DE1248109B - Gegentaktverstaerkeranordnung mit nur einem Ausgang, die eine Gegentaktstufe mit zwei in Reihe zwischen den Klemmen der Speisespannungsquelle angeschlossenen Transistoren, die in Gegentakt-B-Betrieb arbeiten, und eine ihr vorgeschaltete Phasenumkehrstufe besitzt - Google Patents
Gegentaktverstaerkeranordnung mit nur einem Ausgang, die eine Gegentaktstufe mit zwei in Reihe zwischen den Klemmen der Speisespannungsquelle angeschlossenen Transistoren, die in Gegentakt-B-Betrieb arbeiten, und eine ihr vorgeschaltete Phasenumkehrstufe besitztInfo
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Description
SUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H03f
Deutsche Kl.: 21 a2 -18/08
Nummer: 1 248 109
Aktenzeichen: N 26998 VIII a/21 a2
Anmeldetag: 7. Juli 1965
Auslegetag: 24. August 1967
Die Erfindung betrifft eine Gegentaktverstärkeranordnung mit nur einem Ausgang, die eine Gegentaktstufe
mit zwei in Reihe zwischen den Klemmen der Speisespannungsquelle angeschlossenen Transistoren
und eine ihr vorgeschaltete Phasenumkehrstufe besitzt, wobei die Transistoren der Phasenumkehrstufe
und der Gegentaktstufe galvanisch miteinander verbunden und von gleichem Leitungstyp sind, und wobei an den gemeinsamen Punkt der
Transistoren der Gegentaktstufe eine Reihenschaltung mit einem Trennkondensator und einer
Belastung angeschlossen ist.
Sie bezweckt insbesondere, einen Verstärker mit stabilisiertem Arbeitspunkt zu schaffen, der in
Festkörperschalttechnik ausgebildet werden kann.
Die Anwendung dieser Techniken, bei denen Verstärkervorrichtungen auf einem einzigen Kristall
angebracht werden, erfordert Stabilisationsmaßnahmen, wobei die Transistoren galvanisch verbunden
und von gleichem Leitungstyp sind. Bei dieser Technik würde nämlich ein Kondensator mit
hoher Kapazität eine zu große Oberfläche annehmen, und es ist unmöglich, in einfacher Weise auf demselben
Kristall komplementäre Transistoren anzubringen.
Es sind verschiedene Verfahren zur Arbeitspunktstabilisierung bekannt. So wird bei einer bekannten
Anordnung mit einem Gegentaktverstärker und einer Phasenumkehrstufe, bei der die Transistoren galvanisch
verbunden und von gleichem Leitungstyp sind, eine Arbeitspunktstabilisierung dadurch erreicht, daß
der gemeinsame Punkt der Transistoren der Gegentaktstufe mittels einer Gleichstromgegenkopplung
von diesem Punkt über einen Widerstand zur Basiselektrode des Transistors der Phasenumkehrstufe auf
konstanter Spannung gehalten wird. Weiterhin wurde eine Gegentaktverstärkervorrichtung mit nur einem
Ausgang und einer Phasenumkehrstufe dadurch stabilisiert, daß zwischen den beiden Basiselektroden der
Transistoren der Gegentaktstufe ein Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten angebracht wird.
Die Erfindung weist das Kennzeichen auf, daß die Einstellspannung am gemeinsamen Punkt der Transistoren
der Gegentaktstufe mittels einer Gleichstromgegenkopplung von diesem Punkt über einen
Widerstand zu einem der Gegentaktstufe vorangehenden Punkt der Anordnung, z. B. der Basiselektrode
des Transistors der Phasenumkehrstufe konstant gehalten ist, und daß in den KoIlektorkieis
der Phasenumkehrstufe ein temperaturabhängiger Widerstand mit positivem Temperaturkoeffizienten
aufgenommen ist.
Gegentaktverstärkeranordnung mit nur einem
Ausgang, die eine Gegentaktstufe mit zwei in
Reihe zwischen den Klemmen der
Speisespannungsquelle angeschlossenen
Transistoren, die in Gegentakt-B-Betrieb arbeiten, und eine ihr vorgeschaltete Phasenumkehrstufe
besitzt
Ausgang, die eine Gegentaktstufe mit zwei in
Reihe zwischen den Klemmen der
Speisespannungsquelle angeschlossenen
Transistoren, die in Gegentakt-B-Betrieb arbeiten, und eine ihr vorgeschaltete Phasenumkehrstufe
besitzt
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter:
Dipl.-Ing. E.-E. Walther, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Als Erfinder benannt:
Jacobus Johannes Rongen,
Alphonsus Maria Peters,
Nijmegen (Niederlande)
Jacobus Johannes Rongen,
Alphonsus Maria Peters,
Nijmegen (Niederlande)
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 11. Juli 1964 (6407 942)
Der Erfindung liegt folgende Erkenntnis zugrunde: Die Transistoren der Gegentaktstufe werden vorzugsweise
in ß-Einstellung betrieben, so daß abwechselnd ein Transistor stromleitend bzw. gesperrt
und der andere Transistor gesperrt bzw. stromleitend ist. Die Spannung nimmt dabei im idealen Fall den
halben Wert der Speisespannung an. Der Strom im Belastungskreis fließt in einem Zustand der Anordnung
in entgegengesetzter Richtung zu der im anderen Zustand. Der Kondensator wird hierdurch
abwechselnd aufgeladen und wieder entladen. Wären diese Lade- und Entladeströme durchschnittlich
nicht gleich groß, so würde, ohne die Maßnahmen nach der Erfindung, die Gleichspannung am gemeinsamen
Punkt nicht mehr gleich der halben Speisespannung bleiben, wie es zur maximalen Aussteuerung
der beiden Transistoren der Gegentakt-
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stufe am günstigsten ist. Die gute Wirkung der Vorrichtung ist nach derErfindung durch eine zweifache
Stabilisierung gesichert.
Die Spannung am gemeinsamen Punkt wird mittels der Gleichspannungsgegenkopplung von diesem
Punkt über einen Widerstand zur Basiselektrode der Phasenumkehrstufe ; stabilisiert, Nimmt z. B. die
Spannung am gemeinsamen Punkt zu, so erhöht sich der Basisstrom der Phasenumkehrstufe, so daß diese
weiter ausgesteuert wird. Der Strom, im Kollektorkreis
nimmt daher zu und verursacht einen größeren Spannungsabfall an einem darin angebrachten Widerstand.
Der Basisstrom des mit der Kollektorelektrode der Phasenumkehrstufe verbundenen Transistors der
Gegentaktstufe nimmt daher ab und der Widerstand der Kollektor-Emitter-Strecke dieses Transistors
wird größer. Hierdurch sinkt, bei konstantem Ausgangsstrom, die Spannung im Ausgangskieis dieses
Transistors ab, was also der obenerwähnten Spannungszunahme entgegenwirkt. Die Stabilisierung des
Ruhestromes in der Gegentaktstufe wird durch die andere Stabilisationsmaßnahme, nämlich den im
Kollektorkreis der Phasenumkehrstufe angebrachten Widerstand mit positivem Temperaturkoeffizienten,
erzielt. Nimmt die Temperatur zu, so wird die Gleich-Stromvoreinstellung der Transistoren in der Gegentaktendstufe
eine Neigung zum Anstieg haben, da die für eine bestimmte Ruheeinstellung erforderliche
Basis-Emitter-Vorspannung VBE bei höherer Temperatur
abnimmt. Diese Gleichstromzunahme kann infolge der zusätzlichen Verluste bei Aussteuerung
auftreten und ist ohne die beschriebenen Maßnahmen bei Siliciumtransistoren meist nicht akzeptierbar.
Außerdem kann dieser Effekt zur thermischen Instabilität führen. Bei Erhöhung der Temperatur
wird aber auch der Widerstand mit positivem Temperaturkoeffizienten
zunehmen, so daß der Spannungsabfall an diesem Widerstand mit der Temperatur ansteigt. Infolge der bereits beschriebenen
Gleichspannungsgegenkopplung ist die Spannung an der Emitterelektrode des mit diesem Widerstand
verbundenen Transistors der Gegentaktstufe stabilisiert. Der Spannungsunterschied zwischen der
Emitterelektrode und der Basiselektrode des zuletztgenannten Transistors sinkt daher mit der Temperatür
entsprechend dem für die gewünschte Ruhestromeinstellung erforderlichen Wert VBE ab. Die
mittleren Gleichströme in den beiden Transistoren der Gegentaktstufe werden aber durch die Wirkung
des erwähnten Sperrkondensators und die zuerstgenannte Stabilisationsmaßnahme gezwungen, den
gleichen Wert anzunehmen, so daß auch der Strom im anderen Transistor der Gegentaktstufe stabilisiert
wird.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise
näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Verstärkeranordnung nach der Erfindung und
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Die zu verstärkenden Signale werden über einen Trennkondensator Cl der Basiselektrode eines Transistors
Tl der Phasenumkehrstufe zugeführt. Die Emitterelektrode des Transistors Tl ist mit der
Basiselektrode eines Transistors Γ2 der Gegentaktstufe
verbunden, und die Kollektorelektrode des Transistors Tl ist mit der Basiselektrode eines Transistors
Γ 3 der Gegentaktstufe verbunden.
Die Transistoren Tl, Γ 2 und Γ 3 sind von
gleichem Leitungstyp (im dargestellten Fall vom npn-Typ) und galvanisch miteinander verbunden.
Die Reihenschaltung der Transistoren Γ 2 und Γ 3 ist zwischen den Klemmen 1 und 2 der Speisespannungsklemme
angeschlossen. .
Mit dem gemeinsamen Punkt A dieser Transistoren ist eine Reihenschaltung eines Trennkondensators
C2 und einer Belastung B verbunden. Die andere
Seite dieser Reihenschaltung liegt an Erde.
Weiterhin liegt im Emitterkreis des Transistors Tl ein veränderbarer Widerstand R2 und in seinem
Kollektorkreis ein temperaturabhängiger Widerstand JRl. Der Widerstand R2 dient zur Einstellung des
Ruhestromes der Gegentaktstufe. Er liegt mit einer Klemme an Erde, während der Widerstand Rt mit
der Klemme 1 der Speisespannungsquelle verbunden ist.
Der gemeinsame Punkt A der Transistoren Γ 2 und Γ3 ist über einen Widerstand R 4 an die Basiselektrode
des Transistors Tl angeschlossen, wobei R 3 die Verbindung dieser Basiselektrode mit Erde
darstellt.
Die Wirkungsweise der Schaltung ist wie folgt: Die vom Transistor T1 stromverstärkten Signale
erscheinen gegenphasig an der Kollektorelektrode bzw. der Emitterelektrode dieses Transistors. Hierdurch
werden die Gegentakttransistoren Tl und Γ3
abwechselnd durch den Wechsel der positiven und negativen Spitzen des Signals geschaltet. Die Gleichspannungsenergie
der Speisequelle wird dabei in Signalenergie umgesetzt und an die Belastung B
abgegeben. Der Punkt A hat vorzugsweise eine Einstellspannung, die gleich der Hälfte der Speisespannung
ist (single-endet push-pull circuit).
Die Anordnung wird durch die Kombination zweier an sich bekannter Maßnahmen stabilisiert.
Erstens wird die Einstellspannung am Punkt A durch die Gleichstromgegenkopplung über den
Widerstand R 4 zur Basiselektrode des Transistors Tl und von dort über den Widerstand R3 nach
Erde konstant gehalten.
Zweitens wird der Ruhestrom durch die Gegentakttransistoren mittels des temperaturabhängigen
Widerstandes Rl konstant gehalten. Dieser Widerstand hat einen positiven Temperaturkoeffizienten
(PTC) von etwa 1A % pro Grad Celsius und ist
unmittelbar auf der Gegentaktstufe montiert. Infolge des Energieverlustes erhöht sich die Temperatur der
Transistoren und infolge der thermischen Kopplung daher auch die Temperatur des PTC-Widerstandes
Rl. Dessen Widerstandswert nimmt zu, wodurch der Strom abnimmt und daher die Spannung an der
Kollektorelektrode des Transistors absinkt. Die Basiseinstellspannung des Transistors Γ3 nimmt
daher auch ab, so daß der Strom im Ausgangskreis gleichfalls abnimmt. Hierdurch wird, wie bereits
gesagt, der infolge der erhöhten Temperatur zugenommene Strom ausgeglichen.
In der praktischen Ausbildung sind wenigstens sämtliche Transistoren und der temperaturabhängige
Widerstand Rl auf nur einem Kristall angebracht, so daß eine besonders gute thermische Kopplung
zwischen diesen Elementen gesichert ist. Dazu wird z. B. von einem Siliciumkristall vom n-Leitungstyp
ausgegangen, in dem mittels der bekannten Planartechnik die Transistoren Tl, T2 und Γ3 gebildet
werden, während der Widerstand Rl als eine im
Kristallkörper angebrachte mit ohmschen Kontakten versehene p-Schicht gebildet ist.
F i g. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung. Nach einem bekannten Prinzip wird
mittels eines Transistors TO vor der Vorrichtung mit der Phasenumkehrstufe und der Gegentaktstufe eine
Gegenkopplung angebracht, wodurch das Verhalten der Vorrichtung hinsichtlich der Verzerrung verbessert
wird. Diese Verbesserung wird durch die besondere Verbindungsweise ohne Verstärkungsverlust
erzielt.
Die Stabilisierung dieser Anordnung erfolgt in gleicher Weise wie oben beschrieben. Die Widerstände
Rl und i?4 haben die gleiche Funktion, während der Einstellstrom für den Transistor Γ2
jetzt durch die Spannung an der Kollektorelektrode des Transistors TO bedingt wird, die über den
Widerstand RO wieder an der Basiselektrode des Transistors Tl liegt. Der Widerstand R3 der Fig. 1
ist somit durch die Reihenschaltung des Widerstandes RO und des Transistors Γ0 ersetzt, während zwecks
Gegenkopplung jetzt die Basiselektrode des Transistors T 2 der Gegentaktstufe mit der Kollektorelektrode
des Transistors Γ0 verbunden ist. Die Widerstände RO, Rl und R4 sind derart bemessen,
daß die Signalspannung an der Basiselektrode des Transistors Tl mittels der Gegenkopplung über den
Widerstand i?4 so stark herabgesetzt ist, daß die Signalspannung an der Kollektorelektrode des Transistors
Tl gerade gleich und gegenphasig mit der Spannung an der Kollektorelektrode des Transistors
TO ist.
Claims (3)
1. Gegentaktverstärkeranordnung mit nur einem Ausgang, die eine Gegentaktstufe mit zwei
in Reihe zwischen den Klemmen der Speisespannungsquelle angeschlossenen Transistoren,
die in Gegentakt-B-Betrieb arbeiten, und eine ihr vorgeschaltete Phasenumkehrstufe besitzt,
wobei Transistoren der Phasenumkehrstufe und der Gegentaktstufe galvanisch miteinander verbunden
und von gleichem Leitungstyp sind, und wobei an den gemeinsamen Punkt der Transistoren
der Gegentaktstufe eine Reihenschaltung mit einem Trennkondensator und einer Belastung angeschlossen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellspannung am gemeinsamen
Punkt (A) der Transistoren der Gegentaktstufe mittels einer Gleichstromgegenkopplung von
diesem Punkt über einen Widerstand (R 4) zu einem der Gegentaktstufe vorangehenden Punkt
der Anordnung, z. B. der Basiselektrode des Transistors der Phasenumkehrstufe (Tl) konstant
gehalten ist, und daß in den Kollektorkreis der Phasenumkehrstufe ein temperaturabhängiger
Widerstand (Rl) mit positivem Temperaturkoeffizienten aufgenommen ist.
2. Gegentaktverstärkeranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
die drei Transistoren und der temperaturabhängige Widerstand auf nur einem Kristall
angebracht sind.
3. Gegentaktverstärkeranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Gegentaktverstärkeranordnung mit der Phasenumkehrstufe ein zusätzlicher Transistor vorangeht,
dessen Kollektorelektrode mit der Basiselektrode eines Transistors der Gegentaktstufe
und gleichzeitig über eine Reihenschaltung zweier Widerstände mit dem gemeinsamen Punkt der
Transistoren der Gegentaktstufe verbunden ist und der Verbindungspunkt dieser Widerstände
mit der Basiselektrode der Phasenumkehrstufe verbunden ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
»radio und fernsehen«, 17, 1960, S. 547 und 548.
»radio und fernsehen«, 17, 1960, S. 547 und 548.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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