DE1248349B - Verfahren zur moeglichst genauen Einstellung des Temperaturkoeffizienten der Eigenfrequenz von metallischen mechanischen Schwingern - Google Patents
Verfahren zur moeglichst genauen Einstellung des Temperaturkoeffizienten der Eigenfrequenz von metallischen mechanischen SchwingernInfo
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- H03H3/007—Apparatus or processes specially adapted for the manufacture of impedance networks, resonating circuits, resonators for the manufacture of electromechanical resonators or networks
- H03H3/013—Apparatus or processes specially adapted for the manufacture of impedance networks, resonating circuits, resonators for the manufacture of electromechanical resonators or networks for obtaining desired frequency or temperature coefficient
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- Transducers For Ultrasonic Waves (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLANiD DEUTSCHES fllV PATENTAMT
Ini.C:
Nummcr
Aktenzeichen:
Anmcldctag;
Auslege tag:
1243349
V 23975 IX a/42 s
23.Aprfll963
24.Augurt 1967
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur
möglichst genauen Einstellung des TcmpenituikoefB·
zicntcn der Eigenfrequenz (ΓΚΛ von mechanischen
mctanischeo Schwingern auf am Wert Noll oder
emeu vorgegebenen kleinen positiven oder negativen s
Wert
Bekanntlich werden elektrische SchwingelerDeoie
in zunehmendem MaBe durch mechanische Schwinger erselzl. Der Einsatz von mechanischen Schwingern wird unier anderem deshalb für vorteflhaft je-
lallen, weil bei einer Reihe von metallischen Werk·
stoffen der Tcmpcraturkocffiaeni der Eigenfrequenz
sehr kleb gwnacht werden kann, so daß ein solcher mechanischer Schwinger im Gegensatz zu elektrischen
Schwingkreisen von einem Tcmpcraturwechsel to
seiner immittelbaren Umgebung our wenig beeinflußt wird.
Ei sind z. B. mechanische Schwingclcmcntc aas
meiallJscbcr Legierung auf Nickcl-Ehen-Baris mit
Morybdinznsatz bekannt. Diese Legierungen weisen
nach geeigneter Verarbeitung einen sehr kleinen Tempera tür koefftzlcnten der Eigenfrequenz (2"JQ mit
etwa 5 bis 10· 1O-0Z0C m einem Temperatarinlfirvall von etwa -60 bi$ +IA)0C auf.
Bei den bisher benutzten Verfahren zur Herstellung von mechanischen Schwingern oder Resonatoren aus geeignetem Sthwmßcrwcrkstofi mit vor
Vcrfahrcn zur möglichst genauen Einstellung des
TemperatuTkoeffizienten dec Eigenfrequenz von
metallischen mechaoJschea Schwingern
Anmelden
VACUUMSCHMELZE
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Hanau/M., Grüner Weg 37
Als Erfinder benannt:
Lothar Jung, Hanau/M.
gg Schwingfrequeoz und bestimmter Tempc-
raturabhingigkeit der Schwingfrequenz wurden die
Tetnperarurkoctüzlcntcn durch eine entsprechende
abechlicßcndc Wärmebehandlung an des gewünschten Wert des Tcmpcraturkoeffizknten angenähert.
Es zeigte »ch aber, daß durch icrtignngstcchnischc
Maßnahmen bei der Werkstoff- and ScfawingerbersleUung Streuungen der Wcrkstoffeiieoichafteo, 3S
wie sie z. B. fan Hinblick auf die Schallgeschwindigkeit und den Tenaperaturkociflkntcn, nicht zu rermeidcn waren.
Nach dem Stand der Technik wird der Sticoung
der Schallgeschwindigkeit dadurch Rechnung ge* tragen, daß z. B. beim Frcquenzabgleich der
Schwtngelentente die Schwankungen der Schallgeschwindigkeit durch eine individuelle Korrektor
der Lange des Schwingerkörpers kompensiert werden.
Dagegen konnten Streuungen des Temperaturkocffeicritcn der Eigenfrequenz von Schwingern, die
aus dem gleichen Material hergestellt waren, bisher nicht ausgeglichen werden.
Nach einem älteren Vorschlag wird beim Aufbau von Schwingern die Einstellung des Temperaturkocfnzjcntcn auf einen vorgegebenen Wert dadurch
erreicht, daß man die Anisotropie des Tcmperaiur
koefftoentcn ausnutzt Bei diesen Verfahren wird
der Verlauf der Anisotropie des Temperatnrkocffizicntcn in Abhängigkeit vom Winkel zur WaIznchtung innerhalb eines Blcchstreifcns bestimmt und
das Material fur das Scbwingeiemcot dann unter
einem solchen Winkel zur Walzricbtung aus dem Blechstreifen entnommen, daß der gewünschte Wert
des TcmpcTBtuTkocffizictHcn erhatten wird.
Dieses ältere Verfahren laßt steh jedoch nicht
bei bereits vorgefertigten mechanischen Schwing· elementen benutzen, sondern nur bei Bändern und
Blechen. Es ist aber fur RundmcUll als Aasgangs·
werkstoff nicht geeignet. FUr die Herstellung voa Schwingerkörpern ist Jedoch vielfach die Verwendung von Rundmctall vortcübaft.
Eiflndungagem&ß werden in den aus einer Legierung aas etwa 40»/« Nickel, etwa 9*/· Molybdän,
etwa 0,5·/· Beryllium, etwa 0,7*/· Mangan, etwa 0,4·/« Silizium und Rest Eisen hergestellten Schwin·
gcrkörpcrn zwischen Mantclfl^chco und Kcrnzoncn
Inhomogenitäten hervorgerufen, indem aus dem Gußbarren der angegebenen Legierung über Warm·
uod gegebenenfalls Kaltverformung ein Rundstab hergestellt, dieser bei einer Temperaair voa etwa
10500C in Wasserstoffatmosphärc zur Homogenisierung geglüht, anschließend an Luft abgekühlt,
darauf gegebeaenfalts kaltverfottnt und danach etwa
30 Minuten bei etwa 600 bis 700° C in Wasserstoff· atmosphäre angelassen wird und in dem von dem
auf die gewünschte Länge geschnittenen Schwingerkörper die Mantclflächcnschicht ganz oder teilweise
so stark abgetragen, bzw. der Kern so weit ausgebohrt wird, bis sich der Temperaturkoeffizient auf
den gewünschten Wert vergrößert bzw. verkleinert hat.
THfWOD
3 4
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen näher kristallograpsichen Gefugeanordnung zurückführen
erläutert. lassen. Die Mantelfläche des mit derartigen In-
Abb. 1 zeigt den Querschnitt des erfindungs- homogenitäten hergestellten Schwingelementes wird,
gemäßen Schwingelementes in Form eines Rund- wie vorstehend bereits ausgeführt, abgetragen oder
Stabes. Mit da ist der Anfangsaußendurchmesser und 5 der Kern des Stabes achsparallel ausgebohrt, um das
mit de der Enddurchmesser bezeichnet, der sich nach Verhältnis der Inhomogenitäten zu ändern und damit
Abtragen der Mantelschicht ergibt; den TKS des Schwingelementes innerhalb eines ge-
A b b. 2 zeigt in einer allgemeinen grafischen Dar- wissen Bereiches in gewünschter Weise zu variieren,
stellung die Abhängigkeit des TK1 vom Verhält- In den folgenden Beispielen wird das erfindungs-
nis de: da eines Rundstabes; io gemäße Verfahren zur Einstellung eines vorgege-
A b b. 3 zeigt die Längsansicht eines Rundstabes. benen TKf in Schwingelementen veranschaulicht.
Mitl ist die Länge des Stabes, mitdfl der anfäng- Zugleich wird in den Beispielen ausgeführt, wie im
liehe Außendurchmesser und mit de der Enddurch- Zusammenhang mit der Einstellung eines bestimmten
messer nach Abtragen der Mantelschicht bezeichnet; TKf auch die Sollfrequenz der Schwingelemente ein-
A b b. 4 zeigt in grafischer Darstellung die Ab- 15 gestellt werden kann. Die Einstellung der SoIlhängigkeit
des TK1 vom Verhältnis de: da des im frequenz durch Änderung der Schwingerlänge ist
Beispiel 1 behandelten Rundstabes von 8 mm An- bekannt; denn nach der Gleichung, z. B. für Torfangsdurchmesser;
sionsschwinger:
Abb. 5 zeigt in grafischer Darstellung die Ab- .—
hängigkeit des TKf vom Verhältnis de: da des im 20 /— ]/ ,
Beispiel 2 behandelten Rundstabes von 6 mm An- 2 / [' ρ
fangsdurchmesser;
fangsdurchmesser;
A b b. 6 zeigt in grafischer Darstellung die Ab- in der / die Eigenfrequenz, / die Schwingeriänge,
hängigkeit des TKf vom Verhältnis des inneren G den Schubmodul und ρ die Dichte des Schwinger-Durchmessers
di zum äußeren Durchmesser da des 25 materials bedeutet, ist die Eigenfrequenz umgekehrt
im Beispiel 3 behandelten, 9 mm dicken und mit proportional der Schwingerlänge,
einer zentralen Bohrung versehenen Rundstabes; Das den nachstehenden Beispielen 1 bis 3 zu-
einer zentralen Bohrung versehenen Rundstabes; Das den nachstehenden Beispielen 1 bis 3 zu-
A b b. 7 zeigt den Querschnitt des im Beispiel 3 gründe liegende Material für die Schwingelemente
behandelten Rundstabes mit dem Außendurch- besteht aus einer aushärtbaren Nickel-Eisen-Le-
messer da und mit dem Innendurchmesser d{. 30 gierung mit 40,5% Nickel, 9,02% Molybdän, 0,5%
Das allgemeine Erfindungsprinzip läßt sich bei- Beryllium, 0,7% Mangan, 0,4% Silizium, Rest
spielhaft an Hand der Abb. 1 und 2 erläutern. In Eisen.
A b b. 1 wird der Querschnitt eines solchen Schwing- Beispiel 1
elementes in Form eines Rundstabes gezeigt. Dieser ^
Rundstab hat einen anfänglichen Außendurch- 35 Es sei ein Biegeschwinger in Form eines Rundmesser
da, der im Laufe einer Mantelflächen- Stabes nach A b b. 3 mit einem TKf
<C · 10~7/° C abtragung auf einen Enddurchmesser de absinkt. und einer Sollfrequenz von 10 kHz zu erstellen.
Verfolgt man den TKf eines solchen Rundstabes mit Hierzu wurde die obige Legierung erschmolzen abnehmendem Durchmesser, indem man das Ab- und aus dem Gußbarren über entsprechende Warmtragen der Mantelfläche periodisch unterbricht und 40 und Kaltverformungen ein Rundstab mit 9 mm den Wert des TKf feststellt, so erhält man z. B. die Durchmesser hergestellt. Der Draht wurde 1 Stunde in A b b. 2 wiedergegebene Abhängigkeit des TKf bei 1050° C in einer Wasserstoffatmosphäre gevon dem Durchmesserverhältnis de : da in Form glüht. Anschließend wurde an Luft abgekühlt und einer durch die Punkte α und b gehende Kurve. eine Kaltverformung von 21% vorgenommen, so
Verfolgt man den TKf eines solchen Rundstabes mit Hierzu wurde die obige Legierung erschmolzen abnehmendem Durchmesser, indem man das Ab- und aus dem Gußbarren über entsprechende Warmtragen der Mantelfläche periodisch unterbricht und 40 und Kaltverformungen ein Rundstab mit 9 mm den Wert des TKf feststellt, so erhält man z. B. die Durchmesser hergestellt. Der Draht wurde 1 Stunde in A b b. 2 wiedergegebene Abhängigkeit des TKf bei 1050° C in einer Wasserstoffatmosphäre gevon dem Durchmesserverhältnis de : da in Form glüht. Anschließend wurde an Luft abgekühlt und einer durch die Punkte α und b gehende Kurve. eine Kaltverformung von 21% vorgenommen, so
Das Sehwingelement besitzt nach A b b. 2 mit 45 daß ein Draht mit 8,0 mm Durchmesser vorlag. An
einem Außendurchmesser da einen negativen Tempe^ einer Probe des so behandelten 8 mm starken
raturkoeffteienten, der dem Punkt α der Kurve in Drahtes wurde die Mantelfläche abgetragen und
A b b. 2 entspricht. Durch Abtragen der Mantel- der TKf bestimmt. A b b. 4 zeigt die Abhängigkeit
fläche wird der Betrag des negativen Temperatur- des TKf von dem Verhältnis d6 : da. Der obenkoeffizienten
verhältnismäßig rasch kleiner, um bei 50 benannte Draht mit einem da — 8 mm besaß einen
einem bestimmten Verhältnis de: da am Punkt b in negativen TKf von etwa — 1 · 10~e/° C entsprechend
A b b. 2 durch Null zu gehen. Ein weiteres Abtragen dem Punkt e in A b b. 4. Durch ein Abtragen der
der Mantelfläche des Schwingelementes läßt den Mantelfläche wurde der TKt positiver, um am
Temperaturkoeffizienten positiv werden. Die in und die Werkstoffdichte ρ mit 8,25 g/cm3 ermittelt.
A b b. 2 gezeigte Kurve kann im Einklang mit dem 55 Null zu gehen. Dieser Angabe ist zu entnehmen, daß
Erfindungsgedanken auch völlig im Gebiet des posi- der Anfangsdurchmesser des Drahtes von 8 mm
tiven bzw. negativen Temperaturkoeffizienten der entsprechend dem Verhältnis άέ'.άα — 0,885 auf
Eigenfrequenz liegen. einen Enddurchmesser von 7,08 mm zu verringern
Die Ursache für die Änderung des TKf durch ist, um die eingangs erhobenen Forderungen nach
Abtragen der Mantelfläche oder durch Ausbohren 60 der Einstellung eines TKf <
1 · 1O~7/0 C zu erfüllen,
des Schwingerkörpers dürfte in Inhomogenitäten des Für die Biegeschwinger war neben dem
Schwingermaterials begründet liegen. Es wird daher ^ o
angestrebt, in den Schwingelementen zwischen ober- J a, <. 1 · lü / L.
flächen- und achsnahen Bereichen in ihrer Größe noch eine Sollfrequenz von 1OkHz gefordert. Zur
sich ändernde Inhomogenitäten einzubringen oder 65 Erfüllung dieser Forderung wurde zunächst der
hervorzurufen, die sich auf Spannungsunterschiede dynamische Elastizitätsmodul mit 18 610 kg/mm2
und/oder auf Konzentrationsunterschiede der Le- und die Werkstoffdichte ρ mit 8,25 g/cm3 ermittelt,
gierungskörner und/oder auf Unterschiede in der Aus diesen Größen und den bekannten Beziehungen
zwischen Elastizitätsmodul, Dichte, Frequenz und Drahtdurchmesser wurde dann die Länge des
Schwingstabes mit 54,45 mm ermittelt.
Es sei ein Torsionsschwinger herzustellen, dessen TKf zur Kompensation der gegenläufigen Frequenzänderung
der elektromechanischen Wandler bei Temperaturänderung den Betrag
TKf= + 1 · 10-5/0C
aufweisen soll. Die gewünschte Sollfrequenz dieses Torsionsschwingers möge 100 kHz betragen.
Aus dem bezeichneten Legierungsmaterial wurde ein Runddraht von 9,0 mm Durchmesser hergestellt.
Der Draht wurde ebenso wie im Beispiel 1 1 Stunde bei 1050° C in einer Wasserstoffatmosphäre geglüht
und danach an Luft abgekühlt. Der Draht wurde dann in zwei Zügen auf 6 mm Durchmesser, entsprechend
einer Kaltverformung von etwa 55%, heruntergezogen, anschließend V2 Stunde bei 700° C
in einer Wasserstoffatmosphäre angelassen und im Ofen abgekühlt.
Dieser so behandelte 6 mm starke Draht wies einen TKf von etwa +2,4 · 10~β/° C entsprechend
Punkt / der Abb. 5 auf. Durch ein Abtragen der Mantelfläche stieg der TKf in Abhängigkeit von dem
Verhältnis de : da längs der in A b b. 5 gezeichneten
Kurve. Aus dieser Kurve ist zu entnehmen, daß der geforderte TKf von +1 · IO-5/0 C bei einem Verhältnis
de:da = 0,815 auftritt. Das bedeutet, daß
der Anfangsdurchmesser des Drahtes von 6 mm auf 4,9 mm zu reduzieren ist, um den geforderten
XTrWert zu erhalten.
Für diesen Torsionsschwinger war neben dem TKf= +1 · 10-5/°C noch eine Sollfrequenz von
100 kHz gefordert. Es wurde daher in dem auf 4,9 mm reduzierten Runddraht die Schallgeschwindigkeit
c zu 2,9424 km/s bestimmt und aus der bekannten Beziehung c = / · λ die Schwingerlänge zu
14,712 mm errechnet.
Es sei ein Längsschwinger mit einem 77£rBetrag
kleiner als 1 · 10~7/°C und einer Sollfrequenz von
5OkHz gefordert. Hierzu wurde ein Runddraht von 9 mm Durchmesser aus der obengenannten Legierung
hergestellt. Der Draht wurde 1 Stunde bei 1100° C in einer Wasserstoffatmosphäre geglüht und
danach an Luft abgekühlt und 30 Minuten bei 600° C in einer Wasserstoffatmosphäre angelassen. Ein so
behandelter 9 mm starker Draht hatte einen TKf von +3,2· ΙΟ"6/0 C entsprechend Punkt ο in der
Abb. 6. Bohrt man in einem Probestück entsprechend A b b. 7 den Kern bis zu einem inneren
Durchmesser dt aus, so kann man ebenfalls eine Abhängigkeit
des TKf von dem Verhältnis dt: da feststellen.
Für den so erhaltenen 9 mm starken Draht ergibt sich, daß durch eine Ausbohrung der TKf
erniedrigt werden kann entsprechend dem Kurvenverlauf ο bis q in Abb. 6. Bei einem Verhältnis
di: da = 0,723, entsprechend Punkt q, würde ein
solcher Draht den 77£rWert Null besitzen.
Für den vorstehend als Beispiel angegebenen Längsschwinger war neben einem TKf<i 1 · 10~7/° C
eine Sollfrequenz von 50 kHz gefordert worden. Um die genaue Länge des Schwingstabes bestimmen
zu können, wurde in dem 9 mm starken Runddraht, der entsprechend dem oben angegebenen Verhältnis
di: da = 0,723 mm eine axiale Bohrung von 6,5 mm
erhalten hatte, die Schallgeschwindigkeit zu 4,605 km/s gemessen. Aus der bekannten Beziehung
c = j-X errechnete sich dann die Schwingerlänge
zu 46,05 mm. Dieser Schwinger mit einer Länge von 46,05 mm, mit einem Außendurchmesser da = 9 mm
und einem Innendurchmesser dt = 6,5 mm, besaß, wie gefordert, eine Eigenfrequenz von 5OkHz und
einen TK, <1 · 10"V0C.
Im Hinblick auf das Beispiel 3 sei betont, daß Ausbohrungen bei Schwingelementen zur Änderung
der Kopplung von Schwingelementen eines mechanischen Filters bekannt sind. Eine solche Ausbohrung
jedoch zur Variation des 77£rWertes eines
Schwingelementes vorzunehmen, war bisher nicht bekannt.
Das im Beispiel 2 beschriebene Schwingelement hatte eine Länge von 14,712 mm und einen Durchmesser
von 4,9 mm. Es stellt rein gewichtsmäßig nur einen sehr kleinen Bruchteil eines für diese Legierungszusammensetzung
üblichen Schmelzgewichtseinsatzes dar. Ausgehend von z. B. 100 kg Schmelzeinsatz
könnte daher eine Vielzahl solcher Elemente hergestellt werden, deren jeweiliger 77£rWert, bedingt
durch die jeder großtechnischen Produktion innewohnenden Streuung von Eigenschaftswerten,
nur innerhalb eines gewissen Toleranzbereiches zu liegen käme.
Auf Grund des erfindungsgemäßen Verfahrens können trotz voneinander abweichender Werte des
TKf des Ausgangsmaterials in einfacher Weise Schwingelemente hergestellt werden, die praktisch
alle den gleichen TKf aufweisen und daher zum Aufbau hochwertiger Schwinger- oder Resonatoranordnungen
zu verwenden sind.
Claims (3)
1. Verfahren zur möglichst genauen Einstellung des Temperaturkoeffizienten der Eigenfrequenz
(TKf) von mechanischen metallischen Schwingern auf den Wert Null oder einen vorgegebenen
kleinen positiven oder negativen Wert, dadurch gekennzeichnet, daß in
den aus einer Legierung aus etwa 40% Nickel, etwa 9% Molybdän, etwa 0,5% Beryllium, etwa
0,7% Mangan, etwa 0,4% Silizium und Rest Eisen hergestellten Schwingerkörpern zwischen
Mantelflächen und Kernzonen Inhomogenitäten hervorgerufen werden, indem aus dem Gußbarren
der angegebenen Legierung über Warmund gegebenenfalls Kaltverformung ein Rundstab
hergestellt, dieser bei einer Temperatur von etwa 10500C in Wasserstoffatmosphäre zur Homogenisierung
geglüht, anschließend an Luft abgekühlt, darauf gegebenenfalls kaltverformt und danach etwa 30 Minuten bei etwa 600 bis 700° C
in Wasserstoffatmosphäre angelassen wird und daß von dem auf die gewünschte Länge geschnittenen
Schwingerkörper die Mantelflächenschicht ganz oder teilweise so stark abgetragen
bzw. der Kern so weit ausgebohrt wird, bis sich der Temperaturkoeffizient auf den gewünschten
Wert vergrößert bzw. verkleinert hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Schwingerkörpern mit run-
dem Querschnitt die Abtragung der Mantelfläche durch Abdrehen, Abschleifen, Abschaben öder
Ätzen erfolgt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingerkörper
achsparaliel ausgebohrt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1147 335;
USA.-Patentschriften Nr. 1 880 923,1882 398,
482;
Nachrichtentechnische Fachberichte (NTF), Bd. 19,
Nachrichtentechnische Fachberichte (NTF), Bd. 19,
S. 34 bis 37.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1963V0023975 DE1248349B (de) | 1963-04-23 | 1963-04-23 | Verfahren zur moeglichst genauen Einstellung des Temperaturkoeffizienten der Eigenfrequenz von metallischen mechanischen Schwingern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1963V0023975 DE1248349B (de) | 1963-04-23 | 1963-04-23 | Verfahren zur moeglichst genauen Einstellung des Temperaturkoeffizienten der Eigenfrequenz von metallischen mechanischen Schwingern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1248349B true DE1248349B (de) | 1967-08-24 |
Family
ID=603010
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1963V0023975 Pending DE1248349B (de) | 1963-04-23 | 1963-04-23 | Verfahren zur moeglichst genauen Einstellung des Temperaturkoeffizienten der Eigenfrequenz von metallischen mechanischen Schwingern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1248349B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1880923A (en) * | 1930-09-04 | 1932-10-04 | George Fabyan | Compensated tuning fork |
| US1882398A (en) * | 1928-08-17 | 1932-10-11 | Pierce George Washington | Magnetostrictive vibrator |
| US2673482A (en) * | 1950-10-19 | 1954-03-30 | Bell Telephone Labor Inc | Vibrating reed device |
| DE1147335B (de) * | 1961-07-12 | 1963-04-18 | Telefunken Patent | Mechanisches Frequenzfilter, insbesondere Hochfrequenzfilter |
-
1963
- 1963-04-23 DE DE1963V0023975 patent/DE1248349B/de active Pending
Patent Citations (4)
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| US1882398A (en) * | 1928-08-17 | 1932-10-11 | Pierce George Washington | Magnetostrictive vibrator |
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