DE1246057B - Radargeraet zur Radarortung von Zielen, welche in der Richtung einer eventuell vorhandenen Stoerquelle liegen - Google Patents
Radargeraet zur Radarortung von Zielen, welche in der Richtung einer eventuell vorhandenen Stoerquelle liegenInfo
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Description
Int. Ci.:
GOls
AUSLEGESCHRIFT DeutscheKl.: 21 a4-48/63
Nummer: 1 246 057
Aktenzeichen: C 30064IX d/21 a4
1246057 Anmeldetag: 29. Mai 1963
Auslegetag: 3. August 1967
Die Erfindung bezieht sich auf ein Radargerät zur Rückstrahlortung von Zielen, welche in der Richtung
einer eventuell vorhandenen Störquelle liegen, mit einem ersten Sende-Empfangs-Kanal und zugehöriger
Antennenanordnung für in bestimmter Richtung . linear polarisierte Wellen, mit einem zweiten Sende-Empfangs-Kanal
und zugehöriger Antennenanordnung für senkrecht zu dieser Richtung linear polarisierte
Wellen, mit einem Sender, der die Eingänge der beiden Kanäle speist, und mit einem an die beiden
Ausgänge der Kanäle über eine Kopplungseinrichtung angeschlossenen Empfänger (Zielortungsempfänger) zum Auswerten der Echos unter Verminderung
der Störsignale.
Bei bekannten Radargeräten dieser Art werden die über die beiden Kanäle empfangenen Signale zur Bildung
des Ausgangssignals addiert. Dadurch sollen die Auswirkungen der Amplitudenschwanlcungen der
von nicht kugelförmigen Zielen stammenden Echowellen verringert werden. Die Trennung der von
einer aktiven Störquelle stammenden Signale von den Echosignalen ist mit einer solchen Anordnung jedoch
nicht möglich.
Es sind bei Radargeräten auch Einrichtungen bekannt, mit denen die Echosignale komplexer Ziele
von den Echosignalen von (kugelförmigen) Regentropfen unterschieden werden können. Dabei wird die
Tatsache ausgenutzt, daß bei Aussendung einer beispielsweise rechtsdrehend zirkulär polarisierten Welle
die Echowellen ebener Flächen und lcugelförmiger Regentropfen ausschließlich linksdrehend zirkulär
polarisiert sind, während die Echowellen komplexer Ziele zum Teil linksdrehend und zum Teil rechtsdrehend
polarisiert sind. Bei einem bekannten Radargerät dieser Art wird ein linear polarisiertes Signal in
ein elliptisch polarisiertes Signal mit einstellbarer Elliptizität umgewandelt,, und das empfangene elliptisch
polarisierte Signal mit der gleichen Elliptizität wird, vorzugsweise mit Hilfe der gleichen Einrichtung,
wieder in ein linear polarisiertes Signal umgewandelt. Die Einstellung der Elliptizität erfolgt dabei
= mit Hilfe eines Phasenschiebers, der einfach so verstellt wird, daß die unerwünschten Echosignale auf
ein Minimum reduziert sind. Die Energie der entgegengesetzt elliptisch polarisierten Signale mit der
gleichen Elliptizität und den gleichen EUipsenachsen kann entweder in einem reflexionsfreien Abschluß
vernichtet oder einem zweiten Empfänger zugeführt werden.
Die Unterdrückung der Signale einer aktiven Störquelle wäre mit dieser Anordnung nur für den Sonderfall
möglich, daß sie eine entgegengesetzte ellip-Radargerät zur Radarortung von Zielen,
welche in der Richtung einer eventuell
vorhandenen Störquelle liegen
welche in der Richtung einer eventuell
vorhandenen Störquelle liegen
Anmelder:
CSF-Compagnie Generale de Telegraphie
.sans Fil, Paris
.sans Fil, Paris
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Prinz, Dr. rer. nat. G. Häuser
und Dipl.-Ing. G. Leiser, Patentanwälte,
München-Pasing, Ernsbergerstr. 19
und Dipl.-Ing. G. Leiser, Patentanwälte,
München-Pasing, Ernsbergerstr. 19
Als Erfinder benannt:
Roland Carre, Paris
Roland Carre, Paris
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 30. Mai 1962 (899 167)
tische Polarisation gleicher Elliptizität aufweisen, deren Achsen genau mit den durch den Aufbau des
Radargeräts vorgegebenen .Richtungen zusammenfallen.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einem Radargerät der eingangs angegebenen
Art die Signale aktiver Störquellen möglichst vollkommen von den Echosignalen zu trennen, unabhängig
von der Polarisationsart (linear, elliptisch, zirkulär) der Störquelle, vorausgesetzt, daß sich diese
Polarisationsart nicht allzu schnell ändert.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Kopplungseinrichtung einen zweiten Ausgang
aufweist, an den ein zweiter Empfänger (Störsignalempfänger) angeschlossen ist, daß die Kopplungseinrichtung
so ausgeführt ist, daß sie an beiden Ausgängen die vektorielle Summe ihrer Eingangssignale abgibt,
jedoch nachdem im einen Fall dem einen Eingangssignal eine um 180° größere Phasenverschiebung
gegenüber dem anderen Eingangssignal erteilt ist als im anderen Fall, daß Einrichtungen vorgesehen
sind, mit welchen die gegenseitige Phasenverschiebung der empfangenen Signale und deren Amplitudenverhältnis
derart einstellbar sind, daß empfangene Hochfrequenzsignale, welche auch bei abgeschaltetem
Radarsender eintreffen, nur zu dem zweiten Empfänger geleitet werden, und daß hiermit Eirrrichtungen
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gekuppelt sind, mit welchen den über die beiden Kanäle ausgesendeten Radarsignalen eine gegenseitige
Phasenverschiebung und ein Amplitudenverhältnis erteilt wird, welche der empfangsseitig erzeugten
Phasenverschiebung und Amplitudenbeeinflussung entgegengesetzt gleich groß sind.
Bei dem nach der Erfindung ausgeführten Radargerät werden zunächst die gegenseitige Phasenverschiebung
und das Amphtudenverhältnis der von der Störquelle stammenden Hochfrequenzsignale bei abgeschaltetem
Radarsender so eingestellt, daß diese Hochfrequenzsignale nur zu dem Störsignalempfänger
übertragen werden. Diese Wirkung bleibt auch nach dem Wiedereinschalten des Radarempfängers
erhalten. Da aber den ausgesendeten Radarsignalen eine gegenseitige Phasenverschiebung und ein Amplitudenverhältnis
erteilt wird, welche der empfangsseitig erzeugten Phasenverschiebung und Amplitudenbeeinflussung
entgegengesetzt gleich groß sind, wird für die empfangenen Echosignale die den Störsignalen
erteilte Phasen- und Amphtudenbeeinflussung kompensiert, so daß diese Echosignale an dem Zielortungsempfänger
so empfangen werden, als ob keine Phasen- und Amplitudenbeeinflussung stattgefunden
hätte. Die Störsignale sind also von den Echosignalen vollständig getrennt.
Diese Maßnahme ist bei jeder beliebigen Polarisationsart und Polarisationsrichtung der von der Störquelle
stammenden Signale wirksam. Bei rein vertikaler oder rein honzontaler Polarisation empfängt nur
einer der beiden Kanäle. Bei jeder anderen linearen Polarisation empfangen die beiden Kanäle gleichphasige
Signale mit einem konstanten Amplitudenverhältnis. Bei zirkularer Polarisation haben die von
den beiden Kanälen empfangenen Signale die gleiche Amplitude und eine Phasenverschiebung um 90°. Bei
elliptischer Polarisation haben die empfangenen Signale eine beliebige konstante Phasenverschiebung
und ein beliebiges konstantes Amphtudenverhältnis. In allen Fällen ist es aber möglich, die gegenseitige
Phasenverschiebung und das Amplitudenverhältnis der Störsignale in den beiden Kanälen so zu beeinflussen,
daß sie vollkommen zu dem Störsignalempfänger geleitet werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand des in der Zeichnung dargestellten, mit Handeinstellung
arbeitenden Ausführungsbeispiels erläutert.
Zur klareren Darstellung sind bei dem in der Zeichnung dargestellten Radargerät die an sich bekannten
Schaltungen nach Art eines Blockschaltbildes gezeigt, während die den Erfindungsgedanken
verkörpernden Teile des Geräts etwas konkreter, wenn auch immer noch schematisch dargestellt sind.
Die in der Zeichnung dargestellte Anordnung enthält 3-dB-Verzweigungskoppler 71 und 72, die derart
in Serie geschaltet sind, daß die beiden Ausgangszweige des Kopplers/1 mit den beiden Eingangszweigen
des Kopplers/2 zusammenfallen. Der eine Eingangszweig des Kopplers 71 ist durch eine angepaßte
Belastung L abgeschlossen, während an den zweiten Eingangszweig ein Radarsender E, beispielsweise
ein Impulssender, angeschlossen ist. Der Sender E und seine Verbindung mit dem Eingangszweig
sind nach Art eines Blockschaltbildes gezeigt. Ein einstellbarer Phasenschieber P', der beispielsweise in
an sich bekannter Weise durch eine bewegliche dielektrische Lamelle gebildet ist, Hegt in demjenigen
Ausgangszweig des Kopplers Jl, welcher in Verlän-
gerung des durch die angepaßte Belastung L abgeschlossenen Eingangszweiges liegt. Die beiden Ausgangszweige
des Kopplers/2 speisen jeweils einen vertikal polarisierten Sende-Empfangs-Kanal bzw.
einen horizontal polarisierten Sende-Empfangs-Kanal, von denen beispielsweise der erste an denjenigen
Ausgangszweig des Kopplers J 2 angeschlossen ist, der in Verlängerung des den Phasenschieber?'
enthaltenden Eingangszweiges liegt. Der erste Kanal enthält eine Sende-Empfangs-WeicheTJl und
einen einstellbaren Phasenschieber Fl, der beispielsweise in gleicher Art wie der Phasenschieber F' ausgeführt
ist. Der Ausgang des Phasenschiebers speist eine Antenne, welche mit vertikaler Polarisation sendet,
beispielsweise einen Hornstrahler CV.
In F i g. 1 ist eine vertikale Gerade x'x strichpunktiert dargestellt, welche im rechten Teil der Figur die
konkrete Darstellung von dem Blockschaltbild trennt, da die verwendete Antenne und die Art ihrer Verbindung'mit
dem Ausgang des Phasenschiebers Fl in an sich bekannter Weise ausgeführt sind; hierzu gehört
•ein 90°-Polarisationsdrehglied, wenn angenommen wird, daß die links von der Linie x'x liegenden Teile
mit horizontaler Polarisation arbeiten.
Der zweite Sende-Empfangs-Kanal enthält eine Sende-Empfangs-Weiche D 1, die ebenfalls eine Antenne,
beispielsweise einen Hornstrahler CH, speist, welcher mit horizontaler Polarisation sendet. Die
Hornstrahler CV und CH liegen nebeneinander und werden gemeinsam durch einen nicht dargestellten
herkömmlichen Mechanismus so bewegt, daß sie gleichzeitig die gleiche Raumzone der Richtung nach
abtasten. Die beiden Kanäle, welche von den beiden Ausgangszweigen des Kopplers/2 bis zur Linie*'*
verlaufen, entsprechen gleichen elektrischen Winkeln, wenn man die von dem PhasenschieberFl hervorgerufene
Phasenverschiebung vernachlässigt; ebenso sind die Verbindungen rechts von der Linie x'x so
ausgeführt, daß die gleichen Laufzeiten bis zu den beiden Hornstrahlern entsprechen.
Die Empfängerausgänge der Sende-Empfangs-WeichenDl und Dl sind mit den beiden Eingangszweigen
eines 3-dB-Verzweigungskopplers J 4 gekoppelt, wobei ein Phasenschieber F 2 in den Hohlleiter
eingesetzt ist, welcher die Sende-Empfangs-Weiche Dl mit dem entsprechenden Eingang des Kopplers
74 verbindet. Dieser verstellbare Phasenschieber F 2 wird gemeinsam mit dem PhasenschieberFl in der
Weise gesteuert, daß die von ihm hervorgerufene Phasenverschiebung 2 ρ stets doppelt so groß wie die
von dem Phasenschieber Fl erzeugte Phasenverschiebung ρ ist. Bei dem dargestellten Beispiel besteht der
Phasenschieber F 2 aus zwei Phasenschiebern, welche dem PhasenschieberFl gleich und hintereinander
angeordnet sind. Für den PhasenschieberFl und die beiden Teile des Phasenschiebers F 2 ist eine gemeinsame
Steuerung vorgesehen, wie in der Zeichnung gestrichelt angedeutet ist.
Abgesehen von der vom Phasenschieber F 2 hervorgerufenen Phasenverschiebung entsprechen die
Laufzeiten zwischen den Sende-Empfangs-Weichen Dl bzw. Dl und den beiden Eingangszweigen des
Kopplers 74 gleichen elektrischen Winkeln.
Ein vierter 3-dB-Verzweigungskoppler/3 ist so angeordnet, daß seine beiden Eingangszweige mit
den Ausgangszweigen des Kopplers 74 zusammenfallen, wobei ein Phasenschieber F", der dem Phasenschieber
F' gleich ist, in denjenigen Ausgangszweig
des Kopplers J 4 eingesetzt ist, der in Verlängerung des Eingangszweiges liegt, welcher mit der Sende-Empfangs-Weiche
D1 verbunden ist.
Die Phasenschieber P' und P" werden, wie gestrichelt angedeutet ist, gemeinsam derart gesteuert, daß
sie stets die gleiche Phasenverschiebung p' hervorrufen. Ferner sind zwei Sonden Sl und S 2 in den
beiden Ausgangszweigen des Kopplers J 4 (und zwar im oberen Zweig vor dem Phasenschieber P") angeordnet,
und mit den beiden Eingängen eines DiSerenzverstärkers A verbunden, an dessen Ausgang ein
Anzeigegerät / angeschlossen ist.
Ein herkömmlicher Radarempfänger Rr, der als Ortungsempfänger bezeichnet werden soll, und ein
weiterer Empfänger Rb, der dem Empfänger Rr gleich sein kann und als Störempfänger bezeichnet
werden soll, sind an den einen bzw. an den anderen Ausgangszweig des Kopplers /3 angeschlossen, und
zwar ist der Störempfänger mit demjenigen Ausgangszweig des Kopplers 73 verbunden, der in Verlangerung
des den Phasenschieber P" enthaltenden Eingangszweiges liegt.
In der Zeichnung sind die Empfänger Rb und Rr, der Verstärker^, das Anzeigegerät / und die entsprechenden
Verbindungen mit den Kopplern/3 und /4 nach Art eines Blockschaltbildes dargestellt;
natürlich können die Verbindungen zwischen diesen Geräten und den Kopplern in an sich bekannter
Weise durch Koaxialkabel erfolgen.
Die beschriebene Anordnung arbeitet in folgender Weise: Wenn keine Radarsendung stattfindet, also
der SenderB keine Energie abgibt, wobei der Phasenschieber Pl auf einen beliebigen Wert p, der Phasenschieber
P 2 auf den doppelten Wert 2 ρ und die Phasenschieber P' und P" auf einen beliebigen gleichen
Wertp' eigestellt sind, empfängt der Hornstrahler CV die vertikal polarisierte Komponente der
Störsignale, und der Hornstrahler CH empfängt 'die horizontal polarisierte Komponente der gleichen Signale.
Natürlich kann die eine oder die andere dieser beiden Komponenten auch den Wert Null haben. Die
von den Hornstrahlern CV und CH aufgenommenen Signale werden über die Sende-Empfangs-Weichen
D1 bzw. D 2 den beiden Eingangszweigen des Kopplers J 4 zugeführt. Die Eingangssignale der beiden
Hornstrahler CV und CH besitzen eine beliebige Phasenverschiebung, welche von der Polarisationsart
des Störsenders abhängt. Den ersten Signalen wird in dem PhasenschieberPl eine Phasenverschiebung ρ
und den zweiten Signalen in dem Phasenschieber P 2 eine Phasenverschiebung 2 ρ erteilt, so daß die zweiten
Signale auf ihrem Weg vom Hornstrahler zum Eingang des Kopplers 14 gegenüber den ersten Signalen
eine zusätzliche Phasenverschiebung ρ erhalten. Die Eingangssignale der beiden Eingangszweige
des Kopplers J 4 haben von vornherein beliebige relative Amplituden und eine beliebige Phasenverschiebung.
Daher verteilen sich die Eingangssignale des Kopplers /4 in zunächst beliebiger Weise auf die
Ausgangszweige des Kopplers J4 und dann auf die Ausgangszweige des Kopplers/3, so daß jeder der
beiden Empfänger Rb und Rr im allgemeinen einen Teil der Energie der horizontal polarisierten Empfangssignale
und einen TeU der Energie der 'vertikal polarisierten Empfangssignale erhält.
Dann wird der Raum in an sich bekannter Weise durch die Antennenanordnung abgetastet, welche
die beiden HornstrahlerCF und CH enthält, damit die Richtung des Antennensystems festgestellt wird,
welche einem Empfangsmaximum der Störsignale entspricht. Dieses Empfangsmaximum wird vorzugsweise
auf einem Hilfsanzeigegerät beobachtet, das in der Zeichnung nicht dargestellt ist und die Summe
der Videosignale der beiden Empfänger erhält. Dann wird das Antennensystem in der festgestellten Richtung
gehalten, und die Bedienungsperson betätigt die PhasenschieberPl und P 2 in der Weise, daß die Signale
der beiden Engangszweige des Kopplers /4 in Phase oder in Phasenopposition gebracht werden.
Die Gleichphasigkeit oder Gegenphasigkeit kann durch eine Phasendifferenzmessung üestgestellt werden,
welche zwischen den beiden Eingangszweigen des Kopplers J 4 vorgenommen wird, doch ist es einfacher,
die Amplitudengleichheit der in den beiden Ausgangszweigen des Kopplers 14 erscheinenden Signale
festzustellen, denn diese Amplitudengleichheit ist im übrigen das gesuchte Ergebnis. Es ist eine
bekannte Eigenschaft von 3-dB-Verzweigungskopplern, daß bei Zuführung von zwei gleichphasigen oder
gegenphasigen Signalen mit beliebigen Amplituden an den beiden Eingangszweigen die an den beiden
Ausgangszweigen erscheinenden Signale die gleiche Amplitude haben; es gilt auch das umgekehrte. Diese
Ampütudenmessung erfolgt mit Hilfe der Sonden 51 und SI, deren Ausgangssignale den beiden Eingängen
des Differenzverstärkers A zugeführt werden. Dieser speist das Anzeigegerät/, beispielsweise ein
Zeigermeßgerät. Die Bedienungsperson kann also die Steuerung der Phasenschieber Pl und P 2 in der
Weise betätigen, daß das Anzeigegerät auf Null gebracht wird, weil zwischen den beiden Kanälen eine
Phasendifferenz ρ erzeugt wird.
Man hat also an den beiden Eingangszweigen des Kopplers /3 zwei Signale von gleicher. Amplitude,
die jedoch nicht mehr gleichphasig sind, da ihre relative Phasenverschiebung von dem Verhältnis der
Amplituden der Eingangssignale des Kopplers J 4 abhängt.
Eine weitere bekannte Eigenschaft von 3-dB-Verzweigungskopplern ist folgende: Wenn den Eingangszweigen
zwei Signale mit gleichen Amplituden und einer Phasenverschiebung um n/2 zugeführt werden,
tritt die ganze Energie an dem Ausgangszweig aus, der in Verlängerung des Eingangszweiges liegt, dessen
Eingangssignal um π/2 gegen das andere" Eingangssignal nacheilt. Die Bedienungsperson betätigt
also nun die Steuerung der Phasenschieber P' und P" in der Weise, daß diese Nacheilung um π/2 dem Signal
erteilt wird, welches durch denjenigen Eingangszweig des Kopplers J 3 geht, der in Verlängerung
des an den Störempfänger Rb angeschlossenen Ausgangszweiges liegt. Diese Einstellung kann dadurch
erfolgen, daß das Empfangsminimum am Anzeigegerät des Empfängers Rr oder auch das Empfangsmaximum am Anzeigegerät des Empfängers Rb beobachtet
wird.
Wenn der Störsender entweder mit horizontaler oder mit vertikaler linearer Polarisation sendet, wird
nur ein einziger Eingangszweig des Kopplers /4 gespeist, und der Koppler liefert an seinen beiden Ausgangszweigen
Signale mit gleichen AmpHtuden und einer Phasenverschiebung um π/2, unabhängig von
der Größe der vom Phasenschieber P1 hervorgerufenen Phasenverschiebung p. In diesem Fall genügt es,
der vom Phasenschieber P" hervorgerufenen Phasenverschiebung p' entweder den Wert Null oder den
Wert π zu geben, damit die ganze Energie zu dem Störempfänger Rb geleitet wird.
Nachdem alle diese Einstellungen vorgenommen sind, ist das Antennensystem wenigstens annähernd
in die Richtung des Störsenders eingestellt, und die S Störsignale werden theoretisch vollständig, praktisch
nahezu vollständig zu dem Empfänger Rb geleitet. Dann wird der Sender in Betrieb genommen, der die
beiden Sende-Empfangs-Kanäle speist, wobei die angepaßte Belastung L den geringen Anteil der Energie
absorbiert, der infolge einer unvollkommenen Abstimmung in den betreffenden Zweig eintritt.
Bei der Einstellung des Phasenschiebers P' hat die Bedienungsperson zugleich den Phasenschieber P' so
eingestellt, daß er die gleiche Phasenverschiebung p' wie der Phasenschieber P" erzeugt.
Da die Antenne wenigstens annähernd zu dem Störsender gerichtet ist und die beiden Hornstrahler
CH und CV im Vergleich zu der Entfernung des Störsenders sehr nahe beieinanderliegen, weisen die
beim Radarempfang gleichzeitig von den beiden Hornstrahlern empfangenen Signale im wesentlichen
die gleiche relative Phasenverschiebung wie im Augenblick ihrer Aussendung durch die Hornstrahler
auf, vorausgesetzt, daß das AuftrefEen der Impulse auf das den Störsender tragende Ziel in beiden Fällen
die gleiche Phasenverschiebung hervorgerufen hat. Es sei zunächst angenommen, daß diese zweite Bedingung
erfüllt ist.
Es soll nun durch Anwendung des Reziprozitätsprinzips für verlustfreie Medien gezeigt werden, daß
in diesem Fall die Radarsignale empfangsseitig zu dem Ortungsempf änger Rr geleitet werden.
Nach den zuvor angegebenen Bedingungen für die Laufzeiten in den verschiedenen Kanälen, wobei zunächst
die Wirkung der Phasenschieber Pl und P 2 außer Acht gelassen werden soll, ist nämlich der
elektrische Winkel, welcher der Summe der Laufzeiten »oberer Ausgangszweig des Kopplers 72 - Sende-Empfangs-Weiche
Dl - Hornstrahler CV« und »Hornstrahler CV- Sende-Empfangs-Weiche Dloberer
Eingangszweig des Kopplers 74 entspricht, gleich dem elektrischen Winkel, welcher der Summe
der Laufzeiten »unterer Ausgangszweig des Kopplers 72 - Sende-Empfangs-Weiche D 2 - Hornstrahler CH«
und »Hornstrahler Cii - Sende-Empfangs-Weiche D2 - unterer Eingangszweig des Kopplers 74« entspricht.
Zu der ersten Summe muß zweimal die Phasenverschiebung ρ addiert werden, weil die Signale
des vertikal polarisierten Sende-Empfangs-Kanals den Phasenschieber Pl zweimal durchlaufen,
nämlich einmal beim Hinweg und einmal beim Rückweg.
Zu der zweiten Summe muß einmal die Phasenverschiebung 2 ρ addiert werden, weil die Signale
des horizontal polarisierten Sende-Empfangs-Kanals den Phasenschieber P 2 ein einziges Mal, nämlich
beim Rückweg durchlaufen.
Aus vorstehendem ergibt sich folgendes: Vorausgesetzt, daß die zunächst angenommene Bedingung
erfüllt ist, also die Reflexion der Radarimpulse an dem den Störsender tragenden Ziel die gleiche Phasenverschiebung
bei den vertikal polarisierten Impulsen und bei den horizontal polarisierten Impulsen
hervorruft, findet man zwischen den Signalen der beiden Eingangszweige des Kopplers 74 die gleiche
relative Phasenverschiebung wie zwischen den Ausgangssignalen der beiden Ausgangszweige des Kopplers
72. Außerdem sind die relativen Amplituden im wesentlichen gleichgeblieben. Nachdem die von den
Kopplern 74 und 73 und dem auf den Wert p' eingestellten Phasenschieber P" gebildete Anordnung
gleich der von den Kopplern 72 und 71 sowie dem auf den gleichen Wert p' eingestellten Phasenschieber
P' gebildeten Anordnung ist, werden die Energien der Emgangssignale des Kopplers 74 nach dem Reziprozitätsprinzip
für verlustfreie Medien auf die Ausgangszweige des Kopplers 73 in gleicher Weise aufgeteilt,
wie dies mit den Eingangssignalen des Kopplers 71 der Fall wäre; dies bedeutet, daß praktisch die
ganze Radarenergie zu dem Ortungsempfänger Rr geht, der dem Sender E entspricht, während nur ein
völlig vernachlässigbarer Teil der Energie zu dem Empfänger Rb gelangt, welcher der Belastung L entspricht.
In Wirklichkeit sind jedoch die Bedingungen für die Anwendung des Reziprozitätsprinzips für verlustfreie
Medien nicht streng erfüllt, weil insbesondere die Reflexion im allgemeinen unterschiedliche Phasenverschiebungen
bei den horizontal polarisierten Radarimpulsen und bei den vertikal polarisierten
Radarimpulsen hervorruft, weil ferner die relativen Amplituden geringfügig verändert werden können,
und weil schließlich die in Frage stehenden Anordnungen (welche insbesondere die Eingänge des Kopplers
71 und die Eingänge des Kopplers 74 als Eingänge haben) nicht vollkommen verlustfrei sind. Jedoch
geht auf jeden Fall der größte Teil der Radarenergie zu dem Empfänger Rr, von dem im übrigen
die Störsignale ferngehalten werden, und außerdem ist es keineswegs erforderlich, daß die ganze Radarenergie
zu dem Ortungsempfänger gelangt, damit die .Messung der Entfernung des Störsenders mit den
herkömmlichen Mitteln durchgeführt werden kann.
Zur Verbesserung dieser Messung kann die an sich bekannte Maßnahme angewendet werden, daß
eine'Integration der Videosignale vorgenommen wird, beispielsweise dadurch, daß ein Oszillator durch die
Video-Echosignale impulsmoduliert wird, worauf das Ausgangssignal des Oszillators durch eine Ultraschall-Verzögerungsanordnung
geschickt wird, welche eine Verzögerung hervorruft, die gleich einer Sendeperiode
der Radarimpulse ist. Die Ausgangssignale der Verzögerungsanordnung werden zu den Videosignalen
addiert, welche den Oszillator modulieren, bis schließlich am Ausgang der Ultraschallanordnung
ein Signal von ausreichendem Pegel erhalten wird.
Die in der vorstehend geschilderten Weise erzielte Radarortung ermöglicht im übrigen eine Verbesserung
der Richtungsortung, die zunächst auf goniometrische Weise erhalten worden ist.
Schließlich ermöglicht die erfindungsgemäße Anordnung auch die Feststellung und Ortung von Zielen
unabhängig davon, ob diese gleichzeitig mit der den Störsender tragenden Anordnung angestrahlt
werden.
Es ist zu bemerken, daß das Problem, die Störsignale zu dem Empfänger Rb zu leiten, offensichtlich
nur dann in Erscheinung tritt, wenn die Antenne so gerichtet ist, daß sie merkliche Störsignale einfängt.
In diesem Fall werden aber die Störsignale stets genau in der gleichen Weise zu dem Störempfänger
geleitet, d. h. durch die Einstellung der Phasenverschiebungen ρ und p', unabhängig davon, ob die Antenne
genau auf den Störsender gerichtet ist oder nicht.
Claims (3)
1. Radargerät zur Rückstrahlortung von Zielen, welche in der Richtung einer eventuell vorhandenen
Störquelle liegen, mit einem ersten Sende-Empfangs-Kanal und zugehöriger Antennenanordnung
für in bestimmter Richtung linear polarisierte Wellen, mit einem zweiten Sende-Empfangs-Kanal
und zugehöriger Antennenanordnung für senkrecht zu dieser Richtung linear polarisierte Wellen, mit einem Sender, der
die Eingänge der beiden Kanäle speist, und mit einem an die beiden Ausgänge der Kanäle über
eine Kopplungseinrichtung angeschlossenen Empfänger (Zielortungsempfänger) zum Auswerten
der Echos unter Verminderung der Störsignale, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungseinrichtung (74, 73) einen zweiten
Ausgang aufweist, an den ein zweiter Empfänger (Störsignalempfänger) angeschlossen ist, daß die
Kopplungseinrichtung so ausgeführt ist, daß sie an beiden Ausgängen die vektorielle Summe ihrer
Eingangssignale abgibt, jedoch nachdem im einen Fall dem einen Eingangssignal eine um 180°
größere Phasenverschiebung gegenüber dem anderen Eingangssignal erteilt ist als im anderen
Fall, daß Einrichtungen vorgesehen sind, mit welchen die gegenseitige Phasenverschiebung der
empfangenen Signale und deren Amplitudenverhältnis derart einstellbar sind, daß empfangene
Hochfrequenzsignale, welche auch bei abgeschaltetem Radarsender (E) eintreffen, nur zu dem
zweiten Empfänger geleitet werden, und daß hiermit Einrichtungen gekuppelt sind, mit welchen
den über die beiden Kanäle ausgesendeten Radarsignalen eine gegenseitige Phasenverschiebung'
und ein Amplitudenverhältnis erteilt wird, welche der empfangsseitig erzeugten Phasenverschiebung
und Amplitudenbeeinflussüng entgegengesetzt gleich groß sind.
2. Radargerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungseinrichtung aus
zwei derart hintereinandergeschalteten Richtkopplern (74, 73) besteht, daß die Ausgangszweige
des einen Richtkopplers (74) die Eingangszweige des folgenden Richtkopplers (73)
bilden, und daß zur Übertragung der Hochfrequenzsignale nur zu dem zweiten Empfänger (Rb)
bei abgeschaltetem Radarsender (E) zwei Phasenschieber (P 2, P") so einstellbar sind, daß der
erste Phasenschieber (P2) die Phasen der den Eingangszweigen des ersten Richtkopplers (74)
zugeführten Signale gleichphasig oder gegenphasig macht und der zweite Phasenschieber (P") den
Signalen an den Eingangszweigen des zweiten Richtkopplers (73) eine gegenseitige Phasenverschiebung
um 90° erteilt.
3. Radargerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Radarsender (E) mit den
beiden Kanälen über zwei hintereinandergeschaltete Richtkoppler (71, 72) von gleicher Art wie
die Kopplungseinrichtung (74, 73) gekoppelt ist und daß die Einrichtungen, mit welchen den über
die beiden Kanäle ausgesendeten Radarsignalen eine gegenseitige Phasenverschiebung und ein
- - 709 619/252
Applications Claiming Priority (1)
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