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Optische Anzeigevorrichtung für programmgesteuerte Papierschneidemaschine
Die Erfindung betrifft eine Papierschneidemaschine und bezieht sich dabei insbesondere
auf eine optische Anzeigeeinrichtung für einen automatisch programmierten Anschlagsattel,
die als Informationsträger ein mehrkanaliges Speicherband, einen Tastkopf zur Abtastung
der Informationssignale jedes Kanals und motorbetriebene Verstellorgane zur Bewegung
und Feststellung des Tastkopfes zu den einzelnen Speicherkanälen aufweist.
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Zur automatischen Bewegung eines Anschlagsattels gemäß den Abständen
von Signalen auf einem Magnetband läßt sich eine Programmiereinrichtung benutzen.
Die auf mehreren Kanälen des Bandes aufgezeichneten Signale bewirken ein Anhalten
des Anschlagsattels mit dem zu schneidenden Papierstapel an vorbestimmten Schnittstellen.
Bei einer bekannten derartigen Schneidmaschine hat das Magnetband acht Kanäle, und
der Abnahmekopf läßt sich quer über das Band auf jeden Kanal einstellen. Es ist
je-
doch keine Anzeige vorgesehen, welche die Arbeitsstellung des Abnahmekopfes
anzeigt: man weiß also weder, ob sich der Abtastkopf gerade auf eine neue Spur einstellt,
noch ob er seine Arbeitslage auf einer neuen Spur bereits eingenommen hat.
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Ein anderes bekanntes Regelsystem betrifft das automatische Weiterschalten
einer drehbaren Programmwalze, die als Informationsträger dient und mehrere Informationskanäle
aufweist, die durch Drehung der Walze eingeschaltet werden. Um die dazu notwendige
Automatik möglichst einfach und mißbrauchsicher zu gestalten, ist mit der Programmwalze
eine Schaltscheibe verbunden, auf der Positionskerben in einer Winkelstellung entsprechend
der Anordnung der Informationskanäle auf der Walze angeordnet sind. Ferner ist diese
Einrichtung mit einem Schaltsystem ausgerüstet, das zum Auslösen der Drehbewegung
der Programmwalze zur Umschaltung zwischen den einzelnen Inforinationsbahnen ausgerüstet
ist. Wenn die Programmwalze eine gewünschte Abtastposition erreicht hat, leuchtet
eine entsprechende Anzeigelampe auf; sie erlöscht, wenn der nächste Schalter bedient
wird. Diese Lampen lassen jedoch lediglich erkennen, welche Informationsbahn der
Programmwalze gerade zur Abtastung bereitsteht. Weitere optische Informationen über
die je-
weilige Funktion, die das Abtastorgan in bezug auf den Informationsträger
erfüllt, werden hierbei nicht gegeben.
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Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Anzeigeeinrichtung
zu schaffen, die jederzeit zuverlässig zu erkennen gibt, an welcher Stelle sich
der Tastkopf in bezug zum Inforinationsträger befindet. Es soll sowohl ersichtlich
sein, ob sich der Tastkopf gerade zwischen den Kanälen befindet, welchen Kanal er
gerade verlassen hat, um zu einem bestimmten anderen Kanal zu gelangen, als auch
festzustellen, ob der Tastkopf einen bestimmten Kanal bereits erreicht hat und seine
Betriebsstellung zur Informationsabfühlung eingenommen hat. Schließlich soll auch
auf einen Blick zu erkennen sein, welches Abtastprogramm der Tastkopf mit Hilfe
der Automatik noch zu durchlaufen hat.
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Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben dadurch gelöst daß an sich bekannte
Lampen, Schaltmittel und Stromversorgungseinrichtungen für die Lampen derart in
bezug zu den Verstellorganen und dem Tastkopf bzw. Speicherband angeschlossen sind,
daß eine erste Gruppe je einem Kanal zugeordneter Lampen A einer ersten
Farbe zur Anzeige der entsprechenden Kanalwahl behn Betätigen de-, zugeordneten,
mit der jeweiligen Lampe gekoppelten Kanalschalters und eine zweite Gruppe
je einem Kanal zugeordneter Lampen B einer anderen Farbe zur An--zeige der
Position des Tastkopfes auf dem zugeordneten Kanal dient. Diese Anzeigevorrichtung
bietet die insbesondere bei vollautomatischer Wirkungsweise sehr erwünschte exakte
überwachungsmöglichkeit des Betriebes der programmierten Maschine.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Schalt- und
Stromversorgungseinrichtung ,en derart angeordnet, daß beim Betätigen des Verstell-C
organs
zur Verstellung des Tastkopfes quer zum Speicherband, d. h. zur Kanalumschaltung,
die entsprechende zugeordnete Lampe B der anderen Farbe aufleuchtet. Außerdem können
zusätzliche Schalteinrichtungen vorgesehen werden, die die entsprechenden Lampen
A der ersten Farbe ausschalten, sobald die zugeordnete Lampe B der anderen
Farbe erleuchtet.
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Dadurch wird unmittelbar angezeigt, daß der Tastkopf einen Programmschritt
bewältigt hat und bereits zum nächsten Programmschritt, d. h. zum überwechseln
auf den nächsten Kanal, übergegangen ist.
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Andererseits kann es auch vorteilhaft sein, die Schalt- und Stromversorgungseinrichtungen
derart zu koppeln, daß die entsprechende Lampe B der zweiten Farbe erst dann aufleuchtet,
wenn der Tastkopf auf dem ausgewählten Kanal angelangt ist.
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Die erfindungsgemäße Anzeigeeinrichtung läßt sich zweckmäßig auf einem
an der Vorderseite der Maschine angeordneten Steuerpult zusammenfassen, das für
die Bedienungsperson gut sichtbar ist und eine Reihe von Hand zu betätigender Schalter
enthält, mittels derer sich das gewünschte Programm zusammenstellen läßt. Jedem
Schalter ist ein bestimmter Kanal und zwei verschiedenfarbige Lampen A und
B zugeordnet. Beispielsweise leuchten bei der Vorwahl bestimmter Kanäle jeweils
weiße Lampen auf, die diese Vorwahl anzeigen. Das Abtastorgan bewegt sich zur Ausrichtung
auf einen angewählten Kanal quer über das Magnetband und betätigt in der gewünschten
Stellung einen Kanalmikroschalter, wodurch beispielsweise eine gelbe Lampe am Steuerpult
aufleuchtet, die anzeigt, daß der angewählte Kanal nunmehr in Betrieb ist; die entsprechende
weiße Lampe kann gleichzeitig erlöschen. Verläßt das Abtastorgan nach dem Durchlaufen
des Programmschrittes diesen Informationskanal wieder, um sich auf einen nächsten
angewählten Kanal, dessen weiße Lampe noch brennt, einzustellen, so erlischt die
gelbe Lampe des letzten Kanals.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an Hand der folgenden Beschreibung
und der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 die Gestaltung des
Steuerpultes an der Vorderseite der Maschine und F i g. 2 schematisch einen Teil
der Steuerschaltung für das Kanalauswahlsystem.
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Man sieht in F i g. 1 das Pult 10, das eine Reihe von
acht weißen Lampen 13 trägt, die entsprechenden Schaltern S, bis S" zugeordnet
sind. Die Schalter sind mehrpolige Schalter mit Stellungen a und Stellungen
b. In ähnlicher Weise ist eine Reihe von acht bernsteingelben Lampen 20 den
entsprechenden Schaltern zugeordnet. Auf der linken Seite des Steuerpultes sieht
man einen Schalter 24, mittels welchen bestimmt wird, ob der Anschlagsattel von
Hand gesteuert wird oder, je nach Wunsch, mittels automatischer Bandsteuerung;
außerdem sieht man dort verschiedene Schalter 26, 28 und 30, die mit
»vorwärts«, »rückwärts« und »Vorschub« bezeichnet sind, mit welchen entsprechende
Arbeitsweisen des Anschlagsattels in herkömmlicher Weise bestimmt werden.
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Auf der rechten Seite des Pultes befinden sich Druckknopfschalter
32, 34 und 36 zur Steuerung der Arbeitsweise des Aufzeichnungsbandes
in Verbindung mit dem Messer der Maschine, wobei die Anordnung verschiedene farbige
Signallampen 40, 42 und 44 enthält. Wenn man fortschreitend aufzeichnen will, wird
der Druckknopf 32 gedrückt, woraufhin die rote Lampe 40 durchgehend aufleuchtet,
um anzuzeigen, daß sich unter dem Messer eine Schablone bewegt und daß darauf befindliche
Markierungen zum Zweck der Aufzeichnung aufgenommen werden. Wenn ein Schnitt vorgenommen
wird und der Druckknopf 34 gedrückt ist, dann leuchtet die Lampe 42 mit weißem Licht.
Gleichzeitig zeigt die Lampe 40 durch rotes, aufblitzendes Licht, daß die Aufzeichnung
vorgenommen wurde. Wenn der Druckknopf 36 gedrückt ist, wird die Lampe 40
ständig mit Strom versorgt, und die Aufzeichnung findet dann automatisch statt.
Druckknopf 44 wird zum Löschen (erasure) des Bandes benutzt, während die>-ser Zeit
wird die gelbe Lampe 44 mit Strom gespeist.
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In F i g. 2 ist ein Vorschlag für das Stromversorgungssystem
der Anzeigelampen im Mittelteil des Steuerpultes gezeigt. Danach wird das Band
50, das acht Aufzeichnungskanäle C, bis C" aufweist, in Richtung des
Pfeiles A bewegt. In Richtung des dophpelt gespitzten Pfeiles B wird ein
Magnetkopf 55 quer zum Band durch einen Motor 60 umkehrbar hin- und herbewegt.
Der Motor 60 startet und hält gemäß der Steuerung der Motor-Steuereinrichtung
65, und zwar entsprechend der Darstellung der obengenannten Patentanmeldung,
wodurch der Kopf nacheinander bei vorherbestimmten Kanälen entsprechend der Auswahl
der Schalter Si bis S, anhält. Der Schalter S, ist in derjenigen Stellung
gezeigt, in der er über seinen Teil b die Motor-Steuereinrichtung
65
derart betätigt, daß der Abnahmekopf zum ersten Kanal C, bewegt wird.
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Da die Schalter Si bis S, mehrpolige Schalter sind,
bewirken sie auf Betätigung hin Stromfluß von der Quelle Y auf dem Weg über
die Teile a der Schalter durch Ruhekontakte eines entsprechenden Relais
70
(es ist ein Relais gezeigt) zum Zweck der Stromversorgung der weißen Lampe
13, welche diesem Schalter zugeordnet ist. Wenn jedoch das Relais in der
unten beschriebenen Weise mit Strom versorgt wird, sind die Kontakte geöffnet, und
die zugeordnete weiße Lampe leuchtet nicht.
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Jedem Kanal ist ein Mikroschalter 80 zugeordnet, der durch
einen vom Magnetkopf 55 getragenen Nocken 85 betätigt werden kann.
Dementsprechend wird der entsprechende Mikroschalter durchgehend geschlossen gehalten,
wenn der Kopf bei einem be>-. stimmten Kanal hält. Jeder Mikroschalter steuert den
elektrischen Strom von der Quelle V zur ständigen Stromversorgung der zugeordneten
bernsteingelben Lampe20.
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Somit wird die Bedienungsperson über die Tatsache in Kenntnis gesetzt,
daß der Magnetkopf den ausgewählten Kanal erreicht hat. Da jede bernsteingelbe Lampe
20 parallel mit einem Ruhekontakt des Relais 70 liegt, wird dieses Relais
mit Strom versorA wenn die Lampe mit Strom versorgt wird, und die zugeordnete weiße
Lampe 13 leuchtet dann nicht.
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Folglich werden die zugeordneten weißen Lampen mit Strom versorgt,
wenn irgendeine Schaltwahl der Schalter S, bis S, getroffen wird. Wenn jedoch
der Magnetkopf am gewählten Kanal hält, wird die entsprechende weiße Lampe ausgelöscht
und die entsprechende bernsteingelbe Lampe mit Strom versorgt. Wenn das Programm
eines bestimmten Kanals überstrichen worden ist und der Magnetkopf sich zum nächsten
Kanal bewegt, wird die zugeordnete
bernsteingelbe Lampe für diesen
Kanal ausgelöscht, da der Nocken 85 dann von dem entsprechenden Mikroschalter
80 freikommt.
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Aus der oben stehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß eine Bedienungsperson
an der Vorderseite der Maschine immer über die Arbeitsweise des Bandaufzeichnungs-
und Wiedergabesystems unterrichtet ist, und insbesondere darüber, welcher Kanal
gerade abgetastet wird und darüber, welche darauffolgenden Kanäle im folgenden abgetastet
werden.