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DE1257118B - Verfahren zum Regenerieren von Lithiumphosphat-Katalysatoren - Google Patents

Verfahren zum Regenerieren von Lithiumphosphat-Katalysatoren

Info

Publication number
DE1257118B
DE1257118B DEC23880A DEC0023880A DE1257118B DE 1257118 B DE1257118 B DE 1257118B DE C23880 A DEC23880 A DE C23880A DE C0023880 A DEC0023880 A DE C0023880A DE 1257118 B DE1257118 B DE 1257118B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalysts
catalyst
lithium phosphate
reaction temperature
phosphate catalysts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC23880A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Werner Neumann
Dr Karl-Heinz Boennighausen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Huels AG filed Critical Chemische Werke Huels AG
Priority to DEC23880A priority Critical patent/DE1257118B/de
Publication of DE1257118B publication Critical patent/DE1257118B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J27/00Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
    • B01J27/28Regeneration or reactivation
    • B01J27/285Regeneration or reactivation of catalysts comprising compounds of phosphorus

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Regenerieren von Lithiumphosphat-Katalysatoren Zur Isomerisierung von Alkylenoxyden in die entsprechenden ungesättigten Alkohole werden Katalysatoren aus Trilithiumphosphat (Li3.PO4) in reiner Form oder in Mischung mit einem Füllmittel angewendet. Auf diese Weise wird bei 200 bis 350"C beispielsweise Propylenoxyd in Allylalkohol umgewandelt.
  • Die Katalysatoren müssen von Zeit zu Zeit regeneriert werden, da ihre Aktivität beim Gebrauch durch teerartige Ablagerungen ständig sinkt.
  • Üblicherweise wird der Katalysator zur Regenerierung in einem Luftstrom, der mit Stickstoff oder Wasserdampf verdünnt sein kann, bei erhöhter Temperatur abgeröstet. Dieses Verfahren ist insofern unbefriedigend, als es die Selektivität des Katalysators vermindert. Das bedeutet im Fall der Allylalkoholherstellung, daß der abgeröstete Katalysator in größerem Maße unerwünschte Nebenprodukte, wie Aceton oder Propionaldehyd, mitentstehen läßt. Diese Nebenprodukte beeinträchtigen die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens und bedürfen, da sie nicht frei von Allylalkohol erhalten werden, einer zusätzlichen aufwendigen Reinigung. Zwar nimmt im Laufe der Isomerisierung bis zur nächsten Abröstung die Selektivität des Katalysators langsam wieder zu, erreicht aber nie vollkommen den Ausgangswert. Auch ist die ständig wechselnde Zusammensetzung des Reaktionsproduktes für die Aufarbeitung unvorteilhaft.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, den Katalysator dadurch zu reinigen, daß man ihn bei 100 bis 150"C mit einem flüssigen, sauerstoffhaltigen organischen Lösungsmittel, wie Aceton, Propylenoxyd, Methylalkohol oder Dioxan, wäscht. Dieses Verfahren hat aber den schwerwiegenden Nachteil, daß der Reaktionsofen, der normalerweise bei einer Temperatur von etwa 2800 C betrieben wird, auf eine Temperatur abgekühlt werden muß, die unterhalb des Siedepunktes des Waschmittels liegt, im Beispiel des Propylenoxyds also 34°C. Die häufige Abkühlung und Wiederaufheizung des Katalysators vermindert die Leistung eines Reaktionsofens in unerwünschter Weise. Eine Druckwäsche mit den genannten Lösungsmitteln dagegen, die höhere Reinigungstemperaturen gestatten würde, macht zusätzliche apparative Aufwendungen erforderlich.
  • Erwünscht ist also ein Verfahren, das die genannten Nachteile vermeidet und es gestattet, den Katalysator bei seiner Reaktionstemperatur ohne zusätzlichen Aufwand zu reinigen, ohne daß die Selektivität des Katalysators durch die Reinigung beeinträchtigt wird.
  • Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, Lithiumphosphat-Katalysatoren zu aktivieren, indem man Kohlenwasserstoffe mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen im Molekül bei 150 bis 300"C, vorzugsweise bei 225 bis 275"C, im Verhältnis von 1 bis 30 Raumteilen je Raumteil Katalysator in flüssiger Phase durch den Katalysator leitet.
  • Es wurde gefunden, daß man Lithiumphosphat-Katalysatoren für die Isomerisierung von Alkylenoxiden zu den entsprechenden Alkenolen in der Gasphase bei 200 bis 3500 C dadurch regenerieren kann, indem man die Katalysatoren bei Reaktionstemperatur mit einem Kohlenwasserstoff wäscht, der mindestens 14 Kohlenstoffatome im Molekül enthält, oberhalb der Reaktionstemperatur siedet und sich in Berührung mit den Katalysatoren nicht zersetzt.
  • Beispielsweise lassen sich aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Hexadecan und Heptadecan, oder Mineralölfraktionen des Siedebereiches von 250 bis 350"C verwenden. Eine besonders gute Wirkung zeigen mono- oder polyalkylierte aromatische Kohlenwasserstoffe mit geeignetem Siedebereich, wie Dodecylbenzole (Kp. 287 bis 300 ° C), Octyläthylbenzol (Kp. 269 bis 274"C) oder Cyclohexyl-äthylbenzol (Kp. 265 bis 2700 C). Auch Lösungsmittel anderer Stoffklassen können für diesen Zweck geeignet sein, beispielsweise sauerstoffhaltige wie n-Dodecylphenyläther (Kp. 322 bis 3330 C). Bevorzugt werden indessen alkylierte aromatische Kohlenwasserstoffe.
  • Aus dem folgenden Beispiel geht der Vorteil des beanspruchten Verfahrens hervor. Es wurden zwei Parallelversuche mit demselben Katalysator und unter den gleichen Versuchsbedingungen durchgeführt, wobei der Katalysator in Beispiel A durch Abbrennen mit einem Luft-Stickstoff-Gemisch, B durch Waschen mit Dodecylbenzol regeneriert wurde.
  • Es wurde ein Katalysator verwendet, der durch Fällen von Trilithiumphosphat aus einer verdünnten wäßrigen Lithiumchloridlösung mit einer Lösung von Trinatriumphosphat in sehr verdünnter Natronlauge bei 30"C hergestellt wurde. Anschließend wurde der Niederschlag mit 60° C warmem Wasser chlorionenfrei gewaschen, abgesaugt, bei 200°C gesintert und in Stücke von 4 mm Größe gebrochen.
  • Isomerisiert wurde in einem ummantelten Rohr aus Edelstahl von 2 m Länge und 18 mm lichter Weite, das mit einer Ölumlaufheizung versehen war. Der Reaktionsofen wurde durch Propylenoxyddämpfe von unten nach oben durchströmt. Die Reaktionstemperatur betrug 280 C, der Durchsatz 1600 ccm Propylenoxyd pro Liter Kontakt und Stunde.
  • Im Beispiel A wurde in folgender Weise bei Reaktionstemperatur mit Luft und Stickstoff besonders schonend regeneriert: 1 Stunde 1000 l/h Stickstoff 2 Stunden 1000 lih Stickstoff + 12 l/h Luft 2 Stunden 1000 lih Stickstoff + 25 llh Luft 1 Stunde 1000 lih Stickstoff + 55 lih Luft Im Beispiel B wurde durch zweimaliges Waschen mit Dodecylbenzol bei 280 C regeneriert.
  • Die Regenerationen erfolgten jeweils nach einer Isomerisierungsperiode von 18 Stunden.
  • Umsätze und Ausbeuten bei Anwendung der beiden Regenerierungsverfahren sind in folgender Tabelle gegenübergestellt:
    Beispiel A Katalysators BeiSPielAisbeute Beispiel B
    Arbeitszeit des Katalysators Ausbeute Ausbeute
    Umsatz Allylalkohol CO-Verbindungen Umsatz Allylalkohol | CO-Verbindungen
    Stunden gesamt olo 1 0/0 der Theorie % °/0 der Theorie °/0 1 °/0 der Theorie 0/0 °/0 der Theorie
    1 1 78 93 3,1 80 93 3,2
    6 6 70 92 3,2 71 94 3,1
    12 12 67 93 3,1 67 92 3,1
    18 18 63 94 3,1 62 93 3,2
    Regeneration
    1 19 60 89 7,1 69 92 j 3,5
    6 24 67 91 4,8 67 93 1 3,1
    12 30 65 93 3,2 63 93 l 2,9
    18 1 36 63 92 3,2 64 93 j 3,1
    Regeneration
    1 37 52 85 11,5 66 94 3,2
    6 42 58 88 6,9 65 92 3,2
    12 48 53 91 5,2 64 91 3,7
    18 1 54 54 90 5,6 63 92 3,2
    Regeneration
    1 55 53 87 9,8 63 91 3,5
    6 60 50 90 6,2 66 92 3,3
    12 66 55 89 5,3 65 93 3,2
    18 72 54 90 5,5 60 92 3,2
    Die Versuche lassen deutlich erkennen, daß beim Beispiel A jedesmal nach dem Regenerieren durch Abrösten die Selektivität des Katalysators geschädigt ist und die unerwünschten Carbonylverbindungen zunächst in erhöhtem Maße mitentstehen, während im Beispiel B die Selektivität des Katalysators voll erhalten und unverändert bleibt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Regenerieren von Lithiumphosphat-Katalysatoren für die Isomerisierung von Alkylenoxiden zu den entsprechenden Alkenolen in der Gasphase bei 200 bis 350"C, dadurch gekennzeichnet, daß man die Katalysatoren bei Reaktionstemperatur mit einem Kohlenwasserstoff wäscht, der mindestens 14 Kohlenstoffatome im Molekül enthält, oberhalb der Reaktionstemperatur siedet und sich in Berührung mit den Katalysatoren nicht zersetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man alkylierte aromatische Kohlenwasserstoffe verwendet.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 189 052.
DEC23880A 1961-04-14 1961-04-14 Verfahren zum Regenerieren von Lithiumphosphat-Katalysatoren Pending DE1257118B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1189052B (de) 1960-05-02 1965-03-18 Olin Mathieson Verfahren zur Aktivierung von zur Isomerisierung von Alkylenoxyden mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen im Molekuel zu den entsprechenden Alkoholen dienenden Lithiumphosphatkatalysatoren

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1189052B (de) 1960-05-02 1965-03-18 Olin Mathieson Verfahren zur Aktivierung von zur Isomerisierung von Alkylenoxyden mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen im Molekuel zu den entsprechenden Alkoholen dienenden Lithiumphosphatkatalysatoren

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