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DE1240556B - Ferroelektrisches Speicherelement - Google Patents

Ferroelektrisches Speicherelement

Info

Publication number
DE1240556B
DE1240556B DER34248A DER0034248A DE1240556B DE 1240556 B DE1240556 B DE 1240556B DE R34248 A DER34248 A DE R34248A DE R0034248 A DER0034248 A DE R0034248A DE 1240556 B DE1240556 B DE 1240556B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrodes
ferroelectric
element according
storage element
field
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER34248A
Other languages
English (en)
Inventor
Ennio Fatuzzo
Hans Roetschi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RCA Corp
Original Assignee
RCA Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RCA Corp filed Critical RCA Corp
Publication of DE1240556B publication Critical patent/DE1240556B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01GCAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
    • H01G7/00Capacitors in which the capacitance is varied by non-mechanical means; Processes of their manufacture
    • H01G7/02Electrets, i.e. having a permanently-polarised dielectric
    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11CSTATIC STORES
    • G11C11/00Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor
    • G11C11/21Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor using electric elements
    • G11C11/22Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor using electric elements using ferroelectric elements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Semiconductor Memories (AREA)
  • Inorganic Insulating Materials (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
240 556 Int. Cl.:
GlIc
Deutsche KL: 21 al - 37/40
Nummer: 1240 556
Aktenzeichen: R 34248IX c/21 al
Anmeldetag: 11. Januar 1963
Auslegetag: 18. Mai 1967
Die Abhängigkeit der Polarisation der »gebundenen Ladung« in einem ferroelektrischen Material von dem angelegten elektrischen Feld zeigt den typischen Verlauf einer Hysteresisschleife. Die gebundene Ladung rührt von elektrischen Dipolen in dem Material her. Bei Verwendung eines ferroelektrischen Materials als Dielektrikum eines Kondensators kann der Hysteresiseffekt in bekannter Weise zur Speicherung binärer Information, zum Steuern und Schalten elektrischer Signale u. a. m. ausgenutzt werden.
Die Polarisation eines ferroelektrischen Speicherelementes soll sich in der Schaltung nicht nennenswert ändern, bis das angelegte Feld einen bestimmten Schwellwert überschreitet. Auf Grund der mit Netzfrequenz aufgenommenen Hysteresisschleife eines ferroelektrischen Speichereiementes- könnte man annehmen, daß dieser Schwellwert einem Punkt, auf der Hysteresisschleife entspricht, der sich etwas über deren Knie befindet, ähnlich wie das magnetische Koerzitivfeld bei ferromagnetischen Werkstoffen. Dies hat sich in der Praxis jedoch nicht als zutreffend erwiesen, und die bekannten ferroelektrischen Einrichtungen zeigen keinen derartigen Schwellwert des elektrischen Feldes. Sie können vielmehr von der Sättigung im einen Polarisationszustand zu der Sättigung im anderen Polarisationszustand durch/Anlegen eines sehr kleinen elektrischen Feldes umgeschaltet werden — das Feld kann dabei viel kleiner sein als das dem Knie der Hysteresisschleife entsprechende Feld —, vorausgesetzt, daß das? Feld genügend lange einwirkt. :: ..
Diese Eigenschaft stellt ein schwerwiegendes Hindernis für die Anwendung ferroelektrischer Einrichtungen zu Speicherzwecken,-z. B. in Speichern für Datenverarbeitungsanlagen, dar. - .:...■
Durch die Erfindung soll daher dieser Nachteil vermieden werden, und es soll ein ferroelektrisches Speicherelement angegeben werden, das einen richtigen Feldschwellwert zeigt, der im. folgenden als echtes Koerzitivfeld bezeichnet werden solL .
Ein ferroelektrisches Speicherelement mit einem Körper aus einem ferroelektrischen Werkstoff und zwei Elektroden auf gegenüberliegenden Oberflächen des Werkstoffes ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß sich die für den Betrieb des Speicherelementes permanent zu dem :Körper angebrachten Elektroden in an sieh bekannter Weise nicht überlappen. Es wurde nämlich gefunden, daß ierroelektrische Speicherelemente ein echtes Koerzitivfeld aufweisen, wenn sich die an eiern Element angebrachten Elektroden nicht überlappen. .
Die Erfindung soll nun an Hand von nicht ein-Ferroelektrisches Speicherelement
Anmelder:
Radio Corporation .of America,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Sommerfeld und Dr. D, v. Bezold,
Patentanwälte, München 23, Dunantstr. 6
Als Erfinder benannt:
Ennio Fatuzzo, Adliswil;
Hans Roetschi, Horgen (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 23. Januar 1962 (168157)
schränkend auszulegenden Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert weif den; dabei bedeutet
Fig. 1 eine etwas idealisierte Hysteresisschleife eines ferroelektrisehen Materials,·
Fig. 2a bis 2c schematische Darstellungen bekannter ferroelektrischer Speicherelemente,
^ F i g. 3 Ά bis 3 d Darstellungen einer ersten Ausführungsform eines ferroelektrisehen Speicherelementes gemäß der Erfindung,
F i g. 4 a und 4b Diagramme zur Erläuterung der Arbeitsweise der in F i g. 2 und 3 dargestellten Anordnungen,
. Fig.-5 eine perspektivische Darstellung- des Speicherelementes der F i g. 3 a bis 3 d,
Fig. 6 eine Draufsicht auf eine andere Ausfüh-
rungsfonn der Erfindung und . ' .,
V Fig. 7 eine Drauf sieht auf eine dritte Ausführungs»- form der Erfindung.
Die in Fig.l dargestellte Hysteresisschleife soll zuerst in Verbindung mit dem in den F i g. 2 a bis .2 c dargestellten, bekannten ferroelektrischen Speicherelement beschrieben werden. Auf der Abzisse des Koordinatenkreuzes der F i g. 1 ist das einwirkende elektrische FeId-E und auf der Ordinate die Polarisation P des ferroelektrischen Körpers aufgetragen.
Im Punkt A der Hysteresisschleife ist die Polarisation des ferroelektrischen Werkstoffes .in der einen Rich-.tung und im Punkt 2Ϊ in der entgegengesetzten Richr-
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tung gesättigt. Wenn sich der Arbeitspunkt anfänglich bei B befindet und an das Element wird ein elektrisches Feld Ey angelegt, das größer ist als das Koerzitivfeld Ec, so schaltet der Arbeitspunkt des Elementes vom Punkt B längs des Astes C der Hysteresisschleife zum Punkt D. Schaltet man das elektrische Feld dann ab, so wandert der Arbeitspunkt von D zurück zum Punkt A. Wenn keine weiteren elektrischen Felder auf das Material einwirken, bleibt die Richtung der Polarisation des Materials entsprechend dem Punkte erhalten.
Angenommen, der Arbeitspunkt des ferroelektrischen Werkstoffes liege wieder im Punkt B. Ferner sei angenommen, daß ein elektrisches Feld Ex angelegt wird, das kleiner ist als das Koerzitivfeld Ec. An Hand der Kurve der F i g. 1 könnte man annehmen, daß ein Feld dieser Größe nicht ausreiche, um in dem ferroelektrischen Werkstoff irgendeine Schaltwirkung hervorzurufen. Es zeigt sich jedoch in der Praxis, daß sich die Polarisation des Werkstoffes von der Sättigung im Punkt B in die Sättigung im Punkt A ändert, wenn das elektrische Feld Ex genügend lange einwirkt. Dasselbe tritt ein, wenn man auf den Werkstoff nacheinander eine Anzahl kurzer Impulse einwirken läßt, die ein Feld der Amplitude Ex erzeugen, auch wenn ein einzelner Impuls für sich nicht ausreicht, die Polarisation des Werkstoffes vom einen Sättigungszustand in den anderen zu ändern.
Die eben in Verbindung mit Fig. 1 beschriebene Arbeitsweise ist auch in den Fig. 2a bis 2c dargestellt. Das abgebildete Speicherelement ist konventionell aufgebaut und besteht aus einem Körper 10 aus einem ferroelektrischen Werkstoff, der an zwei einander gegenüberliegenden Seiten mit Elektroden 12, 14 versehen ist. Die Elektroden überlappen sich vollständig. Dies ist auch beabsichtigt, da sich bei voll überlappenden Elektroden die maximale Kapazität im Speicherelement und ein maximaler Betrag an geschalteter gebundener Ladung ergeben. An die Elektroden 12, 14 ist eine Impulsquelle 16 angeschlossen.
Es sei angenommen, daß die Polarisation des ferroelektrischen Werkstoffes anfänglich der Richtung der kleinen Pfeile 18 entspricht. Die Spitze der jeweils einen Dipol darstellenden Pfeile entspricht positiven, die Enden der Pfeile negativen Ladungen. Bei der eingezeichneten Orientierung der Dipole haben die freien Ladungen in den Elektroden die angegebene Polarität, d. h., in der Elektrode 12 befinden sich negative und in der Elektrode 14 positive freie Ladungen (Fig. 2a).
Wenn nun der Elektrode 12 ein positiver Impuls zugeführt wird, wie Fig. 2b zeigt, entsteht im ferroelektrischen Körper 10 ein elektrisches Feld in Richtung des Pfeiles Ey. Bei der Darstellung eines elektrischen Feldes soll die Pfeilspitze in Richtung der negativeren Spannung zeigen. Das elektrische Feld strebt dazu, die Polarisationsrichtung der gebundenen Ladung gegenüber der in F i g. 2 a dargestellten Richtung um 180° zu drehen. Dies ist durch die Pfeile 18' in Fig. 2b dargestellt. Die Änderung der Richtung der gebundenen Ladung bewirkt, daß die freien Ladungen von den Elektroden in Richtung der Pfeile 19 durch den Außenkreis fließen.
Wenn das elektrische Fe\dEy eine ausreichende Amplitude hat oder genügend lange oder genügend oft anliegt, wird der ferroelektrische Werkstoff in der umgekehrten Richtung, als in F i g. 2 a dargestellt ist, gesättigt. Die sich schließlich unter diesen Umständen einstellende Ladungsverteilung ist in Fig. 2c dargestellt.
Die Erläuterung an Hand der F i g. 2 soll lediglich qualitativ zeigen, daß ein elektrisches Feld die Polarisation in einem ferroelektrischen Werkstoff zu ändern vermag und daß bei diesem Vorgang offensichtlich kein entgegenwirkendes elektrisches Feld entsteht. Das ferroelektrische Speicherelement der F i g. 2 besitzt kein echtes Koerzitivfeld.
Bei dem verbesserten, neuartigen Speicherelement, das in den F i g. 3 dargestellt ist, überlappen sich die Elektroden 22, 24 in der zu ihrer Ausdehnung senkrechten Richtung nicht. Die Umschaltung der Polarisation in dem Element beruht anscheinend auf dem zwischen den beiden Elektroden erzeugten Randfeld. Als Randfeld soll der Teil des elektrischen Feldes bezeichnet werden, der über den Rand einer Elektrode hinausreicht.
Zur Erläuterung der Arbeitsweise der in F i g. 3 dargestellten Anordnung soll angenommen werden, daß die Polarisation anfänglich die Richtung der kleinen Pfeile 28 in F i g. 3 a hat. Die freie Ladung befindet sich nun zum Teil in den Elektroden und zum Teil auf der Oberfläche des dielektrischen Werkstoffes selbst. Eine negative Ladung hat sich beispielsweise aus der Atmosphäre auf dem Oberflächenbereich 30 des ferroelektrischen Werkstoffes abgesetzt, während sich auf dem Oberflächenbereich 32 des ferroelektrischen Werkstoffes eine positive Ladung angesammelt hat. Diese Ladungen neutralisieren die gebundenen Ladungen in dem an diese Flächen angrenzenden Teil des ferroelektrischen Werkstoffes.
Angenommen, der Elektrode 22 werde nun ein positiver Impuls 31 zugeführt (F i g. 3 b). Dieser positive Impuls erzeugt ein elektrisches Feld Ex zwischen den Elektroden, das den ferroelektrischen Werkstoff durchsetzt. Das Feld hat eine Hauptkomponente in Richtung des Pfeiles Ey. Der wirkliche Verlauf der elektrischen Feldlinien ist etwas schematisiert durch die Pfeile 34 dargestellt. Das elektrische Feld strebt dazu, die elektrischen Dipole 28 in F i g. 1 umzudrehen, d. h. ihre Richtung um 180° zu ändern. Hierdurch würden dann die freien Ladungen in den Elektroden 22, 24 veranlaßt, in Richtung der Pfeile 36, 36' abzufließen. Dieser Stromfluß strebt dazu, das Vorzeichen der Ladungen in den Elektroden zu ändern, so daß die Elektrode 24 negativ und die Elektrode 22 positiv zu werden neigt, wie F i g. 3 c zeigt. Die positiven und negativen Ladungen in den Elektroden 22, 24 werden im wesentlichen durch die gebundenen Ladungen in dem ferroelektrischen Material, das an diese freien Ladungen angrenzt, neutralisiert. Die negativen und positiven Ladungen an den Oberflächenbereichen 30, 32 können jedoch nicht leicht abfließen, da das ferroelektrische Material ein Isolator ist. Anscheinend entsteht daher in dem ferroelektrischen Werkstoff zwischen diesen Bereichen 30, 32 ein elektrisches Feld E0 in Richtung des eingezeichneten Pfeiles. Das Feld E0 hat eine Hauptkomponente, die der Richtung des angelegten Feldes E3, entgegengerichtet ist. Das durch die Oberflächenladungen der Bereiche 30, 32 erzeugte Feld E0 wirkt also der Tendenz der elektrischen Dipole in dem ferroelektrischen Werkstoff, ihre Orientierung zu ändern, entgegen, d. h., es wirkt dem angelegten elektrischen Feld Ey entgegen.
Gleichgültig ob die oben angeführte Hypothese zutrifft oder nicht, wurde jedenfalls gefunden, daß ein Kondensator der in F i g. 3 dargestellten Art ein echtes Koerzitivfeld hat. Die mit einer Frequenz von 60 Hz geschriebene Hysteresisschleife eines Kristalls dieses Typs entspricht der in F i g. 1 dargestellten Schleife, es wurde jedoch gefunden, daß sich die Polarisation des ferroelektrischen Werkstoffes nicht ändert, wenn ein elektrisches Feld angelegt wird, dessen Größe unterhalb eines bestimmten Wertes Ec liegt, gleichgültig wie lange das elektrische Feld einwirkt. Wenn andererseits das angelegte elektrische Feld den Wert Ec überschreitet, kehrt sich die Polarisationsrichtung schnell um. Der genaue Wert von Ec hängt von dem verwendeten ferroelektrischen Werkstoff, dem Oberflächendurchbruchswert des Ferroelektrikums, der Dicke der Probe, der Geometrie des Kondensators u. a. m.ab.
Anscheinend ändern die Ladungen der Bereiche 30, 32 beim Umschalten des dielektrischen Werkstoffes durch Anlegen eines Ec überschreitenden elektrischen Feldes ihr Vorzeichen durch eine Art von zerstörungsfreiem Oberflächendurchschlageffekt. Die Richtung des dabei fließenden Stromes entspricht den gestrichelten Pfeilen 36, 38 in F i g. 3 d.
Die Diagramme der Fig. 4a, 4b zeigen das Verhalten des bekannten ferroelektrischen Elementes der F i g. 2 (Kurven X) und des verbesserten Speicherelementes der Fig. 3 (Kurven Y). In Fig. 4a ist längs der Ordinate der Kehrwert der Zeit fs aufgetragen, die der ferroelektrische Werkstoff zum Umschalten vom einen Polarisationszustand in den anderen benötigt. Auf der Abzisse ist das angelegte elektrische Feld.E aufgetragen. Fig. 4a zeigt, daß das bekannte ferroelektrische Speicherelement auch bei sehr kleinen Werten der einwirkenden Feldstärke E schaltet, wenn nur l/ts genügend klein, d. h. die Einwirkungsdauer is genügend lang ist; es existiert also kein echtes Koerzitivfeld. Das ferroelektrische Speicherelement der F i g. 3 schaltet andererseits überhaupt nicht, wenn die Stärke des angelegten Feldes £ kleiner ist als Ec. Fig. 4b zeigt diese Verhältnisse in einer etwas anderen Darstellung; auf der Ordinate ist hier log is und auf der Ordinate VE aufgetragen; ts und E haben dabei dieselbe Bedeutung wie in F i g. 4 a. Wenn sich l/E dem Wert 1/EC nähert, geht die zum Schalten erforderliche Zeit is bei dem erfindungsgemäßen ferroelektrischen Speicherelement gegen Unendlich. Mit anderen Worten gesagt, ist die Zeit unendlich, die der ferroelektrische Werkstoff zum Umschalten vom einen Zustand in den anderen benötigt, wenn der Wert des elektrischen Feldes unter der kritischen Feldstärke liegt. Bei der bekannten Anordnung schaltet der ferroelektrische Werkstoff im Gegensatz dazu auch bei sehr kleinen Werten des elektrischen Feldes (l/E groß), wenn das elektrische Feld genügend lange einwirkt.
Wenn auch noch andere Elektrodenformen als die dargestellten verwendet werden können, soll die Elektrodenkonfiguration doch so ausgebildet sein, daß durch nicht neutralisierte Ladungen auf gegenüberliegenden Oberflächen des ferroelektrischen Werkstoffes ein elektrisches Feld innerhalb des ferroelektrischen Werkstoffes erzeugt wird, das dem angelegten elektrischen Feld entgegenwirkt. Im ferroelektrischen Werkstoff sollen außerdem nur zwei Polarisationsrichtungen möglich sein.
Bei einer speziellen Speicherelementkonfiguration, die gute Ergebnisse lieferte, wurden die folgenden Materialien verwendet:
Ferroelektrischer Werkstoff: ein rechteckiger Einkristall aus Triglycinsulfat mit den Abmessungen 10 · 0,7 · 0,15 mm. Aus einem großen gewachsenen Kristall können durch Spalten längs der Spaltebenen leicht eine Anzahl dünner Kristallplättchen hergestellt werden.
ίο Elektroden: Es wurden rechteckige Elektroden aus Gold, deren Größe etwa 10 · 0,35 mm und deren Dicke etwa 1 bis 10 μπα betrug, verwendet. Für die Elektroden eignen sich auch Materialien wie Silber oder andere Metalle, die nicht leicht korrodieren.
Die Elektroden können unter Verwendung geeigneter Schablonen im Vakuum auf den Kristall aufgedampft werden.
Die Elektroden werden auf gegenüberliegenden Flächen des Kristalls so angeordnet, daß sie sich nicht überlappen. Ein Rand der einen Elektrode verläuft parallel und im wesentlichen unterhalb des am nächsten liegenden Randes der anderen Elektrode. Die Ränder entsprechen beispielsweise den Rändern 40, 42 in F i g. 3 d und 5.
Bei dem obenerwähnten speziellen Beispiel betrug die zum Umschalten des ferroelektrischen Werkstoffes vom einen Zustand in den anderen erforderliche Spannung etwa 120 V. Diese Spannung entspricht einem elektrischen Feld von etwa 8 kV/cm und liegt beträchtlich unterhalb des Durchbruchsfeldes (100 bis 150kV/cm) für einen Kristall aus Triglycinsulfat.
In F i g. 3 und 5 liegen die Ränder der Elektroden untereinander. Die Elektroden können jedoch auch so angeordnet sein, daß die Elektroden sich nicht überlappen und die benachbarten Ränder der Elektroden nicht direkt untereinanderliegen, sondern in seitlicher Richtung, etwa einen Bruchteil eines Zentimeters, gegeneinander versetzt sind. Speicherelemente dieser Art erfordern für das Umschalten des ferroelektrischen Werkstoffes vom einen Zustand in den anderen ein etwas stärkeres elektrisches Feld.
Die in F i g. 3 und 5 dargestellten Ausführungsbeispiele enthalten rechteckige ferroelektrische Kör- per und Elektroden; natürlich sind auch andere Körper- und Elektrodenkonfigurationen möglich. Die in F i g. 6 dargestellte Ausführungsform enthält beispielsweise einen kreisförmigen ferroelektrischen Körper 50. Die Form des Körpers ist nicht kritisch und kann sogar unregelmäßig sein. Die gegenüberliegenden Flächen, die die Elektroden tragen, sollen jedoch vorzugsweise parallel zueinander verlaufen. Bei F i g. 6 ist die obere Elektrode ebenfalls kreisförmig, die untere Elektrode 54 hat jedoch die Form eines Ringes. Der Innenrand 56 der ringförmigen Elektrode liegt etwas außerhalb des Außenrandes 58 der kreisförmigen Elektrode. Der Rand 56 könnte aber auch direkt unterhalb des Randes 58 liegen.
Bei der in F i g. 7 dargestellten Ausführungsform greifen Teile der oberen und unteren Elektroden 60, 62 ineinander. Die in F i g. 6 und 7 dargestellten Ausführungsformen haben den Vorteil, daß bei der Änderung des Zustandes des ferroelektrischen Werkstoffes eine größere Ladung umgeschaltet wird und das Ausgangssignal dementsprechend größer ist.
Bei allen Ausführungsformen der Erfindung verlaufen die einander am nächsten benachbarten Ränder der beiden Elektroden vorzugsweise parallel zu-
einander. Die Form der Hysteresisschleif e gleicht sich dadurch mehr der idealen Rechteckform an.
Eine Vielzahl ferroelektrischer Speicherelemente gemäß der Erfindung können in Systemen zur Informationsspeicherung (Datenspeicher) oder zum Schalten von Signalen (pyramidenförmige und andere Schaltmatrizen) verwendet werden. Ein einziger Kristall mit einer großen Anzahl von Elektroden auf gegenüberliegenden Oberflächen oder eine Vielzahl einzelner Kristalle, die jeweils zwei Elektroden tragen, wie die Ausführungsformen der F i g. 3, 5, 6 oder 7, können hierzu verwendet werden.
Bei dem obenerwähnten Ausführungsbeispiel der Erfindung war ein Kristall aus Triglycinsulfat verwendet worden. Viele andere ferroelektrische Werkstoffe sind ebenfalls geeignet. In der folgenden Liste, die keineswegs erschöpfend sein soll, werden eine Reihe von üblicheren monokristallinen Substanzen aufgeführt, die für die Speicherelemente der Erfindung verwendet werden können:
Guanidin-Aluminiumsulfat-Hexahydrat,
Guanidin-Vanadiumsulfat-Hexahydrat,
Guanidin-Chromsulfat-Hexahydrat,
Guanidin-Aluminiumselenat-Hexahydrat, Triglycin-Fluoberyllat,
Lithiumselenit,
Tetramethylammonium-Trichloromercurat,
Rochellesalz, schweres Rochellesalz,
Diglycin-Manganchlorid-Dihydrat.

Claims (8)

Patentansprüche: 35
1. Ferroelektrisches Speicherelement mit einem Körper aus einem ferroelektrischen Werkstoff und zwei Elektroden auf gegenüberliegenden Oberflächen des Körpers, dadurch gekennzeichnet, daß sich die für den Betrieb des Speicherelementes permanent zu dem Körper angebrachten Elektroden in an sich bekannter Weise nicht überlappen.
2. Ferroelektrisches Speicherelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ferroelektrische Werkstoff nur zwei Polarisationszustände anzunehmen vermag und daß die Elektroden so angeordnet sind, daß sie in dem Körper ein elektrisches Randfeld zu erzeugen gestatten, das den Körper von dem einen Polarisationszustand in den anderen zu schalten vermag.
3. Ferroelektrisches Speicherelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden rechteckig sind.
4. Ferroelektrisches Speicherelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Elektrode ringförmig und die andere Elektrode kreisförmig ist und daß die Elektroden koaxial zueinander liegen.
5. Ferroelektrisches Speicherelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Teile der auf gegenüberliegenden Flächen des Körpers befindlichen Elektroden (60, 62) ineinandergreifen.
6. Ferroelektrisches Speicherelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper aus einem Material besteht, dessen Dipole zwei mögliche Orientierungen annehmen können, die beide parallel zu einer Geraden verlaufen, und daß auf gegenüberliegenden Oberflächen des Körpers Elektroden angeordnet sind, die zwischen sich ein elektrisches Feld zu erzeugen gestatten, das ausschließlich einen von Null verschiedenen Winkel mit der genannten Geraden bildet.
7. Ferroelektrisches Speicherelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden auf dem Körper so angeordnet sind, daß ein elektrisches Feld, das den ferroelektrischen Werkstoff vom einen Zustand in den anderen zu schalten strebt, ein entgegenwirkendes Feld in dem Körperwerkstoff zu induzieren strebt, das überwunden werden muß, bevor der Werkstoff vom einen in den anderen Zustand umschaltet.
8. Ferroelektrisches Speicherelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden so auf dem Körper angeordnet sind, daß ein angelegtes elektrisches Feld, das den ferroelektrischen Werkstoff vom einen Zustand in den anderen umzuschalten strebt, nicht neutralisierte Ladungen entgegengesetzter Polarität auf gegenüberliegenden Oberflächen des ferroelektrischen Werkstoffes zurückläßt, die bewirken, daß in dem Werkstoff ein entgegenwirkendes elektrisches Feld influenziert wird, das überwunden werden muß, bevor der Werkstoff vom einen in den anderen Zustand schaltet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1058 631.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 580/185 5.67 © Bundesdruckerei Berlin
DER34248A 1962-01-23 1963-01-11 Ferroelektrisches Speicherelement Pending DE1240556B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DER34248A Pending DE1240556B (de) 1962-01-23 1963-01-11 Ferroelektrisches Speicherelement

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BE (1) BE627468A (de)
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GB (1) GB999281A (de)
NL (1) NL288019A (de)
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