DE1251695B - Vibrations-Fördereinrichtung - Google Patents
Vibrations-FördereinrichtungInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
InL Cl.:
B 65)
Nammen 1 251 695
Aktenzeichen: R 40092 XI/81 e
Anmeldetag: 11. März 1965
Aoslegetag: 5. Oktober 1967
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vibrations-Fördereinrichtung mit einem federnd gelagerten
Förderelement, einem in Längsrichtung des Förderelementes schwingenden und mit dem Förderelement
verbundenen Vibrationserzeuger sowie mit wenigstens einer Hilfsmasse, die in einer Richtung beweglich ist,
die mit der Längsachse des Förderlementes einen von 90° abweichenden Winkel einschließt, wobei zwischen
dem Förderelement und der Hilfsmasse ein in der genannten Richtung wirkendes Federelement vorgesehen
ist.
Bei einer bekannten Fördereinrichtung der vorstehend genannten Art ist der Winkel, den die Hilfsmassen
mit der Längsachse des Förderelementes einschließen, zur Änderung der Vibrationsverhältnisse veränderlich.
Durch Umschwenken der Hilfsmassen läßt sich ferner auch die Förderrichtung umkehren. Der wesentliche
Nachteil dieser bekannten Ausführung liegt darin, daß die Änderung der Förderrichtung verhältnismäßig
umständlich und zeitraubend ist und im allgemeinen nur im Stillstand der Anlage durchgeführt
erden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vibrations-Fördereinrichtung der eingangs genannten
Art unter Vermeidung dieser Mängel so auszubilden, daß die Förderrichtung auf besonders einfache
Weise geändert werden kann, insbesondere ohne daß hierfür die Fördereinrichtung stillgesetzt werden
muß.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Federkonstante des zwischen dem
Förderelement und der Hilfsmasse angeordneten, in der Bewegungsrichtung der Hilfsmasse wirksamen
Federelementes veränderlich ist.
Durch Beeinflussung dieser Federkonstante läßt sich — wie an Hand der Zeichnung noch näher erläutert
wird — sowohl die Förderrichtung als auch die resultierende Vibrationsamplitude des Förderelementes
ändern. Diese Änderung kann kontinuierlich von außen erfolgen, ohne daß zuvor die Anlage stillgesetzt
werden muß. Im Unterschied zu der eingangs genannten bekannten Ausführung bleibt die Richtung,
in der die Hilfsmasse gegenüber dem Förderelement schwingt, bei allen Betriebszuständen stets die
gleiche.
Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung veranschaulichten,
bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung hervor. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vibrations-Fördereinrichtung,
Fig. 2 ein Schema zur Erläuterung der Erfindung,
Anmelder:
Rex Chainbelt Inc., Milwaukee, Wis. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. Dr. jur. V. Tetzner, Patentanwalt,
München 9, Lorenzonistr. 54
V. St. v.Amerika vom 11. März 1964 (351004)
zo Fig. 3 ein Vektordiagramm der in dem System wirksamen Kräfte und der Bewegungen der Fördereinrichtung
bei verschiedener Einstellung,
Fig. 4 ein Diagramm zur Veranschaulichung der mechanischen Impedanz des Systems bei verschiedener
Einstellung.
Die in der Zeichnung dargestellte erfindungsgemäße Fördereinrichtung mit umkehrbarer Förderrichtung
enthält eine Förderrinne 1, die auf isolierenden Federefementen 2 befestigt ist. Diese Federelemente 2 sitzen
auf Stützen 3, die ihrerseits an einem Fundament vorgesehen sind. Die Federelemente 2 sind vorzugsweise
als Niederdruck-Luftfedern ausgebildet und gestatten eine freie Vibration der Förderrinne 1 in
jeder Richtung.
Die Förderrinne 1 wird in horizontaler Richtung durch einen Vibrationserzeuger 4 angetrieben, der in
einem Gehäuse 5 zwei paarweise angeordnete Motoren 6 enthält, die auf ihrer Ankerwelle je ein Unwuchtgewicht
7 tragen. Die Motoren 6 sind elektrisch so geschaltet, daß sie — wie durch die Pfeile veranschauBcht
— in entgegengesetzter Richtung rotieren. Das Gehäuse 5 ist über zwei biegsame Streben 8 mit
dem rechten Ende der Förderrinne 1 verbunden. Um das Gewicht des Vibrationserzeugers 4 von den biegsamen
Streben 8 fernzuhalten, stützt sich das Gehäuses an einer Grundplatte 9 über ein beispielsweise
als Niederdruck-Luftfeder ausgebildetes isolierendes Federefcment 10 ab.
Die Eigenfrequenz der Vibration des Gehäuses 5 in vertikaler Richtung auf Grund der Drehbewegung der Unwuchtgewichte 7 ist viel kleiner als die Drehzahl dieser Gewichte. Die von den beiden synchron
Die Eigenfrequenz der Vibration des Gehäuses 5 in vertikaler Richtung auf Grund der Drehbewegung der Unwuchtgewichte 7 ist viel kleiner als die Drehzahl dieser Gewichte. Die von den beiden synchron
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rotierenden Unwuchtgewichten 7 in vertikaler Richtung ausgeübten Wirkungen heben sich gegeneinander
genau auf, so daß das Gehäuse 5 in vertikaler Richtung praktisch keine nennenswerte Vibrationsbewegung
ausführt. In horizontaler Richtung unterstützen sich dagegen die von den beiden Unwuchtgewichten 7
ausgeübten Wirkungen; die hierdurch hervorgerufene horizontale Vibration des Gehäuses 5 wird über die
Streben 8 auf die Förderrinne 1 übertragen und führt zu einer entsprechenden horizontalen Vibrationsbewegung dieser Rinne.
Zur Materialförderung muß die Fördereinrichtung synchron zu ihrer horizontalen Bewegung auch eine
vertikale Bewegung ausführen, so daß sich die Fördereinrichtung längs einer geneigten Bahn bewegt und
dadurch das Material in die gewünschte Richtung schüttelt. Der erläuterte Vibrationserzeuger 4 bewirkt
die horizontale Vibration der Förderrinne 1. Eine hiermit synchron erfolgende vertikale Vibrationskomponente,
die in ihrer Phasenlage umkehrbar ist und die resultierende geneigte Bewegungsbahn erzeugt, wird
durch eine Vielzahl dynamischer Vibrationsabsorber 12 hervorgerufen, von denen in F i g. 1 zwei veranschaulicht
sind. Jeder dieser Absorber 12 enthält eine obere Masse 13 und eine untere Masse 14, die über Bolzen
15 miteinander verbunden sind. Die obere Masse 13 ist mit der Förderrinne 1 über eine biegsame, in
Längsrichtung jedoch weitgehend steife Feder 16 verbunden, während die untere Masse 14 in gleicher
Weise über eine entsprechende Feder 17 mit der Förderrinne 1 verbunden ist. Die obere Masse 13 stützt
sich ferner an der Förderrinne 1 über ein Luftfederelement 20 ab, das zwischen der Masse 13 und einem
an der Oberseite der Förderrinne 1 befestigten Bügel 21 angeordnet ist. In gleicher Weise stützt sich die untere
Masse 14 über ein Luftfederelement 22 an einem Bügel 23 ab, der an der Unterseite der Förderrinne 1
befestigt ist. Die Luftfederelemente 20 und 22 jedes Absorbers 12 sind über eine an der Förderrinne 1
befestigte Leitung 24 miteinander verbunden und über eine flexible Schlauchleitung 25 mit einer Drucksteuereinrichtung
26 verbunden.
Durch Änderung des von der Drucksteuereinrichtung 26 zugeführten Luftdruckes kann die Eigenfrequenz
der die Massen 13 und 14 und die Luftfederelemente 20 und 22 enthaltenden dynamischen Absorber
12 zwischen einer Frequenz, die viel niedriger als die Betriebsfrequenz des Vibrationserzeugers 4
liegt, und einer wesentlich darüberliegenden Frequenz geändert werden. Bei einem bestimmten Zwischendruck
kommen die Vibrationsabsorber 12 gerade bei der Betriebsfrequenz in Resonanz. Ist der von der Drucksteuereinrichtung
26 gelieferte, in der Schlauchleitung 25 herrschende Luftdruck niedrig, so besitzen
die Luftfederelemente 20 und 22 eine sehr kleine Federkonstante. Unter diesen Verhältnissen vibriert
die Förderrinne 1 — wie an Hand von F i g. 3 und 4 im einzelnen noch erläutert wird — in einer von rechts
unten nach links oben verlaufenden Richtung, fördert daher das von einer Schurre 30 in die Rinne eingeführte
Material langsam nach links, wo das Material auf eine weitere Fördereinrichtung 31 gelangt. Wird
der Druck in der Luftleitung erhöht, so vergrößert sich auch die Federkonstante der Luftfederelemente 20
und 22; dadurch erhöht sich die Vibrationsamplitude des Absorbers und damit auch die Vibrationsamplitude
der Förderrinne 1 in der Bewegungsrichtung des Absorbers, was eine vergrößerte Fördergeschwindigkeit
nach links znr Folge hat. Wird dann der Druck erreicht, bei dem das aus der Förderrinne 1, den Missen
13 und 14 sowie den Luftfederelementen 20 und 22 bestehende System in Resonanz gerät, so wird die Vibrationsampfibjde
der Förderrinne sehr groß, und der Angriffswinkel, d.h. die resultierende Bewegungsrichtung
der Förderrinne 1, fällt nahezu mit der Bewegungsrichtung der Vibrationsabsorber zusammen.
Eine weitere Vergrößerung des Luftdruckes hat eine
ίο Phasenumkehr der Bewegung der Absorber gegenüber der Bewegung des Vibrationserzeugers 4 zur Folge;
die Fördefrichtung bleibt jedoch zunächst noch die gleiche. Der Angriffswinkel vergrößert sich, wenn man
von der einen Seite der Resonanz auf die andere hinüberwechselt. Bei weiterer Vergrößerung des
Druckes nimmt die Vibrationsamplitude des Absorbers wieder ab, wodurch sich die Bewegungsamplitude
der Förderrinne 1 verkleinert, während sich der Angriffs winkel der Vertikalen nähert. Hat der Druck einen
solchen Wert, daß der Absorber selbst in Resonanz ist, so ist die Bewegung der Massen 13 und 14 ziemlich
groß. Die Bewegung der Förderrinne 1 in Richtung der Bewegung der Massen ist jedoch gleich Null.
Unter diesen Verhältnissen ist die Angriffsrichtung parallel zu den Federn 16 und 17, und die Förderrinne
1 fördert Material nach rechts. Die Förderung nach rechts tritt auf, sobald sich der Angriffswinkel
durch einen hinreichend großen Luftdruck über die Vertikale hinausdreht, sobald also die Förderrinne in
einer von links unten nach rechts oben verlaufenden Richtung vibriert. Eine weitere Erhöhung des Luftdruckes
führt zu einer leichten Vergrößerung der Bewegungsamplitude der Förderrinne, wobei der Angriffswinkel
weniger steil wird.
Die vorstehend skizzierte Wirkungsweise sei im folgenden an Hand eines Diagramms der auf die
Förderrinne wirkenden Kräfte und der hierdurch hervorgerufenen Bewegungen der Förderrinne näher
erläutert. Für die folgende Untersuchung wird die Förderrinne 1 als starrer Körper betrachtet. Es wird
weiterhin angenommen, daß die Vibrationsabsorber 12 symmetrisch zur horizontalen Mittellinie der Förderrinne
1 aageoidnet sind. Wie aus den F i g. 2 und 3 hervorgeht, wird die vom Vibrationserzeuger 4 hervorgerufene
Vibrationskraft F in horizontaler Richtung auf das Ende der Förderrinne 1 ausgeübt, was
in F i g. 2 der nach rechts gerichtete Pfeil 35 veranschaulicht Diese Kraftf läßt sich in die zwei
Komponenten F · cos Θ und F ■ sin Θ zerlegen, die
in einer parallel bzw. senkrecht zu den Federn 16 und 17 liegenden Richtung auf die Förderrinne 1
wirken.
Da es sich um ein lineares System handelt, kann die von der Komponente F - cos Θ hervorgerufene Bewegung
unabhängig von der durch die Komponente F- sin θ erzeugten Bewegung untersucht werden. Demgemäß
veranschaulicht in Fig. 3 der Vektor F, der sich längs der X-X-Achse nach rechts erstreckt, die auf
die Förderrinne 1 ausgeübte Kraft, die sich zerlegen läßt in einen Vektor F ■ cos Θ, der die parallel zu den
Federn 16 und 17 wirkende Kraftkomponente veranschaulicht, end in einen Vektor F · sin Θ, der die
senkrecht zu den genannten Federn, d.h. in Richtung der Luftfedaelemente 20 und 22 wirkende Kraftkomponente
wanschaulicht. Bezeichnet man mit M1 die Masse der Förderrinne 1 und mit Mz die Summe
der Absorberniassen 13 und 14 der einzelnen Vibrationsabsorber 12, so ist die Bewegungsamplitude χ in
Richtung der Federn 16 und 17 durch folgende Formel gegeben:
_ F ■ cos Θ
X = "Wi {M1 + M2) ' s
wobei Wdie Betriebsfrequenz des Vibrationserzeuger ist (ausgedrückt in Winkeleinheiten pro Sekunde).
Diese Bewegungsamplitude der Förderrinne 1 in Richtung der Federn 16 und 17 ist in Fig. 3 durch
den Vektor 38 veranschaulicht. Da angenommen wird, daß das System mit konstanter Betriebsfrequenz
arbeitet, und da die biegsamen Federn 16 und 17 in ihrer Längsrichtung eine starre Verbindung darstellen,
bleibt die von der Kraftkomponente F · cos Θ hervorgerufene Bewegungsamplitude der Förderrinne bei
einer Änderung der Einstellung der Luftfederelemente 20, 22 konstant.
In der senkrecht zu den Federn 16 und 17 liegenden Richtung (Linie Y-Y; vgl. Fig. 3) hängt die Bewegungsamplitude
der Förderrinne 1 dagegen von der Einstellung der Luftfederelemente 20 und 22 ab.
Herrscht in diesen Luftfederelementen 20, 22 kein Druck, ist daher die Federkonstante AT gleich Null,
so ist die Bewegungskomponente X1 der Förderrinne 1 in dieser Richtung durch die Formel gegeben:
_ F- sin Θ
Diese Bewegung ist in Fig. 3 durch den Vektor40 veranschaulicht. Die Gesamtbewegung der Förderrinne
bei dieser Einstellung entspricht der Summe der durch die Vektoren 38 und 40 gekennzeichneten Bewegungen,
d.h. dem Vektor 41. Die Richtung des Vektors 41 gibt den Angriffswinkel bei dieser Einstellung
wieder. Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Bewegung der Förderrinne unter einem kleinen Winkel
gegen die Horizontale geneigt von rechts unten nach links oben gerichtet ist. Diese Einstellung führt
zu einer langsamen Förderung des Materials nach links.
In F i g. 4 ist die mechanische Impedanz der Förderrinne 1 (mit der Masse M1), die die Bewegung der
Masse M1 auf Grund der Vibrationskraftkomponente F- sin Θ bestimmt, in gestrichelten Linien als
Funktion der Federkonstante AT der Luftfederelemente veranschaulicht. Ist AT gleich Null, so ist die
mechanische Impedanz gleich der Masse M1. Werden die Luftfederelemente mit Druckluft gefüllt, so daß
der Wert der Federkonstante AT steigt, so verkleinert sich die effektive mechanische Impedanz und geht
durch Null, wenn die Federkonstante den Wert K1 erreicht (vgl. Fig. 4). Bei dieser Resonanzbedingung
bewegt sich die Masse M1 der Förderrinne 1 in der einen Richtung, während sich die Massen 13 und 14
des Vibrationsabsorbers, gleichfalls mit einer großen Bewegungsamplitude, in entgegengesetzter Richtung
bewegen. Wird der Luftdruck weiter erhöht, so kehrt die mechanische Impedanz ihr Vorzeichen um; die
Kraftkomponente F · sin Θ arbeitet dann gegen eine wirksame Feder. Die effektive Federkonstante vergrößert
sich, wenn sich AT bis zu einem Wert K2 erhöht, bei dem sich eine unendlich große effektive Federkonstante ergibt. Bei dieser Resonanzbedingung verhindern
die dynamischen Absorber jede Bewegung der Bügel 21 und 23 in der Bewegungsrichtung des
Absorbers.
Wird die Federkonstante K über den Wert K2 vergrößert,
so ändert sich die effektive Impedanz, die die Bewegung der Förderrinne (Masse M1) bestimmt,
sprunghaft von dem Wert, der einer, unendlich steifen Feder entspricht, auf den Wert, der einer unendlich
großen Masse entspricht, die sich dann bei weiterer Erhöhung des Wertes K längs des Kurvenzweiges 42
(Fig. 4) verringert. Dieser Kurvenzweig42 stellt die tatsächliche mechanische Impedanz dar, die der
Bewegung der Masse M1 entgegenwirkt. Wenn die tatsächliche Federkonstante K ins Unendliche vergrößert
wird, wenn also die Luftfederelemsnte unendlich steif gemacht werden, so verringert sich die
mechanische Impedanz auf die Summe der Massen Af1 und M2.
Die tatsächliche Bewegung der Förderrinne 1 in Richtung der Kraft F · sin Θ ist gleich der durch die
mechanische Impedanz dividierten Kraft und entspricht daher dem umgekehrten Wert der Impedanzkurve
gemäß F i g. 4. Diese Bewegungskurve ist in Fig. 4 mit vollen Linien ausgezogen; sie besitzt die beiden
Kurvenzweige 43 und 44. Der erste Kurvenzweig 43 zeigt, daß dann, wenn ATgleich Null ist, die Masse M1
nur eine kleine Bewegung ausführt, deren Amplitude in Fig. 3 durch den Vektor40 bestimmt ist. Diese
Amplitude vergrößert sich mit ansteigendem K und wird unendlich groß, wenn K den Wert K1 erreicht.
Die Bewegung kehrt dann sprunghaft um und verringert sich längs des Kurvenzweiges 44 von minus
Unendlich auf Null (bei K2), kehrt dann wieder ihr Vorzeichen um und steigt langsam an, wenn die Federkonstante
K weiter vergrößert wird.
Wenn daher die Federkonstante K vom Wert Null ausgehend vergrößert wird, so vergrößert sich (vgl.
Fig. 3) der Vektor 49 und damit auch die Gssamtbewegung der Förderrinne 1. Dar Vektor 45 veranschaulicht
die tatsächliche Bewegung der Förderrinne 1, wenn die Federkonstante auf einen knapp
unter K1 liegenden Wert vergrößert wird. Da die Förderrinne in einer von rechts unten nach links oben
verlaufenden Richtung schwingt, bewegt sich das Material nach links.
Wird die FederkonstanteAT auf einen Wert vergrößert, der etwas über AT1 liegt, so kann die voi der
Kraft F· sin θ hervorgerufene Beweguigsamplituis der Förderrinne 1 durch einen Vektor 4S dargsstellt
werden, der sich längs der X-T-Achse nach rechts unten erstreckt Die Gssamtbswsgung der Förderrinne
1 bei dieser Einstellung wird durch den Vektor 47 wiedergegeben, der die Vektorsumns der Vektorei 33
und 46 darstellt. Die Förderrinne vibriert also auch jetzt noch in einer von rechts unten nach links obsn
verlaufenden Richtung; das Material wird somit weiter nach linis gefördert.
Wird der Wert von AT weiter über den Wsrt von AT1 hinaus vergrößert, so verringert sich die von dsr Kraft
F · sin Θ hervorgerufene Bswsgung dsr Fördsrrinris 1 längs der Kurve 44, was bedeutet, daß mit dsr Verringerung
der BswsgungsampIituis gleichzeitig dsr Angriffswinkel der Resultierendsi dsr Bswe^uig dsr
Förderrinne 1 hnrnsr steiler wird (vgl. Fig. 3). Bsi einem bestimmten Wsrt dsr FeierkoistaiteAT verläuft
die Richraag der resultiereiisi Bswejui? durch die Vertikale. Dies ist die Einstelluig, bsi dsr eine
Umkehr der Förderrichtuig eintritt. Wird nämlich die FederkonstanteATwsiter gssteigsrt, so ergibt sich
eine (innerhalb des Winkels/? liegsiis) Richtuig dsr resultierenden Bewegung, die voi links uitei nach
rechts oben (und umgekehrt) verläuft. Erreicht die Federkonstante dann dsa Wert AT2, so wird die durch
Claims (7)
1. Vibrations-Fördereinrichtung mit einem federnd gelagerten Förderelement, einem in Längsrichtung
des Förderelementes schwingenden und mit dem Förderelement verbundenen Vibrationserzeuger
sowie mit wenigstens einer Hilfsmasse, die in einer Richtung beweglich ist, die mit der
Längsachse des Förderelementes einen von 90° abweichenden Winkel einschließt, wobei zwischen
dem Förderelement und der Hilfsmasse ein in der genannten Richtung wirkendes Federelement vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung der Förderrichtung und der resultierenden Vibrationsamplitude des Förderelementes
(1) die Federkonstante (K) des Federelementes (z.B. 20) veränderlich ist.
2. Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsmassen (13, 14) von
am Förderelement (1) befestigten Verbindungselementen (16, 17) getragen werden, die in der
Wirkungsrichtung der Federelemente (20, 22) federnd ausgebildet, in einer senkrecht dazu hegenden,
mit der Längsachse der Verbindungselemente zusammenfallenden Richtung dagegen weitgehend
steif sind.
3. Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federelemente (20, 22) mit
einstellbarer Federkonstante (K) durch Luftfedern gebildet werden, die an eine Drucksteuereinrichtung
(26) angeschlossen sind.
4. Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen der
Summe der Hilfsmassen (13, 14) und der Masse des Förderelementes (1) zwischen 20 und 40 %,
vorzugsweise bei 30 %, liegt.
5. Fördereinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (0)
zwischen der Längsachse des Verbindungselementes (z. B. 16) und der Achse des Förderelementes
(1) weniger als 45°,!vorzugsweise 25 bis 30°, beträgt.
6. Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Resonanzfrequenz des
von der Hilfsmasse (z. B. 13) und dem Federelement (z.B. 20) mit einstellbarer Federkonstante
(AT) gebildeten Systems zwischen einem unterhalb der Betriebsfrequenz des Vibrationserzeugers (4) liegenden Wert und einem oberhalb
liegenden Wert veränderlich ist.
7. Fördereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb und unterhalb des
Förderelementes (1) Hilfsmassen (13, 14) angeordnet sind, die zusammen mit den zugehörigen
einstellbaren Federelementen (20, 22) paarweise koaxial zueinander angeordnet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 972 488, 861478, 267;
Deutsche Patentschriften Nr. 972 488, 861478, 267;
Zeitschrift »Schlägel und Eisen«, 1958, Heft 6, S. 374 und 375.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 650/268 9.67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US351004A US3253701A (en) | 1964-03-11 | 1964-03-11 | Bidirectional variable rate feeder |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1251695B true DE1251695B (de) | 1967-10-05 |
Family
ID=23379180
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1965R0040092 Pending DE1251695B (de) | 1964-03-11 | 1965-03-11 | Vibrations-Fördereinrichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1251695B (de) |
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| US3253701A (en) | 1966-05-31 |
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