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DE12453C - Neuerungen an Mitrailleusen - Google Patents

Neuerungen an Mitrailleusen

Info

Publication number
DE12453C
DE12453C DENDAT12453D DE12453DA DE12453C DE 12453 C DE12453 C DE 12453C DE NDAT12453 D DENDAT12453 D DE NDAT12453D DE 12453D A DE12453D A DE 12453DA DE 12453 C DE12453 C DE 12453C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gun
essentially
housing
belt
attached
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT12453D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. F. TROTTER in London
Publication of DE12453C publication Critical patent/DE12453C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41FAPPARATUS FOR LAUNCHING PROJECTILES OR MISSILES FROM BARRELS, e.g. CANNONS; LAUNCHERS FOR ROCKETS OR TORPEDOES; HARPOON GUNS
    • F41F1/00Launching apparatus for projecting projectiles or missiles from barrels, e.g. cannons; Harpoon guns
    • F41F1/08Multibarrel guns, e.g. twin guns
    • F41F1/10Revolving-cannon guns, i.e. multibarrel guns with the barrels and their respective breeches mounted on a rotor; Breech mechanisms therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

1879.
Klasse 72.
JOHN FREDERICK TROTTER in LONDON. Neuerungen an Mitrailleusen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. August 1879 ab.
Fig. i, Blatt I, der beiliegenden Zeichnungen ist eine Seitenansicht des Geschützes,
Fig. 2 ein Längenschnitt,
Fig. 3 eine Vorderansicht im Schnitt,
Fig. 4 ein Gründrifs des Untergestelles.
Fig. 5, Blatt II, ist ein Längenschnitt des Hintertheiles, .
. Fig. 6 und 7 sind Endansichten,
Fig. 8 ist ein Gründrifs des Hintertheiles,
Fig. 9 ein Querschnitt.
- Das Geschütz besteht in der Hauptsache aus einem Gehäuse oder Rahmen AA3, welches auf einem Gestell S und der Laffete B ruht und eine Welle C trägt, die durch die Kurbel D gedreht werden kann. Auf dieser Welle sitzen Scheiben E E fest, welche ami Umfange Oeffnimgen haben, in denen sich Flintenläüfe F F frei hin- und herbewegen können.
Letztere erhalten ihre hin- und hergehende Bewegung, während sie von der Welle C gedreht werden, dadurch, dafs ein an dem Gehäuse A sitzendes Curvenstück G in Nuthen eingreift, die in den vorspringenden Rippen F1 an den Läufen eingeschnitten sind. Dieses Curvenleitstück ist so geformt (wie aus der ■ Aufwicklung, Fig. 10, ersichtlich), dafs, während die Läufe den Theil 1 - 2, Fig. 3 und ι ό, des Umfanges durchlaufen, sie um eine gewisse Entfernung von einer Scheibe H weg nach vorn bewegt werden; von 2-3 werden sie in dieser vorderen Stellung gehalten, von 3-4 werden sie wieder nach der Scheibe H zurück bewegt; von 4-1 werden sie von G, sowie auch von einem zweiten Leitstück ir1 dicht gegen die Scheibe gehalten, da während dieser Zeit (nämlich, wenn die Läufe in die mit X, Fig. 3, 5 und 10, bezeichnete Stellung gelangen) die Ladung abgefeuert wird, endlich werden sie wieder von 1-2 nach vorn bewegt.
, Der Zweck dieser Längenbewegung der Läufe ist folgender: Die Patronen /werden in Halter J gesteckt, welche auf einem Gürtel oder Riemen von Leder oder sonstigem Material festsitzen, wie in den Fig. 11 und 12 angedeutet, und dieser Gürtel wird durch eine Oeffnung A1 in das Gehäuse eingeführt und über eine Leittrommel L geleitet, welche mit der Welle C rotirt. Diese Trommel hat Längsnuthen, in welche die Oesen J1 der Halter J (durch welche der Riemen geht) passen, wie bei Fig. 5 und 9 angedeutet, so dafs durch die Drehung der Trommel der Gürtel nebst Patrönenhalter und Patronen sich mit derselben im Kreise nach dem Punkt X hin bewegen und dann wieder durch A1 aus dem Gehäuse hinaus. Die Entfernungen der Nuthen der Trommel, sowie der Patronenhalter stimmen genau mit den Entfernungen der Flintenläufe F von einander, so dafs, sowie die Patronen sich auf die Trommel auflegen, immer eine genau in eine Linie mit einem der Läufe zu liegen kommt, sowie auch in eine Linie mit einem der in der Scheibe H sitzenden Schlagstifte H1. Um nun das oben beschriebene Auf- und Abwickeln des Patronengürtels auf und von der Trommel zu gestatten, ist die oben beschriebene Längenbewegung der Läufe nothwendig. Während 1-2-3 bewegen sich nämlich die Läufe genügend nach vorn und bleiben daselbst, um das Aufwickeln der Patrone zu gestatten; während 3-4 bewegt sich der Lauf zurück und schliefst somit die Patrone zwischen sich und Scheibe H ein (wie aus Fig. 5 ersichtlich), und während er in dieser Stellung durch 4-1 festgehalten wird, wird die Patrone abgefeuert.
Der Lauf bewegt sich alsdann während 1-2 wieder nach vorn, um das Abwickeln des Gürtels mit der leeren Patronenhülse zu erlauben.
Das Abfeuern der Patrone bei der Stellung X geschieht wie folgt:
In das Gehäuse A ist eine Röhre M eingesetzt, welche zwei Schlagbolzen M1 M2 enthält, von welchen jeder von einer Feder M3, M1 nach vorn gedrückt wird und eine Nase M5, M6 hat, die durch einen Schlitz in M reicht, indem M5 zugleich durch einen Schlitz in M2, wie angedeutet, pafst.
Auf der' Welle C sitzen zwei Curvenscheiben JV1, JV2, wovon eine jede eine Anzahl Curven hat, wobei die von JV1 auf die Nase des Schlagbolzens M1 und die von JV2 auf die Nase von M2 wirkt, so dafs durch die Drehung der Scheiben mit der Welle die Schlagbolzen einer nach dem anderen zurückgedrängt und dann vorgeschnellt
werden. Hierdurch wird z. B. M2 die vor ihm liegende Patrone vermittelst des Schlagstiftes ZT1 abfeuern, wie in Fig. 5 angedeutet; alsdann wird durch Drehung der Welle die nächste Patrone nebst Schlagstift in die Stellung X gebracht und von Hahn M1 abgefeuert u. s. w.
Es ist ersichtlich, dafs die Schlagstifte ZT1 sich den Schlagbolzen gegenüber in einer solchen Stellung befinden, dafs ein jeder derselben entweder von dem einen oder vom anderen Bolzen getroffen werden kann. Die Bolzen H1 werden mittelst Schrauben FF derart in H gehalten, dafs sie sich frei zwischen gewissen Grenzen hin- und herbewegen können, indem IP in Nuthen in H1 eingreifen.
Die Scheiben E E, welche die Flintenläufe F (die an beiden Enden gleichen Durchmesser haben) tragen,' sind am Umfange, wie bei Fig. 3 angedeutet, durchgeschlitzt, und der obere Theil des Gehäuses A kann um ein Scharnier A 2 gedreht werden, so dafs, indem hierdurch das Curvenleitstück G aus den Nuthen der Rippen F1 der Läufe F gehoben wird, die Läufe alsdann vorn aus dem Rahmen herausgezogen werden können, indem die Rippen F1 durch die Schlitze E1 passiren. Zur Erleichterung des richtigen Einsetzens der Läufe empfiehlt es sich, die Curvenstücke G separat von dem Gehäuse zu machen und sie mit Stiften G2, Fig. 10, zu versehen, die in entsprechende Löcher im Gehäuse passen, so dafs die Läufe bei geöffnetem Rahmen genau in Stellung mit Bezug auf G gebracht werden können, worauf beim Schliefsen des Rahmens die Curvenstücke von demselben festgehalten werden. Anstatt oder neben dieser Einrichtung kann man auch eine Schablone anwenden, die man an die Mündung des Geschützes anlegen kann, und die derart geformt ist, dafs, wenn man die Läufe einschiebt, bis ihre Enden mit der Schablone übereinstimmen, sie in richtige Lage mit Bezug auf das Curvenstück gebracht werden.
Die Welle C, . welche der Leichtigkeit und Elasticität halber am besten hohl gemacht wird, trägt am hinteren Ende die Kurbel D, mit Hülfe deren sie gedreht wird. Diese Kurbel trägt eine Scheibe O, welche an der vorderen Seite genuthet ist, um auf D auf- und abgleiten zu können, so dafs sie irgend welche Stellung zwischen den beiden, bei Fig. 6 und 7 angedeuteten Grenzen annehmen kann. Um diese Bewegung zu gestatten, ist die Scheibe am hinteren Theil mit einem Schlitz O1 versehen, durch welchen die Welle C geht. Die Stellung von O auf D wird vermittelst eines Gleitstückes P bewirkt, welches auf dem unteren Theile von D hin- und hergleitet und durch das Glied P1 und die Schraube P2 (durch einen Schlitz von D gehend) mit O verbunden ist.
. Der hintere Theil der Scheibe pafst zwischen zwei an dem Sattelstück Q sitzende Backen Q1. Wenn O sich in der bei Fig. 6 angedeuteten Stellung in Bezug auf C und D befindet, so ist er mit C concentrisch, und es erfolgt daher bei Drehung keine seitliche Bewegung des Geschützes; wird O aber abwärts bewegt und z. B. in die Stellung bei Fig. 7 gebracht, so wird er, wegen seiner Centricität mit Bezug auf C, bei erfolgter Drehung dem hinteren Theil des Geschützes eine hin- und hergehende Bewegung mittheilen, wie durch die punktirten Stellungen bei Fig. 7 angedeutet, indem das Geschütz sich auf seinem Stützpunkt R dreht, und es wird somit durch die gleiche hin- und hergehende Bewegung des vorderen Endes des Geschützes während des Abfeuerns das Feuer ausgebreitet, wobei der Grad dieser Verbreitung durch die Stellung der Scheibe O bestimmt ist. Zur genauen Stellung der Scheibe für bestimmte Grade der Verbreitung ist an der Kurbel D eine Scala angebracht, mit Hülfe deren das Leitstück P gestellt wird; nach geschehener Stellung wird es durch die Klemmschraube P3 festgestellt.
Das Sattelstück Q, auf welchem der hintere Theil des Geschützes aufsitzt, hat eine schwalbenschwanzförmige Nuth bei ζ?2, in welche eine entsprechend geformte Rippe am Gehäuse A pafst, wodurch das Geschütz bei seiner hin- und hergehenden Bewegung sicher geführt wird. Die Endflächen des Gehäuses und des Sattelstückes sind selbstredend nach einem Radius dem Drehpunkt R entsprechend gekrümmt, damit sie sich richtig auf einander bewegen können, wie bei Fig. 8 angedeutet.
Der Stütz- und Drehpunkt R des Geschützes besteht aus "einem Kugelgelenk, wovon die Kugel mit einem Stiel an ein Bügelstück A1 des Rahmens geschraubt ist, während der Sockel R 1 mit einer Haube versehen ist, welche sich in einem Scharnier bewegt und durch eine Schraube R2 geschlossen wird, so dafs beim Oeffnen der Haube die Kugel ein- oder ausgehoben werden kann. Das Loch in der Haube ist von länglicher Form, wie bei Fig. 4 angedeutet, so dafs es die vertical winklige Stellung des Geschützes zum Zielen und auch die Drehung zum Ausbreiten des Feuers zuläfst. Die Seiten der Oeffnung aber verhindern, dafs sich das Geschütz seitlich neigt.
■ Der Sockel R1 ist auf einem Gleitstück R3 befestigt, das sich in einer schwalbenschwanzförmigen Quernuth am Träger hin- und herbewegen kann, indem am Gleitstück eine Zahnstange Ri sitzt, in welche ein Getriebe ^1 eingreift, das auf einer auf .S gelagerten und vermittelst Handrades drehbaren Spindel festsitzt. Durch diese: Einrichtung wird die seitliche Bewegimg des Stützpunktes des Geschützes behufs des Zielens bewirkt, indem sich das Geschütz hierbei um die Stellschraube T am Hintertheil dreht. Diese Schraube ist am Sattelstück Q vermittelst eines·

Claims (6)

Gelenkes T1 T2 befestigt und schraubt sich in einer Hülse U auf und ab, welche mit Zapfen U1 in dem Träger S hängt, so dafs sich die Schraube mehr oder weniger schräg beim Auf- und Niederschrauben des Geschützes stellen kann. Die Gürtel K, welche die Patronenhalter J tragen, sind von beliebiger Länge und werden von einem Kasten Y an der Laffete, Fig. i, in das Geschütz eingeführt. Ein gekrümmtes Leitstück V ist am Gehäuse, Fig. 9, angebracht, um den Gürtel genau auf seine richtige Stellung auf der Trommel L zu leiten, und kann der Gürtel behufs der leichteren Einführung mit einer Metallzunge versehen sein. Der Rahmen des Geschützes besteht erstens aus dem cylindrischen Gehäuse A, zweitens aus den beiden Seitenstücken A3, welche an A seitlich befestigt und vorn um die Mündung des Geschützes gehen, um daselbst das Lager für die Welle zu bilden, wie aus Fig. 2 ersichtlich, und drittens aus dem Bügel Ai, welcher seitlich an A3 befestigt ist. Ferner kann das ganze Geschütz mit einer leichten Stahlhülle A, wie bei Fig. 1 angedeutet, umgeben werden, deren hinterer Theil sich gleich dem Gehäuse A in einem Scharnier drehen läfst. PATENτ-AnSprüche:
1. Die Regulirung der seitlichen Bewegung des Geschützes zum Ausbreiten des Feuers vermittelst einer auf der Kurbel befindlichen ,Scheibe O, die durch ein Gleitstück und Scala in bestimmte excentrische Stellungen der Welle gegenübergebracht werden kann, im wesentlichen wie beschrieben.
2. Die Anwendung eines Kugelgelenkes als Stütz- und Drehpunkt des Geschützes, im wesentlichen wie beschrieben.
3. Die Montirung des Kugelgelenkes auf ein Gleitstück, das vermittelst Zahnstange und Getriebe behufs des Richtens des Geschützes in der Querrichtung verstellbar ist, im wesentlichen wie beschrieben.
4. Die Anwendung eines Leitstückes V zum sicheren Aufleiten des Patronengürtels auf die Trommel, im wesentlichen wie beschrieben.
5. Die Anwendung einer Stahlhülle, vermittelst welcher das ganze Geschütz eingeschlossen wird, im wesentlichen wie beschrieben.
6. Die oben beschriebene Mitrailleuse in ihrer ganzen, durch die Zeichnung erläuterten Zusammenstellung.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT12453D Neuerungen an Mitrailleusen Active DE12453C (de)

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