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DE124238C - - Google Patents

Info

Publication number
DE124238C
DE124238C DE1899124238D DE124238DA DE124238C DE 124238 C DE124238 C DE 124238C DE 1899124238 D DE1899124238 D DE 1899124238D DE 124238D A DE124238D A DE 124238DA DE 124238 C DE124238 C DE 124238C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ozone
air
oxygen
water
sterilization
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1899124238D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE124238C publication Critical patent/DE124238C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT7846D priority Critical patent/AT7846B/de
Priority to AT19282D priority patent/AT19282B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/72Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation
    • C02F1/78Treatment of water, waste water, or sewage by oxidation with ozone

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vr 124238
KLASSE 85«.
Gasgemischen.
Bei der Sterilisation von Wasser durch Berührung mit ozonisirter Luft hat sich gezeigt, dafs erst eine gewisse Concentration des Ozons in der Luft in stärkerem Mafse auf die in dem Wasser enthaltenen Bacterien ü. s. w. wirkt, ferner, dafs bei Anwendung von Luft, die den erforderlichen Ozongehalt besitzt, nur ein verhältnifsmäfsig geringer Theil des Ozons verbraucht wird, während der Rest unbenutzt entweicht. Die vorliegende Erfindung sucht den hiermit verbundenen Nachtheil, dafs die Ozonapparate verhältnifsmäfsig grofs sein müssen und einen über das eigentlich Erforderliche weit hinausgehenden Energieaufwand verlangen, zu vermeiden. Die Anordnung, durch die sie dies erreicht, ist folgende:
In die Ozonapparate wird nicht mehr wie gewöhnlich atmosphärische Luft eingeführt, sondern in erster Linie die schon einmal durch den Wassersterilisationsapparat gegangene und beim Austritt aus diesem noch viel Ozon enthaltende Luft. Diese wird in dem Ozonapparat ■wieder auf den für die Sterilisation erforderlichen Ozöngehalt gebracht und geht dann wieder in den Sterilisationsapparat. Dem Verbrauch an Sauerstoff entsprechend wird dem System continuirlich oder von Zeit zu Zeit entweder etwas neue atmosphärische Luft oder aber reiner Sauerstoff oder ein sauerstoffreicheres Luftgemisch zugeführt. Die Zufuhr reinen Sauerstoffes oder sauerstoffreicherer Luftgemische gestaltet sich im vorliegenden Fall erst günstig, denn bei Nichtinnehaltung eines Kreisprocesses würden die Herstellungskosten des erforderlichen Sauerstoffes den praktischen Werth dieser Methode bei weitem übersteigen.
Eine Wassersterilisationsanlage, bei der das neue Verfahren zur Anwendung kommt, stellt die beiliegende Zeichnung dar.
Durch die Centrifugalpumpe c wird das Wasser aus dem Reservoir r nach dem Sterilisationsthurm s gehoben, der eine Art von Skrubber darstellt, durch den das Wasser langsam herabrieselt, während von unten her in den Thurm die ozonisirte Luft eintritt und mit dem herabrieselnden Wasser in Berührung kommt. Das aus ' dem Thurm abfliefsende Wasser gelangt in das Zwischenreservoir b, aus dem es mittels der Pumpe d durch das Rohr m nach dem Wasserthurm w gehoben wird.
Der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Kreislauf wird durch den Ventilator ν unterhalten. Dieser drückt die oben aus dem Sterilisationsthurm und zwar durch das Rohr g austretende und noch ozonreiche Luft nach dem Ozonapparat 0, worin der Ozongehalt dieser Luft wieder auf den für die Sterilisation wünschenswerten hohen Gehalt an Ozon gebracht wird.
Nach Mafsgabe des Verbrauchs an Sauerstoff in dem Sterilisationsthurm wird dem Kreislauf continuirlich etwas neue Luft zugeführt; zwischen dem Ventilator ν und dem Ozonapparat o, also an einer Stelle, an der immer ein geringer Ueberdruck gegenüber dem atmosphärischen Druck vorhanden ist, ist eine kleine
Öeffnung t angebracht, aus der dauernd etwas . Luft . ausströmt. Diesem Ausströmen entsprechend wird durch die äufsere Oeffhung des Zweiwegehahnes ^, wie leicht ersichtlich ist, von selbst wieder etwas frische Luft angesaugt. Der Zweiwegehahn \ wird zu gleicher Zeit zum Reguliren der Menge der den Sterilisationsthurm durchfliefsenden Luft benutzt.
Wie bereits eingangs erwähnt, kann statt der atmosphärischen Luft reiner Sauerstoff oder ein sauerstoffreicheres Luftgemisch zufolge des Kreisprocesses in überaus gewinnbringender Weise zur Ergänzung des verbrauchten Sauerstoffes verwendet werden.
Unmittelbar vor dem Ozonapparat ist in die Rohrleitung zweckmäfsig ein Trockenapparat f ■ eingeschaltet, um der beim Durchgang durch den Sterilisationsthufm stark angefeuchteten Luft den gröfsten Theil dieser Feuchtigkeit wieder zu entziehen.
Es hat sich gezeigt, dafs das der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Verfahren nicht nur. bei der in der Zeichnung dargestellten Wassersterilisation, sondern auch bei allen anderen Ozonisirungsprocessen mit Vortheil angewendet werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Behandlung von Flüssigkeiten mit ozonisirter Luft oder anderen ozonhaltigen. Gasmischungen, wobei die angewendete Ozonluft zum Zwecke ihrer wiederholten Benutzung fortgesetzt nach Beimischung von Sauerstoff oder Luft von Neuem in den Ozonapparat eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Erhaltung einer möglichst gleichen Ozonconcentration die Leitung der Ozonluft in einem über den Ozonapparat und den Apparat zur Behandlung der Flüssigkeit geschlossenen Kreislauf geschieht, dem an einer Stelle beständig eine geringe Menge reinen Sauerstoffes oder eines sauerstoffreichen Luftgemisches zugeführt wird und an einer anderen Stelle dem Ozonapparat eine entsprechende Menge des ozonhaltigen Luftgemisches entweichen kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1899124238D 1899-07-27 1899-07-27 Expired - Lifetime DE124238C (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT7846D AT7846B (de) 1899-07-27 1901-01-04 Verfahren zur Behandlung von Flüssigkeiten mit Ozon oder ozonhältigen Gasmischungen.
AT19282D AT19282B (de) 1899-07-27 1903-11-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE124238C true DE124238C (de)

Family

ID=393039

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1899124238D Expired - Lifetime DE124238C (de) 1899-07-27 1899-07-27

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE124238C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1083189B (de) * 1955-08-29 1960-06-09 Chlorator G M B H Anlage zur kontinuierlichen Ozonisierung von Wasser
DE1253644B (de) * 1963-03-29 1967-11-02 Pintsch Bamag Ag Verfahren zur Wasserreinigung durch Trockenfiltration
DE1278957B (de) * 1963-06-13 1968-09-26 Heinz Henke Verfahren zum Aufbereiten von Wasser

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DE1253644B (de) * 1963-03-29 1967-11-02 Pintsch Bamag Ag Verfahren zur Wasserreinigung durch Trockenfiltration
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