DE1244323B - Einrichtung zum Betrieb eines Dampferzeugers mit Brennstoffen unterschiedlicher Heizqualitaet - Google Patents
Einrichtung zum Betrieb eines Dampferzeugers mit Brennstoffen unterschiedlicher HeizqualitaetInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23G—CREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
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Description
- Einrichtung zum Betrieb eines Dampferzeugers mit Brennstoffen unterschiedlicher Heizqualität Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Betrieb eines Dampferzeugers mit Brennstoffen unterschiedlicher Heizqualität bei getrennter Bunkerung beider Brennstoffarten, mit einem Haiiptverbrennungsrost und einer Zündhilfemaßnahme, wobei die Verbrennung des hochwertigeren Brennstoffes oberhalb der Feuerung für den geringwertigen Brennstoff und gesondert von diesem erfolgt.
- Es ist ein Verfahren zum Verbrennen von Müll bekannt, nach welchem der Müll mit flüssigem Pech oder sonstiaen Klebemitteln vermischt und unter Hinzufügung von Abfallbrennstoffen, wie Koksgrieß, zu Briketts gepreßt wird, die dann verbrannt werden. Nach einem anderen bekannten Verfahren zur Müllverbrennung wird die zur Verbrennung von heizwertarmem Müll erforderliche Feinkohle nüttels einer Fächerwalze und einer Rutsche den unteren Müllschichten zugeführt und wandert mit dem Müll, und zwar unter diesem bleibend, über einen Zündrost auf den Hauptrost, so daß eine gemeinsame Verbrennung beider Brenngutarten stattfindet. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß meist mehr als notwendig große Mengen hochwertiger Kohle verbrannt werden, falls sich nämlich beispielsweise der auf die brennende Kohle aufgegebene Müll sowieso schon aus sehr trockenen und gut brennbaren Bestandteilen zusammensetzt und selbst als fast hochwertiger Brennstoff auf dem Hauptrost zur Verfügung steht.
- Eine andere bekannte Vorrichtung zum Verbrennen von Müll arbeitet in der Weise, daß Zusatzkohle unmittelbar am Rostanfang auf den nach seinem Ende hin ansteigenden, mechanisch an 'ge- triebenen Stufenrost aufgebracht und der Müll an einer mehr gegen das Rostende vorgeschobenen Stelle, wo bereits ein lebhaftes Kohlefeuer vorhanden ist, beigegeben wird, so daß Kohleschicht und Müllschicht ständio, durcheinanderaemischt und umgewälzt werden. Wenn bei dieser Anlage auch Müll und Zusatzkohle getrennt gebunkert und getrennt aufgegeben werden, so weist diese Anlage hinsichtlich des Kohleverbrauches dieselben Nachteile auf "vie die vorerwähnte bekannte Vorrichtung.
- Schließlich wird nach einem ebenfalls bekannten Verfahren zur Verbrennuno, von minderwertiaen Abfallstoffen, z. B. Müll, unter Zusatz von Kohle, Koks od. dgl. der heizwertreichere und der heizwertärmere Stoff in Schichten übereinander auf dem Rost eines vorzugsweise schachtförmigen Verbrennungofens gelagert und ohne Mischung verbrannt. Dieses Verfahren arbeitet ebenfalls immer mit einem bestimmten Kohleanteil, ohne daß die meist unterschiedliche Brenngüte des Mülls, der oft sogar schon ohne Hilfsbrennstoff bis zurr Aschebildung verbrennt, dabei Berücksichtigung findet.
- Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, mit einer wenig Platz beanspruchenden und leicht bedienbaren Anlag, bei Verwendung eines minderwertigen, in seinem Heizwert sehr schwankenden Brennstoffes immer eine gleichbleibende Dampferzeugung zu erzielen.
- Gemäß dem Erfindungsvorschlag werden diese Erfordernisse dadurch gelöst, daß die Verbrennungsanlage für den hochwertigen Brennstoff als Schachtofen ausgebildet und für den Austrag der Schlacke C im bzw. der brennenden Kohle aus dem Schachtofen eine wahlweise bedienbare bzw. dem Heizwert des Creringwertigen Brennstoffes entsprechend einstellbare Vorschubeinrichtung vorgesehen ist. Die fortschrittliche Wirkuno, dieser baulichen Anordnung besteht in der Möglichkeit der Vergleichmäßigung des schwankenden Müllheizwertes durch wahlweise Zuaabe eines höherwertiaeren Brennstoffes mittels der Vorschubeinrichtung, so daß also der Verbrauch des heizkräftigeren Brennstoffes dem unterschiedlichen Heizwert des anfallenden Mülls angepaßt werden kann. Es kann also bei gutem, d. h. gut brennbarem Müll die völlig ausgebrannte Koksschlacke auf den Müllrost oder bei schlecht brennbarem Müll noch glühende Kohle auf den Müll gebracht werden. Dadurch, daß ferner über dem Anfang des Müllverbrennungsrostes ein Schachtofen für die Verbrennung des hochwertigen Brenngutes vorgesehen ist, ergeben sich die Vorzüge der Ersparnis baulich aufwendiger Zufuhrschächte und der kurzen Förderweg ge sowie der Vorteil der Herstellung dieses Schachtofens aus den Rohren des Dampferzeugers. Schließlich können die Koksrauchgase auch für die Dampferzeugung nutzbar gemacht werden.
- Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung vereinfacht dar.
- Mit 1 ist der Müllverbrennungsrost benannt, dessen Trockenzone bei la, dessen Brennzone bei lb und dessen Ausbrand bei Ic liegen. Der Müll wird bei 2 in den auch als Trockenzone wirkenden Schacht 3 eingebracht, der zur Erzielung kurzer Aufgabewege dicht an die linke äußere Rohrwand 4 des Dampferzeugers herangerückt ist. Diese zur Brennkammer bzw. zum ersten Zug gehörende Rohrwand 4 bildet zugleich einen Wandteil des im Zug 5 des Dampferzeugers untergebrachten Schacht-Ofens C 6 für den hochwertigeren Brennstoff, der bei 7 eingeffillt wird. Bei 8 ist der Lufteintritt für die Verfeueruno, des Kokses und bei 9 der Austritt der Koksrauchgase angedeutet, während sich unterhalb dieser Anordnungen der zweckmäßig etwa waagerecht liegende Austragschacht 10 befindet, in dessen Bereich eine aus Welle 11 und Schieberplatten 12 bestehende Austragvorrichtung 13 angeordnet ist. Die Bewegung der Schieberplatten 12 wird mittels gesteuertem Vorschubgetriebe ausgeführt, wodurch der wahlweise Ausstoß glühender Schlacke oder brennenden Kokses ermöglicht ist; der Ausstoß, fällt im Grenzbereich zwischen Trockenzone 1 a und Brennzone 1 b auf den zu verbrennenden Müll, entfiammt ihn und brennt ihn vollends ab.
- Mit 14 ist eine zwischen dem ersten und zweiten Zug gelegene Trennwand benannt, deren Rohrgitter bei 15 angedeutet ist. Somit werden die Rauchgase aus dem Schachtofen 6 ihre erste Wärme an diese Trennwand 14 und die übrigen Wände abgeben, um sich dann in dem zweiten Zug 16 des Dampferzeugers, durch den die Müllverbrennungsgase strömen, mit diesen Gasen zu vereinigen und durch das Rohrgitter17 gemeinsam abzuziehen. Durch die getrennte Führung der beiden Rauchgasströme wird ein Verschmutzen der Heizflächen des Dampferzeugers verhindert, was in erster Linie auf den zwangsweisen Kühlweg der Schachtofenrauchgase im ersten Zug5 zurückzuführen ist.
- Die beschriebene Einrichtung läßt sich auch für Warmwasserversorgung verwerten. Es ist auch möglich, in bestimmten Fällen die Trennwand 14 fortzulassen, so daß sich für die Koksfeuerung und die Müllfeuerung eine gemeinsame Brennkammer ergibt.
Claims (1)
- Patentanspruch: Einrichtung zum Betrieb eines Dampferzeugers mit Brennstoffen unterschiedlicher Heizqualität bei getrennter Bunkerung beider Brennstoffarten, mit einem Hauptverbrennungsrost und einer Zündhilfemaßnahme, wobei die Verbrennung des hochwertigeren Brennstoffes oberhalb der Feueran- für den -eringwertigen Brennstoff und gesondert von diesem erfolgt, d a d u r c h g e -l# e n n z e i c h n c t, daß die Verbrennungsanlage für den hochwertigen Brennstoff als Schachtofen (6) ausgebildet und für den Austrag der Schlacke bzw. der brennenden Kohle aus dem Schachtofen (6) eine wahlweise bedienbare bzw. dem Heizwert des geringwertigen Brennstoffes entsprechend einstellbare Vorschubeinrichtung (11, 12, 13) vor-,gesehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 198 596, 530 421, 631814, 548 968, 569 240, 495 660, 1086 382, 1090 365, 974 912, 1120 062; deutsche Auslegeschrift Nr. 1138 499; britische Patentschrift Nr. 880 996; Archiv für Energiewirtschaft, ZD Nr. 5151 vom 10. 3. 1951 und ZD Nr. 6/51 vom 25. 3.1951, S. 167 bis 175 und S. 198 bis 205; Zeitschrift »Brennstoff -Wärme-Kraft«, 1962, Nr. 5, S. 232; Mitteilungen der VGB, 1962, Heft 79, S. 235.
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| DE (1) | DE1244323B (de) |
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- 1963-10-29 DE DE1963M0058713 patent/DE1244323B/de active Pending
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