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DE1260279B - Verfahren zur Herstellung einer duktilen Diffusionsverbindung zwischen warmfesten Legierungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer duktilen Diffusionsverbindung zwischen warmfesten Legierungen

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Publication number
DE1260279B
DE1260279B DEW32486A DEW0032486A DE1260279B DE 1260279 B DE1260279 B DE 1260279B DE W32486 A DEW32486 A DE W32486A DE W0032486 A DEW0032486 A DE W0032486A DE 1260279 B DE1260279 B DE 1260279B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon
diffusion
silicon
parts
alloys
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW32486A
Other languages
English (en)
Inventor
William Feduska
Walter L Horigan Jun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Electric Corp
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Electric Corp filed Critical Westinghouse Electric Corp
Publication of DE1260279B publication Critical patent/DE1260279B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K20/00Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating
    • B23K20/16Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating with interposition of special material to facilitate connection of the parts, e.g. material for absorbing or producing gas
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/001Interlayers, transition pieces for metallurgical bonding of workpieces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Pressure Welding/Diffusion-Bonding (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer duktilen Diffusionsverbindung zwischen warmfesten Legierungen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer duktilen Verbindung zwischen warmfesten Legierungen. Da das erfindungsgemäße Verfahren durch eine Diffusion im festen Zustand gekennzeichnet ist bzw. die Verbindung zwischen den metallischen Teilen durch einen besonderen Diffusionsvorgang zustande kommt, sei eine solche Verbindung im folgenden als Diffusionsverbindung bezeichnet.
  • Warmfeste Legierungen werden gegenwärtig allgemein mit verhältnismäßig niedrigschmelzenden Hartloten auf Nickelbasis gelötet. Diese Nickellegierungen, die bei Temperaturen zwischen 1000 und 1200° C schmelzen, sind zwar für die Herstellung einfacher Verbindungen geeignet, doch genügen sie nicht in den Fällen, in denen höhere Anforderungen an die Zähigkeit und Festigkeit der Verbindungen gestellt werden. Die Hartlote besitzen nämlich eine ihnen eigene Härte und Sprödigkeit, und die mit ihnen hergestellten Verbindungen neigen dazu, gleiche oder ähnliche Eigenschaften anzunehmen. Verbindungen, die eine größere Härte und Sprödigkeit als das Grundmetall aufweisen, beeinträchtigen aber die Haltbarkeit und Brauchbarkeit der durch sie geschaffenen Konstruktionen.
  • Zum Stand der Technik gehört auch, Verbindungen herzustellen, bei denen durch geeignete Maßnahmen ein Eutektikum erzeugt, also eine flüssige Phase ausgenutzt wird. So ist der Zeitschrift »Materials in Design Engineering«, Bd. 51, Jg. 1960, Aprilheft, S. 14 bis 16, zu entnehmen, daß sich Teile einer warmfesten Zirkoniumlegierung mittels Nickel verbinden lassen, indem eine Glühung oberhalb der Eutektikumstemperatur vorgenommen und anschließend eine Nachdiffusion herbeigeführt wird.
  • Auf eine Bindung über eine eutektische Phase ist auch das Verfahren nach der deutschen Patentanmeldung G 4681 VI a / 49h gerichtet: Zur stoffschlüssigen Verbindung zwischen Eisenteilen werden die zu verschweißenden Flächen mit einer Rußschicht bedeckt und danach erhitzt, wobei oberflächlich eine Bildung von niedrigschmelzenden Eisenkarbiden eintritt und im weiteren Verlauf der Glühbehandlung ein Eindiffundieren in das Innere des Grundmetalls erfolgt. Gleichfalls wird zur stoffschlüssigen Verbindung von Buntmetallteilen zunächst die Bildung einer niedrigschmelzenden Legierung angestrebt und dann eine Nachdiffusion vorgenommen; hierfür hat sich als geeigneter Stoff phosphorhaltiges Material erwiesen.
  • Nach der französischen Patentschrift 1196 554 läßt sich Phosphor als Eutektikumsbildner auch zur Herstellung einer Verbindung mit Eisen verwenden. Kennzeichnende Maßnahme dieser Verfahren zum Verbinden warmfester metallischer Gegenstände ist stets die zunächst angestrebte Bildung einer eutektischen, also einer flüssigen Phase. Daher liegt auch jeweils die Glühtemperatur zur Herstellung der Verbindung höher als die eutektische Temperatur. Durch das Ausnutzen einer eutektischen Phase lassen sich zwar bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen Verbindungen herstellen, im eutektisch geschmolzenen Bereich der Verbindung verbleibt aber eine Zone, in der die Duktilität geringer ist als im Grundmetall. Auch durch eine anschließende Nachdiffusion lassen sich die mechanisch-technologischen Eigenschaften dieses Verbindungsbereiches, vornehmlich dessen Zähigkeit und Verformbarkeit, nicht ausreichend verbessern.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten Nachteile zu beheben, wobei insbesondere solche Verbindungen vermieden werden, die unter Ausnutzung einer eutektischen oder einer anderen flüssigen Phase hergestellt werden.
  • Zur Lösung der gestellten Aufgabe nutzt die Erfindung die Eigenschaft einiger chemischer Elemente aus, sehr schnell zu diffundieren. Diese Elemente werden einzeln oder kombiniert als Mittel benutzt, um zwischen warmfesten Teilen eine zuverlässige Diffusionsverbindung großer Festigkeit herzustellen.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist zur Verbindung von Konstruktionsteilen, die eine den warmfesten Legierungen entsprechende Zusammensetzung haben, dafür Sorge zu tragen, daß an den durch Diffusion zu verbindenden Flächen wenigstens ein Element aus der Gruppe Bor, Kohlenstoff und Silizium vorhanden ist. Insbesondere wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ein relativ dünnes, aus einer homogenen,d. h. einphasigen Legierung bestehendes Metallblech verwendet, in dem wenigstens ein sehr schnell diffundierendes Element aus der Gruppe Bor, Kohlenstoff und Silizium als ein kleiner, aber wesentlicher Bestandteil der Legierung vorhanden ist.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielten Diffusionsverbindungen bewahren ihre Festigkeit auch bei höheren Temperaturen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer duktilen Diffusionsverbindung großer Festigkeit zwischen aus warmfesten Legierungen bestehenden Teilen auf nicht schmelzflüssigem Wege ist dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den vorgesehenen zu verbindenden Flächen der zu verbindenden Teile mindestens eines der wegen ihres kleinen Atomdurchmessers leicht diffundierenden chemischen Elemente aus der Gruppe Bor, Kohlenstoff und Silizium eingebracht wird und die so angeordneten Teile in engem Kontakt miteinander auf mindestens 900° C für eine Zeitdauer von mindestens 20 Sekunden erwärmt werden, bis durch Diffusion im festen Zustand eine starke metallische Bindung der Teile erreicht ist.
  • Das Verfahren kann zweckmäßig in folgender Weise durchgeführt werden: Die zu verbindenden Oberflächen der Teile der warmfesten Legierungen werden bündig übereinandergelegt. Zwischen diese zu verbindenden Flächen wird ein dünnes Blech geschoben. Dieses dünne Blech besteht aus einer Legierung, die mindestens eines der Elemente Bor, Kohlenstoff oder Silizium besitzt. Die Anordnung wird in Schutzgas auf wenigstens 900° C für wenigstens 20 Sekunden erhitzt. Die Temperatur kann bis zu 1250° C und die Glühzeit 1 Stunde oder mehr betragen, je nach der Zusammensetzung der zu verbindenden Teile. Das schnell diffundierende Element bzw. Elemente, die in dem Zwischenblech vorhanden sind, diffundieren schnell in die angrenzenden Haftflächen der zu verbindenden metallischen Teile. Dieses rasche »Vorausdiffundieren« beschleunigt nun auch die Diffusion der trägeren Basiselemente der zu verbindenden metallischen Teile. Dadurch wird eine metallische Bindung hergestellt, und es wird so eine Verbindungszone großer Festigkeit geschaffen, die kleine Beträge der schnell diffundierenden Elemente enthält. Die Verbindungsstelle ist daher in der Regel durch ein Kornwachstum über die Haftflächen der beiden metallischen Konstruktionsteile gekennzeichnet.
  • Bei dem Diffusionsverbindungsverfahren hat es sich als zweckmäßig erwiesen, daß die schnell diffundierenden Elemente in Form einer homogenen Legierung verwendet werden, die neben mindestens 0,1 % an Bor, Kohlenstoff und/oder Silizium aus Eisen, Kobalt, Nickel, Chrom und/oder Mangan als den Basismetallen besteht.
  • Das Diffusionsverbindungsverfahren dieser Erfindung kann auf Nickel, Kobalt und Eisen basierenden Legierungen angewandt werden. Die Legierungen können ein oder mehrere Bestandteile von Titan, Molybdän, Chrom, Mangan, Aluminium, Vanadin und Wolfram in wesentlichen Anteilen enthalten. Reines Nickel, Eisen und Kobalt können ebensogut verbunden werden wie ihre Legierungen.
  • Es wurde gefunden, daß die sehr schnell diffundierenden Elemente Kohlenstoff, Silizium und Bor, die für die Herstellung einer Diffusionsverbindung nach der Erfindung geeignet sind, gewisse kritische Eigenschaften besitzen. Die Elemente sollten mit einer sehr großen Geschwindigkeit in das Gefüge der zu verbindenden Basismetalle hineindiffundieren. Während nun alle metallischen Elemente fähig sind, im festen Zustand zu diffundieren, besitzen jene Elemente, die hier von Interesse sind, eine sehr große Geschwindigkeit der Diffusion. Die Elemente Kohlenstoff, Silizium und Bor werden im nachfolgenden als hochdiffusible Elemente bezeichnet. Elemente mit kleinen Atomradien diffundieren in den verschiedensten Metallen sehr rasch. Diese hochdiffusiblen Elemente weisen auch eine merkliche Löslichkeit in dem Basismetall oder in den Basismetallen auf, welche zu verbinden sind. An den Haftflächen wird dadurch Mischkristallbildung erfolgen, und zwar schneller als die Bildung spröder intermetallischer Verbindungen. Die hochdiffusiblen Elemente weisen ebenso eine gewisse Löslichkeit in den verschiedenen Metallen auf; die dann zu dünnen Zwischenblechen verarbeitet werden können.
  • Das Kohlenstoffatom hat einen sehr kleinen Atomradius (0,77 A) und diffundiert sehr rasch in die Basismetalle hinein. Kohlenstoff weist ebenso eine merkliche Löslichkeit in verschiedenen Elementen auf, so z. B. in Kobalt, Eisen, Mangan, Nickel und Titan. Durch die Diffusion von Kohlenstoff in diese Elemente oder Legierungen dieser Elemente werden Mischkristalle bzw. homogene Legierungen mit Kohlenstoff gebildet.
  • Der Kohlenstoff kann auf die zu verbindenden Oberflächen in verschiedener Weise aufgebracht werden. Eine oder beide der zu verbindenden Teile werden an ihren Haftflächen aufgekohlt. Bei der Diffusionstemperatur löst sich der Kohlenstoff in dem Gefüge der Werkstoffe auf und diffundiert quer über die Verbindungsflächen, wodurch die Bindung gefördert wird. Kohlenstoff kann ebenso niedergeschlagen werden, indem man eine Suspension von Kohlenstoff in einer neutralen Flüssigkeit auf die zu verbindenden Oberflächen bringt. Wie oben bereits ausgeführt, ist Kohlenstoff in einer Anzahl von Elementen löslich. Die nötige Kohlenstoffkonzentration zur Herstellung der Diffusionsverbindung kann man auch dadurch erhalten, daß man dünne, mit Kohlenstoff legierte Bleche zwischen die Haftflächen bringt.
  • Das Siliziumatom hat einen relativ kleinen Atomradius (1,17 A) und ist fähig, in gewissen Basismetallen rasch zu diffundieren. Silizium weist eine wesentliche Löslichkeit in verschiedenen Elementen zwischen Raumtemperatur und Diffusionstemperatur auf. Es können daher auch hier zur erfindungsgemäßen Herstellung der Diffusionsverbindung dünne, mit Silizium legierte Bleche hergestellt werden, die zwischen die Haftflächen der zu verbindenden Teile unterzubringen sind.
  • Auch das Boratom ist relativ klein (0,97A), und es ist bekannt, daß es schnell in verschiedenen Hochtemperaturlegierungen diffundiert. Bor ist ebenfalls in einer Anzahl von Elementen löslich, so daß Legierungen zur Erlangung einer erfindungsgemäßen Diffusionsverbindung daraus hergestellt werden können.
    Das für die erfindungsgemäß herzustellende Diffusionsverbindung zu verwendende dünne Zwischenblech enthält wenigstens eines der Elemente Kohlenstoff, Bor und Silizium in einer Menge von mindestens 0,10/0. Aus praktischen Gründen ist es wünschenswert, daß wenigstens 0,2% an Kohlenstoff, Bor oder Silizium oder eine Kombination von zwei oder mehreren dieser Elemente vorliegt. Größere Anteile z. B. bis zu 10 % können in diesen Blechen vorliegen. Das Maximum der Summe ist durch das Grundmetall bestimmt, in dem der Kohlenstoff, das Silizium oder das Bor vorliegen, da ihre Löslichkeit in diesem Grundmetall variieren wird.
  • Das Diffusionselement kann in einem dünnen Blech einer solchen Bindungslegierung enthalten sein. Die Bindungslegierung kann aber auch in anderer Form vorliegen, so z. B. in Pulverform, in geflochtenen Drähten, Drahtnetzen u. dgl. Da das Verfahren auf diese Weise schwieriger durchzuführen und weniger kontrollierbar ist, kann reiner Kohlenstoff, Silizium oder Bor auch in Pulverform in einer neutralen Flüssigkeit suspendiert und auf die zu verbindenden Flächen gepinselt werden. Wie bereits vorstehend erwähnt, haben sich Zwischenbleche befriedigend im Gebrauch bewährt.
  • Um den Einfiuß des Kohlenstoffes als ein schnell diffundierendes Element in einer Diffusionsbindungslegierung zahlenmäßig zu erfassen, wurde eine Nickel-Kohlenstoff-Legierung hergestellt. Bei Temperaturen von 1000 bis 1300° C ist Kohlenstoff in Nickel zwischen 0,23 und 0,65 Gewichtsprozent löslich. Jedoch wurde ein praktischer Bereich von 0,2 bis 0,7 Gewichtsprozent Kohlenstoff festgesetzt. Überschreiten der Löslichkeitsgrenze von Kohlenstoff in Nickel durch kleine Beträge ist nicht von großem Nachteil. Eine Nickel-Kohlenstoff-Legierung, die 0,35 Gewichtsprozent Kohlenstoff enthält, wurde hergestellt und auf eine Dicke von 0,076 bis 0,101 mm verarbeitet. Diese Legierung wird im folgenden als »Legierung 2406« bezeichnet. In der nebenstehenden Tabelle I wird die Zusammensetzung verschiedener Hochtemperaturlegierungen, auf die das Verfahren nach der Erfindung angewandt wurde, beschrieben.
  • Die Legierung AISI 347, Legierung D, Legierung I und Legierung H der Tabelle I, die in Form von Streifen vorlagen, waren poliert und entfettet und mit einem Streifen der Legierung 2406 dann erfindungsgemäß durch Diffusion verbunden, wobei der Streifen zwischen die zu verbindenden Flächen der Probe gebracht wurde. Die Verbindungsstelle war eine einfache Überlappung, die die gleiche Länge besaß wie die Dicke des Basismetalls. Die Verbindung wurde in einem Vakuum von 0,05 bis 0,07 Mikron vollzogen. Während die Verbindung sich ausbildete, wurde ein Druck zur Förderung der Bindung nicht angewendet. Jedoch die Anwendung eines Druckes würde den Kontakt für die Herstellung der Diffusionsverbindung sichern und kann bei besonderen Umständen angewendet werden. In einigen Fällen tritt ein anfängliches Schmelzen auf, und der kleine Betrag von geschmolzenen Legierungen stellt einen guten Kontakt für den im festen Zustand vor sich gehenden Diffusionsprozeß dar. Die verschiedenen Temperaturen und Zeiten, welche dabei angewendet wurden, sind in Tabelle 1I beschrieben. Tabelle 1I enthält ebenso die größte Scherfestigkeit der bei Raumtemperatur geprüften Proben.
    Tabelle 1I
    Herstellung der erfindungsgemäßen Diffusionsverbindung unter Verwendung verschiedener Basismetalle und
    einer Nickel-Kohlenstoff-Legierung 2406 (Nickel mit 0,35 Gewichtsprozent Kohlenstoff) als Zwischenblech
    L1d. Nr. Basismetall Diffusionstemperatur Diffusionszeit Größte Scherfestigkeit
    ° C
    Minuten
    kg/mm2
    24 AISI347 1225 10 15,1
    25 AISI347 1225 10 25,7
    35 Legierung D 1125 10 25,8
    36 Legierung D 1225 10 23,9
    28 Legierung 1 1150 10 37,9
    48 Legierung H 1225 10 28,4
    Die Versuchsergebnisse in Tabelle Il zeigen besonders klar, daß Nickel-Kohlenstoff-Legierungen erfindungsgemäß verwendet werden können, um Verbindungsstellen mit vorzüglicher Festigkeit zu schaffen. Ferner können Legierungen auf Nickelbasis, die 0,20 bis 0,70 0/0 Kohlenstoff enthalten, dazu verwendet werden, um eine Reihe von Hochtemperaturlegierungen durch Diffusion zu verbinden. In diesen Legierungen verbleibt der Kohlenstoff in fester Lösung mit dem Nickel bei Arbeitstemperaturen und ermöglicht daher die Herstellung dünner Streifen aus diesen Legierungen. Wenn solche Streifen zwischen die Haftflächen der zu verbindenden Grundlegierungen gebracht sind und Erhitzung bis zur Diffusionstemperatur erfolgt, diffundiert der im Nickel gelöste Kohlenstoff in die Haftflächen der Grundlegierung und fördert so die Diffusionsbildung. Durch Druck kann der unmittelbare Kontakt der Haftflächen unterstützt werden, ist aber für eine Diffusionsverbindung nicht notwendig, wenn die Haftflächen eben sind und in engem Kontakt miteinander stehen. Statt der Nickel-Kohlenstoff-Legierung können auch andere kohlenstoffhaltige Legierungen als Zwischenblech verwendet werden. Diese Legierungen können Basismetalle enthalten, wie z. B. Kobalt, Eisen, Mangan und Titan, welche alle eine gewisse Löslichkeit für Kohlenstoff bei den Diffusionsbindungstemperaturen zwischen 900 und
    Tabelle HI
    Diffusions- Diffusionszeit Größte
    Probe Grundmetall Legierung des Zwischenbleches temperatur Scherfestigkeit
    ° C Minuten kg/mm2
    1 Legierung PH 2759 (0,75 Gewichtsprozent Bor, 1140 bis 1250 5 19,0
    Rest Kobalt)
    2 Legierung PH 2760 (1,50 Gewichtsprozent 1145 bis 1225 5 13,4
    Silizium, Rest Nickel)
    3 Legierung N 2759 1145 bis 1170 5 39,6
    4 Legierung N 2760 1150 bis 1200 5 28,1
    Die Haftstellen, bei den in der vorangehenden Tabelle besprochenen Versuchsstücken, wurden durch eine einfache überlappung bewerkstelligt, wobei die überlappung etwa der Dicke des Grundmetalls entsprach, dessen Teile miteinander verbunden wurden. Ein Druck wurde nicht angewendet. Der Oberflächenkontakt kam lediglich durch das Eigengewicht des oberen Teiles zustande.
  • Die erlangte Festigkeit dieser Verbindungen mit Silizium und Bor als hochdiffusibles Element zeigt, 1300° C besitzen. Es können z. B. Legierungen auf Kobaltbasis, die 0,2 bis 10/0 Kohlenstoff enthalten, erfindungsgemäß verwendet werden. Legierungen von diesen Elementen in verschiedenen Kombinationen unter sich oder mit anderen Legierungselementen, wie z. B. Chrom, Molybdän und Wolfram, können in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Metalls der Teile, die miteinander verbunden werden sollen, verwendet werden.
  • Andere Versuche wurden mit silizium- bzw. borhaltigen Legierungen unternommen. Die gebräuchlichste Konzentration für Bor liegt z. B. in einer Legierung auf Kobaltbasis bei etwa 0,2 bis 2 Gewichtsprozent. Der gebräuchlichste Konzentrationsgehalt einer Legierung auf Nickelbasis liegt für Silizium bei 0,2 bis 10%, und für eine Legierung auf Kobaltbasis liegt dieser Gehalt bei 0,2 bis 8 % Silizium.
  • In Tabelle III sind weitere Versuche aufgeführt. Die Versuche wurden mit den Legierungen »PH« und mit den Legierungen »N« der Tabelle I im entfetteten und polierten Zustand der entsprechenden Bleche durchgeführt. Als Zwischenbleche dienten solche einer Kobalt-Bor-Legierung (2759) bzw. einer Nickel-Silizium-Legierung (2760). Die Verbindung wurde im Vakuum bei- einem Druck von 0,05 bis 0,07 Mikron hergestellt. Ein Druck zur Sicherung des guten Kontaktes der Haftflächen wurde nicht angewandt. daß auf diese Art und Weise sehr brauchbare Verbindungen ausgeführt werden können.
  • Die Wirksamkeit von Kohlenstoff, Bor und Silizium für die erfindungsgemäße Herstellung einer Diffusionsverbindung ist durch die vorgenommenen Versuche nachgewiesen worden. Metalle oder Legierungen, die fähig sind, diese diffusiblen Elemente in fester Lösung zu halten und eine genügende Duktilität dabei aufweisen, können als Zwischenschichtlegierung in Form dünner Bleche angewandt werden. Kohlenstoff kann für diese Zwecke mit Kobalt, Eisen, Mangan, Titan und mit Legierungen dieser Elemente legiert werden. Auch andere Legierungspartner, wie z. B. Chrom, Molybdän und Wolfram, können anwesend sein.
  • Silizium zeigt eine ähnliche Löslichkeit zwischen Raumtemperatur und 1300° C und zeigt vergleichbare Diffusionstemperaturen in Kobalt, Chrom, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän, Nickel, Platin, Titan, Wolfram und Zirkon. Zwischenbleche für das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Diffusionsverbindung können unter Benutzung dieser Elemente ebenfalls hergestellt werden.
  • Auch Bor, das eine Löslichkeit in Kobalt, Kupfer,
    Tabelle IV
    Löslichkeit Löslichkeit Löslichkeit
    des Siliziums des Siliziums des Siliziums
    Element im Element Temperatur Element im Element Temperatur Element im Element Temperatur
    Gewichts- Gewichts- Gewichts-
    prozent ° C prozent ° C prozent ° C
    Al 1,65 577 Ni 8,0 1150 V 7,5 -1840
    <0,1 Raum- 5,0 Raum- 5,0 900
    temperatur temperatur
    Co -7,0 1100 Pt 0,2 830 W 0,9 1800
    -7,0 775 < 0,2 Raum- 111 0,5 Raum-
    temperatur temperatur
    Fe 13,0 1250 Rh 0,5 Raum- Zn 1,62 850
    5,0 Raum- temperatur 0,06 600
    temperatur
    Mn 10,0 880 Ta 0,2 1300 Zr 0,2 1600
    8,0 600 0,1 860
    Ti 3,0 1330
    < 0,44 860
    Aus diesen Darstellungen ist es ersichtlich, daß es eine bemerkenswerte Reihe von siliziumhaltigen Legierungen zur Verwendung als Zwischenblech gibt, die die Elemente Eisen, Nickel, Mangan und Kobalt umfassen. Legierungen auf Nickelbasis mit einem Gesamtgehalt von 20 bis 30 Gewichtsprozent Eisen, Mangan und Kobalt, mit etwa 8 % Chrom zur Festigung des Korrosionswiderstandes und etwa 4% Silizium als hochdiffusibles Element sind ausgezeichnete Legierungen für die erfindungsgemäße Herstellung von Diffusionsverbindungen bei Anwendung höherer Temperaturen. Diese Legierungen, mit Gesamtgehalten von mindestens 95% Eisen, Nickel, Mangan, Kobalt und Chrom halten bei Diffusionstemperaturen von 900 bis 1000°C nahezu das gesamte Silizium in Lösung. Ferner sind sie zu dünnen Streifen in Form der Zwischenbleche verarbeitbar.
  • Die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen erfolgte im Vakuum, jedoch ist ein Vakuum für die Ausbildung einer guten Bindung nicht wesentlich. Der unmittelbare Kontakt der zu verbindenden Teile ist wichtiger.
  • Als Zwischenbleche für die Herstellung der Diffusionsverbindung können solche mit Dicken von 0,62 mm verwendet werden. Dünnere Bleche ergeben stärkere Verbindungen, und der bevorzugte Dickenbereich dieser Bleche liegt bei 0,012 bis 0,12 mm.
  • Die hier gebrauchte Bezeichnung Zwischenblech umfaßt sowohl Streifen wie auch Folien. Eisen, Palladium, Tantal und Zirkonium aufweist, kann mit diesen Metallen, einzeln oder in Kombination, zum Zweck der Herstellung von Zwischenblechen legiert werden.
  • Für die Entwicklung von Legierungen, die für die Herstellung einer Diffusionsverbindung geeignet sind und ähnliche Eigenschaften wie die Legierungen der zu verbindenden Teile haben, ist es wesentlich, die Löslichkeit des diffusiblen Elementes in den verschiedenen Elementen solcher Legierungen zu kennen. Die folgende Tabelle gibt die Löslichkeit von Silizium in einer Anzahl von wichtigen Elementen an, die in elementarer oder in legierter Form als Zwischenbleche dienen können.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung einer duktilen Diffusionsverbindung großer Festigkeit zwischen aus warmfesten Legierungen bestehenden Teilen auf nicht schmelzflüssigem Wege, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß zwischen den vorgesehenen zu verbindenden Flächen der zu verbindenden Teile mindestens eines der wegen ihres kleinen Atomdurchmessers leicht diffundierenden chemischen Elemente aus der Gruppe Bor, Kohlenstoff und Silizium eingebracht wird und die so angeordneten Teile in engem Kontakt miteinander auf mindestens 900° C für eine Zeitdauer von mindestens 20 Sekunden erwärmt werden, bis durch Diffusion im festen Zustand eine starke metallische Bindung der Teile erreicht ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Bor, Kohlenstoff und/oder Silizium in Pulverform, in suspendierter Form, in Form eines Niederschlages aus einer gasförmigen oder einer flüssigen Phase oder in Form einer homogenen Legierung zwischen oder auf die vorgesehenen Haftflächen gebracht wird,
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die homogene Legierung neben mindestens 0,1% Bor, Kohlenstoff und/oder Silizium aus Eisen, Kobalt, Nickel, Chrom und/ oder Mangan als den Basismetallen besteht.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die homogene Legierung an Bor, Kohlenstoff und/oder Silizium gesättigt ist.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die homogene Legierung in Form eines dünnen Bleches, Drahtnetzes oder Pulvers verwendet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Bleche mit einer Dicke unter 0,65 mm verwendet werden.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Diffusionsglühung in einer Schutzgasatmosphäre vorgenommen wird. B. Verfahren nach einem der Ansprüche '1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander zu verbindenden Teile während der Diffusionsglühung gegeneinander gepreßt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung G 6481 VIa/49h (bekanntgemacht am 9.10.1952); ° französische Patentschrift Nr. 1196 554; »Materials in Design Engineering«, 51 (1960), April, S. 14 bis 16, und 53 (1961), März, S. 9; M. Hansen, »Constitution of Binary Alloys«, 1958, S. 354.
DEW32486A 1961-07-28 1962-06-26 Verfahren zur Herstellung einer duktilen Diffusionsverbindung zwischen warmfesten Legierungen Pending DE1260279B (de)

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DE (1) DE1260279B (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2805233A1 (de) * 1978-02-08 1979-08-16 Werner & Pfleiderer Verfahren zum verbinden von werkstuecken aus stahl unterschiedlicher zusammensetzung
EP0155490A1 (de) * 1984-02-23 1985-09-25 BBC Brown Boveri AG Verfahren zum Verbinden von Teil-Werkstücken aus einer Superlegierung nach dem Diffusions-Fügeprocess
DE3614642A1 (de) * 1985-04-30 1986-10-30 Mitsubishi Denki K.K., Tokio/Tokyo Kontaktwerkstoff fuer einen vakuumschalter
EP0238758A3 (de) * 1986-03-28 1988-08-03 Martin Marietta Corporation Schweissen unter Gebrauch von Metall-Keramik-Zusammensetzungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1196554A (fr) * 1957-06-03 1959-11-25 Mond Nickel Co Ltd Perfectionnements à l'assemblage d'articles métalliques par brasage

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