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Flache Kulierwirkmaschine Die Erfindung betrifft eine flache Kulierwirkmaschine
System Cotton zur Herstellung von Unter-und Oberbekleidung, bei welcher die Begrenzungsanschläge
für die Fadenführerschienen und die wirksame Länge des Kulierarms für das Mindern
bei laufender Maschine intermittierend verstellbar und bei stehender Maschine durch
einen elektrisch gesteuerten Motor kontinuierlich genau in ihre Ausgangsstellung
zurückführbar sind.
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Die Zeitschrift »Wirkerei- und Strickerei-Technik«, Januar 1958, S.
33 bis 35, beschreibt, wie die Begrenzungsanschläge für die Fadenführerschienen
durch einen besonderen Motor in die jeweils erforderliche Stellung bringbar sind.
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Die britischen Patentschriften 772737 und 788870 sowie die USA: Patentschrift
2 692 489 zeigen die Verwendung von elektrischen Kraftquellen, elektrischen Schaltern,
elektrischen Sicherheitseinrichtungen u. dgl. im Zusammenhang mit Fadenführerschienen.
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Bei Strumpfmaschinen ist es bekannt, die Mindernadeln und die Begrenzungsanschläge
durch einen elektrisch gesteuerten Motor in ihre vorherige Lage zurückzuführen.
In Strumpfmaschinen ist jedoch die Minderbreite am Ende stets geringer als am Anfang,
so daß es lediglich notwendig ist, die Mindernadeln und die Begrenzungsanschläge
in eine Richtung zurückzuführen, d. h. nach außen, wozu ein Motor mit einer Drehrichtung
vorgesehen ist, sowie eine einfache Kupplung mit zwangläufigen Stoppmitteln für
Rückstellzwecke.
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Es ist ferner üblich, die Rückstellung des Kulierarms durch die gleichen
Schaltmittel zu bewirken, welche die Begrenzungsanschläge zurückführen. Das bewirkt
in unerwünschter Weise eine schwere Belastung der Schaltmittel.
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Es ist die Aufgabe der Erfindung, die Rückführung der Begrenzungsanschläge
für die Fadenführerschienen und der wirksamen Länge des Kulierarms entweder nach
innen oder außen entsprechend den Erfordernissen an Unter- und Oberbekleidungsmaschinen
sowie die Rückstellung der wirksamen Länge des Kulierarms bei laufender Maschine
unabhängig von der Rückstellung der Begrenzungsanschläge zu ermöglichen.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Begrenzungsanschläge
und die wirksame Länge des Kulierarms durch einen gemeinsamen reversierbaren Motor
verstellbar sind, dessen Arbeitsrichtung durch einen von dem Begrenzungsanschlag
betätigten Schalter entgegengesetzt zur jeweiligen Arbeitsrichtung umschaltbar ist.
Diese Verstellung erfolgt gleichzeitig bei Stillstand der Maschine. Bei laufender
Maschine dagegen ist die wirksame Länge des Kulierarms unter Zwischenschaltung einer
von der Maschine gesteuerten Kupplung in den Verstellantrieb unabhängig von der
Verstellung der Begrenzungsanschläge verstellbar. Dazu weist die Kupplung einen
toten Gang auf, welcher von den intermittierend verstellten Begrenzungsanschlägen
aufnehmbar ist.
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Mit besonderem Vorteil ist die Rückführung der Begrenzungsanschläge
und der wirksamen Länge des Kulierarms nur bei Stillstand der Maschine durch einen
Startschalter über einen von der Triebstange betätigten Steuerschalter steuerbar.
Die Kupplungen für Schnellauf und Langsamlauf sind durch einen Steuerschalter steuerbar,
welcher durch eine auf dem Begrenzungsanschlag angeordnete Nockenscheibe zum Verlangsamen
der Rückführung betätigbar ist. Ein vom Begrenzungsanschlag betätigter Vorbereitungsschalter
bereitet das genaue Halten durch einen Endschalter vor, der durch einen Schaltplunger
betätigt ist.
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Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt
F i a. 1 eine schematische Darstellung einschlägiger Teile einer flachen Kulierwirkmaschine
zur Verdeutlichung der Rückstellung der Begrenzungsanschläge,
F
i g. 2 eine Darstellung des von der Triebstange betätigten Steuerschalters, F i
g. 3 a und 3 b einen Querschnitt bzw. eine Vorderansicht der Rückstellanzeige mit
Schalteinrichtungen, F i g. 3 c und 3 d Einzelansichten der Schalter in der Vorrichtung
gemäß F i g. 3 a und 3 b, F i g. 4 eine Einzelansicht einer Indexvorrichtung zur
Betätigung eines weiteren Schalters, F i-. 5 ein Stromkreisdiagramm des elektrischen
Teils der Rückstellvorrichtung, F i g. 6, 6 a und 6 b eine ähnliche Ansicht wie
F i g. 1 zur Veranschaulichung der Zughebelverstellmittel mit einer Einzelheit des
Startschalters, F i g. 7 eine Einzelansicht einer spindelgesteuerten Kupplung mit
totem Gang und F i g. 8 eine schematische Darstellung des toten Ganges der Kupplung.
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F i g. 1 zeigt die konventionelle Anordnung einer Fadenführerschiene
1. zusammen mit einer Fontur 2,
verbunden mit einem Bremskasten 3,
der durch eine Bremsschiene 4 mit der Stange 5 und der Zugstange 6 und ebenfalls
mit der Kuliereinrichtung 7
verbunden ist.
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Die untere Hälfte dieser Figur zeigt, daß die Kuliereinrichtung
7 mit verstellbarem Kulierarm 7 a einstellbar ist durch mit
8 und 9 bezeichnete Verstellgetriebe zur Bewegungsübertragung mittels
einer Betätigungswelle 10 und einer Gegenwelle 11. Zusätzlich ist
die Welle 10 durch Kette und Kettenrad 12 mit einer Führungsspindel
13 verbunden, auf der die Begrenzungsanschläge 14 und 15 bewegbar
sind.
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Der Begrenzungsanschlag 14 trägt einen Zeiger 16, der
mit einem geraden Maßstab 17 zusammenarbeitet,- zu dem auch ein unabhängig
beweglicher Rückstellzeiger 18 gehört.
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Der Rückstellzeiger 18 steht gewöhnlich in der Anfangsstellung
der Begrenzungsanschläge 14, 15,
wie sie vom Zeiger 16 angedeutet wird.
Wenn die Maschine zwischen der Herstellung zweier Wirkstücke stillsteht, wird gewöhnlich
eine Gegenwelle 11 durch eine Handkurbel 19 gedreht, um die Betätigungswelle
10 zu drehen und damit die Begrenzungsanschläge 14, 15 auf die Stellung
des Rückstellzeigers 18 zurückzustellen. Bei diesem Arbeitsgang stellt die
Welle 10 auch die Kuliereinrichtung auf die Anfangsstellung zurück.
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Erfindungsgemäß wird diese Wiedereinstellung motorisch vorgenommen,
um eine Handbetätigung durch die Handkurbel 19 zu vermeiden.
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Zu diesem Zweck wird die Welle 11 nach Handbetätigung eines Startschalters
21 durch einen Elektromotor betätigt. Um sicherzustellen, daß der Motor
20 vom Startschalter 21 nur gestartet werden kann, wenn die Maschine
nicht läuft, ist die normale Triebstange 22 (F i g. 2) mit einem konischen
Bund 22a versehen, um einen Steuerschalter 23, in Reihe mit Startschalter 21, zu
öffnen, wenn die Triebstange »eingeschaltet« ist und die Maschine läuft, und ihn
nur dann zu schließen, wenn die Triebstange »ausgeschaltet« ist und die Maschine
nicht läuft.
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Der Motor 20 kann die Welle 11 über eine Kupplung für Langsamlauf
24 über Kette und Kettenrand 25 und über eine Kupplung für Schnellauf
26
über Kette und Kettenrand 27 antreiben.
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Um die Arbeitsrichtung des Motors zum Rückstellen der Begrenzungsanschläge
in ihre Ausgangsstellung zu bestimmen, so daß die Zeiger 16 und
18
übereinstimmen, ist der Rückstellzeiger 18 mit einem Mitnehmerschalter
28 (F i g. 3 a und 3 c) versehen.
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Der Mitnehmerschalter 28 weist ein drehbares Glied
29 mit zwei Vorsprüngen 30, 31 auf, die wahlweise von einer verstellbaren
Schraube 32 auf dem Begrenzungsanschlag 14 berührt werden können.
Die Arbeitsweise des Mitnehmerschalters ist nachstehend beschrieben.
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Um den Zeitpunkt zu bestimmen, an dem der Rückstellzeiger
18 durch Übergang von der Kupplung für Schnellauf 26 zur Kupplung
für Langsamlauf 24 verlangsamt wird, ist ein nockenbetätigter Steuerschalter
33 (F i g. 3 a und 3 d) mit dem Zeiger 18 verbunden. Der Steuerschalter 33
wird von einer Nockenscheibe 34 betätigt, die am Begrenzungsanschlag 14 sitzt.
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Um den Motor bei Fluchten des Zeigers 18 mit dem Anschlagzeiger
16 genau zu stoppen, ist außerdem mit dem Zeiger 18 ein Vorbereitungsschalter
35 vorgesehen, der von einer Stellschraube 36 am Begrenzungsanschlag
14 betätigt wird. Der Vorbereitungsschalter 35 wird so eingestellt,
daß er in annähernd einem Nadelabstand von jeder Seite der Nadel auslöst, auf die
der Fadenführer eingestellt ist, wie durch den Abstand zwischen den Pfeilen A-A
in F i g. 3 b angedeutet ist. Wie in F i g. 4 gezeigt, enthält der dort dargestellte
Indexmechanismus einen Endschalter 37, welcher mit einer Stütze
38 für den Schaltplunger 39 verbunden ist und von einer vom Schaltplunger
39 getragenen Stellschraube 40 betätigt wird. Die Arbeitsweise des
Schalters 35, 37 wird nachstehend beschrieben.
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Aus F i g. 5 wird ersichtlich, daß ein Stromkreis vorgesehen ist mit
einem Motor 20, dem Startschalter 21, dem Kontrollschalter
23, der Kupplung für Langsarnlauf 24 und der Kupplung für Schnelllauf
26.
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Die Kupplungen 24, 26 sind wahlweise vom Steuerschalter 33
durch das Relais 33 R zu betätigen. Der Stromkreis enthält außerdem den Mitnehmerschalter
28, welcher mit bei 28a angedeuteten Mitteln zum Bestimmen der Arbeitsrichtung
des Motors 20 in stromführender Verbindung steht.
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Außerdem sind die Schalter 35, 37 parallel geschaltet und verbunden
mit dem Startschalter 21 und wechselweise zu betätigen, um den Stromkreis
zu unterbrechen, nachdem der Startschalter 21 geschlossen ist.
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Bei der Arbeit ist der Startschalter 21 normalerweise offen, der Kontrollschalter
23 nur bei Stillstand der Maschine und die Schalter 35 und 37 normalerweise
geschlossen.
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Der nockenbetätigte Steuerschalter 33 ist normalerweise offen und
der Relaisschalter 33 R in einer Stellung zur Vorbereitung der Arbeit der
Kupplung für Schnellauf. Der Mitnehmerschalter 28 ist geschlossen und bereitet
den Motor 20 zur Arbeit vor in einer Richtung entsprechend der Stellung,
in der das drehbare Glied 29 belassen wurde, wobei dessen Stellung stets geeignet
ist zur motorischen Betätigung der Schrauben, um die Begrenzungsanschläge
14, 15 in die Rückstellung zu führen in einer Richtung entgegengesetzt zu
der, aus der sie aus der Rückstellung bewegt werden.
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Angenommen, ein Wirkstück ist fertiggestellt, und die Maschine steht
still, so wird der Startschalter 21
gedrückt und geschlossen, und unter der
Voraussetzung,
daß die Triebstange »ausgeschaltet«, d. h. der Steuerschalter
23 geschlossen ist, läuft der Motor 20
an und treibt die Wellen 10,
11 über die Kupplung für Schnellauf 26 an. Die Arbeitsrichtung des Motors ist vom
Mitnehmerschalter 28 in der bereits beschriebenen Weise eingestellt, so daß die
Begrenzungsanschläge 14, 15 schnell vom Motor 20 weiter zur Ausgangsposition versetzt
werden.
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Bei Annäherung des Anschlagzeigers 16 an den Rückstellzeiger 18 berührt
der Nocken 34 den nokkenbetätigten Steuerschalter 33 und schließt ihn, wobei das
Relais 33 R betätigt und von der Kupplung für Schnellauf 26 zur Kupplung für Langsamlauf
24 gewechselt wird, so daß danach die Neueinstellung der Begrenzungsanschläge
14, 15 langsam erfolgt.
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Bei Annäherung des Anschlagzeigers 16 an den Rückstellzeiger 18 bis
auf einen Nadelabstand von der Nadel, an der der Fadenführer halten muß, wird der
Vorbereitungsschalter 35 durch die Schraube 36 geöffnet, um das öffnen des Stromkreises
vorzubereiten. Am Ende des einen Nadelabstandes wird der Endschalter 37 durch Einfallendes
Indexplungers 39 in die entsprechende Nut des Indexrades geöffnet, so daß genau
an diesem Punkt der Motor 20 gestoppt wird und die Begrenzungsanschläge 14,15 ihre
Bewegung einstellen, wobei der Anschlagzeiger 16 in die Stellung des Rückstellzeigers
18 zurückgeführt ist. Wichtig ist, daß die Kupplung zur gleichen Zeit ausgerückt
ist, so daß eventuelles Weiterlaufen des Motors keine Bewegung der Begrenzungsanschläge
mehr hervorrufen kann. Die Unterbrechung des Kupplungtriebes in dieser Weise stellt
die genaue Position der Begrenzungsanschläge sicher.
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Das drehbare Glied 29 wird nicht betätigt, da die Begrenzungsanschläge
14, 15 nur an einer Seite ihrer Ausgangsstellung bewegt werden. Das Glied 29 bleibt
daher in der richtigen Stellung, um die Begrenzungsanschläge 14, 15 zurückzuführen.
Bewegen sich jedoch die Begrenzungsanschläge zur anderen Seite ihrer Ausgangsstellung,
so betätigt die Stellschraube 32 das Glied 29 und damit den Mitnehmerschalter 28,
um die Rückkehreinrichtung der Begrenzungsanschläge 14, 15 entsprechend zu
verändern.
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Es sei vermerkt, daß die motorische Rückstellung der Begrenzungsanschläge
14, 15 gekoppelt ist mit einer motorischen Rückstellung der wirksamen Länge des
Kulierarms 7a durch die Welle 10.
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Vorzugsweise werden die gleichen motorischen Mittel verwendet, um
die gewöhnliche progressive Verstellung der Kuliereinrichtung 7 während des Laufs
der Maschine zu bewirken, an Stelle der häufigeren Anordnung, bei der diese Verstellung
durch den gleichen Schaltmechanismus vorgenommen wird, der die Begrenzungsanschläge
14, 15 progressiv verstellt, und ohne daß diese Verstellung des Kulierarms 7 bei
maximaler Belastung erfolgt.
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Zu diesem Zweck wird der normale Anschlagsschaltmechanismus 41, 42
gemäß F i g. 6 verwendet, um elektrische Schalter im Augenblick geringster Belastung
des Zuges zu betätigen und den Motor 20 für die progressive Verstellung des Kulierarms
7 a einzuschalten und für weitere Arbeitsgänge den toten Gang wiederherzustellen.
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Gemäß F i g. 6 sitzt in diesem Falle das Kettenrad 43 der Ketten-
und Kettenradanordnung 12 lose auf der Welle 1.0 und ist für den zunächst beschriebenen
Zweck der Rückstellung der Begrenzungsanschläge nur über die Kupplung 44 und einen
Bund 45 auf Welle 10 zu betätigen.
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Das Kettenrad 43 weist gemäß F i g. 7 eine axiale Buchse 43a auf,
die mit einem Außengewinde und Kupplungszähnen 43 b versehen ist, die in weitem
Abstand von mit ihnen zusammenarbeitenden Kupplungszähnen 45 a des Bundes
45 liegen, um einen toten Gang zu schaffen, der zwei Nadelteilungen in jeder
Richtung entspricht.
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Auf der Gewindebuchse 43 a sitzt eine Mutter 46, die mit einem Flansch
46 a mit einem Loch 46 b versehen ist, durch das sich ein Stift
45 b vom Bund 45
her erstreckt.
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Der Flansch 46a wird von einem gabelförmigen Hebel 47 erfaßt, der
drehbar bei 47a gelagert ist und entgegengesetzt gerichtete, verstellbare Schrauben
47 b, 47 c zur Betätigung elektrischer Schalter 48 bzw. 49 aufweist.
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Die Schalter 48, 49 sind gemäß F i g. 8 parallel miteinander und mit
dem Mitnehmerschalter 28 zur Steuerung der Verstellrichtung durch den Motor 20 geschaltet.
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Zusätzlich (s. auch F i g. 6 a) ist ein Endschalter 50 mit den Schaltern
48, 49 in Reihe geschaltet und durch Nocken und Hebel 51 von der mit halber
Geschwindigkeit laufenden Welle 51a zu einem Zeitpunkt zu betätigen, an dem
sich der Zughebel in seiner Mittelstellung befindet. F i g. 6 b zeigt, daß ferner
ein Kontrollschalter 51 vorgesehen ist, der von einem konischen Bund 52 auf der
Triebstange 22
betätigt und geschlossen wird und den Stromkreis vorbereitet,
wenn die Stange »eingeschaltet« ist und ihn außer Betrieb setzt, wenn die Stange
»ausgeschaltet« ist.
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Diese Anordnung kann nur bei laufender Maschine arbeiten, da dann
der Kontrollschalter 51 geschlossen und die Triebstange 22 »eingeschaltet« ist.
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Bei jedem Formgebungsvorgang arbeiten die Anschlagmittel 41, 42 um
die Begrenzungsanschläge zu verstellen. Dadurch wird auch das Kettenrad
43 um die Welle gedreht, wodurch der tote Gang zwischen den Kupplungszähnen
43 b und 45 a aufgenommen wird, so daß die Anschlagverstellmittel nicht verwendet
werden, um gleichzeitig die Kuliereinrichtung zu verstellen.
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Während seiner Teilrotation nimmt jedoch das Kettenrad 43 die Buchse
43 a mit, so daß diese rotiert und damit die Mutter 46 axial bewegt. Für die letztgenannte
Bewegung kippt der Mutternflansch 46 a den Schalthebel 47 um seine Drehachse 47a,
so daß der Hebel 47 den entsprechenden Schalter 48 oder 49 betätigt und den Motor
20 zur Arbeit in entsprechender Richtung vorbereitet.
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Die tatsächliche Arbeit des Motors 20 wird ausgelöst durch
Schließen des Endschalters 50 zu einem von dem mit halber Geschwindigkeit laufenden
Wellennocken 51 bestimmten Zeitpunkt, wenn der veränderliche Kulierarm 7 a in Mittelstellung
bei geringster Belastung steht.
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Der dann durch die Kupplung für Schnellauf 26 arbeitende Motor
20 dreht die Welle 10, um die entsprechenden Verstellungen der Kuliereinrichtung
7 durch das Getriebe 8, 9 zu bewirken.
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Während ihrer Drehung nimmt die Welle 10 die Buchse 45 und damit den
Stift 45 b mit, der durch seine Bewegung die Mutter 46 rotiert, welche sich
auch axial bewegt und dadurch den Schalthebel 47 in die neutrale Ausgangsstellung
mit offenen Schaltern
48, 49 zurückbringt, so daß der Motor
20 stoppt, wodurch die Teile für einen weiteren Arbeitsgang eingestellt sind.
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Es wird ersichtlich, daß die Begrenzungsanschläge als ein Teil der
Maschine, die Kuliereinrichtung als das zweite Teil der Maschine betrachtet werden
kann und daß es durch die beschriebenen Mittel möglich ist, die beiden Teile gleichzeitig
automatisch zu verstellen, wenn dies bei Stillstand der Maschine erforderlich ist,
und das erste Teil durch gewöhnliche Mittel zu verstellen in Verbindung mit dem
zweiten Teil, das durch diese automatischen Mittel nur verstellt wird, wenn dies
während des Laufs der Maschine erforderlich ist.