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DE1263082B - Elektronisches Frequenzrelais - Google Patents

Elektronisches Frequenzrelais

Info

Publication number
DE1263082B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
input
output
frequency
signal
gate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964S0093531
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Karl-Heinz Bayer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1964S0093531 priority Critical patent/DE1263082B/de
Publication of DE1263082B publication Critical patent/DE1263082B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/46Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to frequency deviations

Landscapes

  • Selective Calling Equipment (AREA)

Description

  • Elektronisches Frequenzrelais Bei der Frequenzüberwachung von Netzen sowie bei der Frequenzauswahl in Fernsteueranlagen wird meist von einem frequenzempfindlichen Schaltglied, einem sogenannten Frequenzrelais Gebrauch gemacht. Die bisherigen Ausführungsformen dieser Frequenzrelais bestanden in sogenannten mechanischen Zungenfrequenzrelais oder elektromechanischen Induktionsmeßwerken, sogenannten Ferrarisrelais mit abgestimmten Resonanzkreisen. Nachteilig bei diesen bekannten elektromechanischen Frequenzrelais ist ihre verhältnismäßig geringe Ansprechgeschwindigkeit sowie die verschleißbehafteten und nicht wartungsfreien Bauteile. Auch gestaltet sich der Abgleich bzw. das beliebig veränderbare Einstellen der Ansprechgrenzen schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Es müssen z. B. bei einem Ferrarisrelais schon bei mäßigen Anforderungen an dessen Selektivität mehrere Resonanzkreise voneinander abhängig verstellt werden.
  • Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, ein elektronisches Frequenzrelais zu schaffen, welches sich gegenüber den bisherigen Frequenzrelais dadurch auszeichnet, daß es eine große Ansprechempfindlichkeit besitzt, nicht verschleißbehaftet ist und demzufolge keinerlei Wartung bedarf. Darüber hinaus können auch in weitaus einfacherer Weise bei ihm die Ansprechgrenzen eingestellt und justiert werden. Das elektronische Frequenzrelais nach vorliegender Erfindung ist gekennzeichnet durch ein Koinzidenz-Gatter, dessen erster Eingang von aus den Halbwellen einer Wechselspannung mittels einer Impulsformerstufe gewonnenen rechteckförrnigen Impulsen, welche die Länge einer Halbwelle aufweisen, beaufschlagt ist, welche ihrerseits mit ihrer Vorderflanke eine Bezugsimpulse konstanter Dauer liefernde monostabile Kippstufe anstoßen, deren Ausgang über eine Umkehrstufe mit dem zweiten Eingang des Koinzidenz-Gatters verbunden ist.
  • Im folgenden soll die Erfindung samt ihren weiteren Merkmalen und Ausgestaltungen an Hand der Zeichnungen veranschaulicht werden. Da die Erfindung elektronische, logische Bausteingruppen verwendet, ist es zweckmäßig, zum besseren Verständnis zunächst auf die prinzipielle Wirkungsweise der einzelnen logischen Bausteine einzugehen.
  • Die Ausgänge dieser Bausteine sind grundsätzlich nur zweier Werte fähig, nämlich eines Nullsignals, welches bei dem dargestellten System dem Erd- oder Massepotential entsprechen soll, und einem L-Signal, welches ein gegenüber Masse negatives Potential aufweist. Die Umkehr- oder Negationsstufe N zeigt an ihrem Ausgang nur dann ein L-Signal, solange an ihrem Eingang ein 0-Signal ansteht; das mit U bezeichnete Und-Gatter liefert nur dann ein L-Signal, solange an seinen sämtlichen Eingängen gleichzeitig L-Signale anstehen. Eine bistabile Kippstufe - in der Zeichnung mit B bezeichnet - besitzt zwei komplementäre bzw. antivalente Ausgänge, d. h., wenn der eine Ausgang ein L -Signal führt, ist an dem anderen Ausgang ein 0-Signal, und umgekehrt. Wenn an den einen Ausgang zugeordneten Eingang der bistabilen Kippstufe ein L-Signal gelegt wird, so erscheint an dem ihm zugeordneten Ausgang ebenfalls ein L-Signal, welches auch nach Verschwinden des Eingangssignals so lange bestehenbleibt, bis auf den anderen Eingang ein L-Signal gegeben wird. Es ist auch möglich, die bistabile Kippstufe mit Impulsflanken in die eine oder andere Lage zu kippen. In der Regel wird die bistabile Kippstufe so ausgelegt bzw. die Impulsansteuerung so getroffen, daß nur eine Impulsflanke bestimmter Richtung in der Lage ist, die Stufe umzukippen, z. B. entweder nur die ansteigenden oder nur die abfallenden Impulsflanken. So kippen sämtliche in den Zeichnungen dargestellten bistabilen Kippstufen jeweils nur dann, wenn an ihren entsprechenden Eingängen ein Signalwechsel von 0 auf L-Signal stattfindet. Eine monostabile Kippstufe, die in der Zeichnung mit M bezeichnet ist, liefert nur auf eine Eingangssignaländerung von 0 auf L-Signal hin ein L-Signal, das für eine in der Regel durch innere Zeitkonstantenbeschaltung wählbar festgelegte Zeitdauer anhält. Die monostabile Kippstufe erzeugt daher stets einen Impuls konstanter Zeitdauer.
  • Die auf diese Weise in ihrer Funktion gekennzeichneten Bausteine sind handelsüblich erhältliche Elemente, so daß auf ihre innere Schaltung nicht näher eingegangen zu werden braucht. Eine Ausnahme kann hier die monostabile Kippstufe bilden, welche eine für die Zwecke der Erfindung vorteilhafte Abwandlung erhalten kann, worauf jedoch erst später noch näher eingegangen wird.
  • In F i g. 1 ist ein mit 1 bezeichneter Transformator primärseitig an die Klemmen R und S eines Drehstromnetzes angeschlossen. Der Sekundärwicklung des Transformators 1 liegt eine aus zwei antiparallelen Dioden bestehende Begrenzerschaltung parallel, wodurch in an sich bekannter Weise aus der sinusförmigen Sekundärspannung des Transformators 1 trapezförmige Impulsspannungen gleicher Frequenz gebildet werden. Eine als Schwellwertglied wirkende Negationsstufe 2 verwandelt diese trapezförmigen Impulsspannungen in rechteckförmige Impulszüge, wobei an ihrem Ausgang a jeweils für die Dauer einer positiven Netzspannungshalbwelle ein konstantes L-Signal entsteht. Der zeitliche Verlauf der Ausgangsspannung a, der der Netzspannung sowie einiger weiterer hier interessierender Spannungen ist in dem neben dem mit I bezeichneten rechten Teil der F i g. 1 unter Verwendung desselben Abszissenmaßstabes dargestellt. Der Teil I soll zunächst erläutert werden.
  • Die Ausgangsspannung a der Stufe 2 wird dem Eingang einer monostabilen Kippstufe 3 sowie dem linken Eingang eines Und-Gatters 6 zugeführt. Wie vorstehend erwähnt, erzeugt die monostabile Kippstufe auf eine negative Impulsflanke ihrer Eingangsspannung hin einen für die Dauer t, anhaltenden Impuls, der im folgenden als Bezugsimpuls bezeichnet wird. Wie aus der Diagrammskizze ersichtlich ist, wiederholt sich zu Beginn einer jeden Periode mit der Periodendauer T des Drehstromnetzes die Bildung dieses Bezugsimpulses. Eine der monostabilen Kippstufe 3 nachgeschaltete Negationsstufe 4 sowie ein auf diese folgender Differenzkondensator 5 bewirken an dem zweiten (rechten) Eingang des Und-Gatters 6 jeweils bei Ablauf der Bezugszeit t, das Auftreten kurzzeitiger Impulse, deren absteigende Impulsflanken jedoch nur dann zur Wirkung auf die bistabile Kippstufe 7 gelangen können, wenn gleichzeitig mit ihnen .ein von der Spannung a herrührendes L-Signal an dem ersten (linken) Eingang des Und-Gatters 6 ansteht. Dies kann aber nur dann der Fall sein, wenn die Bezugszeit t, kleiner ist, als eine halbe Periodendauer der Spannung URS. Die bisher beschriebene Anordnung trifft also eine Entscheidung darüber, ob die Netzfrequenz unterhalb oder oberhalb einer durch die Eigenzeit der monostabilen Kippstufe 3 bestimmten Frequenz liegt. Dem in den Diagrammskizzen dargestellten Fall ist zugrunde gelegt, daß die Halbperiodendauer T/2 der Frequenz der Netzspannung URS größer ist als die Impulsdauer am Ausgang der monostabilen Kippstufe 3. Die an dem rechten Eingang des Und-Gatters 6 eintreffenden Kurzzeitimpulse vermögen also auf den Eingang El der bistabilen Kippstufe 7 zu gelangen und bringen diese in eine derartige Lage, daß an dem Ausgang A1 ein L-Signal, am Ausgang A2ein 0-Signal, entsteht. Dieses L-Signal am Ausgang A1 hält bis zum Eintreffen der nächsten negativen Impulsflanke der Spannung a am zweiten (Lösch-)Eingang E, der bistabilen Kippstufe 7 an, wobei die bistabile Kippstufe in ihre Ruhelage zurückkippt, bei der an ihrem Ausgang A2 wieder L-Signal und an ihrem Ausgang A1 wieder 0-Signal erscheint, welches so lange bestehenbleibt, bis der nächste von der monostabilen Kippstufe -3 verursachte Ansteuerimpuls über das Und-Gatter 6 auf ihren Eingang E1 gelangt. Um das bei Unterfrequenz an dem Ausgang A1 pulsweise auftretende L-Signal in ein Dauer-L-Signal umzuwandeln, ist eine zweite monostabile Kippstufe 9 vorgesehen, die über einen Differenzierkondensator 10 jeweils dann angestoßen wird, wenn an dem Ausgang A2 der bistabilen Kippstufe 7 ein Wechsel von 0- auf L-Signal eintritt. Wenn die Eigenzeit der monostabilen Kippstufe 9 so bemessen ist, daß sie größer als die Bezugszeit t, ist, dann wird die bei Unterfrequenz an dem Ausgang AI der bistabilen Kippstufe 7 auftretende Impulspause durch das Ausgangssignal der monostabilen Kippstufe 9 überbrückt, so daß durch Mischung der beiden Ausgangssignale im Punkt 11 an der Klemme 12 das Dauersignal SI entsteht. Der Mischpunkt 11 kann zur an sich bekannten rückwirkungsfreien Mischung von mehreren Signalen als Oder-Gatter ausgeführt sein.
  • Ist dagegen die Bezugszeit t, größer als eine Halbperiodendauer der Netzspannung URS, so erscheint am Ausgang des Und-Gatters 6 0-Signal, und die bistabile Kippstufe verharrt in der Lage, in der an ihrem Ausgang A1 ein 0-Signal und an ihrem Ausgang A2 ein L-Signal ansteht. Da deshalb auch kein Signalwechsel am AusgangA2 erfolgt, wird die monostabile Kippstufe 9 nicht angestoßen, weshalb die Klemme 12 für diesen Betriebsfall ständig 0-Signal aufweist. Der Verlauf der Spannung Sf in Abhängigkeit von der Frequenz f der Spannung USR ist in einer der Klemme 12 zugeordneten Skizze angedeutet. Man sieht daraus, daß die bisher beschriebene Anordnung bei einer scharf definierten Frequenz fI, welche durch die Bezugszeit t, festgelegt ist, anspricht. Sie kann daher als ein auf unterhalb der Frequenzgrenze f, ansprechendes Frequenzrelais Verwendung finden.
  • In dem mit 1I bezeichneten Teil der F i g. 1 ist mit der sich bis zu der Klemme 13 erstreckenden Anordnung im Prinzip ein gleiches Frequenzrelais dargestellt, wie in dem mit I bezeichneten Teil, weshalb das Ausgangssignal S'11 an der Klemme 13 grundsätzlich den gleichen Verlauf aufweist, wie das an der Klemme 12 entstehende Signal SI. Durch eine zwischen den Klemmen 13 und 14 angeordnete Negationsstufe 15 wird ein dem Signal Sn inverses Signal SII erhalten. Verbindet man die Klemmen 14 und 12 mit den beiden Eingängen eines Und-Gatters 16, und wählt man die Bezugszeiten der Kippstufen 3 und 17 so, daß tII größer ist als tI, so erscheint an der Klemme 18 nur innerhalb eines bestimmten Frequenzbereiches fb ein Ausgangssignal. Die gesamte in der F i g. 1 dargestellte Anordnung wirkt daher wie ein hochselektives Frequenzrelais mit Bandfilterwirkung, wie es z. B. in Fernsteueranlagen vorteilhaft Verwendung finden kann. In F i g. 2 ist ein diesbezügliches Anwendungsbeispiel angedeutet. Es soll hier die Aufgabe gelöst werden, von einer Sendestation 19 Schaltbefehle auf eine Empfangsstation 20 über die Drehstromleitungen R und S selektiv in der Weise zu übertragen, daß bei Befehlsgabe durch den Schalter 21 dieser Befehl auf die Leitung 23 übertragen wird und bei Befehlsgabe durch den Schalter 22 in der Leitung 24 auf der Empfangsseite ein Signal erscheint. Zu diesem Zweck sind auf der Empfängerstation zwei Frequenzrelais entsprechend der Anordnung nach F i g. 1 an die Leitungen R und S angeschlossen. Diese beiden Frequenzrelais weisen unterschiedliche Ansprechfrequenzbänder fb2 und- fvi auf, denen auf der Sendestation Signalgeber in Form von Wechselspannungsgeneratoren 25 und 26 zugeordnet sind, deren Frequenzen sich in dem entsprechenden Bereich bewegen. Durch Schließen des Kontakts 21 gelangt ein von dem Signalgenerator 25 herrührendes Wechselspannungssignal auf die Drehstromleitung, welches lediglich dasjenige Frequenzrelais ansprechen läßt, das auf das Frequenzband fbi abgestimmt ist, während bei Betätigung des Schalters 22 das Frequenzrelais mit dem entsprechenden Frequenzband fb2 zur Wirkung gelangt. Die dargestellte Anordnung kann noch beliebig um weitere Frequenzrelais und zugeordnete Wechselstromgeneratoren erweitert werden, insbesondere hat man es durch entsprechende Einstellung der Bezugszeiten der beiden monostabilen Kippstufen jedes Frequenzrelais beliebig in der Hand, sowohl Lage als auch Breite des Frequenzbereiches festzulegen. Zur Aussiebung der Frequenz des Drehstromnetzes können in an sich bekannter Weise entsprechend abgestimmte Resonanzkreise vorgesehen werden, z. B., wie in F i g. 1 mit 30 bezeichnet, auf der Sekundärseite des Eingangstransformators 1.
  • Zum Zweck der Frequenzüberwachung von Drehstromnetzen ist es oft erwünscht, ein Frequenzrelais zu verwenden, das zwar bei Erreichen einer bestimmten unteren Frequenz anspricht, doch erst nach Erreichen einer höheren Frequenz wieder abfällt. Dies bezeichnet man als sogenanntes Halteverhältnis bzw. Hystereseverhalten. Als weitere Ausgestaltung der Erfindung ist ein derartiges Relais mit Halteverhältnis auf elektronischer Basis in F i g. 3 dargestellt. Für Elemente gleicher Wirkungsweise wie bei der Anordnung nach F i g. 1 sind dieselben Bezugszeichen beibehalten worden. Ohne die mit 36 bezeichnete Verbindungsleitung des Ausgangs der monostabilen Kippstufe 9 zum Mischpunkt 34 arbeitet die dargestellte Anordnung genauso wie die in dem rechten, mit I bezeichneten Teil der F i g. 1 dargestellte Schaltung. Bei dem in den Diagrammskizzen der F i g. 3 zugrundegelegten Betriebsfall ist angenommen, daß die Netzfrequenz größer ist als die durch die Bezugszeit t1 festgelegte Frequenz, so daß der Ausgang A1 der bistabilen Kippstufe 7 dauernd ein 0-Signal aufweist. Es bleibt daher auch die monostabile Kippstufe 9 in Ruhe, und an der Klemme 35 tritt ebenfalls 0-Signal auf. Sinkt die Netzfrequenz, wird also die Dauer der Netzspannungshalbperioden größer als die Dauer t1 des Bezugsimpulses, dann wird analog der im Zusammenhang mit F i g. 1 beschriebenen Weise die monostabile Kippstufe 9 zu Beginn einer jeden Periode angestoßen und liefert ein für die Dauer t3 anhaltendes L-Signal zum Mischpunkt 11.
  • Da die monostabile Kippstufe 9 vorwiegend die Aufgabe hat, die bei Auftreten von Unterfrequenz sich am Ausgang Al der bistabilen Kippstufe 7 einstellenden Impulsserien zu einem Dauersignal zu ergänzen, braucht deren Kippzeit an sich nur so groß wie die Dauer t1 des Bezugsimpulses gewählt zu werden. Zur Erzielung des obenerwähnten Halteverhältnisses wird sie jedoch größer gewählt. Ohne den Signalflußweg 36 würde das elektronische Frequenzrelais bei Erreichen der durch die Bezugszeit t1 festgelegten Netzfrequenz wieder abfallen, d. h., an der Klemme 35 würde dann ein 0-Signal anstehen. Durch den Signalflußweg 36 wird jedoch in diesem Betriebsfall das am linken Eingang des Und-Gatters 6 anstehende, eine Öffnung desselben vorbereitende Signal jeweils für den die Zeit t1 übersteigenden Betrag der Kippzeit t3 verlängert. Es können daher nach wie vor auch bei weiterem Ansteigen der Netzfrequenz ein Dauersignal an der Klemme 35 bewirkende Stellimpulse über das Und-Gatter 6 auf die bistabile Kippstufe 7 gelangen. Übersteigt nun die Netzfrequenz die durch die Zeitdauer t3 der monostabilen Kippstufe 9 festgelegte Frequenz, so gelangen keine weiteren Stellimpulse mehr über das Und-Gatter 6, d. h., am Ausgang 35 entsteht also ein 0-Signal. Während die Kippzeit t1 der monostabilen Kippstufe die untere Ansprechgrenze des dargestellten Frequenzrelais festlegt, bestimmt die Kippzeit t3 der monostabilen Kippstufe 9 die obere Abfallgrenze.
  • Es kann sich aus Dimensionierungsgründen für zweckmäßig erweisen, die obere Abfallgrenze des Frequenzrelais nicht durch die monostabile Kippstufe 9, sondern durch eine weitere monostabile Kippstufe 32 festzulegen. Für diesen Fall wird die Schaltbrücke 37 in die gestrichelte Stellung gebracht, wodurch die sonst entbehrlichen Elemente 31, 32 und 33 eingesetzt werden. Am Ausgang der Negationsstufe 31 erscheint das zu der Signalfolge a inverse Impulssignal b, welches über die monostabile Kippstufe 32 mit der Eigenzeit t2 periodische konstante Impulse der Zeitdauer t2 auslöst, welche nach Ansprechen der elektronischen Frequenzüberwachungseinrichtung über das Und-Gatter 33 auf das Und-Gatter 6 einwirken und auf diese Weise den Impuls der Impulsfolge a um die Dauer t2 verlängern. Nach Ansprechen des Frequenzrelais ist daher ein Abfallen erst dann möglich, wenn die Halbwellendauer der Netzspannung kleiner geworden ist als der Wert ti+t2.
  • In F i g. 4 sind diese Verhältnisse an Hand eines Diagramms dargestellt. Erniedrigt sich die Netzfrequenz von hohen Frequenzwerten kommend, so entsteht bei dem Frequenzwert f", ein Ausgangssignal S an der Klemme 35. Dieses Signal kann im Netzbetrieb benutzt werden, um frequenzerhöhende Steuer-und Regeleinflüsse zum Einsatz zu bringen. Bei Wiederansteigen der Netzfrequenz wird bei dem höheren Frequenzwert fab sich ein 0-Signal wieder einstellen. Die Differenz zwischen den beiden genannten Frequenzwerten wird von der wählbaren Kippzeit t2 der monostabilen Kippstufe 32 bzw. bei der vollausgezogenen Stellung der Schaltbrücke 37 von dem Unterschied zwischen den Kippzeiten t1 und t3 bestimmt. Durch Verändern dieser Zeiten durch entsprechende Änderung der Zeitkonstantenbeschaltung bei den Kippstufen läßt sich jedes beliebige Halteverhältnis festlegen.
  • Von besonderer Bedeutung für die Frequenzgenauigkeit des erfindungsgemäßen Frequenzrelais ist die Konstanz der eingestellten Kippzeiten der verwendeten monostabilen Kippstufen, insbesondere die der die Bezugszeit bestimmenden monostabilen Kippstufe 3 bzw. 17. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist hierfür eine Schaltung vorgesehen, wie sie in F i g. 5 dargestellt ist. Sie besteht aus zwei kapazitiv angekoppelten Transistorstufen 38 und 39, wobei die Kollektorspannung des Eingangstransistors und die die Basis des Ausgangstransistors beaufschlagende Spannung durch je eine Zenerdiode 41 bzw. 44 begrenzt sind. Wie an sich bekannt, bestimmt nach Anlegen eines L-Signals am Eingang E die Umladezeit des Kondensators 40 den Kippvorgang, d. h. die Zeit, während welcher nach Signalgabe am Eingang E am Ausgang A ein L-Signal ansteht. Durch die Zenerdiode 41 wird gewährleistet, daß sich der Kondensator unabhängig von den Schwankungen der Versorgungsspannung U stets von einem bestimmten, durch die Zenerdiode 41 festgelegten Potential umlädt, so daß eine weitgehende Konstanz der Kippzeit gewährleistet ist. Diese läßt sich z. B. durch Zuschalten eines weiteren, vorzugsweise veränderbaren, Kondensators 42 variieren oder aber auch durch Verändern des Widerstandes 43.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Elektronisches Frequenzrelais, gekennzeichnet durch ein Koinzidenzgatter (6), dessen erster Eingang von aus den Halbwellen einer Wechselspannung mittels einer Impulsformerstufe (2) gewonnenen rechteckförmigen Impulsen, die die Länge einer Halbwelle aufweisen, beaufschlagt ist, -welche ihrerseits mit ihrer Vorderflanke eine Bezugsimpulse konstanter Dauer liefernde monostabile Kippstufe (3) anstoßen, deren Ausgang über eine Umkehrstufe (4) mit dem zweiten Eingang des Koinzidenz-Gatters verbunden ist.
  2. 2. Frequenzrelais nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zwei untereinander kapazitiv gekoppelte Transistoren (38, 39) in Emitterschaltung enthaltende Kippstufe, wobei parallel der Kollektor-Emitter-Strecke des Eingangstransistors eine dessen Kollektorspannung begrenzende Zenerdiode (41) geschaltet ist.
  3. 3. Frequenzrelais nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Und-Gatters (6) mit dem ersten Eingang (E1) einer bistabilen Kippstufe (7) verbunden ist, während der zweite Eingang (E2) von periodisch wiederkehrenden Rückstellimpulsen beaufschlagt ist.
  4. 4. Frequenzrelais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der am zweiten Eingang (E2) zugeordnete Ausgang (A_) der bistabilen Kippstufe (7) mit dem Eingang einer monostabilen Kippstufe (9) verbunden ist, deren Kippzeit größer als die Bezugsimpulsdauer ist.
  5. 5. Frequenzrelais nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang der monostabilen Kippstufe (9) mit dem Mischpunkt (34) verbunden ist (F i g. 3).
  6. 6. Frequenzrelais nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang der monostabilen Kippstufe (9) mit dem einen Eingang eines Und-Gatters (33) verbunden ist, wobei an einem zweiten Eingang dieses Und-Gatters die Ausgangsspannung einer monostabilen Kippstufe (32) liegt, welche einen Impuls konstanter Dauer je= weils im Anschluß an die aus der Wechselspannung gewonnenen Halbwellenimpulse liefert (F i g. 3).
  7. 7. Einrichtung mit zwei Frequenzrelais nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Bezugsimpulse von verschiedener Dauer sind und der Ausgang des einen Frequenzrelais direkt, der des anderen über eine Umkehrstufe (15) mit den Eingängen eines Und-Gatter$ (16) verbunden ist. . B. Einrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ihre Verwendung zur selektiven Auswahl von Signalspannungen verschiedener Frequenzbereiche bei Fernsteueranlagen.
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