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DE1240502B - Werkzeug zum Herstellen von Formzuschnitten aus Wellpappe u. dgl. - Google Patents

Werkzeug zum Herstellen von Formzuschnitten aus Wellpappe u. dgl.

Info

Publication number
DE1240502B
DE1240502B DE1965T0028679 DET0028679A DE1240502B DE 1240502 B DE1240502 B DE 1240502B DE 1965T0028679 DE1965T0028679 DE 1965T0028679 DE T0028679 A DET0028679 A DE T0028679A DE 1240502 B DE1240502 B DE 1240502B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cutting
cutting edges
teeth
corrugated cardboard
tool according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1965T0028679
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert R Anderson
West Islip
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tri Wall Containers Inc
Original Assignee
Tri Wall Containers Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Tri Wall Containers Inc filed Critical Tri Wall Containers Inc
Priority to DE1965T0028679 priority Critical patent/DE1240502B/de
Publication of DE1240502B publication Critical patent/DE1240502B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26FPERFORATING; PUNCHING; CUTTING-OUT; STAMPING-OUT; SEVERING BY MEANS OTHER THAN CUTTING
    • B26F1/00Perforating; Punching; Cutting-out; Stamping-out; Apparatus therefor
    • B26F1/38Cutting-out; Stamping-out
    • B26F1/44Cutters therefor; Dies therefor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26FPERFORATING; PUNCHING; CUTTING-OUT; STAMPING-OUT; SEVERING BY MEANS OTHER THAN CUTTING
    • B26F1/00Perforating; Punching; Cutting-out; Stamping-out; Apparatus therefor
    • B26F1/38Cutting-out; Stamping-out
    • B26F1/40Cutting-out; Stamping-out using a press, e.g. of the ram type

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Making Paper Articles (AREA)

Description

  • Werkzeug zum Herstellen von Formzuschnitten aus Wellpappe u. dgl. Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zum Herstellen von Formzuschnitten aus Wellpappe und anderem dickem, leicht quetschbarem Material mit zwei auf relativ zueinander beweglichen Trägern befestigten Bandstahlschneiden, die quer zur Schneidrichtung federnd ausgebildet und an ihren Schneidkanten abgeschrägt sind.
  • Es ist bereits eine Vorrichtung zum Schwächen, Rillen, Perforieren oder Einschneiden von Papierbahnen bekannt, die auf einem ortsfesten Träger quer zur Papierbahn abschnittweise abgestufte Bandstahlschneiden aufweist, mit denen auf einer sich drehenden Walze achsparallel, jedoch schräg zum Radius der Walze befestigte Bandstahlschneiden zusammenwirken, die quer zur Schneidrichtung federnd ausgebildet und an ihren Schneidkanten abgeschrägt sind. Bei dieser bekannten Vorrichtung ist auch bereits vorgesehen, daß die an sich gerade Schneidkante der Bandstahlschneiden zur Herstellung eines perforierten Schnittes im Abstand voneinander liegende Kerben aufweist. Würde man diese bekannte Vorrichtung zum Herstellen von Formzuschnitten auf Wellpappe oder anderem dickem, leicht quetschbarem Material verwenden, so würde dieses dicke Material durch die Bandstahlschneiden beiderseits der Schnittlinie zerquetscht. Derartige Quetschungen beeinträchtigen jedoch die Qualität des Zuschnittes.
  • Es ist ferner eine Vorrichtung zum Zerschneiden mehrschichtiger Wellpappe bekannt, bei der zwei kreisringförmige Schneidmesser auf sich drehenden Wellen befestigt sind und zum Zerschneiden der Wellpappe zusammenwirken. Die Schneidmesser sind an ihrer auf dem Kreisumfang liegenden Schneidkante abgeschrägt. Auch bei dieser bekannten Vorrichtung wird die Wellpappe beiderseits der Schnittlinie durch den schräg anlaufenden Teil der Schneidkante beim Schneidvorgang zusammengequetscht. Diese Quetschungen sind um so stärker, je dicker die Wellpappe ist.
  • Die Erfindung soll ein Werkzeug zum Herstellen von Formzuschnitten aus Wellpappe und anderem dickem, leicht quetschbarem Material schaffen, bei dem das Zerquetschen dieses Materials neben der Schneidkante vermieden wird, so daß qualitativ :Ioc#iiwertige Zuschnitte gewonnen werden. Darüber hinaus soll beim Werkzeug gemäß der Erfinden- die Ablösung der Schneidmesser vom geschnittenen Material leicht und ohne besondere Maßnahmen selbsttätig vor sich gehen. Gerade beim Zerschneiden dicker Materialien, wie beispielsweise mehrschichtiger Wellpappe, ist es immer schwierig gewesen, das Schneidmesser nach dem Zerschneiden des Materials beim Zurückziehen von diesem Material abzulösen, weil sich die Schnittkante des Materials gegen die Seitenfläche des Messers sperrte. Insgesamt soll das Werkzeug gemäß der Erfindung sehr saubere und formtreue Schnitte herstellen und von großer Lebensdauer sein, wobei vor allem eine Beschädigung der Schneiden durch ungewolltes Aufeinandertreffen der Messer vermieden werden soll.
  • Zur Lösung dieser Aufgaben sieht die Erfindung vor, daß die Bandstahlschneiden mit spitzen Zähnen versehen sind, deren von der Zahnspitze zur Zahnwurzel verlaufende Seitenkanten als abgeschrägte Schneidkanten ausgebildet sind, und daß die beiden Bandstahlschneiden auf ihren geradlinig bewegten Trägern komplementär zueinander ausgebildet und angeordnet sind.
  • Bei einem Schneidvorgang werden die beiden Hälften des Werkzeuges gemäß der Erfindung geradlinig von beiden Seiten her auf das dazwischenliegende Material, wie beispielsweise eine Wellpappe, hinbewegt, so daß zunächst durch die Spitzen der beiden Stahlschneiden eine Perforierungslinie auf beiden Außenseiten dieses Materials erzeugt wird. Mit fortschreitendem Eindringen der Stahlschneiden in das Material entstehen diese Perforierungslinien in immer tieferen Schichten des Materials, während die Schneidkanten die weiter außen liegenden Schichten nach und nach durchtrennen. Infolge der komplementären Ausbildung und Anordnung der beiden Bandstahlschneiden dringen die einander gegenüberliegenden Zähne dieser beiden Schneiden passend ineinander, ohne daß die Spitzen oder Schneidkanten sich gegenseitie beschädigen können. Sollte es aber einmal durch eine Fehleinstellung der beiden Werkzeughälften dazu kommen, daß die beiden Schneiden aufeinandertreffen, so weichen sie durch ihre federnde Lagerung und wegen der schrägen Ausbildung der Schneidkanten ohne gegenseitige Beschädigung seitlich aus. Daß das Werkzeug gemäß der Erfindung das Material ohne Zerquetschung zerschneidet, mag unter anderem auch daran liegen, daß der durch die Zahnspitzen zu Beginn auf das Material ausgeübte seitliche Druck verhältnismäßig gering ist und daß das Material beiderseits sämtlicher Zähne progressiv zerschnitten wird.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Spitzen der Zähne der beiden Bandstahlschneiden in zwei zueinander versetzten Ebenen liegen und das auf die Schneidkanten beider Bandstahlschneiden in derart zueinander versetzten Ebenen liegen, daß die Schneidkanten beim Aufeinandertreffen einander nicht beschädigen. Auf diese Weise erreicht man, daß die Spitze eines Zahnes der einen Bandstahlschneide nicht auf den Scheitel zwischen den Zähnen der anderen Bandstahlschneiden auftreffen und dabei beschädigt werden kann.
  • Gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung haben die Zähne V-Form, wobei die Schneidkanten an jeder Zahnkante vom Scheitel zur Wurzel verlaufen.
  • Die Erfindung sieht ferner vor, daß die beiden geradlinig bewegten Träger im wesentlichen gleich hin- und herbewegt werden, so daß die Zähne sich bei der Trennbewegung gegenseitig aus dem geschnittenen Material ziehen und nicht die Gefahr besteht, daß das zerschnittene Material an den Bandstahlschneiden hängenbleibt.
  • Die Träger sind zweckmäßig parallele, einander gegenüberliegende Platten, auf denen die Bandstahlschneiden senkrecht zur Plattenebene befestigt sind.
  • Das Werkzeug gemäß der Erfindung verwirklicht ein neues Verfahren zum Schneiden von dreischichtiger Wellpappe und anderem vielschichtigem, dikkem und leicht quetschbarem Material, dessen Besonderheit darin besteht, daß die Stahlschneiden mit den Zähnen auf das Material aufgesetzt werden, um das Material von beiden Seiten an vorgegebenen Schnittlinien an mehreren auseinanderliegenden Punkten zu durchstoßen, daß diese Stoßbewegung fortgesetzt wird, so daß die Schichten nacheinander perforiert werden, während die guillotineartige Schneidwirkung progressiv fortschreitend von einer zur nächsten Perforation ausgeübt wird, und daß der Schneidvorgang fortgesetzt wird, bis die Perforationen aneinanderstoßen und ein vollständiger Schnitt insoweit entsteht, als er für ein endgültiges Durchtrennen des Materials an den Schnittlinien erforderlich ist.
  • Die Erfindung wird nun am Beispiel der in der Zeichnung gezeigten Ausführung erläutert. Dabei ist F i g. 1 eine perspektivische Teilansicht-teilweise im Schnitt - eines erfindungsgemäßen Werkzeuges mit Stahlschneiden, F i g. 2 ein senkrechter Schnitt durch das Werkzeug zu Beginn des Schneidvorganges bei dreischichtiger Wellpappe, F i g. 3 ein Schnitt entlang der Schnittlinie 3-3 in F i g. 2, in dem die Stahlschneiden in Seitenansicht dargestellt sind, F i g. 4 ein Schnitt entsprechend F i g. 2 im Augenblick des eigentlichen Schneidvorganges, F i g. 5 ein Schnitt durch die Stahlschneiden während des eigentlichen Schneidvorganges und F i g. 6 ein Schnitt entsprechend F i g. 5, bei dem die Stahlschneiden unrichtig aufeinandertreffen.
  • In F i g. 1 ist ein zweiteiliges Werkzeug mit einer oberen Bandstahlschneide 1 und einer unteren Bandstahlschneide 2 dargestellt, die beim Schneidvorgang zusammenwirken. Die obere Schneide 1 ist in einer Sperrholzplatte 3 auf einem oberen plattenförmigen Träger 6 gehalten und festgeklemmt. Die einzelnen Sperrholzschichten werden durch Klammern 3 a zusammengehalten. Entsprechend sitzt die untere Schneide 2 in einer Sperrholzplatte 4 auf einem unteren plattenförmigen Träger 7, wobei auch hier die einzelnen Schichten der Sperrholzplatte durch Klammern 5 zusammengehalten werden. Die plattenförmigen Träger 6, 7 sind auf Stempeln 8 und 9 gleichzeitig aufeinander zu und voneinander weg beweglich gelagert, wozu die Stempel 8, 9 z. B. mit hydraulischen Zylindern verbunden sind.
  • Die Bandstahlschneiden des Werkzeugs gemäß der Erfindung weisen Zähne 1 a bzw. 2 a auf. Selbstverständlich werden die beiden Stahlschneiden durch die Träger 6, 7 und die Stempel 8, 9 vertikal und linear in der gleichen Vertikalebene bewegt. Die Zähne einer Stahlschneide kämmen mit den Zähnen der anderen Schneide, wenn die beiden Träger gemäß F i g. 4 bis zum Anschlag genähert werden.
  • Die Schneidkanten, die durch entsprechenden Schliff der Bandstähle 1, 2 entstehen, sind bei 1 b bzw. 2 b in entgegengesetzter Richtung abgeschrägt. Die Stahlschneide 1 und 2 ragen so weit über die Platten 3 und 4 heraus, daß sie in Querrichtung federnd sind. Natürlich sind die Bandstahlschneiden verhältnismäßig dünn. Wenn daher z. B. die Stempel 8 und 9 nicht richtig bewegt werden, z. B. zu Beginn eines Schneidvorganges oder beim Einstellen, gleiten die Schneiden aneinander vorbei, und die abgeschrägten Kanten bewirken, daß sich die Schneiden seitlich wegdrücken, so daß eine Beschädigung verhindert wird. Dies ist in F i g. 6 gezeigt. Die Stempel 8 und 9 sollen im wesentlichen gleichmäßig bewegt werden. Hierzu lassen sich übliche Steuerungen und hydraulische oder mechanische Antriebe verwenden. Sie sollten eine genügende Genauigkeit und Präzision haben, damit sich die Schneiden 1 und 2 bei ihrer Annäherung nicht zu weit überschneiden. Die Einrichtungen müssen jedoch von der Bedienungsperson eingestellt werden, und dies gibt die Möglichkeit, daß sich die Schneiden dennoch bei ihrer Annäherung überlappen. Durch die obengenannten Maßnahmen werden hierbei mögliche Beschädigungen jedoch vermieden.
  • Wie die F i g. 1 und 3 zeigen, haben die Zähne V-Form. Die Zähne der oberen Schneide 1 sind seitlich um eine halbe Zahnbreite gegenüber den Zähnen der unteren Schneide 2 versetzt. Hierdurch ergibt sich das bereits beschriebene Ineinandergreifen. Die Abschrägungen der Schneidkanten der betreffenden Zähne haben jeweils entgegengesetzten Winkel. Hierdurch wird das Ineinandergreifen verbessert. Alle Zähne sind gleich groß.
  • Der Betrieb des neuen Werkzeugs führt zwangläufig zu einem neuen Schneidverfahren für das beschriebene Material; das Verfahren kann jedoch auch mit anderen Mitteln ausgeübt werden.
  • Wie F i g. 2 zeigt, wird zunächst das Material 10, wie z. B. ein Stück dreischichtiger Wellpappe, zwisehen die obere und die untere Schneide 1 und 2 eingeschoben, die durch die Rückbewegung der Stempel 8 und 9 voneinander getrennt sind. Die beiden Stempel werden dann gleichzeitig und gleichmäßig aufeinander zu bewegt. Sobald die Spitzen der Zähne 1 a und 2a auf die Außenseiten 10a der dreischichtigen Wellpappe stoßen, dringen sie von beiden Seiten in das Material 10 ein. Dieses Durchstechen des Materials erfolgt nach Art einer Perforierung an mehreren auf der Schneidlinie nebeneinanderliegenden Punkten. Bei der Weiterbewegung der Stempel 8 und 9 verlagert sich dieses Einstechen kontinuierlich nach innen, und die weiteren Schichten der Wellpappe werden perforiert, wobei eine guillotineartige Schneidwirkung von einer Perforation zur nächsten weiterläuft. Auf diese Weise werden nacheinander kontinuierliche Schnittlinien gebildet. Vorgänge dieser Art sind immer etwas schwierig zu beschreiben. Auf jeden Fall erkennt man, daß anfänglich ein Einstoßen, Durchdringen oder Durchstechen durch die sehr scharfen Spitzen erfolgt, dem sich ein Schneidvorgang anschließt, der durch die scharfen Schneidkanten bewirkt wird, die durch die Seiten der Zähne gebildet werden. Dieser Schneidvorgang, der durch die scharf gewinkelten Schneidkanten bewirkt wird, ergibt einen glatten und sauberen Schnitt. Der hierbei auf die verschiedenen Schichten des Materials ausgeübte Druck ist aber so gering, daß das Material nicht deformiert wird.
  • Sobald die Zahnspitzen an der Mittelschicht 10 b der dreischichtigen Wellpappe ankommen, wird auch diese Mittelschicht zunächst mit einer Perforationslinie versehen, während die übrigen Schichten schon vollständig durchschnitten sind. In manchen Fällen wird man daher den Vorschub der beiden Stößel 8 und 9 in diesem Augenblick abbrechen und sie zurückziehen. Anschließend wird man die Wellpappe durch Anlegen einer Zugspannung bzw. durch Auseinanderreißen entlang der Schnitt- und Perforationslinie in die beiden Teilabschnitte trennen. Bei manchen Fertigungsverfahren ist dies vorteilhaft. Dieser soeben beschriebene Vorgang wird in F i g. 5 gezeigt, wobei sich die obere und die untere Schneide 1 bzw. 2 an den Endpunkten ihrer gegenseitigen Annäherung befinden.
  • In anderen Fällen wird man die beiden Stempel 8 und 9 weiter vorschieben, bis die Zähne der beiden Schneiden 1 und 2 ganz ineinandergreifen und in der in F i g. 4 gezeigten Weise aneinander anliegen. Auf diese Weise wird ein vollständiges Durchschneiden sämtlicher Schichten der dreischichtigen Wellpappe erreicht. Man erkennt, daß das Erreichen dieses Zustandes davon abhängt, wieviel Kraft zum Durchschneiden der mittleren Materialschicht erforderlich ist. Mit anderen Worten gesagt, bedeutet dies, daß die innere Schicht oder die inneren Materialschichten entweder vollständig durchschnitten oder nur perforiert werden müssen, um bei dem anschließenden Auseinanderziehen eine vollständige Trennung zu erreichen.
  • Die Anwendung der Erfindung ist hier am Beispiel dreischichtiger Wellpappe erläutert, da dieses Material im Vergleich zu anderen Pappen vergleichbaren Gewichts eine außergewöhnlich hohe Festigkeit hat. Diese Festigkeit ergibt sich aus der Geometrie und dem Aufbau dieses Produktes als Ganzes. Jedes Quetschen an der Trennlinie zerstört die eine oder die andere oder beide dieser Eigenschaften. Nicht nur vom Standpunkt eines guten Aussehens ist dies ein schwerwiegender Einwand. Erfindungsgemäß erfolgt das anfängliche Eindringen der spitzen Zähne punktförmig. Das heißt, daß die Zähne in das Material eindringen, ohne die umliegenden Flächengebiete der Pappe so weit unter Druck zu setzen, daß sie neben der Schnittlinie gequetscht wird. Dieses anfängliche Eindringen erleichtert den sich anschließenden Vorgang, bei dem ein glatter Schnitt allmählich von einer anfänglich gebildeten Perforation bis zur nächsten weiterschreitet. Auch hier wieder ist der auf die benachbarten Flächenabschnitte der Pappe ausgeübte Druck nur sehr gering und reicht nicht aus, um das Material zu zerquetschen.
  • Zusätzlich zu den oben genannten Vorteilen liegt ein weiterer Vorteil darin, daß jede Schneide 1 oder 2 nur bis zur Hälfte der Dicke des zu schneidenden Materials eindringen muß. Hierdurch wird jegliche Tendenz zum Zerquetschen der Schichten noch weiter herabgesetzt. Bei der Auseinanderbewegung der Schneiden bewegen diese sich gleichmäßig und in entgegengesetzten Richtungen auseinander, so daß das Material automatisch abgestreift wird. Dies bedingt eine exakte gleiche Reibung zwischen den beiden Schneiden und dem geschnittenen Material. Obgleich diese Bedingung in der Praxis nicht immer erfüllt werden kann, ist die Tendenz zum selbständigen Abstreifen immer vorhanden. Bei Anwendung von Schaumgummi-Abstreifern können diese daher leichter zusammendrückbar gemacht werden, als es üblich ist. Sie brauchen nur die geringe Differenz zu überwinden, die zwischen der Reibberührung der oberen und der unteren Schneide 1 bzw. 2 mit dem zu schneidenden Material besteht.
  • Der Wegfall der sonst erforderlichen stark elastischen Schaumgummi-Abstreifer ist ein weiterer Grund, warum bei der vorliegenden Erfindung weniger Quetschdruck auf das geschnittene Material ausgeübt wird. Dieses Material braucht nicht dreischichtige Wellpappe zu sein. Es können auch verhältnismäßig dicke Stapel aus einschichtiger oder zweischichtiger Wellpappe bearbeitet werden. Die Erfindung ist allgemein anwendbar bei jeglichem leicht quetschbaren Material, obgleich es sich hierbei im allgemeinen um zellförmiges Material, auseinanderliegende Vielfachschichten und Zellen mit auseinanderliegenden Schichten handelt. Im allgemeinen ist solches Material nicht metallisch, obgleich das erfindungsgemäße Prinzip auch bei metallischem Material anwendbar sein kann.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Werkzeug zum Herstellen von Formzuschnitten aus Wellpappe und anderem dickem, leicht quetschbarem Material mit zwei auf relativ zueinander beweglichen Trägern befestigten Bandstahlschneiden, die quer zur Schneidrichtung federnd ausgebildet und an ihren Schneidkanten abgeschrägt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandstahlschneiden (1, 2) mit spitzen Zähnen (la, 2a) versehen sind, deren von der Zahnspitze zur Zahnwurzel verlaufende Seitenkanten als abgeschrägte Schneidkanten ausgebildet sind, und daß die beiden Bandstahlschneiden auf ihren geradlinig bewegten Trägern (6, 7) komplementär zueinander ausgebildet und angeordnet sind. 2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitzen der Zähne (1 a, 2 a) der beiden Bandstahlschneiden (1, 2) in zwei zueinander versetzten Ebenen liegen und daß auch die Schneidkanten beider Bandstahlschneiden in derart zueinander versetzten Ebenen liegen, daß die Schneidkanten beim Aufeinandertreffen einander nicht beschädigen. 3. Werkzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (la, 2a) V-Form haben, wobei die Schneidkanten an jeder Zahnkante vom Scheitel zur Wurzel verlaufen. 4. Werkzeug nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden geradlinig bewegten Träger (6, 7) im wesentlichen gleich hin-und herbewegt werden, so daß die Zähne (1 a, 2 a) sich bei der Trennbewegung gegenseitig aus dem geschnittenen Material herausziehen. 5. Werkzeug nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger zwei parallele, einander gegenüberliegende Platten (6, 7) sind, auf denen die Bandstahlschneiden (1, 2) senkrecht zur Plattenebene befestigt sind. 6. Verfahren zum Schneiden von dreischichtiger Wellpappe und anderem vielschichtigem, dickem und leicht quetschbarem Material mit dem Werkzeug nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlschneiden (1, 2) mit den Zähnen auf das Material aufgesetzt werden, um das Material von beiden Seiten an vorgegebenen Schnittlinien an mehreren auseinanderliegenden Punkten zu durchstoßen, daß diese Stoßbewegung fortgesetzt wird, so daß die Schichten nacheinander perforiert werden, während eine guillotineartige Schneidwirkung progressiv fortschreitend von einer zur nächsten Perforation ausgeübt wird, und daß der Schneidvorgang fortgesetzt wird, bis die Perforationen aneinanderstoßen und ein vollständiger Schnitt insoweit entsteht, als er für ein endgültiges Durchtrennen des Materials an den Schnittlinien erforderlich ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1061173; britische Patentschrift Nr. 648 387.
DE1965T0028679 1965-05-28 1965-05-28 Werkzeug zum Herstellen von Formzuschnitten aus Wellpappe u. dgl. Pending DE1240502B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB648387A (en) * 1947-07-08 1951-01-03 Cook & Son Ltd M Improvements in or relating to multiply corrugated paper blocks
DE1061173B (de) * 1957-08-30 1959-07-09 Paper Converting Machine Co Vorrichtung zum Schwächen von Bahnen, inbesondere von wieder aufzuwickelnden Papierbahnen

Patent Citations (2)

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DE1061173B (de) * 1957-08-30 1959-07-09 Paper Converting Machine Co Vorrichtung zum Schwächen von Bahnen, inbesondere von wieder aufzuwickelnden Papierbahnen

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