DE1243063B - Verfahren zum Herstellen einer dreischichtigen Haftschablone - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer dreischichtigen HaftschabloneInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.
B44d
Deutsche Kl.: 75 c - 26/01
Nummer: 1 243 063
Aktenzeichen: L 44644 VI b/75 c
Anmeldetag: 4. Januar 1960
Auslegetag: 22. Juni 1967
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer dreischichtigen Haftschablone zum
Malen, Spritzen und Zeichnen, die aus zwei mit einer trennbaren Bindemittelschicht verbundenen Blättern
mit verschieden großen, übereinanderliegenden Ausschnitten besteht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine absolut saubere Schablonenarbeit bei weitgehender
Zeitersparnis, selbst durch weniger geschulte Graphiker oder angelernte Kräfte zu ermöglichen.
Soweit Schablonen zum Herstellen von bildhaften Mustern, Zeichen, Schriften und künstlerischen Motiven
gebraucht werden, bestehen sie aus starkem Papier (Schablonenpapier) dünnen Blechen, die ausgestanzt
werden, und anderen zu diesem Zweck geeigneten Werkstoffen. Besonders der Maschinen-Retuscheur
und der Graphiker verwenden zu deren Herstellung durchsichtige Hartfolien.
Die Herstellung der letztgenannten Schablonen erfolgt in der Weise von Hand, daß man auf die Zeichnung
ein Blatt durchsichtiger Hartfolie lose auflegt. Eine Befestigung gegen Verschieben ist dabei nicht
möglich oder zumindest schwierig, weil die Originalzeichnung nicht mit Heftnägeln oder Klebemitteln
beschädigt werden darf; dasselbe gilt auch für die aufgelegte Hartfolie. Es bleibt nur übrig, die Hartfolie
mit kleinen Bleiklötzchen zu beschweren, d. h., jegliche behelfsmäßige Verbindung scheidet aus. Die
Belastungsklötzchen sind besonders schon beim Ritzen der Hartfolie zum Austrennen der Motive hinderlich,
weil dadurch die freie Betätigung der arbeitenden Hand gehemmt ist; die Schablone verrutscht
leicht während des Ritzens. Nach dem Ritzen wird die geritzte Folie abgehoben und um die Ritzenlinien
beiderseitig hin und her abwärts gebogen, wodurch die Ritzen zerreißen und das Vorlagemotiv in der
genauen Umgrenzungslinie herausbricht und herausfällt. Für die weitere Bearbeitung wird die Schablone,
die das Motiv als Negativ darstellt, auf einen Karton oder irgendeine vielleicht schon für später brauchbare
Unterlage aufgelegt, damit durch Aufspritzen von Farbstoff das genaue Profilbild erscheint. Für
diese Arbeit mußte die Negativschablone erst recht nämlich mit den üblichen Bleiklötzchen gegen Verrutschen
gesichert werden, zumal nunmehr auch noch der Luftdruck der Spritzpistole auf die lose aufgelegte
Negativschablone einwirkt und der Luftdruck sogar unterhalb der Schablonenkanten eintritt, sie
stellenweise abhebt und unscharfe Bilder mit Schmierrändern hinterläßt. Dagegen schützen die
Bleiklötzchen nur wenig. Alle diese Schwierigkeiten behindern außerordentlich und erschweren eine ab-Verfahren
zum Herstellen
einer dreischichtigen Haftschablone
Anmelder:
Anton Loderer, Berlin 30, Potsdamer Str. 130
Als Erfinder benannt:
Anton Loderer, Berlin
Anton Loderer, Berlin
solut saubere Herstellung des fertigen Positivbildes. Man hat zwar diese große Schwierigkeiten zu überwinden
gesucht, indem man ganz vorsichtig nachträglich während der Arbeit die Schablone auf ihrer
Unterfläche behelfsmäßig mit Gummilösung bestrichen hat und dann vorsichtig auf das Bild aufdrückte.
Dabei wurden naturgemäß möglichst nur solche Klebestellen ausfindig gemacht, die das Bild
und die Schablone möglichst wenig verletzen konnten. Trotz der größten Vorsicht wurden dann doch
schließlich die Bilder, von denen derartige Schablonen abgenommen werden mußten, sogar bis zur weiteren
Unbrauchbarkeit beschädigt.
Beim Bemalen und Dekorieren von Wänden würde der Maler gern nur solche Schablonen verwenden,
die künstlerisch für bestimmte Fälle entworfen wurden. Jedoch haben diese auf Schablonenpapier hergestellten
Schablonen den Fehler, nicht maßhaltig zu sein und von der Wand fortwährend abzurutschen
und abzufallen, weil das Schablonenpapier an der Wand nicht behelfsmäßig befestigt werden konnte.
Der Maler aber braucht seine Hände ständig für die Malereiherstellung. Aus allen diesen Gründen benutzt
man derartige Schablonen fast nur noch für die Herstellung von Abschlußbordüren zwischen Wand
und Decke. Sie bestehen in der Regel aus einigen Standardmustern, die fabrikmäßig hergestellt werden.
Alle diese bisher gebräuchlichen Schablonen haben den großen Nachteil, daß sie sich beim Schablonieren
leicht hin und her bewegen können und dann »schmieren«.
Es ist ferner außer den das Entfernen des einen der beiden Papierblätter des Duplex-Papiers erfordernden, für Graphiker, Retuscheure, Stoffmaler usw. nicht geeigneten Siebdruckschablonen ein Schablonenaufbau aus zwei durch Klebstoff verbundenen Blättern mit übereinanderliegenden verschieden großen Ausschnitten mit einem Klebstoffrand bekanntgeworden. Auf diese Weise kann zwar eine feste Verbindung zwischen den beiden Blättern er-
Es ist ferner außer den das Entfernen des einen der beiden Papierblätter des Duplex-Papiers erfordernden, für Graphiker, Retuscheure, Stoffmaler usw. nicht geeigneten Siebdruckschablonen ein Schablonenaufbau aus zwei durch Klebstoff verbundenen Blättern mit übereinanderliegenden verschieden großen Ausschnitten mit einem Klebstoffrand bekanntgeworden. Auf diese Weise kann zwar eine feste Verbindung zwischen den beiden Blättern er-
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Claims (1)
- reicht und ein Verrutschen der Schablone sowie Eindringen von Farbe in den Raum außerhalb der Begrenzungslinien verhindert werden. Es handelt sich hierbei jedoch um eine überwiegend für Druckmaschinen bestimmte Schablone, die erst im Endzustand eine dreiteilige Einheit bildet und die schon deswegen für graphische und Retuscheurarbeiten ungeeignet ist, weil hierbei zuerst ein durchsichtiges Papierblatt zur Herstellung eines Hintergrundes genommen, dann auf das Foto haftend angebracht und ausgeschnitten und danach ein zweites Papierblatt verwendet und dem ersten Papierblatt im Ausschnitt entsprechend angepaßt werden muß, wobei schließlich das erste Papierblatt mit einem Haftkleber bestrichen werden müßte, um beide Schablonenteile zusammenzubringen.Zur Vermeidung dieser Nachteile wird daher erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß auf der oberen aus einer weichen transparenten Kuststoffolie bestehenden Schicht das Motiv nach einer untergelegten Vorlage geschnitten wird, die untere aus einer härteren, dickeren transparenten Kunststoffolie bestehende Schicht mit einem Abstand von der Motivkontur angeritzt wird und anschließend die Ausfallteile vom Schablonenkörper abgehoben werden.Dadurch ergibt sich eine Dreischichtschablone, deren Bestandteile, d.h. der Motivträger (dünne Folie), der Schablonenträger (dickere Folie) und der zwischen den beiden Folien befindliche Haftkleber im trockenen Zustand an der Herstellung der Schablone, d. h. ohne aufreißende Wirkung beteiligt und immer, und zwar auch dann noch als eine Einheit vorhanden sind, wenn das Positiv vom Negativ getrennt ist. Die drei vorgenannten Bestandteile ergeben somit eine Wechselwirkung, wobei der Haftkleber (trennbares Mittel) somit von vornherein zwischen den beiden Folien und nicht außerhalb derselben angebracht ist. Die Kombination von zwei Kunststoffolien mit dem mittleren Haftkleber gewährleistet eine trockene, sichere, rasche und sachgerechte Funktion zum Aufbringen auf Fotopapiere, feine Zeichenpapiere, seidene Stoffe usw.Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, und zwarFig. 1 ein Dreischichtenmaterial von dem zur Herstellung der Schablone ausgegangen wird, das aus zwei von vornherein durch eine Klebeschicht verbundenen Schichten besteht, nämlich aus einer durchsichtigen harten Folie und der darauf z.B. mittels Gummiklebers befestigten weichen Folie, unddie in der Zeichnung in der Reihenfolge dargestellt ist, daß auf einem als Vorlage dienenden Kartenblatt die harte Folie 1 aufliegt, auf der die weiche Folie 2 mittels Klebers 3 von vornherein befestigt ist, in Draufsicht, wobei zur Veranschaulichung die obenliegende harte Folie um eine Ecke zurückgeschlagen ist,F i g. 2 die Anordnung der Folien übereinander in der Arbeitsstellung, in der auf dem Zeichenbrett unten die durchsichtige harte dickere Folie 1 aufliegt und darüber die bereits von vornherein mittels Gummiklebers 3 befestigte weiche Folie 2, die zunächst geschnitten wird, wobei in der Zeichnung der Buchstabe »i« bereits etwa zur Hälfte ausgeschnitten ist, in Draufsicht auf die weiche Folie,Fig. 3 die umgewendete Schablone, wobei die harte Folie oben liegt und ihrerseits geritzt wird, jedoch in einem Abstand ringsum von der Zeichnungs-IinieTF i g. 4 das Ausbrechen der Schablone, wobei die starke Folie 2 um ihre Ritzlinien hin und her bzw. auf und nieder gebogen und dadurch zwischen diesen Grenzlinien liegende Teil der starken Folie aus dieser herausgebrochen wird,F i g. 5 das Abziehen der dünnen Folie von der ausgebrochenen starken Folie undFig. 6 das Spritzen mit Hilfe der gewonnenen Schablone, nachdem die zwischen 5 und dem Schablonenausschnitt 6 liegende Umgrenzungsfläche als Kleberand auf dem Zeichnungsblatt durch einfaches Aufdrücken aufgeklebt worden ist.Patentanspruch:Verfahren zum Herstellen einer dreischichtigen Haftschablone zum Malen, Spritzen und Zeichnen, die aus zwei mit einer trennbaren Bindemittelschicht verbundenen Blättern mit verschieden großen, übereinanderliegenden Ausschnitten besteht, dadurch gekennzeichnet, daß auf der oberen aus einer weichen transparenten Kunststoffolie bestehenden Schicht das Motiv nach einer untergelegten Vorlage geschnitten wird, die untere aus einer härteren, dickeren transparenten Kunststoffolie bestehende Schicht mit einem Abstand von der Motivkontur angeritzt wird und anschließend die Ausfallteile vom Schablonenkörper abgehoben werden.In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2007 056, 1480 200.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen709 607/458 6.67 © Bundesdnickerei Berlin
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4397261A (en) * | 1981-10-30 | 1983-08-09 | The Excello Speciality Company | Paint mask |
| US4430137A (en) | 1981-10-30 | 1984-02-07 | The Excello Specialty Company | Paint mask and method |
| DE3633167A1 (de) * | 1986-09-30 | 1988-03-31 | Viktor Ebenhoch | Verfahren zum beschriften von planen |
| FR2759306A1 (fr) * | 1997-02-11 | 1998-08-14 | Plasto Sa | Pochoir auto-adhesif |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1480200A (en) * | 1922-08-07 | 1924-01-08 | Elliott Harriet Adell | Stencil |
| US2007056A (en) * | 1931-10-31 | 1935-07-02 | Floyd R Mccord | Method of making stencils |
-
1960
- 1960-01-04 DE DEL44644A patent/DE1243063B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1480200A (en) * | 1922-08-07 | 1924-01-08 | Elliott Harriet Adell | Stencil |
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