DE1256761B - Niederspannungs-Lasttrennschalter - Google Patents
Niederspannungs-LasttrennschalterInfo
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Description
- Niederspannungs-Lasttrennschalter Die Erfindung bezieht sich auf einen Niederspannungs-Lasttrennschalter mit einem durch eine Schnellschaltvorrichtung angetriebenen Hauptmesser, das durch die Schnellschaltvorrichtung federbelastet ist, und einem flachen Hilfskontaktteil, der später als das ihn betätigende Hauptmesser öffnet und schließt.
- Bei einem bekannten Hochspannungsschalter geht der Lichtbogenkontakt beim öffnen des Schalters durch Schwerkraft in die Stellung, die zum Schließvorgang erforderlich ist, um ein Schließen des Lichtbogenkontaktes nach dem Hauptkontakt zu erreichen. Um ein sicheres Arbeiten dieser Anordnung zu gewährleisten, muß die Masse des beweglichen Lichtbogenkontaktes relativ groß sein. Diese große Masse muß zusätzlich zum Hauptkontakt beim Schließen des Schalters beschleunigt werden, was eine große Antriebskraft zum schnellen Schließen des Schalters bedingt.
- Bei weiterhin bekannten Hochspannungstrennschaltern sind Haupttrennmesser und Schnellschaltmesser unter der Wirkung einer gewundenen Feder miteinander verbunden, wobei das Schnellschaltmesser stets in Ausschaltrichtung durch die Feder gedreht wird. Beim Einschaltvorgang dieses Schalters wird das Haupttrennmesser durch die Antriebswelle bewegt. Mit ihm bewegt sich das Schnellschaltmesser, wobei es jedoch durch einen gesonderten, geschweiften, hakenförmigen Teil und eine Anschlagrolle in seiner Bewegung so gehindert wird, daß es zunächst stark hinter dem Hauptschaltmesser zurückbleibt. Erst im Endbereich der Hauptschaltmesserbewegung folgt das Schnellschaltmesser gegen die Wirkung der Feder schneller nach, so daß bei eingeschaltetem Haupttrennmesser auch das Schnellschaltmesser wieder eingeschaltet ist. Bei dieser Anordnung müssen unabhängig von der zusätzlichen Anordnung eines geschweiften hakenförmigen Teiles zumindest federnde Kontaktteile zur Erzeugung des Kontaktdrukkes vorgesehen werden, da die Kopplungsfeder zwischen Haupttrennmesser und Schnellschaltmesser keinen Kontaktdruck erzeugt.
- Durch den Gegenstand der Erfindung sollen diese bekannten Trennschalter derart verbessert werden, daß beim Einschalten nur die Masse des Hauptmessers beschleunigt zu werden braucht und die Federkraft für den Hilfskontaktteil, der für Druckkontaktgabe ausgebildet ist, die Einleitung der Einschaltbewegung noch unterstützt. Hierdurch soll erreicht werden, daß der Schalter mit besonders großer Sicherheit ohne Zerstörungsgefahr auf bestehende Kurzschlüsse geschaltet werden kann. Außerdem sollen beim Zusammenwirken von Hauptmesser und Hilfskontaktteil Gelenkhebel, Klinken oder Rasten vermieden werden. Dies wird durch den Gegenstand der Erfindung auf besonders einfache Weise dadurch erreicht, daß der in an sich bekannter Weise stets über dem Hauptmesser liegende, beim Aussehalter durch einen Anschlag vom Hauptmesser mitnehmbare, als Druckkontaktträger ausgebildete Hilfskontaktteil durch eine Federkraft ständig im Einschalten belastet ist, daß er durch entsprechende Ab- stimmung seiner beweglichen Masse und seiner Federkraft zu der Einschaltgeschwindigkeit des Hauptmessers beim Einschalten später als das Hauptmesser stromführend schließbar ist und daß er beim Ausschalten in an sich bekannter Weise nach einem Vorlaufweg des Hauptmessers durch gelenkfreie Anschlagmittel in die Offenstellung überführbar ist. Hochspannungstrennschalter, die ein Hauptmesser und einen Lichtbogenkontakt, der als Druckkontakt arbeitet, besitzen, sind an sich bekannt, jedoch sind bei diesen bekannten Schalteranordnungen zwischen Hauptmesser und Lichtbogenkontakt Gestängeteile und zusätzliche Federn vorgesehen.
- Es ist bei Hochspannungstrennschaltern auch bekannt, beim öffnen des Schalters das Hilfsmesser erst nach einem gewissen Vorlaufweg des Hauptmessers durch Anstoß aus der Verrastung zu lösen, wonach das Hilfsmesser durch die vom Hauptmesser gespannte Feder in seine geöffnete Lage gedrückt wird. Bei dieser Anordnung sind jedoch zum Schließen des Schalters Bügel und Rastvorrichtungen gesondert vorzusehen.
- Besonders vorteilhaft ist es beim Gegenstand der Erfindung, wenn der schwenkbar gelagerte Hilfskontaktteil beim Ausschaltvorgang durch das schwenkbar gelagerte Hauptmesser über Isolierstücke als Anschläge mitnehmbar ist. Werden gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung die Isolierstücke am Hilfskontaktteil verstellbar anc,eordnet und anschlagsseitig mit einer Schrägfläche versehen, so ist der Einsatzpunkt der öffnung des Hflfskontaktteiles genau einstellbar und unter anderem ein Zudrücken des Hilfskontaktteiles ve-, mieden. Um den Hilfskontaktteil unabhängig vom Hauptmesser federbelasten zu können, ist es vorteilhaft, wenn der bewegliche Hilfskontaktteil durch einen ortsfest gelagerten, im Bedarfsfall schwenkbaren Federkäfig mit gerätefesten Teilen des Schalters abnehmbar verbunden ist. Hierdurch ist auch eine leichte Montage des Schalters gegeben.
- Der Aufbau des erfindungsgemäßen Schalters wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Beispieles näher erläutert. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
- In F i g. 1 ist ein Schalter nach der Erfindung in Creschlossener Stellung dargestellt. Oberhalb des Schaltersockels 1 sind die Anschlußplatten 2 und 4 befestigt. An der Anschlußplatte 4 ist der Hauptkontakt, der aus zwei messerförmigen parallelen Hauptmessern 5 besteht, drehbar über den Stift 18 Clelagert und wird mittels Blattfedern 6 an entsprechende Abstandshalter, die nicht dargestellt sind, gedrückt. Die Blattfedem 6 stützen sich an dem Stift 7 ab, durch welchen gleichzeitig das Betätigungsglied 8 zwischen den beiden Enden des Messerkontaktes drehbar gelagert ist. Die beiden Messerkontakte 5 umschließen in geschlossener Stellung den feststehenden und mit der Anschlußplatte 2 in Verbindung stehenden Messerkontakt 3. An der Anschlußplatte 2 ist außerdem ein mit ihr in elektrischer Verbindung stehendes als Lichtbogenhorn mitbenutztes, feststehendes Hilfskontaktteil 25 angeschraubt, wogegen der bewegliche Hilfskontaktteil 22 an der Anschlußplatte 4 schwenkbar im Punkt 23 gelagert und mit einem Kontaktstück 24 und einem aus Isolierstoff be- stehenden Abstandsstück 26 versehen ist.
- Der Kontaktdruck für den Hilfskontaktteil wird durch eine Feder 21, die in einem Käfig 20 geführt wird und der über den Stift 19 am Gehäuse gehalten wird, erreicht. Weiterhin ist der feststehende Hilfskontaktteil 25 mit einem Löschkammerblock 27 versehen, dessen erstes Löschblech über eine Feder 29 mit einem Kontaktfinger 30, der mit dem gerätefesten Hilfskontaktteil 25 leitend in Verbindung steht, elektrisch verbunden.
- Beim öffnen des Schalters wird die Schloßwelle 17, auf der der Kniehebel 10 unverdrehbar gelagert ist, gedreht, so daß der mit dem Hauptmesser verbundene Teil 8 über den Bolzen 9 die Hauptmesser 5 in geöffnete Stellung bringen kann. Eine Abstützung des Kniehebels 10 erfolgt über den federbelasteten Hebel 12, der am Kniehebel über den Stift 11 drehbar gelagert ist, gegen einen im Schaltersockel 1 feststehenden Teil 16 durch den gerätefesten Führungsbolzen 15, an dem der federbelastete Hebel 12 in einem Langloch 14 beweglich geführt ist. Dabei stützt sich die Feder 13 auf der dem Kniehebel zugewandten Seite am Hebel 12 und auf der anderen Seite am Lagerbolzen 15 ab. Sobald nun die Hauptmesser 5 so weit geöffnet sind, daß sie das Isolierstück 26 berühren, wird der bewegliche Hilfskontaktteil 22 gegen die Kraft der Feder 21 geöffnet und der entstehende Lichtbogen in den Kammern 27 gelöscht. Der Bolzen 9 geht über den Totpunkt hinaus und verhindert so das Einschalten durch Druck auf einen der beweglichen Kontaktteile.
- Die geöffnete Stellung des Schalters ist in der F i g. 2 gezeigt. Beim Schließen des Schalters, d. h. Rechtsdrehen der Schloßwelle 17, kommt der Kniehebel 10 in eine übertotpunktlage, in der die auf dem federbelasteten Hebel 12 angebrachte Feder 13 mit einer solchen Kraft die Hauptmesser 5 in ihre geschlossene Stellung bringt, daß die Schließgeschwindigkeit des Hauptkontaktes größer ist als die durch die Feder 21 bedingte Schließgeschwindigkeit des Hilfskontaktteiles, so daß der Hilfskontaktteil später als das Hauptmesser schließt. Dies wird durch besondere Abstimmung der Federn 21 auf die Masse des Hilfskontaktteiles erreicht. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß das Verhältnis von wirksamer Federkraft zu beweglicher Masse beim Hauptmesser wesentlich größer als beim Hilfskontaktteil bemessen ist. Ein Verhältnis von 5 -. 1 oder größer hat sich hier als besonders vorteilhaft erwiesen.
- In F i g. 2 ist eine weitere Ausgestaltung des Löschkammerblockes gezeigt, bei der das erste Löschblech drehbar um eine Achse 28 c gelagert ist und mittels einer Feder 31 an einen Kontaktfinger 30 gedrückt wird. Hierzu stützt sich die Feder am feststehenden Teil des Löschkammerblockes auf der einen Seite und am beweglichen Teil des ersten Löschkammerbleches 28 a ab und drückt mit dem Teil 28 b des Löschbleches gegen den Kontaktfinger, so daß es leitend mit dem feststehenden Hilfskontaktteil 25 verbunden ist.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Niederspannungs-Lasttrennschalter mit einem durch eine Schnellschaltvorrichtung angetriebenen Hauptmesser, das durch die Schnellschaltvorrichtung federbelastet ist, und einem flachen Hilfskontaktteil, der später als das ihn betätigende Hauptmesser öffnet und schließt, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß der in an sich bekannter Weise stets über dem Hauptmesser (5) liegende, beim Ausschalten durch einen Anschlag vom Hauptmesser mitnehmbare, als Druckkontaktträger ausgebildete Hilfskontaktteil (22) durch eine Federkraft (21) ständig im Einschaltsinn belastet ist, daß er durch entsprechende Abstimmung seiner beweglichen Masse und seiner Federkraft zu der Einschaltgeschwindigkeit des Hauptmessers beim Einschalten später als das Hauptmesser stromführend schließbar ist und daß er beim Ausschalten in an sich bekannter Weise nach einem Vorlaufweg des Hauptmessers durch gelenkfreie Anschlagmittel (5, 26) in die Offenstellung überführbar ist.
- 2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbar gelagerte Hilfskontaktteil (22) beim Ausschaltvorgang durch das schwenkbar gelagerte Hauptmesser (5) über Isolierstücke (26) als Anschläge mitnehmbar ist. 3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierstücke (26) am Hilfskontaktteil (22) verstellbar angeordnet und anschlagseitig mit einer Schrägfläche versehen sind. 4. Schalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Hilfskontaktteil (22) durch einen ortsfest gelagerten (19), im Bedarfsfall schwenkbaren Federkäfig (20) mit gerätefesten Teilen des Schalters abnehmbar verbunden ist. 5. Schalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Hauptmesser (5) in bekannter Weise als Doppelmesser ausgebildet ist. 6. Schalter nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Hilfskontaktteil (22) in bekannter Weise Lichtbogenlösehmittel (27) zugeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1141357, 1150 732, 1158 605, 1165 714; französische Patentschrift Nr. 1130 051, 1338003.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DES90374A DE1256761B (de) | 1964-04-04 | 1964-04-04 | Niederspannungs-Lasttrennschalter |
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| CH360165A CH426984A (de) | 1964-04-04 | 1965-03-15 | Schalter mit einem federbelasteten und mit einem Schaltschloss gekoppelten beweglichen Schaltmesser als Hauptkontaktteil und einem beweglichen flachen Lichtbogenkontaktteil |
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| SE4289/65A SE303327B (de) | 1964-04-04 | 1965-04-02 |
Applications Claiming Priority (3)
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Publications (1)
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| DE1256761B true DE1256761B (de) | 1967-12-21 |
Family
ID=27207244
Family Applications (2)
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| DE6604390U Expired DE6604390U (de) | 1964-04-04 | 1964-11-17 | Schalter mit haupt- und parallelem lichtbogenkontakt |
Family Applications After (1)
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Country Status (4)
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| FR (1) | FR1448038A (de) |
| SE (1) | SE303327B (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1964
- 1964-04-04 DE DES90374A patent/DE1256761B/de not_active Withdrawn
- 1964-11-17 DE DE6604390U patent/DE6604390U/de not_active Expired
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1965
- 1965-03-15 CH CH360165A patent/CH426984A/de unknown
- 1965-04-02 SE SE4289/65A patent/SE303327B/xx unknown
- 1965-04-02 FR FR11800A patent/FR1448038A/fr not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE6604390U (de) | 1970-01-08 |
| CH426984A (de) | 1966-12-31 |
| SE303327B (de) | 1968-08-26 |
| FR1448038A (fr) | 1966-08-05 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EF | Willingness to grant licences | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |