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DE1265101B - Anordnung fuer die Banddickenregelung von Tandem-Kaltbandwalzwerken - Google Patents

Anordnung fuer die Banddickenregelung von Tandem-Kaltbandwalzwerken

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Publication number
DE1265101B
DE1265101B DE1960B0056983 DEB0056983A DE1265101B DE 1265101 B DE1265101 B DE 1265101B DE 1960B0056983 DE1960B0056983 DE 1960B0056983 DE B0056983 A DEB0056983 A DE B0056983A DE 1265101 B DE1265101 B DE 1265101B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
speed
thickness
strip
proportional
roll gap
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1960B0056983
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Ludwig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BBC BROWN BOVERI and CIE
BBC Brown Boveri AG Germany
Original Assignee
BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BBC BROWN BOVERI and CIE, Brown Boveri und Cie AG Germany filed Critical BBC BROWN BOVERI and CIE
Priority to DE1960B0056983 priority Critical patent/DE1265101B/de
Priority to CH277061A priority patent/CH386367A/de
Priority to FR854946A priority patent/FR1287635A/fr
Priority to BE601097A priority patent/BE601097A/fr
Publication of DE1265101B publication Critical patent/DE1265101B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B37/00Control devices or methods specially adapted for metal-rolling mills or the work produced thereby
    • B21B37/16Control of thickness, width, diameter or other transverse dimensions
    • B21B37/165Control of thickness, width, diameter or other transverse dimensions responsive mainly to the measured thickness of the product

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Metal Rolling (AREA)

Description

  • Anordnung für die Banddickenregelung von Tandem-Kaltbandwalzwerken Kaltbandwalzwerke in Tandemanordnung bestehen bekanntlich aus mehreren hintereinander angeordneten Walzengerüsten, durch welche ein Metallband mit fortschreitender Dickenabnahme ausgewalzt wird. Dabei ist es Aufgabe des Walzwerkes, das in das erste Gerüst einlaufende Rohband, dessen Dicke innerhalb gewisser Grenzen schwanken kann, auf ein Band möglichst konstanter Dicke auszuwalzen. Dies gelingt um so leichter, je geringer die Maßabweichungen des einlaufenden Bandes sind. Da man nun Maßabweichungen des Rohbandes kaum vermeiden kann, liegt es nahe, die Anstellung des ersten Gerüstes laufend der Dicke des einlaufenden Bandes anzupassen. Dies erscheint zunächst unnötig, da man anzunehmen geneigt ist, daß ein einmal eingestellter Walzspalt unabhängig von der Dicke des einlaufenden Bandes dieses immer auf gleiche Dicke auswalzt. Dem ist aber nicht so, da der Walzenständer wie eine große Feder wirkt und je nach Walzkraft mehr oder weniger auffedert, d. h. also, wenn ein dickes Band einläuft, wird auch die Walzkraft größer, der Walzenständer federt mehr auf, und das das Gerüst verlassende Band ist dicker als gewünscht. Um also die alte Banddicke wiederherzustellen ist es notwendig, den Walzspalt etwas zu verkleinern, indem man die Anstellschrauben betätigt. Für ein Blech, das dünner ist als das normalerweise einlaufende, gilt entsprechend das Entgegengesetzte.
  • Der ständige Vorgang des Nachstellens des Walzspaltes in Abhängigkeit der Dicke kann automatisiert werden. Dazu ordnet man hinter dem Walzgerüst ein Dickenmeßgerät an, welches zweckmäßigerweise mit einer durchdringenden Strahlung arbeitet, wie sie z. B. Röntgenröhren oder strahlende Isotopen liefern. Geräte dieser Art sind bekannt. Eine solche Anordnung zeigt F i g. 1. Der Ausgang des Dickenmeßgerätes gibt über eine Steuereinrichtung bei Abweichungen vom Sollwert den Befehl auf die Anstellschrauben, den Walzspalt im richtigen Sinn zu verändern. Dabei sind grundsätzlich zwei Methoden möglich: a) ein kontinuierliches Verfahren, bei dem jede Dickenabweichung eine Schraubenverstellung hervorruft, und b) ein diskontinuierliches Verfahren, bei welchem Dickenabweichungen, die innerhalb bestimmter festzusetzender Grenzen bleiben, keine Verstellung zur Folge haben.
  • Der grundsätzliche Nachteil dieses an sich bekannten Verfahrens ist, daß das Dickenmeßgerät die Abweichungen der Banddicke um einen Zeitbetrag verspätet mißt, die der Laufzeit des Bandes zwischen Walzspalt und Meßgerät entspricht. Zu diesem Zeitbetrag ist noch die Eigenzeit des Gerätes hinzuzuaddieren, die es benötigt, um den Meßwert zu bilden, sowie noch eine Zeit, die notwendig ist die Schrauben tatsächlich zu verstellen. Als Folge dieser Verspätungen wird in die folgenden Walzgerüste immer ein Stück Band einlaufen, das durch die Dickenregelung nicht mehr erfaßt wurde, also gegebenenfalls außerhalb der zulässigen -Toleranz für das zu walzende Band liegt. Bei den heute angewendeten hohen Walzgeschwindigkeiten können das erhebliche Mengen sein.
  • Es wäre nun naheliegend, das Dickenmeßgerät vor das erste Walzgerüst zu setzen, die Dickenabweichungen also vor Einlaufen in das Walzgerüst messen zu können, um auf diese Weise den notwendigen Vorlauf für die Eigenzeit des Gerätes und die Schraubenverstellung zu gewinnen. Dieses an sich naheliegende Verfahren scheitert in der Regel daran, daß das Band im nicht gespannten Zustand in das erste Gerüst einläuft, also wellig ist. Ein Dickenmeßgerät mißt auf der Durchstrahlungsbasis immer die Dicke in der Strahlrichtung, die sich bei Schrägstellen des Bandes scheinbar um den Betrag 1: cosa vergrößert, wenn a der Winkel der Schrägstellung bedeutet. Da aber Schrägstellungen durch Wellungen im Band vorübergehend 10 bis 15° betragen können, würden dem Dickenmeßgerät nicht vorhandene Schwankungen von einigen Prozent vorgetäuscht werden. Dieser Nachteil wäre nur mit kostspieligen Einrichtungen für eine Abhaspel oder andere geeignete Spannvorrichtungen zu vermeiden.
  • Auch ist die ständige Einwirkung des Dickenmeßgerätes auf die Anstellschrauben des zweiten Gerüstes nicht von Vorteil, da es für den technologischen Prozeß des Walzens bestimmte, von Gerüst zu Gerüst günstigste Stichabnahmen gibt. Man kann dabei für das erste Gerüst noch einige Konzessionen machen, doch ist es unerwünscht, wenn innerhalb der Gerüstreihe die Anstellung des Walzspaltes ständig verändert wird. Ein weiterer Nachteil ist der, daß wegen des Vorliegens einer Steuerung an Stelle einer Regelung das Ergebnis der Schraubenverstellung nicht nachträglich gemessen und korrigiert werden kann.
  • Es ist eine Einrichtung zur Regelung der Banddicke bekannt, bei der das Dickenmeßgerät vor dem Walzgerüst angeordnet ist. Die Laufzeit zwischen Walzgerüst und Meßgerät wird bei der Korrektur der Walzspaltverstellung mit Hilfe einer Verzögerungseinrichtung berücksichtigt, die im wesentlichen aus einem umlaufenden Impulsträger besteht, der sich mit einer der Walzgeschwindigkeit proportionalen Geschwindigkeit bewegt. Die Meßwerte werden mittels eines Schreibkopfes eingegeben und von einem Lesekopf abgenommen. Der Abstand beider Köpfe ist entsprechend der Laufzeit und der Totzeit einstellbar. Der Nachteil dieser Anordnung liegt darin, daß bei Änderung der Walzgeschwindigkeit die Verzögerungszeit falsch wird, weil jetzt die als Weglänge ausgedrückte Totzeit falsch gewertet wird.
  • Die Erfindung hilft allen oben geschilderten Nachteilen und Schwierigkeiten ab. Sie bezieht sich auf eine Anordnung für die Banddickenregelung von Tandem-Kaltbandwalzwerken, bei der die Dicke des Walzgutes zwischen dem ersten und dem zweiten Walzgerüst mittels eines Durchstrahlungsgerätes gemessen und in eine elektrische Meßgröße umgeformt wird, die dann über einen Regelkreis auf die Walzspaltverstellung des ersten Walzgerüstes und unter Zwischenschaltung einer Verzögerungseinrichtung, bei der ein vorgegebener Weg mit einer der Walzgeschwindigkeit proportionalen Geschwindigkeit durchlaufen wird, auf die Walzspaltverstellung des zweiten Walzgerüstes einwirkt. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der durchlaufene Weg ein Differenzweg aus einer festen, dem Abstand des Meßortes vom folgenden Walzspalt entsprechenden Wegstrecke und einer den konstanten Totzeiten der Steuergeräte und des Walzspaltverstellantriebes entsprechenden, mit der der Walzgeschwindigkeit proportionalen Geschwindigkeit vervielfachten Wegstrecke ist.
  • Die F i g. 2 bis S geben ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wieder.
  • An Hand der F i g, 2 soll die Anordnung grundsätzlich erläutert werden. Das Dickenmeßgerät 31 ist zwischen dem ersten Walzgerüst 2 und dem nachfolgenden Gerüst 3 angeordnet. Es wird als Fühlglied für einen auf die Walzspaltverstellung 7, 8 des Walzgerüstes 2 wirkenden Regelkreises benutzt, der aus dem Meßwertumformer 4, dem Vergleichsgeräts und der Steuereinrichtung 6 besteht. Gleichzeitig dient es als Fühlglied für einen auf die Walzspaltverstellung 9, 10 des Gerüstes 3 wirkenden Steuerkreis, der den Meßwertumformer 11, die Verzögerungseinrichtung 12 und die Steuereinrichtung 13 enthält.
  • Das Banddickenmeßgerät 31 mißt die Dicke des durchlaufenden Bandes und bildet im Gerät 4 eine der Banddicke proportionale elektrische Größe, beispielsweise eine Spannung. Diese Spannung, die den Istwert der Blechdicke abbildet, wird im Gerät 5 mit dem Sollwert der Banddicke verglichen. Das Gerät 5 gibt über seinen Ausgang an die Steuereinrichtung 6 einen Befehl zur Verstellung des Schraubenantriebsmotors 7. Im Beispiel der F i g. 2 ist vorausgesetzt, daß dies ein Stromrichterantrieb sei. In gleicher Weise könnte aber ein Leonardumformer zur Speisung des Motors 7 dienen. Auch hydraulische Antriebe für die Schraubenverstellung sind ausgeführt worden. Hier tritt an Stelle des Motors 7 ein Ölkolben, und die Steuereinrichtung 6 wäre ein elektrohydraulisches Ventil.
  • Der Motor 7 wirkt im dargestellten Ausführungsbeispiel über ein Getriebe 8 auf die Schraubenverstellung und ändert den Walzspalt zwischen den Rollen des ersten Gerüstes 2. Die dadurch hervorgerufene Dickenänderung des Bandes wird nach Durchlaufen der Strecke si, das ist der Abstand zwischen Walzspalt und Dickenmeßgerät, diesem rückgemeldet. Es entsteht auf diese Weise der schon oben angedeutete Regelkreis für die Ausregelung der Banddicke, welcher die erwähnte Zeitverzögerung durch die Laufzeit des Bandes zwischen dem Gerüst 2 und dem Meßgerät 3 enthält.
  • Um nun die durch diese Zeitverzögerung entstandene nicht korrigierte Dickenabweichung des Bandes auszugleichen, wird erfindungsgemäß vom gleichen Banddickenmeßgerät 31 auch die Anstellung des Gerüstes 3 vorübergehend verändert, bis die Regelung über das Gerüst 2 wieder ein Walzgut der richtigen Dicke liefert.
  • Zu diesem Zweck wirkt die vom Meßwertumformer 31 gelieferte elektrische Größe nicht nur auf das Gerät 5, sondern auch auf einen weiteren Meßwertumformer 11, welcher die kontinuierlich anfallenden Banddickenänderungen vom Meßwertumformer4 #n geeigneter Weise so umformt, daß sie von dem Zeitverzögerungsglied 12 verarbeitet werden können.
  • Die Arbeitsweise des Meßwertumformers 4 soll an Hand der F i g. 3 erläutert werden. Die Kurve 14 stellt die zeitliche Schwankung der Banddicke dar. Zu beiden Seiten der Nullinie sind die Abweichungen vom: Sollwert in Toleranzstreifen von der Breite d h unterteilt. Ein solcher Toleranzstreifen ist diejenige Abweichung nach einer Seite, innerhalb der kein Befehl zur Korrektur der Walzenanstellung des Gerüstes 3 ausgelöst werden soll. Die Anzeige des Banddickenmeßgerätes sollte also normalerweise zwischen den Linien v d h spielen. Überschreitet die Banddickenabweichung diese Toleranzgrenze, so hat Gerät 11 die Aufgabe, jedesmal bei Überschreitung einer Ah-Linie einen Impuls abzugeben. Dies isst schematisch in F i g. 3 durch die Striche 15 angedeutet. Eine Anordnung, die dies leistet, kann z. B. aus mehreren Schmitt-Triggern mit nachgeschalteten Difterenziergliedern bestehen. Die Impulse selbst sind je nach Banddickenabweichung positiv oder negativ, wobei es notwendig ist, die positiven und negativen Impulse über getrennte Kanäle zu führen. Die Impulse selbst werden dem Gerät 12 zugeführt, wobei auch hier getrennte Kanäle für Plus- und 11Tnusimpulse unter Umständen vorzusehen sind.
  • Die aus dem Zeitverzögerungsglied 12 austretenden Befehle werden auf die Steuereinrichtung 13 gegeben, welche beispielsweise über einen Stromrichter den Verstellmotor 9 des Schraubengetriebes 14 des Walzgerüstes 3 betätigt.
  • Die Anforderungen an das Zeitverzögerungsglied 12 ergeben sich aus der Überlegung, daß eine Ver- Stellung des Getriebes 10 erst erfolgen darf, wenn die vom Meßgerät 31 erfaßte Verdickung tatsächlich in den Walzspalt des Gerüstes 3 einläuft. Diese Zeit ist worin s2 den Abstand zwischen Banddickengerät 31 und Walzspalt des Gerüstes 3 bedeutet, v die Bandgeschwindigkeit, tm die Verzögerungzeit für das Meßgerät 31 und tA die Anlaufverzögerung für den Motor 9. Der Steuerbefehl muß die angegebene Zeitverzögerung nicht nur dann erhalten, wenn das Dickenmeßgerät 31 eine Bandverdickung registriert, sie muß auch dann wirksam sein, wenn die Bandstärke am Meßort mit dem Sollwert wieder übereinstimmt und die vorübergehende Korrektur der Walzspaltanstellung am Gerüst 3 rückgängig gemacht werden muß. Das Gerät 12 hat also die Aufgabe, den vom Impulsumformer 11 gegebenen Befehl für eine Schraubenverstellung gemäß der Zeitformel (I) zu verzögern. Dies kann nun auf verschiedene Arten geschehen. Die einfachste wäre eine Anordnung, bei welcher sich in der Zeitformel (I) die negativen und positiven Glieder gerade aufheben, so daß eine zusätzliche Zeitverzögerung durch das Gerät 12 entfallen könnte. Das ist dann der Fall, wenn der Abstand s2 bestimmt wird durch die Formel Dieser Abstand ist allerdings nur für eine einzige Bandgeschwindigkeit V, richtig, die mit Rücksicht auf die unbeeinflußbaren Totzeiten tm und t.4 nicht überschritten werden darf. Diese Anordnung wäre dann zweckmäßig, wenn man vorwiegend mit der so bestimmten Geschwindigkeit walzt, und hat den Vorteil, daß für die Zeitverzögerung kein zusätzliches Gerät vorgesehen werden muß.
  • Will man sich aber von dieser Bedingung frei machen, so muß für das Verzögerungsorgan 12 ein Gerät vorgesehen werden, welches eine variable Laufzeit besitzt, die sich umgekehrt proportional zur Bandgeschwindigkeit verhält. Eine Anordnung (F i g. 4), die dieses leistet, wäre z. B. eine Scheibe 16 aus magnetischem Material, welche mit einer der Bandgeschwindigkeit v proportionalen Winkelgeschwindigkeit rotiert. Am Umfang dieser Scheibe werden an einer Stelle durch das Gerät 11 Impulse auf den Geber 17 aufgegeben, welche eine codierte Information über die Banddickenabweichungen darstellen. Diese auf der Scheibe 16 magnetisch markierten Impulse laufen nun mit konstanter Drehgeschwindigkeit auf einen Empfänger 18 zu und werden von ihm registriert. Der Empfänger 18 selbst sitzt auf einem um den Mittelpunkt der Scheibe drehbaren Zahnsegment und kann durch einen Schraubentrieb 19 gekuppelt mit einem Nachstellmotor 20 um diesen Mittelpunkt geschwenkt werden. Der Schwenkwinkel ß wird durch eine Nachsteuereinrichtung als proportionale Größe zur Bandgeschwindigkeit eingestellt. Zu diesem Zweck ist mit dem Zahnsegment ein Potentiometer 21 gekuppelt, welches von einer Spannungsquelle 22 gespeist wird. Die am Potentiometer abgegriffene Spannung wird mit der von der Tachodynamo 23 abgegebenen, also der Bandgeschwindigkeit proportionalen Spannung verglichen. Die Differenz zwischen beiden Spannungen wird durch das Nachsteuergerät auf Null gebracht. Bezeichnet man den Proportionalitätsfaktor zwischen ß und v mit k1 und den Proportionalitätsfaktor zwischen Winkel- und Bandgeschwindigkeit mit k2, so ergibt sich, wie man leicht nachrechnen kann, für die erzielte Zeitverzögerung der Wert Durch Vergleich mit der weiter oben angegebenen Formel (I) für die Verzögerungszeit findet man, daß die Konstante k2 so gewählt werden muß, daß und die Konstante k1 so, daß ist. . Diese mechanische Anordnung kann auch durch eine rein elektronische Steuerung nachgebildet werden. Zu diesem Zweck verwendet man an Stelle der rotierenden Scheibe ein sogenanntes Schieberegister 30 (F i g. 5). Der Eingang 24 des Schieberegisters erhält die vom Meßwertumformer 11 gelieferte impulscodierte Information über die Banddickenabweichung. Der Eingang 25 wird von einer Impulsfrequenz gespeist, welche proportional der Bandgeschwindigkeit ist. Diese Impulsfrequenz schiebt die eingegebene Information entsprechend der Bandgeschwindigkeit durch das Schieberegister. Der Ausgang jedes Elementes des Schieberegisters ist über einen elektronischen Schalter 26 auf eine gemeinsame Ausgangssammelschiene 27 gekuppelt. Diese elektronischen Schalter, beispielsweise in Form von Schmitt-Triggern, sollen die Eigenschaft besitzen, durch eine elektrische Vorspannung bestimmter Höhe in den leitenden Zustand übergeführt zu werden. Die Vorspannungen werden linear gestaffelt von einem Spannungsteiler 28 abgenommen, welcher von einer Tachodynamo 29 gespeist wird, deren Spannung proportional der Bandgeschwindigkeit ist. Die Vorspannungen sind so in ihrer Polarität und Größe gestuft, daß die elektronischen Schalter der Reihe nach vom Ende des Schieberegisters in Richtung auf den Eingang 24 leitend werden, d. h. also, ein Impuls wird um so eher auf den Ausgang 27 gelangen, je höher die Spannung der Tachodynamo 29 ist.
  • Die Anordnung leistet das gleiche wie diejenige der F i g. 3. Eine bei 24 eingegebene Information durchläuft proportional der Bandgeschwindigkeit das Schieberegister und wird vom nächsten leitenden elektronischen Schalter 26, auf den sie trifft, zum Ausgang 27 geleitet. Eine Nachrechnung zeigt, daß die Zeitverzögerung denselben funktionsmäßigen Zusammenhang hat, wie durch Formel (II) angegeben. Es ist denkbar, daß derartige Zeitverzögerungsglieder, die auf die Differenz von zwei Zeitgrößen beruhen, auch außerhalb der vorliegenden Aufgabenstellung Verwendung finden können.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung für die Banddickenregelung von Tandem-Kaltbandwalzwerken, bei der die Dicke des Walzgutes zwischen dem ersten und dem zweiten Walzgerüst durch ein Durchstrahlungsgerät gemessen und in eine elektrische Meßgräße umgeformt Wird, die dafür über einen Regelkreis auf die Walzspaltverstellüng des erstere Walzgerüstes und unter ,Zwischenschaltung einer Verzögerungseinrichtung, bei der ein vorgegebener Weg mit einer der Walzgeschwindigkeit proportionalen Geschwindigkeit durchlaufen wird, auf die Walzspaltverstellung des zweiten Walzgerüstes einwirkt, dadurch gekennzeichn e t, daß der dürchlaüfene Weg ein Differenzweg aus eiriei festen, dem Abstand des Meßortes vom folgenden Walzspalt entsprecheiideei Wegstecke und einer den konstanten Totzeiten der Steuergeräte und des Walzspaltverstellantriebes entsprechenden mit der der Walzgeschwindigkeit proportionalen Geschwindigkeit vervielfachten Wegstrecke ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, bei welcher der vorgegebene Weg zwischen einem festen Dickenmeßwertgeber und einem Empfänger entlang einem_ mit einer der Bandgeschwindigkeit proportionaen Gegchwiüdigkeit innlaufenden Impülsträger dargestellt ist, dadurch gekennzeichnet, däß der Impulsträger äls eitle finit Märken verseheüe Scheibe (16) ausgebildet ist utid ein sehWeiikbarer V-nipfäiigot (18) vorgesehen ist, dessen Schwenkwinkel durch eine lachsteuer= einrichtung (19, 20; 21, 22, 23) proportional der Bandgeschwindigkeit einstellbar ist. 3. Anordnung nach Anspruch 1 mit einem die Impulse des Dickenmeßwertgebers mit einer der Bandgeschwindigkeit proportionalen Geschwindigkeit bis zu einem Empfänger fortleitenden Impulsträger, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulsträger als Schieberegister (30) mit proportional zur Bandgeschwindigkeit erfolgender Impulsverschiebung ausgebildet ist und der Emp= fänger über eine Reihe je einem Element des Schieberegisters (3ü) zugeordneter, in bei steigender Bandgeschwindigkeit dem Eingang des Schieberegisters (30) zustrebender Reihenfolge durch eilten über einen Spannungsteiler (28) zu= geführten Bruchteil einer der Bandgeschwindig= Reit proportionalen Spannung nacheinander wirk= satn werdender elektronischer Schalter (26) mit dem Schieberegister (30) verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: USA: Patentschrift 21r. 2 883 895; »Blech«; Jg. 4 (1957), Ir.
  3. 3, S. 17 bis 22; »Stahl und Biseti«,1g. 79 (1959), N».16 vom 6. August, S. 1141 bis 1144:
DE1960B0056983 1960-03-09 1960-03-09 Anordnung fuer die Banddickenregelung von Tandem-Kaltbandwalzwerken Pending DE1265101B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1920033A1 (de) * 1968-04-22 1969-11-06 Allegheny Ludlum Steel Steuersystem fuer Walzvorrichtungen
DE2850484A1 (de) * 1977-11-21 1979-05-23 Kawasaki Steel Co Vorwaertsregelverfahren zur automatischen dickenregelung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2883895A (en) * 1954-10-15 1959-04-28 Carl A Vossberg Rolling mill thickness control system

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CH386367A (de) 1965-01-15

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