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Strebausbau mit einem Ausbaurahmen Die Erfindung betrifft einen Strebausbau
mit einem Ausbaurahmen und einem an diesem befestigten Rückzylinder, dessen Kolbenstange
mit einem Förderer gelenkig verbunden ist, und mit einer zwischen dem Ausbaurahmen
und dem Rückzylinder wirksamen Einrichtung zum Ausrichten des Ausbaurahmens parallel
zum Rückzylinder während des Vorrückens des Ausbaurahmens.
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Vorrichtungen zum Ausrichten eines Ausbaurahmens parallel zum Rückzylinder
während des Vorrückens des Ausbaurahmens sind bekannt. So ist es bereits bekannt
(deutsches Gebrauchsmuster 1837 609), je ein Ausbauelement an beiden Seiten
des Rückzylinders mittels elastischer Vorrichtungen anzulenken, die quer zur Vorrückrichtung
der Rahmen wirksam sind. Nach dem Vorrücken des Förderers werden nun die Ausbaurahmen
zu beiden Seiten des Rückzylinders wechselweise nachgezogen. Liegt nun infolge des
Vorrückens des Förderers der Rückzylinder nicht mehr parallel zu dem Ausbaurahmen,
so ist beim Nachrücken des Ausbaurahmens die elastische Vorrichtung wirksam und
richtet den jeweils verschobenen Rahmen während des Vorrückens wieder in seine zum
Rückzylinder parallele Lage. Anschließend erfolgt der gleiche Vorgang mit dem Rahmen
auf der anderen Seite des Rückzylinders. Bei der bekannten Vorrichtung ist jedoch
die elastische Verbindung zwischen dem Ausbaurahmen und dem Rückzylinder insofern
von Nachteil, als wenigstens vier Federn zum Ausrichten der Ausbaurahmen erforderlich
sind und die Abstimmung der Federn so gewählt sein muß, daß zum Ausrichten der Ausbaurahmen
eine genügend starke Federkraft zur Verfügung steht, während andererseits beim Vorrücken
des Förderers, also beim Ausfahren der Kolbenstange des Rückzylinders, die Federn
genügend nachgiebig sein müssen. Es erscheint daher nicht ausgeschlossen, daß sich
die Kolbenstange beim Vorrücken des Förderers verbiegen kann. Dies trifft insbesondere
bei größeren Auslenkungen des Rückzylinders in seitlicher Richtung zu. Bei einer
nur geringfügigen Auslenkung sind jedoch die durch die elastische Vorrichtung ausgeübten
Rückstellkräfte sehr gering.
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Ferner ist es bekannt (deutsche Auslegeschrift 1000767), bei einem
Ausbaugestell das rückwärtige Ende des Rückzylinders mittels einer Blattfeder an
dem hinteren Stempelfuß des Ausbaugestells anzulenken. Die Kolbenstange ist mittig
durch den vorderen Stempelfuß hindurchgeführt und stützt sich beidseitig auf diesen
ab. Das vordere Ende der Kolbenstange wird mittels eines Querhauptes im rechten
Winkel zu einem Förderer gehalten. Wird nun der Förderer beim Ausziehen der Kolbenstange
vorgeschoben, so bleibt der rechte Winkel zwischen der Rückvorrichtung und dem Förderer
dadurch erhalten, daß sich die Kolbenstange am vorderen Stempelfuß abstützt, wodurch
die Rückvorrichtung eine Schräglage zu dem Ausbaugestell einnimmt, und die Blattfeder
ausgelenkt wird. Beim Nachrücken des Ausbaugestells wirkt die Federkraft auf das
Gestell so ein, daß dieses parallel zum Rückzylinder ausgerichtet wird. Dabei wird
aber ebenfalls als nachteilig angesehen, daß die Kolbenstange hohen Biegemomenten
ausgesetzt ist und die Feder insbesondere bei geringen Auslenkungen nur eine geringe
Rückstellkraft ergibt.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Einrichtung
zum Ausrichten des Ausbaurahmens parallel zum Rückzylinder während des Vorrückens
des Ausbaurahmens erheblich einfacher und wirksamer auszubilden. Erfindungsgemäß
ist dies bei einem Strebausbau der eingangs geschilderten Art dadurch gelöst, daß
er mit seinem rückwärtigen Ende am Ausbaurahmen abgestützte Rückzylinder an seinem
vorderen Ende eine Führung aufweist, die mit einem mit dem Ausbaurahmen verbundenen
V-förmigen Führungsarm zusammenwirkt. Dadurch ist außer der baulichen Einfachheit
der Vorteil vermittelt,
daß beim Vorrücken des Ausbaurahmens die
auf ihn einwirkenden Führungskräfte zum Ausrichten des Rahmens in paralleler Lage
zum Rückzylinder auch dann sehr groß sind, wenn sich nur eine geringe Schräglage
des Rückzylinders zum Ausbaurahmen eingestellt hat. Dadurch, daß die Rückstellkräfte
bzw. Ausrichtkräfte nicht von irgendeiner unabhängigen elastischen Vorrichtung herrühren,
sondern vielmehr vom Rückzylinder selbst, sind die Ausrichtkräfte proportional zu
der vom Rückzylinder beim Nachrücken des Ausbaugestells erzeugten Kraft.
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Da einerseits das vordere Ende des Rückzylinders mit einer Führung
versehen ist und andererseits der V-förmige Führungsarm mit dem Ausbaurahmen verbunden
ist, so daß die Führungseinrichtung nur während des Vorrückens des Ausbaurahmens
wirksam ist, tritt beim Vorrücken des Förderers, also beim Ausfahren der Kolbenstange
des Rückzylinders, eine Biegebeanspruchung dieser Kolbenstange nicht auf.
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In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung weist der Ausbaurahmen
zwei im Abstand voneinander angeordnete Liegendschienen auf, welche zum gemeinsamen
Vorrücken miteinander verbunden sind, ist der Rückzylinder zwischen den Liegendschienen
angeordnet und erstreckt sich der V-förmige Führungsarm vom vorderen Ende des Rückzylinders
zur Liegendschiene hin.
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In zweckmäßiger Weiterbildung kann der V-förmige Führungsarm mit seinem
einen Ende in der Liegendschiene drehbar gelagert und dabei so in einer Aufnahme
bzw. in einem Aufnahmeschlitz der Fußschwelle eingesetzt sein, daß der Führungsarm
bei Erreichen eines bestimmten Verschwenkwinkels gegenüber der Liegendschiene in
einer zum Liegenden im wesentlichen senkrechten Ebene mit der Liegendschiene außer
Eingriff gelangt. Dabei ist vorteilhaft, daß durch das Ausklinken des Rückzylinders
aus der Führung Beschädigungen des Rückzylinders und des Führungsarmes verhindert
werden, wenn das Liegende außergewöhnlich uneben ist.
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Ferner kann in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung die eine
Liegendschiene eine größere Länge als die andere aufweisen und der Anlenkpunkt des
Rückzylinders am Förderer gegenüber der vom Rückzylinder erzeugten Kraftkomponente
in Richtung auf die längere Liegendschiene hin versetzt angeordnet sein. Dadurch
wird einem Abwandern des Ausbaurahmens bei einem Einfallen des Liegenden entgegengewirkt.
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Die Erfindung ist in zwei Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnung
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Draufsicht auf einen Strebausbau bei Befestigung
auf einen Förderer, F i g. 2 eine Seitenansicht eines Teiles des in F i g.1 gezeigten
Strebausbaues, F i g. 3 eine Draufsicht auf einen Teil einer Liegendschiene eines
abgewandelten Strebausbaues (ohne den Steuerarm), F i g. 4 einen Schnitt durch die
Liegendschiene nach der Linie 4-4 der F i g. 3, F i g. 5 eine Draufsicht auf den
Steuerarm zur Verwendung mit der in F i g. 3 gezeigten Liegendschiene, F i g. 6
eine Seitenansicht des in F i g. 5 gezeigten Steuerarmes.
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In F i g. 1 und 2 ist ein Strebausbau mit einem vorrückbaren Ausbaurahmen
1, an dem ein mit einem Druckmittel, z. B. Hydrauliköl, betätigbarer, aus Kolben
und Zylinder bestehender Rückzylinder 2 befestigt ist. Der Ausbaurahmen 1 besitzt
zwei im Abstand zueinander angeordnete Liegendschienen 3, 4, die parallel
zueinander liegen und sich in Bewegungsrichtung des Ausbaurahmens erstrecken. An
einen Aufbau 5 sind die Liegendschienen 3, 4
starr angeordnet. Auf
der Liegendschiene 3 sind drei mit Druckmittel betätigbare Stempel 6 hintereinander
angeordnet, während die Liegendschiene 4 zwei ebenfalls hintereinander angeordnete,
mit Druckmittel betätigbare Stempel 7 aufnimmt. Die einem noch zu beschreibenden
Förderer 27 abgekehrten Enden der Liegendschienen 3, 4 fluchten miteinander,
während das dem Förderer 27 zugekehrte Ende der Liegendschiene 4 gegenüber
der Liegendschiene 3
verlängert ist. Die auf der Liegendschiene 4 angeordneten
Stempel 7 stehen zwei der auf der Liegendschiene 3 angeordneten Stempel 6 ausgerichtet
gegenüber. Der dritte Stempel 6 wird von dem Teil der Liegendschiene 3 aufgenommen,
der über die Liegendschiene 4 hinaus verlängert ist. Jeder Stempel 6, 7 ist in einer
elastischen Stempelhalterung 8 gelagert, die an den Liegendschienen 3,
4 angebracht sind, so daß jeder Stempel 6, 7 gegenüber der ihm zugeordneten
Liegendschiene 3, 4 abweichend von der Senkrechten eine begrenzte Schräglage einnehmen
kann. Die Stempelhalterung 8 ist nicht in Einzelheiten gezeigt, da solche
Halterungen hinreichend bekannt sind.
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Der mittlere und hintere Stempel 6 und die beiden Stempel 7 sind von
einer Verkleidung 9 für das Hangende umgeben und sind mit jener derart verbunden,
daß sie gegenüber der Verkleidung 9 eine begrenzte Winkelbewegung ausführen können.
Der auf dem ausladenden Teil der Liegendschiene 3 angeordnete, vordere Stempel 6
trägt eine Hangendschiene 11, die mit einem Scharnier 12 an der Verkleidung 9 angelenkt
ist, so daß die Hangendschiene 11 gegenüber der Verkleidung 9 eine relative Winkelbewegung
um eine Achse ausführen kann, die sich senkrecht zur Vorschubrichtung erstreckt.
Der vordere Stempel 6 kann wiederum eine begrenzte Winkelbewegung relativ zu der
Hangendschiene 11 ausführen.
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Der Rückzylinder 13 besitzt an seinem dem Förderer 27 abgekehrten,
rückwärtigen Ende 14 einen Zentrierzapfen, der in einer von zwei hochstehenden
Ansätzen 15 gebildeten gabelartigen Führung gelagert ist, welche an dem Aufbau
5 befestigt ist. Diese Lagerung ermöglicht zunächst einmal eine begrenzte Winkelbewegung
des Rückzylinders 2 gegenüber dem Ausbaurahmen 1, um eine senkrechte Achse
und außerdem eine begrenzte senkrechte und auch horizontale Bewegung gegenüber dem
Ausbaurahmen. Zweckmäßigerweise ist der Zentrierzapfen an seinem hinteren Ende entgegen
der Zeichnung zylindrisch ausgebildet, um ein leichteres Einstecken in die Führungsansätze
15 zu ermöglichen.
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Von der Liegendschiene 3 wird an einem Punkt unmittelbar hinter dem
vorderen Stempel 6 ein V-förmiger Führungsarm 16 aufgenommen. Letzterer erstreckt
sich in Richtung auf die Liegendschiene 4
über das vordere Ende des Rückzylinders
13 und oberhalb desselben hinweg. Dieser vordere Endabschnitt des Rückzylinders
13 besitzt zwei Ausladungen 17, von denen je eine auf jeder Seite der Mittellinie
des Rückzylinders 13 angeordnet ist und Oberflächen bildet, auf denen der Führungsarm
16
ruht. Fernerhin sind mit Abstand von den Aus-
Ladungen
17 zwei nach hinten gerichtete hochstehende Ansätze 18 an dem Rückzylinder
13 befestigt. Die beiden eine Gabel bildenden Ansätze 18
nehmen einen
Halter 19 auf, der sich über die Ausladungen 17 nach vorn und über den Führungsarm
16 hinwegerstreckt.
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Die nach vorn gerichteten Oberflächen der Ansätze 18 und die nach
hinten gerichtete Oberfläche des Führungsarmes 16 dienen einem noch näher zu beschreibenden
Zweck. Mit seinem einen Ende 21 ist der Führungsarm 16 in eine nicht bezeichnete
Aufnahme einfuhrbar, die in der Liegendschiene 3 angeordnet ist. Das Ende 21 besitzt
einen Vorsprung 22, der in einem in der Aufnahme vorgesehenen Schlitz 23 ruht. Der
Führungsarm 16 kann daher mit seinem Ende 21 sowohl eine Winkelbewegung um eine
Längsachse, die durch den Vorsprung 22 hindurchgeht, sowie eine senkrechte Bewegung
in seiner Aufnahme ausführen. Der gegenüberliegende Endnahme ausführen. Der gegenüberliegende
Endabschnitt des Führungsarmes 16 besitzt einen Anschlag 24, welcher die Winkelbewegung
des Rückzylinders 2 relativ zu dem Ausbaurahmen 1 begrenzt.
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Eine Kolbenstange 25 des Rückzylinders 2 besitzt an ihrem freien Ende
ein abgekröpftes Ende 26, welches bei einem Anlenkpunkt 28 an den Förderer
27 drehbar befestigt ist.
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Die F i g. 1 und 2 zeigen den Rückzylinder 2 in vollkommen zusammengezogener
Stellung. Der Ausbaurahmen 1 befindet sich dann gegenüber dem Förderer 27 in einer
vorgerückten Lage. F i g. 1 zeigt ferner die Ausgangsstellung des Rückzylinders
2, wenn letztere in einem Sinne eines Vorrückens des Förderers 27 mit Druckmittel
beschickt worden ist. Hierbei befindet sich der Ausbaurahmen 1 in einer Stellung,
in welcher das Hangende abgestützt wird, seine sämtlichen Stempel 6, 7 sind also
gesetzt. Der Zylinder 13 des Rückzylinders 2 hat sich in Rückwärtsrichtung
bewegt, so daß sein hinteres Ende gegen die Ansätze 15 anschlägt, wobei die Ansätze
18 gegenüber dem Führungsarm 16 einen bestimmten Abstand einnehmen. Wenn sich nun
der Förderer 27 weiter bewegt, dann wirkt der Rückzylinder 2 auf die Ansätze
15 ein und kann sich um ein durch die Form der Ansätze 15 vorher festgelegtes
Ausmaß im Winkel bewegen.
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Wenn der Förderer 27 vorgerückt ist, dann werden die Stempel
6, 7 gelöst, so daß sich die Verkleidung 9
und die Hangendschiene
11 absenken. Dann wird der Rückzylinder 2 so mit Druckmittel beaufschlagt,
daß er sich zusammenzieht. Zu Beginn bewegt sich der Zylinder 13 des Rückzylinders
nach vorn, bis die Vorderseiten der Ansätze 18 gegen die Rückseite des Führungsarmes
16 anschlagen, wobei dann das hintere Ende des Zylinders 13 gegenüber den Ansätzen
15 einen Abstand einnimmt. Die Kraft zum Zusammenziehen des Rückzylinders wird dann
über den Führungsarm 16 auf den Ausbaurahmen 1 übertragen, was zur Folge hat, daß
der Ausbaurahmen 1 in Richtung auf den Förderer 27 vorgerückt wird.
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Durch die Anordnung des an der Kolbenstange 25 befestigten abgekröpften
Endes 26 ist die Kraftkomponente des Rückzylinders 2 nicht unmittelbar auf den Anlenkpunkt
28 gerichtet, sondern die nunmehr entstehende Resultierende ist bestrebt, das Kraftmoment
auszugleichen, da das Zentrum der zwischen dem Ausbaurahmen 1 und dem Hangenden
vorhandenen Reibung gegenüber der durch den Rückzylinder 2 in Richtung auf die Liegendschienen
3, 4 aufgebrachten Kraftkomponente versetzt ist.
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Wenn der Ausbaurahmen 1 bestrebt ist, aus der gewollten Vorrückrichtung
- die parallel zur Kraftkomponente des Rückzylinders 2 verläuft - zu verschwenken
bzw. abzuwandern, dann verursacht die Relativbewegung zwischen den Vorderseiten
der Ansätze 18 und- der Rückseite des Führungsarmes 16
eine Verstärkung
der von dem Rückzylinder 2 über den Führungsarm 16 auf den Ausbaurahmen 1 ausgeübten
Kraft. Diese Rückstellkraft stellt eine Komponente dar, die dem Abwandern des Ausbaurahmens
entgegenwirkt bzw. dieses Abwandern zu korrigieren sucht. Ein solches Abwandern
kann beispielsweise durch eine Unebenheit in dem Liegenden verursacht werden. Wenn
eine derartige Unebenheit auftritt, kann sich der Führungsarm 16 bzw. dessen Ende
21 im Winkel und senkrecht in seiner Aufnahme bewegen, wie es bereits beschrieben
wurde.
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Die F i g. 3 bis 6 zeigen einen abgewandelten Führungsarm 31 sowie
eine abgewandelte Liegendschiene 32. Ein Ende 33 des Steuerungsarmes
31 paßt in einen Aufnahmeschlitz 34 in der Liegendschiene
32
hinein und besitzt einen Vorsprung 35, der in einen weiteren Aufnahmeschlitz
36 hineinpaßt. Letzterer steht mit dem Aufnahmeschlitz 34 in Verbindung. Ein hinterer
Abschnitt 38 des Aufnahmeschlitzes 34 hat eine geringere Tiefe als der übrige Teil
des Aufnahmeschlitzes 34. Die Anordnung ist derart, daß eine nach oben gerichtete
Winkelbewegung des Führungsarmes 31 auftreten kann, z. B. wenn das Liegende außergewöhnlich
uneben ist. Durch die Lösung des Führungsarmes 31 von der Liegendschiene
32
werden Beschädigungen des Rückzylinders und des Führungsarmes 31 verhindert.