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DE1240796B - Verfahren und Einrichtung zum Ermitteln der Gesamtwalzlaenge zum Zwecke der Aufteilung des aus einer kontinuierlichen Walzenstrasse auslaufenden Fertiggutes - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Ermitteln der Gesamtwalzlaenge zum Zwecke der Aufteilung des aus einer kontinuierlichen Walzenstrasse auslaufenden Fertiggutes

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Publication number
DE1240796B
DE1240796B DE1960SC028040 DESC028040A DE1240796B DE 1240796 B DE1240796 B DE 1240796B DE 1960SC028040 DE1960SC028040 DE 1960SC028040 DE SC028040 A DESC028040 A DE SC028040A DE 1240796 B DE1240796 B DE 1240796B
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DE
Germany
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rolling
total
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measured
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1960SC028040
Other languages
English (en)
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DE1825279U (de
Inventor
Otto Doepper
Dipl-Ing Herwig Gruener
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schloemann AG
Original Assignee
Schloemann AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schloemann AG filed Critical Schloemann AG
Priority to DE1960SC028040 priority Critical patent/DE1240796B/de
Priority to GB2188061A priority patent/GB923619A/en
Priority to FR865145A priority patent/FR1292548A/fr
Priority to BE605081A priority patent/BE605081A/fr
Publication of DE1240796B publication Critical patent/DE1240796B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D36/00Control arrangements specially adapted for machines for shearing or similar cutting, or for sawing, stock which the latter is travelling otherwise than in the direction of the cut
    • B23D36/0008Control arrangements specially adapted for machines for shearing or similar cutting, or for sawing, stock which the latter is travelling otherwise than in the direction of the cut for machines with only one cutting, sawing, or shearing devices
    • B23D36/0016Control arrangements specially adapted for machines for shearing or similar cutting, or for sawing, stock which the latter is travelling otherwise than in the direction of the cut for machines with only one cutting, sawing, or shearing devices for minimising waste

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Metal Rolling (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Ermitteln der Gesamtwalzlänge zum Zwecke der Aufteilung des aus einer kontinuierlichen Walzenstraße auslaufenden Fertiggutes Beim Verwalzen von Knüppeln in kontinuierlichen Draht- und Feinstahlstraßen war es bisher üblich, das einzusetzende Vormaterial in bestimmten Längenabmessungen, beispielsweise 12 m, anzuliefern, wodurch in den Fertiglängen nur den Vormaterialtoleranzen entsprechende, verhältnismäßig geringe Toleranzen bezüglich der Gesamtwalzlänge auftraten. Es konnte daher das Schnittprogramm der Teilschere zum Schneiden der Kühlbettlängen ziemlich genau eingestellt werden, so daß beim Schneiden der letzten Kühlbettlänge keine Überlänge vorhanden war, die als kurzes Restende nochmals von der letzten Kühlbettlänge abgetrennt werden mußte. Diese kurzen Restenden sind insofern unerwünscht, als diese vor dem Auflaufen auf das Kühlbett einen weiteren Schnitt durch Betätigen der dafür vorgesehenen Schaltmittel (Rinnenkontakt) auslösen und dann der nachfolgenden Teillänge die Spitze wegschneiden, da diese dem Restende bereits in geringem Abstand folgt. Dieser Vorgang hat Betriebsstörungen in dem Kühlbett zur Folge und ist daher unerwünscht.
  • Es war nun bei dem Verwalzen bestimmter Knüppellängen innerhalb eines gewissen Toleranzbereiches üblich, auf den Knüppelstraßen die Restenden der Knüppel hinter der Teilschere zu sammeln, miteinander zu gebräuchlichen Knüppellängen zu verschweißen und als Walzstahl minderer Qualität nachfolgend zu verwalzen. Um Produktionsverlust und Qualitätseinbuße bei Knüppeln zu vermeiden, geht man dazu über, die aus dem Block gewalzten Knüppel restendenlos zu unterteilen, wodurch die Knüppellängen der sich aus jedem Blockgewicht ergebenden Knüppel Toleranzen von etwa 1 m bei einer Knüppellänge von etwa 12 m haben können. Die sich aus jeder Knüppellänge ergebende Gesamtwalzlänge in der Feinstahl- oder Drahtstraße hat aber demzufolge ganz unterschiedliche Längenabmessungen, die ein Einstellen der Schnittfolge der Teilschere bei jedem eingesetzten Knüppel erforderlich machen würde. Jede Einstellung der Schnittfolge der Teilschere muß aber unter Berücksichtigung der maximalen bzw. minimalen Kühlbettlänge erfolgen, wobei sowohl das Schnittprogramm der Kaltschere als auch das Vermeiden von Restlängen, die kleiner als die minimale Kühlbettlänge sind, zu berücksichtigen sind. Diese Restlängen verursachen nämlich die bereits erwähnten Störungen im Kühlbett und haben ein Abschneiden der Spitzen der nachfolgenden Walzlänge zur Folge.
  • In einem als älteres Recht geltenden Schutzrecht wird bereits ein Verfahren zum Unterteilen von Walzgut vorgeschlagen, wobei ausgehend vom Ausgangsgewicht des Vormaterials und dem Endquerschnitt, dessen Gesamtlänge ermittelt und aus der geschätzten Anzahl der Einzelabschnitte deren Länge errechnet wird. Bei Überschreiten einer festgelegten Längentoleranz wird die Anzahl der Einzelabschnitte verändert.
  • Ein solches Verfahren zum Aufteilen der Walzgutlänge hat den Nachteil, daß aus der Messung des Ausgangsgewichtes die Gesamtlänge nur dann richtig zu ermitteln ist, wenn die Fertiglänge den zugrunde gelegten Querschnitt hat. Da aber beim Walzen mit mehr oder weniger großen Toleranzen zu rechnen ist, sind Ungenauigkeiten bis zu einer Teillänge nicht ausgeschlossen. Auch der Gewichtsverlust durch Zunderbildung beim Walzen ist unberücksichtigt geblieben. Wenn diese Fehler auch durch Korrektur eliminiert werden sollen, ist das Verfahren sehr ungenau.
  • Auf moderne Feinstahlstraßen ist dieses Verfahren nicht anzuwenden, da bei diesen aus wärmetechnischen Gründen das erste Gerüst ganz nahe hinter dem Ofen steht. Der Abstand vom Ofen zum ersten Gerüst ist normalerweise wesentlich geringer als die Knüppellänge, so daß damit auch ein vorheriges Wiegen entfällt.
  • Gemäß einem weiteren, als älteres Recht geltenden Schutzrecht wird vorgeschlagen, die Durchlaufzeit der Walzgutlänge durch die einzelnen Gerüste in Volumeinheiten entsprechenden Impulsen als Meßwert abzubilden. Die Messung soll in einer beliebigen Ebene vor oder in der Walzenstraße erfolgen. Als Impulsgeber dient ein Geber mit Festfrequenz. Durch wählbare Frequenzvervielfachung kann der Meßwert in mehrere gleiche Impulsreihen aufgeteilt werden, bei denen deren Anzahl dann der Anzahl der von einer Walzgutlänge abzutrennenden gleich großen Teillängen entspricht.
  • Ein derartiges Verfahren zum Aufteilen von Walzgutlängen hat den Nachteil, daß bei Feinstahlstraßen beim Unterteilen der Walzgutlänge in Teillängen, die ein Mehrfaches der Handelslängen betragen, ein derartiges Unterteilen unwirtschaftlich ist, da kein Bezugsmaßstab in der Längeneinheit vorhanden ist. Beim Unterteilen in Knüppelstraßen kann, da der Bezugsmaßstab in Längeneinheiten fehlt, keine Schnittzahlveränderung, die ein optimales Aufteilen der Knüppel ermöglicht, vorgenommen werden. Notwendige Grenzen einer Minimal- und Maximallänge im Längenmaßstab können nicht eingehalten werden. Auch bleiben bei einem derartigen Verfahren Ungenauigkeiten in der Ermittlung des Meßwertes infolge von Geschwindigkeitsveränderungen des Walzgutes beim Durchlaufen der Meßebene unberücksichtigt.
  • Auch ist es bekannt, .das Walzgut in einem von einem mit dem letzten Walzgerüst gekuppelten Impulsgeber erzeugten Impulsmaßstab zu messen und danach die Walzgutlänge unter Impulsvorwahl in einer nachgeordneten Teilschere zu unterteilen.
  • Schließlich ist es auch bekannt, aus Fotozellen oder dergleichen Fühler gebildete Meßstrecken in Walzenstraßen zu verwenden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die Gesamtwalzlänge genauer und vor Beginn des Unterteilens für Knüppel-und Feinstahlstraßen in einem Längenmaßstab zu ermitteln, um damit a) in Knüppelstraßen innerhalb von wählbaren Grenzen gleich lange und erforderlichenfalls in der Stückzahl selbsttätig variable Teilstücke zu erhalten, wobei der Einfluß der Querschnittstoleranzen am Fertigprodukt eliminiert wird; b) in Feinstahlstraßen möglicherweise unterschiedliche Teillängen mit stets einem Vielfachen der Handelslängen zu erhalten, wobei die maximal möglichen und minimal möglichen Grenzen, die einen störungsfreien Kühlbetrieb gewährleisten, eingehalten werden. Ausgehend insbesondere von dem letztgenannten älteren Recht, wird zur Lösung der gestellten Aufgabe vorgeschlagen, eine der Durchlaufzeit der Fertiggutspitze durch die Meßstrecke x bzw. y proportionale Meßgröße nx bzw. ny gleicher Dimension zu ermitteln und die Gesamtwalzlänge als Quotient aus dem Produkt nw * x bzw. y zu nx bzw. ny zu bilden.
  • Ein solches Verfahren hat den Vorteil, daß ein genaues Gutlängenabbild vor Beginn des Aufteilens direkt in der Längeneinheit errechnet wird und daraus ebenfalls das Teillängenabbild in der Längeneinheit ablesbar ist.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens wird mit dem Anstechen der Spitze der Walzgutlänge in einem Walzgerüst die Durchlaufzeit des über eine Meßstrecke z hinausragenden Walzgutendes s als Meßgröße n$ erfaßt. Anschließend wird eine der Durchlaufzeit des Walzgutendes durch eine den m-ten Teil von der Meßstrecke z betragende Meßstrecke als Meßgröße nm ermittelt, die Meßgröße für nm mit dem Faktor m multipliziert und aus der Summe von n" und dem Produkt m - nm der Meßwert %w gebildet. Eine derartige Ermittlung der Gesamtwalzlänge ist dann von Vorteil, wenn bis zum Beginn des Unterteilens zu wenig Zeit ist, um in der Walzenstraße die Gesamtwalzlänge zu erfassen. Dieses Verfahren soll hauptsächlich bei Knüppelstraßen Anwendung finden, auch dann, wenn das eingesetzte Vormaterial stark unterschiedliche Längenabmessungen aufweist.
  • Die Meßgrößen nx bzw. ny für die als Eichstrecken vorgesehenen Meßstrecken x oder y entsprechen dem Meßwert für eine Längeneinheit, beispielsweise 1 m, oder für eine Handelslänge, oder die Handelslänge stellt ein ganzzahliges Vielfaches der Meßstrecke x oder y dar. Diese Maßnahme dient der Vereinfachung des Rechners, indem zusätzliche Rechenoperationen eingespart werden. Zugleich ergibt sich daraus eine Doppelfunktion der Meßstrecke, einmal als Eichstrecke und zum anderen als Teilmaßstab bei der Einstellung auf die Handelslänge oder deren Vielfache.
  • Zum Aufteilen des Fertiggutes in gleich große Teillängen wird, wie an sich bekannt, die Gesamtwalzlänge durch die Anzahl der wählbaren Teillängen dividiert. Innerhalb von Grenzen zwischen minimaler und maximaler Teillänge kann bei Knüppelstraßen das jeweils günstigste Teilprogramm, auf die jeweilige Gesamtwalzlänge bezogen, eingestellt und von einer zur folgenden Gesamtwalzlänge variiert werden.
  • Zum Aufteilen des Fertiggutes in gleich große, einer vorgegebenen Handelslänge entsprechende Teillängen und einem Restende, das kleiner als eine Handelslänge ist, wird das aus dem Meßwert n. der Gesamtwalzlänge und der Meßgröße ny einer Handelslänge ermittelte Restende vorweg von der Gesamtwalzlänge abgetrennt. Damit ist eine vorteilhaftere Abfuhr des Restendes verbunden. Bekanntlich bereitet bei Knüppelstraßen die Abfuhr von Restenden, insbesondere zwischen 0,5 und 2,5 m, infolge der Rollgangsteilung oft Schwierigkeiten beim Durchfördern durch das Scherenmaul, sofern das Restende zum Schluß abgefördert werden soll.
  • Zum Aufteilen des Fertiggutes in Teillängen wird die Gesamtwalzlänge in mehrere unter sich gleiche und verschieden große Teillängen und einer Teillänge mit einem Restende kleiner als eine Handelslänge unterteilt, wobei die Teillängen einer Gesamtwalzlänge gegenüber denen einer anderen Gesamtwalzlänge verschieden groß sein können und der Meßwert der Teillängen zwischen maximal einem der Kühlbettlänge entsprechenden Meßwert und minimal einem der kleinsten noch über das Kühlbett zu fördernden Teillänge entsprechenden Meßwert liegen kann. Dadurch wird in Feinstahlstraßen mit Trennschiebern erst ein Abfallenden und damit Schrott sparender Betrieb möglich, denn bisher wurde die Kühlbettlänge aus dem Restende zusammen mit einem Kopfstück der folgenden Walzlänge gebildet, wodurch zwangläufig an beiden Teilstücken Schrottenden beim Unterteilen in Handelslängen an der Kaltschere abfielen.
  • Als Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens, wobei die Meßgrößen im gleichen Impulsmaßstab gemessen werden, wird vorgeschlagen, einer Meßstelle zur Erfassung des Meßwertes n" frühestens auslaufseitig vom ersten Gerüst eine, wie an sich bekannt, aus zwei weiteren Meßstellen gebildete, als Eichstrecke vorgesehene Meßstrecke nachzuordnen, und die einer Meßstelle sowie die weiteren Meßstellen der Eichstrecke von einem gemeinsam, in an sich bekannter Weise mit dem letzten Walzgerüst gekuppelten Impulsgeber zu speisen. Dadurch ermitteln die die Eichstrecke bildenden weiteren Meßstellen bei Kommandogabe die Durchlaufzeit der Walzgutspitze als Impulsreihe, und aus dieser sowie aus der für die durchlaufende Walzgutlänge ermittelten Impulsreihe bei der einen Meßstelle wird die Gesamtwalzlänge errechnet. Durch Messen der Gesamtwalzlänge im Impulsmaßstab und einer Eichstrecke im bekannten Längenmaßstab des Impulsmaßstabes kann mittels Rechner und Speicher die Gesamtwalzlänge im Längenmaßstab nach F i g. 1 ermittelt und ein entsprechendes Teilprogramm der Gesamtwalzlänge bei Feinstahlstraßen gebildet werden.
  • Als weitere Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens, bei welcher die Meßgrößen im gleichen Impulsmaßstab gemessen und an einer weiteren Meßstelle eine der Durchlaufzeit des Walzgutendes s proportionale Impulsreihe gebildet wird, wird vorgeschlagen, der Walzenstraße zwei an sich bekannte Meßstellen vorzuordnen, deren eine Meßstelle im Abstand einer Meßstrecke z vom ersten oder von einem der Walzgerüste entfernt angeordnet ist, wobei die Meßstrecke z der minimalen Länge a des Vorblockes entspricht und eine weitere Meßstelle im Abstand 1/m - z von der einen Meßstelle entfernt in Richtung der Walzenstraße angeordnet ist, wobei der Faktor m angibt, wie oft der Abstand 1/m # z in der Meßstrecke z enthalten ist. Hinter dem letzten Gerüst ist eine als Eichstrecke vorgesehene, aus zwei Meßstellen gebildete weitere Meßstrecke y eingeschaltet. Es wird nun einerseits eine Impulsreihe der Meßgröße ns für den Durchlauf des Walzgutendes s an der einen Meßstelle E nach Anstechen der Walzgutspitze im Bezugsgerüst der Meßstrecke z und andererseits die Impulsreihe der Meßgröße nm gemessen, die zwischen dem Vorbeilauf des zwischen beiden Meßstellen befindlichen Walzgutendes an der weiteren Meßstelle ermittelt wird. Die an der weiteren Meßstelle gemessene Impulsreihe der Meßgröße nnz wird mit dem Faktor m, der angibt, wie oft die von den beiden Meßstellen gebildete Meßstrecke in der Meßstrecke z enthalten ist, vervielfacht und die an der einen Meßstelle gemessene Impulsreihe der Meßgröße n, hinzuaddiert. Durch Vergleich mit der Impulszahl für die Walzgutspitze beim Durchlaufen der Eichstrecke wird die Gesamtwalzlänge errechnet.
  • Durch Ermitteln der Gesamtwalzlänge aus einem geradzahligen Teil der Meßstrecke z zuzüglich des Walzgutendes s und Messen der Walzgutspitze auf einer Eichstrecke mit bekanntem Längenmaßstab im Impulsmaßstab kann mittels Rechner und Speicher die Gesamtwalzlänge im Längenmaßstab nach F i g. 2 ermittelt und ein entsprechendes Teilprogramm der Gesamtwalzlänge in Knüppelstraßen gebildet werden.
  • Als weiteres Merkmal der Einrichtungen werden mit den die Impulsreihen der Eichstrecke erfassenden Zählgeräte je eine Anzeigevorrichtung für eine sich ändernde Impulsreihe je Meßstreckeneinheit verbunden. Damit ist eine Korrektur der Impulsmessung bei zunehmendem Verschleiß der Walzenkaliber möglich. Bei dem zunehmenden Walzenverschleiß wird das pro Zeiteinheit durchgesetzte Volumen größer, demzufolge auch die Austrittsgeschwindigkeit aus dem letzten Gerüst kleiner, d. h., die Impulszahl der Walzgutspitze auf der Eichstrecke bei verschleißenden Kalibern wird größer. Durch Anstellen der Walzen kann die Korrektur herbeigeführt werden.
  • Die in an sich bekannter Weise eine Eichstrecke bildenden Fotozellen sind, wie an sich bekannt, vor der Teilschere oder hinter der Teilschere angeordnet, und mindestens eine der Fotozellen ist in der Bewegungsrichtung des Walzgutes oder entgegengesetzt dazu verschiebbar. Dadurch ist die Doppelfunktion der Eichstrecke, nämlich das Einstellen auf eine bestimmte Längeneinheit, beispielsweise 1 m, oder aber auf die Handelslänge möglich.
  • Rechengeräte sind zur Errechnung der Teil- und Gesamtwalzlänge sowie zur Speicherung der Meßwerte vorgesehen.
  • Die Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele der Erfindung dar.
  • F i g. 1 zeigt eine Steuerung für das Schnittprogramm bei Feinstahlstraßen und F i g. 2 eine Steuerung für das Schnittprogramm bei Knüppelstraßen als Schema.
  • In der F i g. 1 ist ein Ausführungsbeispiel für eine Feinstahlstraße mit einem Knüppelofen 1, einer nachgeordneten Vorstraße 2, einer Zwischenstraße 3 und einer Fertigstraße 4 dargestellt. Der Fertigstraße 4 folgt eine Teilschere 5 und dieser ein Kühlbett 6. Hinter einem der ersten Gerüste der Vorstraße 2, in diesem Fall hinter dem ersten Gerüst der Vorstraße 2, ist in der Walzlinie eine als Fotozelle ausgebildete Meßstelle A vorgesehen, die einerseits mit einem elektrischen Impulsgeber 8 über eine Zuleitung 9 verbunden ist. Der Impulsgeber 8 ist mit einer der Walzen des letzten Gerüstes der Fertigstaffel 4 gekuppelt und erzeugt, als der Umfangsgeschwindigkeit der Walze proportionale Anzahl von Impulsen je Umdrehung, einen der Durchlaufzeit der Walzgutlänge proportionalen Meßwert n", der ein Maß für die Gesamtwalzlänge des aus dem letzten Fertiggerüst auslaufenden Walzgutes 10 ist. Zwischen der Teilschere 5 und dem Kühlbett 6 sind als Eichstrecke zwei Fotozellen als Meßstellen B und C in der Walzlinie angeordnet, deren mindestens eine in oder entgegen der Walzrichtung verschiebbar ist. Die Fotozellen der Meßstellen B und C sind im Abstand der Meßstrecke x voneinander entfernt aufgestellt. Die Fotozellen der Meßstellen B und C sind über eine Torschaltung mit einer Zuleitung 11 zu dem Impulsgeber 8 einerseits und über eine Zuleitung 12 mit einem elektrischen Zählgerät 14 andererseits verbunden. Eine Zuleitung 15 führt die Impulse von der Fotozelle der Meßstelle A einem elektrischen Zählgerät 16 zu. Dem Zählgerät 14 ist eine Anzeigevorrichtung 17 für die Impulszahl der Eichstrecke zugeordnet, die zum IUberprüfen der Toleranzhaltigkeit des Walzgutes 10, beispielsweise infolge Kaliberverschleißes, dient, denn bei Kaliberverschleiß wird mehr Walzgut pro Längeneinheit durch die Walzen durchgesetzt, d. h., das Fertiggut wird dicker, läuft aber dabei mit geringerer Geschwindigkeit aus dem Fertiggerüst aus, und es werden mehr Impulse pro Längeneinheit Fertiggut auf der Eichstrecke gezählt, wodurch eine Korrektur mittels der Walzenanstellung auf die Ausgangsimpulszahl für die Eichstrecke möglich ist. Die Zählgeräte 14,16 sind über Zuleitungen 18,19 mit einem Rechengerät 20 verbunden, das seinerseits eine Leitung 21 zu der Teilschere 5 hat.
  • Die Wirkungsweise der Anlage ist folgende: Wird beispielsweise ein Knüppel von 11,60 m Länge als Vormaterial dem ersten Gerüst der Vorstraße 2 zugeführt, so wird die Durchlaufzeit des Knüppels in dem ersten Gerüst gemessen, indem die Fotozelle der Meßstelle A beim Passieren der Spitze des Knüppels die Zuleitung 9, 15 durchschaltet, so daß die in Abhängigkeit von der Umfangsgeschwindigkeit einer Walze des letzten Gerüstes der Fertigstraße 4 von dem Impulsgeber 8 erzeugte Impulsreihe als der Durchlaufzeit der Walzgutlänge proportionaler Meßwert n" auf das Zählgerät 16 gelangt und dort zahlenmäßig erfaßt wird. Sobald das Ende des Knüppels die als Fotozelle ausgebildete Meßstelle passiert hat, wird die Zuleitung 9, 15 wieder unterbrochen. Da die Durchlaufzeit einer Walzgutlänge in allen Gerüsten innerhalb einer kontinuierlichen Walzenstraße aber gleich groß ist, ist die vom Zählgerät 16 gemessene Impulsanzahl des Meßwertes n" proportional der Gesamtwalzlänge. Andererseits sind die Fotozellen der Meßstellen B und C als Eichstrecke in dem Abstand der Meßstrecke x voneinander aufgestellt, die einer Längeneinheit von beispielsweise 1 m oder einer Handelslänge, beispielsweise 12 m, entsprechen kann. Unter einer Handelslänge ist beispielsweise die Länge zu verstehen, die an der dem Kühlbett nachgeordneten, in der Zeichnung nicht dargestellten Kaltschere geschnitten wird. Passiert nun die Spitze einer Walzgutlänge die Fotozelle der Meßstelle B, so gelangt von diesem Augenblick an bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Spitze die Fotozelle der Meßstelle C erreicht hat, eine ebenfalls von dem Impulsgeber 8 in bereits beschriebener Weise über die Zuleitung 11 zugeleitete Impulsreihe der Meßgröße nx über die Torschaltung T und die Zuleitung 12 zu dem Zählgerät 14, welches die Impulsreihe der Meßgröße nx zählt. Angenommen das Zählgerät 14 hätte für den der Handelslänge 12 rn entsprechenden Teil der Walzgutlänge eine der Meßstrecke x entsprechende Meßgröße nx = 12 000 Impulse gezählt und das Zählgerät 16 hätte während der Durchlaufzeit des Knüppels im ersten Gerüst bzw. während der Zeit des Passierens der Fotozelle der Meßstelle A einen Meßwert nw = 682 574 Impulse ermittelt, so werden diese beiden Ergebnisse dem Rechengerät 20 zugeführt, das nun folgende Rechenoperation durchführt:
    1. Die Handelslänge 12 m ist in der Gesamtwalz-
    länge enthalten:
    682 574: 12 000 = 56; Rest 10 574 Impulse
    = 10,574 m
    2. Diese 56 Handelslängen und 10,574 m Rest
    werden so in über das Kühlbett zu fördernde
    Kühlbettlängen aufgeteilt, damit auch das Rest-
    ende keine über die maximal über das Kühlbett
    zu fördernde Kühlbettlänge hinausgehende Über-
    länge ergibt:
    Dazu sei angenommen, daß für das Kühlbett
    als untere Teillänge 84 m und als obere Teillänge
    110 m gelten. Dann könnten die Kühlbettlängen
    84, 96 und 106 m lang sein, da die Kühlbettlänge
    jeweils ein ganzzahliges Vielfaches von 12 m
    sein muß.
    Für den Fall des Ausführungsbeispiels würden sich
    ergeben. Eine andere Möglichkeit wäre auch:
    Eine weitere Möglichkeit wäre:
    3 Kühlbettlängen zu 108 m (9 - 12 m)
    3 Kühlbettlängen zu 84 m (7 - 12 m)
    1 Kühlbettlänge zu 96m (8 - 12 m) + l0,574 m
    = 106,574 m
    Die Schnittkommandos für diese von dem Rechengerät 20 errechneten günstigstenVielfachen derHandelslänge für die über das Kühlbett zu fördernden Kühlbettlängen gibt das Rechengerät 20 an die Teilschere 5 und an die in bekannter Weise arbeitende Kühlbettautomatik weiter, welche die Taktzeit der Bremsschieber und Abweiser in bekannter Weise der jeweils auf das Kühlbett auflaufenden Teillängen einstellt.
  • Die Schaltverzögerungen, welche durch die Schaltelemente hervorgerufen werden, sind bei der Auslegung der Steuerung berücksichtigt.
  • In der F i g. 2 ist ein Ausführungsbeispiel für eine Knüppelstraße dargestellt.
  • Einer Knüppelstraße 30 ist eine Teilschere 31 nachgeordnet. Vor dem ersten Gerüst der Knüppelstraße 30 ist eine als Fotozelle ausgebildete Meßstelle E in der Walzlinie angeordnet, und in einem m-ten Teil der Meßstrecke z der Fotozelle der Meßstelle E bis zum ersten Gerüst oder einem nachfolgenden Gerüst, hier beispielsweise 1/3 # z, d. h. m = 3, eine weitere als Fotozelle ausgebildete Meßstelle F in der Walzlinie aufgestellt. Zwischen dem letzten Walzgerüst der Knüppelstraße 30 und der Teilschere 31 sind zwei in der Walzlinie hintereinanderliegende, eine Eichstrecke bildende, aus Fotozellen bestehende Meßstellen G und H aufgestellt, deren mindestens eine in oder entgegen der Walzrichtung verschiebbar ist. Die Fotozellen der Meßstellen G und H sind als Meßstrecke im Abstand der Meßstrecke voneinander entfernt aufgestellt, der der gewünschten Knüppellänge entspricht. Eine der Walzen des letzten Gerüstes der Knüppelstraße 30 ist in bekannter Weise mit einem elektrischen Impulsgeber 33 verbunden, der eine der Umfangsgeschwindigkeit der Walze proportionale Anzahl von Impulsen je Umdrehung erzeugt, die der Gesamtwalzlänge des aus dem letzten Gerüst der Knüppelstraße 30 auslaufenden Walzgutes 32 proportional ist.
  • Der Impulsgeber 33 ist über eine Zuleitung 34 mit elektrischen Zählgeräten 35 und 36 verbunden. Das Zählgerät 35 ist mit dem in der Zeichnung nicht dargestellten Antrieb des ersten Gerüstes der Knüppelstraße 30 über eine Zuleitung 38 und mit der dem Zählgerät 35 zugeordneten, als Fotozelle ausgebildeten Meßstelle E über eine Leitung 39 verbunden. Das Zählgerät 36 ist über die Leitung 40 mit der diesem zugeordneten, als Fotozelle ausgebildeten Meßstelle F und über die Leitung 41 mit der Fotozelle der Meßstelle E verbunden. Eine Zuleitung 42 führt von dem Zählgerät 35 und eine Zuleitung 43 von einem Zählgerät 36 zu einem elektrischen Rechengerät 44. Das Rechengerät 44 hat eine Verbindung 45 zu einem Zählgerät 37 und über eine Torschaltung T zu den die Eichstrecke als Meßstrecke y bildenden Fotozellen der Meßstellen G und H sowie eine Verbindung 46 zu der Teilschere 31. Eine Leitung 47 führt von dem Impulsgeber 33 über die Torschaltung T zu den die Eichstrecke als Meßstrecke y bildenden Fotozellen der Meßstellen G und H. Mit dem Rechengerät 44 kann ebenso, wie bereits bei der Feinstahlstraße, eine Anzeigevorrichtung zur Überprüfung der Toleranzhaltigkeit des Walzgutes 32 verbunden sein, die wie vorbeschrieben arbeitet. Die Wirkungsweise der Anlage ist folgende: Wird beispielsweise ein in der Zeichnung nicht dargestellter Vorblock als Vormaterial der Knüppelstraße 30 zugeführt, so wird mit dem Anstechen bekanntlich ein Stromstoß im Walzenantrieb bewirkt, der zum Einschalten des Zählgerätes 35 diesem über die Zuleitung 38 zugeführt wird. Das Zählgerät zählt sodann die vom Impulsgeber 33 ununterbrochen erzeugten Impulse, bis das Ende des Vorblockes die Fotozelle der Meßstelle E entlichtet und damit das Zählgerät 35 über die Leitung 39 ausschaltet. Damit ist die Meßgröße ns als Impulsreihe für das Walzgutende s ermittelt. Gleichzeitig wird das Zählgerät 36 von der Fotozelle der Meßstelle E über die Leitung 41 eingeschaltet, das nun die einer Teillänge 1/m - z oder beim = 3 eine beispielsweise 1/3 - z entsprechende Impulszahl als Meßgröße nm, erfaßt. Sobald das Ende des Vorblockes die Fotozelle der Meßstelle F passiert hat, wird durch den Entlichtungsimpuls der Fotozelle der Meßstelle F über die Leitung 40 das Zählgerät 36 ausgeschaltet. Es ist durch das Zählgerät 35 nunmehr die der Überlänge gegenüber der Meßstrecke z des Vorblockes entsprechende Impulszahl der Meßgröße n" durch das Zählgerät 36 sowie die einem Teil 1/m - z oder 1/3 - z der Länge der Meßstrecke entsprechende Impulsanzahl der Meßgröße nm erfaßt worden. Die Ergebnisse der Zählgeräte 35 und 36 werden dem Rechengerät 44 über die Zuleitungen 42 und 43 zugeführt. Das Ergebnis des Zählgerätes 36 wird mit dem Faktor n2 des Teiles 1/m - z oder 1/3 - z der Meßstrecke z, hier beispielsweise m = 3, multipliziert und mit dem Ergebnis des Zählgerätes 35 addiert. Daraus ergibt sich der der Durchlaufzeit der Walzgutlänge entsprechende Meßwert n". Voraussetzung für das Funktionieren der Steuerung ist, daß die minimale Länge a des Vorblockes mindestens gleich der Meßstrecke z und die maximale Länge b des Vorblockes größer als die Meßstrecke z ist und daß die Fotozelle der Meßstelle F sicher entlichtet ist, sobald die Knüppelspitze die Teilschere 31 erreicht hat. Der der Durchlaufzeit der Walzgutspitze durch die Eichstrecke bzw. Meßstrecke y mit den Fotozellen der Meßstellen G und H im Zählgerät 37 entsprechende Meßgröße n2, als Impulsreihe bildet eine bestimmte Längeneinheit von beispielsweise y = 1 m oder y = 12 m ab. Aus dem Meßwert n" und der Meßgröße nr, läßt sich die Gesamtwalzlänge im Längenmaßstab ermitteln.
  • Durch die erhaltene Gesamtwalzlänge im Längenmaßstab ist es möglich, in einem vorgegebenen Toleranzbereich der Knüppellängen jede Gesamtwalzlänge in über jede Gesamtwalzlänge gleiche Knüppellängen restendenlos zu unterteilen, wobei die Knüppellängen von einer Gesamtwalzlänge zur anderen jedoch unterschiedlich lang sein können, da das Vormaterial unvermeidbare Toleranzen aufweist.
  • Wird eine bestimmte Knüppellänge gefordert, beispielsweise 12 m, wobei das Restende, welches kleiner als die Meßstrecke y ist, von der maximalen Länge vorweggeschnitten werden soll, so wird die Gesamtwalzlänge in gleiche, der Knüppellänge entsprechende Abschnitte zuzüglich des Restendes unterteilt, da bei Knüppelscheren häufig die Schwierigkeit besteht, das am Ende einer jeden Walzlänge abfallende Restende durch das Scherenmaul abzufördern. Es kann das Schnittkommando für das Restende von der Scherensteuerung vorweg oder zum Schluß gegeben werden. Das Rechengerät 44 erhält von den Zählgeräten 35 und 36 wieder die der Durch-Laufzeit der Walzgutlänge entsprechende Anzahl von Impulsen.
  • Über die gestrichelt dargestellte Leitung 47 von dem Impulsgeber 33 zu der Torschaltung T und den Fotozellen der Meßstellen G und H und über die Verbindung von der Torschaltung T zu dem Zählgerät 37 erhält das Zählgerät 37 eine der Meßgröße fr" entsprechende Impulsfolge von dem Augenblick des Passierens der Fotozelle der Meßstelle G bis zu dem Augenblick des Passierens der Fotozelle der Meßstelle H durch die Spitze des Walzgutes. Die von dem Zählgerät 37 gezählte Impulszahl der Meßgröße n", beispielsweise 12 000, entspricht der gewünschten Knüppellänge. Dieser Wert wird dem Rechengerät 44 zugeführt. Dieses dividiert die Gesamtimpulszahl von den Zählgeräten 35, 36, beispielsweise 148 570, für die Durchlaufzeit der Walzgutlänge durch die Impulszahl der Meßgröße n, von 12 000 für die Knüppellänge, woraus sich die Anzahl der Knüppel mit der Knüppellänge im Längenmaßstab.
    148 570 -.12 000 = 12 Rest 4,570 m
    4570
    ergibt. Diese Impulszahl von 4570 Impulsen wird vorgegeben, bevor das erste Schnittkommando gegeben wird. Damit ist das Restende vorweg abgetrennt, jeder weitere Schnitt erfolgt nach einer 12 000 Impulsen entsprechenden Knüppellänge.
  • Die Kühlbettautomatik ist bei den beschriebenen Vorrichtungen in einer inzwischen zum Stand der Technik gehörenden Weise ausgebildet, wobei über einen Rinnenkontakt oder eine Fotozelle entsprechend der Vorwahl eingestellte Zählgeräte mit einer Impulsfolge beschickt werden, die entsprechend der jeweiligen Einstellung des Zählgerätes das Schnittkommando an die Schere sowie die Kommandos an die Abweiser und Bremsschieber gibt. Gegebenenfalls können die Abweiser und Bremsschieber auch über ein Rechengerät gesteuert werden.
  • Es sei nochmals besonders auf die Doppelfunktion bei der Bemessung der Meßstrecken x und y hingewiesen, die entweder nur als Abbild einer bestimmten Längeneinheit zum Errechnen der Gesamtwalzlänge im Längenmaßstab, d. h. als Eichstrecke, oder aber gleichzeitig als Bezugslänge für die zu schneidenden Abschnitte des Fertiggutes dienen können.
  • Bedingt durch die Art der Rechenoperationen sind die Rechengeräte mit entsprechenden Speichern versehen.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Ermitteln der Gesamtwalzlänge zum Zwecke der Aufteilung des aus einer kontinuierlichen Walzenstraße auslaufenden Fertiggutes in während des Durchlaufs zu schneidende Teillängen unter Benutzung eines der Durchlaufzeit der Walzgutlänge durch eine zwischen oder vor den Gerüsten liegende Ebene proportionalen Meßwertes nu, dadurch gekennzeichn e t, daß eine der Durchlaufzeit der Fertiggutspitze durch eine Meßstrecke x bzw. y proportionale Meßgröße % bzw. n" gleicher Dimension ermittelt und die Gesamtwalzlänge als Quotient aus dem Produkt n" - x bzw. y zu nx bzw. n" gebildet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 zum Ermitteln der Gesamtwalzlänge von Gutlängen, bei welchen das Unterteilen in Teillängen bereits einsetzt, bevor die in der Walzenstraße befindliche Gesamtwalzlänge bereits ermittelt werden konnte, insbesondere für Knüppelstraßen mit eingesetztem Vormaterial von stark unterschiedlicher Längenabmessung, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Anstechen der Spitze der Walzgutlänge in einem Walzgerüst die Durchlaufzeit des über eine Meßstrecke (z) hinausragenden Walzgutendes (s) als Meßgröße (ns) erfaßt wird, sodann eine der Durchlaufzeit des Walzgutendes durch eine den m-ten Teil vor der Meßstrecke (z) betragende Meßstrecke als Meßgröße (nm) ermittelt wird, diese Meßgröße (nm) mit dem Faktor m multipliziert und aus der Summe von n, und m - nm der Meßwert n. gebildet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 zum Aufteilen des Fertiggutes in gleich große, einer vorgegebenen Handelslänge entsprechende Teillängen und ein Restende, das kleiner als eine Handelslänge ist, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Meßwert n" der Gesamtwalzlänge und der Meßgröße n, einer Handelslänge ermittelte Restende vorweg von der Gesamtwalzlänge abgetrennt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2 zum Aufteilen des Fertiggutes in Teillängen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtwalzlänge in mehrere Teillängen und eine Teillänge mit einem Restende kleiner als eine Handelslänge unterteilt wird, wobei die Teillängen einer Gesamtwalzlänge gegenüber denen der anderen Gesamtwalzlängen verschieden groß sind und der Meßwert der Teillängen zwischen einem der Kühlbettlänge entsprechenden Meßwert und einem der kleinsten noch über das Kühlbett zu fördernden Teillänge entsprechenden Meßwert liegt.
  5. 5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Meßgrößen im gleichen Impulsmaßstab gemessen werden, dadurch gekennzeichnet, daß einer zur Erfassung des Meßwertes nw frühestens auslaufseitig vom ersten Gerüst angeordneten Meßstelle (A) eine, wie an sich bekannt, aus zwei weiteren Meßstellen (B, C) gebildete, als Eichstrecke vorgesehene Meßstrecke (x) nachgeordnet ist und ein in an sich bekannter Weise mit dem letzten Walzgerüst gekuppelter Impulsgeber (8) vorgesehen ist.
  6. 6. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welcher die Meßgrößen im gleichen Impulsmaßstab gemessen und an einer weiteren Meßstelle eine der Durchlaufzeit des Walzgutendes proportionale Impulsreihe gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenstraße zwei an sich bekannte Meßstellen (E und F) vorgeordnet sind, deren eine Meßstelle (E) im Abstand einer Meßstrecke (z) von einem der Walzgerüste der Knüppelstraße (30) entfernt angeordnet ist, und die weitere Meßstelle (F) im Abstand des m-ten Teiles der Meßstrecke (z) von der Meßstelle (E) entfernt in Richtung der Walzenstraße angeordnet ist, und hinter dem letzten Gerüst eine als Eichstrecke vorgesehene, aus den Meßstellen (G und H) gebildete weitere Meßstrecke (y) zwischengeschaltet ist.
  7. 7. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit den die Impulsreihen der Meßstrecke erfassenden Zählgeräten (14, 37) je eine Anzeigevorrichtung (17) für eine sich ändernde Impulsreihe je Meßstreckeneinheit verbunden ist. B. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Fotozellen parallel zur Walzenstraße verschiebbar ist. 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählgeräte über Zuleitungen mit den Rechengeräten (20, 44) verbunden sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 825 243; »Brown Boveri Mitteilungen«, Bd.44, Nr.9 vom September 1957, S.378 bis 381; »BBC-Nachrichten« vom Dezember 1956, S. 214 bis 220; »Sheet Metal Industries« vom November 1956, S. 790; »Stahl und Eisen«, Jg. 75, Nr. 1 vom 13. Januar 1955, S. 51 und 52. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patente Nr. 1144 817, 1144 083.
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