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DE1137316B - Flugregelanlage mit Einrichtungen zur Daempfung von Schwingungen hoher Frequenz - Google Patents

Flugregelanlage mit Einrichtungen zur Daempfung von Schwingungen hoher Frequenz

Info

Publication number
DE1137316B
DE1137316B DEG24270A DEG0024270A DE1137316B DE 1137316 B DE1137316 B DE 1137316B DE G24270 A DEG24270 A DE G24270A DE G0024270 A DEG0024270 A DE G0024270A DE 1137316 B DE1137316 B DE 1137316B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
damping
control system
flight control
frequency
inertia member
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG24270A
Other languages
English (en)
Inventor
Rober Leroy Wanamaker
Frank Arthur Gaynor
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
Publication of DE1137316B publication Critical patent/DE1137316B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C13/00Control systems or transmitting systems for actuating flying-control surfaces, lift-increasing flaps, air brakes, or spoilers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description

  • Flugregelanlage mit Einrichtungen zur Dämpfung von Schwingungen hoher Frequenz Die Erfindung betrifft eine Flugzeugsteuereinrichtung, wobei den manuell oder selbsttätig erzeugten Steuersignalen dämpfende Korrektursignale überlagert werden, die beim überschreiten des normalen Schwingungsbereichs bei Drehbewegungen um die Längs- und Querachse durch einen Winkelbeschleunigungsmesser erzeugt werden.
  • Hochleistungsflugzeuge neigen infolge ihrer großen Geschwindigkeit und ihrer Formgebung bekanntlich zu Schwingungen um eine oder mehrere ihrerAchsen, wenn sie durch Störungen, beispielsweise Böen, vorübergehend aus ihrem normalen Kurs abgelenkt werden. Insbesondere bei kleineren Typen besitzen diese Schwingungen eine höhere Frequenz als die durch normale Steuervorgänge verursachten Bewegungen. Ein Ausgleich der Schwingungen durch die Handsteuerung oder die Flugregelanlage ist wegen der Reaktionszeit bzw. der Trägheit der Einrichtungen meist nicht möglich; ein entsprechendes Gegensteuern führt außerdem zur Verstärkung und zum Aufschaukeln der Schwingungen.
  • Es werden daher im allgemeinen automatische Dämpfungseinrichtungen verwendet, die entweder der automatischen Flugzeugsteuereinrichtung Korrektursignale zur Dämpfung der Schwingungen liefern oder manuell auf die Ruderflächen einwirken, so daß eine Dämpfung der Schwingungen erreicht wird. Als Fühleinrichtung zur Feststellung der Schwingungen werden im allgemeinen gefesselte Kreisel verwendet, welche die Winkelgeschwindigkeit des Flugzeugs um eine der Flugzeugachsen feststellen, wobei der Kreisel ein Signal erzeugt, das proportional der Winkelgeschwindigkeit der Schwingungen des Flugzeugs um die betreffende Achse ist. Dieses Signal wird der Flugregelanlage oder der manuellen Betätigungseinrichtung der Dämpfungsanlage zugeführt, wodurch die zum Dämpfen der Schwingungen erforderlichen Korrekturen auf die entsprechende Ruderfläche übertragen werden. Da der Kreisel sehr schnell anspricht, d. h. die Bewegungen des Flugzeugs um seine Achse beinahe gleichzeitig mit dem Auftreten der Bewegung feststellt, kann die erforderliche Bewegung der Ruderfläche bereits zu Beginn der Störung erreicht werden. Dadurch werden die Amplitude der Schwingungen des Flugzeugs sowie die Dauer der Schwingungen beträchtlich herabgesetzt.
  • Ein Nachteil des gefesselten Kreisels besteht jedoch darin, daß er sowohl bei den hochfrequenten Schwingungen als auch bei den durch normale Steuervorgänge hervorgerufenen Zustandsänderungen des Flugzeugs, die mit geringerer Frequenz erfolgen, anspricht. Um zu vermeiden, daß dieDämpfungseinrichtung auch diesen gewollten stationären Zustandsänderungen entgegenwirkt, muß eine besondere Ausgleichseinrichtung vorgesehen werden, welche die bei normalen Steuervorgängen auftretenden und durch stationäre Zustandsänderungen hervorgerufenen Signale des Kreisels aufhebt, während sie die durch eine Störung verursachten Einschwingsignale des Kreisels durchläßt.
  • Die bisher bekannten Dämpfungsanlagen für diesen Zweck erfüllen im allgemeinen die gestellten Anforderungen in zufriedenstellender Weise, jedoch haben diese Anlagen ein beträchtliches Gewicht und sind auch durch den komplizierten Aufbau einer größeren Störanfälligkeit unterworfen.
  • Das Ziel der Erfindung liegt daher in der Schaffung einer Flugzeugsteuereinrichtung, bei der die zur Erzeugung der Korrektursignale dienende Dämpfungseinrichtung vereinfacht ist, ein erheblich geringeres Gewicht als die bisher dafür verwendeten Einrichtungen aufweist sowie eine größere Betriebssicherheit gewährleistet.
  • Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zur Erzeugung der Korrektursignale ein Winkelbeschleunigungsmesser verwendet wird, auf dessen beschleunigungsempfindliches Organ eine Dämpfung und eine Rückstellkraft einwirken, die so bemessen sind; daß die vom Winkelbeschleunigungsmesser abgegebenen Signale bei hochfrequenten Schwingungen der Winkelgeschwindigkeit und bei niederfrequenten Schwingungen der Beschleunigung proportional sind.
  • Zwei Ausführungsbeispiele der Dämpfungseinrichtung sind in der Zeichnung dargestellt. Darin zeigt Fig. 1 ein Blockschema einer Flugregelanlage mit der Dämpfungseinrichtung, Fig.2 ein Blockschema einer anderenAusführungsform der Flugregelanlage mit Dämpfungseinrichtung und Fig. 3 einen Schnitt durch eine Ausführungsform des bei der Dämpfungseinrichtung verwendeten Winkelbeschleunigungsmessers.
  • Die Flugregelanlage (Fig. 1) enthält in bekannter Weise eine kraftbetriebene Ruderbetätigungseinrichtung 10 zur Verstellung einer Ruderfläche 12, wobei die Kraftbetätigungseinrichtung 10 durch eine Steuervorrichtung 14 entsprechend der Bewegung eines Gestänges 16, 18 gesteuert wird. Die Betätigungseinrichtung 10 und die Steuereinrichtung 14 werden bei dem dargestellten Beispiel hydraulisch betrieben: Das Gestänge 16 ist in der Mitte des Hebels 18 angelenkt, und das eine Ende des Hebels 18 ist bei 19 gelenkig mit dem einen Ende einer Stange 20 verbunden. Die Stange 20 wird entweder durch den um einen Drehpunkt 22 schwenkbaren Steuerknüppel 21 oder durch eine automatische Steuereinrichtung 23 bewegt. Die Steuereinrichtung 23 liefert Steuersignale, die einer Servobetätigungseinrichtung 24 zugeführt werden. Die Einrichtung 24 treibt ein Getriebe 25, das die Stange 20 durch Verkürzung oder Verlängerung der Stange 26 bewegt.
  • Dieser manuell und automatisch betätigbarenSteuerung werden Korrektursignale überlagert, die unerwünschte Schwingungen des Flugzeugs verhindern oder dämpfen. Hierfür dient eine Dämpfungseinrichtung 27. Die Dämpfungseinrichtung 27 stellt die Schwingbewegung des Flugzeugs fest und erzeugt ein Signal, das proportional zu einer Bewegungsgröße des Flugzeugs ist. Das Signal wird einer Dämpfungsservobetätigungseinrichtung 28 zugeführt, die gelenkig mit dem anderen Ende des Hebels 18 am Punkt 29 verbunden ist. Die Einrichtung 28 betätigt den Hebel 18 und das Gestänge 16 in Abhängigkeit von den Signalen, die von der Dämpfungseinrichtung 27 erzeugt werden, wodurch die Ruderfläche 12 in beiden Richtungen betätigbar ist und die Schwingungen des. Flugzeugs korrigiert oder dämpft. Die Dämpfungseinrichtung 27 arbeitet zur Erzeugung der gewünschten Dämpfung des Flugzeugs unabhängig von der automatischen Steuerungsanlage. Hätte die Dämpfungseinrichtung eine frequenzunabhängige Arbeitsweise, würde sie allerdings auch allen Schwingungen entgegenwirken, die sie bei einer Drehbewegung des Flugzeugs feststellt, die durch den Steuerknüppel 21 oder durch die Flugregelanlage über das Gestänge 16 hervorgerufen wird.
  • Zur Vermeidung dieser unerwünschten Wirkung wird für die Dämpfungseinrichtung 27 ein Winkelbeschleunigungsmesser verwendet, dessen dynamische Ansprechkurve diesem Zweck angepaßt ist. Die Achse des Winkelbeschleunigungsmessers ist parallel zu der in Betracht kommenden Drehbewegungsachse des Flugzeugs angeordnet. Für gewöhnlich sollte der Winkelbeschleunigungsmesser ein Signal erzeugen, das stets proportional zur Winkelbeschleunigung des Flugzeugs um die betreffende Achse ist. Es hat sich aber herausgestellt, daß die dynamische Ansprechkurve eines Winkelbeschleunigungsmessers verändert wird, wenn er mit Dämpfungsmitteln versehen ist, die so bemessen sind, daß die Bewegung des beschleunigungsempfindlichen Organs des Winkelbeschleunigungsmessers über den kritischen Dämpfungspunkt (aperiodischen Grenzfall) hinaus gedämpft ist.
  • Diese überkritische Dämpfung de s Winkelbeschleunigungsmessers hat zurFolge, daß sein beschleunigungsempfindliches Organ den Schwingungen, deren Frequenz über der Eigenfrequenz des beschleunigungsempfindlichen Organs liegt, nicht folgen kann. Das erzeugte Signal ist daher bei solchen hochfrequenten Schwingungen nicht der Winkelbeschleunigung; sondenn der Winkelgeschwindigkeit der Schwingungen des Flugzeugs proportional. Bei hochfrequenten Schwingungen des Flugzeugs wirkt also der überkritisch gedämpfte Winkelbeschleunigungsmesser wie ein Geschwindigkeitskreisel, denn er erzeugt ein Signal, das der Winkelgeschwindigkeit proportional ist. Dagegen ist der Beschleunigungsmesser bei niedrigen Frequenzen noch in der Lage, den Winkelbeschleunigungen des Flugzeugs zu folgen, und wird daher, ebenso wie ein normaler Winkelbeschleunigungsmesser bei niederen Frequenzen, ein Signal erzeugen, das der Beschleunigung des Flugzeugs proportional ist.
  • Da die automatische Dämpfungseinrichtung nur die hochfrequenten Schwingungen korrigieren soll, eignet sich der überkritisch gedämpfte Winkelbeschleunigungsmesser zur Erzeugung der erforderlichen Korrektursignale. Die durch normale Steuervorgänge hervorgerufenen Schwingungen des Flugzeugs haben nur eine niedrige Frequenz, so daß die vom Winkelbeschleunigungsmesser abgegebenen Korrektursignale so klein sind, daß sie den Bewegungsablauf praktisch nicht beeinflussen. Es ist daher nicht notwendig, bei einer Dämpfungseinrichtung, die mit einem überkritisch gedämpften Winkelbeschleunigungsmesser ausgestattet ist, die sonst übliche Ausgleichseinrichtung vorzusehen. Fig.2 zeigt die Anwendung des überkritisch gedämpften Winkelbeschleunigungsmessers als Dämpfungseinrichtung bei einer rein automatischen Flugzeugsteuerungseinrichtung. Die automatische Flugzeugsteuerungseinrichtung enthält eine Servobetätigungseinrichtung 30, die von einem Servoverstärker 32 in Abhängigkeit von einem Steuersignal betätigt wird. Das Steuersignal wird von einer automatischen Flugregeleinrichtung, beispielsweise einem Kreisel, geliefert,wodurch beispielsweise dieHöhenruderfläche 12a eines Flugzeugs über ein mechanisches Gestänge 34 von der Servobetätigungseinrichtung 30 verstellt wird. Wenn die Servobetätigungseinrichtung 30 das Höhenruder 12a über das mechanische Gestänge 34 bewegt, betreibt sie gleichzeitig über ein mechanisches Gestänge 34a die Servostellungsrückkopplung 36, die dem Servoverstärker 32 den erforderlichen Nachlauf erteilt. Dadurch ist die Regelschleife für die normalen Steuerbewegungen geschlossen, so daß die von der Dämpfungseinrichtung 27 erzeugten Korrektursignale direkt dem Servoverstärker 32 zugeführt werden und die bei der Anordnung nach Fig. 1 erforderliche Dämpfungsservobetätigungseinrichtung 28 entfällt. Die Regelschleife für die Dämpfungseinriehtung ist bei 38 geschlossen. In Fig. 3 ist im Schnitt ein Winkelbeschleunigungsmesser dargestellt, der sich für diesen Anwendungszweck besonders eignet. Der Winkelbeschleunigungsmesser enthält ein Trägheitsghed 40, das drehbar in einem Gehäuse 42 gelagert ist und beispielsweise aus einem äußeren ringförmigen hohlen Abschnitt 44, der von einem massiven, scheibenartigenTeil 46 umgeben ist, besteht. Das Gehäuse 42 besitzt zylindrische Gestalt und ist mit einem abnehmbaren Deckel 48 versehen. Das Trägheitsglied 40 ist im Inneren des Gehäuses 42 drehbar um eine Achse x-x gelagert, die durch den Drehpunkt verläuft. Das Trägheitsglied 40 ist fest auf einer Welle 50 angebracht, die durch den scheibenartigen Abschnitt 46 geführt ist, und kann auf dieser Welle in beliebiger Weise, beispielsweise durch einen Keil 52, befestigt sein. Die Welle 50 ist im Gehäuse 52 in den Lagern 54 drehbar gelagert. Der Raum im Gehäuse 42 rings um das Trägheitsglied 40 ist mit einer Dämpfungsflüssigkeit 56 ausgefüllt. Als Dämpfungsflüssigkeit 56 wird vorzugsweise Silikonöl verwendet, das die Bewegungen des Trägheitsglieds 40 dämpft und gleichzeitig einen Auftrieb des Trägheitsglieds erzeugt, so daß die Belastung der Lager 54 verringert oder beseitigt wird. Bei entsprechender Bemessung des Trägheitsglieds in bezug auf die Dämpfungsflüssigkeit 56 kann erreicht werden, daß das Trägheitsglied im Gehäuse 42 gerade im Schwebezustand ist, so daß die Lager 54 nicht belastet sind. Dieser Schwebezustand erhöht bekanntlich die Empfindlichkeit und die Genauigkeit des Trägheitsglied 40 beträchtlich. Außerdem kann die Ausführung so getroffen sein, daß der Drehpunkt, das Metazentrum und der Schwerpunkt des Trägheitsglieds 40 zusammenfallen. Im abnehmbaren Deckel 48 ist eine Einfüllöffnung 58 angebracht, durch welche die Dämpfungsflüssigkeit 56 in das Gehäuse 42 eingefüllt werden kann.
  • Zur Feststellung der Relativbewegung zwischen dem Trägheitsglied 40 und dem Gehäuse 42 ist eine Abtasteinrichtung vorgesehen, die sich bei dem dargestellten Beispiel als Differentialübertrager mit einem Rotor 60, der fest auf der Welle 50 angebracht ist und sich mit dieser gemeinsam dreht, darstellt sowie einen Stator 62 aufweist, der an einer Seite des Gehäuses 42 durch Stützen 64 befestigt ist. Die Erregung des Stators 62 geschieht über die Leitungen 66, die mit einer Wechselstromquelle verbunden sind. Die Leitungen 66 werden in das Gehäuse 42 über eine Abdichtung 68 eingeführt. Das von der Abtasteinrichtung erzeugte Signal wird vom Stator 62 über die Leitungen 70 abgenommen, die über eine weitere Dichtung 68 durch die Seitenwand des Gehäuses 42 nach außen geführt sind.
  • Auf das Trägheitsglied 40 wird durch eine Spiralfeder 72 eine Rückstellkraft ausgeübt, wobei durch die Federkraft der Feder 72 das Trägheitsglied 40 in seiner Mittelstellung gegenüber dem Gehäuse 42 gehalten wird. Zu diesem Zweck ist das eine Ende der Spiralfeder 72 mit dem Gehäuse 42 über einen Ausleger 74 verbunden, während das andere Ende der Feder an der Welle 50 befestigt ist. Gegebenenfalls könnte die Rückstellkraft auch auf elektrischem Weg erzeugt werden, wobei das Rückstellmoment des Differentialübertragers ausgenützt wird.
  • Die Eigenfrequenz des Trägheitsglieds im ungedämpften Zustand und sein Dämpfungsfaktor werden so gewählt, daß der Winkelbeschleunigungsmesser ein der Eigenfrequenz des Flugzeugs entsprechendes Ausgangssignal liefert, das demjenigen eines Geschwindigkeitskreisels entspricht. Wie bereits dargelegt, muß zu diesem Zweck das Trägheitsglied überkritisch gedämpft und die Eigenfrequenz des Trägheitsglieds so bemessen werden, daß sie unter der Frequenz der zu dämpfenden Schwingungen liegt. Die überkritische Dämpfung des Winkelbeschleunigungsmessers kann durch Erhöhung der Viskosität der Dämpfungsflüssigkeit erreicht werden. Die Eigenfrequenz des Trägheitsglieds im ungedämpften Zustand kann durch die Feder verändert werden, mit der das Trägheitsglied und das Gehäuse des Beschleunigungsmessers in Verbindung stehen. Wenn für einen bestimmten Flugzustand der Wirkungsbereich der Dämpfungseinrichtung verändert werden muß, kann dies während des Fluges entweder dadurch geschehen, daß der Dämpfungsfaktor des überkritisch gedämpften Beschleunigungsmessers durch Veränderung der Temperatur der Dämpfungsflüssigkeit verändert wird, oder dadurch, daß die Eigenfrequenz des Trägheitsglieds durch Veränderung der Federkraft verändert wird.
  • Die Wirkungsweise des in Fig.3 dargestellten Winkelbeschleunigungsmessers wird an Hand der in Fig. 2 dargestellten Flugzeugregelanlage beschrieben. Es sei angenommen, daß der überkritisch gedämpfte Winkelbeschleunigungsmesser 27 mit seiner Achse x-x parallel zur Querachse des Flugzeugs angebracht ist. Wenn das Flugzeug im Geradeausflug plötzlich eine Längsneigungsbewegung macht, so wird diese Drehbewegung um die Querachse durch den überkritisch gedämpften Winkelbeschleunigungsmesser festgestellt. Bei dieser Längsneigungsbewegung des Flugzeugs folgt das Gehäuse 42 des Beschleunigungsmessers 27, das fest mit dem Flugzeug verbunden ist, dieser Bewegung. Das Trägheitsglied 40 versucht dann, die Lage beizubehalten, die es vor der Längsneigung des Flugzeugs innehatte. Infolge der überkritischen Dämpfung des Trägheitsglieds werden jedoch die vom Trägheitsglied. festgestellten Beschleunigungsbewegungen des Flugzeugs integriert, so daß die Relativbewegung zwischen dem Gehäuse und dem Trägheitsglied proportional der Geschwindigkeit der Drehbewegung um die Querachse erfolgt. Das von der Abtasteinrichtung im Winkelbeschleunigungsmesser erzeugte Signal, das der Geschwindigkeit der Längsneigung proportional ist, wird dem Servoverstärker 32 zugeführt, der seinerseits die Servobetätigungseinrichtung 30 erregt, um das Höhenruder 12a über das mechanische Gestänge 34 nach oben zu bewegen, so daß der Längsneigung des Flugzeugs entgegengewirkt wird. Wenn das Flugzeug auf die Bewegung des Höhenruders 12a anspricht, so daß die Nase des Flugzeugs angehoben wird, stellt der überkritisch gedämpfte Winkelbeschleunigungsmesser die Geschwindigkeit dieser Bewegung in der zuvor geschilderten Weise ebenfalls fest, so daß ein Signal erzeugt wird, das dieser Bewegung proportional ist. Die Polarität dieses Signals ist umgekehrt, da die festgestellte Bewegung in der entgegengesetzten Richtung stattfindet. Dieses Signal wird gleichfalls dem Servoverstärker 32 zugeführt, so daß die Servobetätigungseinrichtung 30 betätigt wird, um das Höhenruder 12a nach unten zu bewegen und dadurch die Fluglage wiederherzustellen.
  • Bei Verwendung des überkritisch gedämpften Winkelbeschleunigungsmessers wird demnach die Fluglage ohne störende Schwingungen ausgeglichen werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Flugregelanlage mit Einrichtungen zur Dämpfung von Schwingungen hoher Frequenz, die den manuell oder selbsttätig erzeugten Steuersignalen beim Überschreiten der normalen Schwingungsfrequenz der Bewegungen um die Längs- und Querachse Korrektursignale überlagern, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Korrektursignale ein Winkelbeschleunigungsmesser verwendet wird, auf dessen beschleunigungsempfindliches Organ eine Dämpfung und eine Rückstellkraft einwirken, die so bemessen sind, daß die vom Winkelbeschleunigungsmesser abgegebenen Signale bei hochfrequenten Schwingungen der Winkelgeschwindigkeit und bei niederfrequenten Schwingungen der Beschleunigung proportional sind.
  2. 2. Flugregelanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfung und die Rückstellkraft so bemessen sind, daß das beschleunigungsempfindliche Organ überkritisch gedämpft ist.
  3. 3. Flugregelanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der in einem Gehäuse (42) untergebrachte Winkelbeschleunigungsmesser ein drehbar im Gehäuse gelagertes Trägheitsglied (40), eine das Trägheitsglied mit dem Gehäuse verbindende Rückstellfeder (72) und eine das Gehäuse ausfüllende Dämpfungsflüssigkeit (56) aufweist, wobei das Trägheitsmoment des Trägheitsglieds und die Federkonstante der Rückstellfeder so bemessen sind, daß die Eigenfrequenz der Drehschwingungen des Trägheitsgliedes niedriger als die Frequenz der durch Störungen verursachten Schwingungen des Flugzeugs und höher als: die Frequenz der durch normale Steuervorgänge erzeugten Flugbewegungen ist, und wobei die durch die Dämpfungsflüssigkeit bewirkte Dämpfung so bemessen ist, daß die Drehschwingungen des Trägheitsglieds überkritisch gedämpft sind.
  4. 4. Flugregelanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägheitsmoment des Trägheitsglieds und die Federkonstante der Rückstellfeder des Winkelbeschleunigungsmessers so bemessen sind, daß die Eigenfrequenz der ungedämpften Drehschwingungen des Trägheitsglieds unter der Eigenfrequenz der Drehschwingungen des Flugzeugs um die betreffende Achse liegt.
  5. 5. Flugregelanlage nach Anspruch 3 oder 4; dadurch gekennzeichnet, daß mit der Achse (50) des Trägheits.glieds (40) der Rotor (60) eines Differentialübertragers verbunden ist, dessen Stator (62) am Gehäuse (42) angebracht ist und mit Wechselstrom erregt wird, wobei die in Abhängigkeit von der Stellung des Rotors induzierte Sekundärspannung als Korrektursignal dient.
  6. 6. Flugregelanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die rotierenden Teile des Beschleunigungsmessers in der Dämpfungsflüssigkeit (56) im Schwebezustand befinden.
  7. 7. Flugregelanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Dämpfungsflüssigkeit (56) für den Winkelbeschleunigungsmesser Silikonöl verwendet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 365 995, 2 621873, 2743889.
DEG24270A 1957-04-05 1958-04-05 Flugregelanlage mit Einrichtungen zur Daempfung von Schwingungen hoher Frequenz Pending DE1137316B (de)

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ID=22351159

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DEG24270A Pending DE1137316B (de) 1957-04-05 1958-04-05 Flugregelanlage mit Einrichtungen zur Daempfung von Schwingungen hoher Frequenz

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1248477B (de) 1962-07-13 1967-08-24 Smith & Sons Ltd S Selbsttaetiger Flugregler fuer Luftfahrzeuge
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