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Verfahren zur Wärmebehandlung von Titanlegierungen Die Erfindung betrifft
ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Titanlegierungen, bestehend aus 0,5 bis 23°/o
eines oder mehrerer der a-Stabilisatorelemente Zinn, Antimon oder Aluminium, jedoch
nicht über 19% Antimon und nicht über 1211;u Aluminium, sowie 0,5 bis 20% eines
oder mehrerer der l3-Eutektoid-Stabilisatorelemente Kupfer, Kobalt, Nickel, Silicium
oder Beryllium, jedoch nicht über 12°/o Kobalt oder Nickel, 311/o Silicium und 211/u
Beryllium, und in denen die letztgenannten Elemente bis zur Hälfte durch bis zu
2011/() Molybdän, Vanadium, Niob und/oder Tantal, bis zu 511/u Mangan, bis zu 3,5%
Eisen und bis zu 12% Chrom und Wolfram ersetzt sein können, Rest über 50% Titan
neben dessen üblichen Verunreinigungen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die
Legierungen über die Ubergangstemperatur der j3-Phase hinaus so lange erhitzt werden,
bis die Umwandlung in diese Phase praktisch vollständig ist, und daß dann die Legierungen
langsam mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 2,5, höchstens bis zu 5,5 =
C in der Minute durch den eutektoiden Temperaturbereich hindurch abgekühlt werden.
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Die Wärmebehandlung von Legierungen wie den nach der Erfindung eingesetzten,
ist bisher nicht durchgeführt worden. Bekannte Legierungen enthalten im allgemeinen
beträchtlich weniger Kobalt, Kupfer oder Nickel als die erfindungsgemäß wärmebehandelten.
In einem Falle kann der Kupfergehalt 0,1 bis 1011/o betragen, jedoch handelt es
sich dann um eine neben Kupfer, Silicium, Kohlenstoff enthaltende Titanlegierung,
die frei von Aluminium ist. Andere bekannte Legierungen weisen einen Höchstgehalt
von 2% Kupfer auf, weitere sind frei von Kupfer, Kobalt oder Nickel.
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Die erfindungsgemäß wärmebehandelten Legierungen weisen bestimmte
Mengenbereiche der Bestandteile Kupfer, Kobalt und Nickel auf, wie bereits angegeben.
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Die nach der Erfindung wärmebehandelten Legierungen, insbesondere
die kupferhaltigen Legierungen, weisen in vielfacher Hinsicht hervorragende Eigenschaften
auf. Die Warmverformung ist im Vergleich zu den bisher bekannten Legierungen auf
Titangrundlage mit hohem a-Stabilisatoranteil erheblich einfacher. Bei Abschreckung
von den Temperaturbereichen der /3- und der a,i3-Phase herunter nehmen Härte und
Festigkeit weit mehr zu. Sie besitzen eine ausgezeichnete Festigkeit bei erhöhten
Temperaturen bis zu etwa 650"C, einen hohen Elastizitätsmodul und im Vergleich zu
den bisher bekannten Legierungen auf Titangrundlage ein hohes Verhältnis des Elastizitätsmoduls
zur Dichte. Im Zusammenhang mit der Wärmebehandlung wird von der »unteren kritischen
Temperatur« die Rede sein. Dies ist jene Temperatur, bei deren Unterschreitung sich
die j3-Phase in die (x-Phase und die durch Zerfall der eutektoiden Bestandteile
gebildeten Gefügebestandteile umwandelt. Bei den kupferhaltigen Legierungen handelt
es sich hierbei um die Verbindung Ti2Cu, die dem Fe3C im Eisen-Kohlenstoff-Diagramm
entspricht. Beim Erhitzen unter Ausbildung der f-Phase spricht man dagegen vom »Erhitzen
über die Übergangstemperatur der /3-Phase«. Die Wärmebeständigkeit der Legierungen
ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß die Legierung vollkommen in a-Titan plus
diese Verbindung umgewandelt wird. Diese Legierungen besitzen außerdem ausgezeichnete
Kriechfestigkeit und hervorragende Schweißeigenschaften.
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Die wärmebeständige Form dieser Legierungen erhält man entweder durch
langsames Abkühlen innenhalb des kritischen Temperaturbereiches oder durch etwa
1/.1- bis 24stündige Wärmebehandlung bei einer Temperatur, die 25 bis 55°C unterhalb
der kritischen (Eutektoid-)Temperatur liegt. Je länger diese Glühbehandlung dauert,
desto weicher wird das Metall.
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Die Legierungen, die nach der Erfindung wärmebehandelt werden, werden
als »a-dispersoide« Legierungen bezeichnet und sind im Grunde genommen in der einfachsten
Form ternäre Legierungen, die
einen die a-Phase stabilisierenden
Legierungsbestandteil, wie Aluminium, Zinn oder Antimon, und einen aktiven eutektoiden
ß-Stabilisator, wie Kupfer, Nickel, Kobalt, Silicium oder Beryllium enthalten, der
eine innerhalb der Anwendungstemperatur dieser Legierungen, im allgemeinen bis zu
650°C, unlösliche Verbindung bildet. Noch kompliziertere Legierungen dieser Art
lassen sich durch Zusatz von zwei oder mehreren aktiven eutektoiden ß-Stabilisatoren
für diese Zwecke erzeugen. Das Grundgefüge aus a-Phase und darin verteilten anderen
Zusatzmetallen bleibt jedoch unverändert.
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Diese a-dispersoiden Legierungen eignen sich besonders zur Verwendung
bei erhöhten Temperaturen. Wie bereits erwähnt, sind sie gewöhnlich zweiphasige
Legierungen und bestehen aus einer starken stabilen (x-Phase und einer Phase darin
verteilter Zusatzmetalle. Auf die Verteilung der harten dispergierten Phase sind
die ausgezeichneten Eigenschaften bei erhöhten Temperaturen zurückzuführen.
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Das angewandte Wärmebehandlungsverfahren und seine Ausführungsformen
spielen eine wichtige Rolle, da die Eigenschaften der Legierungen nach der Wärmebehandlung
weitgehend von ihrer Herstellungsvorgeschichte abhängen. Diese Legierungen lassen
sich innerhalb von vier Temperaturbereichen warmverformen. In der Reihenfolge der
abnehmenden Temperaturen sind dies: der nur-ß-Bereich, der zweiphasige a,ß-Bereich,
der dreiphasige a,ß-Zusatzmetall-Bereich und der zweiphasige a-Zusatzmetall-Bereich.
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Zum Beispiel erstreckt sich bei den Ti-Al-Cu-Legierungen die Temperatur
der Wärmebehandlung für den nur-ß-Bereich von etwa 900 bis gewöhnlich höchstens
980'C, für den zweiphasigen a,ß-Bereich von etwa 845 bis 900°C, für den dreiplfasigen
a,ß-Zusatzmetall-Bereich liegt sie bei etwa 800°C und für den zweiphasigen a-Zusatzmetall-Bereich
unterhalb von 800'C. Die Gußblöcke aus diesen Ti-AI-Cu-Legierungen werden normalerweise
durch Hammerschmieden bei etwa 980°C und anschließendes Walzen oder Gesenkschmieden
bei etwa 925°C heruntergearbeitet. Diese Legierungen erfahren normalerweise entweder
im a,ß-Temperaturbereich (845 bis 900°C) oder im a-Zusatzmetall-Bereich (etwa 790'C)
eine ziemlich starke Querschnittsverminderung um etwa 600/0.
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Die kritische Temperatur für die Legierungen, die nach der Erfindung
wärmebehandelt werden, schwankt je nach dem entsprechenden Zusatz des aktiven eutektoiden
ß-Stabilisators. Für die kupferhaltigen Legierungen beträgt sie etwa 800"C, für
die nickelhaltigen etwa 770°C, für die kobalthaltigen etwa 680°C, für die berylliumhaltigen
etwa 845°C und für die siliciumhaltigen etwa 860'C. Die ß - Ubergangstemperatur
dieser Legierungen schwankt je nach der Legierungszusammensetzung etwas und ist,
wie angedeutet, für jede gegebene Zusammensetzung die niedrigste Temperatur oberhalb
deren die Legierung allein in der ß-Phase vorliegt. Die günstigsten Temperaturbedingungen
für das Abschrecken dieser Legierungen aus der ß-Phase bestehen darin, daß man sie
auf etwa 25 bis 55'C über die ß-Ubergangstemperatur erwärmt und anschließend abschreckt.
Für die kupferhaltigen Legierungen liegt der günstigste Abschreckbereich aus der
ß-Phase etwa bei 815 bis 1010"C und aus der a,ß-Phase in Gegenwart von Aluminium
etwa bei 860 bis 875'C, bei Legierungen mit Zinn oder Antimon an Stelle von Aluminium
jedoch bei etwa 810 bis 845'C.
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Die oberhalb der kritischen Temperatur gebildete ß-Phase wandelt sich
bei rascher Abschreckung, z. B. in Wasser, völlig in Martensit und ein feines Eutektoidgefüge
um, bei langsamerer Abkühlung von oberhalb der kritischen Temperatur, z. B. durch
Abschreckung in Öl oder Abkühlung in Luft, in eine Mischung von aus a-Titan und
aus eutektoiden Zerfallsprodukten bestehenden Gefügebestandteilen. Das heißt, bei
diesen Legierungen bleibt die ß-Phase beim Abschrecken von oberhalb der kritischen
Temperatur nicht erhalten, und auch die ß-Umwandlung ist mit einer deutlichen Zunahme
an Härte und Zugfestigkeit verbunden.
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Das bei der Abschreckung von Titanlegierungen dieser Art entstehende
martensitartige Gefüge ähnelt sehr dem bei der Stahlabschreckung aus dem Austenit-Temperaturbereich
erhaltenen Martensit. Der auf diese Weise bei der Abschreckung entstandene Martensit
wird durch anschließende Temperung im Temperaturbereich der a-Zusatzmetall-Phase
in ein Mikrogefüge umgewandelt, das aus einer feinen Dispersion der ß-Eutektoid-Zerfallsbestandteile,
z. B. von Ti2Cu, Titanberyllid usw., in einem a-Titan-Grundgefüge besteht. Dieser
Vorgang ähnelt dem Tempern von Stahl, bei dem der durch Abschreckung entstehende
Martensit in eine feine Dispersion von Fe:3C in einer Ferritgrundmasse übergeht.
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Zur Umwandlung des Martensits in diesen Titanlegierungen benötigt
man verhältnismäßig hohe Temperaturen, die etwas weniger als 25 bis 55°C unterhalb
der kritischen (Eutektoid-)Temperatur liegen. Für die kupferhaltigen Legierungen
beträgt der Härtungsbereich z. B. etwa 540 bis 760'C, liegt also im Vergleich zum
Härtungsbereich des Stahls von etwa 400 bis 540'C ziemlich hoch. Durch diese Temperung
der Titanlegierungen werden diese in einen für die anschließende Verwendung bei
erhöhten Temperaturen geeigneten Zustand aus a-Titan und dispergierten Gefügebestandteilen
umgewandelt.
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Die hohe Erweichungstemperatur dieser erfindungsgemäß wärmebehandelten
Legierungen macht sie für Verwendungsgebiete bei hoher Temperatur geeignet, z. B.
für Schaufelräder von Düsentriebwerkskompressoren, Bolzen für Kompressorengehäuse,
Auskleidungen und Gehäuse für Düsentriebwerkverbrennungskammern u. dgl.
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Als Beispiel für die bei diesen, insbesondere den kupferhaltigen Legierungen,
durch Wärmebehandlung und Abkühlung erhältlichen Eigenschaften seien die Werte einer
Legierung aus etwa 4% Aluminium, 6% Kupfer und als Rest technisch reinem Titan angegeben,
die bei Abschreckung von 860 bis 870°C durch Wasser eine Vickershärte von 375 kg/mm2,
eine Zugfestigkeit von 133,6 kg/mm2, eine 0,20/0-Streckgrenze von 91,4 kg/mm2, eine
Querschnittsverringerung um etwa 30%, eine Dehnung von etwa 10% und einen Mindestkrümmungsradius
von etwa 4 T aufwies. (Als Mindestkrümmungsradius »T« bezeichnet man den Radius,
ausgedrückt als Vielfaches der Probendicke, auf den die Probe zu einem Winkel von
75' gebogen werden kann, ohne zu zerbrechen.) Diese Eigenschaften wurden nebeneinander
- soweit bekannt - bisher noch nie
von Titanlegierungen erreicht.
Bei etwa 1- bi, 16stündiger Wärmebehandlung dieser Legierung bei etwa 700-C sinkt
zwar die Vickershärte von etvIt 375 bis auf 330 bis 350 kg/mm'-', aber die nach
denn Abschrecken festgestellte Dehnbarkeit von 4 T steigt auf 3 T an. In diesem
Zustand sind überaus gut: Wärmebeständigkeit und Festigkeit bei erhöhtcr Temperatur
für Arbeitsbedingungen bis zu etwa 315 bis 540-C festzustellen. Die folgende Tabelle
1 zeigt den Einfluß der verschiedenen obengenannten erfindungsgemäßen Wärmebehandlungen
auf die mechanischen Eigenschaften einer typischen, erfindungsgemäß zu behandelnden
Legierung, die aus 4°/u Aluminium, 6° ;o Kupfer, Rest Titan besteht, im Vergleich
zu der entsprechenden binären Legierung ohne a-Stabilisator, die also nur 6°/o Kupfer
und als Rest Titan enthält und nicht zum Gegenstand der Erfindung zählt.
| Tabelle 1 |
| Einfluß der Wärmebehandlung auf die Festigkeitseigenschaften
zweier a-Dispersoid-Legierungen |
| (1 mm dicke Platten) |
| _ - @ - QLIC'.1'SC:I11111tS- |
| I.@g@el'@Illg lllld w-al'nl@@)e@l@lll@@ll11.! IU.2-Strec:kgl'ejlze
Zel'I'ciitie."llf,Keit Dehnung verminderung |
| kg, mm- kgimm- °n cllcl |
| Ti-6 Cu: |
| Abkühlung im Ofen aus der p'-Phase . . . . . . . . . . . 59,8
77,3 14 19 |
| Glühen bis zur a-Zusatzmetall-Phase . . . . . . . . . . . 52,7
70,3 18 19 |
| Abschreckung aus der a,i3-Phase . . . . . . . . . . . . . .
. 91,4 119,5 5 16 |
| Abschreckung aus der rx,i3-Phase und Temperung. . 63,3 84,4
11 25 |
| Abschreckung aus der 13-Phase . . . . . . . . . . . . . . .
. 94,9 126,6 4 8 |
| Abschreckung aus der 13-Phase und Temperung ... 73,8
91,4 11 16 |
| Ti -4A1-6 Cu: |
| Abkühlung im Ofen aus der i3-Phase . . . . . . . . . . . 91,4
105,5 19 _'0 |
| Glühen bis zur a-Zusatzmetall-Phase . . . . . . . . . . . 77,3
84,4 15 30 |
| Abschreckung aus der a,i3-Phase . . . . . . . . . . . . . .
. . 105,5 123,0 4 10 |
| Abschreckung aus der a,ii-Phase und Temperung . . 9-4,9 101,9
11 25 |
| Abschreckung aus der i3-Phase . . . . . . . . . . . . . . .
. 126,6 147,6 5 8 |
| Abschreckung aus der il-Phase und Temperung ... 126,6
137,1 3 3 |
Erfindungsgemäß werden die Wärmebehandlungen in folgender Weise durchgeführt: 1.
Wärmebehandlung mit Abkühlung innerhalb des Ofens aus der i3-Phase Sie geschieht
in der Weise, daß die Legierungen nach der abschließenden Warmverformung über die
Ubergangstemperatur der i3-Phase hinaus so lange erhitzt werden, bis die Umwandlung
in diese Phase praktisch vollständig ist, und daß dann die Legierungen langsam mit
einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 2,5"C, höchstens bis zu 5,5-C in der Minute
durch den eutektoiden Temperaturbereich hindurch abgekühlt werden.
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Bei dieser Behandlung entsteht ein Gefüge aus einem flechtwerkähnlichen
a-Zusatzmetall-Kristallgitter, das von einem groben a-Zusatzmetall-Eutektoidgefüge
umgeben ist. Die Menge des Eutektoids schwankt je nach der Zusammensetzung; einige
der Legierungen weisen a-»Inseln« auf, in anderen dagegen sind die verschiedenen
a-Teilchen in engem Kontakt miteinander verzahnt. Der Hauptvorteil dieser Wärmebehandlung
besteht darin, daß sie verhältnismäßig unabhängig. von Herstellungsart und Vorbehandlung
ist. 2. Wärmebehandlung durch Glühen bis zur a-Zusatzmetall-Phase Ein großer Teil
der ersten Legierungsuntersuchungen wurde an Proben durchgeführt, die man dieser
Wärmebehandlung unterzogen hatte. Die Vorbehandlung beeinflußt in beträchtlichem
Maße das Gefüge der in der (t-Zusatzmetall-Phase geglühten Legierung. Wenn möglich,
besteht bei den Legierungen das letzte Warmverformungsverfahren in einer Walzbehandlung
im (,t-Zusatzmetall-Bereich. Bei einigen Legierungen jedoch, insbesondere solchen
mit hohem Aluminiumgehalt, muß man die Verarbeitung wegen der durch die Zusammensetzung
bedingten Sprödigkeit schon im unteren Teil des a,i3-Bereiches oder im a,E3-Zusatzmetall-Bereich
zu Ende führen. Die Verarbeitungsverfahren dienen gewöhnlich zur Zerkleinerung der
Zusatzmetall-Gefügebestandteile bei ihrer Entstehung und zu ihrer regellosen Verteilung
innerhalb der Grundmasse.
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Man verfährt erfindungsgemäß so, daß die Legierungen nach der abschließenden
Warmverformung zur Beseitigung von Spannungen und zur Förderung der Ansammlung von
Zusatzmetallgefüge-Bestandteilen auf Temperaturen erhitzt werden, die
25
bis 55°C unterhalb der Eutektoidtemperatur liegen, und daß dann die Legierungen
etwa auf Zimmertemperatur abkühlen gelassen werden.
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Das entstandene Gefüge besteht aus einer gleichmäßigen Dispersion
sphäroider Zusatzmetall-Bestandteile in einem feinkörnigen a-Grundgefüge.
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3. Wärmebehandlung mit Abschreckung aus der u,f-Phase Durch Abschreckung
wandelt sich die -Phase von a-Dispersoidlegierungen in ein martensitisches u-Phasengefüge
oder ein sehr feines Eutektoidgefüge um. Infolge der Feinheit des Gefüges war es
bisher nicht möglich, die genaue Beschaffenheit des Umwandlungsproduktes zu erforschen.
Die Gefüge sind nach der Abschreckung erheblich fester, jedoch weniger dehnbar.
Der Zweck dieser Wärmebehandlung ist die Entwicklung eines Teils der auf das Vorhandensein
eines martensitischen u- oder eines feinen Eutektoidgefüges zurückzuführenden erhöhten
Festigkeit unter Erhaltung einer guten Dehnbarkeit durch die Anwesenheit eines gleichachsigen
u-Gefüges. Das endgültige Gefüge wird in beträchtlichem Maße von der Herstellungsvorgeschichte
bestimmt. Normalerweise werden die Legierungen in der «,ß-Phase fertig verarbeitet
und dann an der Luft gekühlt. Bei genügender Querschnittsverringerung in dem a,i3-Phasengebiet
bildet sich ein gleichmäßig feines gleichachsiges a-Gefüge, das je nach der Zusammensetzung
entweder von dem Umwandlungsprodukt umgeben ist oder »Inseln« des Umwandlungsproduktes
enthält. Bei der Wärmebehandlung erhitzt man die Legierungen auf eine Temperatur
innerhalb des a,f-Bereiches und läßt sie dann ins Gleichgewicht kommen. Bei der
Anlaßtemperatur bestehen die Legierungen aus gleichachsigem u-Phasengefüge in einer
f-Grundmasse. Größe und Form der u-Körner hängen von der Herstellungsvorgeschichte
ab, während der Mengenanteil der a-Phase durch die Anlaßtemperatur bestimmt wird.
Nach Beendigung der Ausgleichszeit werden die Legierungen rasch auf Zimmertemperatur
abgeschreckt, wobei die ß-Phase entweder in ein martensitisches a-Gefüge oder ein
sehr feines a-Zusatzmetall-Eutektoid umgewandelt wird.
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4. Abschreckung aus der a,(3-Phase und Temperung Die Temperung einer
aus dem a,(3-Bereich abgeschreckten Legierung fördert die Zersetzung des martensitischen
(t-Gefüges in ein Zusatzmetall- und ein a-Gefüge und die Sphäroidisierung des feinen
körnigen a-Zusatzmetall-Eutektoids. Durch Regelung der Härtungsbedingungen läßt
sich die Art der entstehenden Zusatzmetallgefüge-Bestandteile beeinflussen. Auf
diese Weise ist es möglich, entweder ein sehr feines Gefüge zu entwickeln, oder
eines, das sich in seiner Korngröße mit dem beim normalen Anlassen bis zur (x-Zusatzmetall-Phase
erhaltenen vergleichen läßt. Man tempert normalerweise bei einer Temperatur unterhalb
der Eutektoidtemperatur. Sowohl die Menge wie auch die Verteilung der zusatzmetallhaltigen
Phase werden durch das Abschreckungsgefüge bestimmt. 5. Wärmebehandlung mit Abschreckung
aus der il-Phase Bei dieser Wärmebehandlung wird die Legierung zur Erreichung einer
vollständigen Umwandlung in die /3-Phase genügend lange auf eine Temperatur oberhalb
der i3-Ubergangstemperatur erwärmt und anschließend auf Zimmertemperatur abgekühlt.
Wie bei der Wärmebehandlung mit Abkühlung im Ofen aus dem (3-Phasengebiet wird hierbei
das endgültige Gefüge- höchstens mit Ausnahme der Korngrößenicht von der Herstellungsvorgeschichte
beeinflußt. Das Gefüge der abgeschreckten Legierung besteht fast völlig aus martensitischem
(i-Gefüge. Verzögert man das Abschrecken etwas oder ist der Querschnitt sehr groß,
so bilden sich Zonen mit sehr feinem Eutektoid. Diese Wärmebehandlung hat den Vorteil,
daß sie bei den meisten u-Dispersoid-Legierungen hohe Festigkeit ergibt und verhältnismäßig
unabhängig von der Herstellungsvorgeschichte ist.
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6. Wärmebehandlung mit Abschreckung aus der li-Phase und Temperung
Durch das Tempern erzielt man bei aus dem f-Phasengebiet wie aus dem r,t,ü-Phasengebiet
abgeschreckten Legierungen ziemlich die gleiche Gefügeänderung. Da das martensitische
a-Gefüge in den aus dem f-Phasengebiet abgeschreckten Legierungen einen niedrigeren
Legierungsgehalt hat als das in den aus dem u,ß-Phasengebiet abgeschreckten Legierungen
vorhandene (der Legierungsgehalt an martensitischem u-Gefiige in einer gegebenen
Legierung verhält sich umgekehrt proportional zur Menge), findet man die bei der
Temperung entstehenden Verbindungen gewöhnlich vorwiegend an den Korngrenzen zwischen
den Märtensitnadeln. Das soweit erhaltene getemperte fl-Gefüge enthält immer die
Zusatzmetall-Bestandteile in verhältnismäßig feiner Verteilung.
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Eine Prüfung der in Tabelle I aufgeführten Werte der mechanisch-technologischen
Eigenschaften zeigt, daß sich die höchste Querschnittsverminderung bei Wärmebehandlung
der erfindungsgemäßen Legierung durch Glühen bis zur u-Zusatzmetall-Phase erzielen
ließ. Durch Wärmebehandlung mit Abkühlung aus der ß-Phase im Ofen erhält man ein
festeres, weniger dehnbares Gefüge, als das durch Glühen bis zur Einstellung des
a-Zusatzmetall-Phasengefüges hergestellte. Bei der Ti-6 Cu-Legierung wirkt das Kupfer
sowohl als a-Stabilisator als auch als einen Gefügebestandteil bildendes Element.
Bei der Ti-4 A1-6 Cu-Legierung dient das Aluminium als (x-Stabilisator, während
das Kupfer hauptsächlich wegen seiner einen Gefügebestandteil bildenden Eigenschaft
vorhanden ist. Die Abschreckung der erfindungsgemäß wärmebehandelten Legierung zur
Erzeugung eines martensitischen a-Gefüges führt zu einer Steigerung der Festigkeit
und einer Abnahme der Dehnbarkeit. Wie zu erwarten, ist die Festigkeitszunahme bei
der Abschreckung aus dem nur-ß-Bereich größer als aus dem a,(3-Bereich.
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In der nachstehenden Tabelle II sind die mechanischen Eigenschaften
typischer, erfindungsgemäß zu behandelnder Titan-Aluminium-Kupfer-LegierLingen nach
dem Glühen bis zur u-Zusatzmetall-Phase aufgeführt, während Tabelle III die entsprechenden
Daten für diese Legierungen nach Abschreckung aus dem ß-Phasengebiet zeigt.
| Tabelle Il |
| Durchschnittliche mechanische Eigenschaften* der bis zur Bildung
der a-Zusatzmetall-Phase |
| geglühten Ti-AI-Cu-Legierungen |
| Zusammensetzung 0,2-Streck- Zerreiß: Querschnitts- Mindestbiege- |
| (Gewichtsprozent) grenze festigkeit Dehnung verminderung Vickershärte
radius T |
| Rest Titan kg/mm'2 kg/MM2 °(o °/o kg/MM2 |
| 2A1- 4 Cu . . . . . . . . . . . 59,1 68,9 26 46 297 2,6 |
| 4A1- 2 Cu . . . . . . . . . . . 67,5 78,0 16 34 330 3,6 |
| 4A1 - 4 Cu . . . . . . . . . . . 73,1 81,6 18 48 347 3,7 |
| 4A1- 6 Cu . . . . . . . . . . . 80,1 87,2 16 34 355 4,3 |
| 4A1- 8 Cu . . . . . . . . . . . 94,2 103,4 9 12 - - |
| 4A1 - 10 Cu . . . . . . . . . . 94,2 108,3 9 13 - - |
| 6A1 - 4 Cu . . . . . . . . . . . 102,6 111,1
18 32 - - |
| 8 Al - 5 Cu . . . . . . . . . . . 111,1 118,8 8 8 - - |
| *) Ergebnisse aus Versuchen mit Blechen wie auch mit Stäben.
Die Anzahl der Versuche schwankt zwischen 1 und 3. |
| Tabelle III |
| Durchschnittliche mechanische Eigenschaften von aus dem ß-Phasengebiet
abgeschreckten |
| Ti-AI-Cu-Legierungen |
| Zusammensetzung 0,2-Streck- Zerreiß- Querschnitts- |
| (Gewichtsprozent) grenze festigkeit Dehnung verminderung Vickershärte
T |
| Rest Titan |
| kg/mm- kg/mm-' % °(" kg/MM2 |
| 2A1- 4 Cu . . . . . . . . . . . 82,3 94,9 2 7 360 4,8 |
| 4 Al - 2 Cu . . . . . . . . . . . 73,1 85,8 7 16
317 3,0 |
| 4A1- 4 Cu . . . . . . . . . . . 91,4 100,5 7 8 351 3,4 |
| 4 Al - 6 Cu . . . . . . . . . . . I 125,9 133,6 4 8 419 - |
| 4 Al - 8 Cu . . . . . . . . . . . 144,1 148,3 i 3 3 - - |
| 4 Al -10 Cu* . . . . . . . . . . - 79,4 0 - 409 - |
| *) Zerbrach in den Haltern vor Erreichung der Streckgrenze. |
Aus den Daten der Tabelle 1I geht hervor, daß die Festigkeits- und Dehnungseigenschaften
der bis zur Einstellung eines a-Zusatzmetall-Phasengefüges geglühten Ti-Al-Cu-Legierungen
hauptsächlich von der Legierungs-Gesamtzusammensetzung abhängen, wobei ein erhöhter
Gesamtgehalt an Al und Cu eine Zunahme der Festigkeit und eine Abnahme der Dehnbarkeit
bewirkt. Die Werte für die Dehnung, Härte, Streckgrenze und Querschnittsverminderung
rechtfertigen den Schluß, daß man durch Erhöhung des Gehalts an A1 und Cu die Festigkeit
bei gleichzeitiger Abnahme der Dehnbarkeit steigern kann.
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Ein Vergleich der entsprechenden Daten für die aus dem (:-Phasengebiet
abgeschreckten Ti-AI-Cu-Legierungen in Tabelle III mit den Werten für diese Legierungen
nach dem Glühen bis zur a-Zusatzmetall-Phase (s. Tabelle II) zeigt, daß nur die
höchstlegierten Proben nach Abschreckung aus dem ß-Phasengebiet Festigkeits- und
Dehnungseigenschaften aufwiesen, die sich mit denjenigen der entsprechenden, bis
zur a-Zusatzmetall-Phase geglühten Legierungen vergleichen ließen. Der Unterschied
zwischen den beiden Wärmebehandlungsarten ist für die niedriger legierten Legierungen,
d. h. diejenigen mit kleinerem Gehalt an A1 und Cu, größer. Daraus ist zu schließen,
daß Wärmebehandlungen mit Abschreckungen oder Abschreckungen und anschließendes
Tempern nur für die höchstlegierten Systeme dieser Reihe vorteilhaft sind.
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Die ausgezeichneten Eigenschaften der bis zur a-Zusatzmetall-Phase
geglühten Ti-Al-Cu-Legierungen bei erhöhten Temperaturen, z. B. bei 540'C; werden
durch die in der folgenden Tabelle TV aufgerührten Versuchsergebnisse gezeigt.
| Tabelle IV |
| Festigkeitseigenschaften der bis zur a-Zusatzmetall-Phase geglühten
Ti-AI-Cu-Legierungen |
| bei erhöhter Temperatur (540°C)* |
| Zusammensetzung Geschätzte Querschnitts- |
| (Gewichtsprozent) 0,2-Streckgrenzc Zerreißfestigkeit Dehnung
verminderung |
| Rest Titan kg/MM2 kg/mm= ° o /o o/° |
| 2A1- 4 Cu . . . . . . . . . . . 28,1 33,0 34 83 |
| 4 Al - 2 Cu . . . . . . . . . . . 14,1 26,0 40 94 |
| 4 A1- 4 Cu . . . . . . . . . . . 35,2 42,2 46 82 |
| *) Für die Prüfungen wurden sowohl Stäbe wie Blechproben benutzt.
Die meisten der angegebenen Werte stammen von einer einzigen |
| Probe. |
| Fortsetzung |
| Zusammensetzung Geschätzte Querschnitts- |
| (Gewichtsprozent) 0,2-Streckgrenze Zerreißfestigkeit Dehnung
verminderung |
| Rest Titan kg/mm2 kg/mm2 °/o °% |
| 4A1-6 Cu . . . . . . . . . . . 38,7 50,6 36 90 |
| 4A1-8 Cu . . . . . . . . . . . 40,1 58,4 35 74 |
| 4 Al -10 Cu . . . . . . . . . . 39,4 54,1 45 87 |
| 4 A1-12 Cu . . . . . . . . . . - 45,7 - - |
| 6 A1-2 Cu . . . . . . . . . . . 43,6 57,6 50 68 |
| 6 Al - 4 Cu . . . . . . . . . . . 47,8 59,1 52 84 |
| 6 Al - 6 Cu . . . . . . . . . . . 57,6 72,4 40 74 |
| 8 Al - 2 Cu . . . . . . . . . . . 48,5 69,6 45 49 |
| 8 Al - 4 Cu . . . . . . . . . . . 54,1 67,4 55 83 |
| 8 Al - 5 Cu . . . . . . . . . . . 59,1 76,6 45 70 |
| 8 Al - 6 Cu . . . . . . . . . . . 67,5 85,8 40 66 |
| 10 Al - 2 Cu . . . . . . . . . . 61,9 87,9 - 20 |
| 10 Al - 4 Cu . . . . . . . . . . 61,2 88,6 30 53 |
| 10 Al - 6 Cu . . . . . . . . . . 65,4 83,0 50 75 |
| 12 Al - 6 Cu . . . . . . . . . . - 68.9 28 25 |
| 12 Al - 8 Cu . . . . . . . . . . 45,0 75,2 5 15 |
| * Für die Prüfungen wurden sowohl Stäbe wie Blechproben benutzt.
Die meisten der angegebenen Werte stammen von einer einzigen |
| Probe. |
Zur Untersuchung der thermischen Stabilität von Ti-Al-Cu-a-Dispersoid-Legierungen
nach verschiedenen erfindungsgemäßen Wärmebehandlungen setzte man sie 24 Stunden
lang einer Temperatur von 425°C aus und prüfte danach erneut die Härte- und Biegungseigenschaften,
Die durch diese Glühbehandlung erzielte Wirkung ist aus den in der folgenden Tabelle
V angeflihrten Werten erkennbar. Aus diesen Daten geht hervor, daß die abgeschreckten
Legierungen - wie zu erwarten - unbeständig waren. Als die stabilsten erwiesen sich
die bis zur a-Zusatzmetall-Phase geglühten und die aus der ß-Phase abgeschreckten
und getemperten Legierungen. Diese Ergebnisse zeigen außerdem, daß während der Wärmebehandlung
bei den aus der a,ß--Phase abgeschreckten und gehärteten Legierungen sich eine beträchtliche
Menge der Zusatzmetallgefüge-Bestandteile ausgeschieden hatte,
| Tabelle V |
| Einfluß einer 24stündigen Erhitzung auf 425°C auf die Härte-'und
Biegeeigenschaften |
| von Ti-AI-Cu-Legierungen |
| Änderung der Eigenschaften |
| Nach der Wärmebehandlung nach 24stündiger Erhitzung |
| auf |
| Legierung Wärmebehandlung Vickershärte Vickershärte |
| (10 kg Belastung) T (10 kg Belastung) |
| kg/mm2 kg/mm2 |
| Ti - 2 Al - 4 Cu bis zur a-Verbindungsphase ge- |
| glüht . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 297 2,6 +15
+0,2 |
| Ti - 4A1- 4 Cu desgl. 347 3,6 - 5 -0,2 |
| Ti - 4 A1- 2 Cu desgl. 330 3,6 +10 -0,6 |
| Mittelwert 325 3,3 + 7 -0,2 |
| T1 - 2 Al - 4 Cu aus dem a,ß-Phasengebiet ab- |
| geschreckt ........ ....... 353 4,6 +11 +0,7 |
| Ti - 4 Al - 4 Cu desgl. 385 4,4 + 50 +5,6 |
| Ti-4A1-2 Cu desgl. 361 2,8 + 3 -0,2 |
| Mittelwert 366 3,9 +21 +2,0 |
| Ti-2 AI-4 Cu aus dem a,ß-Phasengebiet ab- |
| geschreckt und getempert ... 328 4,2 +47 +1,0 |
| Ti - 4A1- 4 Cu desgl. 385 8,3 +18 +1,3 |
| Ti - 4 Al - 2 Cu desgl. 340 3,6 +44 +0,4 |
| Mittelwert 351 5,4 +36 +0,9 |
| Fortsetzung |
| Änderung der Eigenschaften |
| Nach der Wärmebehandlung nach 24stündiger Erhitzung |
| auf 425-C |
| Legierung Wärmebehandlung Vickershärte Vickershärte |
| (10 kg Belastung) T (10 kg Belastung) T |
| kg/mm2 k /mm-> |
| Ti - 2 Al - 4 Cu aus dem (3-Phasengebiet abge- |
| schreckt . . . . . . . . . . . . . . . . . . 360 5,0 +l2 +
5,0 |
| Ti - 4 Al - 4 Cu desgl. 351 3,4 +55 +6,6 |
| Ti - 4 Al - 2 Cu desgl. 317 3,0 +37 + 1,6 |
| Mittelwert 343 3,8 +35 +4,4 |
| Ti - 2 Al - 4 Cu aus dem f-Phasengebiet abge- |
| schreckt und getempert ..... 385 9,4 -11 +0,4 |
| Ti - 4 Al - 4 Cu desgl. 369 10,0 + 18 0,0 |
| Ti - 4 Al - 2 Cu desgl. 362 3,1 +22 0,0 |
| Mittelwert 372 7,5 +10 +0,1 |
Die Ergebnisse von Zeitstandfestigkeitsversuchen mit den Ti-AI-Cu-Legierungen sind
in der nachstehenden Tabelle VI aufgeführc. Aus diesen Daten geht hervor, daß bei
Zunahme des Kupfergehalts die Bruchdehnungseigenschaften dieser Legierungen wesentlich
besser werden; bei Kupferzusätzen von etwa 8% und darüber erhält man sogar ungewöhnlich
gute Bruchdehnungseigenschaften.
| Tabelle VI |
| Ergebnisse der Zeitstandfestigkeitsversuche bei bis zur a-Zusatzmetall-Phase
geglühten |
| Ti-AI-Cu-Legierungen |
| Zusammensetzung Angewandte |
| (Gewichtsprozent) Versuchstemperatur Zugbelastung Bruchzeit
Dehnung |
| Rest Titan "C kg/mm= Stunden |
| 4 Al - 6 Cu . . . . . . . . . . . 425 56,3 16,1 14,7 |
| 4A1- 6 Cu . . . . . . . . . . . 425 52,7 48 23,0 |
| 4 Al - 8 Cu . . . . . . . . . . . 425 56,3 150,1 5,5 |
| 4 A1-10 Cu . . . . . . . . . . 425 > 56,3 362,0 *
>6,8* |
| *) Versuch wurde nach 362 Stunden eingestellt. |
Die in den folgenden Tabellen VII, VIII und IX angeführten Werte der mechanischen
Eigenschaften zeigen den Einfluß eines ganzen oder teilweisen Ersatzes des Aluminiums
durch die a-Stabilisatoren Zinn und Antimon in kupferhaltigen, erfindungsgemäß wärmebehandelten
a-Dispersoid-Legierungen.
| Tabelle VII |
| Durchschnittliche mechanische Eigenschaften von Ti-Cu-Legierungen
mit Al-, Sn- bzw. Sb-Zusätzen |
| Zusammensetzung 0,2-Streck- Zerreiß- i Querschnitts- |
| (Gewichtsprozent) grenze festigkeit Dehnung verminderung Vickershärte
T |
| Rest Titan |
| kg/mm' kg/mm' °/o °/o kg/MM= |
| Nach dem Glühen bis zur (i-Zusatzmetall-Phase |
| 4 Cu - 6 Sn . . . . . . . . . . . . . . . 61,2 98,9 20 46 277
2,1 |
| 6 Cu - 6 Sn . . . . . . . . . . . . . . . 63,3 78,8 14 25 -
- |
| 6 Cu - 6 Sb . . . . . . . . . . . . . . . 68,2 83,7 10 16 -
- |
| 4 Cu - 4 AI - 4 Sn . . . . . . . 94,2 102,6 13 25 366 5,6 |
| 4,5 Cu - 2 Al - 3 Sn ....... 71,0 79,4 6 17 310 6,6 |
| 4 Cu - 2 Al - 3 Sn - 0,1 Be 68,2 79,4 12 19 294, 1,5 |
| Nach dem Abschrecken aus dem ,B-Phasengebiet |
| 4 Cu - 6 Sn . . . . . . . . . . . . . . . 85,1 102,6 2 3 370
5,7 |
| 6 Cu - 6 Sn . . . . . . . . . . . . . . . 106,2 137,1 6 13
430 7,6 |
| 6 Cu - 6 Sb . . . . . . . . . . . . . . . 98,4 129,4 4 12 388
7,1 |
| 4 Cu - 4 Al - 4 Sn . . . . . . . . 106,2 119,5 5 13 - - |
| Fortsetzung |
| Zusammensetzung 0,2-Streck- Zerreiß- Querschnitts- |
| (Gewichtsprozent) grenze festigkeit Dehnung verminderung Vickershärte
T |
| Rest Titan kg/mm2 kg/mm2 °/o °/o kg/mm2 |
| Mechanische Eigenschaften bei erhöhter Temperatur (540°C) nach
vorausgegangenem Glühen |
| bis zur a-Zusatzmetall-Phase |
| 4 Cu - 4 Al - 4 Sn . . . . . . : : 44,3 57,6 40 87 - |
| 6 Cu - 10 Sb . . . . . . . . . . . . 35,2 46,4 48 67 - |
| Tabelle VIII |
| Einfluß einer 24stündigen Erhitzung auf 425°C auf die Härte
und Biegeeigenschaften der bis zur |
| a-Zusatzmetall-Phase geglühten Ti-Cu-Legierungen mit Al- und
Sn-Zusätzen |
| Zusammensetzung Vor der Erhitzung Änderung durch die Erhitzung |
| (Gewichtsprozent) Vickershärte T Vickershärte |
| Rest Titan T |
| kgJmm2 kgJmm2 |
| 4 Cu - 6 Sn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,1 277 0,3
- 5 |
| 4 Cu - 4 Al - 4 Sn . . . . . . . ...... 6,8 366 0,4
-62 |
| 4 Cu - 2 Al - 3 Sn - 0,1 Be .... 1,5 294 2,7 26 |
| Tabelle 1X |
| Fr;@chni@@e der Zeitstandfestigkeitsversuchc bei einer
I715 zur «-Zusatzmetall-Phase geglühten Ti-Cu-Legierung |
| mit Al- und Sn-Zusätzen |
| Zusammensetzung Angewandte |
| (Gewichtsprozent) Versuchstemperatur Zugbelastung Bruchzeit
Dehnung |
| Rest Titan C kg/mm= Stunden |
| 4 Cu - 4 Al - 4 Sn . . . . . . . . . . . . 427 56,3 > 407,8
- |
| 4 Cu - 4 Al - 4 Sn . . . . . . . . . . . . 427 59,1 >282,5'=
0,67 |
| 4 Cu - 4 Al - 4 Sn . . . . . . . . . . . . 427 i 66,8 >343*
4,6 |
| * Diese Ergebnisse stammen von je einer Probe. Nach 407,8 Stunden
bei einer Zugbelastung von 56,3 kg/mm= wurde die Zugbelastung |
| auf 59,8 kg/mm2, nach weiteren 282,5 Stunden bei 59,7 kg/mm=
wurde sie dann auf 63,3 kg/mm= erhöht. Der Versuch wurde nach |
| weiteren 343 Stunden bei einer Zugbelastung von 66,8 kg/mm2
eingestellt. |
Die Eigenschaften dieser bis zur a-Zusatzmetall-Phase geglühten, Sn und/oder Sb
enthaltenden Legierungen ähneln ziemlich denen der Ti-AI-Cu-Legierungen unter den
gleichen Wärmebehandlungsbedingungen. Hierbei ist das Zinn als Legierungsbestandteil
wiederum dem Antimon etwas überlegen. Es zeigt sich, daß diese a-substituierten
Legierungen nach Abschreckung aus der ß-Phase etwa die gleichen mechanischen Eigenschaften
wie die entsprechenden Ti-AI-Cu-Legierungen besitzen, diese Gleichwertigkeit bleibt
auch bei erhöhten Temperaturen erhalten. Die Zeitstandfestigkeitsversuche zeigten,
daß man durch Erhöhung des der Aluminiummenge entsprechenden a-Stabilisatorgehalts
über 4% hinaus sogar noch weitere Verbesserungen der Zeitstandfestigkeitseigenschaften
erzielen kann. Die Versuche in der Wärme zeigen, daß diese a-substituierten Legierungen
nach dem Glühen bis zur a-Zusatzmetall-Phase gute thermische Stabilität aufweisen.
-
In den nachstehenden Tabellen X bis einschließlich XIII wird die Wirkung
des ganzen oder teilweisen Ersatzes des Kupfers in den obenerwähnten kupferhaltigen
a-Dispersoid-Legierungen durch andere, Gefügebestandteile bildende Elemente, wie
Beryllium, Nickel, Kobalt und Silicium, sowie der Einfluß eines teilweisen Ersatzes
des Kupfers durch das verhältnismäßig träge eutektoide Element Mangan gezeigt.
| Tabelle X |
| Durchschnittliche mechanische Eigenschaften der bis zur a-Zusatzmetall-Phase
geglühten Ti-Al-Legierungen |
| mit Cu-, Be-, Ni-, Co- bzw. Si-Zusätzen |
| Zusammensetzung Querschnitts- |
| (Gewichtsprozent) 0,2-Streckgrenze Zerreißfestigkeit Dehnung
I verminderung Vickershärte T |
| Rest Titan |
| kg/mm2 kg/mm2 01n °% kg/mm2 |
| 2 Al - 0,5 Be . . . . . . . . . . 49,2 60,5 28 44 264 2,1 |
| 4A1-0,5 Be . . . . . . . . . . 61,9 73,1 16 24 258 2,3 |
| 4 Al - 4 Co . . . . . . . . . . . 82,3 95,6 10 10 335 5,4 |
| Fortsetzung |
| Zusammensetzung 0,2-Streckgrenze Zerreißfestigkeit Dehnung
Querschnitts- Vickershärte T |
| (Gewichtsprozent) verminderung |
| Rest Titan kg/mm= kg/mm* °/° °/° kg/mm'-' |
| 4A1-6 Co . . . . . . . .'. . . 89,3 102,6 9 12 356 3,8 |
| 4A1-4M . . . . . . . . . . . 67,5 75,2 6 16 316 6,8 |
| 4A1- 6 Ni . . . . . . . . . . . 75,9 85,8 4 12 331 8,7 |
| 4 Al - 0,5 Si . . . . . . . . . . 72,4 81,6 14 25 - - |
| 4A1- 1 Si . . . . . . . . . . . . 66,8 74,5 16 38 317 2,4 |
| 2 Al - 3,9 Cu - 0,15 Be 68,2 79,4 10 18 322 4,6 |
| 4 Al - 5 Cu - 1 Mn ... 90,0 94,9 15 37 372 2,8 |
| Das Glühen erfolgte etw 10 bis 38'C unter der jeweiligen
kritischen Temperatur. |
| Tabelle XI |
| Durchschnittliche mec anische Eigenschaften der aus der ß-Phase
abgeschreckten Ti-Al-Legierungen |
| mit Cu-, Be-, Co-, Ni- bzw. Si-Zusätzen |
| I I |
| Zusammensetzung 0,2-Streck- Zerreiß- I Querschnitts |
| (Gewichtsprozent) grenze Festigkeit Dehnung i verminderung
Vickershärte T |
| Rest Titan |
| kg/mm= kg / mm= °i° °;° kg!mm= |
| i |
| 2 Al - 0,5 Be . . . . . . . . . . 67,4 ' 78,0 8 10 330 5,0 |
| 4A1-0,5 Be . . . . . . . . . . 92,8 106,9 2 7 382 i
> 10,0 |
| 5 Cu - 0,5 Be . . . . . . . . . - - - - i 473 i > 10,0 |
| 2 Al - 5 Cu - 0,5 Be . . .. - - - - ( 473 > 10,0 |
| 4A1- 5 Cu - l Mn . . . 139,2 143,4 1 3 469 >10,0 |
| 2A1- 3 Cu - 1 Si ..... - . - - - 354 5,5 |
| 2A1- 5 Cu - 0,5 Si . : . - - - I - 377 5,3 |
| 4 Al - 0,5 Be* . . . . . . . . . . 68,9 85,8 8 7 275 4,8 |
| 4A1- 4 Co * . . . . . . . . . . - - - - 382 3,2 |
| 4 Al - 6 Co* . . . . . . . . . . . - - - - 400 |
| 4,4 |
| 4 Al - 4 Ni* . . . . . . . . . . - - - - 433 8,8 |
| 4 Al - 6 Ni* .......... - - - - 446 9,2 |
| 4A1- 5 Cu - l Mn* .. 93,5 129,4 12 22 381 2,6 |
| 2 Al - 0,5 Si* . . . . . . . . . . - - - - 236 1,8 |
| 2 Al - 1,0 Si* . . . . . . . . . - - - - 326 2,4 |
| *) Diese Proben wurden aus der a-f-Phase abgeschreckt. |
Die Legierungen wurden hierbei auf etwa 10 bis 38°C über die ß-Ubergangstemperatur
erhitzt und dann abgekühlt. Diese Temperatur schwankt geringfügig.
| Tabelle XII |
| Festigkeitseigenschaften bei erhöhter Gebrauchstemperatur (540°C)
der bis zur «-Zusatzmetall-Phase |
| geglühten Ti-Al-Legierungen mit Cu-, Be-, Ni-, Co- bzw. Si-Zusätzen |
| Zusammensetzung Geschätzte Zerreißfestigkeit Dehnung Querschnitts- |
| (Gewichtsprozent) Streckgrenze verminderung |
| Rest Titan kg/mm2 ` kg/mm2 °% °/° |
| 2 Al - 0,5 Be . . . . . . . . . . 15,5 25,3 46
74 |
| 4A1- 4 Co . . . . . . . . . . . - 38,7 44 90 |
| 4 Al - 6 Co . . . . . . . . . . . - 40,1 44 87 |
| 10 Al - 5 Co . . . . . . . . . . 30,2 57,0 5 5 |
| 4A1-4M . . . . . . . . . . . - 33,1 42 64 |
| 4 Al - 6 Ni . . . . . . . . . . . - 37,3 53 84 |
| 10 Al - 5 Ni . . . . . . . . . . 41,5 55,5 15 30 |
| Fortsetzung |
| Zusammensetzung Geschätzte Querschnitts- |
| (Gewichtsprozent) Streckgrenze Zerreißfestigkeit Dehnung verminderung |
| Rest Titan |
| kg/mm= kg/mm'= "/o "ln |
| 4 Al - 0,5 Si . . . . . . . . . . - 42,2 26 57 |
| 4A1-5 Cu- 1 Mn ... 42,2 53,4 46 97 |
| Zum Vergleich: |
| 4A1- 4 Cu .... . ...... 35,2 42,2 46 82 |
| 4 Al - 6 Cu . . . . . . . . . . . 38,7 50,6 36 90 |
| Tabelle XIII |
| Einfluß einer 24stündigen Erhitzung auf 425°C auf die Härte-
und Biegeeigenschaften der bis zur |
| a-Zusatzmetall-Phase geglühten Ti-Al-Legierungen mit Cu-, Be-,
Ni- bzw. Co-Zusätzen |
| Zusammensetzung Vor der Erhitzung Änderung durch die Erhitzung |
| (Gewichtsprozent) Vickershärte T Vickershärte |
| Rest Titan T kg/mm= kgJmm2 |
| 2 Al - 0,5 Be . . . . . . . . . . 2,5 241 -0,5 +20 |
| 4 A1-1 Si . . . . . . . . . . . . 2,4 317 +1,9 -25 |
| 4A1-4Ni ........... 6,5 316 -0,6 -52 |
| 4 Al - 6 Ni . . . . . . . . . . . 9,4 331 -I-0,6 - 2 |
| 4 Al - 4 Co* . . . . . . . . . . 5,9 335 +4,1 +13 |
| 4 Al - 6 Co* . . . . . . . . . . 2,8 356 +7,2 +55 |
| 4 Al - 5 Cu -1 Mn ... 2,8 372 -f-3,7 -21 |
| *) Können statt bis zur a-Zusatzmetall-Phase auch bis zur a,ß-Zusatzmetall-Phase
geglüht sein. |
Aus den in Tabelle X zusammengestellten Daten über die mechanischen Eigenschaften
dieser Legierungen nach dem Glühen bis zur Bildung der n-Zusatzmetall-Phase geht
hervor, daß alle diese erfindungsgemäß wärmebehandelten Legierungen, mit Ausnahme
von Ti - Al - Ni und Ti - Al - Cu - Be, den Ti-AI-Cu-Legierungen gleichwertig sind.
Es zeigt sich, daß die Ti-AI-Be- und Ti-AI-Si-Legierungen den niedriglegierten Ti-Al-Cu-Legierungen,
die Ti-AI-CO-und Ti-Al-Cu-Mn-Legierungen dagegen den hochlegierten Ti-AI-Cu-Legierungen
gleichwertig sind.
-
Wie die Daten über die Eigenschaften nach der Abschreckung aus der
ß-Phase in Tabelle XI zeigen, sind die Ti-AI-Be- und Ti-Al-Si-Legierungen gegen
Abschreckhärtung nur wenig empfindlich. Die Legierungen mit. Nickel-, Kobalt- und
Manganzusätzen hingegen sind durch die Abschreckung genügend gut hartbar. Die bei
den Ti-AI-Co-Legierungen nach der erfindungsgemäßen Abschreckung auftretende Kombination
von großer Härte und guten Biegeeigenschaften ist für die Praxis besonders vorteilhaft.
-
Die Werte über die Festigkeitseigenschaften bei erhöhter Temperatur
nach vorausgegangener erfindungsgemäßer Wärmebehandlung in Tabelle XII . zeigen,
daß auf der Grundlage gleicher Gewichtsanteile sowohl Kobalt wie auch Nickel dem
Kupfer hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Eigenschaften bei erhöhter Temperatur
etwas unterlegen sind. Der Zusatz einer kleinen Menge Mangan erweist sich in dieser
Hinsicht als vorteilhaft. Die Ti-4 A1-0,5 Si-Legierung ist der Ti-4 A1-4 Cu-Legierung
ebenbürtig an Festigkeit, jedoch nicht an Dehnbarkeit.
-
Die in Tabelle XIII behandelten Wärmeversuche zeigen, daß die Ti-AI-Be-,
Ti-AI-Si- und Ti-AI-Ni-Legierungen ausreichend thermisch stabil sind nach vorausgegangener
erfindungsgemäßer Wärmebehandlung. Die Ti-AI-Co- und Ti-AI-Cu-Mn-Legierungen jedoch
weisen bestimmte Anzeichnen von Unbeständigkeit auf. Aus diesen Ergebnissen geht
hervor, daß das Mangan auf Grund seiner die ß-Phase stabilisierenden Eigenschaften
für die Erhaltung dieser Phase günstig ist.