DE1254702B - Anordnung fuer Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit mehreren durch Zwischenleitungen verbundenen Vermittlungsschaltstufen - Google Patents
Anordnung fuer Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit mehreren durch Zwischenleitungen verbundenen VermittlungsschaltstufenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
H04q
Deutsche Kl.: 21 a3 - 38
Nummer: 1 254 702
Aktenzeichen: S 96482 VIII a/21 a3
Anmeldetag: 12. April 1965
Auslegetag: 23. November 1967
Gemäß der Hauptpatentanmeldung wird eine Anordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere
Fernsprechanlagen, angegeben, welche in mehreren durch Zwischenleitungen verbundenen Vermittlungsschaltstufen
aufgebaut sind und in welchen Teilnehmerleitungen, Verbindungsleitungen und Eingänge
und Ausgänge von allen weiteren zur Verbindungsherstellung und Verbindungsüberwachung pro
Verbindung notwendigen Schaltgliedern (Verbindungssätze, Register, Tongeber u. dgl.) gleichartig an
die Eingänge einer ersten Vermittlungsschaltstufe angeschaltet sind und in welchen Ausgänge der ersten
bis vorletzten Vermittlungsschaltstufe an die Eingänge der jeweils nachgeordneten Vermittlungsschaltstufe
angeschaltet und in dieser paarweise zusammenschaltbar sind.
In einer derartigen Schaltungsanordnung besteht eine Verbindung also immer darin, daß einmal oder
mehrmals zwei Eingänge der ersten Vermittlungsschaltstufe, d. h. zwei gleichartige Endpunkte einer ao
Durchschaltung, miteinander verbunden werden.
In den nachfolgenden Ausführungen werden Teilnehmerleitungen, Verbindungsleitungen, Verbindungssätze,
Register, Tongeber u. dgl. unter der Sammelbezeichnung »pro Verbindung erforderliche
Schalteinrichtungen« genannt. Aus einer zuvor beschriebenen Anordnung ergibt sich, daß Durchschaltungen
zwischen allen pro Verbindung erforderlichen Schalteinrichtungen, also allen genannten Arten von
Leitungen und Schaltgliedern möglich sind, so daß auch zwei Teilnehmerleitungen miteinander direkt
verbunden werden können, was bei Verwendung von Teilnehmerschaltungen mit Teilnehmermikrophon-Gleichstromspeisung
und Auslöseüberwachung von Bedeutung ist. Ferner können auch zwei Verbindungsleitungen
direkt miteinander verbunden werden, so daß Durchgangsverkehr ohne besondere Maßnahmen hinsichtlich der Gruppierung möglich
ist. Ferner wird durch die Möglichkeit, daß zwei Eingänge der ersten Vermittlungsschaltstufe nur bis zu
einer der letzten Vermittlungsschaltstufe vorgeordneten Vermittlungsschaltstufe durchgeschaltet und
bereits in dieser zusammenschaltbar sind, eine Einsparung an Vermittlungsschaltgliedern in den letzten
Vermittlungsschaltstufen erzielt.
Aus der Tatsache, daß Verbindungsleitungen, Ein- und Ausgänge von Verbindungssätzen, Eingänge von
Registern, Tongeber u. dgl. wesentlich stärker als Teilnehmerleitungen belastet sind, ergibt sich aus der
gleichartigen Anschaltung aller obengenannten Leitungen und Schaltglieder, daß sie auch gemischt an
nebeneinanderliegende Eingänge angeschaltet werden Anordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen,
insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen
mit mehreren durch Zwischenleitungen
verbundenen Vermittlungsschaltstufen
insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen
mit mehreren durch Zwischenleitungen
verbundenen Vermittlungsschaltstufen
Zusatz zur Anmeldung: S 90365 VIII a/21 a3 Auslegeschrift 1 235 379
Anmelder:
Siemens Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
Als Erfinder benannt:
Dr. rer. nat. Norbert Bininda, München-Solln;
Helga Hofstetter, München
können, was eine weitgehende Belastungsverteilung ermöglicht. So wird z. B. bei Verwendung mehrstufiger
Koppelanordnungen die jeweilige Belastung von mehreren Koppelgruppen durch entsprechende Beschallung
der Eingänge der ersten Koppelgruppe ausgeglichen. Ferner kann bei Aufteilung der Schaltglieder
der ersten Vermittlungsschaltstufe in verschiedene Gruppen, z. B. von Kopplern in Koppelgruppen, die
Belastung jeder Koppelgruppe bemessen werden, indem z. B. Teilnehmerleitungen einerseits und Verbindungsleitungen,
Verbindungssätze, Register, Tongeber u. dgl. andererseits in einem bestimmten Zahlenverhältnis
gemischt werden.
Die Anordnung gemäß der Hauptpatentanmeldung wird unter anderem mit Vorteil in Vermittlungsanlagen
mit Koppelfeldern angewendet. Bekanntlich bestehen derartige Koppelfelder aus in mehreren Koppelstufen
angeordneten Kopplern, die über Zwischenleitungen miteinander verbunden sind. Die
Anzahl der Koppelstufen, der Koppler pro Koppelstufe, der Ein- und Ausgänge und Koppelpunkte der
Koppler, ferner der Zwischenleitungen, werden den Verkehrsverhältnissen von Vermittlungsanlagen angepaßt.
Hierzu läßt sich für jede Vermittlungsanlage
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3 4
der Prozentsatz von im Aufbau befindlichen Verbin- Verbindung erforderlichen Schalteinrichtungen bedungen
auf statistischem Wege ermitteln, der in Ab- schaltet, und zum Teil sind sie paarweise zusammenhängigkeit
von der jeweiligen Verkehrsbelastung der geschaltet.
Vermittlungsanlage zu Verlust geht (gassenbesetzt Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung er-
wegen innerer Blockierung). 5 streckt sich die paarweise Zusammenschaltung jeweils
Da diese Verkehrsverhältnisse von Anlage zu An- auf verschiedene Koppler der ersten Vermittlungs-:
lage verschieden sind, Koppelfelder aber aus ferti- schaltstufe. Dadurch wird die Verkehrsbelastung der
gungstechnischen Gründen nicht in beliebig vielfäl- einzelnen Koppler weitgehend ausgeglichen,
tigen Ausführungsformen rationell herstellbar sind, Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung werden wird bei Beschallung aller Anschlüsse der Vermitt- io die paarweise zusammengeschalteten Eingänge der lungsanlage mit pro Verbindung erforderlichen ersten Vermittlungsschaltstufe bei einer Wegesuche Schalteinrichtungen eine exakte Anpassung des Auf- zur Verbindungsherstellung im Überlauf erreicht, baues an die Verkehrsverhältnisse in einer Vermitt- Dadurch werden Verbindungen über paarweise zulungsanlage der zuvor beschriebenen Art nie erreicht, sammengeschaltete Eingänge der ersten Vermittlungssondern aus fertigungstechnischen Gründen werden 15 schaltstufe nur dann hergestellt, wenn keine anderen einige Standardtypen für Koppelfelder festgelegt, von Wege mehr frei sind, so daß die Anzahl von über welchen bei Projektierung diejenige ausgewählt wird, besonders viele Koppelstufen durchgeschalteten Verdie den Verkehrsverhältnissen der projektierten An- bindungen gering gehalten wird,
lage am nächsten kommt. Zwecks genauer Anpassung In der Figur ist nur in wesentlich zum Verständnis an die vorliegenden Verkehrsverhältnisse wird erstens ao der Erfindung beitragenden Bestandteilen ein Aus- . eine Type mit einem gegenüber den Erfordernissen führungsbeispiel von ihr gezeigt, auf welches sie jeder projektierten Anlage nächstkleineren Verkehrs- doch keineswegs beschränkt ist.
wert ausgewählt und bleibt zweitens von den vorhan- Ein Vermittlungsnetzwerk V, auch als Koppeldenen Koppelfeldzugängen (Eingänge der Koppler anordnung bezeichnet, ist aus Kopplern K111 bis der ersten Koppelstufe) ein entsprechender Teil un- 25 K349, z. B. Relaiskopplern, in vier Vermittlungsbeschaltet, so daß dadurch der tatsächlich anfallende schaltstufen KStI bis KSt 4, auch Koppelstufen gemittlere Verkehr auf den Wert abgesenkt wird, der nannt, aufgebaut. Die Koppler sind zwischen je zwei durch die ausgewählte Type und den vorgegebenen Koppelstufen durch Zwischenleitungen miteinander Prozentsatz zu Verlust gehender, im Aufbau befind- verbunden. Die Ausgänge der Koppler der vierten licher Verbindungen bestimmt ist. 30 Koppelstufe sind paarweise untereinander ebenfalls
tigen Ausführungsformen rationell herstellbar sind, Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung werden wird bei Beschallung aller Anschlüsse der Vermitt- io die paarweise zusammengeschalteten Eingänge der lungsanlage mit pro Verbindung erforderlichen ersten Vermittlungsschaltstufe bei einer Wegesuche Schalteinrichtungen eine exakte Anpassung des Auf- zur Verbindungsherstellung im Überlauf erreicht, baues an die Verkehrsverhältnisse in einer Vermitt- Dadurch werden Verbindungen über paarweise zulungsanlage der zuvor beschriebenen Art nie erreicht, sammengeschaltete Eingänge der ersten Vermittlungssondern aus fertigungstechnischen Gründen werden 15 schaltstufe nur dann hergestellt, wenn keine anderen einige Standardtypen für Koppelfelder festgelegt, von Wege mehr frei sind, so daß die Anzahl von über welchen bei Projektierung diejenige ausgewählt wird, besonders viele Koppelstufen durchgeschalteten Verdie den Verkehrsverhältnissen der projektierten An- bindungen gering gehalten wird,
lage am nächsten kommt. Zwecks genauer Anpassung In der Figur ist nur in wesentlich zum Verständnis an die vorliegenden Verkehrsverhältnisse wird erstens ao der Erfindung beitragenden Bestandteilen ein Aus- . eine Type mit einem gegenüber den Erfordernissen führungsbeispiel von ihr gezeigt, auf welches sie jeder projektierten Anlage nächstkleineren Verkehrs- doch keineswegs beschränkt ist.
wert ausgewählt und bleibt zweitens von den vorhan- Ein Vermittlungsnetzwerk V, auch als Koppeldenen Koppelfeldzugängen (Eingänge der Koppler anordnung bezeichnet, ist aus Kopplern K111 bis der ersten Koppelstufe) ein entsprechender Teil un- 25 K349, z. B. Relaiskopplern, in vier Vermittlungsbeschaltet, so daß dadurch der tatsächlich anfallende schaltstufen KStI bis KSt 4, auch Koppelstufen gemittlere Verkehr auf den Wert abgesenkt wird, der nannt, aufgebaut. Die Koppler sind zwischen je zwei durch die ausgewählte Type und den vorgegebenen Koppelstufen durch Zwischenleitungen miteinander Prozentsatz zu Verlust gehender, im Aufbau befind- verbunden. Die Ausgänge der Koppler der vierten licher Verbindungen bestimmt ist. 30 Koppelstufe sind paarweise untereinander ebenfalls
Diese unbeschaltet verbleibenden Koppelfeld- durch Zwischenleitungen fest miteinander verbun-
zugänge sind ein nicht ausgenutzter Aufwand. Ihnen den. Von den insgesamt vorgesehenen Kopplern und
ist jeweils eine Reihe von Koppelpunkten, die z. B. Zwischenleitungen sind nur einige gezeigt, durch
durch je ein Relais pro Koppelpunkt gebildet sind, welche bereits die Systematik des Aufbaues der Kop-
zugeordnet, die nie in Aktion treten. 35 pelanordnung V verständlich wird. An die Eingänge
Die Lösung der Aufgabe der Erfindung, diesen der Koppler der Koppelstufe KStI sind über Teil-Nachteil
zu beseitigen, besteht darin, daß ein Teil der nehmerschaltungen TSl bis TSn Teilnehmer Tl bis
Eingänge der ersten Vermittlungsschaltstufe, an Tn, ferner über Verbindungsleitungsübertragungen
welche keine pro Verbindung erforderlichen Schalt- FLl bis VLn Verbindungsleitungen Ll bis Ln, ferglieder
angeschaltet sind, paarweise zusammen- 4° ner Eingänge und Ausgänge von Verbindungssätzen
geschaltet sind. VSl bis VSn, ferner RegisterRl bis Rn und Ton-
Ein Vorteil der Erfindung besteht in einer höheren geber TGl bis TGn angeschaltet. Die jeweiligen An-
Verkehrsbelastbarkeit einer erfindungsgemäß ausge- zahlen dieser Schaltglieder sind nach individuellem
bildeten Vermittlungsanlage. Wird nämlich bei Pro- Bedarf festgelegt und werden hier nicht genannt. Die
jektierung einer Vermittlungsanlage eine optimal 45 Register sind ferner über Ein- und Ausgabeleitungen
geeignete Type serienmäßig hergestellter Vermitt- ml bis mn durch einen Anschaltekoppler AK as
lungseinrichtungen ausgewählt, so können bei einem einen zentralen Markierer M anschaltbar. Es können
vorgegebenen, statistisch festgelegten Prozentsatz im auch mehrere derartige Markierer vorgesehen werden.
Aufbau befindlicher und zu Verlust gehender Verbin- Der (bzw. die) Markierer M ist (bzw. sind) über Mar-
dungen hinausgehend über den sich aus der vorgege- 50 kierleitungen ML mit der Koppleranordnung V ver-
benen Verkehrsbelastung ergebenden Teil mit pro bunden. Über diese Markierleitungen ML werden die
Verbindung erforderlichen Schalteinrichtungen be- Einstellvorgänge für die Koppler Kill bis K349
schaltbarer Eingänge der ersten Vermittlungsschalt- gesteuert.
stufe weitere derartige Eingänge mit pro Verbindung In der Beschaltung der Eingänge der Koppler der
erforderlichen Schalteinrichtungen beschaltet werden. 55 ersten Koppelstufe KStI kommt eine bestimmte Sy-
Die eine vorteilhafte zusätzliche Verkehrsbelastbar- stematik zum Ausdruck. Bekanntlich ist auf Teilneh-
keit erzielende, durch die letztgenannte Beschaltung merleitungen wesentlich weniger Verkehr als auf
anfallende zusätzliche Verkehrsbelastung wird aufge- allen anderen an die Eingänge der Koppler der ersten
wogen durch die erfindungsgemäße, die Verkehrs- Koppelstufe angeschalteten Schaltgliedern. Deshalb
belastbarkeit erhöhende paarweise Zusammenschal- 60 sind Teilnehmerleitungen, Verbindungsleitungen und
tung von Eingängen der ersten Vermittlungsschalt- alle weiteren dargestellten Schaltglieder gemischt an
stufe. Durch die Erfindung brauchen also nicht mehr die genannten Eingänge angeschaltet, so daß eine
Eingänge der ersten Vermittlungsschaltstufe zwecks Verteilung der Verkehrsbelastung auf allen Kopplern
Einhaltung der maximal zulässigen Verkehrsbelastung herbeigeführt wird. Es ist auch möglich, durch ent-
einer Vermittlungsanlage unbeschaltet zu bleiben, 65 sprechende Auswahl und Anschaltung von stärker
sondern dieser Teil in herkömmlichen Anlagen unbe- oder schwächer verkehrsbelasteten Leitungen oder
schalteter Eingänge wird erfindungsgemäß aufgeteilt: anderen Schaltgliedern an einen Koppler dessen mitt-
Zum Teil sind die letztgenannten Eingänge mit pro lere Verkehrsbelastung bestimmend zu beeinflussen.
Die Register R1 bis R η sind je an zwei Eingänge
je zweier verschiedener Koppler angeschaltet: Dadurch wird die effektive Erreichbarkeit der Register
gegenüber der der anderen Schaltglieder erhöht, damit diese wenigen für alle Verbindungsherstellungen
gemeinsam vorgesehenen Register nur mit wesentlich kleinerer Wahrscheinlichkeit wegen innerer Blokkierung
der Koppelanordnung unerreichbar sind. Es ist möglich, diese Register zugleich an mehr als zwei
Eingänge der Koppler der ersten Koppelstufe parallel anzuschalten, wodurch die effektive Erreichbarkeit
noch erhöht werden kann. Ebenso ist es auch möglich, diese Parallelanschaltung auch für andere
Schaltglieder als die Register vorzusehen.
Zum besseren Verständnis der erfindungsgemäßen Anordnung seien nun einige Beispiele von Verbindungsherstellungen
beschrieben.
Verbindung zwischen zwei Teilnehmern
Ein Teilnehmer, z. B. 71, hebt seinen Hörer ab. ao Über seine ihm zugeordnete Teilnehmerschaltung
TSl wird ein Register, z. B. Rl, auf nicht dargestellte Weise angereizt. Dieses Register veranlaßt über eine
nicht gezeigte, an sich bekannte Identifiziereinrichtung die Identifizierung der anreizenden Teilnehmerschaltung
und erhält eine entsprechende Information. Sodann veranlaßt dieses Register R1, daß es über den
Anschaltekopplerv4K mit dem Markierer M verbunden
wird. Es ist nur ein Markierer gezeigt, jedoch können mehrere solche vorgesehen werden. Sodann
wird die Identifizierinformation vom Register Rl zum Markierer M übertragen, der auf Grund dessen
mittels Wegesuche und Wegemarkierung in bekannter Weise eine Durchschaltung von der anreizenden
Teilnehmerschaltung TSl zu dem Register Rl herstellt. Für diese Durchschaltung kann z. B. folgender
Weg ermittelt werden:
TSl, Kill, KUl, £231, K241, £341,
#331. K221, K2U,R1.
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Da solche Durchschaltungen auf Grund einer Wegesuche hergestellt werden, kann von verschiedenen
möglichen freien Wegen ein beliebiger ausgewählt werden. Darüber hinaus ist es auch möglich,
eine solche Durchschaltung nicht, wie beschrieben, über zweimal vier Koppelstufen KStI bis KSt4, KSt4
bis KStI, sondern über weniger Koppelstufen herzustellen.
Die Verbindung zwischen der Teilnehmerschaltung TSl und dem RegisterRl kann über die Koppelstufen£Sil
bis KSt 4 durchgeschaltet werden, jedoch unter Auslassung einer die Koppler der vierten
Koppelstufen KSt 4 untereinander verbindenden Zwischenleitung,
und zwar z. B. wie folgt:
TSl, Kill, KUl, £131, £149, £139,
£229, £211, Rl.
Diese Verbindung ist also über nur einen Koppler £149 der vierten Koppelstufe KSt 4 durchgeschaltet,
wobei die Ausgänge der Koppler £131 und £139 der dritten Koppelstufe KSt 3, die mit Eingängen des
Kopplers £149 der vierten Koppelstufe verbunden sind, in dieser miteinander dadurch verbunden werden,
daß sie an einem freien Ausgang, d. h. Zwischenleitung, dieses Kopplers parallel angeschaltet werden.
Dieser Ausgang ist dann also blind belegt und dient lediglich zur Zusammenschaltung der beiden genannten
Eingänge durch parallele Anschaltung an ihn.
Ebenso können hierfür auch besondere Blindausgänge ohne Zwischenleitungen vorgesehen werden.
Diese Art der Durchschaltung im Koppler £ 149 der vierten Koppelstufe wird auch als Kurzverbindung
bezeichnet.
Durch eine derartige Kurzverbindung wird in dem beschriebenen Fall unter Umständen zwar keine Zwischenleitung
eingespart, jedoch ein Koppler der vierten Koppelstufe. Es ist nun auch möglich, Verbindungen
über weniger Koppelstufen herzustellen, wobei die Durchschaltung in der obersten Koppelstufe
wiederum eine Kurzverbindung ist. So kann der Teilnehmer TSl mit dem RegisterRl z.B. auch über
folgenden Weg durchgeschaltet werden:
TSl, £111, £129, £239, £229, £211, Rl.
Bei dieser Verbindung sind also beide Koppler der vierten Koppelstufe und ein Koppler der dritten Koppelstufe
eingespart. Ebenso ist es auch möglich, die Verbindung zwischen dem Teilnehmer TSl und dem
Register R1 über nur zwei Koppelstufen herzustellen, z. B. über folgenden Weg:
TSl, Kill, £129, £119, Rl.
Für den Fall, daß eine Teilnehmerschaltung und ein Register an einem Koppler angeschaltet sind, ist
es möglich, eine derartige Verbindung nur über die erste Koppelstufe und nur über einen einzigen Koppler
herzustellen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind einige Eingänge der Koppler der ersten Koppelstufe paarweise
zusammengeschaltet. So zeigen die mit P1 und P 2 bezeichneten Brücken solche Zusammenschaltungen.
Eine über eine solche Brücke durchgeschaltete Verbindung z.B. vom Teilnehmern zum Teilnehmer
Tn verläuft wie folgt:
Tl, TSl, Kill, KlH, £119, Pl, £211,
£229, £219, TSn, Tn.
Sie kann auch auf anderem Wege zweimal über alle vier Koppelstufen verlaufen. Diese Verbindungen
werden nur im Überlauf hergestellt, d. h., daß Teilnehmer und andere Schalteinrichtungen nur dann
über eine Brücke, z. B. Pl, zusammengeschaltet werden, wenn kein anderer Weg mehr frei ist.
Bei der oben beschriebenen Wegesuche des Markierers M wird nun nicht allein unter mehreren
Wegen ein freier ausgesucht, sondern hierbei wird ein solcher Weg ausgewählt, dessen Durchschaltung für
die geringste Anzahl von Koppelstufen und von Kopplern durchgeführt werden kann. Durch diese
Funktionsweise des Markierers bei der Wegesuche werden die Koppelstufen der höheren Ordnungszahlen,
insbesondere die letzten Koppelstufen, weniger belastet, so daß also der Ausbau der letzten Koppelstufen
schwächer bemessen werden kann. Es ist dadurch möglich, eine erhebliche Einsparung von Kopplern
zu erzielen.
Ist nun die Verbindung zwischen der Teilnehmerschaltung TS1 und dem Register R1 hergestellt, so
schaltet sich zunächst der Markierer wieder ab, damit er in bekannter Weise zunächst auch andere Einstellvorgänge
steuern kann. Die Verbindung über den Anschaltekopplerv4£ wird also aufgetrennt. Der
Teilnehmer Tl erhält vom Register Rl Wählzeichen
und wählt nun die Rufnummer des Teilnehmers, mit dem er verbunden zu werden wünscht, z. B. die Rufnummer
des Teilnehmers Tn. Diese Rufnummer wird
Claims (5)
1. Anordnung für Fernmeldevermittlungsaalagen, insbesondere Fernsprechanlagen, welche in
mehreren durch Zwischenleitungen verbundenen Vermittlungsschaltstufen aufgebaut sind und in
welchen Teilnehmerleitungen, Verbindungsleitungen und Eingänge und Ausgänge von allen weiteren
zur Verbindungsherstellung und Verbindungsüberwachung pro Verbindung notwendigen
Schaltgliedern (Verbindungssätze, Register, Ton-
geber u. dgl.) gleichartig an die Eingänge einer ersten Vermittlungsschaltstufe angeschaltet sind
und in welchen Ausgänge der ersten bis vorletzten Vermittlungsschaltstufe an die Eingänge der
jeweils nachgeordneten Vermittlungsschaltstufe angeschaltet und in dieser paarweise zusammenschaltbar
sind, gemäß Patentanmeldung S 90365 VIII a/21 a3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Eingänge der ersten Vermittlungsschaltstufe,
an welche keine pro Verbindung erforderlichen Schaltglieder angeschaltet sind, paarweise zusammengeschaltet sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die paarweise Zusammenschaltung
sich jeweils auf Eingänge zweier verschiedener Koppler der ersten Vermittlungsschaltstufe
erstreckt.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die paarweise zusammengeschalteten
Eingänge der ersten Vermittlungs- ao
schaltstufe bei einer Wegesuche zur Verbindungsherstellung im Überlauf erreicht werden.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die paarweise zusammengeschalteten
Eingänge der ersten Vermittlungsschaltstufe ein für mehrere, vorzugsweise alle Verkehrsrichtungen gemeinsames Uberlaufbündel
darstellen.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von allen Eingängen der ersten
Vermittlungsschaltstufe ein erster Teil mit pro Verbindung erforderlichen Schalteinrichtungen
beschaltet und ein zweiter Teil jeweils paarweise hinsichtlich der Eingänge zusammengeschaltet ist
und daß die Bemessung des ersten Teiles die bei einem vorgegebenen Verlust sich ergebende Verkehrsbelastbarkeit
so weit überschreitet, wie durch paarweise Zusammenschaltung der Eingänge des zweiten Teiles an zusätzlicher Verkehrsbelastbarkeit
erzielt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 689/69 11.67 ® Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (28)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES90365A DE1235379B (de) | 1964-04-03 | 1964-04-03 | Anordnung fuer Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen |
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| CH448665A CH434385A (de) | 1964-04-03 | 1965-04-01 | Fernmeldevermittlungsanlage, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage |
| SE4306/65A SE311543B (de) | 1964-04-03 | 1965-04-02 | |
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| DES96482A DE1254702B (de) | 1964-04-03 | 1965-04-12 | Anordnung fuer Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit mehreren durch Zwischenleitungen verbundenen Vermittlungsschaltstufen |
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