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Elektrischer Emulsionszerstörer Die Erfindung befaßt sich mit einem
elektrischen Emulsionszerstörer mit mehreren hintereinandergeschalteten Behandlungszonen,
die in einem waagerechten zylindrischen Kessel angeordnet sind. Mit dieser Vorrichtung
können Emulsionen einer Ölphase mit darin dispergierten, mit dem Öl unvermischbaren
Substanzen zerstört werden. Die mit Öl unvermischbaren Substanzen können Tröpfchen
von Säuren, alkalischen oder neutralen Substanzen sein. Die Ölphase kann jedes beliebige
Rohöl oder ein leichteres Öl sein, das bei der Raffinierung von Petroleumöl erthalten
wird. Vorzugsweise dient die Vorrichtung zur Behandlung einer Rohölemulsion, die
als dispergierte, mit Öl unvermischbare Substanz eine Salzlauge enthält.
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Bei bekannten Emulsionszerstörern mit mehreren hintereinandergeschalteten
Behandlungszonen strömt die zu behandelnde Flüssigkeit nacheinander durch die verschiedenen
Zonen, die räumlich nicht voneinander getrennt sind. Dabei ist es nicht zu vermeiden,
daß Vermischungen der in den einzelnen Zonen behandelten Flüssigkeit auftreten,
wodurch die Wirksamkeit der Vorrichtung herabgesetzt wird.
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Zur Vermeidung dieses Nachteils schlägt die Erfindung einen elektrischen
Emulsionszerstörer vor, der wenigstens durch eine lotrechte Zwischenwand zur Unterteilung
des Kessels in mehrere mit Elektroden versehene elektrische Behandlungsräume sowie
durch Zu-, Ab- und Verbindungsleitungen, die mit einer oder mehreren Förderpumpen
ausgestattet sind, gekennzeichnet ist. Diese erfindungsgemäße Ausbildung führt zu
einer vollständigen räumlichen Trennung der einzelnen Behandlungszonen, womit ein
Vermischen der verschieden behandelten Flüssigkeit nicht möglich ist. Auch ermöglicht
die Ausbildung des Emulsionszerstörers nach der Erfindung die Zuführung von Hilfsflüssigkeiten
zu den einzelnen Behandlungszonen.
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Bei einem anderen bekannten Emulsionszerstörer wird das zu behandelnde
Gut durch getrennte, aus Abteilungen gebildete Behandlungszonen geführt, jedoch
ist dabei in den einzelnen Abteilungen praktisch jeweils die gleiche Behandlungsart
lediglich mit dem Unterschied vorgesehen, daß in jeder nachfolgenden Zone ein reineres
Öl eingesetzt wird. Dagegen werden erfindungsgemäß aufeinanderfolgende unterschiedliche
Behandlungen in einem einzigen horizontalen Kessel durchgeführt, wobei das Öl nach
der ersten Behandlungsart aus dem Kessel entfernt und in die zweite Zone wieder
eingeführt wird. Eine andere bekannte Methode zur Emulsionszerstörung arbeitet mit
einem senkrecht stehenden zylindrischen Kessel. Gegenüber dieser Anordnung liefert
die erfindungsgemäße Anwendung eines horizontalen Kessels erhebliche Vorteile. So
steht z. B. auf Grund des jeder Abteilung zukommenden größeren Horizontalquerschnitts
zur Absetzung der Stoffe eine wesentlich größere Absetzfläche zur Verfügung. Auf
Grund des vergrößerten Raums können stark vergrößerte Elektroden eingesetzt werden,
so daß eine bessere elektrische Behandlung herbeigeführt werden kann.
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Auch ist die erfindungsgemäße Behandlung und Abtrennung der Stoffe
wegen der kürzeren Wegstrecke zwischen elektrischem Feld und abgesetzter Masse wesentlich
besser. Die elektrische Isolierung, die Leitungen, Ventile und Pumpen der erfindungsgemäßen
Anlage sowie deren Überwachung sind, da eine hohe horizontale Anordnung leichter
zugänglich ist, einfacher und günstiger.
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Beispielhafte Ausführungsformen sind in den Zeichnungen dargestellt,
und zwar ist Fig. 1 ein Emulsionszerstörer mit zwei Behandlungsräumen; Fig.2 bis
4 sind Schnitte nach den Linien 2-2, 3-3 bzw. 4-4 der Fig. 1; F i g. 5 ist ein vergrößerter
Teilschnitt nach Linie 5-3 derFig.2; Fig. 6 ist ein Schnitt nach Linie 6-6 der Fig.
1; Fig.7 ist eine vergrößerte Teilansicht durch ein Schlammbrechersammelrohr, und
F i g. 8 ist ein Emulsionszerstörer mit drei Behandlungsräumen.
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Der in den F i g. 1 bis 4 dargestellte Emulsionszerstörer weist einen
Druckbehälter 10 auf, dessen Länge größer ist als sein Durchmesser und der von Gestellen
11 im wesentlichen waagerecht getragen
wird. Der Behälter ist vorzugsweise
ein zylindrischer Kessel 12, der an seinen Enden von Stimwänden 15 und 16 geschlossen
ist. Eine Zwischenwandl7 teilt den Innenraum des Behälters in mindestens zwei Behandlungsräume,
und zwar einen Primärbehandlungsraum B8 und einen Sekundärbehandlungsraum 19.
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Die bevorzugte Zwischenwand ist eine lotrechte Kreiswand, die den
Behälter völlig in zwei Räume unterteilt.
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In dem Primärbehandlungsraum BS sind eine obere Elektrode 20 und
eine untere Elektrode 21 waagerecht aufgehängt, die zwischen sich einen Raum 22
aufweisen, der sich von einer lotrechten Mittelachse nach außen erstreckt. Die obere
Elektrode 20 enthält ein Gitterwerk 24, 25, das eine Platte 26 trägt, die die obere
Begrenzung des Raumes 22 bildet. Diese Platte 26 hat eine Mittelöffnung 27 (F i
g. 5), die von einem Ringrohr 28 gebildet wird.
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Die Öffnung 27 wird von einem mit der Mündung nach unten gerichteten
schalenartigen Teil 31, 32 geschlossen, der von Konsolen gehalten wird. Die Schale
31, 32 bildet einen Raum 34 für den später noch beschriebenen Emulsionsverteiler.
Der Umfang der Platte 26 kann mittels eines kleinen Ringrohres 30 versteift werden.
Die obere Elektrode 20 ist vom Behälter 10 unter Zwischenschaltung von Hängeisolatoren
35 isoliert.
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Die untere Elektrode 21 weist ein Gitterwerk 40 auf, das sich von
einem Ringrohr 42 nach außen erstreckt. Das Gitterwerk 40 wird von Hängeeisen 43
getragen, die an den Hängeisolatoren 45 befestigt sind. Auf dem Gitterwerk 40 sind
konzentrische Elektrodenringe 47 befestigt, die ringförmige Zwischenräume 48 bilden,
durch die ein Teil des von dem elektrischen Feld koaleszierten Materials herausfallen
kann. Eine kreisringförmige Platte 49 überbrückt den Zwischenraum zwischen dem Innersten
Ring 47 und dem Ringrohr 42.
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Eine beliebige Hochspannungsquelle für Wechselstrom oder gleichgerichteten
Strom kann zum Erregen der Elektroden 20 und 2t verwendet werden.
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In der Darstellung ist ein üblicher Hochspannungstransformator 51
gezeigt, dessen Hochspannungsklemmen über Anschlüsse 52 und 53 mit den Elektropen
20 und 21 verbunden sind. Der Behälter 10 sowie eine Mittelanzapfstelle der Hochspannungstransformatorwicklung
sind geerdet, so daß elektrische Felder in den Raum 22 und zwischen den Elektroden
20,21 und dem Behälter 10 oder irgendeinem geerdeten Teil der Anlage erzeugt werden
können.
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Bei der dargestellten Ausführung hat das in dem Raum 22 vorhandene
Feld eine Spannung, die das Doppelte der Feldspannung zwischen einer oder der anderen
Elektrode und einem geerdeten Abschnitt der Behandlungsanlage beträgt.
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Bei dieser Anordnung der Elektroden wird die Emulsion vorzugsweise
unmittelbar in den Raum 22 eingeführt, und zwar als ein dünner, mit hoher Geschwindigkeit
nach außen strömender Emulsionssrom, der in einer flachen Bahn aus der ringförmigen
Öffnung 54 eines vom- Steigrohr 56 getragenen Verteilers 55 strömt. Wird die elektrische
Behandlungsanlage zum Entsalzen von Rohöl verwendet, so wird das aus der Lieferleitung
kommende Öl in das Steigrohr 56 von einer Pumpe 57 über eine ein Mischt ventil 59
enthaltende Rohrleitung 58 gefördert. In die Rohrleitung 58 wird mittels einer Pumpe
60 relativ frisches Wasser eingepumpt, wobei das Mischventil
59 die Emulsion bildet,
die von dem in dem Raum 22 befindlichen elektrischen Feld behandelt werden soll.
In dem Raum 22 ist die Emulsion so eingeengt, das sie unterhalb der Platte 26 nach
außen fließt, bis sie den Umfang der Platte 26 erreicht. Das elektrische Feld koalesziert
die Frischwassertröpfchen sowie die Salzlaugentröpfchen der Emulsion. Das koaleszierte
Material setzt sich in den Zwischenräumen 48 oder an Stellen ab, die sich jenseits
des Außenumfanges der unteren Elektrode befinden, so daß sich unterhalb der Linie
A-A eine Masse aus abgesetztem Material sammelt. Dieses abgesetzte Material wird
über ein mit Ventil versehenes Rohr 50 (F i g. 1) abgeleitet. Das behandelte Öl
steigt dann zum Scheitel des Primärbehandlungsraumes 18.
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Eine aus nichtaufgelöster Emulsion bestehende Schlammschicht bildet
sich oft an einer zwischen den Linien A-A und B-B befindlichen Ebene. Diese Linien
stellen Grenzlinien dar, die aber in Wirklichkeit thbergangszonen sind. Dieser Schlamm
muß im wesentlichen mit einer Geschwindigkeit aufgelöst werden, die seiner Entstehungsgeschwindigkeit
entspricht. Die F i g. 1, 3, 6 und 7 zeigen zwei Schlammauflösungshilfen, die einzeln
oder gemeinsam verwendet werden können.
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Bei der ersten Schlammauflösungshilfe erfolgt ein Wiederumlauf des
Schlammes. Diese Einrichtung enthält ein Einlaßsammelrohr 65 mit nahe der Linie
A-A angeordneten, seitwärts verlaufenden gelochten Radialrohren 66. Die Rohre 66
nehmen eine verhältnismäßig kleine Schlammenge, die aus dem Raum oberhalb der Linie
A-A angesaugt wird, und eine verhältnismäßig große Menge des abgeschiedenen, mit
Öl vermischbaren Materials auf, das aus dem Raum unterhalb der Linie A-A angesaugt
wird.
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Ein Gemisch dieser Substanzen gelangt zu einer Umlaufpumpe 68, die
die Masse aus der Sammelleitung 65 über eine Rohrleitung 69 ansaugt. Diese Pumpe
68 erzeugt eine so hohe Wirbelung, daß das Wiederauflösen des Schlammes erfolgt.
Zufriedenstellende Ergebnisse sind mit einer Schleuderpumpe erzielt worden, die
mit einem sehr geringen Druckgefälle arbeitet, das für gewöhnlich nicht höher als
0,28 kg/cm2 ist. Die Pumpe fördert über die Rohrleitung 90 zu einem Auslaßsammelrohr
71, an dem gelochte Rohrleitungen 72 angeschlossen sind, die nach außen in die Schlammasse
nahe der oberen Grenzschicht der Schlammasse ragen, so daß die Bestandteile des
behandelten Schlammes verteilt werden. Die Sammelleitung 65 ist von der Sammelleitung
71 durch Pfosten 73 und vom Behälter 10 durch Pfosten 74 auf Abstand gesetzt.
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Die zweite Art der Schlammauflösungshilfe ist die Einführung von
Dampf. Ein mit Ventil ausgerüstetes Zuführrohr 75 (Fig. 1 bis 6) mit Zweigrohren
76, die in entgegengesetzt gerichtete Düsen 77 enden, führt Dampf oder eine andere
wäßrige heiße Substanz in die Masse der unterhalb der Linie A-A befindlichen abgetrennten
Flüssigkeit. Infolge der Wärmeeinwirkung wird der Schlamm wieder aufgelöst. Ferner
werden Wärmeströmungen erzeugt, die Teile des Schlammes in das elektrsiche Feld
heben, das sich in der zwischen der Linie B-B und der unteren Elektrode 21 vorhandenen
Zone befindet. Der Verteiler 55 erzeugt ebenfalls einen deutlichen Torroidalumlauf,
der diese Zone durchquert, wie dies durch die in F i g. 1 eingezeichneten Pfeile
angedeutet ist. Dieser Umlauf saugt Schlamm und ungelöste
Emulsion
in den Hauptbehandlungsraum 22 zwecks Wiederbehandlung ein.
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Eine Rohranlage leitet das behandelte Öl aus dem Primärbehandlungsraum
18 in den Sekundärbehandlungsraum 19. Ein Merkmal der Erfindung besteht darin, daß
die Rohranlage eine Verbindung zwischen dem oberen Innenraum des Raumes 18 und einer
in dem Raum 19 vorhandenen Verteilervorrichtung herstellt, wobei die Fortleitung
des Öles in einer Zickzackbahn erfolgt. Die Rohranlage enthält ein Sammelrohr 80,
das eine nach unten weisende, koaxial mit dem Steigrohr 56 verlaufende Öffnung 81
hat.
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Das Sammelrohr 80 leitet das behandelte öl oder die Emulsion in einen
lotrechten Rohrabschnitt 83 und von dort in ein Auslaßrohr 84, das mit dem unteren
Innenraum des Raumes 19 in Verbindung steht. Das aufrechte Rohr 83 kann ein verhältnismäßig
großes Rohr sein, das an der Zwischenwand 17 unmittelbar anliegt und an dieser Zwischenwand
befestigt ist, so daß es diese Zwischenwand verstärkt. Die Enden des aufrechten
Rohres können mit der Innenwand des Behälters 10 verschweißt sein. Das untere Ende
dieses aufrechten Rohres ist blockiert. Zur weiteren Versteifung der Zwischenwand
17 dienen waagerecht angeordnete Versteifungen 85, die an entgegengesetzten Seiten
des aufrechten Rohrabschnittes an der Zwischenwand 17 angeschweißt sind (F i g.
1 und 2).
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In dem zweiten Behandlungsraum 19 werden weitere Mengen des restlichen,
mit Öl vermischbaren Materials entfernt. Die Elektrodengruppe 90 hat vorzugsweise
die Form eines Gitters, das im wesentlichen den gesamten Querschnitt einer waagerechten
Zone einnimmt, die sich nahe der waagerechten Mittelebene des Behälters befindet.
Die Elektrodengruppe 90 enthält zwei auf Abstand stehende Elektroden 91 und 92,
von denen jede Elektrode mehrere Lamellen aufweist, die sich parallel zu den entsprechenden
Lamellen der anderen Elektrode erstrecken, jedoch von diesen Lamellen elektrisch
isoliert sind. Die Elektrode 91 weist ein Gitterwerk 93 mit mehreren gleich weit
voneinander auf Abstand stehenden parallelen Elektrodenlamellen 95 auf, die am Gitterwerk
93 befestigt sind und nach unten ragen. Die andere Elektrode 92 weist ein Gitterwerk
96 auf, das mehrere parallele Elektrodenlamellen 98 trägt. Soll eine Höchstmenge
des restlichen, mit Öl unvermischbaren Materials entfernt werden, dann bestehen
diese Elektrodenlamellen vorzugsweise aus geraden Metallstreifen, wobei die Streifen
der einen Elektrode zwischen den Streifen der anderen Elektrode angeordnet sind
und den Zwischenraum zwischen diesen Lamellen unterteilen. In der Darstellung verlaufen
die geraden Blechstreifen parallel zur Länge des Behälters 10 und wirken zusammen,
um mehrere aufrechte, nebeneinander angeordnete Räume 100 zu bilden, die an ihren
oberen und unteren Enden zu dem oberen Innenabschnitt bzw. dem unteren Innenabschnitt
des Behandlungsraumes 19 offen sind. Beste Ergebnisse werden erhalten, wenn diese
Behandlungsräume die gleiche Breite haben und wenn diese Breite kleiner als etwa
150 mm ist.
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Die Elektrode 91 wird von HängeisolatorenZO1 getragen, deren Achsen
im wesentlichen längs Radien des Behälters verlaufen. Die andere Elektrode 92 wird
von dünnen Hängeeisen 103 getragen, die von einem Träger 105 getragen werden, die
wiederum an Isolatoren 106 aufgehängt ist. Stangenl08 können sich zwischen dem Träger
105 und den an dem Be-
hälter befestigten Konsolen 109 erstrecken, so daß sie die
Elektrode gegen seitliche Verlagerung versteifen. Sind die Stangen 108 mit den Konsolen
109 durch einstellbare Muttern 110 verbunden, dann kann die Seitenstellung der Elektrode
92 verstellt werden, um die Breite der benachbarten Räume 100 gleich groß zu machen.
Soll die Elektrode 92 nicht die gleiche Spannung haben wie der BehälterlO, dann
müssen die Stangen 108 aus einem Isoliermaterial bestehen. Anderenfalls können sie
aus Metall hergestellt sein.
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Zur Erzielung bester Ergebnisse ist es erwünscht, derartige Elektroden
von einer Hochspannungsquelle von gleichgerichteter Spannung zu erregen, um in den
Räumen 100 Gleichstromfelder zu erzeugen. In der Darstellung ist ein Hochspannungstransformator
112 mit einem Vollweggleichrichter oder Einweggleichrichter 113 verbunden, um Strom
über die Anschlüsse 114 und 115 den Elektroden 91 und 92 zuzuleiten.
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Die in den Räumen100 entstehenden elektrischen Felder haben im wesentlichen
einen gleichförmigen Spannungsabfall, mit der Ausnahme, daß nahe und unterhalb jeder
Kante 118 der Elektrodenlamellen 95 ein ungleichförmiges Feld erzeugt wird, das
die Emulsion behandelt, ehe die Emulsion in die Zonen gleichförmiger Felder gelangt,
um aus ihnen jede überschüssige Menge an mit Öl unmischbarerem Material zu entfernen.
Die Emulsion, die in die Zonen gleichförmiger Felder einströmt, soll nicht mehr
als etwa 10/o des mit Öl unvermischbaren Materials enthalten.
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Die in dem Sekundärbehandlungsraum 19 zu behandelnde Emulsion steigt
in diesem Raum nach oben und durchquert die Räume 100 in einem einzigen Durchgang,
zum Unterschied von der wiederholten Bewegung durch diese Behandlungszonen bei einer
ringartigen Zirkulation. Zu diesem Zweck wird die Emulsion in den Behandlungsraum
19 an einer großen Zahl von Stellen über eine Verteilervorrichtung eingeführt, die
zwei Verteilereinheiten 125 (F i g. 1, 3 und 4) enthält, die als Schutzkappen wirken
und die Emulsion zu den Kappenumfangsflächen verteilen. Diese Kappen gleichen mit
der Mündung nach unten weisende rechteckigen Schalen, von denen jede eine Deckenwand
126 und eine nach unten gerichtete Umfangswand 127,128 aufweist. Die Rohrleitung
84 endet in einer Zweigleitung 130, die zwei gelochte Zweigrohre 131 hat, die unterhalb
der zugehörenden Kappen angeordnet sind. Die Emulsion strömt in geschlossenen Strömen
aus den in den Rohren 131 befindlichen Öffnungen. Jede Verteilereinheit wird auf
Pfosten 132 getragen. Die Umfangswände 127, 128 sind mit Einschnitten 133 versehen,
so daß eine große Zahl Öffnungen vorhanden sind, die einen waagerechten Abstand
voneinander haben und kleine Ströme an dcr Umfangsfläche der Verteilereinheiten
abgeben. Diese Ströme steigen nach oben und vereinigen sich zu einem einzigen Strom,
ehe sie die Elektroden erreichen. Die Elektroden unterteilen diesen aufsteigenden
Strom und richten den Lauf dieses Stromes.
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Oberhalb der Elektroden vereinigen sich die die Räume 100 durchströmenden
behandelten Ölteilströme zu einem einzigen Strom, aus dem das behandelte Öl über
einen mehrere Öffnungen aufweisenden Sammler abgezogen wird, der ein Sammelrohr
140 aufweist, das mehrere gelochte Zweigrohre 144 hat. Bei einer derartigen Anordnung
werden im wesentlichen
in allen Räumen 100 die gleichen Geschwindigkeiten
aufrechterhalten. Damit diese Wirkung auch nahe dem Ende des Behälters vorhanden
ist, trägt das Ende des Sammelrohres 140 einen Krümmer 145 (F i g. 1), der von Zweigleitungen
146 versorgt wird, von denen jede in ihrem unteren Abschnitt einen Längsschlitz
147 hat, in den das behandelte öl einströmen kann.
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Das Rohr 141 fördert das behandelte Öl aus dem Behälter und kann mit
einem zweckdienlichen Ventil versehen sein, um in den beiden Behandlungsräumen 18
und 19 einen Rückdruck aufrechtzuhalten.
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Die Wirkung der gleichgerichteten elektrischen Felder in dem Behandlungsraum
19 besteht darin, das restliche, mit Öl unvermischbare Material zu Massen zu koaleszieren,
die sich im Gegenstrom zum Emulsionsstrom absetzen und sich im unteren Innenraum
des Behandlungsraumes 19 sammeln. Das koaleszierte Material wird ständig oder periodisch
aus diesem Raum mittels einer Rohrleitung 150 abgelassen, die ebenfalls mit einem
zweckdienlichen Ventil oder einer Drossel versehen sein kann.
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Die in F i g. 8 dargestellte Ausführung weist zwei kreisförmige Zwischenwände
auf, die den Innenraum des Behälters in drei Behandlungsräume unterteilen, nämlich
einen Primärbehandlungsraum 218, einen Sekundärbehandlungsraum 219 und einen vor
dem Raum 218 gelegenen Vorbehandlungsraum 220. Der Vorbehandlungsraum 220 enthält
Elektroden und eine Schlammauflöseeinrichtung, wie sie der entsprechenden Vorrichtung
in Raum 18 ähnlich ist. Das Steigrohr erhält einen Druckstrom über ein Rohr 221
von einer Pumpe 222. Das behandelte Öl fließt in einer Rohrleitung 224, 225, die
der beschriebenen Rohrleitung 80 ähnlich ist, mit der Ausnahme, daß sich die Rohrleitung
224, 225 zur Außenseite des Behälters erstreckt und dort mit den bereits erwähnten
Rohren 58 und 56 verbunden ist. Die Pumpe 57 setzt das vorbehandelte Öl aus dem
Raum 220 unter Druck, und die -Pumpe 60 wird verwendet, um eine andere Flüssigkeit
in das Außenrohr zu drücken und diese Flüssigkeit beim Durchströmen des dargestellten
Ventils zu mischen. Das Gemisch wird dann durch in dem Primärbehandlungsraum 218
befindliche Elektrodenfelder behandelt. Das behandelte Material, das sich in dem
Vorbehandlungsraum 220 abgesetzt hat, kann über ein mit Ventil versehenes Rohr 223
abgelassen werden. Im Rahmen der Erfindung liegt es, die in Fig. 1 dargestellte
Rohrleitung zu einer auf der Außenseite des Behälters gelegenen Stelle zu verlängern
und gewiinschtenfalls eine andere Flüssigkeit in das Rohr zu pumpen.
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In dem in F i g. 8 dargestellten Emulsionszerstörer kann eine Emulsion
drei aufeinanderfolgenden Behandlungen unterworfen werden, und in dem in den Fig.
1 bis 4 dargestellten Emulsionszerstörer kann die Emulsion zwei aufeinanderfolgenden
Behandlungen unterworfen werden. Die zweifache Behandlung kann die Doppelbehandlung
eines Petroleumdestillats oder einer Petroleumiraktion sein, in der die in dem Primärbehandlungsraum
18 befindlichen Felder einen großen Teil des mit Öl unmischbaren Materials entfernen,
während die in dem Sekundärbehandlungsraum 19 vorhandenen Felder eine weitere Menge
entfernen. Die zweifache Behandlung kann auch in dem Entsalzen eines Rohöls in dem
Primärbehandlungsraum 18 (beispielsweise durch Zusetzen und Mischen von 3 bis 20
O/o relativ frischen Wassers mittels der Pumpe 40) und im Entfernen der rest-
lichen
Salzlauge aus dem behandelten Öl durch die in dem Sekundärbehandlungsraum 19 befindlichen
elektrischen Felder bestehen.
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Bei der in der Anlage nach Fig. 8 möglichen dreifachen Behandlung
kann ein Petroleumdestillat oder eine Petroleumfraktion nacheinander mit Säure oder
Alkali behandelt werden. Eine dieser Behandlungen kann aber auch in der Vorbehandlungszone
220 mit einer durch die Pumpe 60 zugeführten Waschsubstanz bewirkt werden, die dann
in dem Primär- und Sekundärbehandlungsraum 218 bzw. 219 entfernt wird. Die in F
i g. 8 dargestellte Anlage zur dreifachen Behandlung ist besonders vorteilhaft bei
der Behandlung von Rohölen. Die vom Lager gewonnene Rohölemulsion wird durch die
elektrischen Felder in dem Vorbehandlungsraum 220 entwässert, das gewonnene Öl wird
entsalzt durch Zumischen von relativ frischem Wasser mittels der Pumpe 60 und wird
dann der Einwirkung der in der Primärbehandlungszone 218 und in der Sekundärbehandlungszone
219 befindlichen elektrischen Feldern unterworfen.
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Viele andere Verfahren können in der zweifachen oder dreifachen Behandlungsanlage
ausgeführt werden.
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Die mehrstufige Behandlungsanlage nach der Erfindung erspart nicht
nur Ausrüstungskosten und Aufstellungsraum, sondern erspart auch die Regeleinrichtung,
die Heizeinrichtung und die elektrische Ausrüstung. Weitere Ersparnisse in der elektrischen
Ausrüstung sind möglich, wenn die Elektrodengruppen der Behandlungsräume 220 und
218 nach Fig. 8 aus demselben Hochspannungstransformator gespeist werden. In einigen
Fällen kann sogar der Gleichrichter 113 von demselben Transformator gespeist werden,
der zur Erzeugung der elektrischen Felder in einer vorhergehenden Stufe verwendet
wird.
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Die Emulsionszerstörer nach der Erfindung haben im Vergleich zur Größe
des Behälters hohe Kapazitäten und können so groß gemacht werden, daß sie von der
Eisenbahn oder auf Lastwagen transportiert werden können.