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DE1138581B - Verfahren zur Foerderung des Wachstums von Pflanzen - Google Patents

Verfahren zur Foerderung des Wachstums von Pflanzen

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Publication number
DE1138581B
DE1138581B DEU6022A DEU0006022A DE1138581B DE 1138581 B DE1138581 B DE 1138581B DE U6022 A DEU6022 A DE U6022A DE U0006022 A DEU0006022 A DE U0006022A DE 1138581 B DE1138581 B DE 1138581B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
treatment
plants
seeds
yeast
treated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU6022A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dreifus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Universidad de Concepcion
Original Assignee
Universidad de Concepcion
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Universidad de Concepcion filed Critical Universidad de Concepcion
Priority to DEU6022A priority Critical patent/DE1138581B/de
Publication of DE1138581B publication Critical patent/DE1138581B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F11/00Other organic fertilisers
    • C05F11/08Organic fertilisers containing added bacterial cultures, mycelia or the like
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N63/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing microorganisms, viruses, microbial fungi, animals or substances produced by, or obtained from, microorganisms, viruses, microbial fungi or animals, e.g. enzymes or fermentates
    • A01N63/30Microbial fungi; Substances produced thereby or obtained therefrom
    • A01N63/32Yeast

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Biochemistry (AREA)
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  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)

Description

  • Verfahren zur Förderung des Wachstums von Pflanzen Es wurde bereits vorgeschlagen, zur Förderung des Pflanzenwachstums Mittel zu verwenden, wie Pflanzenhormone, die vorzugsweise in Wasser unlöslich oder schwerlöslich sind, oder die Pflanzen mit Heteroauxinen, Hefeautolysaten oder Stoffen zu behandeln, die die Entwicklung von schädlichen Mikroorganismen verhindern. Man hat auch schon Zuckerarten, insbesondere reduzierende Zuckerarten, zu diesem Zweck als Behandlungmittel verwendet.
  • Alle diese Mittel wurden den Pflanzen willkürlich zugegeben, gegebenenfalls beliebig miteinander gemischt. Es wurde auch bereits versucht, eine Steigerung der Erträge von Kulturpflanzen dadurch zu erreichen, daß man das Saatgut vor dem Aussäen bzw. die jungen Pflanzen vor dem Auspflanzen mit einer Mischung von verschiedenen ausgewählten Bodenbakterien und solcher Pilze und Algen, die mit diesen Bodenbakterien in Symbiose leben, behandelt hat. Auch hier wird also eine Mischung verschieden wirkender Stoffe verwendet.
  • Über die Wirkung von Pilzen der Gruppe Saccharomyces oder Torulopsis in Form ihrer Extrakte, d. h. über die Wirkung von Stoffen, die nach ihrer Zerstörung durch einen Hydrolysevorgang (Autolyse) verbleiben, ist ebenfalls mit Bezug auf das Wachstum von Pflanzen in verschiedenen Veröffentlichungen berichtet worden. Es wurde jedoch festgestellt, daß ein auf die vorstehende Weise hergestellter Extrakt nur eine beschränkte und vorübergehende aktivierende Wirkung besitzt. Darüber hinaus zerfällt ein solcher Extrakt, wenn er im Boden mit den Pflanzen zusammengebracht wird, sehr schnell in einfachere chemische Verbindungen, z. B. Aminosäuren und Ammoniumsalze, die keine wesentliche aktivierende Wirkung mehr auf das Pflanzenwachstum ausüben.
  • Zum Beispiel hat L u n d e g ä r d h über die Behandlung von Samen mit solchen Extrakten berichtet (Akad. Handl. Och. Tiskr., Stockholm, l934), ferner Härte l (Phyton, Austria, 1950), Haupt (Unterdrückung der Blütenentwicklung bei Pflanzen, Ber. der Deutschen Bot. Gesellschaft, 1954), Warnock (Agric. Journ., 1956), Einfluß auf das Wachstum von Pollenschläuchen, u. a.
  • L u n d e g ä, r d h kommt in seiner Veröffentlichung zu folgender Schlußfolgerung: »Die Extrakte werden keinen großen Erfolg in ihrer Anwendung in der Landwirtschaft haben«, und Härte l schließt: »Ihre Wirkung auf die Entwicklung von Gersten-, Mais-, Spinat- und Bohnensamen ist bei ersteren nicht nennenswert und bei den letzteren auffallend wachstumverzögernd.« Ein anderer Pilz, Gibberella fujikuroi, ist in der Literatur als Erzeuger einer Substanz, die das Pflanzenwachstum fördert, eingehend abgehandelt worden. Diese Gibberellinsäure o. dgl. wird in die Gruppe der Phytohormone eingereiht, das sind hormonale Körper, die das Wachstum der Pflanzen regulieren und über die Zellen der Blätter, Stengel und Wurzeln wirken. Die Hauptwirksamkeit äußert sich in einer Streckung der Zellen der Blätter, wobei sich kein stärkerer Einfluß auf die Entwicklung der Wurzeln zeigt oder eine Anreicherung an Trockensubstanz hervorgerufen wird (B r i a n, E n d e v o u r, 1957; West (Journ. Chem. Educ., Januar 1958). Ferner berichtet W i tt w e r (Michigan State University) in seinen Studien über die Anwendung dieses Reizstoffes im Gartenbau. Es ist notwendig, regelmäßig mindestens einmal in der Woche die Pflanzen damit zu begießen, um den Längenstreckeffekt aufrechtzuerhalten. Abgesehen davon war es ihm nicht möglich, eine Ertragssteigerung an geernteten Früchten nachzuweisen.
  • Ein weiteres Phytohormon, die 3-Indolessigsäure, wurde in bezug auf ihre praktische Anwendung geprüft. H o p k i n s kommt in einer Veröffentlichung (Can. Journ. Res., 1940) zu folgendem Ergebnis: »Wird Gerstensamen mit dieser aktiven Substanz in Form eines abgemessenen Pulvers behandelt, so erfährt das Längenwachstum eine 3%ige Zunahme, während das Trockengewicht des Strohs um 100/0 ansteigt.« Er konnte jedoch keine günstige Beeinflussung in bezug auf eine Erhöhung der Gerstenkornerträge nachweisen. Es wurde nun ein Verfahren zur Förderung des Wachstums von Pflanzen gefunden, bei dem eine spezifische Wachstumsförderung erreicht wird, weil durch das Behandlungsmittel eine biologische Bindung zwischen den Mikroorganismen und dem behandelten Gut hergestellt wird. Durch diese Bindung wurden das Wachstum und die physiologischen Zellfunktionen geändert, was sich an einer schnelleren Entwicklung des Zellgewichtes und einer Erhöhung der Ernteerträge erkennen läßt.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Förderung des Pflanzenwachstums durch einmalige Behandlung. von Saatgut vor der Aussaat oder von wachsenden Pflanzen mit wäßrigen Suspensionen oder pulverförmigen Präparaten von lebenden Mikroorganismen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Behandlung mit aktiven lebenden Hefen der Saccharomyces- oder Torulopsis-Familien erfolgt. Die lebenden und aktiven Hefepilze können in Pulverform mit genau definierter Korngröße und einem bestimmten Feuchtigkeitsgehalt gelagert und angewandt werden, so daß eine genaue Dosierung ohne Schwierigkeit möglich ist.
  • Zur Behandlung von Pflanzen wird vorzugsweise die zu behandelnde Pflanze mit einer wäßrigen Suspension berieselt. Dabei kann man ohne weiteres auch nach einer eben erfolgten Umpflanzung von z. B. Zier- und Gartenpflanzen eine solche Behandlung vornehmen.
  • Gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Förderung des Wachstums von Pflanzen zeigt das Verfahren der Erfindung den. Vorteil, daß das Behandlungsmittel eine einzige genau definierte Substanz ist, die in kritischen Dosen angewandt werden kann.
  • Durch die erfindungsgemäße Behandlung werden eine stärkere Entwicklung des Wurzelsystems und eine Erhöhung des Chlorophyllgehaltes der Blätter der behandelten Pflanzen erreicht. Weiterhin wird durch die Behandlung die Biosynthese der Kohlenhydrate oder der Aminosäuren usw. beschleunigt. Die Wachstumszeit der Pflanzen wird verkürzt, und trotzdem erhält man Ernteertragssteigerungen sowohl in bezug auf das Gewicht als auch die Nutzbarkeit (z. B. in bezug auf die Kohlenhydratausbeute bei Zuckerrüben), die höher und besser sind als die bisher erreichten. Bei der erfindungsgemäßen Behandlung wurde eine Streckung der Zellen und auch eine Gewichtserhöhung der Trockensubstanz bei den behandelten Pflanzen festgestellt. Eine übermäßige Verlängerung der Pflanzentriebe konnte nicht beobachtet werden. Die Pflanzen haben jedoch kräftigere Stengel und die Blätter eine größere Oberfläche. Wie Vergleichsversuche zeigen, haben die behandelten Pflanzen eine tiefere Grünfärbung als die unbehandelten Pflanzen. Dies läßt sich damit erklären, daß die behandelten Pflanzen bestrebt sind, die für die Photosynthese nötigen Pigmente anzureichern. So zeigen die Blätter der Zuckerrübe nach der Behandlung, verglichen mit unbehandelten Pflanzen, eine mittlere Zunahme von 10% des Gehaltes an a- und 190% an fl-Chlorophyll. Durchschnittlich vergrößert sich die Blattoberfläche um etwa 29D/0, und das Trockengewicht der Blätter erhöht sich um mehr als 50%.
  • An erfindungsgemäß behandelten grünen Erbsenpflanzen (Pisum sativum), die 45 Tage alt waren, wurde sogar eine Steigerung des Trockengewichtes von mehr als 120% festgestellt. Darüber hinaus waren die Früchte auffallend vergrößert und die Erträge ebenfalls stark erhöht. Auch die Erträge an Samen waren wesentlich höher, ganz abgesehen von der Beschleunigung der vegetativen Entwicklung, die auf einen Bruchteil der normalen Entwicklung reduziert worden war.
  • Die erfindungsgemäßen Hefearten werden zweckmäßig in Mengen von 0,05 bis 2,5'% angewandt, wobei die kritischen Dosen, wie bereits ausgeführt, in Abhängigkeit von den zu behandelnden Pflanzen jeweils durch Versuche ermittelt werden müssen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wurde an verschiedenen Getreidearten, Gemüsen aller Art, Futterpflanzen, Blumen und sonstigen Nutzpflanzen erprobt. Die Wirkung der Hefearten ist, unabhängig von ihrer Anwendung in Pulverform oder in Form einer wäßrigen Suspension, immer gleich und auch unabhängig davon, ob das Saatgut oder die Pflanzen als solche behandelt werden.
  • Das Saatgut kann nach der Erfindung wie folgt behandelt werden: A. Das Saatgut wird innerhalb verschiedener Zeiträume mit der aktiven Lösung oder Suspension der Hefearten in Berührung gebracht, wobei die Reaktionszeit umgekehrt proportional der Konzentration an aktiven Hefearten ist. Es wurden Versuche mit Konzentrationen zwischen 0,05 und 20/e und mit Behandlungszeiten von 2 bis 15 Stunden durchgeführt. Eine solche feuchte Behandlung ist insbesondere bei Zuckerrübensaat oder -pflanzen besonders wirksam.
  • B. Nach der erfindungsgemäßen feuchten Behandlungsweise werden die Samen wechselnde Zeiträume lang in der Suspension der aktiven Hefearten bewegt. In diesem Fall ist die Behandlungszeit von der Konzentration der aktiven Hefearten unabhängig. Von großer Bedeutung ist jedoch die Geschwindigkeit, mit der die Flüssigkeit bewegt wird. Wesentlich ist, daß eine solche Geschwindigkeit gewählt wird, daß eine abreibende Wirkung auf die Samenoberfläche nicht erfolgt. Der Kreislauf der Flüssigkeitsbewegung je Minute kann zwischen 15 und 200 schwanken; bei den vorstehend angeführten Konzentrationen zwischen 0,05 und 2%. Die Reaktionszeit beträgt weniger als 1 Stunde. Ein solches Verfahren wurde insbesondere bei Erbsen- und Bohnensamen durchgeführt und dabei festgestellt, daß die einmal angewendeten Suspensionen ein zweites Mal nicht eingesetzt werden können, weil die Samen während der Behandlung störende Stoffe abspalten.
  • C. Nach einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die, wie vorstehend beschrieben, feuchtbehandelten Samen nach der Behandlung schonend getrocknet. Es wurde festgestellt, daß durch eine solche schonende Trocknung die Wirksamkeit der Hefearten erhalten bleibt und beispielsweise nach 3 Monaten Lagerung noch unverändert weiterbesteht.
  • D. Für die erfindungsgemäße Trockenbehandlung mit den Hefearten wurden mit Gerstensamen (Hordeum vulgaris) Versuche durchgeführt. Unterwirft man den Gerstensamen einer Behandlung mit den pulverförmigen aktiven Hefearten, so bleibt ein Teil der Hefearten an der Samenoberfläche haften und löst bei der Aussaat des Samens unter üblichen Bedingungen die gewünschten Ergebnisse aus. Bei einer solchen Trockenbehandlung hängt die Haftfähigkeit des Hefepulvers von seinem Feuchtigkeitsgehalt und der Korngröße ab. Der kritische Feuchtigkeitsgehalt für eine solche Behandlung schwankt zwischen 6 und 14%, und die Hefekörner müssen durch ein Sieb einer lichten Maschenweite von 0,175 mm hindurchgehen. Die Trockenbehandlung nach der Erfindung kann bei allen Samenarten angewandt werden, die eine rauhe Oberfläche aufweisen oder mit einem feinen Haarkleid umgeben sind. Wesentlich ist, daß die aktiven lebenden Hefearten gleichförmig und homogen vorliegen.
  • E. Nach der Erfindung kann man die wachsenden Pflanzen auch mit wäßrigen Suspensionen der Hefeartenberieseln. Eswurden mehrerePflanzenarten nach 1monatigem Wachstum einer einmaligen Berieselung mit Lösungen und Suspensionen dervorherstehend beschriebenenHefeartenunterworfen, wobei je Hektar 25 cbm Hefelösung oder -su.spension angewendet wurden. Dabei wurde festgestellt, daß eine solche Behandlung, insbesondere bei Zierpflanzen, zweckmäßig ist. Auch noch kurze Zeit nach der Verpflanzung konnte bei derart behandelten Pflanzen ein Erblühen erreicht werden.
  • Für sämtliche der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens wurde der Boden in der für die speziell behandelte Pflanze üblichen Weise vorbereitet. Um die gewünschten Ergebnisse zu erhalten, war in allen Fällen immer nur eine einmalige Behandlung erforderlich. Nachstehend werden die erfindungsgemäß erhaltenen Ergebnisse beispielsweise in Tabellenform angeführt:
    Ergebnisse bei Behandlung von Erbsen (Pisum sativum)
    Zahl der Pflanzen Gesamtgewicht Zahl der Früchte Zahl der Samen
    Unbehandeltes Saatgut ....... . ... 24 1759 81 284
    Behandeltes Saatgut
    (feuchte Behandlung) . . . . . . . . . . 26(10,8% ) 283 g (1600/0) 125 (1540/0) 406 (1430/0)
    (Die in Klammern angegebenen Zahlen entsprechen der prozentualen Zunahme.)
    Ergebnisse bei Behandlung von Bohnen (Phaseolus vulgaris)
    Fruchtgewicht
    Zahl der Pflanzen Zahl der Früchte Fruchtgewicht in o/o
    zur Kontrollpflanze
    Unbehandeltes Saatgut . . . . . . . . . . . 101 174 120 g 100
    Naßbehandlung A von Saatgut .... 58 271 211 g 307
    Naßbehandlung B von Saatgut .... 69 357 240 g 378
    Naßbehandlung C von Saatgut .... 60 314 380 g 535
    Bei Zuckerrüben (Beta vulgaris) wurden nach 4monatiger Vegetationsperiode folgende Ergebnisse beobachtet:
    Prozentuale
    Erhöhung
    Gewicht des Zucker-
    der Zucker- gehaltes,
    Rüben gehalt verglichen
    mit un-
    behandelten
    Rüben
    Unbehandeltes Saat-
    gut . . . . . . . . . . . . . 575 g 16,571/o 100%
    Naßbehandlung A
    von Saatgut ..... 901 g 16,24% 1531/o
    Naßbehandlung B
    von Saatgut ..... 825 g 16,64% 145%
    Berieselung der
    Pflanzen nach
    30 Tagen Wachs-
    tum . . . . . . . .. .. . 658 g 16,59°/o 128%
    Naßbehandlung A
    des Saatgutes
    unter anschließen-
    der Berieselung
    nach 30 Tagen . . 834 g 16,12 0/0 140%
    Mit der Steigerung des Zuckergehaltes läuft eine Erhöhung des Gehaltes an Aminosäuren im Zuckersaft parallel. Die angeführten Zahlen zeigen, daß bei behandelten Pflanzen eine erhebliche Steigerung der Erträge pro Hektar erreicht wird.
  • Ferner konnte bei Zuckerrüben nachgewiesen werden, daß diese nach der Behandlung wesentlich unempfindlich gegen Trockenheit sind.
  • 5 Monate alte Pflanzen zeigten folgende Ergebnisse:
    Prozentuale
    Erhöhung
    Gewicht des Zucker-
    der Zucker- gehaltes,
    Rüben gehalt verglichen
    mit un-
    behandelten
    Rüben
    Unbehandeltes Saat-
    gut . . . . . . . . . . . . . 405 g 18,5% 1000/0
    Naßbehandlung A
    von Saatgut ..... 1189 g 16,81/o 268%
    Naßbehandlung B
    von Saatgut ..... 1012 g 15,3 % 2071/o
    Aus der chemischen Analyse ist zu schließen, daß auf Grund der Steigerung der photosynthetischen Kraft, der größeren Oberfläche der Blätter und der stärkeren Entwicklung der Wurzeln der Gesamtmetabolismus der behandelten Pflanzen wachstumfördernde Impulse erhalten hat, die sich nicht nur in der Steigerung des Kohlenhydrat- und Eiweißgehaltes der Zuckerrüben äußern, sondern sich auch auf alle sonst biosynthetisch gebildeten Pflanzenstoffe auswirkt. So erklärt sich z. B., daß auch der Fettgehalt bei behandeltem Ölsamen höher ist als bei unbehandeltem. Bei Pflanzen der Familie Gramineae ist eine besonders auffällige Gewichtszunahme festzustellen. Bei behandelter Gerste von 5 Monaten (Hordeum sativum) wurde eine Gewichtszunahme der Samen zwischen 30 und 60,% festgestellt. Sowohl Zuckerrüben als auch Gerste zeigten nach der erfindungsgemäßen Behandlung eine positive Frostresistenz.
  • Es ist bereits aus der deutschen Patentschrift 878 355 bekannt, die Steigerung der Erträge von Kulturpflanzen durch Anwendung von Mischungen von verschiedenen ausgewählten Bodenbakterien zu erreichen. Bei der Behandlungsmischung handelt es sich um Bodenbakterien in Mischung mit Pilzen und Algen, die gegebenenfalls in Mischung mit wachstumfördernden Stoffen angewendet werden müssen.
  • Im übrigen hat man bisher Hefen noch nicht als Mittel zur Behandlung von Pflanzen verwendet, und es ist auch nicht bekannt, daß die erfindungsgemäßen Hefearten in Symbiose mit Bodenbakterien leben.
  • Gegenüber dem älteren Verfahren besitzt das Verfahren der Erfindung folgende Vorteile: 1. Die Behandlung des Saatgutes erfolgt mit einer einzigen Substanz; 2. durch die erfindungsgemäße Behandlung wird das Wurzelsystem stärker entwickelt; 3. durch die stärkere Entwicklung der Wurzeln und die von den Hefearten ausgeübte Wirkung wird der Chlorophyllgehalt der Blätter der behandelten Pflanzen erhöht: 4. gleichzeitig wird die Biosynthese der Kohlenhydrate oder der Aminosäuren u. dgl. in den behandelten Pflanzen beschleunigt; 5. aus den Merkmalen 2, 3 und 4 ergibt sich, daß das Wachstum der Pflanzen beschleunigt wird, d. h. die Pflanzen entwickeln sich in kürzerer Zeit als nicht behandelte Pflanzen; 6. die Ernteerträge und der Nutzbarkeitseffekt (beispielsweise die Kohlenhydratausbeute bei Zuckerrüben) wird gegenüber unbehandelten Pflanzen erhöht.
  • Die vorstehenden Ausführungen gelten auch mit Bezug auf die deutsche Patentschrift 123 749. Diese bezieht sich auf ein Verfahren, bei dem eine Einwirkung der Flüssigkeit auf das Saatgut bis zur Vollendung des Quellaktes erfolgt. Erfindungsgemäß wird eine solche Quellung vermieden, da bekanntlich ein bereits quellender Samen beim Trocknen mit Bezug auf seine verschiedenen Eigenschaften Schaden erleidet oder sogar zerstört wird. In der USA.-Patentschrift 1411088 ist eine Düngemischung und ihre Anwendung beschrieben. Dabei wird die Hefe oder Hefesubstanz den Samen oder Pflanzen nicht als aktiver Körper zugegeben, sondern die Hefe wird mit Kohlenhydraten gezüchtet und anschließend noch gemischt und getrocknet. Die erhaltene Mischung wird dem Boden zugegeben, um den CO,-Gehalt darin zu erhöhen, so daß angeblich das Wachstum gefördert werden soll.
  • Es handelt sich hierbei nicht um eine direkte Behandlung von Samen oder Pflanzen, wie beim Erfindungsgegenstand, bei dem nicht sekundär, sondern primär eine Hefewirkung auf den Samen oder auf die Pflanze stattfindet. Welche Ergebnisse nach dem bekannten Verfahren erreicht wurden, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall ist nicht daran zu zweifeln, daß die eingesetzten Mengen des Behandlungsmittels wesentlich größer sind als die Mengen des erfindungsgemäß eingesetzten Mittels, das in so geringen Mengen angewendet wird, daß von einer Düngewirkung nicht gesprochen werden kann.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Förderung des Pflanzenwachstums durch einmalige Behandlung von Saatgut vor der Aussaat oder von wachsenden Pflanzen mit wäßrigen Suspensionen oder pulverförmigen Präparaten von lebenden Mikroorganismen, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit aktiven lebenden Hefen der Saccharomyces- oder Torulopsis-Familien erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das gegebnenfalls schonend vorgetrocknete Saatgut unter Umwälzen mit pulverförmigen Hefen, insbesondere von einer Korngröße G 0,175 mm und mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 6 bis 14'%, behandelt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wachsende Pflanzen mit einer wäßrigen Suspension der Hefen berieselt werden.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung des Saatgutes oder der Pflanzen mit wäßrigen Hefesuspensionen durchgeführt wird, deren Konzentration an Hefen 0,05 bis 2,011/o beträgt.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung des Saatgutes mit den Hefen für die Dauer von 2 bis 15 Stunden durchgeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit Hefemengen von 0,5 bis 2,511/o, berechnet auf das zu behandelnde Saatgut, durchgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 878 355, 123 749; französische Patentschriften Nr. 837 978, 842 785; britische Patentschrift Nr. 500 284; USA.-Patentschrift Nr. 1411088.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE123749A (de)
GB500284A (de) * 1900-01-01
US1411088A (en) * 1921-05-17 1922-03-28 Guy Walter Bryant Composition of matter for and method of soil inoculation
DE878355C (de) * 1940-09-22 1953-06-01 Wilhelm Holzweissig Verfahren zur Steigerung der Ertraege von Kulturpflanzen

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