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DE124135C - - Google Patents

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Publication number
DE124135C
DE124135C DENDAT124135D DE124135DA DE124135C DE 124135 C DE124135 C DE 124135C DE NDAT124135 D DENDAT124135 D DE NDAT124135D DE 124135D A DE124135D A DE 124135DA DE 124135 C DE124135 C DE 124135C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cotton
roving
fibers
cord
tension
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT124135D
Other languages
English (en)
Publication of DE124135C publication Critical patent/DE124135C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/32Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
    • D06M11/36Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond with oxides, hydroxides or mixed oxides; with salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
    • D06M11/38Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table
    • D06M11/40Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table combined with, or in absence of, mechanical tension, e.g. slack mercerising

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Unter Mercerisiren versteht man bekanntlich ein Verfahren, welches bezweckt, der Baumwolle einen seidenartigen Glanz zu verleihen.
Es hat sich nun in der Praxis herausgestellt, dafs der Glanz um so mehr seidenartig wird, je concentrirter die angewendete chemische Lösung ist; hierdurch erfolgt aber ein gröfseres Eingehen der Fasern, was wiederum nothwendig macht, dafs die Spannung entsprechend erhöht wird.
Infolgedessen hat man wohl vermocht, Baumwollengewebe und Zwirne mit gutem Erfolg zu mercerisiren, was jedoch bei dem einfachen Faden nicht der Fall war. Dieser bietet nicht die erforderliche Festigkeit dar, um die Spannung auszuhalten, welcher er zur Behandlung mit den chemischen Agenden ausgesetzt werden mufs, die zur Erzielung des besseren oder schöneren seidenartigen Glanzes erforderlich sind; aufserdem werden die freien Enden der Fasern, welche gewissermafsen' flaumartig vom Faden abstehen, überhaupt nicht von der Spannung mit ergriffen werden können, demzufolge auch den Erfolg der · chemischen Einwirkung nicht aufweisen, sondern die Fasern bilden vielmehr eine Art matten wolligen Ueberzug, welcher die Erzielung eines seidenartigen Glanzes völlig verhindern würde.
Das Verfahren, welches den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, besteht darin, die Baumwolle während des Spinnereiprocesses zu mercerisiren, um mercerisirte Vorgarne zu erhalten, welche man dann dem. ganzen Spinnereiprocefs oder Theilen desselben unterziehen kann.
Bekanntlich ist Baumwolle im Zustande von Vorgarn (Bändern, Strähnen oder Vorgespinst) dadurch gekennzeichnet, dafs die einzelnen Fasern ohne jede Drehung oder mit nur wenig Drehung neben einander liegen, so dafs sie sich mit möglichst grofser Leichtigkeit verschieben ; natürlich genügt hier die geringste. Spannung, um eine Trennung der einzelnen Fasern herbeizuführen. Diese selbst haben blos eine Länge von etwa 28 bis 32 mm. Man hat wohl versucht, -das Vorgarn in Gestalt von Bändern. Strähnen oder Vorgespinst zu mercerisiren und auf die einzelnen parallel neben einander liegenden Fasern einen Einflufs auszuüben; hatte man dieses Vorgarn dem Mercerisirbade ausgesetzt, so wurde es zwischen Walzen geführt, um "es zu spannen; natürlich mufsten diese Walzen sehr nahe an. einander angeordnet sein, um die Enden der kurzen einzelnen Fasern erfassen zu können. Es ist aber leicht einzusehen, dafs unter diesen Bedingungen selbst bei einer noch so vollendeten Vorrichtung eine grofse Anzahl von Fasern der Spannung entgehen mufs und dafs trotz der sehr schwierigen und complicirten Behandlung ein nur unvollkommenes Ergebnifs zu erwarten ist.
Das vorliegende Verfahren besteht nun darin, die Baumwolle nicht während, sondern vor dem Mercerisiren in einen vorübergehenden Zustand zu versetzen, welcher in dem gewählten Augenblick an und für sich zwecklos
wäre, wenn er nicht zu einem besonderen Zweck herbeigeführt würde.
Nachstehend sei das Verfahren beschrieben:
Das' Vorgarn, gleichgültig in welchem Zustande es sich befindet, wird entsprechend stark gedreht, wodurch eine Art Schnur entsteht, welche/ in der Lage ist, die für die Einwirkung der,'.chemischen Agentien erforderliche Spannung/ auszuhalten. In diesem Zustande vorübergehender Drehung, welche dem Vorgarn hier ertheilt wird, kommen die. bei; einem richtigen Faden nothwendige Elasticity oder sonstige Eigenschaften nicht in Frage, aus welchem Grunde zur Andeutung eines ganz besonderen Zustandes der Ausdruck »Schnur« gewählt wurde. Diese Schnur ist ein mehr oder minder unvollkommener Faden, welcher die Eigenschaften des Vorgarns nicht mehr hat ■ und diejenigen des Fadens nur theilweise zu besitzen braucht.
Diese Schnur wird dann in bekannter Weise mercerisirt, gewaschen, getrocknet, event, sogar entweder vor oder nach dem Trocknen gebleicht oder gefärbt.
Sodann wird die Schnur der entgegengesetzten Drehung unterworfen, wodurch der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird, mit einer Drehung, welche möglichst gering bis. verschwindend ist, wodurch die Fasern wieder in die Lage versetzt sind, dem ganzen Spinnereiprocefs oder Theilen desselben unterzogen zu werden. Die Baumwolle ist also, mercerisirt und sogar gebleicht oder gefärbt, wieder Vorgarn mit parallel gelagerten Fasern geworden und kann zu Garnen beliebiger Nummer" versponnen- werden; man kann auch durch mechanische Einwirkung den ursprünglichen Ausgangszustand der Baumwolle herbeiführen und sodann dieses Product dem gesammten Spinnereiprocefs unterwerfen.
Es ist ersichtlich, dafs ein auf diese Weise hergestelltes Garn aus zwei Gründen den seidenartigen Glanz aufweist:
i.'.weil die Fasern der Baumwolle in der Schnurform den nothwendigen Widerstand besitzen, um ohne Bruch die Spannung auszuhalten, welche nothwendig ist, um concentrirte Lösungen zu vertragen, welche allein geeignet sind, einen guten Erfolg herbeizuführen ;
2. weil der etwa von der Schnur noch abstehende Flaum bei den nachfolgenden Spinnereioperationen in innige Verbindung mit den mercerisirten Fasern gelangt und im Faden bezw. im Gewebe verschwindet.
Das Verfahren selbst besteht also im Wesentlichen darin, den Spinnereiprocefs, sei es auf der Vorspinnmaschine, der Krempel oder dem Kammstahl, in einem bestimmten Augenblick zu unterbrechen, das Vorgarn durch eine entsprechende Drehung in Schnurform überzuführen, um die zur Erreichung einer guten Mercerisirung erforderliche Spannung in Anwendung bringen zu können, dann nach erfolgtem Mercerisiren die Drehung ganz oder theilweise wieder aufzuheben, wodurch die Baumwolle entweder in den ursprünglichen Zustand oder in denjenigen Zustand zurückgeführt wird, in welchem sie sich befunden hat, als der Spinnereiprocefs unterbrochen wurde.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Erzeugung seidenartigen Glanzes auf unversponnener Baumwolle, dadurch gekennzeichnet, dafs der Docht von der Vorspinnmaschine bezw. das Band von der Krempel abgenommen, in Schnurform gedreht und unter Spannung mercerisirt werden, worauf die den Schnüren ertheilte Drehung aufgehoben wird, um die Baumwolle in einen Zustand zurückzuversetzen, in welchem sie in beliebiger Weise weiter versponnen werden kann.
    Berlin. dEbüiicKT iN der REtcHsbRÜckEREi.
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