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DE1138641B - Monoammoniumphosphathaltiges Trockenloeschpulver - Google Patents

Monoammoniumphosphathaltiges Trockenloeschpulver

Info

Publication number
DE1138641B
DE1138641B DET20784A DET0020784A DE1138641B DE 1138641 B DE1138641 B DE 1138641B DE T20784 A DET20784 A DE T20784A DE T0020784 A DET0020784 A DE T0020784A DE 1138641 B DE1138641 B DE 1138641B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
extinguishing
monoammonium phosphate
parts
weight
sulfur
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET20784A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Chem Walter Mark
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Total Foerstner and Co
Original Assignee
Total Foerstner and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Total Foerstner and Co filed Critical Total Foerstner and Co
Priority to DET20784A priority Critical patent/DE1138641B/de
Publication of DE1138641B publication Critical patent/DE1138641B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62DCHEMICAL MEANS FOR EXTINGUISHING FIRES OR FOR COMBATING OR PROTECTING AGAINST HARMFUL CHEMICAL AGENTS; CHEMICAL MATERIALS FOR USE IN BREATHING APPARATUS
    • A62D1/00Fire-extinguishing compositions; Use of chemical substances in extinguishing fires
    • A62D1/0007Solid extinguishing substances
    • A62D1/0014Powders; Granules

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Fire-Extinguishing Compositions (AREA)
  • Fireproofing Substances (AREA)

Description

  • Monoammoniumphosphathaltiges Trockenlöschpulver Die Erfindung betrifft ein monoammoniumphosphathaltiges Trockenlöschpulver, das gegebenenfalls Zusätze an üblichen löschwirksamen Salzen und eines Hydrophobierungs- und/oder Fließmittels enthält.
  • Die Verwendung von Ammoniumsalzen, besonders von Ammoniumphosphaten, für Feuerlöschzwecke ist seit langem bekannt. Man hat Ammoniumphosphate als Zusätze vor allem für solche Löschpulvergemische verwendet, die eine gute Löschwirkung bei Bränden mehrerer Brandklassen, und zwar in erster Linie bei Ablöschung von Flammen- wie Glutbränden aufweisen. Als flammenlöschenden Bestandteil enthalten diese bekannten Gemische in der Regel Natriumbicarbonat, außerdem können sie als Löschsalze noch Carbonate des Ammoniums, der Alkalien und Sulfate, wie Ammoniumsulrat oder Bariumsulfat enthalten.
  • Ein bekanntes Gemisch dieser Art besteht aus etwa 5301, Ammoniumsulfat, 110/, Diammoniumsulfat, 330/, Natriumbicarbonat, 20/, Stearinsäure und 10/, Kieselsäure.
  • Bekannt sind auch Gemische, die Monoammoniumphosphat enthalten oder im wesentlichen aus solchem bestehen und als Zusätze löschwirksame Salze enthalten, welche, wie Ammoniumsulfat, Schmelzpunkte von unter 600°C haben. Diese Gemische enthalten außerdem noch Hydrophobierungs- und/oder Fließmittel in üblichen Mengen. Ein derartiges Gemisch, dem ein guter Erfolg zur Löschung von Bränden jeder Art zugesprochen wird, ist beispielsweise aus 50 bis 90 Teilen Monoammoniumphosphat oder Diammoniumphosphat oder beiden Phosphaten mit 15 bis 30 Teilen Ammoniumsulfat und 8 bis 20 Teilen Bariumsulfat zusammengesetzt und kann zur Verbesserung der Lagerfähigkeit und Rieselfähigkeit bekannte Zusätze und außerdem eine geringe Menge eines Formaldehydharzes enthalten.
  • Hinsichtlich einer wünschenswerten Schmelzewirkung sowie der zu einer wirksamen Beseitigung auch tieferliegender Glutnester erforderlichen Eindringtiefe sind alle diese bekannten Gemische unzureichend.
  • Es wurde gefunden, daß durch einen verhältnismäßig geringen Zusatz elementaren Schwefelpulvers zu Monoammoniumphosphat die Schmelzebildung und Eindringtiefe wesentlich verbessert werden kann. An Stelle von Monoammoniumphosphat kann man auch ein Gemisch aus Monoammoniumsulfat mit bis zu 25 °/o eines löschwirksamen Salzes mit einem Schmelzpunkt bis zu 600°C verwenden und neben oder an Stelle solcher löschwirksamer Salze bis zu 5 °/o eines Hydrophobierungs- und/oder Fließmittels zusetzen.
  • Die Menge an elementarem Schwefelpulver beträgt erfindungsgemäß 0,5 bis 5°/o der jeweils verwendeten Gesamtmischung.
  • Als löschwirksame Salze kommen in erster Linie Ammoniumsulfat oder Bortrioxyd in Betracht.
  • Zur Steigerung der Löschwirksamkeit kann man neben oder an Stelle eines Zusatzes an den erwähnten löschwirksamen Salzen bis zu 100/, von an sich bekannten Kunstharzkomponenten, insbesondere eines Phenoles und/odzr Polyäthylens zusetzen. Im wesentlichen bedingt durch das Schmelzen des Schwefels am Brandherd, wobei eine allenfalls geringe Menge desselben wegen des herrschenden Sauerstoffentzugs verbrennt, dringt ein solches Trockenlöschpulver erfindungsgemäßer Zusammensetzung auch in tieferliegende Glutnester ein und bildet eine gut abdeckende Schmelzkruste. Durch den Schwefelzusatz wird auf Grund seiner Eigenschaften bei der Schmelzebildung und der Verbrennung die Löschwirkung beachtlich gesteigert. Der Schwefelzusatz bietet dadurch eine besonders vorteilhafte Möglichkeit zur feinstufigen Einstellung des Fließgrades der Schmelze, wodurch das Löschpulver besonderen Anforderungen zur Ablöschung eines Brandobjektes gut angepaßt werden kann und durch Vermeidung eines zu schnellen Abfließens sich der Löscheffekt steigern läßt, insofern, als einerseits die Fließfähigkeit dahin abgestimmt ist, daß die Schmelze zur Eindringung in die Glutnester und selbst kleine Spalten und Poren des Brandgutes ausreichende Dünnflüssigkeit besitzt, andererseits auf z. B. stark geneigten oder an senkrechten Flächen nicht zu schnell abfließen kann.
  • Geeignete Zusammensetzungen von Löschpulvern gemäß der vorliegenden Erfindung, die im übrigen. übliche Zusätze der Rieselfähigkeit und Hydrophobierung enthalten können in Mengen bis zu 5 °/o der Gesamtmischung, sind unter anderem folgende: 1. 100 Gewichtsteile Monoammoniumphosphat, 1,7 Gewichtsteile Schwefel.
  • 2. 90 Gewichtsteile Monoammoniumphosphat, 1,7 Gewichtsteile Schwefel, 20 Gewichtsteile Ammoniumsulfat.
  • 3. 90 Gewichtsteile Monoammoniumphosphat, 1 Gewichtsteil Schwefel, 5 Gewichtsteile Ammoniumsulfat, 2,5 Gewichtsteile Polyäthylen.
  • 4. 80 Gewichtsteile Monoammoniumphosphat, 1,7 Gewichtsteile Schwefel, 10 Gewichtsteile Ammoniumsulfat, 10 Gewichtsteile Bortrioxyd.
  • 5. 80 Gewichtsteile Monoammoniumphosphat, 1,7 Gewichtsteile Schwefel, 20 Gewichtsteile Bortrioxyd.
  • 6. 70 Gewichtsteile Monoammoniumphosphat, 1,7 Gewichtsteile Schwefel, 20 Gewichtsteile Ammoniumsulfat, 5 Gewichtsteile Polyäthylen.
  • 7. 87 Gewichtsteile Monoammoniumphosphat, 1,5 Gewichtsteile Schwefel, 10 Gewichtsteile Phenolharz, 0,6 Gewichtsteile Tricalciumphosphat.
  • In der Tabelle sind Ergebnisse von Vergleichsversuchen mit verschiedenen Zusammenstellungen mit und ohne Schwefel sowie mit und ohne anderen Zusätzen gemäß vorliegender Erfindung zusammengestellt.
  • Zur Prüfung der Glutbrandlöschwirkung wurden hierzu auf einer drehbar montierten Metallscheibe sechs Holzstäbe (1,8 - 1,8 - 20 cm) gleicher Beschaffenheit senkrecht in gleichen Abständen befestigt und mittels eines Propangasbrenners entzündet. Nach einer Verbrennzeit von 5 Minuten wurde durch eine jeweils gleiche Pulvermenge von 25 g abgelöscht, und zwar durch Aufsprühen mittels eines für die Größenverhältnisse abgestimmten Kleinstfeuerlöschers. Die Löschverhältnisse wurden durch folgende Benotung festgehalten: 1. gut gelöscht, frei von Glutstellen, 2. bedingt gelöscht, noch Glutstellen vorhanden, 3. nicht gelöscht, Glutstellen und Flammenbrand vorhanden. Zu diesen Versuchsergebnissen im Laboratoriumsmaßstab ist ausdrücklich zu bemerken: Wiederholte Vergleiche zwischen den Werten praktischer Löschversuche mit Werten nach obigen Laboratoriumsversuchen haben eine praktisch vollkommene Übereinstimmung beider ergeben. Die vorstehend angeführten Laboratoriumsversuchswerte vermitteln somit auch für die praktische Beurteilung geeignete Anhalte.
  • Zur Prüfung der Schmelzenbildung wurden jeweils gleiche Mengen der zu vergleichenden Löschpulvermischungen (11 g Pulver) auf flache Blechschalen gegeben, die von unten mit einer konstanten Wärmequelle erhitzt wurden. Ermittelt wurde die Zeitspanne zwischen Beginn dieser Wärmeeinwirkung und Bildung einer vollständigen Schmelze. Als günstige Schmelzzeiten wurden solche zwischen 50 und 80 Sekunden ermittelt, nachdem sich gezeigt hat, daß Gemische, die früher schmelzen, auf geneigten Flächen im Brandfall zu schnell ablaufen, während Gemische, die mehr als 80 Sekunden bis zur Bildung einer vollständigen Schmelze benötigen, keine einwandfreie Oberflächenbedeckung bei unebenen Gegenständen ergeben.
  • Die mit den obengenannten Zusammensetzungen gemäß Erfindung erzielten Werte betrugen demnach bei Beispiel 1 für die Glutbrandlöschwirkung das Ergebnis »gut gelöscht, frei von Glutstellen«, etwa 65 Sekunden für die Dauer der vollkommenen Schmelzenbildung, außerdem konnte durch Augenschein ein gutes Eindringvermögen in das Brandobjekt festgestellt werden. Demgegenüber betrug bei einer Untersuchung von Monoammoniumphosphat allein, d. h. ohne Zusatz von Schwefel, die Dauer der Schmelzenbildung nur 55 Sekunden, jedoch wurde bezüglich der Glutbrandlöschwirkung das Ergebnis »bedingt gelöscht, noch Glutstellen vorhanden« erzielt. Bei einer Zusammensetzung nach Beispiel 2 wurde ebenfalls eine sehr gute Löschwirkung erreicht, bei einer Schmelzenbildung von 64 Sekunden und einem ziemlich guten Eindringvermögen.
  • Einprägsam ist der Unterschied im Verhalten einerseits einer Zusammensetzung nach Beispiel 6, bei der eine Schmelzenbildung innerhalb von 70 Sekunden und einer guten Löschwirkung erreicht wird, während durch Wegfall des Schwefelzusatzes bei sonst gleicher Zusammensetzung die Schmelzbildung den Wert 88 Sekunden annimmt und damit das Eindringvermögen nicht mehr die gleiche Güte zeigt und bei der Löschprobe noch vereinzelte Glutnester verbleiben.
  • Bei einem Zusatz von Bariumsulfat zu Monoammoniumphosphat sinkt die Löschwirkung ab, d. h., nach Ablöschen des Flammenbrandes sind noch mehrere Glutnester vorhanden, während die Schmelzbildung zwar innerhalb von 54 Sekunden sich einstellt, jedoch auf der Holzkohle eine perlige Masse entsteht. deren Eindringvermögen schlechter ist.
  • Wird Monoammoniumphosphat durch Diammoniumphosphat ganz oder teilweise ersetzt, so macht sich die Temperaturempfindlichkeit des letzteren nachteilig bemerkbar.
  • Das Gemisch läßt sich nicht mehr scharf genug trocknen ,es verliert an Rieselfähigkeit, und die Restmengen in den Feuerlöschern steigen an, wenn es Temperaturen von etwa 75°C ausgesetzt wird. Eine Installierung von Feuerlöschern mit einem derartigen Löschpulver in Maschinenräumen, z. B. Kesselhäusern, ist daher nicht geeignet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Monoammoniumphosphathaltiges Trockenlöschpulver, gegebenenfalls mit Zusätzen von bis zu 25 % eines üblichen löschwirksamen Salzes mit einem Schmelzpunkt bis zu 600'C und bis zu 5 °/o eines Hydrophobierungs- und/oder Fließmittels, gekennzeichnet durch den Zusatz von 0,5 bis 501, elementaren Schwefelpulvers.
  2. 2. Trockenlöschpulver nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den Zusatz von bis zu 100/, einer an sich bekannten Kunstharzkomponente, insbesondere eines Phenol- und/oder Polyäthylen-Kunstharzes. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1019 181, 1090 967.
DET20784A 1961-09-18 1961-09-18 Monoammoniumphosphathaltiges Trockenloeschpulver Pending DE1138641B (de)

Priority Applications (1)

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DET20784A DE1138641B (de) 1961-09-18 1961-09-18 Monoammoniumphosphathaltiges Trockenloeschpulver

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1219331B (de) * 1964-11-13 1966-06-16 Feuerloeschgeraetewerk Veb Universalloeschpulver

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019181B (de) * 1953-05-22 1957-11-07 Degussa Trockenloeschmittel
DE1090967B (de) * 1958-01-22 1960-10-13 Chem Fab Gruenau Ag Trockenloeschpulver

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