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DE1253593B - Fliehkraftkupplung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Fliehkraftkupplung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

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Publication number
DE1253593B
DE1253593B DEZ8726A DEZ0008726A DE1253593B DE 1253593 B DE1253593 B DE 1253593B DE Z8726 A DEZ8726 A DE Z8726A DE Z0008726 A DEZ0008726 A DE Z0008726A DE 1253593 B DE1253593 B DE 1253593B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
centrifugal
jaws
additional
additional weights
clutch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEZ8726A
Other languages
English (en)
Inventor
Evzen Ritschl
Vlastimil Bezouska
Dr Jan Pivrnec
Jan Rafl
Josef Jozif
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Jawa NP
Original Assignee
Jawa NP
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jawa NP filed Critical Jawa NP
Publication of DE1253593B publication Critical patent/DE1253593B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D43/00Automatic clutches
    • F16D43/02Automatic clutches actuated entirely mechanically
    • F16D43/04Automatic clutches actuated entirely mechanically controlled by angular speed
    • F16D43/14Automatic clutches actuated entirely mechanically controlled by angular speed with centrifugal masses actuating the clutching members directly in a direction which has at least a radial component; with centrifugal masses themselves being the clutching members
    • F16D43/18Automatic clutches actuated entirely mechanically controlled by angular speed with centrifugal masses actuating the clutching members directly in a direction which has at least a radial component; with centrifugal masses themselves being the clutching members with friction clutching members

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • One-Way And Automatic Clutches, And Combinations Of Different Clutches (AREA)

Description

  • Fliehkraftkupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine Fliehkraftkupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit durch Fliehkraftwirkung gegen die Kraft von Rückstellfedern drehzahlabhängig ausschwenkbaren, Reibkegelflächen aufweisenden bogenförmigen Backen, die an einer mit dem antreibenden Kupplungsteil umlaufenden Tragplatte angelenkt sind, und mit auf die Fliehbacken wirkenden Zusatzgewichten.
  • Bei bekannten Fliehkraftkupplungsarten, die von Zusatzgewichten Gebrauch machen, wird zur Festlegung der Einkupplungs- und Auskupplungsdrehzahl lediglich die Änderung des Schwerpunktabstandes der Zusatzgewichte von der Drehachse ausgenutzt. Bei derartigen Kupplungen arbeiten die verschiebbaren Fliehgewichtsteile unabhängig voneinander und können beim Anlauf der Kupplung im gleichen Zeitpunkt verschiedene Schwerpunktabstände von der Hauptdrehachse der Kupplung haben. Dadurch werden exzentrische Massenkräfte wirksam, die besonders bei hohen Drehzahlen zu Schäden führen können. Ein weiterer mit dem Konstruktionsprinzip zusammenhängender Nachteil besteht auch darin, daß z. B. ein geringer Unterschied zwischen der Einkupplungs- und Auskupplungsdrehzahl besteht.
  • Bei einer weiteren bekannten Fliehkraftkupplung, bei der Zusatzgewichte Verwendung finden, hängen die als Fliehkraftgewichte ausgebildeten Backen an einer parallelogrammartigen Konstruktion, durch die eine radiale Bewegung der Fliehbacken gewährleistet wird. Die Wirkung der Zusatzgewichte auf die Fliehbacken erfolgt über ein kompliziertes Hebelsystem, das an einer die Parallelogrammkonstruktion der Backenaufhängung tragenden Scheibe angreift. Diese Scheibe wird beim Ausschwingen der unter Fliehkraftwirkung stehenden Zusatzgewichte verdreht und verschiebt dabei die Backen in radialer Richtung gegen die Kupplungsscheibe.
  • Diese bekannte Fliehkraftkupplung ist sehr kompliziert aufgebaut und fabrikatorisch sehr kostspielig herzustellen. Dieser Nachteil wird auch dadurch nicht überwunden, daß, wie bei einer weiteren Fliehkraftkupplung mit Zusatzgewichten, die Zusatzgewichte zwischen der Kupplungsdrehachse und der inneren Oberfläche der Backen auf an der Kupplungsscheibe vorgesehenen Zapfen drehbar gelagert sind. Bei dieser Ausführungsform sind die Backen verhältnismäßig massearm ausgebildet und werden allein durch die Fliehgewichte gegen die Kupplungsscheibe gedrückt. Wenn diese Konstruktion auch zuläßt, daß die Kupplung über einen langen, in bezug auf den Drehpunkt dem Fliehgewicht gegenüberliegenden Arm auch bei höherer Drehzahl nach Belieben gelöst werden kann, so bietet sie keine Möglichkeit, das Verhältnis von Einkupplungs- und Auskupplungsdrehzahl innerhalb eines großen Bereichs zu verändern.
  • ,Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fliehkraftkupplung mit Zusatzgewichten zu schaffen, die sowohl einen größeren Unterschied zwischen der Einkupplungs- und der Auskupplungsdrehzahl aufweist als auch eine genaue und zuverlässige Fest-Iegung dieses Unterschieds sowie ein augenblickliches Ausrücken der Kupplung beim Absinken der Drehzahl unter die Auskupplungsdrehzahl ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kombination folgender Merkmale gelöst: a) die Zusatzgewichte sind in an sich bekannter Weise auf zwischen der Kupplungsdrehachse und der inneren Oberfläche der Fliehbacken an der Tragplatte vorgesehenen Zapfen drehbar gelagert; b) die beim etwa maximalen Ausschwenken der Fliehbacken jeweils von der Drehachse am weitesten entfernten Bereiche der Zusatzgewichte stehen mit den inneren Oberflächen der Fliehbacken in Berührung; c) die Zusatzgewichte können sich durch die Wirkung der Fliehkraft nur bis in eine solche Lage verdrehen, daß die Tangentialebene durch den Berührungspunkt vom Zusatzgewicht und zugehöriger Fliehbacke etwa senkrecht zur Verbindungslinie des Berührungspunktes mit der Drehachse verläuft; d) Die Gleichgewichtslage, die der äußeren Stellung der Fliehbacken entspricht, würde bei den Zusatzgewichten schon bei einer kleineren Drehzahl als bei den Fliehbacken eintreten, wenn Zusatzgewichte und Fliehbacken unabhängig voneinander angeordnet wären.
  • Diese Vorrichtung gemäß der Erfindung macht Gebrauch von der Haftreibung fester Körper sowie von dem Unterschied zwischen den Reibungskoeffizienten für Haftreibung und gleitender Reibung. Die Ausnutzung dieser Erscheinung geschieht im wesentlichen in der Weise, daß in dem Bereich zwischen Einkupplungs- und Auskupplungsdrehzahl die durch Federn vorgespannten Fliehbacken 'auf die Zusatzgewichte drücken und damit ein den Rückholfedern entgegenwirkendes Rückhaltemoment erzeugen, so daß die Auskupplungsdrehzahl in einen niedrigen Drehzahlbereich verschoben wird. Sobald das Haftreibungsmoment überwunden ist, gerät das Zusatzgewicht in Drehung, wobei ein zusätzliches Drehmoment auf dieses in der Wirkungsrichtung der Rückholfedern einwirkt, und zwar wegen der nicht mehr durch die Schwenkachse des Zusatzgewichtes verlaufenden Angriffslinie der von der Backe ausgeübten Kraft.
  • Der Vorteil der Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht darin, daß das Verhältnis von Einkupplüngs-und Auskupplungsdrehzahl sich in einem großen Bereich verändern läßt, und zwar durch entsprechende Bemessung der Rückholfedern, der Masse und der Formgebung der Zusatzgewichte sowie durch die Formgebung der Berührungsflächen zwischen Fliehbacken und Zusatzgewichten.
  • Diese Zusatzgewichte sind gemäß der Erfindung in bekannter Weise derart gefoimt, daß ihr Massenmittelpunkt in jeder Betriebsstellung seitlich der Verbindungslinie Berührungspunkt und Schwenkpunkt des Zusatzgewichtes liegt. Dabei erweist sich eine dreieckige Platte mit abgerundeten Eckkanten als günstige Form für das Zusatzgewicht. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform liegen die inneren Oberflächen der Fliehbacken auf einer zur Drehachse konzentrischen Zylindermantelfläche, wobei die Verbindungslinie Berührungspunkt und Schwenkpunkt des Zusatzgewichtes in der radialen äußeren Stellung in radialer Richtung verläuft.
  • Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt; es zeigt F i g. 1 die Ansicht der Fliehkraftkupplung bei maximaler Ausschwenkung der Backen und Zusatzgewichte, die der eingekuppelten Stellung entspricht, F i g. 2 die Ansicht einer Fliehbacke mit Zusatzaewicht im entkuppelten Zustand, F i g. 3 eine Darstellung der Kräfte- und Hebelverhältnisse im eingekuppelten Zustand und beim Absinken der Drehzahl unter die Einkupplungsdrehzahl, F i g. 4 eine Darstellung der Kräfte und Hebelverhältnisse bei ausgerückter Kupplung und beim Absinken der Drehzahl unter die Auskupplungsdrehzahl.
  • Die Kupplung gemäß F i g. 1 und 2 umfaßt kreisbogenförmige Fliehbacken 1 und 2, die an der Außenseite Reibkegelflächen aufweisen. Jede Fliehbacke 1 und 2 ist an einem Zapfen 3 bzw. 4, die einander gegenüberliegend und an einer Tragplatte 9 befestigt sind, angelenkt. An einer von den Anlenkpunkten entfernten Stelle der Backen greifen Federn 7 und 8 an, die mit ihrem anderen Ende ebenfalls an der Tragplatte 9 befestigt sind. Diese Federn spannen die Fliehbacken 1 und 2 radial nach innen vor, so daß sie im Ruhezustand in einer der Auskupplungsstellung entsprechenden Lage liegen. Die Ausschwenkung der Fliehbacken 1 und 2 ist durch Anschläge 5 und 6 begrenzt, die in schlitzförmige Ausnehmungen eines Abschnittes der Backen eingreifen. Die die Fliehbacken 1 und 2 sowie deren Zapfen 3 und 4 haltende Tragplatte 9 ist auf einer Antriebswelle 10 befestigt. Der Abtrieb geschieht über ein oder zwei scheibenförmige Teile (Kupplungsscheiben), deren radial äußere Abschnitte die gleiche Oberflächenform wie die Reibkegelflächen der Fliehbacken 1 und 2 aufweisen. Der Abtriebsteil ist in den Zeichnungen nicht eingezeichnet.
  • Zwischen der Achse 11 der Antriebswelle 10 und der inneren Wand der Fliehbacke 1 ist ein Zusatzgewicht 12 in einer normal zur Kupplungsdrehachse 11 liegenden Ebene schwenkbar angeordnet. An einer entsprechenden, gegenüberliegenden Stelle ist ein Zusatzgewicht 13 angebracht, das mit der Fliehbacke 2 zusammenwirkt. Die Zusatzgewichte 12 und 13 haben die Form dreieckiger Platten mit abgerundeten Eckkanten, und die Lagerstelle für die Zapfen 14 bzw. 15 befindet sich in der Nähe einer Ecke. Der Massenmittelpunkt M eines Zusatzgewichtes 12 bzw. 13 liegt auf dem in F i g. 1 und 2 nicht dargestellten Arm r, der in dem Schwenkbereich des Zusatzgewichtes 12 bzw.13 stets auf ein und derselben Seite der verlängerten Verbindungslinie der Drehachse 11 und des Zapfens 14 bzw. 15 liegt, wobei die Länge des wirksamen Hebelarmes r' gleich dem Abstande des Zapfens 14 bzw. 15 von der inneren Wand der Fliehbacke 1 bzw. 2 ist, gemessen auf der verlängerten Verbindungslinie der Drehachse 11 und des Zapfens 14 bzw. 15. An den Fliehbacken 1 und 2 sind Anschläge 16 bzw. 17 vorgesehen, die die maximale Ausschwenkung der Zusatzgewichte 12 und 13 derart begrenzen, daß der wirksame Hebelarm r' mit der verlängerten Verbindungslinie der Drehachse 11 und des Zapfens 14 bzw. 15 zusammenfällt.
  • Für die richtige Wirkungsweise der Kupplung sind folgende Grundsätze einzuhalten: Die Einkupplungsdrehzahl wird im wesentlichen von dem durch die Fliehkraft auf die Backen 1 und 2 ausgeübten Drehmoment sowie von dem durch die Federn 7 und 8 verursachten Rückdrehmoment bestimmt Bei Erreichen der Einkupplungsdrehzahl - z. B. 1800 Umdr./Min. - sind die Fliehbacken 1 und 2 nach außen gedrückt und stützen sich an den Anschlägen 5 bzw. 6 ab. Wenn dieser Zustand erreicht ist, kann die Fliehkraft die Backen 1 und 2 nicht weiter nach außen ausschwenken, denn die Differenz zwischen Fliehkraft- und Rückholmoment der Federn 7 und 8 wird von den Anschlägen 5 bzw. 6 aufgenommen.
  • Die Zusatzgewichte 12 und 13 mit ihren zugehörigen Rückholfedern 18 bzw. 19 bilden ein zweites Fliehkraftsystem. Die Fliehkraft greift im Massenmittelpunkt M der Zusatzgewichte 12 bzw. 13 an und erzeugt ein Drehmoment O - o (O = Fliehkraft, o = Fliehkraftarm). Dem Drehmoment der Fliehkraft wirkt das Rückdrehmoment der Federn 18 bzw. 19 entgegen (Z = Rückstellkraft der Feder 18 bzw. 19, z = Hebelarm dieser Kraft in bezug auf die Zapfen 14 und 15 als Drehpunkte). Dieses zweite Fliehkraftsystem ist derart bemessen, daß das Fliehkraftmoment bereits bei einer Drehzahl (z. B.1200 Umdr./ Min., die wesentlich unter der Einkupplungsdrehzahl - z. B. 1800 Umdr./Min. - liegt, das Rückdrehmoment der Federn 18 und 19 bei voller Ausschwenkung der Zusatzgewichte 12 und 13 überschreitet.
  • Die beiden Fliehkraftsysteme Fliehbacken 1 und 2 mit zugehörigen Federn 7 und 8 sowie Zusatzgewichte 12 und 13 mit zugehörigen Rückholfedern 18 und 19 müssen derart aufeinander abgestimmt. sein, daß die Ausschwenkbewegung der Backen 1 und 2 in die Einkupplungsstellung im wesentlichen nicht durch die Zusatzgewichte 12 bzw. 13 beeinfiußt wird. Dies kann z. B. am einfachsten dadurch erreicht sein, daß die Zusatzgewichte 12 und 13 eine merklich kleinere Masse aufweisen als die Fliehbacken 1 und 2.
  • Die Wirkungsweise der Kupplungsvorrichtung ist folgende: In der Ruhestellung befindet sich die Kupplung in der in F i g. 2 dargestellten Lage. Die Backen 1 und 2 sowie die Zusatzgewichte 12 und 13 befinden sich in ihrer radialen inneren Stellung, da keine Fliehkräfte an diesen angreifen, sondern lediglich die Rückholfedern 7, 8 sowie 18 und 19. Setzt man nun die Tragplatte 9 in Drehung, so treten an den Fliehbacken 1 und 2 sowie an den Zusatzgewichten 12 und 13 Fliehkräfte auf, die bestrebt sind, diese Teile um deren Anlenkpunkte zu verdrehen. Eine Verdrehung kann jedoch erst stattfinden, wenn die durch die Fliehkräfte erzeugten Drehmomente größer sind als die durch die Rückholfedern erzeugten. Dieser Zustand tritt bei den Zusatzgewichten 12 und 13 bei etwa 1200 Umdr./Min. auf. Die Zusatzgewichte 12 und 13 sind dann bestrebt, sich um ihre Zapfen 14 und 15 zu schwenken. Eine Schwenkbewegung kann jedoch noch nicht auftreten, da die Backen 1 und 2 sich noch in ihrer ursprünglichen Stellung befinden, die keine Verdrehung der Zusatzgewichte 12 und 13 erlaubt.
  • Erhöht man die Drehzahl der Kupplung weiter, so nimmt die Fliehkraft der Fliehbacken 1 und 2 so weit zu, daß diese entgegen der Kraft der Rückstellfedern 7 und 8 nach außen gedrückt werden, bis die an den Backen angebrachten Reibkegelflächen in Berührung mit entsprechend geformten, nicht dargestellten Flächen des anderen Kupplungsteiles (Kupplungsscheiben) gedrückt werden, wobei die radiale äußere Stellung der Backen jedoch durch Anschläge 5 und 6 begrenzt ist. In dem Maße, wie sich die Backen 1 und 2 radial nach außen bewegen, können sich nun auch die Zusatzgewichte 12 und 13, deren eine Kante jeweils in Berührung mit der inneren Wand einer Backe 1 bzw. 2 steht, verdrehen. Bei Erreichen der Einkupplungsdrehzahl, also in diesem Beispiel bei 1800 Umdr./Min., befinden sich die Fliehbacken 1 und 2 sowie die Zusatzgewichte 12 und 13 in den in F i g. 1 dargestellten Lagen, in denen die Verbindungslinie der Schwenkachse (Zapfen 14 bzw. 15) der Zusatzgewichte 12 bzw. 13 mit den entsprechenden Berührungspunkten von Zusatzgewicht und Backe radial verläuft.
  • Wird nun die Drehzahl der Kupplung unter die Einkupplungsdrehzahl verringert, so haben die Fliehbacken 1 und 2 das Bestreben, sich radial nach innen zu bewegen. Sie werden hieran jedoch durch die Zusatzgewichte 12 und 13 auf Grund deren Stellung gehindert. Die Fliehbacken 1 und 2 drücken also mit einer der Differenz der Fliehkraftmomente und der Rückstellmomente entsprechenden Kraft auf die Berührungsstelle mit den Zusatzgewichten 12 bzw. 13. Dieser Zustand bleibt auf jeden Fall bis zum Erreichen der Ausschwenkdrehzahl der Zusatzgewichte 12 und 13 (1200 Umdr./Min.) bestehen. Unterhalb dieser Drehzahl sind die Zusatzgewichte 12 und 13 bestrebt, sich in ihre ursprüngliche Lage zu verdrehen, da das auf die Zusatzgewichte ausgeübte, von den Federn 18 bzw. 19 verursachte Rückstelldrehmoment größer wird als das durch die Fliehkraft hervorgerufene Drehmoment. Die Zusatzgewichte 12 und 13 können jedoch noch nicht in ihre Ruhelage zurückkehren, bevor der Unterschied dieser beiden Drehmomente eine bestimmte Größe erreicht hat: Diese Größe ist gegeben durch den Reibungskoeffizienten der Berührungsstelle der Zusatzgewichte 12 bzw. 13 mit den zugeordneten Fliehbacken 1 bzw. 2 und durch die Kraft, mit der die Fliehbacken auf die Zusatzgewichte drücken. Das zu überwindende Reibungsmoment ist gleich dem Produkt aus der Druckkraft der Fliehbacke auf das zugehörige Zusatzgewicht und dem Haftreibungskoeffizienten zwischen Backe und Zusatzgewicht einerseits und dem Abstand der Berührungsstelle von der Schwenkachse der Zusatzgewichte.
  • Sobald nun solche Kräfteverhältnisse herrschen, daß die Zusatzgewichte 12 und 13 sich in ihre Ruhelage verdrehen können, wirkt auf die Zusatzgewichte noch ein weiteres Moment im Sinne der Rückdrehung, das dadurch zustande kommt, daß die Normale im Berührungspunkt von Fliehbacke und Zusatzgewicht nicht mehr durch den Schwenkpupkt des zugehörigen Zusatzgewichtes geht, so daß also die von der Fliehbacke ausgeübte Kraft mit einer zunehmenden Komponente zur Rückstellung des Zusatzgewichtes beiträgt.
  • Da diese Kräfteverhältnisse sich leicht in Formeln ausdrücken lassen, seien diese hier noch abschließend angeführt: Mit den Bezeichnungen O = Fliehkraft der Zusatzmasse, o = Fliehkraftarm der Zusatzmasse, Z = Rückstellkraft der Feder 18 bzw. 19, z = Hebelarm, an dem diese Kraft normal angreift, T = Reibungskraft zwischen radial innerer Wand der Backe und Zusatzgewicht, t = Hebelarm, an dem die Reibungskraft normal angreift, P = Anpreßkraft zwischen Backe und Zusatzgewicht, p = Hebelarm, an dem die Anpreßkraft normal angreift, B = Fliehkraft der Fliehbacke 1 bzw. 2, b = Hebelarm, an dem diese Kraft normal angreift, F = Kraft der Federn 7 bzw. 8, f = Hebelarm, an dem diese Kraft normal angreift, gelten folgende Gleichungen: Für den Einkupplungsvorgang B-b =F-f. Für den Auskupplungszustand T-t+O-a-Z-z-P- p=0. Man kann die Anschläge 16 und 17 auch derart anordnen, daß die Normale in dem Berührungspunkt zwischen Fliehbacke und Zusatzgewicht in der äußeren Stellung der Zusatzgewichte 12 und 13 nicht durch die Zapfen 14 bzw. 15 der Zusatzgewichte verläuft. In diesem Fall ist der Hebelarm p in keiner Stellung gleich 0, so daß bereits beim Absinken der Drehzahl unter die Einkupplungsdrehzahl ein Rückdrehmoment auf die Zusatzgewichte 12 und 13 ausgeübt wird.
  • Die Ansprüche 2 bis 5 gelten als echte Unteransprüche nur in Verbindung mit dem Anspruch 1.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Fliehkraftkupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit durch Fliehkraftwirkung gegen die Kraft von Rückstellfedern drehzahlabhängig ausschwenkbaren, Reibkegelflächen aufweisenden bogenförmigen Backen, die an einer mit dem antreibenden Kupplungsteil umlaufenden Tragplatte angelenkt sind und mit auf die Fliehbacken wirkenden Zusatzgewichten, g e k e n n z e i c h n e t durch die Kombination folgender Merkmale: a) die Zusatzgewichte (12 und 13) sind in an sich bekannter Weise auf zwischen der Kupplungsdrehachse (11) und der inneren Oberfläche der Fliehbacken (1 bzw. 2) an der Tragplatte (9) vorgesehenen Zapfen (14 bzw. 15) drehbar gelagert; b) die beim etwa maximalen Ausschwenken der Fliehbacken (1 und 2) jeweils von der Drehachse (11) am weitesten entfernten Bereiche der Zusatzgewichte (12 bzw. 13) stehen mit den inneren Oberflächen der Fliehbacken in Berührung; c) die Zusatzgewichte (12 und 13) können sich durch die Wirkung der Fliehkraft nur bis in eine solche Lage verdrehen, daß die Tangentialebene durch den Berührungspunkt vom Zusatzgewicht und zugehöriger Fliehbacke etwa senkrecht zur Verbindungslinie des Berührungspunktes mit der Drehachse (11) verläuft; d) die Gleichgewichtslage, die der äußeren Stellung der Fliehbacken (1 und 2) entspricht, würde bei den Zusatzgewichten (12 und 13) schon bei einer kleineren Drehzahl als bei den Fliehbacken eintreten, wenn Zusatzgewichte und Fliehbacken unabhängig voneinander angeordnet wären.
  2. 2. Fliehkraftkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzgewichte (12 und 13) derart geformt sind, daß ihr Massenmittelpunkt in jeder Betriebsstellung seitlich der Verbindungslinie Berührungspunkt und Schwenkpunkt des Zusatzgewichtes liegt.
  3. 3. Fliehkraftkupplung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzgewicht (12 bzw.13) die Gestalt einer dreieckigen Platte mit abgerundeten Eckkanten aufweist.
  4. 4. Fliehkraftkupplung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anschlag (16 bzw. 17) für die radiale äußere Endstellung des Zusatzgewichtes (12 bzw. 13) vorgesehen ist.
  5. 5. Fliehkraftkupplung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Oberflächen der beiden Fliehbacken (1 und 2) auf einer zur Drehachse (11) der Kupplung konzentrischen Zylindermantelfläche liegen und die Verbindungslinie Berührungspunkt und Schwenkpunkt (Zapfen 14 bzw. 15) des Zusatzgewichtes (12 bzw. 13) in der radialen äußeren Stellung in radialer Richtung verläuft. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 615125, 616 501, 906176, 912 640; deutsche Auslegeschriften Nr. 1000 648, 1006 746; USA.-Patentschriften Nr. 2 048 435, 2 071588, 2915159.
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