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DE1252987B - Vorrichtung zum Abdichten zwischen zwei Drehteilen, die axial, radial, durch Drehungund Winkelneigung gegeneinander bewegbar sind - Google Patents

Vorrichtung zum Abdichten zwischen zwei Drehteilen, die axial, radial, durch Drehungund Winkelneigung gegeneinander bewegbar sind

Info

Publication number
DE1252987B
DE1252987B DES84550A DES0084550A DE1252987B DE 1252987 B DE1252987 B DE 1252987B DE S84550 A DES84550 A DE S84550A DE S0084550 A DES0084550 A DE S0084550A DE 1252987 B DE1252987 B DE 1252987B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ring
rotating part
peripheral surface
sealing
radial
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES84550A
Other languages
English (en)
Inventor
Francis Jean-Marie Tremouilles
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Safran Aircraft Engines SAS
Original Assignee
SNECMA SAS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SNECMA SAS filed Critical SNECMA SAS
Publication of DE1252987B publication Critical patent/DE1252987B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J15/00Sealings
    • F16J15/44Free-space packings
    • F16J15/441Free-space packings with floating ring

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sealing Devices (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Abdichten zwischen zwei Drehteilen, die axial, radial, durch Drehung und Winkelneigung gegeneinander bewegbar sind Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abdichten eines Raumes, der von zwei Drehteilen begrenzt ist, die axial, radial, durch Drehung und Winkelneigung gegeneinander bewegbar sind, mit einem planparallele Stirnflächen von geringer Radialerstrekkung aufweisenden Ring, der mit geringem axialem Spiel zwischen radial verlaufenden, planparallelen Wandungen innerhalb einer fest an dem einen Drehteil befindlichen Ringkammer angeordnet ist und eine Umfangsfläche aufweist, die mit einer entsprechenden Gegenumfangsflächedes anderen Drehteiles zusammenwirkt.
  • Es ist bekannt, eine Abdichtung zwischen zwei sich in Bezug aufeinander drehenden Teilen dadurch zu erhalten, daß der Leckausfluß in dem sie trennenden Zwischenraum mittels eines Labyrinthes eingeschränkt wird. Das Labyrinth besteht aus einer Mehrzahl von wechselseitig an jedem der Drehteile befestigten Umlenkplatten. Eine solche Vorrichtung gestattet jedoch nur äußerst geringe Verschiebungen der beiden Achsen in Bezug aufeinander. Um eine axiale Verschiebung zu gestatten, wurde bereits vorgeschlagen, auf einem Ring, der in einem der beiden Teile gleitend geführt ist, zwei Umlenkplatten zu befestigen, die durch die Wirkung des zwischen den Platten durch einen Leckausfluß erzeugten Druckes in einem geringen Abstand zu einer Stirnfläche des anderen Teiles gehalten werden, wobei dieser in diesem Abstandsraum vorhandene Druck über den Ring durchgreifende Kanäle zu der hinteren Fläche des Ringes geleitet wird. Diese Vorrichtung, die für große Drehgeschwindigkeiten geeignet sein mag, ermöglicht jedoch nur eine relativ geringe Versetzung der Achsen der beiden Teile.
  • Es ist ferner (durch die britische Patentschrift 891419) eine Dichtungsanordnung bekannt, bei der mit geringem axialem Spiel zwischen radial verlaufenden planparallelen Wandungen innerhalb einer fest an dem einen Drehteil befindlichen Ringkammer ein mit planparallelen Stirnflächen von geringer Radialerstreckung versehener Ring angeordnet ist. Dieser Ring hat eine Umfangsfläche, die mit einer entsprechenden Gegenumfangsfläche des anderen Drehteiles zusammenwirkt. Bei dieser Dichtungsanordnung ist zwischen dem Dichtungsring und dem zweiten Drehteil keinerlei Spiel vorhanden, vielmehr berühren sich die Flächen und wird vermittels dieser Berührung die Dichtung herbeigeführt. Dementsprechend befinden sich die beiden genannten Umfangsflächen auch über eine große axiale Länge miteinander in Berührung. Bei einer Winkelverlagerung der beiden Drehteile gegeneinander wird der Dichtungsring in der ihn aufnehmenden Ringkammer verkantet. Weil der Dichtungsring nur mit geringem axialem Spiel seiner Stirnflächen zwischen den planparallelen Wänden der Ringkammer eingesetzt ist, wird hierdurch die Winkelbeweglichkeit beider Teile gegeneinander stark begrenzt, da sich schon bei kleinen Winkelausschlägen die Stirnflächen des Dichtungsringes an den Wandungen der Ringkammer festklemmen. Ein konstanter Strömungsmittelausfluß ist nicht möglich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Abdichtvorrichtung der oben bezeichneten Art die Drehteile in weiten Grenzen gegeneinander winkelbeweglich zu machen, ohne daß eine nennenswerte Veränderung des Ringspaltes zwischen den genannten Dichtflächen eintritt, wobei eine axiale und radiale Beweglichkeit der Drehteile zueinander erhalten bleiben soll.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die eine Umfangsfläche eine geringe und die andere Umfangsfläche eine große Axialerstreckung besitzt und daß zwischen der Umfangsfläche des Ringes und der damit zusammenwirkenden Umfangsfläche des zweiten Ringes in an sich bekannter Weise ein geringes Radialspiel vorgesehen ist.
  • Dieses geringe Radialspiel ist bei einer Wellendichtung (deutsche Auslegeschrift 1090 751) bekannt, welche zwar einen schwimmend gelagerten Dichtring zeigt, der jedoch keine Winkelbewegungen der Welle zum Gehäuse ermöglicht. Wegen der geringen Axialerstreckung der einen Umfangsfläche und wegen des Radialspiels bleibt die Lage des Dichtungsringes bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegenüber der ihn aufnehmenden Ringkammer des einen Drehteiles von einer Winkelverlagerung beider Drehteile gegeneinander unberührt, so daß sich unabhängig von einer solchen Winkelverlagerung die Stirnflächen des Ringes immer in gleicher Lage zu den planparallelen Wandungen der Ringkammer befinden. Auch die Spaltweite zwischen den zusammenwirkenden Umfangsflächen des Dichtungsringes und des zweiten Drehteiles wird im Falle einer Winkelverlagerung der beiden Drehteile gegeneinander praktisch nicht verändert, so daß die durch den Ringspalt hindurchströmende Strömungsmittelmenge im wesentlichen konstant bleibt. Die infolge des Druckunterschiedes zwischen den Räumen zu beiden Seiten der Dichtung durch diese gelangende Leckflußmenge kann auch bei niedrigen Drehgeschwindigkeiten auf ein geringes Ausmaß vermindert werden, wobei dieses im voraus bestimmt werden kann.
  • Die Abmessungen der Flächen können mit Vorteil derart gewählt werden, daß die Radial- bzw. Axialerstreckung der Flächen wenigstens doppelt so groß ist wie die Radial- bzw. Axialerstreckung der mit den erstgenannten zusammenwirkenden Flächen.
  • Der Ring kann ferner auf seiner der an dem einen Drehteil befindlichen Ringkammer zugekehrten Umfangsfläche eine Versteifungsrippe tragen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert und beschrieben. Es zeigt F i g. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dichtung im Längsschnitt, F i g. 2 einen Teillängsschnitt der Ausführungsform nach F i g. 1, wobei der Weg der in Leckrichtung ausströmenden Gase schematisch gezeigt ist, F i g. 3 denselben Schnitt wie F i g. 2 mit besonderer Hervorhebung der vorhandenen Spielräume, F i g. 4 den Längsschnitt einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform, bei der der Innendruck geringer ist als der Außendruck, F i g. 5 eine perspektivische Ansicht des Ringes, F i g. 6 einen Längsschnitt einer Ausführungsform, F i g. 7, 8 und 9 eine erfindungsgemäße Abdichtvorrichtung zwischen zwei Drehteilen in drei verschiedenen Stellungen dieser Teile in Längsschnitten, F i g. 10 den Längsschnitt eines Gebläses, in welches eine erfindungsgemäße Dichtvorrichtung eingebaut ist, und F i g. 11 den Längsschnitt einer Düsenzündvorrichtung, in welche eine erfindungsgemäße Dichtvorrichtung eingebaut ist.
  • F i g. 1 zeigt schematisch das Prinzip einer Abdichtvorrichtung mit einem schwimmend angeordneten Ring 1, der zwischen den hohlen, eine gemeinsame Achse X-X' aufweisenden Drehteilen 2 und 3 angeordnet ist. In diesen Drehteilen fließt in Richtung der Pfeile 4 ein Strömungsmittel, und es besteht zwischen dem Inneren und dem Äußeren der Drehteile 2 und 3 eine Druckdifferenz. Auf dem Drehteil 2 ist ein mittels Schrauben 5a befestigter Festring 5 angeordnet, der mit einem radial nach außen gerichteten, ringförmigen Vorsprung versehen ist, welcher zine geringe Breite und eine äußere geschliffene Umfangsfläche 5b besitzt. Das hohle Drehteil 3 weist eine geschliffene Stirnfläche 3a auf. An einem Flansch dieses Drehteiles 3 ist ein Ringkammergehäuse 7 angeordnet und durch bekannte, nicht dargestellte Mittel befestigt. Dieses Ringkammergehäuse 7 besitzt eine Stirnfläche 7a, die planparallel zur Stirnfläche 3a liegt und ebenfalls geschliffen ist. In der Ringkammer 8 ist der Ring 1 angeordnet, dessen Stirnflächen 1 a und 1 b von geringer Breite und planparallel geschliffen sind. Die innere Umfangsfläche 1 c ist genau zylindrisch und geschliffen.
  • F i g. 2 veranschaulicht, wie die Vorrichtung im Betrieb arbeitet.
  • Das Strömungsmittel mit dem Druck p 1 strömt gemäß den Pfeilen 4 im Innern der Drehteile 2 und 3. Wenn der Außendruck p" niedriger als der Innendruck pi ist, entsteht ein hauptsächlicher Leckausfluß entsprechend der Richtung des Pfeils 6 zwischen den zusammenwirkenden Umfangsflächen 1 c und 5b sowie ein geringer Leckausfluß, der gleich Null sein kann gemäß dem Pfeil 9 zwischen den zusammenwirkenden planparallelen Stirnflächen 1b und 3a und dementsprechend auch zwischen den zusammenwirkenden planparallelen Stirnflächen la und 7a, wobei sich in der Ringkammer 8 ein den Drücken pi bzw. p" benachbarter bzw. zwischen diesen liegender Druck p' einstellt. Der sich gemäß Pfeil 9 einstellende Leckstrom kann durch Schwingungen hervorgerufen sein, die den Ring 1 von der Stirnfläche abheben, gegen welche er infolge der sehr geringen auf ihn wirkenden Kraft gedrückt wird. Das Fließen des Strömungsmittels gemäß den Pfeilen 6 und 9 hält den Ring in einem schwimmenden Gleichgewicht. Hierbei können zwei feste Spielräume zwischen den zusammenwirkenden Flächen in Abhängigkeit der im Inneren und Äußeren herrschenden Drücke vorgesehen sein; derart, daß die Leckausflüsse, welche zwischen den genannten zusammenwirkenden Flächen vorhanden sind, die letzteren in gegenseitigem Abstand halten.
  • Aus F i g. 3 ist ersichtlich, daß bei dieser Bauart folgende Spielräume zu berücksichtigen sind: ein Spielraum Ja in Achsrichtung zwischen den ebenen, planparallel geschliffenen Stirnflächen la und 7 a einesteils und 1 b und 3 a anderenteils; ein radialer Spielraum Jk zwischen den zylindrischen, geschliffenen Umfangsflächen 1 c und 5b; dieses radiale Spiel Jk verursacht die Zentrierung des Ringes 1 um das Drehteil 2. Diese Spielräume können entweder empirisch oder durch eine Berechnung in Abhängigkeit der Drücke p1 und Aa festgelegt sein, um die Leckausflußmenge zu erhalten, die wünschenswert ist oder die noch zugelassen werden kann. Diese Leckausflußmenge ist einesteils durch die Höhen der Drücke p1 und p" und andernteils durch die Größe der Spielräume Ja und Jk bestimmt. Grundsätzlich können die Leckausflußmengen, wenn das Strömungsmittel ein Gas ist, von der Größenordnung einiger Gramm pro Sekunde für Spielräume in der Größenordnung von 0,1 mm und für Drücke in der Größenordnung von kg/cmz sein.
  • Die F i g. 4 zeigt gemäß den Pfeilen 6' und 9' den Weg des Leckausflusses, wenn der äußere Druckpa höher ist als der innere Druck p1.
  • F i g. 5 zeigt perspektivisch einen Ring, der bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen verwendet werden kann. Es sind sehr gut die ebenen, zueinander parallelen und geschliffenen Stirnflächen 1 a und 1 b ersichtlich, die z. B. eine Breite von 0,5 bis 2 mm haben können. Die innere zylindrische und. geschliffene Umfangsfläche 1 c kann z. B. eine Breite in der Ordnung von Zentimetern aufweisen. Der äußere Umfangteil 1 d des Ringes ist rippen- oder stegartig ausgebildet, um die Steifigkeit zu erhöhen.
  • F i g. 6 zeigt eine andere Ausführungsform, bei der der Ring 10 drei Flächen geringer Breite besitzt, welche jeweils mit beträchtlich breiten Flächen der Drehteile 2 und 3 zusammenarbeiten. Der Ring 10 weist zwei Stirnflächen 10a und 10b auf, die wie die Flächen 1 a und 1 b des Ringes nach F i g. 5 ausgebildet sind und in derselben Weise, wie vorstehend beschrieben, mit den Stirnflächen 3a und 7a zusammenarbeiten. Der innere Umfangsteil des Ringes 10 trägt eine Ringrippe. Sie endet in eine schmale, zylindrische und geschliffene Umfangsfläche 10e, welche mit einer geschliffenen Fläche 2a des Drehteiles 2 zusammenarbeitet. Der Festring 5 der Ausführungsformen nach den vorhergehenden Figuren ist hierbei also gespart.
  • Beim Vergleich der Anordnung nach F i g. 6 mit derjenigen der vorhergehenden Figuren kann festgestellt werden, daß die Möglichkeiten einer axialen und radialen Verschiebung dieselben sind. Wenn der Drehteil 2 sich in bezug auf das Teil 3 axial verschiebt, erfährt die Umfangsfläche 5b nach F i g. 1 eine Längsverschiebung längs der Umfangsfläche 1 c des Ringes 1, aber das Gleichgewicht des letzteren ist nicht verändert, solange die Umfangsfläche 5b gegenüber der Umfangsfläche 1 c angeordnet bleibt. Nach F i g. 6 ist es die Umfangsfläche 2a, die sich in bezug auf die Umfangsfläche 10e des Ringes verschiebt, wobei das Gleichgewicht des letzteren so lange aufrechterhalten bleibt, wie diese beiden Umfangsflächen einander gegenüberliegend bleiben. Wenn sich die Achse des Drehteils 2 in Querrichtung verschiebt, jedoch parallel bleibt, bleibt der Ring 10 auf diesem Drehteil 2 zentriert, und das Gleichgewicht dieses Ringes verändert sich so lange nicht, als seine Stirnflächen den feststehenden Stirnflächen 3a und 7a gegenüberliegend bleiben.
  • Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche ziemlich große relative Verschiebungen des Drehteiles 2 in bezug auf das Drehteil 3 zuläßt, wird durch die folgenden Merkmale ermöglicht: die an dem Drehteil 3 festsitzenden und mit dem Ring 1 bzw. 10 zusammenarbeitenden Stirnflächen 3a und 7a stehen senkrecht zur Achse des Drehteils 3, die mit dem Drehteil 2 zusammenarbeitende Umfangsfläche 1 c des Ringes (s. F i g. 1) ist zylindrisch und als Umfangsfläche konzentrisch zur Achse des Ringes ausgebildet, oder die mit dem Ring zusammenarbeitende Umfangsfläche 2a des Teils 2 (s. F i g. 6) ist zylindrisch und als Umfangsfläche konzentrisch zur Achse des Drehteiles 2 ausgebildet, die zusammenarbeitenden Flächen der Drehteile 2 und 3 und des Ringes 1 oder 10 (z. B. die Flächen7a und la oder 10a; 3a und 1b oder 10b; 5b und 1c oder 2a und 10e) besitzen einesteils eine geringe Breite (la oder 10a, 1b oder 10b, 5b oder 10c), so daß sie sich parallel zu der Fläche, mit der sie zusammenarbeiten, verschieben können und dabei . stets einander gegenüberliegend bleiben.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet in derselben Weise, wenn gewisse Abänderungen im Rahmen technischer Äquivalente getroffen werden. Zum Beispiel ist es notwendig, daß die breiten Stirnflächen 3a, 7a vollkommen eben sind und daß die breiten Umfangsflächen 2a oder 1c vollkommen zylindrisch sind, aber die schmalen Umfangsflächen, mit denen sie zusammenarbeiten, können leicht abgerundet sein. Anstatt mit der inneren Umfangsfläche des Ringes zusammenzuarbeiten, könnte das Drehteil 2 mit einer äußeren Umfangsfläche dieses Ringes zusammenarbeiten, wenn es diesen übergreift. Der Ring könnte ferner ebene Stirnflächen einer gewissen Breite besitzen, welche mit schmalen feststehenden Stirnflächen des Drehteiles 3 zusammenarbeiten.
  • Aus F i g. 6 ist ersichtlich, daß die dort dargestellte Vorrichtung dieselben Vorteile aufweist wie die Vorrichtung nach den vorhergehenden Figuren. Sie arbeitet in genau derselben Weise; die Spielräume zwischen den zusammenarbeitenden Flächen sind dieselben, und die Leckausflußmenge ist ebenfalls dieselbe. Jedoch besteht außerdem der Vorteil, daß es nicht notwendig ist, einen dem Festring 5 entsprechenden Ring, der eine äußere Ringrippe mit schmaler Umfangsfläche 5b besitzt, vorzusehen: es genügt, die Umfangsfläche 2a des Drehteiles 2 zu schleifen. In derselben Weise wie bei der Art nach F i g. 1 gestattet die Vorrichtung nach F i g. 6 außerdem eine ziemlich starke Winkelverschiebung der Achse des Drehteiles 2 in bezug auf die Achse des Drehteiles 3. Die F i g. 7, 8 und 9 veranschaulichen die möglichen Verschiebungen.
  • Gemäß F i g. 7 sind die Achsen der Drehteile 2 und 3 gegeneinander versetzt, wobei die Achse X,-X,' des Drehteiles 2 eine Verschiebung parallel nach unten erfahren hat. Die schmalen Stirnflächen 10a und 10b des Ringes 10 sind dieser Verschiebung gefolgt und im oberen Teil der Vorrichtung in eine dem inneren Randbereich der Stirnflächen 7a und 3a gegenüberliegende Stellung gekommen. Das Drehteil 2 hat jedoch keine axiale Verschiebung erfahren, und die schmale Umfangsfläche 10c des Ringes 10 befindet sich deshalb im mittleren Bereich der zylindrischen Umfangsfläche 2a.
  • Gemäß F i g. 8 hat die Achse X,-X,' eine senkrechte Verschiebung nach oben erfahren und befindet sich oberhalb der Achse X3rX3 des Drehteiles 3. Außerdem hat das Drehteil 2 eine axiale Verschiebung nach rechts in einem maximalen Ausmaß erfahren. Die schmale Umfangsfläche 10 c des Ringes 10 befindet sich dann in einer dem hinteren Randbereich der zylindrischen Umfangsfläche 2a gegenüberliegenden Stellung.
  • Gemäß F i g. 9 ist die Achse X,-X2' des Teiles 2 um einen Winkel O bezüglich der Achse X3-X3 des Teiles 3 verschwenkt. Der Ring 10 bleibt im Kreuzungsbereich der Achsen X2-X2' , X3-X3' zentriert und beschränkt die Leckausflüsse unter den Verhiltnissen, welche etwa denjenigen gemiß den vorhergehenden Figuren gleich sind, wobei der Ring 10 schwimmend, und ohne einen festen Kontakt mit den Flächen 7a, 3a oder 2a zu haben, gehalten wird.
  • Die F i g. 7, 8 und 9 zeigen sehr gut die Anpassungsfähigkeit der dargestellten Vorrichtung, die eine große Bewegungsfreiheit des Teiles 2 bezüglich des Teiles 3 und umgekehrt erlaubt, wobei die relativen Verschiebungen praktisch nur durch die radiale Breite der geschliffenen ebnen Stirnflächen 7a und 3a und durch die axiale Erstreckung der zylindrischen geschliffenen Fläche 2a beschränkt sind. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann insbesondere vermieden werden, die Drehteile 2 und 3 auf Trägern oder Sockeln mit großer Genauigkeit zu befestigen, was notwendig wäre, wenn eine Abdichtung durch eine starre Fixierung der Drehteile 2 und 3 erreicht werden sollte, wobei dann die Abdichtung nur durch einen Zusammenbau mit Vorspannung erreicht werden könnte. Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet es außerdem, die relative Verschiebemöglichkeit der Teile 2 und 3 für verschiedene Zwecke auszunutzen, um Meßgeräte an dem einen oder dem anderen dieser Teile anzubringen. In den F i g. 10, 11 und 12 ist veranschaulicht, wie eine erfindungsgemäße Dichtvorrichtung in Meßeinrichtungen angeordnet werden kann.
  • F i g. 10 zeigt ein Gebläse 11 mit einer Düse 12. Die Wände 3 der Versuchskammer des Gebläses sind fest und die die Düse speisende Zuleitung 2 ist über eine Abdichtvorrichtung, die ähnlich derjenigen nach F i g. 6 und schematisch bei 13 dargestellt ist, abgedichtet. In die Zuleitung 2 ist eine eine freie Ausdehnung ermöglichende Vorrichtung 15 eingeschaltet, die der Düse gestattet, sich winkelmäßig zu verschieben. Stege 15a übertragen die Schubkraft der Düse 12 auf eine Schubmeßvorrichtung 15b. Der Druck p1, der um die Ultraschalldüse 12 herrscht, ist beträchtlich höher als der Umgebungsdruck po. Die Abdichtvorrichtung 13 gewährt einen begrenzten Leckausfluß zwischen dem Druck p1 und der Umgebung.
  • Es ist ersichtlich, daß bei der dargestellten Ausführungsart die Leitung 2 einer axialen Verschiebung (herrührend vom Schub der Düse) sowie einer seitlichen Verschiebung und einer Verdrehung um ihre Achse (herrührend von Schüben, welche beim Durchgang des Strömungsmittels an der Abbiegung 16 ausgeübt werden) unterworfen werden kann. Wo derartige Verschiebungen auftreten, kann eine erfindungsgemäße Abdichtvorrichtung 13 eingesetzt werden. Sie ruft keine Reibung hervor, welche die Anzeigen des Meßgerätes 15 verfälschen könnte.
  • F i g. 11 veranschaulicht schematisch eine Zündanordnung der Düse einer Rakete großen Ausdehnungsgrades. Das unter starkem Druck stehende Triebwerk 17 hat eine Düse 18, die ohne Hilfsansaugung in eine Zündvorrichtung 19 mündet. Die das Drehteil 3 bildende Wand der Zündvorrichtung 19 ist mit einem Drehteil 2 gekoppelt, das am Körper des Triebwerkes 17 mittels einer der F i g. 6 entsprechenden, schematisch dargestellten Abdichtvorrichtung abgedichtet ist. Die aus dem Triebwerk 17, der Düse 18 und dem Drehteil 2 bestehende Einrichtung ist wie bei der vorherigen Darstellung in bezug auf die Zündvorrichtung 19 frei verschiebbar. Mit einem nicht dargestellten Gerät kann der auf das Triebwerk 17 durch die Wirkung der Düsen aufgebrachte, axiale Schub gemessen werden.
  • Obwohl nur die Abdichtung hohler Drehteile beispielsweise dargestellt wurde, kann die Erfindung auch zur Abdichtung eines massiven Teiles, z. B. einer die Wand eines Gehäuses durchgreifenden Welle, benutzt werden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Abdichten eines Raumes, der von zwei Drehteilen begrenzt ist, die axial, radial, durch Drehung und Winkelneigung gegeneinander bewegbar sind, mit einem planparallele Stirnflächen von geringer Radialerstreckung aufweisenden Ring, der mit geringem axialem Spiel zwischen radial verlaufenden planparallelen Wandungen innerhalb einer fest an dem einen Drehteil befindlichen Ringkammer angeordnet ist und eine Umfangsfläche aufweist, die mit einer entsprechenden Gegenumfangsfläche des anderen Drehteiles zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Umfangsfläche (5b oder 10c) eine geringe und die andere Umfangsfläche (l c oder 2a) eine große Axialerstreckung besitzt und daß zwischen der Umfangsfläche (l c oder 10c) des Ringes (1) und der damit zusammenwirkenden Umfangsfläche (5b oder 2a) des zweiten Drehteiles in an sich bekannter Weise ein geringes Radialspiel vorgesehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Radial- bzw. Axialerstreckung der einen der jeweils zusammenwirkenden Flächen (3a, 7a, 1c oder 3a, 7a, 2a) wenigstens doppelt so groß ist wie die Radial- bzw. Axialerstreckung der anderen Fläche (1 a, l b, 5 b oder 10a, 10b, 10c).
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (1) auf seiner der an dem einen Drehteil (3, 7) befindlichen Ringkammer (8) zugekehrten Umfangsfläche eine Versteifungsrippe trägt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1090751; schweizerische Patentschrift Nr. 83 021; britische Patentschrift Nr. 891419; USA.-Patentschriften Nr. 2 948 555, 3 001806.
DES84550A 1962-04-06 1963-04-04 Vorrichtung zum Abdichten zwischen zwei Drehteilen, die axial, radial, durch Drehungund Winkelneigung gegeneinander bewegbar sind Pending DE1252987B (de)

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Citations (5)

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