DE1262345B - Elektronischer Schalter zum Schalten von Stroemen wechselnder Polaritaet - Google Patents
Elektronischer Schalter zum Schalten von Stroemen wechselnder PolaritaetInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int Cl.:
H 03 k
Deutsche Kl.: 21 al-36/18
Nummer: 1262 345
Aktenzeichen: W 37814 VIII a/21 al
Anmeldetag: 22. Oktober 1964
Auslegetag: 7. März 1968
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektronischen Schalter mit zwei Schalttransistoren zum Schalten
von Strömen wechselnder Polarität, wobei der zu schaltende Stromkreis zwischen den Kollektoren
desselben verläuft und mit einem den Steuerstrom zu den Emitter-Basis-Stromkreisen der Transistoren
liefernden Transformator.
Im leitenden Zustand soll am Schalter möglichst kein Spannungsabfall auftreten.
Bei den bekannten Schaltern dieser Art werden die beiden Transistoren parallel betrieben. Hierzu
sind die Basis-Emitter-Übergänge der beiden Transistoren zueinander parallel geschaltet und werden
von der gleichen Steuerstromquelle gemeinsam beaufschlagt. Der unter der Steuerung des Schalters
stehende Übertragungsstrom tritt hierbei am Kollektor des einen Transistors in den Schalter ein und
verläßt denselben über den Kollektor des anderen Transistors. Vom Übertragungsstrom her gesehen
liegen daher die beiden Transistoren je über ihre Emitter-Kollektor-Strecke gegensinnig in Serie. Bei
Abwesenheit eines Steuerstromes, z. B. eines Steuerstromimpulses, sperrt der Schalter. Er leitet daher
nur so lange, d. h., er kann nur so lange Strom übertragen, wie ihm Steuerstrom zugeführt wird.
Es wurde gefunden, daß eine Schwierigkeit bei solchen bekannten Schaltern darin liegt, gleiches
Spitzenstromleitvermögen in beiden Richtungen sicherzustellen. Hierzu ist es häufig notwendig,
einzeln justierte Abgleichwiderstände vorzusehen, die in Serie mit den Basisanschlüssen liegen. Diese
Widerstände erfordern nicht nur zusätzliche Steuerleistung, sondern es ist auch angesichts vorgeschriebener
Fertigungstoleranzen schwierig und zeitraubend, diese Widerstände einzeln zu justieren. Die
Basisabgleichwiderstände werden zum Kompensieren der unterschiedlichen Kennlinien der beiden parallelgeschalteten
Transistoren benötigt.
Da bei diesen bekannten Schaltern die Steuerstromquelle an die beiden Basis-Emitter-Übergänge
parallelliegend angeschaltet ist und somit der Steuerstrom jedes Transistors von der gleichen Quelle
geliefert wird, kann, wenn einer der beiden Transistoren einen übermäßig hohen Basissteuerstrom
zieht, der Rest des Steuerstroms unter Umständen nicht mehr ausreichen, auch den anderen Transistor
in die Sättigung zu treiben, wodurch an diesem ein nennenswerter Spannungsabfall auftritt und damit
eine unerwünscht hohe Verlustleistung entsteht, d. h., es besteht die Gefahr eines Durchbrennens für diesen
Transistor. Mit anderen Worten kann daher jeder der Transistoren dem anderen den Basissteuerstrom
Elektronischer Schalter zum Schalten
von Strömen wechselnder Polarität
von Strömen wechselnder Polarität
Anmelder:
Western Electric Company, Incorporated,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Fecht, Patentanwalt,
6200 Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
6200 Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
Als Erfinder benannt:
Wilmer Barseau Gaunt jun.,
Lincroft, N. J. (V. St. A.)
Wilmer Barseau Gaunt jun.,
Lincroft, N. J. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 28. Oktober 1963
(319 265)
V. St. v. Amerika vom 28. Oktober 1963
(319 265)
entziehen. Die Basisabgleichwiderstände sind daher zum Kompensieren insbesondere dieses Effekts notwendig.
Aufgabe der Erfindung ist es, den durch ungleiche
Wirkung der Steuerstromkreise hervorgerufenen Nachteil zu beseitigen. Zur Lösung dieser Aufgabe
wird von einem elektronischen Schalter der eingangs beschriebenen Art ausgegangen.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß der Transformator
zwei Sekundärwicklungen aufweist, die einerseits je mit dem entsprechenden einen Wicklungsende an
die Basis des jeweils zugeordneten Transistors und andererseits je mit dem entsprechenden anderen
Wicklungsende an den Emitter des jeweils anderen Transistors angeschaltet sind.
Als Folge dieser Reihenschaltung ist es dem einen Transistor nicht mehr möglich, dem anderen den
Basissteuerstrom zu entziehen, es sind daher keine Basisabgleichwiderstände notwendig.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben; es zeigt
F i g. 1 das Schaltbild eines typischen, bekannten elektronischen Schalters mit zwei parallel betriebenen
Transistoren und
F i g. 2 das Schaltbild einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schalters.
Zunächst soll das der Erfindung zugrunde liegende Problem an Hand des in F i g. 1 dargestellten be-
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kannten Schalters erläutert werden. Dieser Schalter den größeren Basissteuerstrom zieht und der Überweist
zwei Transistoren Tl und Tl auf. Ist der tragungsstrom in der entgegengesetzten Richtung
Schalter eingeschaltet, so kann der zu übertragende fließt, in der gleichen Extremsituation, in der der
Laststrom, im folgenden kurz Übertragungsstrom Emitter-Basis-Übergang des Transistors Tl in Spergenannt,
in beiden Richtungen zwischen den An- 5 rung getrieben wird, wünschenswert, daß Rl und R2
Schlüssen 4 und 5 des Schalters fließen. Der dabei klein sind.)
am Schalter auftretende Spannungsabfall ist vernachr Nun sei andererseits angenommen, daß der Tranlässigbar. Der Ubertragungsstrom wird vom ein- und sistor T 2 auf Grund seiner elektrischen Eigenschaften
auszuschaltenden Laststromkreis 6 geliefert, der bei den größeren Basissteuerstrom zieht. Der dem Tran-4
und 5 angeschlossen ist. Im Laststromkreis 6 liegt io sistor Π zugeführte Basissteuerstrom kann dann
eine irgendwie geartete Lästig nebst zugehöriger nicht ausreichend sein, um letzteren im Sättigungs-Speisespannungsquelle
V wechselnder Polarität. zustand zu halten, wenn der Übertragungsstrom Sperrt der Schalter, so fließt kein Übertragungsstrom. fließt. Der fließende Übertragungsstrom verkleinert
Ein Steuerstromimpuls wird der Primärwicklung Wl den Emitter-Basis-Spannungsabfall am Transistor
eines Transformators 3 zum Einschalten des Schalters 15 T2, wodurch letzterer dazu gebracht wird, sogar
zugeführt. noch mehr Basissteuerstrom auf Kosten des Tran-
Zu Erläuterungszwecken sei angenommen, daß der sistors Tl aufzunehmen. Um sicherzustellen, daß der
unter der Steuerung des Schalters stehende Über- Transistor Tl mit einem ausreichenden Basissteuertragungsstrom
Ic in den Schalter am Anschluß 4 strom versorgt wird, ist somit ein großer Wert des
eintritt und am Anschluß S aus dem Schalter austritt. 20 Widerstands R2 wünschenswert. Je höher der Wert
Der in die Basis des Transistors Tl fließende Strom des Widerstands R 2 ist, um so größer ist der Spitzensei
Il und der in die Basis des Transistors Γ 2 Übertragungsstrom, der in der dargestellten Richtung
fließende Strom sei 12. für den Fall fließt, daß der Transistor Γ2 den größe-
Daher ist der von der Sekundärwicklung W 2 des ren Basissteuerstrom zieht. (In ähnlicher Weise sollte,
Transformators 3 gelieferte Steuerstrom gleich der 25 wenn der Transistor Tl den größeren Basissteuer-Summe
der beiden Basisströme, also gleich 11+72. strom als der Transistor Γ2 zieht, für einen maxi-Der
Strom, der in die verschiedenen Knotenpunkte malen, in der zur dargestellten Richtung entgegen-*
des Schalternetzwerks einfließt und von diesen weg- gesetzten Richtung stattfindenden Ubertragungsfließt,
kann durch Anwendung der bekannten Regel stromfluß der Widerstand Al groß sein.) In dem
bestimmt werden, daß die Summe aller Ströme, die in 30 Grenzfall, in welchem die beiden Widerstände unendeinen
Knotenpunkt einfließen, gleich Null ist. Die Hch werden, ist ersichtlich, daß die beiden Transit
resultierenden Ströme sind in F i g. 1 eingezeichnet. stören mit gleichen Basissteuerströmen versorgt
Die Basisabgleichwiderstände Rl und R2 sind werden.
zum Sicherstellen eines gleichen Übertragungsstrom- Jedoch unabhängig davon, welcher der beiden
Spitzenleitvermögens in beiden Richtungen erforder- 35 Transistoren den größeren Basissteuerstrom zieht,
lieh. Diese Widerstände werden wegen der aus Fer- wird wegen der verschiedenen Kennlinien das Übertigungsgründen
zumeist verschiedenen Kennlinien tragungsstromspitzenleitvermögen in einer der beiden
der beiden Transistoren benötigt. Für die folgende Richtungen reduziert. Um diese Schwierigkeit zu
Betrachtung sei angenommen, daß die gegenseitigen überwinden, ist ein bestimmter Basiswiderstand an
Transistorkennlinien so sind, daß der Transistor Π 40 jedem Transistoranschluß vorgesehen. Der Wert des
den Hauptteil des Steuerstroms aufnimmt, d. h., daß Widerstands für jeden Basisanschluß wird so ge-71
größer als /2 ist. Nimmt der Ubertragungs- wählt, daß die erforderlichen Spitzenübertragungsstrom
Ic zu, so nimmt der durch den Transistor T2 ströme in beiden Richtungen fließen können. Diese
fließende Emitterstrom in Richtung auf Null hin ab. Widerstände gehen aber auf Kosten der .Steuer-Der
Emitterstrom des Transistors T 2 würde auf- 45 leistung und, wenn enge Toleranzforderungen gestellt
hören, wenn der Strom Ic einen Wert derart erreicht werden, ist ihre individuelle Justierung notwendig,
hat, daß dieser Teil des vom Emitter des Transistors Das in F i g. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel
Tl herrührenden Stroms, der am Emitter des Tran- nach der Erfindung erfordert keine Basiswiderstände
sistors Γ 2 eintritt, gleich dem durch den Transistor und zeigt auch nicht die hiermit verbundenen Nach-Γ2
fließenden Steuerstrom ist, der von der Basis 50 teile. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist eine zweite
zum Emitter fließt. In diesem Fall würde der Basis- Sekundärwicklung PF3 auf dem Eingangstransforma-Emitter-Übergang
des Transistors Γ2 sperren, und tor vorgesehen. Jede der beiden Sekundärwicklungen
der Übertragungsstrom würde gezwungen werden, Wl und W3 ist mit dem Emitter des einen und mit
vom Kollektor des Transistors Tl zur Basis des der Basis des anderen Transistors verbunden. Die
Transistors Γ1 zu fließen, und zwar über die Wider- 55 beiden Sekundärwicklungen und die beiden Basisstände
Al und Rl, und anschließend durch den Emitter-Übergänge bilden daher einen Serienstrom-Basis-Kollektor-Übergang
des Transistors Γ 2. Da kreis. Es sei angenommen, daß ein Übertragungsdie Widerstände R1 und R 2 dem Übertragungsstrom strom / c in der dargestellten Richtung (von + nach — )
eine Impedanz darbieten, würde es als das Beste fließt, und daß ein Basissteuerstrom/1 in die Basis
erscheinen, sie möglichst klein zu machen. Sonach 60 des Transistors Π einfließt. Unter diesen Annahmen
ist ersichtlich, daß der ideale parallel betriebene können die in der übrigen Schaltung fließenden
Schalter keine Basiswiderstände aufweisen sollte, um Ströme leicht bestimmt werden. Sie sind in F i g. 2
zu erreichen, daß ein maximaler Ubertragungsstrom angeschrieben. Beim dargestellten Ausführungsin
der dargestellte Richtung für den Fall fließen beispiel sind, wie aus der von der Basis wegweisenden
kann, daß der Transistors Tl auf Grund seiner 65 Teilspitze des Emitters ersichtlich ist, npn-Transielektrischen
Eigenschaften einen größeren Basis- stören als Transistoren Tl und Γ2 verwendet. Aus
Steuerstrom als der Transistor Tl zieht. (In ähnlicher der Schaltung ist ferner an Hand der an den Wick-Weise
ist es bei der Annahme, daß der Transistor T 2 hingen eingezeichneten Punktmarkierungen sowie
aus der dargestellten Steuerstromimpulsform ersichtlich, daß bei anstehendem Steuerstromimpuls die mit
einem Punkt versehene Seite jeder Wicklung positiv wird. Unter diesen Bedingungen wird der Basis-Kollektor-Übergang
des Transistors Γ 2 in Flußrichtung vorgespannt. Gleiches gilt für den Transistor
Tl. Die vorstehende Überlegung trifft sinngemäß auch für den Fall zu, daß die Richtung des
Übertragungsstroms Ic zur dargestellten Richtung entgegengesetzt ist. In diesem Fall ist lediglich die
Rolle der Transistoren Π und Γ 2 vertauscht.
Obgleich die Basisströme noch eine Funktion des Übertragungsstroms/c sind, sind sie nicht mehr von
den Kennlinien der Transistoren abhängig. Keiner der Transistoren kann daher dem anderen einen Teil
des Basissteuerstroms oder gar den ganzen entziehen, da die beiden Basis-Emitter-Übergänge in Serie miteinander
liegen. Beim bekannten Schalter kann, falls einer der beiden Transistoren an einen größeren
Basissteuerstrom zieht, der übrige Teil des Steuer-Stroms nicht mehr ausreichen, auch den anderen
Transistor in Sättigung zu bringen. Diese Möglichkeit ist beim Schalter nach F i g. 2 wegen der im Steuerkreis
vorgesehenen Serienschaltung nicht mehr gegeben. Es ist also nicht mehr erforderlich, Basisabgleichwiderstände
zur Kompensation verschiedener Transistorkennlinien zu dem Zweck vorzusehen, gleiche Übertragungsstromspitzenleitvermögen in beiden
Richtungen zu erhalten.
Claims (1)
- Patentanspruch:Elektronischer Schalter mit zwei Schalttransistoren zum Schalten von Strömen wechselnder Polarität, wobei der zu schaltende Stromkreis zwischen den Kollektoren derselben verläuft, und mit einem den Steuerstrom zu den Emitter-Basis-Stromkreisen der Transistoren (Tl, Γ 2) liefernden Transformator, dadurch gekennzeichnet, daß der Transformator (7) zwei Sekundärwicklungen (W2, W3) aufweist, die einerseits je mit dem entsprechenden einen Wicklungsende an die Basis des jeweils zugeordneten Transistors und andererseits je mit dem entsprechenden anderen Wicklungsende an den Emitter des jeweils anderen Transistors angeschaltet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen809 517/630 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
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| US319265A US3235753A (en) | 1963-10-28 | 1963-10-28 | Serial driven two transistor switch circuit |
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