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DE113977C - - Google Patents

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Publication number
DE113977C
DE113977C DENDAT113977D DE113977DA DE113977C DE 113977 C DE113977 C DE 113977C DE NDAT113977 D DENDAT113977 D DE NDAT113977D DE 113977D A DE113977D A DE 113977DA DE 113977 C DE113977 C DE 113977C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
molasses
acid
sulfuric acid
sugar
zinc dust
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT113977D
Other languages
English (en)
Publication of DE113977C publication Critical patent/DE113977C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms, e.g. protozoa; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/14Fungi; Culture media therefor
    • C12N1/16Yeasts; Culture media therefor
    • C12N1/18Baker's yeast; Brewer's yeast

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Virology (AREA)
  • Tropical Medicine & Parasitology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES yffiX
PATENTAMT.
Zur Erzeugung einer den jetzigen hohen Anforderungen der Consumenten in Bezug auf Qualität entsprechenden Prefshefe aus Melasse ist es nöthig, letztere von ihren die dunkle Farbe und den schlechten Geruch bedingenden Bestandteilen zu befreien. Zu diesem Zwecke wird die Melasse mit schwefliger Säure und Zinkstaub auf ähnliche Weise behandelt, wie die Zuckersäfte nach dem bekannten Ransοnschen Verfahren.
Während in letzterem Falle das Bestreben naturgemäfs dahin gerichtet ist, den Rübenzucker als solchen zu erhalten und jede Inversion desselben durch Säurezusatz oder durch Behandlung bei Temperaturen von über 500C. sorgfältig vermieden wird, ist es für den Zweck des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens günstig, vorerst den Rübenzucker in Invertzucker überzuführen und erst dann die den schlechten Geruch und die dunkle Farbe der Melasse bedingenden organischen Verunreinigungen auszuscheiden. Die zu diesem Zwecke in Anwendung kommenden Reagentien sind Schwefelsäure, schweflige Säure, Zinkstaub und Kalkmilch, doch werden diese Reagentien in einer bis jetzt nicht üblichen Weise angewendet.
Die Melasse wird bis zu einer Concentration von ca. 30 Saccharometergraden verdünnt, mittelst Dampfes auf ca. 700 C. erwärmt und bei .
dieser Temperatur mit Schwefelsäure bis zur stark sauren Reaction versetzt. Hierdurch wird der Rübenzucker in Invertzucker übergeführt; aufserdem scheidet sich infolge des Säureüberschusses ein grofser Theil der in der Melasse enthaltenen übelriechenden Eiweifsstoffe ab, welche bei der nun folgenden Operation abfiltrirt werden.
Zu dieser sauren, immer noch 700 C. heifsen Lösung wird ein vorher bestimmtes Quantum von schwefliger Säure, am zweckmäfsigsten in wässeriger Lösung-zugeführt, so zwar, dafs der Gehalt der ganzen Flüssigkeit an schwefliger Säure höchstens 0,2 pCt. beträgt. Gleichzeitig trägt man in die Flüssigkeit eine gewogene, dem Sa'ureüberschufs — auf Schwefelsäure berechnet — äquivalente Menge von Zinkstaub ein, der vorher in Wasser aufgeschlämmt wurde, und steigert die Temperatur unter fortwährendem Rühren bis nahe zum Kochen. Dabei tritt beinahe plötzlich eine weitgehende Entfärbung der Melasselösung ein, der bis dahin dunkelbraune Schaum wird lichtgelb, der Geruch nach schwefliger Säure ist im Verschwinden begriffen und herausgenommene Proben zeigen, dafs die Melasselösung sich glanzhell von einem rasch zu Boden sinkenden, flockigen und dunklen Niederschlage abscheidet.
Es wird nun Kalkmilch bis zur neutralen Reaction zugesetzt, während die Temperatur
bis zum Siedepunkt steigt, und sodann mittelst Filterpresse heifs filtrirt. . .
Bei sehr unreiner Melasse ist eine Filtration vor der Neutralisation mit Kalkmilch nöthig. Das Filtrat ist ganz klar, geruchlos, von heller Farbe, sterilisirt und enthält den Zucker nur in Form von Invertzucker. Dasselbe wird mit Salzsäure angesäuert und bildet, mit der nöthigen Menge von peptonisirten Eiweifskörpern gemischt, eine zur Prefshefe und Spiritusfabrikation in ausgezeichneter Weise taugliche ■ Würze.

Claims (1)

  1. Pa tent-Ansprdch:
    Verfahren zur Reinigung von Melasse zum Zwecke der Prefshefe- und Spiritusfabrikation, dadurch gekennzeichnet, dafs man die Melasse bei 700 C. mit Schwefelsäure ansäuert und die saure, eventuell invertirte Melasselösung bei derselben Temperatur mit schwefliger Säure und Zinkstaub versetzt, zum Kochen erhitzt, mittels Kalks neutralisirt und schliefslich filtrirt oder klärt, worauf die übliche Ansäuerung der Melasse vor ihrer Anstellung mit Hefe vorgenommen werden kann.
DENDAT113977D Active DE113977C (de)

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