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Thermostatisch gesteuertes Tellerventil Die Erfindung bezieht sich
auf ein thermostatisch Cr -
gesteuertes Tellerventil, bei welchem der eine
Ther mostatteil mit dem Ventilteller zusammenwirkt und der andere gegenüber diesem
ersten in Abhängigkeit von der Temperatur bewegliche Ihermostatteil an einem am
Ventilgehäuse angebrachten Bügel abgestützt ist.
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Es ist bereits ein Tellerventil dieser Art bekannt, bei welchem der
bewegliche Thennostatteil an einem Stangenteil ausläuft, welches einen abgerundeten
Kopf aufweist und mit diesem in einer Vertiefung des am Ventilgehäuse angebrachten
Bügels lose kippbar abgestützt ist. Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei Schwingungen
oder anderen äußeren Einwirkungen auf den Ventilteller das Stangenteil leicht aus
seiner Vertiefung herausspringt.
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Um ein derartiges Lösen der Verbindung zwischen Thermostatstangenteil
und Bügel zu vermeiden, ist es an sich bereits bekannt, den Stangenteil mit einem
Gewinde zu versehen und in eine entsprechende Gewindebohrung des Bügels fest einzuschrauben.
Diese bekannte Befestigungsart, die auch ein Einstellen des Thermostaten ermöglicht,
besitzt aber wiederum den Nachteil, daß der Thermostat und damit der Ventilteller
nicht gegenüber dem Bügel kippen kann, was im Hinblick auf ein sicheres Schließen
des Ventils aber nötig ist.
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Schließlich wurde zur Vermeidung eines Herausspringens des Stangenteiles
auch bereits versucht, das Stangenteilende mit einem dünnen Fortsatz zu versehen,
der in eine entsprechende Bohrung des Bügels eingesetzt wird. Dabei hat sich jedoch
herausgestellt, daß die sich am Bügel abstätzende Schulter zwischen Fortsatz den
Stangenteil den Bügel mit der Zeit durchwetzt.
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Um all diese Nachteile der bekannten beweglichen Lagerungen des Stangenteils
am Bügel zu vermeiden und gleichzeitig die Nachteile einer starren Verbindung zwischen
Bügel und Thermostatteil auszuschalten, schlägt die Erfindung vor, daß der in der
Bügelvertiefung gelagerte abgerundete Kopf durch am Bügel angebrachte und seitlich
über den Kopf des Stangenteils eingebogene Lappen axial gehalten ist.
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Durch diese erfindungsgemäße Maßnahme -wird infolge der runden Ausführung
des Kopfteiles ein Durchwetzen des Bügels verhindert und gleichzeitig das für ein
sicheres Schließen des Ventils erforderliche Kippen ermöglicht. Durch die erfindungsgemäßen
Haltelappen wird zusätzlich verhindert, daß sich der Stangenteil axial verschieben
oder aus seiner Lagerung sogar herausspringen kann.
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Die Erfindung wird ün folgenden an Hand schematischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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F i g. 1 zeigt ein thermostatisch gesteuertes Tellerventil
mit der erfindungsgemäßen Abstützung in Seitenansicht; F i g. 2 zeigt einen
Längsschnitt durch dieses Tellerventil nach den Linien II-II in F i g. 1.
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Der in F i g. 1 und 2 gezeigte Wasserleitungsthermostat
110 umfaßt allgemein einen Querwandteil 111
mit einem nach außen vorspringenden
ringförnügen Flansch 112, mittels dessen der Thermostat an der gewünschten Stelle
in das Kühlsystem eines Straßenfahrzeugs od. dgl. eingeschaltet werden kann. Der
Querwandteil 111 trägt ferner einen schräg nach innen und oben abgewinkelten
inneren Randabschnitt 113 mit einer öffnung 114 als Hauptdurchlaß für das
den Thermostaten passierende Strömungsmittel.
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Ein Bügel 115 ragt von dem Querwandteil 111 aus nach
oben und ist mit diesem durch Schweißen od. dgl. fest verbunden. Der Bügel ist vorzugsweise
aus einem langen schmalen Materialstück hergestellt, das längs seiner Achse gebogen
ist, so daß der Bügel eine starre Unterstützung von ausreichender Festigkeit bildet.
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Das auch hier vorgesehene wärmeempfindliche Betätigungsaggregat 120
arbeitet ebenso wie das schon beschriebene Betätigungsaggregat 20 und umfaßt einen
temperaturempfindlichen Teil 121, einen Bund 122, einen Abschnitt 123 zum
Führen des Betätigungsorgans
und ein Betätigungsorgan 124. Der
Thermostat enthält in seinem temperaturempfindlichen Teill21 ein schmelzbares, sich
bei der Erwärmunor ausdehnendes Material, das sich dann ausdehnt, wenn die Umgebungstemperatur
bis zur kritischen Temperatur des ausdehnungsfähigen Materials oder darüber hinaus
ansteigt. Das äusdehnungsfähige Material wirkt auf eine innerhalb des Betätigungsaggregats
angeordnete Membran, die ihrerseits an dem Betätigungsorgan 124 anliegt oder mit
ihm verbunden ist, so daß die Erwärmung des temperaturempfindlichen Teils 121 bis
oberhalb der kritischen Temperatur des darin enthaltenen ausdehnungsfähigen Materials
bewirkt, daß das Betätigungsorgan 124 aus dem Gehäuse des Aggregats 120 ausgeschoben
wird. Aus Gründen der Einfachheit wird hier derjenige Teil des Betätigungsaggregats
120, welcher den temperaturempfindlichen Teil 121, den Bund 122 und den Führungsabschnitt
123 umfaßt, als Gehäuse bezeichnet.
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Es sei bemerkt, daß das freie Ende des Betätigungsorgans 124 eine
Ringnut 125 aufweist, die einen Kopf 126 am äußeren Ende dieses Organs
abgrenzt. Der Kopf 126 besitzt eine abgerundete Stirnfläche, 127,
die
in eine entsprechend geformte Vertiefung 128 des Bügels 115 paßt.
Die Vertiefung 128 kann beliebig geformt sein und einfach einen abgerundeten
Teil des Bügels 115 umfassen. Es ist jedoch wichtig, festzustellen, daß an
den Bügel 115 gekrümmte Finger 129 angearbeitet sind, die um den Kopf
127 herumgreifen und auf entgegengesetzten Seiten des Betätigungsorgans 124
so nach innen in die Ringnut 125 hinein umgebogen sind, daß sie zwangläufig jede
axiale Bewegung des Betätigungsorgans gegenüber dem Bügel 115 verhindern.
Man erkennt jedoch, daß die gekrümmten Finger 129 nur so weit nach innen
umgebogen sind, daß sich der Kopf 126 nicht aus der Vertiefung 128 herausbewegen
kann, daß sie jedoch Kippbewegungen des Betätigungsorgans gegenüber der Vertiefung
128 nicht verhindern. Das abgerundete Ende 127 des Kopfes
126 kann daher ungehindert Kippbewegungen innerhalb gewisser Grenzen in der
Vertiefung 128 ausführen; es ist nur eine sehr kleine Kippbewegung erforderlich,
um die Nachteile bekannter Ventilkonstruktionen zu vermeiden, auf die schon weiter
oben eingegangen wurde. -
Der Basiswandteil 130 ist an der Querwand
111
vorzugsweise in der gleichen Weise befestigt, wie der Bügel mit der Querwand
verbunden ist, und er erstreckt sich auf der von dem Bügel 115 abgewandten
Seite der Queiwand von dieser weg. Der Basiswandteil umfaßt einen nach oben vorspriingenden
Federführungsabschnitt 131, der sich gleichachsig mit der zentralen Öffnung
114 erstreckt und bei 132 eine Öffnung als Führung für den temperaturempfindliche'n
Teil 121 des Betätigungsaggregats 120 besitzt.
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Ferner ist ein Ventilorgan 133 zum Regeln der Strömung durch
die Öffnung 114 vorgesehen; das Ventilorgan trägt einen nach außen abgewinkelten
Flansch 134, der an der schräg nach innen und oben verlaufenden Wand 113
angreifen kann, um die Durchtrittsöffnung 114 zu verschließen. Ferner besitzt das
Ventilorgan 133 einen damit aus einem Stück bestehenden, nach innen vorspringenden
Flansch mit einer zentralen Öffnung zum Aufnehmen des temperaturempfindlichen Teils
121 des Betätigungsaggregats 120. Der Flansch 135 stützt sich an dem Bund
122 ab und wird vorzugsweise durch eine zwischen dem Flansch 134 des Ventilorgans
und dem Basiswandteil 130 angeordnete Rückführfeder 136 für das Betätigungsaggregat
in Anlage an dem Bund 122 gehalten. Die Feder 136 erfüllt somit die doppelte
Aufgabe, das Ventilorgan 133 in formschlüssiger Anlage an dem Bund 122 zu
halten und das Betätigungsaggregat in seine Stellung nach F i g. 2 zurückzuführen,
sobald sich das temperaturempfindliche Material in dem temperaturempfindlichen Teil
121 wieder abgekühlt hat. Die Feder 136 umschließt den Führunasabschnitt
131 des Basis.wandteils 130 und wird durch diesem gegenüber in der
richtigen Lage gehalten.