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DE1261096B - Vorrichtung und Verfahren zum mannlosen, vollmechanischen Abbau in Floezen steiler und halbsteiler Lagerung - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum mannlosen, vollmechanischen Abbau in Floezen steiler und halbsteiler Lagerung

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Publication number
DE1261096B
DE1261096B DEH55827A DEH0055827A DE1261096B DE 1261096 B DE1261096 B DE 1261096B DE H55827 A DEH55827 A DE H55827A DE H0055827 A DEH0055827 A DE H0055827A DE 1261096 B DE1261096 B DE 1261096B
Authority
DE
Germany
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machine
scaffolding
extraction
offset
dismantling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH55827A
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Guethe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Harpener Bergbau AG
Original Assignee
Harpener Bergbau AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Harpener Bergbau AG filed Critical Harpener Bergbau AG
Priority to DEH55827A priority Critical patent/DE1261096B/de
Priority to ES0324227A priority patent/ES324227A1/es
Priority to GB12762/66A priority patent/GB1077866A/en
Priority to BE678828D priority patent/BE678828A/xx
Priority to NL6604589A priority patent/NL6604589A/xx
Publication of DE1261096B publication Critical patent/DE1261096B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D23/00Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor
    • E21D23/0004Mine roof supports for step- by- step movement, e.g. in combination with provisions for shifting of conveyors, mining machines, or guides therefor along the working face
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E21C35/08Guiding the machine
    • E21C35/16Guiding the machine by making use of the timbering, filling, or other supports
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    • E21C41/16Methods of underground mining; Layouts therefor
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
E21c
Deutsche KL: 5b-27/02
Nummer: 1261096
Aktenzeichen: H 55827 VI a/5 b
Anmeldetag: 22. April 1965
Auslegetag: 15. Februar 1968
Zum mechanischen Abbau von Flözen, insbesondere Kohlenflözen, in steiler und halbsteiler Lagerung sind verschiedene Maßnahmen bekannt. Insbesondere ist eine Vorrichtung zum mechanischen Abbau in Flözen steiler und halbsteiler Lagerung bekannt, die mit Hilfe eines als Ausbau den Versatz abstützenden, zwischen Oberstrecke und Unterstrecke angeordneten Abbaugerüstes aus mehreren beweglich aneinander angeschlossenen Abbaugerüstelementen, die elementen weise, dem fortschreitenden Abbau folgend, vorrückbar sind, arbeitet. Bei dieser bekannten Vorrichtung ist das Abbaugerüst mit Stempeln kombiniert, die zwischen Hangendem und Liegendem gesetzt sind. Am Kohlenstoß ist das Abbaugerüst nicht abgestützt. Das Hereingewinnen der Kohle erfolgt entweder von besonderen, im Abbaugerüst angeordneten und von Hauern besetzten Gewinnungsbühnen aus oder, nach einem anderen Vorschlag, mit Hilfe einer an dem Abbaugerüst zwischen Abbaugerüst und Kohlenstoß funktionell selbständig arbeitenden Gewinnungsmaschine. Nachteilig ist bei dieser bekannten Vorrichtung zumindest, daß das Abbaugerüst mit Stempeln versehen ist, die zwischen Hangendem und Liegendem angeordnet sind. Das ist montagetechnisch aufwendig. Im übrigen kann das Vorrücken des Abbaugerüstes oder der Abbaugerüstelemente nur umständlich und regelmäßig nicht mannlos erfolgen, da Stempel geraubt bzw. gelöst und wieder gesetzt werden müssen.
Ein noch nicht zum Stand der Technik gehörender Vorschlag (vgl. deutsches Patent 1 216 220) betrifft eine Gewinnungseinrichtung, die mittels die Vorgabe des Abbauwerkzeuges begrenzender Kufen am Abbaustoß geführt und mit ihrem Abbauwerkzeug vom Versatz oder dem Strebausbau im Stoß gehalten wird, insbesondere für den Abbau steil gelagerter Flöze mit überhängendem Versatz, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß der sich mittels verstellbarer Gleitkufen am Versatz oder am Ausbau sowie am Liegenden und gegenbenenfalls am Hangenden führenden Gewinnungseinrichtung auf der Stoßseite, zu beiden Seiten ihres Abbauwerkzeuges, je eine Kufe zugeordnet ist, die sich an den Enden eines zweiarmigen Hebels befindet, der am Maschinenkörper, bevorzugt symmetrisch zum Abbauwerkzeug, um eine zum Abbaustoß parallele, zur Maschinenfahrtrichtung rechtwinklig verlaufende Achse schwenkbar gelagert ist und die Kufen um zum Abbaustoß parallele, zur Maschinenfahrtrichtung rechtwinklig verlaufende Achsen schwenkbar trägt. Die Gleitkufen sollen dabei sich etwa über die Länge des genannten Hebels erstrecken und so bemessen sein, daß sie immer auf Vorrichtung und Verfahren zum mannlosen,
vollmechanischen Abbau in Flözen steiler
und halbsteiler Lagerung
Anmelder:
Harpener Bergbau-Aktien-Gesellschaft,
4600 Dortmund, Silberstr. 22
Als Erfinder benannt:
Werner Güthe, 5810 Witten-Bommern
mindestens zwei der das Gewicht des Versatzes und/ oder des Ausbaus tragenden, am Stoß anliegenden Stützen aufliegen. Nichtsdestoweniger fehlt ein mit der Gewinnungsmaschine verbundenes Abbaugerüst, und für die Abstützung des Versatzes sind besondere, selbständige Elemente in Form der genannten Stützen erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Vorrichtung und Verfahren zum mechanischen Abbau in Flözen steiler und halbsteiler Lagerung anzugeben, mit denen das Hereingewinnen der Kohle, aber auch das Vorrücken des Abbaugerüstes vollkommen mannlos erfolgen. Im speziellen soll das Vorrücken des Abbaugerüstes gleichsam automatisch mit dem Arbeiten der Gewinnungsmaschine erfolgen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mechanischen Abbau in Flözen steiler und halbsteiler Lagerung mit Hilfe eines den Versatz abstützenden, zwischen Kopfstrecke oder Oberstrecke und Unterstrecke angeordneten Abbaugerüstes aus mehreren beweglich aneinander angeschlossenen Abbaugerüstelementen, die elementweise, dem fortschreitenden Abbau folgend, verrückbar sind. Die Erfindung besteht darin, daß die Abbaugerüstelemente kohlenstoßseitig offen ausgeführt sind und gemeinsam ein vielgliedriges, gliedweise bewegliches Maschinengestell für eine als Schlitten in dem Maschinengestell geführte und durch die kohlenstoßseitige Öffnung gegen den Kohlenstoß arbeitende Gewinnungsmaschine bilden. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind das Abbaugerüst und die Gewinnungsmaschine funktionell vereinigt und ist das Abbaugerüst gleichsam Teil einer Werkzeugmaschine, nämlich deren Maschinengestell, das sich längs der gesamten Abbaufront von der Oberstrecke zur Unterstrecke erstreckt
809 508/1
Im Rahmen der Erfindung kann grundsätzlich mit verschiedenen Gewinnungsmaschinen gearbeitet werden. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinnungsmaschine als Walzenschrämmaschine ausgeführt ist (wie sie an sich bekannt sind), deren Schrämwalze breiter ist, als der Breite der Abbaugerüstelemente zwischen Hangendem und Liegendem entspricht. Das gibt die Möglichkeit, übliche Walzenschrämmaschinen
und das Werkzeug, hier die Gewinnungsmaschine,
führt. Diese bewegt sich in dem Maschinengestell
zwischen Oberstrecke und Unterstrecke auf und nieder und schneidet sich selbst frei, während das Abbaugerüst nach Maßgabe des Versatzdruckes von
selbst nachrückt. Das kann je nach Gestaltung des
Maschinengestelles, d. h. der Abbaugerüstelemente
und der Gewinnungsmaschine, auf verschiedene Weise
erfolgen.
Von selbständiger Bedeutung ist ein Vorschlag der io im Rahmen der erfindungsgemäßen Vorrichtung einErfindung, der sich durch Funktionssicherheit bei zusetzen, wobei es allerdings erforderlich ist, diese einfachstem Aufbau auszeichnet und dadurch ge- Maschine durch Zusatzbauteile so zu ergänzen, daß kennzeichnet ist, daß die Abbaugerüstelemente einer- sie im Abbaugerüst, d. h. in ihrem Maschinengestell, seits in bekannter Weise den Versatz abstützen, an- geführt wird und andererseits die beschriebene Fühdererseits am Kohlenstoß abgestützt und gegeneinan- 15 rungsfunktion für die freigeschnittenen Abbaugerüstder nach Maßgabe des Abbaues bei einem Durch- elemente übernehmen kann. Im Abbaugerüst und an gang der Gewinnungsmaschine vorrückbar sind (wäh- der Maschine sind dazu einander entsprechende und rend auf eine Abstützung oder Halterung am bzw. zugeordnete Führungsmittel vorgesehen, zwischen Hangendem und Liegendem verzichtet Die Gestaltung der einzelnen Abbaugerüstelemente wird), und daß die Gewinnungsmaschine ein Viel- 20 im Rahmen der Erfindung ist ebenfalls grundsätzlich faches der Länge der einzelnen Abbaugerüstelemente beliebig. Da die Abbaugerüstelemente versatzseitig aufweist sowie hinter einem Führungsabschnitt oder erne Wanderwand bilden, empfiehlt es sich, die verbeidseitigen Führungsabschnitten, z. B. im Bereich satzseitige Wand der Abbaugerüstelemente entspreihrer Mitte, mit Gewinnungswerkzeugen ausgerüstet chend auszubilden und die Anordnung so zu treffen, ist, deren Gewinnungsbreite größer ist als die Er- 25 daß die einzelnen Abbaugerüstelemente versatzseitig Streckung der Abbaugerüstelemente zwischen Han- gegeneinander abgedichtet und mittels Rollen od. dgl. gendem und Liegendem. Letzteres bewirkt offenbar gegeneinander geführt sind. Zur Anpassung an unterdas selbsttätige Freischneiden der Abbaugerüst- schiedliche Flözmächtigkeit besteht die Möglichkeit, elemente beim Passieren der Gewinnungsmaschine. die Anordnung so zu treffen, daß die Abbaugerüst-Die Gewinnungsmaschine kann dabei über Zugmittel 30 elemente versatzseitig, z. B. ein- und ausfahrbare oder in ihrem zugleich das Abbaugerüst bildenden Ma- demontierbare, zum Hangenden bzw. Liegenden geschinengestell von der Oberstrecke aus und ge- führte Wände aufweisen. In ähnlicher Weise können gebenenf alls auch von der Unterstrecke aus bewegt an der Gewinnungsmaschine zusätzliche Gewinnungswerden. Im allgemeinen reicht es, die Gewinnungs- werkzeuge zur Anpassung an unterschiedliche Flözmaschine mit Hilfe derartiger Zugmittel zur Ober- 35 mächtigkeiten, beispielsweise besondere Reißhaken, strecke hin zu bewegen, während die Abwärtsbewe- die neben der Schrämwalze stehengebliebene Kohle gung unter der Einwirkung der Schwerkraft erfolgen hereinreißen, angebracht sein. Es können aber auch kann. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Ge- die Gewinnungswerkzeuge austauschbar sein, so daß winnungsmaschine mit einem besonderen Antrieb an die Gewinnungsmaschine Gewinnungswerkzeuge auszurüsten, der die Bewegung der Gewinnungs- 40 unterschiedlicher Breite angeschlossen werden maschine im Abbaugerüst oder im Maschinengestell können.
bewirkt, das zu diesem Zweck entsprechend ausgebil- Arbeitet man, was nach bevorzugter Ausführungsdet sein kann, beispielsweise eine aus Abschnitten form der Erfindung vorgeschlagen wird, mit überzusammengesetzte Zahnstange aufweisen kann, die gekipptem Kohlenstoß und überhangendem Versatz, mit einem entsprechenden Antriebsritzel kämmt. — 45 so kommen offenbar die einzelnen Abbaugerüst-Handelt es sich um eine Gewinnungsmaschine mit abschnitte mit fortschreitendem Abbau in der Unterbewegten Werkzeugen, so besitzt sie immer einen An- strecke nacheinander frei. Daher empfiehlt die Ertrieb für diese Werkzeuge. findung für diesen Fall, in der Unterstrecke eine auf Die letztbeschriebene Gestaltung der erfindungs- Kufen od. dgl. nach Maßgabe des fortschreitenden gemäßen Vorrichtung ermöglicht eine neue Verfah- 5° Abbaus vorrückbare Führungs- und Aufnahmevorrensweise zum mannlosen mechanischen Abbau von richtung für das jeweils unterste Element des Abbau-Flözen steiler und halbsteiler Lagerung, die ebenfalls gerüstes anzuordnen. Die in der Unterstrecke frei ge- und selbständig Gegenstand der Erfindung ist. Dieses wordenen Abbaugerüstelemente oder zusätzliche kön-Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Ab- nen in der Kopfstrecke wieder eingesetzt und an das baugerüstelemente vom Versatzdruck—insbesondere 55 Abbaugerüst angeschlossen werden, vom Druck überhängenden Versatzes — gegen den Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind Kohlenstoß gedrückt werden und die Gewinnungs- vor allem darin zu sehen, daß mit der erfindungsmaschine bei der Gewinnungsarbeit mit einem Füh- gemäßen Vorrichtung vollkommen mannlos und vollrungsabschnitt in den zwischen Versatz und Kohlen- mechanisch gearbeitet werden kann, und zwar nicht stoß gleichsam festgeklemmten Abbaugerüstelemen- 60 lediglich bezüglich des Hereingewinnens der Kohle, ten geführt wird, während die von den Gewinnungs- sondern auch beim Vorrücken des Abbaugerüstes werkzeugen beim Vorrücken der Gewinnungsma- nach Maßgabe des fortschreitenden Abbaus; denn schine freigeschnittenen Abbaugerüstelemente ihrer- gerade dieses Vorrücken erfolgt im Rahmen der Erseits auf dem jeweils rückwärtigen Teil der Ge- findung automatisch und gesteuert von der Gewinwinnungsmaschine geführt sowie nach Maßgabe des 65 nungsmaschine selbst.
Vorrückens der Gewinnungsmaschine freigegeben Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer und vom Versatzdruck wieder an den Kohlenstoß lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichgedrückt werden. nung ausführlicher erläutert; es zeigt
F i g. 1 einen Vertikalschnitt durch einen mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgerüsteten Abbaustreb in steiler Lagerung,
F i g. 2 in gegenüber der F i g. 1 vergrößerter Darstellung den Ausschnitt A aus dem Gegenstand nach Fig. 1,
F i g. 3 den Gegenstand nach F i g. 2 in anderer Funktionsstellung,
F i g. 4 den Schnitt B-B durch den Gegenstand nach F i g. 3 und
F i g. 5 eine perspektivische Darstellung eines Abbaugerüstelementes aus der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum mannlosen, vollmechanischen Abbau von Flözen steller und halbsteiler Lagerung. Im Ausführungsbeispiel ist die Vorrichtung in steiler Lagerung eingesetzt, und zwar mit übergekipptem Kohlenstoß 1 und überhängendem Versatz 2. Die Vorrichtung arbeitet mit Hilfe eines Abbaugerüstes aus mehreren beweglich aneinander angeschlossenen Abbaugerüstelementen 3, die elementenweise vorrückbar und zwischen Oberstrecke 4 und Unterstrecke 5 angeordnet sind. Sie können in der Oberstrecke gesichert sein. Die Abbaugerüstelemente 3 sind, wie sich insbesondere aus der F i g. 5 ergibt, kohlenstoßseitig offen ausgeführt und bilden gemeinsam ein vielgliedriges Maschinengestell für eine als Schlitten in dem Maschinengestell geführte und durch die kohlenstoßseitige Öffnung 6 der Abbaugerüstelemente 3 gegen den Kohlenstoß 1 arbeitende Gewinnungsmaschine 7. Es handelt sich gleichsam um eine von der Oberstrecke 4 bis zur Unterstrecke 5 geführte Werkzeugmaschine, deren Schlitten »spanabhebend« gegen den Kohlenstoß arbeitet und dabei das Maschinengestell freischneidet. Dazu stützen die Abbaugerüstelemente 3 einerseits den Versatz 2 ab, während sie andererseits selbst am Kohlenstoß 1 abgestützt sind. Sie sind gegeneinander nach Maßgabe des Abbaus bei einem Durchgang der Gewinnungsmaschine 7 vorrückbar, während auf eine Abstützung oder Halterung zwischen Hangendem und Liegendem (d. i. senkrecht zur Zeichnungsebene der F i g. 1 bis 3) mit Hilfe von Stempeln od. dgl. vollkommen verzichtet ist. Die Gewinnungsmaschine 7 besitzt ein Vielfaches der Länge der einzelnen Abbaugerüstelemente 3. An der Gewinnungsmaschine 7 sind besondere Führungsmittel 9 angebracht, die im Ausführungsbeispiel zwei Führungsabschnitte 8 bilden, deren in Arbeitsrichtung vorderer jeweils die Maschine 7 in dem Abbaugerüst führt, während der andere Teil der Maschine gleichsam frei vorkragen kann. Die Gewinnungsmaschine 7 ist im Ausführungsbeispiel im Bereich ihrer Mitte mit Gewinnungswerkzeugen 10 ausgerüstet, deren Gewinnungsbreite größer ist als die Erstreckung der Abbaugerüstelemente 3 zwischen Hangendem und Liegendem. Das ergibt sich insbesondere aus der F i g. 4. Die Gewinnungsmaschine 7 selbst ist im Ausführungsbeispiel über Zugmittel 11 in ihrem zugleich das Abbaugerüst bildenden Maschinengestell von der Oberstrecke 4 und gegebenenfalls auch der Unterstrecke 5 aus auf- und niederbewegbar. Sie kann jedoch, was in den Figuren nicht dargestellt ist, auch einen eigenen Antrieb für diese Auf- und Niederbewegung aufweisen. — Bei der beschriebenen Ausführungsform mit zwei Führungsabschnitten 8 arbeitet das Gewinnungswerkzeug sowohl bei der Aufwärtsbewegung (F i g. 2) als auch bei der Abwärtsbewegung (F i g. 3) der Gewinnungsmaschine 7. Man kann jedoch auch Abwandlungen treffen, bei denen das Hereingewinnen der Kohle nur in einer der Bewegungsrichtungen erfolgt.
Im Ausführungsbeispiel und zugleich nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist die Gewinnungsmaschine 7 eine Walzenschrämmaschine, deren Schrämwalze 10 breiter ist, als der Breite der Abbaugerüstelemente 3 zwischen Hangendem und Liegendem entspricht. Die Abbaugerüstelemente 3 können im übrigen versatzseitig ein- oder ausfahrbare oder auch nur demontierbare, zum Hangenden bzw. Liegenden geführte Wände 12 zur Anpassung an unterschiedliche Flözmächtigkeit aufweisen, was ebenfalls in F i g. 4 angedeutet worden ist. Auch können an der Gewinnungsmaschine 7 zusätzliche Gewinnungswerkzeuge, wie beispielsweise Reißhaken 13, vorgesehen sein, die stehengebliebene Flözteile 14 hereinzureißen erlauben. Auch das ist in F i g. 4 angedeutet worden. Da bei der dargestellten Ausführungsform mit überkipptem Kohlenstoß 1 und überhängendem Versatz 2 mit fortschreitendem Abbau in Richtung des Pfeiles die jeweils untersten Abbaugerüstelemente 3 sukzessive frei werden, ist für diesen Fall in der Unterstrecke 5 eine auf Kufen 15 od. dgl. nach Maßgabe des fortschreitenden Abbaus vorrückbare Führungs- und Aufnahmevorrichtung 16 für das jeweils unterste Element des Abbaugerüstes 3 angeordnet. Dieses kann von hier zur Oberstrecke 4 gebracht und an das Abbaugerüst wieder angeschlossen werden. Die einzelnen Abbaugerüstelemente können mittels Rollen 19 od. dgl. gegeneinander geführt und mit Elementen 20 gegeneinander abgedichtet sein.
Aus einer Betrachtung der F i g. 2 und 3 erkennt man unmittelbar, daß in verfahrensmäßiger Hinsicht die Abbaugerüstelemente 3 vom Versatzdruck, im Ausführungsbeispiel also vom Druck des überhängenden Versatzes 2, gegen den Kohlenstoß 1 gedruckt werden, während die Gewinnungsmaschine 7 bei der Gewinnungsarbeit mit einem Führungsabschnitt in den zwischen Versatz 2 und Kohlenstoß 1 festgeklemmten Abbaugerüstelementen 3 geführt wird und die von den Gewinnungswerkzeugen 10 beim Vorschub der Gewinnungsmaschine 7 freigeschnittenen Abbaugerüstelemente 3 ihrerseits auf dem anderen Teil der Gewinnungsmaschine 7 geführt sowie nach Maßgabe des Vorrückens der Gewinnungsmaschine? freigegeben und vom Versatzdruck wieder an den Kohlenstoß 1 gedrückt werden.
Die Führung der Gewinnungsmaschine 7 im Abbaugerüst kann auf verschiedene Weise erfolgen. Im Ausführungsbeispiel sind dazu Rollen oder Kufen 9 an die im übrigen an sich bekannte Gewinnungsmaschine 7 angeschlossen worden, während die Abbaugerüstelemente 3 entsprechende Schienen 18 aufweisen.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum mechanischen Abbau in Flözen steiler und halbsteiler Lagerung mit Hilfe eines den Versatz abstützenden, zwischen Oberstrecke und Unterstrecke angeordneten Abbaugerüstes aus mehreren beweglich aneinander angeschlossenen Abbaugerüstelementen, die elementenweise, dem fortschreitenden Abbau folgend, vorrückbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Abbaugerüstelemente (3) kohlen-
stoßseitig offen ausgeführt sind und gemeinsam ein vielgliedriges Maschinengestell für eine als Schlitten in dem Maschinengestell geführte und durch die kohlenstoßseitige Öffnung (6) gegen den Kohlenstoß (1) arbeitende Gewinnungsmaschine (7) bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abbaugerüstelemente (3) einerseits in bekannter Weise den Versatz (2) abstützen, andererseits am Kohlenstoß (1) abgestützt und gegeneinander nach Maßgabe des Abbaus bei einem Durchgang der Gewinnungsmaschine (7) vorrückbar sind und daß die Gewinnungsmaschine (7) ein Vielfaches der Länge der einzelnen Abbaugerüstelemente aufweist sowie hinter einem Führungsabschnitt oder beidseitigen Führungsabschnitten (S), z. B. im Bereich ihrer Mitte, mit Gewinnungswerkzeugen (10) ausgerüstet ist, deren Gewinnungsbreite größer ist als die Erstreckung der Abbaugerüstelemente (3) zwischen Hangendem und Liegendem.
3.. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinnungsmaschine (7) über Zugmittel (11) in ihrem zugleich das Abbaugerüst bildenden Maschinengestell von der Oberstrecke (4) und gegebenenfalls auch der Unterstrecke (S) aus auf- und niederbewegbar ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinnungsmaschine (7) als Walzenschrämmaschine ausgeführt ist, deren Schrämwalze (10) breiter ist, als ■der Breite der Abbaugerüstelemente (3) zwischen Hangendem und Liegendem entspricht.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4 in der Ausführungsform mit überkipptem Kohlenstoß und überhängendem Versatz, dadurch gekennzeichnet, daß in der Unterstrecke (S) eine auf Kufen (15) od. dgl. nach Maßgabe des fortschreitenden Abbaus vorrückbare Führungs- und Aufnahmevorrichtung (16) für das jeweils unterste Element des Abbaugerüstes (3) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Abbaugerüstelemente (3) versatzseitig gegeneinander abgedichtet und mittels Rollen (19) od. dgl. gegeneinander geführt sind.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abbaugerüstelemente (3) versatzseitig zum Hangenden bzw. Liegenden geführte Wände (12) zur Anpassung an unterschiedliche Flözmächtigkeit aufweisen.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der Gewinnungsmaschine (7) zusätzliche Gewinnungswerkzeuge (13) zur Anpassung an unterschiedliche Flözmächtigkeiten angebracht sind.
9. Verfahren zum mannlosen mechanischen Abbau von Flözen steiler und halbsteiler Lagerung mit Hilfe der Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abbaugerüstelemente (3) vom Versatzdruck — insbesondere vom Druck überhängenden Versatzes (2) — gegen den Kohlenstoß (1) gedrückt werden und die Gewinnungsmaschine (7) bei der Gewinnungsarbeit mit einem Führungsabschnitt (8) in den zwischen Versatz (2) und Kohlenstoß (1) festgeklemmten Abbaugerüstelementen (3) geführt wird, während die von den Gewinnungswerkzeugen (10) beim Vorschub der Gewinnungsmaschine (7) freigeschnittenen Abbaugerüstelemente (3) ihrerseits auf dem anderen Teil der Gewinnungsmaschine (7) geführt sowie nach Maßgabe des Vorrückens der Gewinnungsmaschine (7) freigegeben und vom Versatzdruck wieder an den Kohlenstoß (1) gedrückt werden.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 216 220.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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