DE1248751B - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
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- H03D1/08—Demodulation of amplitude-modulated oscillations by means of non-linear two-pole elements
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H 02 m
Deutsche Kl.: 21 a4 - 35/12
Nummer: 1248 751
Aktenzeichen: S 101434 IX d/21 a4
Anmeldetag: 13. Januar 1966
Auslegetag: 31. August 1967
Gleichrichterschaltung für Geräte und Einrichtungen der elektrischen Nachrichten- und Meßtechnik
bestehen im einfachsten Fall aus einem Gleichrichter und einem der Glättung der gleichgerichteten Wechselspannung
dienenden Kondensator, dem der Verbraucher parallel geschaltet ist. Während sich mit
einem Gleichrichter lediglich eine Einweggleichrichterschaltung verwirklichen läßt, können mit wenigstens
zwei Gleichrichtern sowohl Doppelweg- als auch Spannungsverdopplerschaltungen aufgebaut
werden. Zur Gleichrichtung von Wechselspannungen mit höherer Frequenz kommen praktisch nur Röhren
und Halbleiterdioden in Frage. Ihre Gleichrichtereigenschaft beruht auf einer Stromspannungskennlinie
mit einem Knick, oberhalb dessen die Diode einen geringen Durchlaßwiderstand aufweist, während
dieser Widerstand im Bereich unterhalb des Knicks um einige Zehnerpotenzen größer ist. Der
Übergang zwischen diesen beiden als Sperr- und Durchlaßbereich der Diode bezeichneten Bereiche
zeigt im allgemeinen keinen ausgeprägten Knick, sondern stellt eine Zone dar, in der der Widerstand der
Diode allmählich vom Sperrbereich zum Durchlaßbereich hin abnimmt, und zwar mit einer Potenzfunktion.
Auch wenn diese Übergangszone im Verhältnis zum gesamten Aussteuerbereich der Diode relativ
klein ist, begrenzt sie doch die Anwendung derartiger Schaltungen nach kleinen Wechselspannungen hin.
Sobald nämlich die Größe der gleichzurichtenden Wechselspannung in den Bereich der durch diese
Übergangszone bestimmten Spannung kommt, wird der Gleichrichtereffekt beeinträchtigt. Um dieser
Schwierigkeit aus dem Wege zu gehen, muß die gleichzurichtende Wechselspannung, sofern sie die
Diode nicht mehr richtig auszusteuern vermag, zunächst in einen der Gleichrichterschaltung vorgeschalteten
Wechselspannungsverstärker ausreichend verstärkt werden. Dies kann mitunter einen erheblichen
Aufwand mit sich bringen, zumal dann, wenn an den Wechselspannungsvorverstärker größere Anforderungen
an die Rauschfreiheit und die Linearität gestellt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Gleichrichterschaltung der einleitend beschriebenen
Art eine einfache Lösung anzugeben, die sie bei geringem Mehraufwand in die Lage versetzt, auch
kleine, vorzugsweise sehr kleine Wechselspannungen einwandfrei zu verarbeiten.
Ausgehend von einer Gleichrichterschaltung für Geräte und Einrichtungen der elektrischen Nachrichten-
und Meßtechnik, bestehend aus wenigstens einem vorgespannten Gleichrichter und einem Kondensator,
Gleichrichterschaltung
Anmelder:
Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, München 2, Wittelsbacherplatz 2
Als Erfinder benannt:
Klaus Boshold, München
Klaus Boshold, München
dem der Gleichstromverbraucher parallel geschaltet ist, wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch
gelöst, daß der Gleichrichter eine Diode mit einem ausgeprägten Kennlinienknick zwischen Sperr- und
Durchlaßbereich ist, daß ferner die Vorspannung der Diode für einen Arbeitspunkt unmittelbar vor dem
Durchlaßbereich bemessen ist und daß die Vorspannungsquelle einer weiteren Diode mit wenigstens
annähernd gleichen Eigenschaften wie die erstgenannte Diode besteht, der über einen Vorwiderstand
von einer Gleichspannungsquelle ein die Größe der Vorspannung bestimmender Gleichstrom
eingeprägt ist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß sich auch kleine Wechselspannungen mit Hilfe von
Halbleiterdioden einwandfrei gleichrichten lassen, wenn es gelingt, den Arbeitspunkt einer einen scharfen
Knick aufweisenden Diode mit hoher zeitlicher Konstanz für eine Stelle unmittelbar am Knick festzulegen.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Vorspannungsquelle läßt sich diese Voraussetzung in
sehr einfacher Weise erfüllen, weil hierdurch die im wesentlichen auf Temperaturschwankungen beruhenden
Änderungen der den Abstand des Knicks vom Spannungs-Null bestimmenden Schwellspannung
durch die Vorspannungsquelle selbsttätig kompensiert werden.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel zur Spannungsverdopplung nach der Erfindung, bei dem
von zwei in Reihe geschalteten T-Halbgliedern mit einem Kondensatorlängsglied und einem Gleichrichterquerglied
im ersten und einem Gleichrichterlängsglied und einem Kondensatorquerglied im zweiten
T-Halbglied Gebrauch gemacht wird, sind die beiden miteinander gleichsinnig in Reihe geschalteten Gleichrichter
wenigstens annähernd gleiche Dioden mit
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einem ausgeprägten Kennlinienknick zwischen Sperr- und Durchlaßbereich. Hierbei ist die den beiden
Dioden gemeinsame Vorspannungsquelle an den freien Anschluß der Diode im Querzweig des ersten
T-Halbgliedes angeschaltet. Die Vorspannungsquelle weist ihrerseits zwei gleichsinnig in Reihe geschaltete
Dioden gleicher Art auf, denen ein ausreichend groß bemessener Kondensator parallel liegt und denen ein
Gleichstrom eingeprägt ist, der etwa für den doppelten Wert der Arbeitspunktvorspannung einer Diode
bemessen ist.
Als Dioden werden zweckmäßig Siliciumdioden verwendet, bei denen die Ubergangszone zwischen
hoch- und niederohmigem Kennlinienast sehr klein ist, so daß hier ein relativ scharfer Kennlinienknick
vorliegt.
An Hand von Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung dargestellt sind, soll die Erfindung im
folgenden noch näher erläutert werden.
Die F i g. 1 zeigt die Stromspannungs-Kennlinie KL einer bei der erfindungsgemäßen Gleichrichterschaltung
bevorzugt verwendeten Siliciumdiode, die einen scharfen Übergang vom hochohmigen zum niederohmigen
Teil aufweist. Wird der Arbeitspunkt AP unmittelbar in diesen Übergang gelegt, so lassen sich
kleine Wechselspannungen einwandfrei gleichrichten, weil bis zu sehr kleinen Aussteuerungen der angelegten
Wechselspannung die Verfälschungen infolge eines exponentiellen Übergangs vom hochohmigen
zum niederohmigen Teil der Kennlinie KL vernachlässigbar gering sind.
Die F i g. 2 zeigt im Schaltbild eine erfindungsgemäße Gleichrichterschaltung, im wesentlichen bestehend
aus zwei gleichartigen Dioden D1 und D 2,
bei der die Diode Dl, über einen Vorwiderstand R V von einer Spannungsquelle derart stromdurchflossen
wird, daß ihr Arbeitspunkt im Kennlinienknick liegt und daß die Diode D 2, die zur Diode Dl entgegengesetzt
gepolt ist, von der an der Diode Dl abfallenden Spannung ebenfalls auf den Knickpunkt der
Kennlinie vorgespannt wird. Bei Anlegen einer kleinen Wechselspannung Z7~ an den Eingang der Schaltung
durchläuft nur die negative Halbwelle die Diode D 2 und speist den im äusgangsseitigen Querzweig
liegenden Kondensator C 2, der zur Glättung der Halbwelle dient und dem der Verbraucher RA parallel
geschaltet ist. Ein anderer möglicher Verbindungsweg derselben Halbwelle scheitert an einer
Drossel L, die in Reihe mit der Diode D1 dem Wechselspannungseingang
parallel liegt. Sie ist so bemessen, daß sie für die Wechselspannung eine Sperre
darstellt.
Da beide Dioden Dl und D 2 gleichartig sind und ihr Arbeitspunkt der gleiche ist, wird der Einfluß von
Temperaturveränderungen auf den Arbeitspunkt der Diode D 2 kompensiert.
Bei der in der Fig. 3 dargestellten Schaltung zur
Spannungsverdopplung nach der Erfindung macht die Vorspannungsquelle von zwei gleichsinnig in Serie
geschalteten gleichartigen Dioden D 3 und D 4 Gebrauch, die über den Vorwiderstand R V an eine
Gleichspannungsquelle angeschlossen ist. Der Vorwiderstand R V und die Gleichspannungsquelle sind
so dimensioniert, daß an beiden Dioden D 3 und D jeweils eine Spannung abfällt, die dem Wert ihrer
Schwellspannung entspricht, d. h. der Arbeitspunkt der Dioden für den Knickpunkt ihrer Kennlinien
festgelegt ist. Ferner ist den beiden Dioden ein Kondensator C1 parallel geschaltet, der den Innenwiderstand
der Vorspannungsquelle bei Wechselstrom kurzschließt. Die an den Dioden D 3 und D 4 abfallende
Gleichspannung spannt zwei ebenfalls gleichsinnig geschaltete Dioden D 5 und D 6, die dem
Diodenzug D 3 und D 4 entgegengesetzt gepolt sind, jeweils auf ihren Kennlinienknick als Arbeitspunkt
vor.
In ihrer Gesamtheit besteht die Schaltung nach der
ίο Fig. 3 aus zwei in Reihe geschalteten T-Halbgliedern
mit dem Kondensator C 3 als Längsglied und der Diode D 5 als Querglied im ersten und der Diode D 6
als Längsglied und der Parallelschaltung von Kondensator C 2 und dem Verbraucherin als Querglied
im zweiten T-Halbglied. Die zuvor beschriebene Anordnung
zur Vorspannung der Dioden D 5 und D 6 ist an dem freien Ende der Diode D 5 angeschlossen.
Bei Anlegen einer kleinen Wechselspannung an den Wechselspannungseingang t/~ wird die negative
Halbwelle über den Kondensator C 3 und die Diode D 6 dem Verbraucher RA unmittelbar zugeführt. Die
positive Halbwelle lädt dagegen zunächst über die hier leitende Diode DS den Kondensator C 3 auf.
Anschließend wird diese Ladung zusammen mit der folgenden negativen Halbwelle über die nunmehr
wieder leitende Diode D 6 am Kondensator C 2 im Sinne einer Spannungsverdopplung wirksam.
Da alle in der Schaltung vorhandenen Dioden gleichartig und für denselben Arbeitspunkt festgelegt
sind, wird der Einfluß von Temperaturschwankungen auf die Lage des Arbeitspunktes der Dioden
D 5 und D 6 durch die den gleichen Temperaturschwankungen
unterworfenen Dioden D 3 und D 4 der Vorspannungsquelle kompensiert.
Claims (3)
1. Gleichrichterschaltung für Geräte und Einrichtungen der elektrischen Nachrichten- und
Meßtechnik, bestehend aus wenigstens einem vorgespannten Gleichrichter und einem Kondensator,
dem der Gleichstromverbraucher parallel geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gleichrichter eine Diode mit einem ausgeprägten Kennlinienknick zwischen Sperr-
und Durchlaßbereich ist, daß ferner die Vorspannung der Diode für einen Arbeitspunkt unmittelbar
vor dem Durchlaßbereich bemessen ist und daß die Vorspannungsquelle aus einer weiteren
Diode mit wenigstens annähernd gleichen Eigenschaften wie die erstgenannte Diode besteht, der
über einen Vorwiderstand von einer Gleichspannungsquelle ein die Größe der Vorspannung bestimmender
Gleichstrom eingeprägt ist.
2. Gleichrichterschaltung nach Anspruch 1 zur Spannungsverdopplung unter Verwendung von
zwei in Reihe geschalteten T-Halbgliedern mit einem Kondensatorlängsglied und einem Gleichrichterquerglied
im ersten und einem Gleichrichterlängsglied und einem Kondensatorquerglied im zweiten T-Halbglied, dadurch gekennzeichnet, daß
beide miteinander gleichsinnig in Reihe geschalteten Gleichrichter wenigstens annähernd gleiche
Dioden mit einem ausgeprägten Kennlinienknick zwischen Sperr- und Durchlaßbereich sind, daß
ferner die beiden Dioden gemeinsame, an den freien Anschluß der Diode im Querzweig des
ersten T-Halbgliedes angeschaltete Vorspannungs-
quelle zwei wenigstens annähernd gleiche und gleichsinnig in Reihe geschaltete Dioden gleicher
Art aufweist, denen ein ausreichend groß bemessener Kondensator parallel liegt, und daß der in
diese Diodenreihenschaltung eingeprägte Gleichstrom für etwa den doppelten Wert der Arbeitspunktvorspannung
einer Diode bemessen ist.
3. Gleichrichterschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dioden
Siliciumdioden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 639/180 8. 67 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1966S0101434 DE1248751B (de) | 1966-01-13 | 1966-01-13 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1966S0101434 DE1248751B (de) | 1966-01-13 | 1966-01-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1248751B true DE1248751B (de) | 1967-08-31 |
Family
ID=603081
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1966S0101434 Pending DE1248751B (de) | 1966-01-13 | 1966-01-13 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1248751B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2227991A1 (de) * | 1971-06-08 | 1973-01-04 | Rca Corp | Detektorschaltung |
| DE2547550A1 (de) * | 1974-10-31 | 1976-05-20 | Ates Componenti Elettron | Spannungswandlerschaltung |
-
1966
- 1966-01-13 DE DE1966S0101434 patent/DE1248751B/de active Pending
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| DE2547550A1 (de) * | 1974-10-31 | 1976-05-20 | Ates Componenti Elettron | Spannungswandlerschaltung |
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