DE1259493B - Feuerungsanlage fuer einen Kessel mit getrennten Feuerraeumen fuer mindestens zwei verschiedene Brennstoffe - Google Patents
Feuerungsanlage fuer einen Kessel mit getrennten Feuerraeumen fuer mindestens zwei verschiedene BrennstoffeInfo
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Description
- Feuerungsanlage für einen Kessel mit getrennten Feuerräumen für mindestens zwei verschiedene Brennstoffe Die Erfindung betrifft eine Feuerungsanlage für einen Kessel mit getrennten Feuerräumen für mindestens zwei verschiedene Brennstoffe, mit Trennung der Feuerräume durch eine gasdichte, im Bereich der oben zu den gemeinsamen Berührungsheizflächen abziehenden Rauchgase jedoch gitterförmig durchlässige Wand und mit von gemeinsamen unteren Seitenwandverteilern ausgehenden Seitenwandkühlrohren zugleich für den oberen und den unteren der übereinanderliegenden Feuerräume, nach Patent 1086 382.
- Wie zum Hauptpatent geschildert, sind bereits Feuerungsanlagen bekanntgeworden, bei denen zwei Feuerräume für zwei verschiedene Brennstoffe nebeneinander angeordnet sind. Derartige Anlagen benötigen einen großen Platz. Auch ist es nur schwer möglich, mit den Brennstoffen verschiedener Art gleichartige Wirkungen in den einzelnen Heizflächen der Feuerungsanlage zu erzielen. Insbesondere sind die Verhältnisse im Wasserumlauf unklar und geben dadurch zu Schäden Anlaß. Bei einer bekannten Ausführungsform liegen die Feuerräume einer Wanderrostfeuerung und einer Kohlenstaubfeuerung in der Hauptsache nebeneinander und sind durch eine gasdichte Rohrwand getrennt, die im Bereich der oben in nachgeschaltete Berührungsheizflächen eintretenden Rauchgase ein Gitter für den Gasdurchtritt aufweist. Die die Feuerräume begrenzenden Seitenwandrohre sind sämtlich an je einen gemeinsamen unteren Verteiler angeschlossen. Werden hierbei die Rohre des Feuerraumes für Kohlenstaubfeuerung beheizt, die der Wanderrostfeuerung aber nicht, so steigt in den erstgenannten ein Dampf-Wasser-Gemisch auf, das aus den Rohren des zweiten Feuerraumes Wasser absaugt. Diese Rohre wirken damit, da unbeheizt, auf dem größten Teil ihrer Länge als Fallrohre. In ihrem oberen Teil dagegen werden diese Rohre beheizt. Das Auftreten von Schäden wird die Folge sein. Wird nun auch der zweite Feuerraum durch die Wanderrostfeuerung beheizt, so herrscht zunächst ein Zustand völlig unklaren Wasserumlaufes. Während die bisher schon beheizten Rohre weiterhin aus den anfangs erst schwach beheizten Rohren Wasser absaugen, erhöht sich jedoch in diesen Rohren mit steigender Beheizung das Bestreben des Wassers, ebenfalls aufzusteigen. Es wird also eine Zeitspanne geben, in welcher die Strömung in den Rohren wechselt. Es ist bekannt, daß es meist immer dann zu Schäden gekommen ist, wenn die Strömung in den Rohren eines Kessels »umkippt«, d. h. von einer nach unten gerichteten Strömung in eine aufwärts gerichtete Strömung umkehrt. In Weiterbildung des Erfindungsgedankens des Hauptpatents wird zur Lösung der Aufgabe, eine Feuerungsanlage für einen Kessel zur Verbrennung zweier verschiedener Brennstoffe zu schaffen, die die Nachteile bekannter Feuerungsanlagen dieser Art vermeidet und die klare Wasserumlaufverhältnisse bei Einzelbeheizung eines jeden Feuerraumes sowie bei gemeinsamer Beheizung und nur einen geringen Platzbedarf hat, vorgeschlagen, daß beidseits des oberen, in Gasströmungsrichtung sich erstreckenden und auf einem Teil der Höhe seiner Seitenwände offenen Feuerraumes Kanäle für den Abzug der aus dem unteren Feuerraum kommenden Rauchgase angeordnet sind.
- Auf diese Weise wird nicht nur an Platz für die Feuerungsanlage gespart, wenn zwei verschiedene Brennstoffe verfeuert werden sollen, von denen der eine einen großen, der andere einen kleinen, doch hochbelastbaren Feuerraum benötigt, es werden nicht nur eindeutige Wasserumlaufverhältnisse in jedem Beheizungsfall erreicht, da die Seitenwandrohre immer auf ganzer Verteilerlänge als Steigrohre wirken, sondern es wird auch die Heizfläche der unteren Feuerung wesentlich vergrößert. Dies ist ein besonderer Vorteil, da die untere Feuerung meist für die Grundlast ausgelegt wird, während der obere, hochbelastete Feuerraum für Teillast oder - zusammen mit dem unteren - für Spitzenlast gedacht ist.
- Die Kanäle werden an ihren Außenseiten von den Seitenwandrohren des Kessels begrenzt, und ein Teil dieser Rohre wird über den unteren Feuerraum abgebogen, so daß sie einander kreuzen; sie umschließen dann den oberen Feuerraum und kehren wieder in ihre Ausgangswand zurück. Hierbei können sie als Auflager für eine Schamotteschicht dienen, die den Boden und einen Teil der Seitenwandhöhe der oberen Brennkammer bedeckt, wodurch eine Einwirkung der einen Feuerung auf die andere und auf deren Einrichtungen verhindert wird.
- Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar.
- F i g. 1 zeigt einen lotrechten Längsschnitt durch eine Feuerungsanlage; F i g. 2 ist ein lotrechter Querschnitt nach der Linie 11-II in F i g. 1.
- Für den unteren Feuerraum 2 des Wasserrohrkessels ist ein Wanderrost 1 mit Feuerungsbett 17 vorgesehen, während der über dem Feuerraum 2 liegende obere Feuerraum 6 von einem Ölbrenner 7 beheizt wird.
- Der Feuerraum 2 ist von den Rohren 13, die von den Seitenwandverteilern 11 ausgehen und in die Seitenwandsammler 12 einmünden, an den Längsseiten, von den mit einem Verteiler 20 und einem Sammler 21 verbundenen Rohren 23 an der Vorderwand und von den mit dem Verteiler 18 und dem Sammler 19 verbundenen Rohren 22 an der Rückwand verkleidet.
- Ein Teil der Seitenwandrohre ist von den Verteilern 11 gerade aufwärts zum darüberliegenden Sammler 12 geführt, während ein anderer Teil, etwa jedes zweite oder dritte Rohr, nur über einen Teil der Höhe der Seitenwand gerade verläuft, dann mit Rohrstrecken 13' in Richtung auf die gegenüberliegende Seitenwand geführt ist, in Abstand von dieser aber aufwärts verläuft und dann zum Sammler 12 der jeweiligen Ausgangswand zurückkehrt. Hierdurch entsteht über dem unteren Feuerraum 2 ein in Kessellängsrichtung gelegener offener Rohrkäfig, der die obere Brennkammer 6 bildet, und es entstehen seitlich dieses Rohrkäfigs längsliegende Kanäle 15,16. Diese Kanäle dienen dem Abzug der vom unteren Feuerraum her kommenden Rauchgase, wobei diese Gase die Rohre 13,13' praktisch auf ganzer Länge beheizen.
- Die den Rohrkäfig (obere Brennkammer) umschließenden Rohrstrecken 13' dienen als Auflager für eine Schamotteschicht 14, die den Boden der Brennkammer und den unteren Teil deren Seitenwände bedeckt. Hierdurch erfolgt eine Trennung der beiden Feuerräume voneinander, so daß die eine Feuerung weder den Verbrennungsablauf, noch die Feuerungseinrichtungen in der anderen Feuerung beeinflussen kann. Andererseits werden die Rauchgase der einen Feuerung von denen der anderen so lange getrennt gehalten, daß eine gegenseitige Beeinflussung im Ausbrand ebenfalls nicht erfolgt, vielmehr kann der Verbrennungsvorgang in jedem Feuerraum auf den günstigsten Nutzeffekt eingestellt werden. Die Gase der oberen Feuerung beheizen, da der obere Feuerraum auf seinem oberen Umfang offen ist, die an den Seitenwänden gerade durchlaufenden Rohre 13 auch bei alleinigem Betrieb der oberen Feuerung, so daß in jedem Fall sämtliche Seitenwandrohre auf ganzer Verteilerlänge als Steigrohre arbeiten. Dies gilt auch für die Rückwandrohre 22. Damit gibt es kein »Umkippen« in der Strömungsrichtung in diesen Rohren, und es liegen eindeutige Verhältnisse im Wasserumlauf vor.
- Die Berührungsheizfläche 5 wird von den vereinigten Gasströmen gemeinsam beaufschlagt.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Feuerungsanlage für einen Kessel mit getrennten Feuerräumen für mindestens zwei verschiedene Brennstoffe, mit Trennung der Feuerräume durch eine gasdichte, im Bereich der oben zu den gemeinsamen Berührungsheizflächen abziehenden Rauchgase jedoch gitterförmig durchlässige Wand und mit von gemeinsamen unteren Seitenwandverteilem ausgehenden Seitenwandkühlrohren zugleich für den oberen und unteren der übereinanderliegenden Feuerräume, nach Patent 1086382, dadurch gekennzeichn e t, daß beidseits des oberen, in Gasströmungsrichtung sich erstreckenden und auf einem Teil der Höhe seiner Seitenwände offenen Feuerraumes(6) Kanäle (15,16) für den Abzug der aus dem unteren Feuerraum (2) kommenden Rauchgase angeordnet sind.
- 2. Feuerungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (13') der von den unteren Seitenwandverteilem (11) ausgehenden Kühlrohre (13) unterhalb und oberhalb des oberen Feuerraumes (6) einander kreuzend den oberen Feuerraum umschließt.
- 3. Feuerungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden und der untere Teil der Seitenwände des oberen Feuerraumes (6) von einer Schamotteschicht (14) verkleidet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1050 422.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEE16069A DE1259493B (de) | 1957-06-08 | 1958-07-01 | Feuerungsanlage fuer einen Kessel mit getrennten Feuerraeumen fuer mindestens zwei verschiedene Brennstoffe |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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| DE1259493B true DE1259493B (de) | 1968-01-25 |
Family
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Family Applications (1)
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| DEE16069A Pending DE1259493B (de) | 1957-06-08 | 1958-07-01 | Feuerungsanlage fuer einen Kessel mit getrennten Feuerraeumen fuer mindestens zwei verschiedene Brennstoffe |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE1259493B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1050422A (fr) * | 1950-11-11 | 1954-01-07 | Babcock & Wilcox France | Générateur de vapeur avec chambre de combustion comportant à la fois une grille et des brûleurs de poussier |
-
1958
- 1958-07-01 DE DEE16069A patent/DE1259493B/de active Pending
Patent Citations (1)
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| FR1050422A (fr) * | 1950-11-11 | 1954-01-07 | Babcock & Wilcox France | Générateur de vapeur avec chambre de combustion comportant à la fois une grille et des brûleurs de poussier |
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