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DE1139855B - Verfahren zur Herstellung gekoernter Kalisalze, insbesondere fuer Duengezwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gekoernter Kalisalze, insbesondere fuer Duengezwecke

Info

Publication number
DE1139855B
DE1139855B DEC22672A DEC0022672A DE1139855B DE 1139855 B DE1139855 B DE 1139855B DE C22672 A DEC22672 A DE C22672A DE C0022672 A DEC0022672 A DE C0022672A DE 1139855 B DE1139855 B DE 1139855B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
granules
emulsion
mixture
expediently
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC22672A
Other languages
English (en)
Inventor
Ruediger Lothar Von Reppert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG Werk Kalle Albert
Original Assignee
Chemische Werke Albert
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Albert filed Critical Chemische Werke Albert
Priority to DEC22672A priority Critical patent/DE1139855B/de
Publication of DE1139855B publication Critical patent/DE1139855B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D1/00Fertilisers containing potassium
    • C05D1/005Fertilisers containing potassium post-treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung gekörnter Kalisalze, insbesondere für Düngezwecke Die Erfindung ermöglicht eine zweckmäßige und einfache Lösung der bekannten Aufgabe, Kalisalze in Form fester und haltbarer Granalien herzustellen.
  • Erfindungsgemäß werden die zu granulierenden Kalisalze zunächst auf eine Mahlfeinheit zwischen 30 % Durchgang durch ein 1600-Maschen-Sieb und 95 % Durchgang durch ein 10 000-Maschen-Sieb zerkleinert, dann in einem Granul-ator bekannter Bauart, vorzugsweise in einem mit gingkau:älen ausgestatteten Tellergranulator, mit Wasser und bzw. oder Wasserdampf auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 5 bis 1:6 %, vorzugsweise 14 bis 15 %, eingestellt und darauf unter Zusatz von 0,5 bis 5 Gewichtsteilen, bezogen auf Kalisalz, eines in Lösung oder Emulsion vorliegenden Gemisches aus etwa gleichen Teilen Kolophonium und wachsartigen Substanzen, vorzugsweise Paraffin, in vorzugsweise 1 bis 2 mm grQße Granalien umgewandelt, worauf diese, zweckmäßig in einem ersten Ringkanal, mit 1 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf das vorliegende Granulat, an sich bekannter Umhüllungsstoffe umhüllt und anschließend, zweckmäßig in einem weiteren Ringkanal, mittels in die Masse eintauchenden Heißluftdüsen, getrocknet werden.
  • Das Verfahren kann insofern abgewandelt werden, als das in Lösung oder Emulsion vorliegende Gemisch aus Kolophonium und wachsartigen Substanzen nicht während des Granulierens eingebracht, sondern auf die Oberfläche der bereits gebildeten Granalien aufgesprüht wird.
  • Erste Voraussetzung für ein erfolgreiches Arbeiten nach dem Kombinationsverfahren der Erfindung ist, wie eingehende Versuche zeigten, eine bestimmte Teilchengröße der zu granulierenden Kalisalze. Werden die hierfür angegebenen Grenzwerte nicht eingehalten, dann führt die Granulation zu unerwünscht großen und weniger druckfesten Granulaten. Das Vermahlen der Kalisalze erfolgt auf bekannte Weise, beispielsweise in einer Stiftmühle.
  • Das zum Granulieren dienende Wasser kann noch Bindemittel, wie Wasserglas oder Knochenleim, sowie Netzmittel, beispielsweise sulfurierte öle, enthalten; unbedingt erforderlich sind diese Zusätze jedoch nicht. Das Arbeiten mit Wasserdampf bringt den Vorteil der rascheren Trocknung, da weniger Feuchtigkeit entfernt werden muß.
  • Als wachsartige Substanzen sind natürliche oder synthetische Wachse, vorzugsweise Paraffin, Stearinsäure od. dgl., brauchbar. Das Gemisch aus diesen Wachsen und Kolophonium kann in Form einer Lösung zugegeben werden; geeignete Lösungsmittel sind Benzinkohlenwasserstoffe. Es kann auch mit Hilfe bekannter Emulgatoren leicht in eine wäßrige Emulsion übergeführt und in dieser Form zugegeben werden, wobei gegebenenfalls auf den Zusatz von Wasser oder Wasserdampf bei der Granulierung verzichtet werden kann.
  • Das Arbeiten in einem mit Ringkanälen ausgestatteten Tellergranulator ist deswegen besonders zweckmäßig, weil die anschließenden Arbeitsgänge, Umhüllen und Trocknen, in einer einzigen, kontinuierlich arbeitenden Vorrichtung erfolgen können. Als Umhüllungsstoffe dienen beispielsweise Ton, Kaolin, Kieselgur od. dgl., jedoch kann man auch feinpulvriges, trockenes Ausgangsmaterial (Kalisalze) verwenden. Die Trocknung kann auf beliebige Weise erfolgen; am einfachsten ist es, sie mittels Heißluftdüsen vorzunehmen, die in einem weiteren Ringkanal in das umlaufende Granuliergut eintauchen.
  • Die deutsche Patentschrift 663 410 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Kömung von Düngemitteln oder anderen Stoffen. Das Ausgangsmaterial soll, gegebenenfalls unter Zusatz von Feuchtigkeit, durch mechanische Behandlung, wie Mischen, Kneten, Mahlen, in einen formbaren Zustand übergeführt, zerteilt und getrocknet werden; kennzeichnendes Merkmal ist das Trocknen auf mit hoher Frequenz bewegten Vibrationsvorrichtungen unterWärmezufuhr. So kann beispielsweise ein Kalisalz mit Feinmehl, gegebenenfalls unter Zusatz von Mutterlauge, vermischt und dadurch zerkleinert werden, daß es durch ein Sieb von 3 mm Maschenweite durchgedrückt wird.
  • Dieser Patentschrift ist die technische Lehre nicht zu entnehmen, das zu granulierende Kalisalz auf eine bestimmte Mahlfeinheit und einen definierten Feuchtigkeitsgehalt einzustellen. Das Verfahren ist insofern aufwendig, als es eine Vorrichtung zum Kneten od. dgl. sowie ein Zerkleinerungssieb und eine Vibrationstrockenvorrichtung erfordert. Das nach vorliegender Erfindung zu verwendende Gemisch von Kolophonium und Paraffin ist in der deutschen Patentschrift 663 410 gleichfalls nicht beschrieben.
  • Die Produkte, die man nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 1040 049 erhält, besitzen eine sandige Struktur, so daß es sich nicht um Granulationsverfahren handelt. Der in der Patentschrift erwähnte Zusatz von Pechemulsionen dient dem Zweck, die Endprodukte frei fließend zu erhalten.
  • Das Verfahren der deutschen Patentschrift 116 592 ist auf die Auswahl solcher Schutzmaterialien gegründet, die im Verlauf ihrer Anwendung eine chemische Änderung ihrer ursprünglichen Beschaffenheit erfahren; im Gegensatz dazu beschreibt die vorliegende Erfindung ein rein physikalisches Verfahren ohne jeg- liche Änderung der beteiligten Stoffe. Es ist beim Verfahren der vorliegenden Erfindung auch nicht erforderlich, die Bindemittel bei einer erhöhten Temperatur einzusetzen; nach der deutschen Patentschrift 116 592 muß bei hohen Temperaturen gearbeitet werden.
  • Das Verfahren der deutschen Patentschrift 120 174 beschreibt ein Verfahren zur Behandlung von Kristallkörnern, nicht aber ein solches zur Granulation. Auch hier ist nicht davon die Rede, daß die zu behandelnden Stoffe eine bestimmte Mahlfeinheit und einen definierten Feuchtigkeitsgehalt besitzen müssen.
  • Die österreichische Patentschrift 168 833 schließlich schildert ein Verfahren zur Behandlung fertiger Granulate und hat somit kein Verfahren zur Granulation selbst zum Gegenstand.
  • In den folgenden Beispielen sind Teile = Gewichtsteile. Beispiel 1 100 Teile eines 60%igen Kalisalzes der angegebenen Mahlfeinheit werden in einen Tellergranulator mit Ringkanälen mit 0,3 Teilen Kolophonium und 0,3 Teilen Paraffin in Form einer wäßrigen Emulsion auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 14 % gebracht, in 2 bis 3 mm große Granalien übergeführt und diese im ersten Ringkanal mit 1,5 ()/o Kieselgur umhüllt. Man trocknet im zweiten Ringkanal mit Heißluft mittels in das Granuliergut eintauchender Düsen. Beim Absieben der getrockneten Granalien, das sofort nach dem Trocknen erfolgt, bläst man Kaltluft durch das Sieb. Man erhält trockne und druckfeste Kalisalzgranulate, die sich sofort verpacken lassen und ihre Festigkeit nicht verlieren. Beispiel 2 100 Teile des gleichen Kalisalzes wie im Beispiel 1 werden in einer Stiftmühle auf 70 % Durchgang durch ein 10 000-Maschen-Sieb zerkleinert und unter Einsprühen von Wasser in einem Tellergranulator in 1 bis 2 mm große Granalien übergeführt. Diese werden dann in einem Ringkanal des Tellergranulators mit 6 Teilen einer l0%igen Lösung von Kolophonium und Paraffin (1: 1) in Testbenzin besprüht und im zweiten, um den ersten angebrachten Ringkanal mit 2 ()/o feinstgemahlenem Ausgangsmaterial (Kalisalze) umhüllt und getrocknet. Man erhält sehr gleichmäßige, druckfeste Granalien, die selbst bei längerer Lagerung ihre Härte behalten.
  • Nach dem Kombinationsverfahren der Erfindung gelingt es somit, aus Kahsalzen lagerbeständige, haltbare und druckfeste Granalien von gleichmäßiger Komgröße herzustellen, die nicht stauben, unmittelbar verpack- und versandfähig sind und die erforderliche Kornhärte besitzen, um beispielsweise mit den modernen Düngerstreumaschinen ohne Kornzerfall auf den Acker ausgestreut zu werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung gekörnter Kalisalze insbesondere für Düngezwecke, dadurch gekennzeichnet, daß Kalisalze zunächst auf eine Mahlfeinheit zwischen 30% Durchgangdurch ein 1600-Maschen-Sieb und 95 % Durchgang durch ein 10 000-Maschen-Sieb zerkleinert, dann in einem Gramilator bekannter Bauart, vorzugsweise in einem mit Ringkanälen ausgestatteten Tellergranulator, mit Wasser und bzw. oder Wasserdampf auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 5 bis 16 0/1), vorzugsweise 14 bis 15 %#, eingestellt und darauf unter Zusatz von 0,5 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf Kahsalz, eines in Lösung oder Emulsion vorliegenden Gemisches aus etwa gleichen Teilen Kolophonium und wachsartigen Substanzen, vorzugsweise Paraffin, in vorzugsweise 1 bis 2 mm große Granalien umgewandelt werden, worauf diese, zweckmäßig in einem ersten Ringkanal, mit 1 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf das vorliegende Granulat, an sich bekannter Umhüllungsstoffe umhüllt und anschließend, zweckmäßig in einem weiteren Ringkanal mittels. in die Masse eintauchender Heißluftdüsen, getrocknet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung oder Emulsion des Gemisches aus Kolophom,um und wachsartiger Sub- stanz auf die Oberfläche der bereits gebildeten Granalien aufgesprüht wird. In Betracht gezogene, Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1040 049, 663 410, 120 174, 116 592; österreichische Patentschrift Nr. 168 833.
DEC22672A 1960-11-04 1960-11-04 Verfahren zur Herstellung gekoernter Kalisalze, insbesondere fuer Duengezwecke Pending DE1139855B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1253240B (de) * 1965-02-06 1967-11-02 Burbach Kaliwerke Ag Verfahren zur Verbesserung der Schuelpenausbeute bei der Druckverpressung anorganischer Salze, vorzugsweise von Steinsalz oder Duengemitteln

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DE116592C (de) *
DE120174C (de) * 1899-11-21 1901-05-07
DE663410C (de) * 1932-07-01 1938-08-05 Theodor Wilhelm Pfirrmann Dr Verfahren und Vorrichtung zur Koernung von Duengemitteln oder anderen Stoffen oder Stoffgemischen
AT168833B (de) * 1949-12-19 1951-08-25 Chemie Linz Ag Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln mit verbesserter Lagerfähigkeit
DE1040049B (de) * 1956-08-29 1958-10-02 Salzdefurth Ver Kaliwerke Herstellung frei fliessender, lagerbestaendiger, nicht backender und nicht erhaertender Kaliduengesalze unter Anwendung organischer Schutzstoffe in Form von Emulsionen

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