DE1252778B - - Google Patents
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Description
Int. cl
HOlr
DEUTSCHES
PATENTAMT
Nummer: 1252778
Die Erfindung betrifft eine mehrpolige elektrische Sicherheitsvorrichtung mit bajonettverschlußähnlicher
Ringverbindung zwischen Stecker und Steckdose und mit Schutzeinrichtung gegen Berührung von Spannung
führenden Teilen der Steckdose bei getrennter Steckvorrichtung durch eine drehbare Abschlußplatte,
in welcher Bohrungen mit fehlerbelasteten Verriegelungsbolzen vorgesehen sind, die beim Zusammenstecken
von Stecker und Steckdose durch in die Bohrungen ragende Entriegelungsstifte niederdrückbar
sind, derart, daß durch eine Drehbewegung zum Schließen des Bajonettverschlusses die durch
die Entriegelungsstifte entriegelte Abschlußplatte mitdrehbar ist, bis Kontakt zwischen den federoelasteten,
axial beweglichen Stecker- und Dosenstiften hergestellt ist, und umgekehrt durch eine Drehbewegung
zum öffnen des Bajonettverschlusses die Abschlußplatte wieder zwangläufig zurückdrehbar und
verriegelbar ist.
Bei elektrischen Steckvorrichrungen darf im getrennten Zustand von Stecker und Steckdose eine
Berührung Spannung führender Teile nicht möglich sein. Dies wird üblicherweise durch Anordnung der
Stecker auf der Verbraucherseite und der Steckdose auf der Erzeugerseite erreicht. Die Kontaktstücke der
Steckdose liegen dabei innerhalb des Gehäuses und sind von außen nur durch die öffnungen für die
Steckerstifte zugänglich. Eine zufällige Berührung Spannung führender Teile ist damit vermieden.
In vielen Fällen genügt diese Sicherheit noch nicht, da Spannung führende Teile beispielsweise mit
Schraubenzieherklingen, Nägeln usw. berührt werden können. Im Bergbau unter Tage und in explosionsgefährdeten
Räumen besteht ferner die Gefahr, daß beim Trennen einer Steckvorrichtung unter Last ein
Lichtbogen gezogen wird, der zur Entzündung schlagender Wetter oder explosiver Stoffe führen kann.
Zur Erhöhung der Sicherheit sind daher verschiedene Vorschläge gemacht worden. So sind beispielsweise Steckvorrichtungen mit eingebautem Schalter
bekannt, der erst nach Schließen der Steckvorrichtung eingeschaltet werden kann und eine Trennung
der Steckyorrichtung nur im ausgeschalteten Zustand ermöglicht. Dadurch ist eine zufällige oder vorsätzliche
Berührung Spannung führender Teile und das Ziehen eines Lichtbogens durch Trennen der Steckvorrichtung unter Last sicher vermieden. Jedoch sind
derartige Steckvorrichtungen umständlich zu bedienen und relativ schwer und aufwendig.
Bei einer weiteren bekannten mehrpoligen Steckvorrichtung mit Bajonettverschluß sind Stecker und
Steckdose vollkommen gleichmäßig aufgebaut. Beide Mehrpolige elektrische
Sicherheitssteckvorrichtung
Sicherheitssteckvorrichtung
Anmelder:
Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Teile enthalten eine drehbare Abschlußplatte mit je einer einen federbelasteten Verriegelungsbolzen aufnehmenden
Bohrung und einem Entriegelungsstift,
so der beim Zusammensetzen den Verriegelungsbolzen niederdrückt und dadurch eine Drehung der Abschlußplatte
ermöglicht. In jeder Abschlußplatte sind entsprechend der Anzahl der Pole Kontaktstücke in
weitere Bohrungen eingesetzt. Durch Drehung des
as Steckers der Steckvorrichtung relativ zur Steckdose werden die Abschlußplatten gedreht, bis die den
Strom führenden Dosenstifte und die Steckerstifte auf die in den Abschlußplatten angeordneten Kontaktstifte
ausgerichtet sind. Bei geöffneter Steckvorrichrung kann jedoch durch Niederdrücken des Verriegelungsbolzens, beispielsweise mit einem Schraubenzieher,
die Verriegelung an jeder Steckerhälfte leicht aufgehoben werden.
Es sind ferner schlagwettergeschützte Steckvorrichtungen bekannt, bei denen die Steckverbindungen nach Haupt- und Uberwachungsleitungen getrennt sind. Hierbei werden zuerst die Hauptleitungen und anschließend die Uberwachungsleitungen miteinander verbunden, jedoch wird die Hauptleitung
Es sind ferner schlagwettergeschützte Steckvorrichtungen bekannt, bei denen die Steckverbindungen nach Haupt- und Uberwachungsleitungen getrennt sind. Hierbei werden zuerst die Hauptleitungen und anschließend die Uberwachungsleitungen miteinander verbunden, jedoch wird die Hauptleitung
*o erst an Spannung gelegt, wenn die Steckverbindung der Überwachungsleitungen hergestellt ist. Bei
sen schlagwettergeschützten Steckvorrichtungen sind außerhalb des Steckers besondere Vorrichtungen angeordnet, die bei einer einen wählbaren Wert übersteigenden Zugkraft an den Leitungen die Spannung abschalten. InderDrehachsedieserSteckvorrichtungen sind ferner ein Steckerstift und eine Steckbuchse für einen Schutzleiter vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheitssteckvorrichtung zu schaffen, bei der die Spannung führenden Teile für Unbefugte nur unter erheblichen Schwierigkeiten zugänglich sind und bei
sen schlagwettergeschützten Steckvorrichtungen sind außerhalb des Steckers besondere Vorrichtungen angeordnet, die bei einer einen wählbaren Wert übersteigenden Zugkraft an den Leitungen die Spannung abschalten. InderDrehachsedieserSteckvorrichtungen sind ferner ein Steckerstift und eine Steckbuchse für einen Schutzleiter vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheitssteckvorrichtung zu schaffen, bei der die Spannung führenden Teile für Unbefugte nur unter erheblichen Schwierigkeiten zugänglich sind und bei
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der die Kontaktgabe zwischen den Stecker- und Dosenstiften auch bei geschlossener Steckvorrichtung
unterbrochen wird, wenn auf die Leitung eine einen wählbaren Wert überschreitende Zugkraft ausgeübt
wird. Gemäß der Erfindung ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die lediglich am Dosenteil vorgesehene
Abschlußplatte mehrere Verriegelungsbolzen trägt, daß die Entriegelungsstifte Spannung führend sind
und in an sich bekannter Weise aus dem Stecker herausragen und daß die federbelasteten, axial auf die
Leitung ausgerichteten Stecker- und Dosenstifte durch eine an der Zugentlastungsvorrichtung wirkende,
einen wählbaren Wert übersteigende Leitungszugkraft voneinander trennbar sind.
Die neue Steckvorrichtung ist besonders zum Einsatz in Schlagwetter- und explosionsgefährdeten
Räumen geeignet, da. sie den dabei zu stellenden Sicherheitsforderungen praktisch schon entspricht
bzw. an diese Forderungen durch bekannte Maßnahmen, z. B. Ausgestaltung der Spaltlängen und -weiten,
einfach anzupassen ist. Sie ist auch als vielpolige Steckvorrichtung noch sehr kompakt und eignet sich
vor allem zum Küppein von Leitungen mit mehreren Haupt- und Steuerleitern im Bergbau unter Tage.
Zur näheren Erläuterung von Aufbau und Wirkungsweise der neuen Steckvorrichtung wird auf die
schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele in der Zeichnung verwiesen. Es zeigt
Fig. 1 die wesentlichen Teile von Stecker und Steckdose im Schnitt,
Fig. 2 die Abschlußplatte und die' Steckdose bei getrennter Steckvörrichtung in Draufsicht,
F i g. 3 eine Draufsicht auf die Abschlußplatte bei getrennter Steckvorrichtung mit Haupt- und Steuerkontakten
sowie einem konzentrischen Schutzleiterkontakt. ;r
In F i g. 1 sind die' Steckerstife 1 aus üblichem Kontaktmaterial in einem zweiteiligen isolierenden
Steckerkörper 13,14 angeordnet. Die Dosenstifte 2 befinden sich in Längsrichtung beweglich in einem
isolierenden Dosenkörper 7. Sie sind durch die Abschlußplatte 4 abgedeckt, in deren Steckerbohrungen
20 im getrennten Zustand der Steckvorrichtung unter der Wirkung der Verriegelungsfedern 6 die Verriegelungsbolzen 3 hineinragen. Die Dosenfedern 5 und
die v*erriegelungsfedern 6 sind mit schwächerer Federkfart als~aie Steckerfedern 12 ausgeführt, so
daß beim Zusammenstecken von Stecker und Steckdose die Steckerstifte 1 immer in der gezeichneten
Lage bleiben. Während die Federkraft der Verriegelungsfedern 6 stetsL schwächer ^ein _ müB^'.'als..;3ie_
FecTefkraft der Steckerfedern 12, können die Dosenfea^fiTTj?^ Steckerfedern
12Täusj^ffihrt-sein. In diesem Fall'muß allerdings der Xopfdurchmesser der Dosenstifte 2 größer
sein als der Durchmesser des erweiterten, die Verriejejungsbolzen aufnehmenden Teils der Bohrung
20. Die Steckerstifrfedern 12 liefern dann den Sicherungsdruck im Bajonettverschluß. Die Steckerstifte 1
und die Dosenstifte 2 sind mit Klemmen 15 und 16 versehen, an deren Stelle auch Lötanschlüsse treten
können.
Das Steckergehäuse 11 und das Dosengehäuse 8 sind im gewählten Äüsführungsbeispiel aus Metall
und mit den Fugen 19 und 21 sowie Haltebolzen 9 und 10 eines Bajonettverschlusses versehen. Im geschlossenen
Zustand'der Steckvorrichtung überlappen sich die Gehäuse von Stecker und Steckdose, und die
Haltebolzen 9 und 10 sind unter dem Druck der Dosenfedern 5 in Vertiefungen der Fugen 19 und 21
eingerastet. Durch gleichzeitiges Gegeneinanderdrücken von Stecker und Steckdose der geschlossenen
Steckvorrichtung und Drehen in Öffnungsrichtung des Bajonettverschlusses werden die Haltebolzen 9 und 10 aus den Vertiefungen der Fugen 19
und 21 gehoben und die Steckvorrichtung getrennt.
Durch die Anordnung des überlappenden Gehäuseteiles am Steckergehäuse 11 ist ein Schutz der
Steckerstifte 1 gegen mechanische Beschädigungen im getrennten Zustand gegeben. In manchen Anwendungen
kann es sinnvoll sein, das überlappende Gehäuseteil mit den Fugen 19 und 21 am Dosengehäuse
8 und die Haltebolzen 9 und 10 am Steckergehäuse 11 anzubringen. Die Gehäuseteile 8 und 10
können auch aus Kunststoff hergestellt sein.
Zur Erzielung eines Schlagwetter- und Explosionsschutzes sind die nicht dargestellten Leitungen zu
den Steckvorrichtungen nach den Vorschriften für »erhöhte Sicherheit« in Steckergehäuse 11 und
Dosengehäüse 8 einzuführen. Die übrigen Gehäuseteile, in denen durch Berührung und Trennung von
Stecker und Dosenstiften unter Last Lichtbögen auftreten können, sind druckfest gekapselt.
Bei Ausführung der neuen Steckvorrichtung mit nur zwei, drei oder vier Steckerstiften 1 und zugehörigen
Dosenstiften 2 wird man für jede Steckerbohrung 20 in der AbschluBrjlatte^. einen Verriegelungsbolzen
3 vorseheriTum die^Sicherheit gegen vorsätzliches unbefugtes Berühren der Dosenstifte 2
im getrennten Zustand der Steckvorrichtung zu erhöhen. Eine einpolige Ausführung der Steckvorrichtung
mit nur einem außermittigen Kontaktpaar (Steckerstift 1 und Dosenstift 2) erscheint deshalb
nicht zweckmäßig, da hierbei z. B. durch Einführen einer Schraubenzieherklinge in die Steckerbohrung
20 und Niederdrücken des Verriegelungsstiftes 3 die Abschlußplatte 4 freigegeben würde. Bei vielpoliger
Ausführung der Steckvorrichtung mit je sieben, acht oder mehr Steckerstiften 1 und Dosenstiften 2 ist
nicht mehr für jede Steckerbohrung 20 ein Verriegelungsstift notwendig. In diesem Fall kann man
auch die Steckerstifte 1, Dosenstifte 2, Verriegelungsbolzen 3 und Steckerböhrungen 20 in mehreren konzentrischen
Kreisen oder Kreisbögen anordnen.
Im Ausführungsbeispiel sind die Stecker- und Dosenstifte 1, 2 mit rundem Profil dargestellt. Sie
können in bestimmten Fällen auch eckig, halbrund oder als Messerkontakte ausgeführt sein.
Die Steckerfedern 12 dienen lediglich zur Zurückziehung der Steckerstifte 1 im Fall unzulässig hoher
Zugkräfte in den Leitungen, die von den an sich bekannten (nicht dargestellten) Zugentlastungen nicht
mehr aufgenommen werden und zu Beschädigungen der Leitungen oder der Steckvorrichtung führen
können. Durch das Zurückziehen der Stecker- oder Dosenstifte innerhalb der druckfest gekapselten
Steckvorrichtung wird in diesem Fall das Auftreten von Lichtbögen an den Leitungen oder in den Anschlußräumen
der Steckvorrichtung verhindert.
Die Dosenfedern 5 erlauben ebenfalls ein Zurückziehen der Dosenstifte 2 bei unzulässig hohem Leitungszug.
Sie dienen aber in erster Linie der Erzeugung des Kontaktdruckes zwischen Dosen- und
Steckerstiften 1 und 2 sowie zum Einrasten des Bajonettverschlusses in die Vertiefungen der Fugen
19 und 21.
Claims (3)
1. Mehrpolige elektrische Sicherheitssteckvorrichtung mit bajonettverschlußähnlicher Renkverbindung
zwischen Stecker und Steckdose und mit Schutzeinrichtung gegen Berührung von Spannung
führenden TeUen der Steckdose bei getrennter Steckvorrichtung durch eine drehbare Abschlußplatte,
in welcher Bohrungen mit federbelasteten Verriegelungsbolzen vorgesehen sind, die
beim Zusammenstecken von Stecker und Steckdose durch in die Bohrungen ragende Entriegelungsstifte
niederdrückbar sind, derart, daß durch eine Drehbewegung zum Schließen des Bajonettverschlusses
die durch die Entriegelungsstifte entriegelte Abschlußplatte mitdrehbar ist, bis Kontakt
zwischen den federbelasteten, axial beweglichen Stecker- und Dosenstiften hergestellt ist,
und umgekehrt durch eine Drehbewegung zum öffnen des Bajonettverschlusses die Abschlußplatte
wieder zwangläufig zurückdrehbar und verriegelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die lediglich am Dosenteil vorgesehene Abschlußplatte
(4) mehrere Verriegelungsbolzen (3) trägt, daß die Entriegelungsstifte (1) Spannung
führend sind und in an sich bekannter Weise aus dem Stecker herausragen und daß die federbelasteten,
axial auf die Leitung ausgerichteten Stekker- und Dosenstifte (1 bzw. 2) durch eine an der
Zugentlastungsvorrichtung wirkende, einen wählbaren Wert übersteigende Leitungszugkraft voneinander
trennbar sind.
2. Steckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuse (8,11) des Stekkers
und der Dose Schlagwetter- und/oder explosionsgeschützt ausgeführt sind.
3. Steckvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise
die Stecker- und Dosenstifte in Hauptkontaktstifte für Hauptadern und in Steuerkontaktstifte
für Steuer- oder Überwachungsadern eingeteilt sind, indem die Hauptkontaktdosenstifte mit ent-
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1252778B true DE1252778B (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DES76616A Pending DE1252778B (de) |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE1252778B (de) |
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- DE DES76616A patent/DE1252778B/de active Pending
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