Bremskörper glichen werden, da beim bekannten Kolben die
aus zwei auf dem Kolbenstangenende übereinander radiale Stellung der mittleren Ventilfederscheibe
befestigten ebenen Ringscheiben bestehen, wobei die durch ihre Umfangseinfassung am Kolbenbund ein-Bremsscheibe
einen größeren Durchmesser hat als deutig festgelegt ist, während das bei den Ventilder
zentrale Vorsprung und zwischen dem Außen- 30 federscheiben des Erfindungsgegenstandes nicht der
umfang der Bremsscheiben und dem Innenrand der Fall ist, da letztere an ihren Außenumfängen radial
Ventilfederscheiben ein geringes radiales Bewegungs- nicht umklammert sind, mithin durchaus eine radiale
spiel besteht. Auf diese Weise kommt man zu einem Verschiebemöglichkeit haben. Der zweiten bei
Stoßdämpferkolben, der sich hinsichtlich seines diesem bekannten Stoßdämpferkolben vorhandenen,
Dämpfungsverhaltens dadurch auszeichnet, daß er 35 am Kolbenstangenende zentral angeordneten Ringim
Bereich kleinerer und mittlerer Kolbenstangen- scheibe fällt dabei lediglich die Aufgabe zu, die
ausfahrgeschwindigkeiten eine mit der Kolben- andere Ringscheibe, die mit der mittleren, gegengeschwindigkeit
praktisch linear und verhältnismäßig überliegenden Ventilfederscheibe den stets offenen
stark zunehmende Dämpfungskraft hat, die aber im dämpfenden Ringschlitz bildet, am Kolbenstangen-Bereich
größerer Kolbengeschwindigkeiten nur noch 40 ende eingespannt zu halten. Sie ist daher ohne jeden
verhältnismäßig wenig zunimmt, dann nämlich, wenn Einfluß auf das Dämpfungsverhalten dieses Kolbens,
sich die Ventilfederscheiben mit ihren Innenum- In den übrigen Zeichnungsfiguren ist ein Ausfängen
auch von dem Bremsscheibenumfang ent- führungsbeispiel dargestellt, wobei
sprechend weit abgebogen bzw. entfernt haben. Fig. 2 einen mittigen Längsschnitt durch den Obwohl dabei die Ventilfederscheiben mit ihren 45 neuen Kolben darstellt, und zwar in der Ruhelage Innenumfängen aus der durch die Bremsscheibe seines Federscheibenventils, während
verlaufenden Ebene heraustreten, dann also gegen Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Schnitt, radiales Verschieben überhaupt nicht mehr mecha- jedoch bei schneller Ausfahrbewegung der Kolbennisch gesichert sind, tritt eine solche Verschiebung stange zeigt und
sprechend weit abgebogen bzw. entfernt haben. Fig. 2 einen mittigen Längsschnitt durch den Obwohl dabei die Ventilfederscheiben mit ihren 45 neuen Kolben darstellt, und zwar in der Ruhelage Innenumfängen aus der durch die Bremsscheibe seines Federscheibenventils, während
verlaufenden Ebene heraustreten, dann also gegen Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Schnitt, radiales Verschieben überhaupt nicht mehr mecha- jedoch bei schneller Ausfahrbewegung der Kolbennisch gesichert sind, tritt eine solche Verschiebung stange zeigt und
dennoch überraschenderweise nicht ein. Vielmehr 50 Fig. 4 ein schematisch gehaltenes Diagramm
werden die Ventilfederscheiben auch dann, wie die wiedergibt, das den funktionalen Zusammenhang
praktische Erfahrung gezeigt hat, durch einen hydro- zwischen dem Dämpfungswiderstand F und der
dynamischen Zentriereffekt in ihrer in bezug auf die Kolbengeschwindigkeit ν im neuen Kolben zeigt.
Bremsscheibe und ihre Ventilsitzflächen ausgerich- Wie die Fig. 2 und 3 erkennen lassen, treten an teten Lage einwandfrei gehalten. Ein weiterer mit der 55 die Stelle des in F i g. 1 abgebildeten Bremskörpers A Erfindung erzielbarer wesentlicher Vorteil besteht die beiden Ringscheiben H und B, von denen die darin, daß die beiden Ringscheiben des Brems- Ringscheibe H zusammen mit dem Innenraofang der körpers sehr einfach und mit großer Genauigkeit Ventilfederscheiben a, b den Flüssigkeitsdrarchlaß hergestellt werden können, was sich auch auf die während der Expansionsphase bzw. der Ausfahr-Exaktheit der Dämpfungseinstellung entsprechend 60 bewegung der Kolbenstange steuert, also als Bremsvorteilhaft auswirkt. All das ist für die praktische scheibe wirkt, während die Ringscheibe B als innere Massenherstellung und Montage der mit solchen Ventilsitzfläche für die Ventilfederscheiben a, b, Kolben ausgerüsteten Stoßdämpfer von großer dient. Die Bremsscheibe Ή hat einen größeren DurchBedeutung, messer als der an ihr anliegende zentrale Vor-Bei Stoßdämpferkolben ist es an sich bekannt, auf 65 sprung P' des am Kolbenstangenende T befestigten dem den Kolben tragenden Kolbenstangenende zwei Kolbenkörpers P. Sie hat weiterhin eine geringere im Durchmesser abgestufte Ringscheiben einzu- Dicke als das Ventilfederscheibenpaket a, b. Die ordnen. Letztere können aber hinsichtlich ihrer Ringscheiben H, B können beide mit sehr großer
Bremsscheibe und ihre Ventilsitzflächen ausgerich- Wie die Fig. 2 und 3 erkennen lassen, treten an teten Lage einwandfrei gehalten. Ein weiterer mit der 55 die Stelle des in F i g. 1 abgebildeten Bremskörpers A Erfindung erzielbarer wesentlicher Vorteil besteht die beiden Ringscheiben H und B, von denen die darin, daß die beiden Ringscheiben des Brems- Ringscheibe H zusammen mit dem Innenraofang der körpers sehr einfach und mit großer Genauigkeit Ventilfederscheiben a, b den Flüssigkeitsdrarchlaß hergestellt werden können, was sich auch auf die während der Expansionsphase bzw. der Ausfahr-Exaktheit der Dämpfungseinstellung entsprechend 60 bewegung der Kolbenstange steuert, also als Bremsvorteilhaft auswirkt. All das ist für die praktische scheibe wirkt, während die Ringscheibe B als innere Massenherstellung und Montage der mit solchen Ventilsitzfläche für die Ventilfederscheiben a, b, Kolben ausgerüsteten Stoßdämpfer von großer dient. Die Bremsscheibe Ή hat einen größeren DurchBedeutung, messer als der an ihr anliegende zentrale Vor-Bei Stoßdämpferkolben ist es an sich bekannt, auf 65 sprung P' des am Kolbenstangenende T befestigten dem den Kolben tragenden Kolbenstangenende zwei Kolbenkörpers P. Sie hat weiterhin eine geringere im Durchmesser abgestufte Ringscheiben einzu- Dicke als das Ventilfederscheibenpaket a, b. Die ordnen. Letztere können aber hinsichtlich ihrer Ringscheiben H, B können beide mit sehr großer
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Genauigkeit durch einfaches Ausstanzen aus Stahl- biegungshöhea+ö—H entspricht, wobei hier a, b
blech erhalten werden, wodurch die sonst notwen- und H die Dicken der entsprechend bezeichneten
digen Bearbeitungen für einen wie im Fall der F i g. 1 Ventilfederscheiben bzw. der zentral angeordneten
ausgebildeten Stütz- bzw. Bremskörper A entfallen. Bremsscheibe H kennzeichnen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform für einen 5 In gewissen Fällen ist es auch möglich, nur eine
Stoßdämpfer mit einem lichten Durchmesser von einzige Ventilfederscheibe α zu verwenden. Dann
beispielsweise 46 mm kann die Ringscheibe B einen wird die Dicke der Bremsscheibe H geringer gewählt
Durchmesser von 19 mm und eine Stärke bzw. Dicke als die Dicke der Ventilfederscheibe a, so daß
von 2,5 mm haben, wohingegen die Bremsscheibe H letzterer beim Zusammenbau eine Vorspannung
einen Durchmesser von 18 mm und eine Stärke von io erteilt wird, die dem Durchbiegungswert ö—H ent-0,6
bis 0,8 mm haben kann. Zwischen der Brems- spricht. Darüber hinaus kann man aber naturgemäß
scheibe H und den Ventilfederscheiben a, b besteht auch mehr als zwei Ventilfederscheiben a, b verein
kleines radiales Spiel. Vorzugsweise beträgt die wenden.
Breite dieses Ringspaltes 0,05 bis 0,075 mm. Dieses Während des Expansionshubes bzw. der Ausfahrradiale
Spiel führt bei dem angenommenen Durch- 15 bewegung der Kolbenstange arbeitet der neue
messer der Bremsscheibe H von 18 mm zu einem Dämpfungskolben wie folgt:
Durchlaßquerschnitt von 3 bis 4 mm2 für den dünnen Bei geringen Kolbengeschwindigkeiten genügen
Ringspalt zwischen der Bremsscheibe H und den die permanenten Durchlaßöffnungen, die z. B. von
Ventilfederscheiben a, b. Dieser Durchlaß wird für den im Kolbenbund / vorgesehenen, in dessen Stirndas
Öl wirksam, sobald sich die Ventilfederscheiben 20 fläche N ausmündenden Kerben i gebildet werden,
um mehr als Viomm von der Ringscheibe B abge- um die Flüssigkeitsströmung sicherzustellen, wobei
hoben haben. Ein solcher Durchlaßquerschnitt ist der Ventilfederscheibensatz a, b zwischen seinen
größenordnungsmäßig dem Querschnitt der im beiden Sitzflächen noch unbeweglich bleibt (F i g. 2).
Kolbenbund / angeordneten permanenten Durchlaß- In dieser Bewegungsphase steigt der Dämpfungsöffnungen i vergleichbar. 25 widerstand F verhältnismäßig schnell mit der Kolben-
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung liegt geschwindigkeit ν an, wie das der Kurvenzug O—m
die Stirnfläche M des an der Bremsscheibe H an- des in F i g. 4 dargestellten Diagramms zeigt,
liegenden zentralen Kolbenvorsprunges P' in der Bei einer dem Kurvenpunkt m entsprechenden Gegleichen Ebene wie die Stirnfläche N des Kolben- schwindigkeit beginnt sich das Ventilfederscheibenbundes /. Dieser Maßnahme kommt deswegen be- 30 paket a, b anzuheben und öffnet rasch den zwischen sondere Bedeutung zu, weil die Erfahrung gezeigt der Bremsscheibe H und den Innenumfängen der hat, daß bereits bei geringen Toleranzabweichungen, Ventilfederscheiben a, b bestehenden Durchlaßspalt, beispielsweise von nur einigen hundertstel Milli- dessen Querschnitt nach dem vorerwähnten Ausmetern, bezüglich der als zweckmäßig erkannten führungsbeispiel etwa 3 bis 4 mm2 betragen mag. gegenseitigen Höhenanordnung der beiden Ventil- 35 Der Dämpfungswiderstand nimmt dabei zunächst sitzflächen die Ventilfederscheiben a, b entsprechend nur relativ langsam zu, um alsdann jedoch erneut unterschiedliche Vorspannungen erhalten, die zu stärker anzuwachsen, wie das der Kurvenzug m—η einer erheblichen unkontrollierten Veränderung des in Fig. 4 erkennen läßt. Der Kurvenpunkt« wird Dämpfungswiderstandes bei den Kolbenbewegungen dann erreicht, wenn der untere Rand der unteren führt. Bei der Serienherstellung von Stoßdämpfer- 40 Ventilfederscheibe α in Höhe der Oberkante der kolben kann sich dieser Übelstand äußerst störend Bremsscheibe H gelangt, wie das bei der in F i g. 3 bemerkbar machen. Demgegenüber können aber festgehaltenen Arbeitsphase der Fall ist.
solche Streuungen im Höhenunterschied zwischen Oberhalb des Kurvenpunktes η erfolgt dann eine der Stirnfläche N des Kolbenbundes / und der Stirn- rasche Vergrößerung des Durchtrittsquerschnittes fläche M des zentralen Kolbenvorsprunges P' einfach 45 zwischen der Bremsscheibe H und den Ventilfederdann vermieden werden, wenn die vorerwähnten scheiben a, b, so daß der Dämpfungswiderstand zwar Stirnflächen in der gleichen Ebene liegen, also völlig weiterhin wächst, aber nur noch in vergleichsweise plan bearbeitet werden können. Eine solche Maß- geringem Umfang, wie das die zunehmende Neigung nähme zur genauen Einstellung des Dämpfungs- des Kurvenverlaufs ρ zur Geschwindigkeitsachse Widerstandes von Stoßdämpfern zu verwenden, ist 50 zeigt.
liegenden zentralen Kolbenvorsprunges P' in der Bei einer dem Kurvenpunkt m entsprechenden Gegleichen Ebene wie die Stirnfläche N des Kolben- schwindigkeit beginnt sich das Ventilfederscheibenbundes /. Dieser Maßnahme kommt deswegen be- 30 paket a, b anzuheben und öffnet rasch den zwischen sondere Bedeutung zu, weil die Erfahrung gezeigt der Bremsscheibe H und den Innenumfängen der hat, daß bereits bei geringen Toleranzabweichungen, Ventilfederscheiben a, b bestehenden Durchlaßspalt, beispielsweise von nur einigen hundertstel Milli- dessen Querschnitt nach dem vorerwähnten Ausmetern, bezüglich der als zweckmäßig erkannten führungsbeispiel etwa 3 bis 4 mm2 betragen mag. gegenseitigen Höhenanordnung der beiden Ventil- 35 Der Dämpfungswiderstand nimmt dabei zunächst sitzflächen die Ventilfederscheiben a, b entsprechend nur relativ langsam zu, um alsdann jedoch erneut unterschiedliche Vorspannungen erhalten, die zu stärker anzuwachsen, wie das der Kurvenzug m—η einer erheblichen unkontrollierten Veränderung des in Fig. 4 erkennen läßt. Der Kurvenpunkt« wird Dämpfungswiderstandes bei den Kolbenbewegungen dann erreicht, wenn der untere Rand der unteren führt. Bei der Serienherstellung von Stoßdämpfer- 40 Ventilfederscheibe α in Höhe der Oberkante der kolben kann sich dieser Übelstand äußerst störend Bremsscheibe H gelangt, wie das bei der in F i g. 3 bemerkbar machen. Demgegenüber können aber festgehaltenen Arbeitsphase der Fall ist.
solche Streuungen im Höhenunterschied zwischen Oberhalb des Kurvenpunktes η erfolgt dann eine der Stirnfläche N des Kolbenbundes / und der Stirn- rasche Vergrößerung des Durchtrittsquerschnittes fläche M des zentralen Kolbenvorsprunges P' einfach 45 zwischen der Bremsscheibe H und den Ventilfederdann vermieden werden, wenn die vorerwähnten scheiben a, b, so daß der Dämpfungswiderstand zwar Stirnflächen in der gleichen Ebene liegen, also völlig weiterhin wächst, aber nur noch in vergleichsweise plan bearbeitet werden können. Eine solche Maß- geringem Umfang, wie das die zunehmende Neigung nähme zur genauen Einstellung des Dämpfungs- des Kurvenverlaufs ρ zur Geschwindigkeitsachse Widerstandes von Stoßdämpfern zu verwenden, ist 50 zeigt.
gleichwohl überraschend wie auch von großer prak- Dank der vorbeschriebenen Anordnung (niedrige
tischer Bedeutung, da sie den Arbeits- und Zeitauf- Höhe der Bremsscheibe H) werden die an den Venwand
vor allem bei der Massenherstellung der Stoß- tilfederscheiben auftretenden Beanspruchungen in
dämpferkolben außerordentlich verringert und noch engen Grenzen gehalten, und das gerade bei größeren
dazu zu einer großen Einstellgenauigkeit der 55 Kolbengeschwindigkeiten. So kann man sich nor-Dämpfungskolben
führt. malerweise auf zwei Ventilfederscheiben und in
Bei der Ausführungsform sind lediglich zwei gewissen Fällen sogar auf nur eine einzige Ventil-Ventilfederscheiben
α und b vorgesehen, wobei für federscheibe beschränken, ohne daß dabei die Gefahr
diesen Fall die Stärke bzw. Dicke der Brems- besteht, daß die Ventilfederscheiben ermüden oder
scheibe H etwas über der Dicke der auf der Stütz- 60 gar zu Bruch gehen, wie das bei Kraftfahrzeugscheibe
B aufliegenden Ventilfederscheibe α gewählt Stoßdämpfern mit herkömmlich ausgebildeten Ventilwird,
um bei der Montage der verschiedenen Teile federscheiben nicht selten der Fall ist.
die Zentrierung der zweiten Ventilfederscheibe b Das Dämpfungs-Geschwindigkeits-Diagramm in sicherzustellen. Jedoch soll die Stärke der Brems- F i g. 4 hat an den Stellen m und η keine Knickscheibe H kleiner als die Summe der Plattenstärke 65 punkte. Vielmehr gehen hier die den beschriebenen der Ventilfederscheiben α und b sein, um auf diese verschiedenen Arbeitsbereichen entsprechenden Kur-Weise dem Ventilfederscheibensatz in seiner Einbau- venzüge allmählich ineinander über. Die den stellung eine Vorspannung zu geben, die der Durch- Dämpfungswiderstand F als Funktion der Kolben-
die Zentrierung der zweiten Ventilfederscheibe b Das Dämpfungs-Geschwindigkeits-Diagramm in sicherzustellen. Jedoch soll die Stärke der Brems- F i g. 4 hat an den Stellen m und η keine Knickscheibe H kleiner als die Summe der Plattenstärke 65 punkte. Vielmehr gehen hier die den beschriebenen der Ventilfederscheiben α und b sein, um auf diese verschiedenen Arbeitsbereichen entsprechenden Kur-Weise dem Ventilfederscheibensatz in seiner Einbau- venzüge allmählich ineinander über. Die den stellung eine Vorspannung zu geben, die der Durch- Dämpfungswiderstand F als Funktion der Kolben-
geschwindigkeit v darstellende Kurve zeigt einen befriedigenden Verlauf, indem sie bei niedrigen und
mittleren Geschwindigkeiten ν einen fast linearen Anstieg hat, was der allgemein in diesem Bereich
geforderten idealen Charakteristik, nämlich einem sich proportional mit der Kolbengeschwindigkeit ν ändernden
Dämpfungswiderstand F, entspricht. Auf diese Weise kann man mit technisch sehr einfachen
und zuverlässig wirkenden Mitteln eine optimale Dämpfungscharakteristik erzielen, wobei der Kolben
selber von überaus einfacher und präziser Bauart und Herstellbarkeit ist.
Durch das vollständige Abheben der Ventilfederscheiben a, b von der Bremsscheibe H tritt ersichtlich
eine gute Wirkung bei großen Kolbengeschwindigkeiten ν ein, wie es der jenseits des Punktes η
liegende Abschnitt ρ der Dämpfungskurve erkennen läßt, der der in F i g. 3 festgehaltenen Arbeitsphase
des Dämpfungskolbens entspricht. Dabei ist kein metallisches Bauteil erforderlich, das die Ventilscheiben
α, b hält und ihre Zentrierung sicherstellt,
wie es eigentlich notwendig zu sein scheint, um sie rings um die Bremsscheibe H auf der Stützscheibe B
wieder ordnungsgemäß zur Auflage zu bringen. Das unterstreicht, wie fern eine solche Lösung für den
Fachmann gelegen haben muß, zumal auch der Erfinder erst nach langen experimentellen und theoretischen
Untersuchungen erkannt hat, daß es sich bei dieser selbsttätigen Zentrierung der Ventilfederscheiben
α, b um ein Phänomen handelt, das eine Folge der bedeutsamen hydrodynamischen Kräfte
ist, die auf die konische Oberfläche der Ventilfederscheiben ausgeübt werden. Die Wirkungsweise dieses
selbsttätigen Zentriereffekts ist derart vollkommen, daß sie ausreicht, die Ventilfederscheiben ohne Gefahr
eines Versagens in ihre ordnungsgemäße Ausgangsstellung um die Bremsscheibe H zurückzubringen,
ungeachtet des bestehenden kleinen radialen Bewegungsspiels zwischen der Bremsscheibe H und
dem Innenumfang der Ventilfederscheiben a, b. Ausgedehnte Untersuchungen bei zahlreichen Fahrzeugen
und unter schwierigen Bodenbedingungen haben die Sicherheit der hydrodynamischen Zentrierung
bestätigt und damit auch den praktischen Wert der erfindungsgemäßen Lösung bewiesen.
Die Ventilfederscheiben α und b werden z.B. aus
Flachmaterial ausgestanzt. Sie können aber vor ihrer Verwendung ebenso gut auch kalt oder warm verformt
werden, so daß sie in freiem Zustand beispielsweise auch ein leicht konisches Profil haben können.
Zwecks Erzielung einer bestimmten Dämpfungscharakteristik sowohl für den Expansions- als auch
Kompressionshub ist es bei passender Wahl der übrigen Kolbenabmessungen ausreichend, wenn dafür
nur die folgenden drei Parameter abgeändert werden:
1. die Dicke der Ventilfederscheiben α und b,
2. die Dicke der Bremsscheibe H und
3. die Größe der permanenten Durchflußöffnungen z.
60
Dabei können diese Änderungen unabhängig voneinander vorgenommen werden, so daß auf diese
Weise die bestmögliche Dämpfungscharakteristik sowohl für die Ausfahr- als auch für die Einfahrbewegung
des Stoßdämpfers realisiert werden kann.
Das ist von großem praktischem Nutzen, weil man auf diese Weise durch einfache Anordnung von
wenigen im voraus gefertigten Teilen alle gewünschten Dämpfereinstellungen erhalten kann, die für die
verschiedenen Fahrzeugtypen benötigt werden.
Es können auch mehr als zwei Ventilfederscheiben verwendet werden. Auch in letzterem Fall tritt
nämlich die vorerwähnte hydrodynamische Selbstzentrierung der Ventilfederscheiben ein, deren wesentlicher
Vorteil in Verbindung mit der passend gewählten Höhe der Bremsscheibe H darin besteht,
daß der Dämpfungswiderstand F bei kleinen und mittleren Kolbengeschwindigkeiten ν im wesentlichen
proportional zu letzteren, hingegen bei großen Kolbengeschwindigkeiten ν nur noch relativ langsam
ansteigt, wodurch die Ermüdungsneigung der Ventilfederscheiben entsprechend verringert wird.
Schließlich sei noch bemerkt, daß in besonderen Anwendungsfällen, nämlich bei stoßgedämpften
Kraftfahrzeugaufhängungen mit entgegengesetzter Wirkung, wie beispielsweise bei den Fahrzeugtypen
»Citroen 2 CV«, »Renault R 4« usw., die Kompressionsbewegungen stärker gedämpft werden sollen als
die Expansionsbewegungen der Kolbenstange. In diesen Fällen ist zu beachten, daß die verschiedenen
Teile des Stoßdämpferkolbens am äußeren Ende der Kolbenstange umgekehrt montiert werden und in der
vorstehenden Beschreibung die Worte »Expansions- und Kompressionshub« bzw. »Einfahr- und Ausfahrbewegung«
durchgehend zu vertauschen sind.
Claims (4)
1. Stoßdämpferkolben mit einem in beiden Richtungen wirkenden Paket von einer oder
mehreren kreisringförmigen Ventilfederscheiben, die durch einfache Randabstützung zwischen
zwei konzentrischen, unverschieblichen Ventilsitzflächen gehalten sind und den Flüssigkeitsdurchlaß in beiden Richtungen dadurch steuern,
daß sie sich entweder von der einen oder der anderen Ventilsitzfläche unter Durchbiegung abheben,
wobei in der Nähe der inneren Ventilsitzfläche ein den Dämpfungswiderstand für den
zwischen der inneren Ventilsitzfläche und dem Innenrand der Ventilfederscheiben befindlichen
Flüssigkeitsdurchlaß steigernder, zentral angeordneter Bremskörper vorgesehen ist, der an
einem zentralen Vorsprung des Kolbens anliegt und mit seinem Außenumfang und dem letzteren
umgebenden Innenrand der Ventilfederscheiben bei deren Abheben von der inneren Ventilsitzfläche
den Flüssigkeitsdurchlaß steuert, dadurch gekennzeichnet, daß die innere
Ventilsitzfläche und der den Flüssigkeitsdurchlaß steuernde Bremskörper aus zwei auf dem Kolbenstangenende
(T) übereinander befestigten ebenen Ringscheiben (B, H) bestehen, wobei die Bremsscheibe
(H) einen größeren Durchmesser hat als der zentrale Vorsprung (F) und zwischen dem
Außenumfang der Bremsscheibe (H) und dem Innenrand der Ventilfederscheiben (a, b) ein geringes
radiales Bewegungsspiel besteht.
2. Stoßdämpferkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsscheibe (H)
eine geringere Dicke hat als das Ventilfederscheibenpaket (a, b).
3. Stoßdämpferkolben nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche
des zentralen Vorsprungs (P') und die von dem äußeren Kolbenbund (/) gebildete äußere
Ventilsitzfläche in einer Ebene liegen.
4. Stoßdämpferkolben nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des
Ringspaltes zwischen der Bremsscheibe (H) und
10
dem Ventilfederscheibenpaket (a, b) 0,05 bis 0,075 mm beträgt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 757 065, 966497;
britische Patentschrift Nr. 526 945; französische Patentschrift Nr. 1307 945.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 537/298 3.68 © Bundesdruckerei Berlin
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