[go: up one dir, main page]

DE1258322B - Verfahren zum Verbinden von Bauplatten - Google Patents

Verfahren zum Verbinden von Bauplatten

Info

Publication number
DE1258322B
DE1258322B DEJ27556A DEJ0027556A DE1258322B DE 1258322 B DE1258322 B DE 1258322B DE J27556 A DEJ27556 A DE J27556A DE J0027556 A DEJ0027556 A DE J0027556A DE 1258322 B DE1258322 B DE 1258322B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mixture
plaster
water
paris
accelerator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ27556A
Other languages
English (en)
Inventor
Martin S Bloom
Michael Roy Sharpe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1258322B publication Critical patent/DE1258322B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/18Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing mixtures of the silica-lime type

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verbinden von Bauplatten Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Klebstoff zum Verkleben von Bauplatten od. dgl., insbesondere gegossene Gipswandplatten.
  • Derartige Platten können beispielsweise mit Zungen und Nuten verbunden sein und mit sehr kleinen Toleranzen präzise hergestellt sein, beispielsweise in der Größenordnung von ungefähr 0,101 mm, so daß es möglich ist, Wände aus diesen Platten zu errichten, deren Fugen nach dem Anstreichen unsichtbar sind. Dies erfordert jedoch einen besonderen Gipskleber, im Gegensatz zu einem Gipsmörtel. Solch ein Klebstoff sollte am zweckmäßigsten eine Verarbeitungszeit von mehreren Stunden haben, jedoch schnell abbinden, wenn er in Berührung mit zwei benachbarten Platten gebracht wird (so daß eine Verbindung, die stark genug ist, um eine Wand zusammenzuhalten, innerhalb weniger Minuten gebildet wird), und sollte eine Verbindung bilden können, deren Zugfestigkeit in der Größenordnung derjenigen der Platten ist.
  • Die Erfindung liefert dementsprechend ein Verfahren zum Verkleben von Bauplatten od. dgl., wobei man eine Mischung aus Gips und Wasser mit einer ausreichenden Menge eines Verzögerungsmittels herstellt, um eine wesentliche Verzögerung der Abbindezeit der Mischung zu erreichen und anschließend die verzögerte Mischung auf die zu verklebenden Oberflächen in Gegenwart einer ausreichenden Menge eines Beschleunigers aufbringt, um die Abbindezeit herabzusetzen, um das Verkleben der Oberflächen zu beschleunigen.
  • Während eine Mischung von Wasser und Gips aus einem Nebenprodukt-Gips der Phosphorsäureherstellung normalerweise recht schnell abbindet, ist festgestellt worden, daß die Zugabe von Alkali die Abbindezeit auf einen maximalen Punkt verlängert, über den hinaus die Zugabe weiteren Alkalis einen Abfall der Abbindezeit verursacht. Es ist festgestellt worden, daß, ausgehend von einem Brei aus Wasser und Gips, aus einem Phosphorit-Nebenprodukt-Gips, mit einem pH von ungefähr 5, die absatzweise Zugabe von Kalk eine Verlängerung der Abbindezeit verursacht, die ihr Maximum erreicht, wenn der pH ungefähr 8,5 beträgt, und daß die Zugabe weiteren Kalks die Abbindezeit herabsetzt. Bei einem pH-Wert von 8,5 liegt die Abbindezeit oder die Verarbeitungszeit der Mischung zwischen 3 und 4 Stunden. Der pH-Wert, bei dem die maximale Verzögerung stattfindet, schwankt entsprechend der Art und dem Ursprung des Gipses, Es ist jedoch festgestellt worden, daß es in allen Fällen einen optimalen alkalischen pH-Wert gibt, unterhalb und oberhalb dessen die Abbindezeit der Mischung beschleunigt wird. In einigen Fällen beispielsweise ist der optimale pH-Wert 10 und in anderen 12.
  • Wird diese verzögerte alkalische Mischung nun sauer gemacht, beispielsweise durch Zugabe oder Berührung mit einer geeigneten Säure, z. B. Schwefel-oder Phosphorsäure, so kann die Abbindezeit von 3 oder 4 Stunden bis auf ungefähr 10 Minuten herabgesetzt werden. Werden die Platten aus einem sauren Gips hergestellt, erhalten aus Nebenprodukt-Gips der Phosphorsäureherstellung, so können sie ausreichend sauer sein, um den pH-Wert des Klebers herabsetzen; wenn er aufgebracht wird, um ein beschleunigtes Abbinden zu erhalten, ohne die Notwendigkeit der Verwendung zusätzlicher Säure; die Azidität der Platten kann zweckmäßigerweise aus diesem Grund während ihrer Herstellung und dem Gießen eingestellt werden, Wenn die Platten andererseits alkalisch oder neutral sind oder nur schwach sauer, kann das Ansäuern der Klebermischung im Hinblick auf die Beschleunigung des Abbindens durchgeführt werden, entweder durch direkte Zugabe der Säure zu der Klebermischung unmittelbar vor der Verwendung oder durch Überziehen der zu verklebenden Obdrfiächen mit der Säure, bevor der Kleber aufgebracht wird, wobei die Säure in einer derartigen Menge vorliegt, daß sie den pH-Wert des Klebstoffes ausreichend herabsetzt, um dessen Härtung und das Verkleben der Platten zu einem üblichen Ausmaß zu beschleunigen.
  • In einer besonderen Ausführungsform liefert die Erfindung ein Verfahren zum Verkleben von Bauplatten od. dgl., wobei man eine Mischung aus Gips und Wasser in Gegenwart von ausreichend Alkali bildet, um eine wesentliche Verzögerung der Abbindezeit der Mischung zu erzielen und anschließend die alkalische Mischung auf die zu verklebenden Oberflächen in Gegenwart von ausreichend Säure zur Beschleunigung des Abbindens aufbringt. Die Säure kann zu der Mischung zugegeben oder auf die zu verklebenden Oberflächen unmittelbar vor der Aufbringung des Klebers aufgebracht werden, oder sie kann schon in dem Material der Platten selbst vorhanden sein.
  • Die Gipsplatten sind porös; wenn die dünne Schicht des Klebstoffes in Berührung mit den Platten kommt, so wird der Wassergehalt in die Poren durch Kapillarkräfte eingesaugt, mit dem Ergebnis, daß der Klebstoff mit einer geringen Festigkeit härtet, da für die eigentliche Hydration zu wenig Wasser vorhanden ist. Diesem Saugeffekt kann begegnet werden mittels eines geeigneten Zusatzes, beispielsweise Methylcellulose, die entweder in die Klebstoffmischung eingearbeitet werden kann oder getrennt auf die zu verbindenden Oberflächen aufgebracht wird:, vor dem Aufbringen der Klebstoffmischung.
  • Bei einem Versuch wird eine Klebstoffmischung aus Gips, ausreichend Kalk (0,2%) für einen pH von 8,5 und zwischen 1 und 2,% Methylcellulose hergestellt. Dies wird in einem Wasser-zu-Festkörper-Verhältnis von 0,8 gemischt; die Mischung besetzt eine Verarbeitungszeit zwischen 3 und 4 Stunden. Die Mischung wird als dünner Film auf ein Paar Gipsblöcke aufgebracht und in ungefähr 10 Minuten abgebunden, währenddessen sie eine Zugfestigkeit von 1,75 kgJcm' entwickelt hat, was ausreicht, um die Blöcke zusammenzuhalten. Der Klebstoff erreicht eine Zugfestigkeit, die sich derjenigen der Gipsblöcke nähert, nämlich ungefähr 5,6 kg/cm'.
  • In einem anderen Versuch wird ein Zweikomponentenkleber geprüft, der als erste Komponente eine aus Gips mit ausreichend Kalk (0,2%) für einen pH-Wert von 8,5 und gemischt in einem Wasser-zu-Festkörperverhältnis von 0,8 und als zweite Komponente eine Lösung von Methylcellulose in Phosphorsäure und Wasser enthält. Die zu verbindenden Oberflächen werden zuerst mit der Methylcellulose überzogen und danach mit einem dünnen Film, der Gips-Kalk-Mischung. Es wird eine Abbindezeit von ungefähr 5 Minuten erhalten mit ungefähr den gleichen Festigkeiten, wie oben.
  • In einem weiteren Versuch wurde eine Gipsmasse hergestellt, die durch Zusatz von Kalk auf einen pH-Wert von 8,5 eingestellt wurde und die 1 bis 2% Methylcellulose enthält. Die Masse wurde mit einem Wasser-zu-Feststoff-Verhältnis von 0,8 gemischt, und diese Mischung besaß eine Verarbeitungszeit zwischen 3 und 4 Stunden. Kurz vor der Verarbeitung der Gipsmasse wurde genügend Säure zugesetzt, um die Abbindezeit auf 10 Minuten zu verringern. Die an einer Oberfläche anzubringenden Platten wurden mit einer dünnen Schicht dieser Gipsmasse versehen und an ihre Stelle gebracht. Die Verbindung besaß eine gute Festigkeit.
  • Die optimale Mischung für einen erfindungsgemäßen Kleber schwankt für Gipsplatten mit verschiedenen Porösitäten und Säuregraden. Andere Celluloseverbindungen, vorzugsweise solche, die löslicher sind als Methylcellulose oder andere Substanzen mit ähnlichen Eigenschaften, beispielsweise Gelatine, können an Stelle der letzteren verwendet werden.
  • Die Erfindung schließt einen Zweikomponentenkleber zum Verkleben von Bauplatten od. dgl. ein, der aus einer ersten Komponente - enthaltend Gips und ausreichend Alkali -, beispielsweise Kalk, um eine wesentliche Verzögerung der Abbindezeit des Gipses zu erzielen, wenn dieser mit Wasser gemischt wird, und einer zweiten Komponente - einer Mischung eines Wasser zurückhaltenden Zusatzes, beispielsweise Methylcellulose - mit einer Säure, beispielsweise Schwefel- oder Phosphorsäure, besteht.
  • Um fast unsichtbare Fugen herzustellen, ist es wegen der Unterschiede in der Farbe derartiger Gipse bevorzugt, den Kleber aus der gleichen Art an Gips zu mischen, aus der die Blöcke hergestellt sind.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Verkleben von Bauplatten od.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung aus Gips und Wasser mit einer ausreichenden Menge eines Verzögerungsmittels herstellt, um eine wesentliche Verzögerung der Abbindezeit der Mischung zu erhalten, und anschließend die verzögerte Mischung auf die zu verbindenden Oberflächen in Gegenwart einer ausreichenden Menge eines Beschleunigers aufbringt, um die Abbindezeit herabzusetzen, um das Verbinden der Oberflächen zu beschleunigen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Beschleuniger zu der verzögerten Mischung unmittelbar vor der Verwendung zugibt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Beschleuniger auf die zu verbindenden Oberflächen vor der Aufbringung der verzögerten Mischung aufbringt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Beschleuniger in die Bauplatten während deren Herstellung einarbeitet.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Verzögerer eine Alkali- oder Erdalkaliverbindung und als Beschleuniger eine Säure - beispielsweise Schwefel- oder Phosphorsäure - verwendet.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man dieses in Gegenwart eines Wasser zurückhaltenden Zusatzes, beispielsweise Methylcellulose, durchführt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man den Zusatz zu der Mischung von Gips und Wasser zugibt. B. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man den Zusatz auf die zu verbindenden Oberflächen vor der Aufbringung der Gips-Wasser-Mischung aufbringt.
DEJ27556A 1964-02-24 1965-02-23 Verfahren zum Verbinden von Bauplatten Pending DE1258322B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1258322X 1964-02-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1258322B true DE1258322B (de) 1968-01-04

Family

ID=10885790

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEJ27556A Pending DE1258322B (de) 1964-02-24 1965-02-23 Verfahren zum Verbinden von Bauplatten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1258322B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0019207B2 (de) Verfahren zum Herstellen von Gipsbauteilen
DE2264075B2 (de) Mit anmachwasser bis zur fluessigen, pumpfaehigen konsistenz anmachbare moertelmischung fuer die herstellung von estrichen
DE3230406C2 (de)
DE1683820C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines Baufertigteils mit einem Grundkörper aus Porenbeton und einer Au Benschicht
DE2727026A1 (de) Verfahren zur beschleunigten haertung und erhoehung der festigkeit von zementen
DE740952C (de) Verfahren zur Verguetung von Moertel und Beton
DE2534099C2 (de) Verfahren zur Beschleunigung der Aushärtung von Portlandzementmassen
DE1258322B (de) Verfahren zum Verbinden von Bauplatten
DE3014155A1 (de) Fugenzement
DE708053C (de) Verfahren zur Herstellung kombinierter Bauplatten
EP0042992B1 (de) Masse und Zusatzmittel zur Herstellung von Gipsformen
DE3330124A1 (de) Verfahren zur herstellung von mineralisch gebundenen holzwerkstoffen unter verwendung eines latent hydraulischen bindemittels
DE1158430B (de) Verwendung eines Portland-Zement, Methylzellulose und Zuschlaege enthaltenden Moertels zum Verlegen von Fliesen
AT219251B (de) Bauelement und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1569986C3 (de) Klebstoff auf Basis eines Harnstoff-Formaldehyd-Harzes
EP0702115B1 (de) Gipsbauplatte mit beschichteter Glasvlieslage
AT252417B (de) Bindemittel
DE943096C (de) Verfahren zum Herstellen eines gebundenen Baustoffes aus Stroh
DE19805084B4 (de) Verfahren zur Herstellung von Estrich aus Anhydrit
DE704753C (de) Verfahren zur Verzoegerung des Abbindens von Gips
DE1250327C2 (de) VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON BAUELEMENTEN MIT KERNGEFüGE AUS PORENGIPS ODER PORENANHYDRIT UNE BEIDERSEITIGER, NICHTPORÖSER DECKSCHICHT GLEICHER STOFFLICHER HERKUNFT
DE3306780C2 (de) Verfahren zur Oberflächenbehandlung zementgebundener Produkte in Form von Halbfabrikaten
AT373571B (de) Verfahren zum verkuerzen der abbindezeit von zementpaste, moertel oder beton
AT221263B (de) Gipsdiele und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2557594A1 (de) Baustoffmasse auf der grundlage von calciumsulfat-alpha-halbhydrat