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DE1248687B - Verfahren zum Herstellen langsam wirkender Düngemittel - Google Patents

Verfahren zum Herstellen langsam wirkender Düngemittel

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Publication number
DE1248687B
DE1248687B DENDAT1248687D DE1248687DA DE1248687B DE 1248687 B DE1248687 B DE 1248687B DE NDAT1248687 D DENDAT1248687 D DE NDAT1248687D DE 1248687D A DE1248687D A DE 1248687DA DE 1248687 B DE1248687 B DE 1248687B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fertilizers
component
fertilizer
aqueous
coating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1248687D
Other languages
English (en)
Inventor
Ludwigshafen/Rhem Dr Karl Opp Heidelberg Dr Otthemnch Detmer Mannheim Dipl -Landw Dr Johann Jung Limburgerhof Dr Bernhardt Lehmann f Heidelberg Dr Hemz Pohlemann Limburgerhof Dr Heinrich Diekmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG
Publication date
Publication of DE1248687B publication Critical patent/DE1248687B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G5/00Fertilisers characterised by their form
    • C05G5/30Layered or coated, e.g. dust-preventing coatings
    • C05G5/37Layered or coated, e.g. dust-preventing coatings layered or coated with a polymer

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES 4VraS PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C05d
/lic
C05c
C 05G-3/00 - b
DeutscheKL: 16-6
Nummer: 1248687
Aktenzeichen: B 68297IV a/16 Anmeldetag: 3. August 1962 Auslegetag: 31. August 1967
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen langsam wirkender Düngemittel durch Überziehen von Düngemitteln mit härtbaren Überzugsmitteln, die ein Aminoplastvorkondensat und Polymerisate von Acrylaten bzw. Methacrylaten enthalten, und Härten der aufgebrachten Überzugsmittel.
Es wurde gefunden, daß man langsam wirkende Düngemittel durch Überziehen von Düngemitteln mit härtbaren Überzugsmitteln, die ein Aminoplastvorkondensat sowie Polymerisate von Acrylaten bzw. Methacrylaten enthalten, und Härten der Überzugsmittel dann mit besonderem Vorteil herstellt, wenn man als Überzugsmittel wäßrige Lösungen verwendet, die in gelöster Form ein Gemisch bzw. Vorkondensat enthalten aus
(1) 20 bis 80 Gewichtsprozent mindestens eines wasserlöslichen oder weitgehend wasserverträglichen härtbaren Aminoplastvorkondensats und
(2) 80 bis 20 Gewichtsprozent eines in wäßrigem ao Ammoniak oder in einer wäßrigen Aminlösung löslichen Mischpolymerisats aus
Verfahren zum Herstellen lan] Düngemittel
«der
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein Als Erfinder benannt: Dr. Heinrich Diekmann, Ludwigshafen/Rhein; Dr. Karl Opp, Heidelberg; Dr. Ottheinrich Detmer, Mannheim; Dipl.-Landw. Dr. Johann Jung, Limburgerhof; Dr. Bernhardt Lehmann t, Heidelberg; Dr. Heinz Pohlemann, Limburgerhof
(a) 50 bis 90 Gewichtsprozent eines Esters der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit einem einwertigen, nicht polymerisierbaren Alkohol oder eines Gemisches solcher Ester,
(b) S bis 30 Gewichtsprozent einer Λ,/5-äthylenisch ungesättigten Mono- oder Dicarbonsäure oder eines Gemisches solcher Carbonsäuren und
(c) 2 bis 45 Gewichtsprozent anderer monomerer copolymerisierbarer Verbindungen.
In der bevorzugten Ausführungsform ist die Aufbaukomponente (2 c) ein Monoester der Acrylsäure bzw. Methacrylsäure mit einem zwei- bzw. höherwertigen Alkohol oder ein N-Alkylolamid der Acrylsäure bzw. Methacrylsäure oder ein Äther eines N-Alkylolamids der Acrylsäure bzw. Methacrylsäure.
Es ist bekannt, Düngemittel mit Kondensaten oder Polymerisaten zu behandeln, um ihre Eigenschaften zu verändern, insbesondere ein besseres Granulieren der Düngemittel oder ein Zusammenkleben der Düngemittelkörner untereinander zu verhindern. So ist in der belgischen Patentschrift 600133 angegeben, zum Verhindern des Verbackens Düngemittelgranulate mit einer Lösung von Polyoxyalkylenen oder Polysiloxanen in organischen Lösungsmitteln zu behandeln. Nach der deutschen Patentschrift 956 959 werden zum verbesserten Granulieren die Düngemittel vor dem Herstelleo der Körner im Granulator mit einer wäßrigen Lösung von Polymerisaten oder
»5 Mischpolymerisaten einer äthylenisch ungesättigten Carbonsäure vermischt. Die deutsche Auslegeschrift 1075 642 beschreibt den Auftrag von bestimmten kationenaktiven Aminen bzw. deren Salzen auf die Düngemittel, um nichtklumpende Düngemittel her zustellen. In der britischen Patentschrift 750 809 ist ein Verfahren zum Behandeln hygroskopischer Stoffe angeführt, in dem diese mit bestimmten Polymerisaten von Vinylverbindungen versetzt oder mit bestimmten monomeren Vinylverbindungen vermischt werden, die dann polymerisiert werden. Zur Verhinderung eines Verbackens von Düngemitteln werden nach dem Verfahren der britischen Patentschrift 785 645 und der USA.-Patentschrift 2 502 996 diese mit einem Harnstoff-Formaldehyd-Kondensat ver mischt oder besprüht. Praktisch die gleiche Maß nahme wird nach den deutschen Patentschriften 1062 713, 1072 256 durchgeführt, um nicht erhärtenden und nichtstäubenden Kalkammonsalpeter herzustellen. Die· Wirkung der hierbei erhaltenen Dünge- mittel im Boden zeigt gegenüber der Wirkung von nicht behandelten Düngemitteln jedoch keinerlei Unterschiede (deutsche Patentschrift 1062 713, Spalte 3, Zeilen 9 bis 42), weshalb das Verfahren zur Herstellung von langsam wirkenden Dünge mitteln nicht geeignet scheint. Die Patentschrift 19 427 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands
709 639/»?
3 4
hat ein Verfahren zur Herabsetzung der Hygrosko- Lösungsmitteln zu verzichten. Irgendwelche Vorpizität von wasserlöslichen Stoffen durch Behandeln behandlungen der granulierten oder stückigen Düngemit partiellen, wasserunlöslichen Estern aus lang- mittel sind ebensowenig erforderlich wie das abkettigen Fettsäuren und Alkoholen zum Gegenstand. wechselnde Auftragen von lipophilen Schichten und Alle genannten Verfahren haben jedoch nicht die 5 den die Nährstoffabgabe regulierenden Schichten. Herstellung langsam wirkender Düngemittel zur Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhal-Zielsetzung und unterscheiden sich auch in den tenen Überzüge besitzen diejenigen physikalischen, Maßnahmen vom erfindungsgemäßen Verfahren. chemischen und mikrobiologischen Eigenschaften,
Es ist zwar auch bekanntgeworden, zur Erzielung die eine zeitlich genau regulierbare Nährstoffanliefevon Düngemitteln mit Depotwirkung geeignete Über- io rung an die verschiedenen Pflanzensorten entsprechend zugsmittel auf Düngemittel aufzubringen, doch haben ihren Wachstumsbedingungen und entsprechend untersie verschiedene Nachteile. Nach den Angaben in schiedlichen Bodenverhältnissen gestatten. Ein weiterer der britischen Patentschrift 815 829 können Dünge- Vorteil des neuen Verfahrens ist, daß man in einem mittel mit einem Überzug aus polymeren Stoffen einzigen kontinuierlichen Arbeitsgang in verschiedenen verseheS werden, indem man Düngemittel zunächst 15 Abmischungen oder, falls gewünscht, sogar mit einer mit einem anorganischen Stoff, wie Gips, vorbehan- einzigen Abmischung die Düngemittel überziehen delt und anschließend mit einem wasserunlöslichen kann. Auch mehrere Beschichtungen sind möglich, Stoff überzieht oder mit einem polymerisierbaren wenn man dem unbehandelten Granulat während Stoff, der auf dem Düngemittel zu einem wasser- seines Durchgangs durch die Beschichtungsapparatur unlöslichen Stoff polymerisiert. Als Stoffe sind Vinyl- ao an aufeinanderfolgenden Durchgangsstellen bestimmte verbindungen oder deren Polymerisate sowie Proteine Anteile der insgesamt aufzutragenden innerlich plastigenannt. Die französische Patentschrift 1 270 910 fizierten Harzmischung zusetzt,
hat langsam wirkende Düngemittel, die mit einer Als Aminoplastkomponente (1) eignen sich für mehrschichtigen, wasserunlöslichen Umhüllung ver- die erfindungsgemäßen Überzugsmittel die üblichen, sehen sind, zum Gegenstand. Dabei wird in Über- »5 aus einem Aldehyd, vorzugsweise Formaldehyd, und einstimmung mit den Angaben der deutschen Patent- damit kondensierbaren stickstoffhaltigen Stoffen aufschrift 1062 713 festgestellt, daß ein Überziehen gebauten, nicht gehärteten Harze bzw. deren Oligoder Düngemittel mit einer oder sogar zwei Schichten mere sowie in einigen Fällen auch die entsprechenden eines Aminoplastkondensats auf die Geschwindigkeit Monomeren. Brauchbare Aminoplastvorkondensate der Nährstoffabgabe von nur sehr geringem Einfluß 30 lassen sich z. B. unter Verwendung von Harnstoff, ist (Seite 7, von der linken auf die rechte Spalte über- Thioharnstoff, Melamin, Benzoguanamin, o-Phenylengreifender Absatz). Dementsprechend wird gefordert, bis-(2,4-diaminotriazin-l,3,5), Amelin, Guanidin, Didaß Düngemittel, die mit einer Schicht eines Amino- cyandiamid, Glyoxalureinen, wie Glyoxal-di- und plastkondensats überzogen sind, mit einer zusatz- -monourein, N,N'-Dimethylharnstoff sowie von Sublichen oberen wasserunlöslichen Schicht, unter ande- 35 stitutionsprodukten und Derivaten der genannten rem aus trocknenden ölen oder einem Alkydharz, Verbindungen gewinnen. Die Herstellung derartiger überzogen werden. Zudem wird zwingend vorge- Aminoplastvorkondensate erfolgt nach den üblichen schrieben, daß bei Überzugsmitteln, die ein Lösungs- Methoden der Aminoplastchemie. Für den Gegenmittel enthalten, dieses leicht flüchtig sein muß. stand der vorliegenden Erfindung sind solche Amino-
Es ist ein Nachteil dieser Verfahren, daß die Mit- 40 plastvorkondensate besonders geeignet, die gegebenen-
verwendung organischer Lösungsmittel zusätzliche falls neben Harnstoff oder auch anderen Amino-
Einrichtungen zu ihrer Entfernung bedingt und gruppen enthaltenden Verbindungen als wesentlichen
Gefahren beim Trocknen der überzogenen Dünge- Bestandteil Di- und/oder Triaminoverbindungen der
mittelkömer mit heißen Gasströmen mit sich bringt. 1,3,5-Triazinreihe enthalten. Hierbei kann das Amino-
Es ist ferner umständlich, die Düngemittel erst vor- 45 plastvorkondensat mit ein- oder mehrwertigen Alko-
zubehandeln oder zum Beschichten wechselnde ehe- holen veräthert sein. Bevorzugt sind Vorkondensate,
mische Substanzen zu verwenden. deren Methylolgruppen ganz oder teilweise mit
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Her- Methanol veräthert sind.
stellung langsam wirkender Düngemittel unter Ver- Die Mischpolymerisatkomponente (2) kann nach
wendung wäßriger Lösungen, in denen die Amino- 50 bekannten Methoden, z. B. durch Substanz-, Emul-
plastvorkondensat- und die Polyacrylat- bzw. Poly- sions- oder Lösungspolymerisation, hergestellt sein.
methacrylat-Komponente in den angegebenen Men- Sie muß 50 bis 90 Gewichtsprozent der Esterkompo-
gen als Gemisch bzw. Vorkondensat und in gelöster nente (a), 5 bis 30 Gewichtsprozent der Säurekompo-
Form vorliegen, werden diese Nachteile vermieden. nente (b) und 2 bis 45 Gewichtsprozent der Co-
Es ist überraschend, daß man die meist sehr gut 55 Monomerenkomponente (c) enthalten,
wasserlöslichen und hygroskopischen Düngemittel Als Esterkomponente (a) eignen sich z.B. die
mit den erfindungsgemäß verwendeten wäßrigen Ester der Acryl- und Methacrylsäure einwertiger,
Lösungen unter bestimmten Bedingungen behandeln aliphatischer oder alicyclischer Alkohole mit bis zu
kann, ohne daß die Düngemittelkörner aufgelöst 12 C-Atomen. Bevorzugt verwendet man die Acryl-
werden. Dies ist auf die sehr schnelle Kondensation 60 ester oder Methacrylester des Methanols, Äthanols,
der innerlich plastifizierten Harze zurückzuführen. Propanols, n-Butanols oder seiner Isomeren, des
Die Filmbildung auf der Oberfläche der Dünge- 2-Äthylhexanols, Cyclohexanols oder Gemische dieser
mittelkömer erfolgt dabei so rasch, daß die einzelnen Ester.
Körner nicht miteinander verkleben. Die als wäßrige Als Säurekomponente (b) kommen z. B. Acryl-,
Lösungen angewendeten Mischungen sind so weit 65 Methacryl-, Croton-, Itacon-, Malein· und Fumar-
vorkondensiert oder vorpolymerisiert, daß sie zwar säure oder die Halbester der zweiwertigen Säuren
schnell härten, aber noch wasserlöslich sind, so daß in Betracht. Bevorzugt sind Acryl- und Methacryl-
es möglich ist, auf die Verwendung von organischen säure zu verwenden.
5 6
Als monomere copolymerisierbare Verbindungen (c), wie Olykolmonoacetat, Äther oder Ketone. Gefärbte
die in Mengen von 2 bis 45 Gewichtsprozent den Produkte lassen sich in einfacher Weise dadurch
Mischungen zugesetzt werden, können beispielsweise erhalten, daß man zu den Lösungen Pigmente oder Acrylnitril, Vinyläther, Vinylester, Vinyl- und Vi- lösliche Farbstoffe gibt. Es kann auch zweckmäßig
nylidenhalogenide, Vinyllactame, C- und N-Vinyl- 5 sein, den erfindungsgemäßen Lösungen Substanzen
amine, die neutralisiert oder quatemisiert sein kön- zur Verbesserung des Verlaufs und der Filmbildung,
nen, Vinylsulfamide und deren Derivate, Vinylsulfone, wie Glykoläther, Acetale, Glykole, Dimethylform-
Vinylaromaten, wie Styrol oder die isomeren Methyl- amid, Sulfone, Sulfoxyde, Diacetonalkohol, zuzu-
styrole, sowie andere ungesättigte Kohlenwasserstoffe setzen. Weiterhin können die wäßrigen Lösungen
und sonstige, eine polymerisierbare Doppelbindung io Korrosionsschutzmittel und die bei Aminoplasten
enthaltende Substanzen, sofern sie mit den Haupt- üblichen Härtungskatalysatoren enthalten. Wichtig
komponenten mischpolymerisieren, Verwendung fin- ist bei den Zusätzen, daß die Mischungen ihren
den. Besonders geeignet sind in diesem Zusammen- Charakter als wäßrige Lösungen des Überzugsmittels
hang Monoester der Acryl- und Methacrylsäure mit nicht verlieren und die durch Wasser erreichten
Glykolen, wie Äthylenglykol, den Isomeren des 15 guten Eigenschaften, wie z. B. Ungiftigkeit und Propylenglykols, den Isomeren des Butandiols sowie Unbrennbarkeit, nach Möglichkeit erhalten blei-
auch den isomeren Pentan- und Hexandiolen. Auch ben.
die Monoester der Acrylsäure bzw. Methacrylsäure Die Mischungen aus" den Aminoplastvorkonden-
mit dreiwertigen Alkoholen, wie Glycerin oder Tri- säten und den Mischpolymerisaten können nach den
methylolpropan, lassen sich oft mit Erfolg verwenden. *o üblichen Methoden, z. B. durch Sprühen oder Gießen,
Schließlich sind auch die Monoester der Acryl- bzw. unmittelbar auf die granulierten oder stückigen Methacrylsäure mit vier- und höherwertigen Aiko- Düngemittel aufgebracht werden. Hierzu lassen sich
holen, wie Pentaerythrit, verwendbar. Besonders die üblicherweise in Düngemittelfabrikationsbetrieben
geeignet sind auch die Acryl- und Methacrylamide vorhandenen Einrichtungen, wie Rühraggregate,
oder deren N-Alkylolderivate mit 1 bis 4 C-Atomen as Drehtrommeln, Wirbelschichtapparaturen, Schüttel-
im Alkylolrest, die durch Alkohole mit 1 bis 4 C-Ato- riemen, Schüttelsiebe, Transportschnecken, Hauer-
men veräthert sein können. Die Oxyester oder die schnecken, Fallschächte und Spritztürme, verwenden.
Säureamide und deren Derivate sind die wichtigste Die wäßrigen Lösungen der Mischungen können als Gruppe innerhalb der monomeren copolymerisier- Flüssigkeitsstrahl, in Form feiner Tröpfchen oder
baren Verbindungen (c); ihrer Art und Menge ist 30 als Aerosol zugefügt werden. Man kann die Härtung
daher besondere Aufmerksamkeit zu widmen. der Aminoplastkomponente (1), die unter Reaktion
Es wurde beobachtet, daß man bei einem relativ mit der Komponente (2) stattfindet, in bekannter hohen Gehalt des Mischpolymerisats (2) an der Weise bewirken, z. B. durch Anwendung erhöhter Säurekomponente (b) oftmals spröde Überzüge erhält, Temperatur oder durch Schaffung eines sauren so daß man im allgemeinen nur solche Mengen an 35 Mediums; z. B. erhält man durch Erwärmen der Carbonsäuren in das Mischpolymerisat einbauen überzogenen Granulate oder Stücke auf Temperawird, wie zur Erzielung einer ausreichenden Löslich- türen zwischen 60 und 1500C, vorzugsweise 105 bis keit in wäßrigem Ammoniak oder in einer wäßrigen 12O0C, über eine Zeit von etwa 2 bis 20, vorzugsweise Aminlösung nötig ist. Allgemein läßt sich sagen, 5 Minuten unlösliche, gegen Wasser beständige eladaß der Carbonsäureanteil (b) um so höher sein 4« stische und harte Überzüge.
muß, je länger die Kohlenwasserstoffreste der Ester- Gegebenenfalls empfiehlt es sich, durch ein- oder
komponente (a) sind. mehrmaliges Wiederholen des Prozesses mehrere der
Die Reaktionsfähigkeit des Mischpolymerisats (2) gleichen Umhüllungsschichten aufzubringen. Hierund damit die Möglichkeit, die Arbeitstemperatur durch können auf Grund der bestimmten chemischen beim Überziehen herabzusetzen, wird in praktisch 45 Zusammensetzungen der Überzüge die Eigenschaften allen Fällen um so größer, je mehr Oxyester ein- der langsam wirkenden Düngemittel in genau der gebaut ist. Ein maximaler Anteil dieser Komponente Weise abgewandelt werden, wie sie die landwirtist jedoch dadurch gegeben, daß die Überzüge an schaftlichen Sachverständigen festsetzen. Wasserfestigkeit verlieren, wenn sie zu viele Hy- Als Düngemittel, die erfindungsgemäß mit Kunstdroxylgruppen enthalten. 50 stoffen überzogen werden, kommen beispielsweise
Die Komponente (2) kann mit dem Aminoplast- Volldünger vom NPK-Typ in Frage, ferner anorga-
vorkondensat (1) teilweise vorkondensiert sein. nische Salze, wie Kalksalpeter, Kalkammonsalpeter
Die für die Beschichtung der Düngemittelgranulate bzw. Mischungen von Ammonnitrat mit Calcium-
zu verwendenden Lösungen können z. B. mit Vorteil carbonat, Natronsalpeter, Kaliumchlorid, Kalium-
so hergestellt werden, daß eine wäßrige Lösung des 55 sulfat, Kaliumphosphat, Ammonnitrat, Ammonchlo-
Aminoplastvorkondensats (1) und eine wäßrige ammo- rid, Ammonsulfat, Ammonphosphat, Thomasphos-
niakalische oder wäßrige aminhaltige Lösung der phat und Superphosphatsorten, ferner Harnstoffe
Komponente (2) in solchen Mengen zusammen- und Derivate des Harnstoffs oder Mischungen der
gegeben werden, daß die Mengenverhältnisse der genannten Stoffe. Die zu umhüllenden Düngemittel
beiden Komponenten dem gewünschten Feststoff- 60 können auch ganz oder teilweise pflanzlicher oder
verhältnis entsprechen. Die Menge des Lösungsmittels tierischer Herkunft sein, beispielsweise Hornmehl,
kann in weiten Grenzen schwanken. Aus praktischen, Blutmehl, Abfälle der Lederverarbeitung, verschiedene
z.B. verarbeitungstechnischen Gründen wird man eiweißhaltige Abfälle bzw. Produkte wie Casein,
im allgemeinen Lösungen verwenden, die 30 . bis Torfmischdüngemittel und Rizinusschrot.
80 Gewichtsprozent Überzugsmittel enthalten. 65 Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente
Mitunter ist es von Vorteil, den wäßrigen Lösungen sind Gewichtseinheiten. Die folgenden Vergleichsmit Wasser mischbare organische Lösungsmittel zu- beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu bezusetzen, z. B. Alkohole, wie Äthanol, oder Ester, grenzen.
DENDAT1248687D Verfahren zum Herstellen langsam wirkender Düngemittel Pending DE1248687B (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2409247A1 (fr) * 1977-11-21 1979-06-15 Revertex South Africa Composition de regulation de la solubilite d'adjuvants des sols
DE3212858A1 (de) * 1982-04-06 1983-10-06 Lentia Gmbh Verfahren zur verbesserung der lagerfaehigkeit von duengemittelgranulaten
AT375061B (de) * 1982-04-09 1984-06-25 Chemie Linz Ag Verfahren zur verbesserung der lagerfaehigkeit von duengemittelgranulaten auf ammonitratbasis
US4722865A (en) * 1984-04-27 1988-02-02 Nederlandse Centrale Organisatie Voor Toegepast-Natuurwetenschappelijkond erzoek Poly(meth)acrylic network coated biologically or chemically active substrate and method of making same

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