DE1261332B - Magnetbandgeraet mit Kassette und Endab- und/oder Umschalteinrichtung - Google Patents
Magnetbandgeraet mit Kassette und Endab- und/oder UmschalteinrichtungInfo
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Description
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Gilb
Deutsche Kl.: 42 g-18
1 261332
G49186IX a/42g
4. Februar 1967
15. Februar 1968
G49186IX a/42g
4. Februar 1967
15. Februar 1968
Die Erfindung betrifft ein Magnetbandgerät mit Kassetten, bei denen das innere Bandende an einem
Bandende-Haltepunkt der Spulennabe befestigt ist und das Gerät mit einer von einer Spulenwickelachse
gesteuerten Endab- und/oder Umschalteinrichtung versehen ist, die unabhängig von der Stellung der
Spulenwickelachse und unabhängig von der Bandlaufrichtung wirksam ist.
Es sind Magnetbandgeräte mit einer von einer Spulenwickelachse gesteuerten Endab- und/oder Umschalteinrichtung
bekannt. Bei einer dieser bekannten Einrichtungen, die nur für Kassettengeräte brauchbar ist, betätigt eine vom Magnetband angetriebene
Spulenwickelachse einen Unterbrecherkontakt. Dadurch entstehen im Betriebe nur kurzzeitige
Stromimpulse, die eine Abschaltung nicht bewirken. Am Bandende aber soll durch eine sinnreiche Konstruktion
der Kassetten und der Spulenwickelachsen gewährleistet werden, daß die jeweilige Spulenwickelachse
immer in einer definierten Stellung stehen- und dabei der Kontakt entsprechend lange geschlossen
bleibt. Diese Kontaktgabe bewirkt dann die Abschaltung. Bei eingeführten Kassettensystemen ist
diese Forderung nicht mit Sicherheit erfüllt, weshalb diese einfache Art der .Bandenabschaltung aus Gründen
der Betriebssicherheit nicht anwendbar ist.
Erforderlich ist für die Praxis eine Endab- und/ oder Umschalteinrichtung der eingangs näher bezeichneten
Gattung, die unabhängig von der Stellung der Spulenwickelachse am Bandende funktioniert.
Auch solche Endab- und/oder Umschalteinrichtungen sind bekannt. Diese Einrichtungen nützen entweder
den Drehmomentanstieg einer treibenden Welle am Bandende aus oder sie arbeiten nach dem Differentialprinzip,
bei dem eine Drehrichtungsumkehr erfolgt, wenn eine vom Magnetband getriebene Welle
am Bandende stehenbleibt. Diese bekannten Einrichtungen sind nachteilig, weil sie verhältnismäßig teuer
sind, jeweils nur für eine Bandlaufrichtung wirksam sind und für Abschaltung aus zwei Bandlaufrichtungen
entsprechende Einrichtungen kombiniert werden müssen.
Deshalb hat sich der Erfinder bei dem eingangs näher bezeichneten Magnetbandgerät die Aufgabe gestellt,
eine Endab- und/oder Umschalteinrichtung derart zu schaffen, daß sie unabhängig von der Stellung
der Spulenwickelachse und unabhängig von der Bandlaufrichtung wirksam ist. Außerdem soll sie einfach
und damit billig herstellbar sein.
Diese Aufgabe wird bei einem Magnetbandgerät der eingangs näher bezeichneten Gattung dadurch
gelöst, daß gemäß der Erfindung die Spulenwickel-Magnetbandgerät mit Kassette und
Endab- und/oder Umschalteinrichtung
Endab- und/oder Umschalteinrichtung
Anmelder:
GRUNDIG E. M. V. Elektro-Mechanische
Versuchsanstalt, Inh. Max Grundig,
8510 Fürth, Kurgartenstr. 37
Versuchsanstalt, Inh. Max Grundig,
8510 Fürth, Kurgartenstr. 37
Als Erfinder benannt: Reinhold Emmert, 8500 Nürnberg
achse mit einer Nockenscheibe od. dgl. versehen ist,
durch die zwei Schalthebel gegen die Wirkung einer Feder wechselweise aus einer Ruhelage anhebbar
und durch eine Hemmeinrichtung derart verzögert sind, daß sie nur unterhalb einer Grenzdrehzahl der
ao Spulenwickelachse in ihre die Endab- oder Umschaltung bewirkende Ruhelage zurückkehren können.
Im folgenden werden vier Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der F i g. 1 bis 4 beschrieben, die
jeweils eine Ausführungsform in Draufsicht zeigen.
z5 Bei der in der F i g. 1 dargestellten Endab- und/
oder Umschalteinrichtung ist die Nockenscheibe 1 mit einer Spulenwickelachse, z. B. des nicht dargestellten
Abwickeltellers, verbunden. Die Nockenscheibe 1 dreht sich, solange das Magnetband läuft,
dessen inneres, z. B. schlaufenförmiges Bandende an einem Bandende-Haltepunkt, z. B. durch Aufstecken
auf einen Haltestift, in bekannter und deshalb nicht dargestellter Weise fixiert ist. Die Schalthebel 2 und
2' sind mit Bolzen 3 und 3' am nicht dargestellten Gestell gelagert, so daß sie um die Bolzen drehbar
sind. Durch die Zugfeder 4 werden die beiden Schalthebel 2 und 2' gegeneinandergezogen.
In der gezeichneten Stellung haben die Schalthebel 2 und 2' unter dem Einfluß der Federkraft
Kontakt mit den Gegenstücken 5 und 5' auf dem Kontaktträger 6. Über die Anschlüsse 7 und 8 kann
parallel über: 7, 5', 5, 2, 4, 2' 8 bzw. 7, 5', 2', 8
Strom fließen, der z.B. einen Magneten oder ein Relais zum Ansprechen bringt und damit das Gerät
abschaltet oder eine Motorregelschaltung so beeinflußt, daß der Antriebsmotor stehenbleibt.
Wenn aber das nicht dargestellte Magnetband in Bewegung gesetzt wird, läuft auch die Nockenscheibe
1 und hebt die Schalthebel 2 und 2' von ihren Gegenstücken 5 und S' ab, so daß der Stromkreis
unterbrochen ist. Damit aber zwischen den Nocken 14 die Kontakte nicht wieder schließen, sind die
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Lagerstellen der Schalthebel 2 und 2' mit einer zähen Paste, z. B. Silikonpaste, die unter dem Einfluß von
Scherkräften fließt, geschmiert. Zur Erhöhung der Wirksamkeit sind z. B. die Schalthebel 2, 2' an den
Lagerstellen zu Scheiben 11 und 11' ausgebildet, die an dem nicht dargestellten Gestell anliegen. Durch
die genannte Paste sind die Anlageflächen zwischen den Scheiben 11 und 11' und dem Gestell geschmiert.
Durch die Wirkung dieser Paste können sich die Schalthebel 2 und 2' nur langsam bewegen, so daß
die Schalthebelkontakte während der kurzen Zeit, während der sie von einem Nocken abgehoben sind,
die Gegenstücke 5 und 5' nicht berühren können.
Kommt aber die Nockenscheibe 1 am Bandende zum Stillstand, dann ist sicher ein Schalthebel, z. B. 2,
nicht von einem Nocken 14 angehoben und kann so unter dem Einfluß der Zugfeder 4 langsam an seinem
Gegenstück, z. B. 5, zur Anlage kommen und damit die gewünschte Endab- oder Umschaltung bewirken.
In den Betriebsstellungen »Halt« und »Pause« wird der gegen den Anschlag 9 anliegende Kontaktträger
6 von einem nicht dargestellten Hebel gegen den Anschlag 10 gezogen. In dieser Stellung werden
die Schalthebel 2 und 2' von dem aus Isoliermaterial bestehenden Kontaktträger mit seinen Abhebenasen
15 und 15' nach außen gespreizt und damit der Stromkreis unterbrochen sowie die Endab- bzw.
Umschalteinrichtung unwirksam gemacht.
Beim neuerlichen Einschalten des Gerätes wird der Kontaktträger 6 an semen Anschlag 9 gebracht.
Unter dem Einfluß der Zugfeder 4 und der Wirkung der Paste an den Lagerstellen gehen die Schalthebel 2
und 2' nur langsam nach innen. In dieser Zeit kann der Antrieb hochlaufen, und dann wird durch die
Nockenscheibe 1 ein Schließen der Kontakte, wie schon beschrieben, verhindert.
Das zweite, an Hand der Fig. 2 beschriebene Ausführungsbeispiel zeigt eine weitere Endab- und/
oder Umschalteinrichtung, die im Stromkreis: 7, 13, 5, 4, 5Ί3; 8 mit zwei in Reihe geschalteten Kontakten
arbeitet. Die Nockenscheibe 1 betätigt wechselweise die Schalthebel und 2'. Diese sind mit den
Lagerscheiben 11 und 11' fest verbunden und werden von der Zugfeder 4 gegen die Nockenscheibe 1 gezogen.
Die Gegenkontaktfedern 13 und 13' mit den Anschlüssen 7 und 8 des Endab- und/oder Umschaltstromkreises
haben eine Vorspannung, so daß sie mit etwa 20 ρ Druck an den Kontakten der Schalthebel 2
und 2' anliegen. Schalthebel 2 und 2' und Gegenkontaktfedern 13 und 13' sind auf den Lagerscheiben
11 und 11' isoliert montiert sowie die beiden Schalthebel durch die Zugfeder 4 auch elektrisch verbunden.
Am Anschlag 16 stützen sich die Gegenkontaktfedern 13 und 13' ab. Dadurch ist der an den Klemmen
7, 8 liegende Strömkreis unterbrochen, wenn die Schalthebel 2 und 2' nicht von der laufenden Nokkenscheibe
1 nach außen gestellt und unter dem Einfluß der zähen Paste zwischen den Lagerscheiben 11
und 11' und Gestell dort kurzzeitig gehalten werden.
Wird die Abhebeeinrichtung 12 bei Betriebsart »Halt« und »Pause« des Magnetbandgerätes in Pfeilrichtung
verschöben, dann weiden die mit jeweils einer Nase 16 bzw. 16' versehenen Lagerscheiben 11
und. 11' gegensinnig verdreht, so daß sich beide Kontakte schließen und damit der gewünschte Stromkreis
für das Gerät eingeschaltet ist.
Entsprechend der F i g. 3 dienen die durch die Hemmeinrichtung 11, 11' verzögert gesteuerten zwei
Schalthebel 2, 2' mittels ihrer Nasen 16 bzw. 16' der mechanischen Betätigung der Abhebeeinrichtung 12
derart, daß durch letztere der Endab- oder Umschaltekontakt 17 gesteuert wird, wobei die Hemmeinrichtung
in der bereits beschriebenen Weise wirkt.
Bei dem an Hand der Fig. 4 beschriebenen Aus*
führungsbeispiel erfolgt die Abschaltung oder Umschaltung des Magnettonbandgerätes einzig durch
mechanische Steuermittel. Hier wird bei Stillstand der nicht dargestellten Nockenscheibe 1 od. dgl. die
Abhebeeinrichtung 12 in Richtung auf die Tonwelle 19, die mit einer Schwungmasse 20 versehen ist, verschoben,
so daß sie in den Bereich eines Mitnehmers gelangt. Der reibungsschlüssig auf der Tonwelle
sitzende Mitnehmer 21 schlägt dann so auf die etwas querbeweglich gelagerte Abhebeeinrichtung 12
auf, daß über eine Koppelstange 22 die Rastschiene der Lauftaste 24 ausgelöst wird, die nach oben
unter der Einwirkung einer nicht dargestellten Federkraft Mi-ihre gleichfalls nicht dargestellte Ruhestellung
zurückspringt. Damit wird das Magnettonbandgerät wunschgemäß am Ende ab- bzw. auf Rücklauf
umgeschaltet.
Claims (6)
1. Magnetbandgerät mit Kassetten, bei denen das innere Bandende an einem Bandende-Haltepunkt
der Spulennabe befestigt ist und das Gerät mit einer von einer Spulenwickelachse gesteuerten
Endab- und/oder Umschalteinrichtung versehen ist, die unabhängig von der Stellung der Spulenwickelachse
und unabhängig von der Bandlaufrichtung wirksam ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulenwickelachse (1) mit
einer Nockenscheibe (1, 14) od. dgl. versehen ist, durch die zwei Schalthebel (2, 2') gegen die Wirkung
einer Feder (4) wechselweise aus einer Ruhelage anhebbar und durch eine Hemmeinrichtung
(11, 11') derart verzögert sind, daß sie nur unterhalb einer Grenzdrehzahl der Spulenwickelachse
in ihre die Endab- oder Umschaltung bewirkende Ruhelage zurückkehren können.
2. Magnetbandgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hemmeinrichtung in Lagerstellen
(11, 11') der beiden Schalthebel (2, 2') besteht, in die ein zähfließender Stoff, z. B. Silikonpaste,
eingebracht ist.
3. Magnetbandgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei durch die beiden Schalthebel
(2, 2') steuerbare Kontakte (5, 5') parallel (F i g. 1) geschaltet sind, wenn sie in der Ruhestellung
(stehende Nockenscheibe 1 od. dgl.) den Endab- oder Umschaltstromkreis (7, 8) schließen
bzw. in Reihe (F i g. 2) geschaltet sind, wenn sie in der Ruhestellung den Endab- oder Umschaltstromkreis
öffnen.
4. Magnetbandgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abhebeeinrichtung (12)
vorgesehen ist, durch die in der Betriebsart »Halt« und »Pause« des Gerätes die Schalthebel (2, 21)
in die Arbeitsstellung (entsprechend laufender Nockenscheibe 1 od. dgl.) bewegbar sind.
5. Magnetbandgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Hemmeinrichtung
(11, 1Γ) verzögert steuerbaren zwei Schalthebel (2, 2^ der mechanischen Betätigung der
Abhebeeinrichtung (12) derart dienen, daß durch
letztere der Endab- oder Umschaltekontakt (17) steuerbar ist.
6. Magnetbandgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsteuerung der Abhebeeinrichtung
(12) zur Endab- oder Umschaltung einzig durch mechanische Steuermittel (12, 21...24) erfolgt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1200 564.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 508/146 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
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Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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