-
Klammer aus federndem Draht Die Erfindung bezieht sich auf eine Klammer
aus federndem Draht, insbesondere zum Zusammenhalten von Papieren, Textilien od.
dgl. Eine solche der Erfindung zugrunde liegende Klammer wird von zwei bei gelöster
Klammer im Abstand voneinander sich kreuzenden Schenkeln und von einem diese verbindenden
Bogenteil gebildet, wobei der Klemmdruck beim Aufklemmen auf einen zusammenzuschließenden
Stapel zwischen den Schenkeln durch Verdrehen des Bogenteils erzeugt wird.
-
Bei dieser bekannten Klammer wird jedoch der Klemmdruck im Bereich
der Kreuzungsstelle der beiden Schenkel ausgeübt. Die frei auslaufenden Schenkelenden
wirken daher nicht aufeinander ein. Sie haben bei gelöster Klammer an der Kreuzungsstelle
auch nur einen geringen gegenseitigen Abstand. Dadurch besteht beim Aufschieben
die Gefahr, daß die mit der Kreuzungsstelle in Berührung kommenden Ränder des zusammenzuschließenden
Stapels beschädigt werden, zumal wenn es sich hierbei um dünne Durchschlagpapiere
handelt. Außerdem wird dadurch das Zusammenschließen eines Stapels erschwert.
-
Durch die Erfindung soll daher die bekannte Klammer mit den bereits
erläuterten Merkmalen so weitergebildet werden, daß die Klammer leicht auf den zusammenzuschließenden
Stapel aufschiebbar ist und der Klemmdruck ausschließlich nur von den freien Schenkelenden
ausgeübt wird.
-
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß jeder Schenkel
bei gelöster Klammer etwa an der Kreuzungsstelle der beiden Schenkel aus der äußeren,
von dem jeweiligen Schenkel und dem Bogenteil gebildeten Begrenzungsebene durch
einen Knick um ein vorbestimmtes Maß herausgebogen ist, derart, daß bei einem um
etwa 180° verdrehten Bogenteil die frei auslaufenden Enden der Schenkel teilweise
übereinanderliegen und deren Knickstellen im Bereich der Kreuzungsstelle einen vorbestimmten
gegenseitigen Abstand aufweisen. Durch diese Ausgestaltung wird der Klemmdruck nicht
nur von den Schenkelenden erzeugt und die am Rand des. Stapels liegende Kreuzungsstelle
der Schenkel vom Klemmdruck frei gelassen, sondern an der Kreuzungsstelle entsteht
sogar ein vergrößerter Abstand zwischen den Schenkeln. Infolgedessen kann der Rand
des Stapels beim Aufschieben der Klammer nicht beschädigt werden, zumal durch das
Ausknicken der Schenkel deren freie Enden weit voneinander gespreizt sind. Außerdem
wird jede Schenkellänge als Hebelarm voll ausgenutzt, so daß ein kräftiger elastischer
Klemmdruck erzeugt werden kann. Insgesamt gewährleistet somit die Klammer gemäß
der Erfindung einen erheblichen Fortschritt.
-
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine Ansicht einer lose auf einen Stapel von Papieren
aufgesetzten, jedoch noch nicht gespannten Klammer, Fig. 2, 4, 6 und 8 je eine Seitenansicht
der Klammer nach Fig. 1 bei einer Verdrehung des Bogenteiles um etwa 0, 90, 135
und 180°, Fig. 3, 5, 7 und 9 die Draufsicht auf die Klammer nach den Fig. 2, 4,
6 und 8, Fig. 10 eine Ansicht der Klammer nach Fig. 1, jedoch mit einem um 180°
verdrehten Bogenteil, Fig. 11a bis 11 f je einen Querschnitt durch die auf einen
Stapel aufgeschobene Klammer in sechs aufeinanderfolgenden Stellungen der Schenkel
beim Verdrehen des Bogenteils von Null bis 180°, Fig. 12 und 13 je eine den Fig.
1 und 10 entsprechende Seitenansicht der mit einem Etikett versehenen Klammer eines
zweiten Ausführungsbeispieles, Fig.14 eine Ansicht der Klammer nach Fig.13. Fig.15
eine Seitenansicht der mit einem Etikett versehenen Klammer eines dritten Ausführungsbeispielen,
Fig. 16 eine Ansicht der Klammer nach Fig.15. Fig. 17 eine der Fig. 8 entsprechende
Seitenansicht der auf eine Gardinenstange aufgefädelten Klammer eines vierten Ausführungsbeispielen
und
Fig.18 eine Ansicht einer Anzahl Klammern nach Fig.17 als Träger
eines Vorhanges.
-
Bei allen Ausführungsbeispielen nach den Fig.1 bis 18 wird jede Klammer
aus einem federnden Stahldraht oder einem anderen geeigneten Werkstoff, z. B. aus
einem plastischen Werkstoff, hergestellt, -der eine elastische Biegsamkeit aufweist.
Jede Klammer wird von zwei Schenkeln 2 und 3 gebildet, die durch einen ringförmigen
Bogenteil l miteinander verbunden sind und an ihren freien Enden zu Ösen 4 und 5
umgebogen sein können, die, wie Fig. 1 zeigt, etwas übereinandergreifen. Dabei wird
jede Klammer in bekannter Weise so- gebogen, daß die Schenkel bei gelöster Klammer
sich im Abstand kreuzen, so daß von den Schenkeln beim Verdrehen des Bogenteils
1 um etwa 180° ein Klemmdruck auf einen zwischen die Schenkel eingebrachten Stapel
6 aus Papierblättern, Textilien od. dgl. ausgeübt wird.
-
Um zu erreichen, daß die Schenkel zum leichten Aufschieben der Klammer
auf einen Stapel im gelösten Zustand weit auseinandergespreizt sind, werden die
Schenkel jeder Klammer etwa von ihrer Kreuzungsstelle aus durch einen Knick nach
außen abgebogen. Dadurch wird zugleich noch der weitere Vorteil erzielt, daß bei
einem um 180° verdrehten Bogenteil die frei auslaufenden Enden der Schenkel übereinanderliegen
und an den Knickstellen im Bereich der Kreuzungsstelle einen vorbestimmten gegenseitigen
Abstand aufweisen. Der Klemmdruck wird mithin nur von den freien Enden der Schenkel
ausgeübt, so daß die Druckstelle bei einem zusammengeschlossenen Stapel verhältnismäßig
weit vom benachbarten Rand des Stapels sich befindet.
-
Die Klammer wird in folgender Weise benutzt: In der Ausgangsstellung
nach Fig.1 bis 3 und 11 a werden die zusammenzuklammernden Blätter 6 zwischen die
Schenkel 2 und 3 der Klammer geschoben. Dazu lassen die Schenkel einen kleinen Raum
zwischen sich und den Außenflächen des Stapels 6 frei, wie dies Fig.11 a zeigt.
Dann dreht man den Bogenteil 1 von links nach rechts um ungefähr 90°, so daß die
Schenkel 3 und 4 zur Berührung mit den Oberflächen der Blätter 6 gebracht werden
(s. Fig. 4, 5 und 11 b).
-
Wenn man diese Bewegung des Bogenteiles 1 fortsetzt, bis eine Drehung
von etwa 135° ausgeführt ist (Fig. 6, 7 und 11 c), beginnen die Schenkel sich gegeneinander
zu verlagern. Dabei gleiten sie längs der Außenfläche der Blätter 6 und beginnen
eine Drehbewegung um sich selbst (Fig.11 d etwa 155° und Fig.11 e etwa 165°).
-
Bei etwa 165° dreht sich plötzlich der Bogenteil 1 infolge der Elastizität
des Klammermaterials; die Schenkel der Klammer drehen sich um sich selbst (etwa
180°) und legen sich umgekehrt zu ihrer Anfangsstellung übereinander, wie Fig. 8
bis 10 und Fig. 11 f zeigen. Dabei drücken die Endösen 4 und 5 der Schenkel 2 und
3 (s. Fig. 8) kräftig auf die Oberflächen der Blätter 6 und pressen diese kräftig
zusammen.
-
Eine halbe Umdrehung des Bogenteils im umgekehrten Sinne führt die
Klammer in die Ausgangsstellung zurück; die Blätter sind dann wieder frei.
-
Um die Klammerwirkung auf den zusammenzuschließenden Stapel zu vergrößern,
können die Schenkel 2 und 3 noch zusätzlich zu ihrer Spreizung in Form eines umgekehrten
V wellenförmig gestaltet werden, so daß auch der Teil der Blätter, auf den sich
die Klammer auffegt, leicht wellenförmig wird.
-
In der Ausführungsform nach Fig.12 bis 14 ist der Bogenteil 1 a doppelt
gewunden. Daran. schließen sich, wie vorstehend, die Schenke12 und 3 an, die entsprechend
durch Ösen 4 und 5 oder durch anders geformte Enden begrenzt sind. Der Bogenteil
1 a kann auch von drei oder mehr Windungen gebildet werden, um die Elastizität der
Klammer zu vergrößern.
-
Zwischen die Windungen des doppelten Bogenteiles kann man ein Etikett
7 schieben, das dort festgehalten wird. Auf diese Weise kann die Klammer zugleich
zum Kennzeichnen des zusammengeschlossenen Stapels oder auch zur Angabe von Preisen
benutzt werden. Man kann den Bogenteil auch zum Aufhängen des Stapels benutzen.
-
Wenn die Klammer zur Aufnahme eines Gegenstandes von größerer Dicke
bestimmt ist, besonders zur Aufnahme eines Gegenstandes in Form einer Stange von
beliebigem Querschnitt, ist es vorteilhaft, den Schenkeln eine etwas abweichende
Form zu geben, wie z. B. eine solche in Fig.15 und 16 dar= gestellt ist. Bei dieser
Ausführungsform sind die Schenkel 2 und 3 mit je einer Verlängerung 2 a und 3 a
versehen. Diese Verlängerungen sind in einem gewissen Abstand von den Schenkeln
2 und 3 parallel zu diesen zurückgebogen. Infolgedessen erhält jeder Schenkel zwei
Berührungspunkte auf der Stange.
-
In der Ausführungsform nach Fig.17 und 18 wird die Klammer zum Aufhängen
von Vorhängen vorgeschlagen. Hierzu ist jedoch der Bogenteil 1 zu der Hauptebene
der Schenkel um 90° verdreht. Der Bogenteil ist über eine Gardinenstange 9 geschoben,
die in Fig.17 im Querschnitt und in Fig.18 in Ansicht dargestellt ist; die Schenkel
tragen einen Vorhang 10, der zwischen den Schenkeln durch Drehen des Bogenteiles,
wie vorstehend beschrieben, vor dem Auffädeln auf die Gardinenstange sehr leicht
befestigt oder, z. B. für die Reinigung, wieder gelöst werden kann. Auch als Wäscheklammer
kann die Klammer nach der Erfindung benutzt werden. Sie bietet somit eine vielseitige
Verwendungsmöglichkeit und gewährleistet ein einwandfreies Festhalten der zu zusammenzuschließenden
Teile.