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Fernsehempfänger mit einer-Vorrichtung zur selbsttätigen Sendersuche
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fernsehempfänger mit einer Vorrichtung zur
selbsttätigen Einstellung der Abstimmung auf die Frequenz eines eine ausreichende
Eingangsspannung liefernden Senders (selbsttätige Sendersuche): Derartige Anordnungen
sind, insbesondere für Rundfunkempfänger, an sich bekannt,. z. B. aus der deutschen
Patentschrift 1049 932.
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Bei einem Fernsehempfänger ergibt sich jedoch dadurch eine Schwierigkeit,
daß vom Sender nicht nur ein Träger, sondern zwei Träger ausgesandt werden, nämlich
der z. B. amplitudenmodulierte Bildträger und der z. B. frequenzmodulierte Tonträge.
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Es besteht daher die Gefahr, daß : der Suchlauf schon dann beendet
wird, wenn die Abstimmung so eingestellt ist, daß der Bildträger an der Stelle erscheint,
wo bei richtiger Abstimmung der Tonträger liegen muß, oder umgekehrt. Es ergibt
sich dabei natürlich kein richtiger Empfang. -Es ist daher zweckmäßig, die Beendigung
des Suchlaufes durch wenigstens ein Kennsignal vorzunehmen, das bei richtigem Empfang
von Bildträger und Tonträger des Senders -"auftritt, wobei vorzugsweise danach selbsttätige
Scharfabstimmung erfolgt. Als Kennsignal könnemdie."Synchronimpulse verwendet werden.
-Bei bekannten Schaltungen wurde-das Synchronimpuls-Gemisch mit voller, gegebenenfalls
bis zu hohen Videofrequenzen reichender Bandbreite einer Stufe zur Herstellung des
Kennsignals zugeführt. Beim Fehlen der Synchronsignale tritt dabei ein über einen
großen Frequenzumfang sich erstreckendes Rauschspektrum auf; das Störspitzen hoher
Amplitude enthält. Dadurch und durch andere Störungen kann somit die Anwesenheit
von Synchronimpulsen vorgetäuscht und damit eine unrichtige Abstimmung bewirkt werden.
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Es ist daher notwendig, eine verhältnismäßig hoch gewählte Empfindlichkeitsschwelle
einzuführen, so daß eine Beendigung des Suchlaufes nur noch bei kräftigen Sendern
eintritt, während schwächere Sender unberücksichtigt bleiben.
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Bei einem Fernsehempfänger mit einer Vorrich= tung zur Einstellung
der Abstimmung auf die Frequenz eines eine ausreichende Eingangsspannung liefernden
Senders (selbsttätige Sendersuche), bei der die Beendigung des Suchlaufes durch
ein aus den Synchronimpulsen abgeleitetes Kennsignal gesteuert wird, das bei richtigem
Empfang von Bildträger und Tonträger des Senders auftritt, wird der Einfiuß von
Störungen wesentlich herabgesetzt und ein einwandfreies Kennsignal kann auch bei
schwächen Sendern erhalten werden, . wenn gemäß der Erfindung die als Kennsignal
zu verwendenden, z: B. vom Ausgang der Impulsabtrennstufe entnommenen Raster-Synchroni
impulse über ein schmalbandiges Filter geleitet werden. `_ Der Vollständigkeit halber
sei bemerkt, daß bereits ein Fernsehempfänger vorgeschlagen wurde, in dem in einer
-spezielle Teile enthaltenden Schaltung der Suchlauf selbsttätig beendet wird durch
eine aus dem Zeilensynchronsignal. - gewonnene Steuerspannung. Wegen der hohen Frequenz
der Zeilenimpulse werden diese mit einer großen absolutere Bandbreite zugeführt,
rso daß das Steuersignal leicht auch durch starke Rauschstörungen gebildet und der
Suchlauf an einer falschen Stelle .angehalten werden kann. Beim Anmeldungsgegenstand
ist die Bandbreite schon wegen der niedrigeren Frequenz der verwendeten Rasterimpulse
wesentlich niedriger und-damit die Rauschenergie entsprechend geringer, so und--damit
es praktisch ausgeschlossen ist, daß der Suchlauf durch Rauschspannungen beendet
wird.
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Die Erfindung wird nachstehend- an Hand der Zeichnung beispielsweise
näher erläutert, die schematisch einen Fernsehempfänger zeigt.
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Innerhalb eitles Gehäuses 1 ist ein Fernsehempfänger angeordnet, dem
von einer Antenne 2 die aufgenommenen hochfrequenten Signalschwingungen zugeführt
werden. Diese werden in der Stufe 3 verstärkt und in der Frequenz umgesetzt, wonach
die gebildete Zwischenfrequenz dem Verstärker 4 zugeführt wird. Die verstärkten
Zwischenfrequenzschwingungen gelangen zu der Videostufe 5, in der die Videosignale
durch Demodulation erhalten und nach Verstärkung der Bildröhre 6 zur Wiedergabe
zugeführt werden.
In der Videostufe 5 wird durch Mischung des Bild-und
des Tonträgers auch der. Differenzträger-gebildet, der mit dem Tonsignal in der
Frequenz moduliert ist. Der Differenzträger wird der Stufe 7 zur Verstärkung und
Demodulation zugeführt, so daß dann die Töne von dem angeschlossenen Lautsprecher
8 wiedergegeben werden können.
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Von der Videostufe 5 werden .Signale dem Ablenkgerät 9 zugeführt,
in dem die Synchronimpulse abgetrennt und die Ablenkschwingungen, für die Bildröhre
6 erzeugt werden.
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Für die selbsttätige Sendersuche ist die Eingangsstufe 3 mit einer
Einrichtung 20 "verbunden, bei deren Betätigung die Abstimmung verstellt wird. Die
Einrichtung 10 kann ein Motor sein, sie kann aber auch eine steuerbare Reaktanzschaltung,
etwa eine unter Verwendung einer Diode oder einer Blindröhre oder einer steuerbaren
Induktivität oder Kapazität, enthalten. Statt eines Motors kann auch eine Federanordnung
mit selbsttätigem Aufzug benutzt werden: Zur selbsttätigen Sendersuche kann ein
Schalter 11, vorzugsweise eine Drucktaste, betätigt werden, durch die in der Steuervorrichtung
12, die dem - Abstimmungsantrieb 10 vorgeschaltet ist, ein- Schaltvorgang
bewirkt wird, derart, daß der Suchlauf beginnt. Die Einrichtung 12 kann in an sich-bekannter
Weise den Druckknopf 11 verriegeln.oder einen Selbsthaltekreis schließen, durch
den. bewirkt wird, daß der Suchlauf auch beim Loslassen -des Druckknopfes 11 zunächst
fortgesetzt wird. = -Die Beendigung des Suchlaufes wird .gesteuert durch ein Kenn-Signal,
das bei richtigem Empfang von Bild- und Tonträger des Senders auftritt und der Steuervorrichtung
12 zugeführt wird. Als Kennsignal werden erfindungsgemäß die Raster-Synchron-e impulse-
verwendet; die -vom Ausgang --der -Impulsabtrennstufe. im Ablenkgerät 9 über die
Leitung. 14 der Steuerstufe 12. -zugeführt .werden: .: ..
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Insbesondere damit Störungen, die z. B. -durch Rauschspannungen hervorgerufen
sein : können, und die bei -fehlendem Signal seht stark- sein können; möglichst
wenig wirksam werden, werden nach der Erfindung die Raster-Synchronimpulse . über:
ein schmalbandiges Filter geleitet, z. B: über einen Tief. paß, dessen Grenzfrsquenz
nur wenige Oktaven höher liegt als die Impulswiederholungsfrequenz.- . _ Aus - -dem
Synchronimpulsen kann, - z. B. in der Steuerstufe 12, - als - Kennsignal -eine.
Gleichstrom-Steuergröße-dadurch abgeleitet werden, daß die Impulsscheitel durch
Spitzengleichrichtung auf ein festes Potential.- gelegt werden und dann-- durch
.ein -Glättungsglied die Gleichstromkomponente herausgesiebt wird. Man erhält so
eine Steuergröße, die sich gegenüber dem Zustand bei fehlendem Signal um die Höhe
der Impulsamplitude ändert. Durch feste Vorspannungen, insbesondere durch Wahl des
-Bezugspegels zier Spitzengleichrichtung, kann die Steuergröße in den gewünschten
Spannungsbereich, wie er z. B. für die Aussteuerung einer Röhre oder eines_Transistors
erforderlich ist, verschoben werden.
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Eine derartige Anordnung zeigt F i g. 2. An der Klemme 31 werden dabei
negativ gerichtete Rasterimpulse gegenüber Erde einem Koppelkondensator 32 zugeführt,
dessen anderer Belag mit der Kathode eines Gleichrichters 33 verbunden -ist, dessen
Anode a`n Erde liegt. Am Gleichrichter 33 treten dann die Impulse derart auf, daß
ihre unten liegenden Scheitel Erdpotential haben. Diese Impulse werden über einen
Längswiderstand 34 einem Querkondensator 35 zugeführt, so daß an dem weiter angeschlossenen
Gitter der Röhre 36 nur die Gleichstromkomponente des Impulszuges auftritt.
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Durch einen Spannungsteiler 37, 38, an dessen Anzapfpunkt die Kathode
der Röhre 36 liegt, ist die Röhre 36 bei fehlenden Impulsen gesperrt. Wenn die Impulse
auftreten, ergibt sich am Gitter eine etwa der Impulsamplitude entsprechende positive
Spannung, die zweckmäßig so bemessen ist, daß die Röhre dann praktisch voll geöffnet
ist, so daß mit dieser Röhre weitere Schaltvorgänge gesteuert werden können. Dies
ist z. B. dadurch möglich, daß im Anodenkreis der Röhre ein Relais eingeschaltet
ist. Es ist aber auch möglich, daß die Röhre 36 an einem weiter nicht dargestellten
Gitter mit einer für die Wirkung des Empfängers wichtigen Schwingung, z. B. mit
den Zeilenimpulsen, gesteuert. wird, die im Ausgangskreis der Röhrenur in Erscheinung
treten kann, wenn die der Klemme 31 zugeführten Raster-Synchronimpulse auftreten;
andernfalls erfolgt eine Sperrung.
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Da nach der- Erfindung die Synchronimpulse über ein schmalbandiges
Filter, z. B. über einen Tiefpaß; geleitet werden, besteht also. eine Kopplung zwischen
Filterbandbreite und Impulsfrequenz in dem Sinne, daß dieses Filter die Impulse
noch in ausreichendem Maße hindurchlassen muß. Andererseits können Störungen um
.so weniger -wirksam werden, je schmaler die Filterbandbreite:ist-Das Kennsignal
wird daher aus den- Raster-Synchronimpulsen .abgeleitet, .die der Klein= 3.1 in
der Schaltungsanordnung nach F i g. .2 zugeführt werden. -Da die Rasterimpulse gegenüber
den Zeilenimpulsen eine- wesentlich niedrigere Frequenz habeu,-kann- das Tiefpaßfilter
-eine. sehr. niedrige Grenzfrequenz, vorzugsweise- -von nur -wenigen 1.00 Hz, a-vfwpisen,
- so daß Störungen, insbesondere Rauschstörungen, nur mit _ sehr niedriger- Energie
übertrage..n ,werden und .sich nicht auswirken können.
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Zur. automatischen -Scharfabstimmung -nach Beendigung des Suchlaufes
kann in an sich bekannter Weise. ein: dem. Bild--oder .Tonträger. entsprechendes,
dem Zwischenfrequenzverstärker 4 entnommenes Signal- einem-, Diskiminator
15 zugeführt werden, der die $teuer@tufe 12, zusätzlich derart betätigt, daß bei
Fehlabstimmung die Einrichtung.10 so weit verstellt wird; bis ..wenigstens annähernd
-genaue Abstimmung erreicht W. --.
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Für den-Fall,.: daß - die. Anordnung. bei Beendigung des Suchlaufes.
außerhalb- -des Fangbereiches. der NachstimInschältung stehenbleibt,. kann in an
sich bekannter Weise eine periodische Änderung"(Wobbe-Jung) derAbstinnüung.oder.der.Oszillatorftequenzerfolgen,
bis die Elbstimmung eingefangen ist.. Dazu können,.bekannte mechanische: oder elektrische-
Mittel verwendet werden. Man kann eine Wobbelung durch eine dem Netz -oder emem
Ablenkgenerator entnommene Schwingung steuern. Bei Verwendung eines Motors läßt
sich eine periodische Verstellung dadurch erreichen, daß die Laufrichtung wiederholt
umgeschaltet wird. Zur Steuerung dieses Vorgehens kann eine mit Relais arbeitende
Kippanordnung ausgenutzt werden.
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Viele Fernsehempfänger haben für einen Teil des Empfangsbereiches,
insbesondere die Bänder I bis III, einen Kanalschalter, mit dem die, Abstimmung
auf einen vorgegebenen Wert in Stufen eingestellt wird. Außerdem sind Empfangsbereiche
vorgesehen, insbesondere in Band.IV, wo über einen größeren Bereich
eine
kontinuierliche Abstimmung vorgesehen ist. Die Anordnung nach der Erfindung kann
auch bei einem solchen Gerät in allen Empfangsbereichen verwendet werden, wobei
in dem Empfangsbereich mit kontinuierlicher Abstimmung der gleichmäßige Antrieb
abgeschaltet wird, wenn ein Sender erreicht ist, während in dem in Stufen abgestimmten
Bereich eine periodische Umschaltung erfolgt, die beim Empfang eines Senders in
gleicher Weise stillgesetzt wird. Innerhalb der Stufen erfolgt dabei durch kontinuierliche
Änderung eine Feinabstimmung. Diese erfolgt zweckmäßig automatisch derart, daß erst
dann auf die nächste Stufe umgeschaltet wird, wenn die Feinabstimmung wenigstens
einmal über ihren ganzen Bereich verstellt wurde. Das Feinabstimmelement wird vorzugsweise
mechanisch verstellt und vom gleichen Antrieb betätigt, der auch den Kanalschalter
antreibt.
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Der Suchlauf kann sich auf alle Bereiche erstrecken, insbesondere
dadurch, daß am Ende eines Abstimmbereiches der die Abstimmungsvorrichtung antreibende
Motor od. dgl. von der einen Abstimmanordnung auf die andere umgekuppelt wird, wenn
am Ende eines Bereiches ein Kennsignal nicht auftritt.